Romys Recovery RealiTea

Romy Hörbe

#22 Mit 49 kam meine Periode zurück

Warum Recovery in jedem Alter möglich ist

03.09.2025 73 min

Zusammenfassung & Show Notes

Kerstin (49) erzählt, wie sie nach vielen Jahren mit Restriktion, Kontrolle und täglichem Laufen durch das Gruppencoaching Re(dis)cover den Mut fand, vier Monate komplett auf Sport zu verzichten - und dabei sogar ihre Periode zurückbekam. Ein inspirierendes Gespräch darüber, warum Recovery in der Gruppe oft kraftvoller ist als allein und dass es für Veränderung nie zu spät ist.

Manchmal braucht es nur einen Blick in den Spiegel, um zu wissen: So kann es nicht weitergehen. Aber zwischen dem Wissen und dem Tun liegt ein Graben, den du alleine kaum überwinden kannst. 
Heute teile ich mit dir ein kraftvolles Gespräch mit Kerstin, die mit Ende 40 bewiesen hat, dass es für Recovery nie zu spät ist. Nach Jahren im Kreislauf aus Kontrolle, Restriktion und täglichen X-Kilometer-Läufen hat sie vor einem Jahr den mutigsten Schritt ihres Lebens gewagt – und ihre Sportschuhe für vier Monate an den Nagel gehängt. 
 
In dieser Episode erfährst du: 
  • Wie sie mit 49 Jahren ihre Periode wiederbekommen hat – regelmäßiger als je zuvor, obwohl sie glaubte, in den Wechseljahren zu sein
  • Warum Kerstin sich gegen 1:1 Coaching und für die Gruppe entschieden hat (obwohl sie überzeugt war, ein „1:1 Mensch“ zu sein)
  • Wie sie es geschafft hat, nach Jahren des zwanghaften Laufens eine viermonatige Sportpause einzulegen
  • Was die Migrationstheorie mit ihrem Bewegungsdrang zu tun hatte und warum dieses Wissen alles veränderte
  • Welche konkreten Tools aus Re(dis)cover sie heute noch täglich nutzt
Diese Episode ist für dich, wenn...
  • du glaubst, für Recovery zu alt zu sein oder dass du schon zu lange mit deiner Essstörung lebst
  • du zwischen dem Wunsch nach Veränderung und der Angst vor dem Loslassen hin- und hergerissen bist
  • du überlegst, ob Gruppencoaching oder 1:1 Begleitung für dich der richtige Weg ist
Kerstin beschreibt ihre Transformation vom „Reh“ zur kraftvollen Frau, die heute La Dolce Vita lebt, statt jeden Morgen zwanghaft zu rennen. Ihre Geschichte zeigt: Recovery ist keine Frage des Alters, sondern der Entscheidung.
 
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Die Links:

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Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
Neue Episode jeden Mittwoch um 6 Uhr

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Meine Ausbildungen
  • CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
  • Zertifizierter Systemischer Coach (Coaching Akademie Weimar-Wiesbaden)
  • Identity Transformation Coach (All In Academy Jackie Sharon Tamblyn)

Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.

Transkript

Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality. Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered. Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität. Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun. Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst. Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat. Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach. Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken, wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann. Heute habe ich mal wieder einen Interviewgast für dich eingeladen, und zwar Kerstin, die vor einem Jahr noch x Kilometer gelaufen ist, obwohl sie da bereits wusste, dass sie zunehmen will. Kerstin hat sich zwar im Spiegel gesehen und gedacht, das geht so nicht mehr, ich bin zu dünn, und trotzdem konnte sie nicht aufhören zu rennen. Aber bevor wir zu diesem kraftvollen Gespräch kommen, möchte ich dir nochmal ganz kurz etwas über mein Herzensprojekt Rediscover erzählen. Mein sechswöchiges Online-Gruppencoaching, welches ja jetzt schon bald am 15. September startet. Und auch wenn du jetzt vielleicht denkst, Gruppe ist nichts für mich, bleib dann erst recht dran, denn Kerstin hat vor genau einem Jahr das Gleiche gedacht. Und sogar ich selbst, ich überlege mal, darf ich das eigentlich sagen, aber ja, darf ich, sogar ich selbst hatte lange Zeit Bammel davor, meine eigene Gruppe zu starten, denn ich war nicht wirklich ein Freund von Gruppen. Um es mal, ja, gelindig ausgedrückt zu sagen. Wie bin ich trotzdem dahin gekommen? Kommen wir gleich drauf. Der Punkt ist nämlich, ich habe fünf Jahre lang bereits tagtäglich und stundenlang intensive 1-zu-1-zu-Einzelcoachings gemacht und ich habe es geliebt. Das war nicht der Punkt. Aber dabei ist mir was aufgefallen. Und zwar habe ich mit jeder einzelnen Frau die gleichen Grundlagen thematisiert, egal mit welcher Form von Essstörung, also egal ob auch diagnostiziert oder nicht, sie zu mir gekommen ist. Und ich habe in diesen fünf Jahren die wirkungsvollsten Grundlagen und praktischsten Tools für eine nachverhaltige Recovery herausgefunden, die sich wirklich bewährt haben und funktionieren. Und dabei aber, ja, es ist trotzdem sehr individuell geblieben und eben auch kein vorgefertigtes Korsett, denn jeder Mensch ist einfach einzigartig. Und ich habe aber gemerkt, Mensch, das, was ich da immer wieder im Einzelnen mache, das funktioniert einfach. Und habe dann gedacht, irgendwie, und nachdem ich meine Mentorin auch noch drauf hingeschubst hat, weil die einfach nur gedacht hat, das kann doch nicht sein, wieso ist sie jetzt im 1-zu-1 immer ausgebucht und hat keine Gruppe? Also sie hat gesagt, das macht keinen Sinn. Ich habe gedacht, stimmt, macht wirklich keinen Sinn, weil, warum denn das bitte jeder Einzelnen erzählen und nicht diese Basis wirklich auch gemeinsam in einer Gruppe zu legen und alle bewährten Tools gebündelt weitergeben. Also warum nicht die Kraft der Gruppe nutzen, zumal das ja auch noch viel, viel günstiger ist, als wenn ich jetzt im 1-zu-1 dort sitze. Und der Punkt ist einfach auch, im Coaching geht es ja nicht darum, weiteres Wissen oder weitere graue Theorie weiterzugeben, sondern es geht wirklich ums Praktische, Umsetzen und Machen. Und ich weiß aber auch, dass ja genau das das große Hindernis ist. Und deswegen geht es auch darum zu schauen, was dich noch gefangen hält und anzuerkennen, wofür du deine Essstörungsverhaltensweisen aktuell noch brauchst und dafür dann, wenn du das rausgefunden hast, was wir ja gemeinsam machen, neue, gesündere Strategien zu entwickeln. Ich habe es ja gerade schon angedeutet, ich selbst war bis vor anderthalb Jahren so gar kein Gruppenmensch, bis ich mich eben zu dem Zeitpunkt dann auch zum ersten Mal in ein Gruppencoaching begeben habe, was übrigens völlig anders ist als eine Gruppentherapie in der Klinik, weil davon hatte ich viel, was vielleicht auch nicht unbedingt dazu beigetragen hat, dass ich jetzt so ein Fan von Gruppengeschichten war. Aber dieses Gruppencoaching, das war anders. Und da habe ich zum ersten Mal wirklich gespürt, wie kraftvoll und effektiv das eben einfach auch ist, an bestimmten Themen, weil so ein Oberthema hat man ja immer, wenn man in ein Coaching reingeht, wenn da einfach mehrere sind, die wirklich das gleiche Interesse haben, das gleiche Ziel haben. Und das hat einfach nochmal so einen Klickmoment für mich gemacht und dazu geführt, dass ich dann eben trotz meiner Angst es gewagt habe, mein erstes eigenes Gruppencoaching Rediscover ins Leben zu rufen. Und was dann passiert ist, also das hätte ich echt nicht gedacht, das hat mich wirklich umgehauen, denn was ich gesehen habe, also ich habe das gehofft und ich habe das vermutet, aber dann wirklich zu erleben, dass diese Frauen eben nicht nur aus ihren eigenen Themen gelernt haben oder von ihren eigenen Fragen, sondern eben auch davon profitiert haben, was die anderen gefragt haben oder von den Erfahrungen der anderen. Denn jeder ist ja trotzdem an einem anderen Stand, hat vielleicht ein Problem mit etwas, womit eine andere gar kein Problem hat. Denn Essstörungen sind ja trotzdem super individuell. Und gerade in diesen unterschiedlichen Perspektiven hat es aber eben die Möglichkeit gegeben, füreinander und aber auch für sich selber nochmal eine ganz andere Form von Verständnis zu entwickeln. Und diese Frauen haben gemeinsam geübt. Das heißt, all die Tools, die ich sonst zum 1 zu 1 beigebracht habe, die konnten sie hier praktisch anwenden, konnten sie bei den anderen sowohl sehen, als aber eben ihnen auch helfen. Und dabei, ich meine, das ist ja, in der Kita habe ich immer gesagt, wenn jemand mit den Papierfliegern kam und einen gebastelt haben wollte, ich so, nee, ich so, zwei linke Daumen gezeigt. Papierflieger basteln ist jetzt nicht so meine Stärke, aber frag doch mal das Kind. Das hat es auch gerade erst gelernt. Und das ist einfach so kraftvoll, wenn wirklich Frauen gerade zeitgleich neue Fähigkeiten, Tools, Skills lernen und sich gegenseitig eben dann aber auch dabei unterstützen können. Also es war wirklich mega krass zu sehen, wie gut das wirklich auch funktioniert hat. Und dabei hat aber eben jede auch, indem sie anderen geholfen hat, auch ihr eigenes gesundes Ich wiederum gestärkt. Und das hat also in diesem Gesamtkonflomerat wirklich einen Effekt gebracht, der im Einzelcoaching nur extrem schwer in so kurzer Zeit zu erreichen ist. Und Kerstin hat diese Erfahrung im Interview, wo wir ja gleich hinkommen, perfekt auf den Punkt gebracht. Denn sie hat gesagt, über diese Gruppenerfahrung, so einen Spiegel zu haben oder mehrere Spiegel, ist sehr, sehr wertvoll. Und da sind wir noch gar nicht bei dem Punkt, den ich persönlich einfach auch so wunderschön finde, nämlich dieses tiefe Verständnis und Mitgefühl, welches die Frauen untereinander auch aufbringen und was da einfach auch herrscht. Und du bist einfach nicht länger alleine, weil ich glaube, Essstörungen sind so ziemlich die einsamste Erkrankung, die man sich auch vorstellen kann, weil man sich entweder unverstanden fühlt oder eben dieser eine Quatsch in einem Kopf oder dir immer wieder sagt, nee, das kannst du alleine lösen, nee, das brauchst du nicht, nee, das ist doch gar nicht so schlimm, nee, und Hauptsache nee. Und hier bist du aber umgeben von Frauen, die sich so wie du nach Freiheit und nach mehr Leichtigkeit im Leben sehen und denen du dich eben nicht erst erklären musst, die dich nicht irgendwie ratlos angucken, weil sie genau wissen, wie es sich anfühlt, wenn zum Beispiel auch Dinge, die für gesunde Menschen total normal sind, wie sich einfach mal auszuruhen oder nichts zu tun, zur größten Herausforderung des Tages werden. Und ich sehe ja auch immer wieder, wie viele von euch auch auf Instagram eifrig meine Postings verschlingen, die speichern, alles wissen. Ich weiß ja oft, die schreiben mir ja auch, ich weiß das alles oder ich weiß schon so viel und ich bin mir sicher, das ist definitiv der Fall und du könntest wahrscheinlich inzwischen dein ganz eigenes Recovery Buch schreiben. Und dann denke ich mir, ja, genau so war ich auch vor sieben Jahren, denn im September 2018 hatte ich über mehrere Monate hinweg, glaube ich, alles an Recovery Büchern gelesen, was ich finden konnte, also dann hauptsächlich auch die englischsprachigen. Das heißt, der Markt war durchaus ein bisschen größer. Ich habe auch sämtliche YouTube Videos geschaut, also Instagram war damals noch nicht so ein Ding oder zumindest habe ich es irgendwie nicht mitgekriegt. Und ich hatte kognitiv wirklich alles verstanden, aber ich kam einfach nicht in diese verdammte Umsetzung. Und der Punkt ist, zwischen Wissen und Tun liegt einfach ein Graben und alleine ist der verdammt schwer zu überwinden. Nicht, weil du das nicht genug willst, das ist nicht der Punkt, sondern weil du nicht weißt, wie, wenn deine Essstörung dich anbrüllt, deine Gefühle dich überwältigen und dein Umfeld vermutlich auch noch dem Schlankheitswahn unserer Gesellschaft verfallen ist, was leider auch gar nicht so häufig vorkommt, so selten vorkommt, häufig kommt es leider vor. Und genau hier setzen wir in Rediscover an, denn dort decken wir gemeinsam deine größten Hindernisse auf und du verstehst endlich, was du wirklich brauchst, um sie erfolgreich zu überwinden. Also, Rediscover startet dieses Jahr, wie gesagt, am 15. September und es sind sechs Wochen, die, und das sage ich jetzt nicht leichtfertig, dein Leben verändern. So wie bei Kerstin und vielen anderen, die in den ersten beiden Runden bereits teilgenommen haben. Und exklusiv hier, ich liebe das einfach hier im Podcast, auch solche Dinge machen zu können, exklusiv hier im Podcast hast du ab jetzt schon als eine der ersten überhaupt die Chance, dir deinen Platz mit 200 Euro Rabatt zu sichern, bevor die Türen für die Frühbucher dann 7. September auch offiziell öffnen. Und dein Rabattier gilt bis zum 9. September. Es lohnt sich auch durchaus schnell zu sein, denn die ersten Plätze sind bereits vergeben und es gibt eine begrenzte Teilnehmerzahl, denn auch wenn ich Gruppen inzwischen absolut lieben gelernt habe, ist es mir einfach super wichtig, jede Einzelne auch zu sehen und die Gruppengröße persönlich zu halten. Also, wenn dich das interessiert oder du neugierig geworden bist und noch ein bisschen mehr wissen möchtest, in den Shownotes findest du sowohl den direkten Link zum Podcast Sonderpreis als auch den Link zu weiteren Infos dazu, was dich in diesen sechs Wochen erwartet. Und jetzt kommen wir zum wirklich spannenden Interview mit Kerstin, die übrigens auch felsenfest davon überzeugt war, dass sie Einzelcoaching braucht und Gruppe, weiß ich nicht. Sie hat gesagt, ich bin ein 1 zu 1 Mensch und hat dann doch die Gruppe gewählt. Warum und was das mit ihr gemacht hat, das erzählt sie dir jetzt selbst und ich muss nochmal zu Kerstin einleitend sagen, Also, Kerstin ist wirklich eine unglaublich beeindruckende Frau, die mit Ende 40 bewiesen hat, dass es nie zu spät ist, sich zu befreien. Also, mach es dir gemütlich, denn dieses Gespräch könnte der Anfang von etwas Großem auch für dich sein. Hallo, liebe Kerstin. Schön, dass du da bist. Magst du uns ganz kurz erzählen, wer du bist und wo du vor einem Jahr standest, als du dich für unser Vorgespräch angemeldet hast? Was war der Punkt, an dem du gesagt hast, so kann es nicht weitergehen? Ja, hallo, liebe Romy. Erstmal vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, dass ich hier bin und auf unser Gespräch jetzt. Und ja, mein Name ist Kerstin. Ich habe schon viele, viele Jahre mit Restriktion und Kontrolle und diesen Dingen zu tun und werde auch nächstes Jahr schon 50. Das heißt, ich bin wahrscheinlich hier in diesem Themenkomplex, gehöre ja zu den Älteren. Und das ist ganz interessant, weil ich natürlich schon lange, lange mit so einem, ja, würde ich jetzt heute sagen, nicht normalen Mindset, was das Essen betrifft, rumlaufe. Und muss aber auch sagen, ich hatte nie eine Diagnose. Und ja, ich würde sagen, war im ganz normalen Wahnsinn in einer fettphobischen Gesellschaft. Und ja, habe also nie Gedanken gehabt, also viele, viele Jahre, dass ich wirklich zu dünn bin, obwohl für meinen Körper ich also ganz lange zu dünn war. Aber das war eben, also gesellschaftlich absolut normal und ich habe ja auch gegessen und alles in Ordnung nach außen hin. Und dann war es aber so, in den, ja, in den letzten Jahren habe ich durch zu viele Heilfastenkuren einfach nochmal so richtig abgenommen und habe mich dann irgendwann vorm Spiegel gesehen, habe gedacht, es geht jetzt so nicht mehr, ich bin einfach zu dünn und habe es nicht geschafft, wirklich zuzunehmen. Habe auch weiterhin, obwohl ich zunehmen wollte, also man ist ja so zweigeteilt, der eine Teil möchte zunehmen, der andere möchte es aber dann doch lieber nicht. Und der Teil, der es wollte, der hat dann schon drüber nachgedacht und sich auch über manche Gedanken gewundert, wie da kamen und jeden Morgen wieder aufstehen und erst mal zehn Kilometer rennen, also jeden Morgen. Hui. Genau, wenn man zunehmen will, das passt eben nicht. Und dann habe ich im Internet, wie man das so macht, recherchiert und da ist mir dieses Buch von Tabitha Farag, was wahrscheinlich alle, die diesen Podcast hören, auch kennen, ist mir in die Hände gefallen und da sind mir dann ziemlich viele Augen geöffnet worden. Also da ist dieser Mindset oder man kann so sagen, der Mindset ist entlarvt worden und viele Dinge. Habe ich dann wirklich verstanden, dass das gar nicht so normal ist und dann habe ich weitergeguckt im Internet und da bin ich auf dich gestoßen und habe eigentlich ziemlich schnell gewusst, dass du hier die Richtige für mich bist. Du beschreibst da doch auch einen ganz schönen Werdegang und auch die Schwierigkeit heutzutage, weil wir leben ja nun mal in einer Gesellschaft, in der Abnehmen, Heilfasten, Clean Eating, gesund ernähren, also das ist ja Sport machen, das sind ja alles Dinge, für die man eher gelobt wird oder die Disziplin gelobt wird und wie soll man selber halt auch mitkriegen, so okay, das, was ich da mache, ist vielleicht jetzt doch nicht das, was für mich gesund ist oder was mir gut tut. Das heißt, sich das überhaupt auch erstmal einzugestehen und zu sagen so, also da wirklich auch hinzugucken und zu sagen, okay, hier stimmt doch irgendwie was nicht, ist natürlich auch verdammt mutig und du hast es gerade so schön beschrieben, auch so dieser Moment, wo du gemerkt hast, so ich will eigentlich was anderes und dann mache ich aber doch wieder das, was mir eigentlich nicht dabei hilft. Also diese Ambivalenz, die glaube ich auch jeder, der sich auf diesen Weg begibt oder erstmal auch darüber nachdenkt, kennt, die hast du gerade wunderschön beschrieben und ich erinnere mich noch so gut, als du wirklich dann auch ins Vorgespräch, also in den Discovery Call kamst und ich weiß gar nicht, ob du wusstest, wusstest du, dass es ein Gruppencoaching gibt, weil du warst ja, glaube ich, sehr entschlossen, so ins 1 zu 1 zu kommen? Ja, nee, ich wusste das schon. Ich habe das alles genau studiert, was du für Angebote hast und war, genau wie du sagst, sehr überzeugt, dass ich 1 zu 1 machen werde. Wie bist du dann doch in der Gruppe gelandet? Also, ja, und was würdest du vielleicht auch mit dem Wissen von heute wählen? Also, erstmal vielleicht noch, ich bin so ein 1 zu 1 Mensch, auch in meinem eigenen beruflichen Umfeld. Ich habe das gerne cozy und mit einem Menschen und gehe auch gerne in die Tiefe und auch gerne mit ganz viel Zeit und deswegen habe ich diesen Gedanken eigentlich weggedrängt, dass das überhaupt möglich ist für mich. Und du hast dann aber gesagt, ja, so 1 zu 1 habe ich auch vielleicht gar nicht so viel Zeit und ein Gruppencoaching ist viel regelmäßiger. Das hat mich erstmal überzeugt, dieses Regelmaß, weil ich schon denke, dass es wichtig ist. Also, das denke ich auch immer noch und auch im Nachhinein. Und was irre hilfreich ist, also abgesehen davon, dass ich auch eine tolle Gruppe erwischt habe und die aber auch nicht zu groß war und ich meine eigenen Wünsche immer anbringen konnte. Aber so einen Spiegel zu haben oder mehrere Spiegel, das ist ja sehr, sehr wertvoll. Und vor allen Dingen, was ich ganz toll fand, war dieses Commitment immer. Also man muss ja, wenn man etwas ändern will, egal in welchem Bereich, muss man handeln. Das ist ja nun mal leider so. Hilft zumindest. Man kommt nicht drum rum. Und wenn man dann sagt, ja, ja, ich mache das schon, also ich werde mich jetzt, nee, ich werde mich jetzt nicht mehr wiegen, zum Beispiel. Und wenn man sich das selber sagt oder nur, nur in Anführungsstrichen einem Coach, dann ist es anders, als wenn man das vor so einer ganzen Gruppe tut. Also ich committe mich dazu, dass ich es wirklich tue. Und für mich war das eine große Hilfe, weil ich wusste, oh Gott, wenn ich das jetzt doch wieder mache, dann, ich kann ja nicht lügen. Das wäre ja blöd. Also hättest du gekonnt, aber du bist so eine ehrliche Haut. Das hätte halt gegen deine Werte gesprochen. Genau. Und auch, weil ich will ja Veränderungen. Ja. Und da hilft es einfach. Also der Gedanke kommt mir gerade, also das Essstörungs-Ich und das gesunde Ich, das kämpft ja oft so miteinander. Und irgendwie wird durch die Gruppe das gesunde Ich nochmal so richtig gestärkt. Ja. Vervielfacht irgendwie. Ja, das ist wie so, ich stelle mir das gerade so ein bisschen vor wie beim Tauziehen. Und normalerweise ziehen da so zwei eben an diesem Seil und auf einmal bist du in der Gruppe und da ziehen aber ganz viele mehr auf dieser gesunden Seite mit dir. Tolles Bild. Genau so ist es. Ja. Ja. Und das hat mir sehr, sehr geholfen. Und dann natürlich auch bestimmte Dinge, die man sich nicht traut zu sagen, weil man selber sich total blöd dabei vorkommt. Also das haben wir ja alle. Also ich traue zu sagen, bei den normalen geliebten Menschen, die man so hat, mit denen man spricht und in der Gruppe, die alle das gleiche Thema haben oder ähnliche Themen, da ist es doch einfacher, weil man ein Nicken kriegt und ein Ja, ach ja, das habe ich auch und das ist bei mir genauso. Das ist schon schön. Ja, absolut. Also ich glaube auch, wie oft haben wir wirklich gleichzeitiges Nicken gehabt? Auch wenn die Essstörungen teilweise ja auch sehr unterschiedlich sind so in ihrer Ausprägung, aber so diese Ängste oder Gefühle dahinter, die findet man einfach sehr häufig gespiegelt und das ist ja auch oft was, dass unser essgestörter Anteil uns so einredet. Du bist die Einzige und du bist das Einhorn und nur bei dir ist das so. Und dann eben zu merken, okay, oh warte mal, den anderen Dingen geht es aber auch so, zeigt ja auch, hey, ich bin gar nicht mehr so allein damit. Alleines auszusprechen sorgt ja schon dafür oder sich das wirklich auch zu trauen und dann nicht dafür schief angeguckt zu werden, wie es ja oft, also ich sage mal so, das in unserer Gesellschaft manchmal auszusprechen, dann gucken dich alle an und denken, wieso ist es doch schön, dass du so eine Disziplin hast oder es ist doch schön, dass du so schlank bist und du denkst dir so, ja, aber und fühlst dich ins Unverstanden, das hast du halt in so einem Raum nicht. Genau, genau und man hört es immer wieder und ja, die Kolleginnen um einen herum, die haben eben auch die, ja, wie gesagt, die gleichen Themen und ja, das ist einfach sehr, sehr hilfreich. Gab es auch Ängste, die du vielleicht hattest, so bevor du dich dafür entschieden hast oder auch vor der ersten Gruppensession und falls ja, haben die sich bestätigt? Also Ängste hatte ich eigentlich nicht. Ich hatte vielleicht Bedenken, dass es mir nicht so viel bringt. Aber das war aber, bitte, inwiefern? Ja, dass ich vielleicht zu selten zum Zuge komme oder dass zu viel die anderen Themen bearbeitet werden und ich selber ja die Zeit nicht so nutzen kann, das war aber überhaupt nicht so und ganz im Gegenteil, es ist manchmal sogar hilfreich, wenn man nicht immer 100 Prozent da im Fokus ist. Ja, man kann es auch mal für sich wirken lassen und einfach auch aus den Erfahrungen der anderen ja was mitnehmen. Genau und es ist auch ein bisschen, ja, man kann sich zwischendurch ein bisschen entspannen auch und dann kommen vielleicht auch wieder, oder nicht vielleicht, ganz sicher, kommen wieder relevante Gedanken, dass man nicht so ständig 100 Prozent im Fokus ist. Ja. Ja, eins zu eins ist halt manchmal schon auch sehr intensiv und jetzt hatten wir natürlich auch mit der Gruppe einen sehr, also einen sehr anderen regelmäßigen Rahmen. Es ist ja wirklich, also Rediscover in den sechs Wochen ist ja so intensiv eigentlich fast wie mein größtes Eins-zu-eins-Coaching, nur deutlich günstiger und du hast eben nicht immer 100 Prozent Fokus auf dir, sondern du kannst da zwischendrin wirklich auch mal durchatmen und ja, einfach auch gucken so, ach, was ist bei den anderen gerade, wie gehen die da mit um, wie sind da die Gedanken und kannst ja da deine Gedanken auch, weil ich sage immer, für die anderen ist das ja alles irgendwie immer leichter, also was wir zu anderen in unserer Situation sagen würden, fällt ja viel leichter, als das, was wir vielleicht zu uns selber sagen, weil, ja, wie hast du das erlebt? Das, ja, das war für mich eigentlich nicht so ein großes Thema, muss ich sagen. Mhm. Gab es irgendeine andere Angst, die du, also du hast gesagt, du bist eigentlich sehr offen da reingegangen, was ich häufig, oder weil jetzt auch so gerade, ich führe ja jetzt gerade auch viele, viele Vorgespräche, eine der häufigsten Ängste, die mir so da begegnet, was so Gruppen angeht, ist entweder der Gedanke, nicht krank genug zu sein oder der Gedanke, jemanden zu triggern oder die Angst, sich zu vergleichen, weil das passiert ja in Kliniken, auch häufig. Wie hast du das erlebt? Also, das sind zwei, für mich zwei verschiedene Dinge. Einmal, dieser Krankheitsbegriff, der ist für mich anders, glaube ich, als für die meisten. Also, es gibt viele, die sind froh, wenn sie eine Diagnose haben, dann haben sie irgendwas in der Hand und können dann loslegen. Für mich ist das anders. Ich empfinde mich nicht als krank, sondern es ist mehr so eine Blockade in meinem Lebensprozess, die ich lösen darf. So sehe ich das und so sehe ich auch ganz oft Muster, Blockaden und vermeintliche Störungen, auch bei anderen. Und für mich ist das eine nicht größer als das andere. Und ja, manchmal muss ich sagen, freue ich mich sogar, wenn ich sowas entdecke und das dann angehen kann. Ich verstehe total, was du meinst. so dieses, ah, ich habe was gefunden, da kann ich weiter dran nachjustieren so und es wird wieder was freier. Genau, genau. Und dieses Krankheit, also dieser Krankheitsbegriff, das engt mich so ein und dann habe ich das Gefühl, oh ja, jetzt bin ich irgendwie schlechter oder so. Das ist natürlich fehlerhaft. Genau, fehlerhaft. Das ist gut ausgedrückt. So wie als wäre was kaputt. Genau, genau. Und irgendwie, natürlich kann man das auch so definieren, aber mir hilft es wahnsinnig, wenn ich das eben nicht tue. Es ist für mich so eine positive Denkweise eher. Und deswegen ist das für mich auch kein Thema gewesen. Das mit dem Vergleichen, das ist natürlich ein, wie du weißt, ein Riesenthema von mir, dass ich mich also ganz besonders im Alltag häufig vergleiche und damit auch Probleme hatte und auch noch habe. Aber tatsächlich in der Gruppe war das kein Thema. Und ich glaube mittlerweile, dass es auch daran lag, dass es online war. Ah, okay. Irgendwie, ne, man sieht nicht da nur so der Kopf und der, die Schultern, so. der Körper, der spielt da keine Rolle und ich glaube, also ich habe das schon drüber nachgedacht und ich glaube, das ist sehr hilfreich. Ich weiß nicht, wie es gewesen wäre, wenn wir uns wirklich live getroffen hätten. vielleicht wäre das kein Thema gewesen, aber ich weiß auch, wenn es Thema gewesen wäre, dann hätten wir das auch zur Sprache bringen können und dann ist es ja auch hilfreich. Ja, das sage ich eh immer wieder. Ich sage, weil gerade in den Triggern liegt das größte Gold. Weil wir können ja nicht machen, dass wir nicht getriggert werden oder ich sage auch immer, niemand kann uns triggern, wir können uns aber getriggert fühlen und unsere Trigger sind ja letzten Endes auch unsere Verantwortung und ich finde es so goldwert auch, dass wir eben in diesem Raum auch die Möglichkeit haben, mit Triggern umzugehen. Also klar, es gibt natürlich auch so Sachen, wo ich auch sehr protective bin und sage, nee, wir nennen hier keine Zahlen oder also irgendwas, womit sich dieser erstgestörte Anteil ja auch oder dieser Anteil einfach, der sich, also wie gesagt, ist ja auch egal, ob Diagnose oder nicht, weil sobald wir merken, es ist eine Einschränkung in unserem Leben oder da ist ein Anteil, der macht sich das zunutze, dass er jetzt eine Zahl kennt oder vielleicht ein bestimmtes optisches Merkmal oder keine Ahnung was, dass wir das dann sozusagen auch wieder gemeinsam einsammeln können, um eben zu gucken, wofür steht das eigentlich noch? Weil meistens tritt es ja nicht nur in der Situation, weiß ich nicht, mit Essen auf, sondern vielleicht auch in ganz anderen Dingen. Ich sage immer, gerade das Essen oder Bewegung oder bestimmte Verhaltensweisen sind ja immer nur ein Symptom für etwas, was letzten Endes tiefer dahinter liegt. Und ob jemand eine Diagnose hat oder nicht, also ich sage auch, manchen hilft der Stempel, mir hat er damals erst mal auch nur geholfen, weil ich gedacht habe, so okay, das, was ich gespürt habe, nämlich da ist was nicht in Ordnung, das wurde sozusagen von außen nochmal bestätigt. Aber deswegen sage ich auch heutzutage, ich sage, du brauchst keine Diagnose, um da irgendwo anzufangen oder weiß ich nicht, zu sagen so, okay, ich möchte mir jetzt einfach Unterstützung suchen, weil wenn du spürst, dass was nicht in Ordnung ist oder dass du nicht so frei bist, wie du sein möchtest, dann verdienst du ja, einfach da auch hinzuschauen und zu gucken, welche Blockaden kann ich einfach noch aus dem Weg räumen oder woran halte ich vielleicht auch gerade aus welchem Grund auch immer, das kann man ja dann entdecken, eben auch noch fest. Ja, genau, da sagst du so viel Gutes und so viel Richtiges, das Gold liegt in den Triggern, also das, das habe ich auch, als ich dieses Buch gelesen habe, habe ich wirklich auch gedacht, mein Leben war eigentlich immer gut, ich habe ein gutes Leben, also keine Frage und dann habe ich gedacht, mein Gott, wie viel besser kann es denn noch werden, wenn ich das alles löse. Ja, also viele, viele Dinge und man kommt natürlich gerade, wenn das Thema vergleichen, wenn man das auch nochmal nimmt, wenn man das immer mehr abbaut und immer mehr zu sich kommt, was ist das für ein Geschenk und was ist das für ein Aufbauen an Lebensqualität und Selbstwert auch nochmal. Ja, und darum geht es ja letzten Endes auch, also deswegen heißt ja Rediscover, Rediscover, nämlich wirklich dich auch neu zu entdecken, dich auch unabhängig von allem anderen und was alle anderen gerade machen, also sich wirklich auch loszulösen und ich sage immer, das ist so das Mutigste, was wir letzten Endes ja auch gerade machen können, deswegen so der Rebell in mir, der ist immer ganz happy und sagt sich so, nee, ich mache das jetzt anders und ich will jetzt einfach noch so einen Gegenpol zu dieser Gesellschaft setzen, die einfach sagt, okay, du musst so sein und du musst so sein und du musst so essen und du musst keine Ahnung was und das triggert ja wieder die Vergleiche, sondern zu sagen so, okay, nee, ich muss gar nichts mehr, ich entscheide jetzt, wie ich hier durchgehen will, ich lasse meinen Körper auch zum Beispiel sein gesundes Gewicht finden, wie auch immer dann die genaue Form dabei ist, aber diese Verbindung zu sich selber, die man dadurch ja auch stärkt und worum es ja letzten Endes auch geht, sich zu erlauben, so zu sein, wie man eben auch ist, unabhängig von den anderen, die stärkt ja auch dann das, was ich so dieses echte Selbstwertgefühl nenne, weil wenn ich mich nur wertig finde, wenn ich in einer bestimmten Form bin oder bei einem bestimmten Gewicht oder ein bestimmtes Verhalten ausübe, dann hat es ja nichts mit echtem Selbstwertgefühl zu tun. Genau, aber diese Gefühle, die dann kommen, wenn man das Leben will, dann kommt ja wieder diese andere Stimme und da ist es eben so wahnsinnig hilfreich, andere Menschen zu haben oder dich zu haben als Coach oder auch die Gruppe zu haben und da kann ich nur immer wieder sagen, wie viel einfacher das ist auf diese Art und Weise. Ja, was war denn für dich so ein Moment, wo du gemerkt hast, Mensch, also die Gruppe, die trägt mich irgendwie auch. Das war gleich von Anfang an, also ich habe ein Vertrauen, habe ich schon von Anfang an gemerkt, dass das richtig ist und all die Punkte, die wir gerade gesagt haben, dass ich mich mal zurücklehnen kann und dass auch die Spiegel der anderen mir ganz, ganz, ganz viel bringen, also das habe ich sehr, sehr schnell gemerkt. Ja. Gab es auch mal einen Moment, wo du dran gedacht hast, hinzuwerfen oder war das nicht so ein Thema? Ja, das gab es natürlich schon, aber mehr, weil die blöde Stimme da wieder irgendwas sagen wollte, was aber gar nichts mit der Gruppe zu tun hat. Das ist eher dieser Prozess, den man ja, oder diese Reise, die man antritt und dann zwischendurch ist es einfach hart, weil man diese Gefühle aushalten muss. Man muss da so im Feuer stehen bleiben und da gibt es schon oder gab es schon Momente, wo ich dachte, oh nee, die Feuer war doch auch eigentlich ganz gut. Ja, so schlimm war man doch gar nicht. Genau, und weil man ja diese Geschenke, das dauert ein bisschen, bis man ernten kann. Ja, schönes Bild. Also es ist wirklich, man sieht ja ganz viel und das ist ja auch, ich meine, das Programm ist ja auch so aufgebaut, dass man eben auch lernt so, okay, wenn diese ganzen Gefühle kommen, wie gehe ich denn dann auch damit um? Und du warst ja auch jemand, die, also du bist ja übelst selbstbestimmt, da wirklich durchgegangen hast, für dich auch. Also es ist ja nicht so, dass man sagt, okay, in Woche eins musst du dir so ein Zilo setzen und in Woche zwei das oder gar nicht. Also das macht ja wirklich jeder auch, wie er es möchte. Und du hast in den sechs Wochen ja auch eine krasse Entscheidung getroffen, nämlich, ja, eine Sportpause einzulegen, die insgesamt ja dann sogar vier Monate gedauert hat. Wie kam es dazu? Also was war so dieser Punkt, wo du das für dich entschieden hast, weil das war ja nichts, was die Gruppe vorgegeben hat? Ja, also einmal ist es natürlich vom Verstand völlig klar, dass wenn man so derartig im Untergewicht und im Energiedefizit ist, dass man dann nicht jeden Tag zehn Kilometer läuft. Also wenn man das so sagt, ist es selbstverständlich. Aber man macht es eben trotzdem aus diesen Gründen der anderen Stimme. Und was mir sehr, sehr geholfen hat, war die Information von dieser Migrationstheorie. Werden wahrscheinlich auch alle kennen, die das hier hören. Vielleicht gar nicht alle. Also klar, Tabitha Farah hat es natürlich, also wer Tabitha Farah gelesen hat, kennt es wahrscheinlich. Wer meinen Find Your Satisfaction-Kurs gemacht hat, der kennt es auch, weil wir da auch nochmal sehr viel auf diese Hintergründe eingehen. Ansonsten ist es, glaube ich, gar nicht so bekannt. Aber vielleicht kurz gefasst nochmal dieses, wenn ein Körper ein Energiedefizit gerät, dann ist es ein Schutzmechanismus, wenn wir da eine genetische Veranlagung haben, uns eben erst recht mehr zu bewegen, während andere vielleicht eher in Winterschlaf gehen würden und denken so, oh Gott, ich habe schon keine Energie, ich bleibe liegen. Also das wäre das, was wahrscheinlich so die meisten Menschen heute tun würden. Aber wenn wir so eine genetische Veranlagung haben, dann kann gerade der Energiedefizit natürlich auch diesen Bewegungstrang nochmal so richtig befeuern. Genau. Und das war bei mir 100 Prozent der Fall. Und als ich das verstanden habe, da habe ich dann gemerkt, Mensch, was machst du hier eigentlich? Und da ging es dann wirklich leichter, das tatsächlich auch zu lassen. Und dann ist es vielleicht irgendwie die ersten Tage ein bisschen mühsam, aber das ging dann. ging dann gut. Das wäre jetzt auch so meine nächste Frage gewesen. Nämlich, wie hat denn dein essgestörter Anteil auf diese Entscheidung reagiert? Und wie hast du es, obwohl der sich ja offensichtlich gemeldet hat, wie hast du es geschafft, das trotzdem durchzuziehen? Ich glaube, es war wirklich diese Information, die mir gefehlt hat. Und dann habe ich ja, wie wir alle, das ist ja so bei restriktiven Menschen, sind ja alle eine unglaubliche Disziplin und Stärke. Und die habe ich dann für mich genutzt und nutzen können. Ja, und natürlich auch mit dem Commitment wieder. Das kam auch noch dazu, dass ich dann vor der Gruppe gesagt habe, Mädels, ich mache das jetzt. Und dann passiert das auch. Und diese Entscheidung war dann da. Das ist, glaube ich, so, wie wenn man, ich habe nie geraucht, aber ich glaube, wenn man so eine Entscheidung fällt, ich höre jetzt auf zu rauchen, dann, das war bei mir tatsächlich so. Ich habe zwei Jahre, ja doch, ich glaube, zwei Jahre exzessiv. Ich habe in der Reha angefangen, ist auch witzig. Ich habe jedenfalls zwei Jahre exzessiv geraucht, weil meine Ex-Partnerin damals auch viel geraucht hat. Ich dachte so, ich hasse Zigarettenraucher, aber wenn ich mitrauche, ist es nicht ganz so schlimm. Und irgendwann war ich wirklich auch bei einer Schachtel am Tag und habe dann aber wirklich von einem Tag auf den anderen entschieden. Ich sage so, und jetzt höre ich auf. Und es hat geklappt. Und ich denke mir so, und das sind ja auch so Sachen. Also du hast es gerade so ein bisschen schön beschrieben, auch diese Eigenschaften, die uns natürlich einerseits so gerade bei einer restriktiven Essstörung auch anfällig machen, nämlich Disziplin, vielleicht auch ein gewisser Perfektionismus oder so, dass wir das uns ja auch für die Recovery zunutze machen können, was ja auch was ist, was man eben in diesen sechs Wochen auch lernt. Also was habe ich eigentlich auch und wie kann ich das jetzt für mich nutzen und nicht mehr, ich sage mal, gegen mich, auch wenn das ja auch einen guten Grund hat, warum wir das bisher so getan haben. Und du warst ja auch mit dieser Entscheidung, also wirklich diese Sportpause einzulegen und das zu verkünden, bist du ja auch zu einem Vorbild für eine andere Teilnehmerin geworden. Wie hat sich das denn für dich angefühlt, zu merken, hey, mit meiner Entscheidung, mit dem, dass ich mich traue, das hier jetzt auch zu teilen, mich zu committen, kann ich auch andere dazu inspirieren, während du ja selber eigentlich noch mitten im Prozess warst. Ja, das ist natürlich ein schönes Gefühl, wenn man dann die anderen mithielt und was natürlich gegenseitig auch war. Also, ja, ein sehr schönes Gefühl und wenn das, es hat dann ja auch geklappt bei den anderen und das ist toll, also es beflügelt sogar und motiviert dann noch mehr. Und man hat es ja auch gemerkt, also du warst da sehr klar drin, sie hat so ein bisschen noch gestruggelt, aber jedes Mal wieder zu sehen und auch von deiner Erfahrung zu lernen, also du warst eben das Vorbild, was noch näher dran war, obwohl du selber noch im Prozess warst. Ich finde, das macht auch genau diese Gruppe eben aus, weil niemand muss irgendwas machen, aber so dieses, diesen Punkt da ranzukommen, zu sagen, hey, sie macht das jetzt und Mensch, sie fängt gerade an und die könnte ich ja mitmachen, also so dieses, ich will das jetzt auch, das ist ja ein völlig anderer Punkt als, weiß ich nicht, wie Kliniken, also du hast das ja zum Glück nicht erlebt, aber das ist mir ja passiert, obwohl ich gar nicht auf einer Essstörungsstation war, wenn jemand von außen sagt, du musst das jetzt machen. Ich sage immer, Rediscover muss niemand irgendwas, aber das Schöne, was halt passiert ist, so dieses, ich würde gerne, das würde ich jetzt eigentlich schon gerne, ich würde es gerne so für mich nutzen und sich eben zu trauen, das auch auszuprobieren, egal wie groß oder klein das jetzt vielleicht ist. Ja, ja und man hat immer wieder die Chance, doch wieder zurückzugehen und Nein zu sagen. Ja. Aber es ist dann so ein bisschen, das macht auch Spaß, es ist ein Spiel dann auch, also ich will das jetzt nicht zu sehr mit einer rosa-roten Brille wirklich, es ist wirklich auch viel, viel Arbeit, aber es macht Spaß, es ist Humor dabei und man lacht ja auch fröhlich viel. Also bei uns wird nicht gelacht. Nein, ja, aber das ist genau das, weil ich habe auch gesagt, ich sage Mensch, Recovery ist ja an sich schon anstrengend genug, aber das ist ja auch ein Raum, wo wir eben auch lachen, wo, weiß ich nicht, der Humor definitiv auch nicht zu kurz kommen, weil ich finde das manchmal so trocken und so ernst und so eng und so eine Schwere auch in diesem Thema, was es gar nicht haben muss, weil es ist ja einfach auch was Schönes zu entdecken, auch, oh wow, die Disziplin, die ich vielleicht auf der einen Ebene hatte, kann ich für was anderes nutzen, das macht mich nicht weniger disziplinlos, sondern wir brauchen ja Disziplin gerade für die Dinge, die uns schwerfallen und für dich war es, glaube ich, schwerer, keinen Sport zu machen in der Zeit, als einfach weiterzumachen. Ja, ja, auf jeden Fall. Ja. Wenn du die Kerstin von vor Rediscover und die Kerstin nach den sechs Wochen, das sind ja immer nur sechs Wochen gewesen eigentlich, vergleichst, kannst du dich noch daran erinnern, was war so die krasseste Veränderung, seit es doch schon auch wieder ein Jahr fast her, aber weißt du das noch, so nur in diesen sechs Wochen? Nur auf alle sechs Wochen. Also, ich muss sagen, also die krasseste Veränderung, die ja recht schnell kam, war, dass ich hier mit meinen 49 Jahren meine Periode wiedergekriegt habe, aber ich glaube, das war ein bisschen später. Ich weiß jetzt nicht, ob das nach Resist Cover war, das kann ich nicht sagen, aber es war nicht deutlich später und das war für mich wirklich die, die eine richtige, krasse Erfahrung, weil ich dachte, ich bin längst jetzt in den Wechseljahren, da ist nichts mehr. Und ist jetzt, also ich habe, glaube ich, meine Regel so wie, so regelmäßig wie noch nie seitdem. Also, das ist schon krass. Ja, was kann ich so sagen. Und sonst war, nach den sechs Wochen ist vieles angetriggert worden, also, oder angestupst worden, was dann nachher ja immer mehr wurde, also zum Beispiel dieses mehr Energie haben. Und ich habe zum Beispiel davor ganz oft gesagt, abends, also früher abends und ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr. Und das sage ich jetzt kaum noch oder auch, ja, das war, das wurde immer weniger. So, jetzt wieder. Und auch so dieses, diese Gedanken ans Essen, das war auch etwas, was so krass geworden war, also bevor ich Rediscover gemacht habe und das ging dann schon viel besser auch, nach den sechs Wochen. Dass man eben da nicht mehr immer, man kann das ja gar nicht wegdringen, weil man immer wieder dahin, also der Körper will erst, will einen dazu bringen zu essen mit diesen Gedanken und das wurde dann schon weniger. Ja, also dieser mentale Hunger ist schon nicht zu unterschätzen, weil irgendwas muss der Körper ja machen, um zu sagen, hallo, hier stimmt was nicht und das ist natürlich sauanstrengend und es kostet nochmal zusätzliche Energie. Also nicht nur, dass dir Energie ja generell fällt, wenn einfach so ein Energiedefizit da ist, sondern also auch diese mentale Freiheit, die du ja letzten Endes auch dadurch dir schon zurückerobert hast. und je mehr der Körper so wird, wie er eigentlich gedacht ist, desto entspannter wird man mit diesen ganzen Themen. Ja. Wo man so viel Angst hat vorher. Gott, wo soll das hin und man muss die Kontrolle abgeben und so. Ja, es wird alles einfacher. Und das ist ja genau der Punkt, weil warum wird es einfacher? Weil Vertrauen entsteht. Weil vorher, und ich sage mal, das war ja auch das, was ich immer gemerkt habe, ich denke so, okay, und ich kontrolliere das jetzt und ich wusste aber ja auch, dass ich das kontrolliere und habe dann umso mehr Panik bekommen, wenn ich gewusst hatte, ich kontrolliere es ja oder ich lasse jetzt mal locker, was passiert dann? Und natürlich ist dann erstmal was passiert, aber der Punkt ist ja so dieses, je mehr ich meinen Körper habe leben lassen, desto mehr habe ich auch darauf vertraut, hey, der nimmt nicht endlos zu, hey, der will nicht endlos sich von Kinderbueno ernähren, das war eine Phase bei mir, sondern hey, der hat auch Bock wieder auf anderes, hey, der freut sich über Ruhe und irgendwann kommt aber auch der Impuls zu, oder ich habe auch andere Bewegungsformen auf einmal lieben gelernt. Also ich glaube, ohne meine Recovery hätte ich nie mit Yoga angefangen, weil ich das total sinnlos fand, weil da verbrennt man ja keine Energie. Gut, kommt auf die Yoga-Form an. Das sind so viele Dinge, die einfach ja auch neu entstehen und wo dadurch aber auch das Vertrauen kommt, aber eben erst dadurch, dass wir es erleben, weil sonst bleibt es, ich sage mal so, die Angst vor der Angst ist ja oft größer als das, was eigentlich passiert. Ja. Und wir können es aus der Angst halt nicht rausdenken. Eben, man muss es tun und man muss es erleben und man erlebt immer weiter. Ja. Ja, und nicht so, dass es nicht aufhört, aber ich sage immer, ich glaube manchmal zwischendrin haben wir das schon scherzhaft Ausbildung gelernt, weil es geht ja, also letzten Endes lernt man ja wirklich auch Tools in diesen sechs Wochen, die man auch weit über die Recovery hinaus noch verwenden kann. Gibt es was, wo du sagst, so hey, das ist was, was ich mir wirklich auch mitgenommen habe, was du vielleicht heute noch nutzt? Ja, was mir sehr viel gebracht hat und was mir, was ich immer noch mache, das ist der Gedanke, wie möchte ich denn sein? Also so bei Zukunft ich mir immer wieder vorstellen. Und da habe ich ein sehr klares Bild und das, wenn ich struggle, irgendwie Probleme habe, dann, und ich daran denke, das ist ja immer die Voraussetzung, dann hilft mir das sehr, weil ich möchte nicht noch mit 80 Jahren darüber nachdenken, ob ich jetzt Abend essen soll oder lieber nicht. Zum Beispiel. Oder diese, für mich ist auch immer diese, ah, diese südländische Lebensart, ne, und man kocht und man ist zusammen, man hat irgendwie dieses, in der Familie und der ganze Garten ist ein großer Tisch und man hat Kaffee und Kuchen und freut sich einfach aneinander und isst auch dabei. Also dieses, ja, was in, vielleicht in Italien und Frankreich noch viel mehr ist, was dieses... La Deutsche Vita. Genau, genau, La Deutsche Vita und da sehe ich mich einfach, ich esse ja auch so gerne und ich esse auch gerne gut und auch sinnlich und das geht natürlich völlig verloren, wenn man so viel kontrolliert. Ja. Und auch dieser Gedanke, es ist nicht normal zu kontrollieren, also wir werden ja wirklich dahin erzogen, dass es normal ist, gerade ab einem bestimmten Alter, dann, ach, ja, weil alle es machen, weiß es nicht, dass es normal ist. Ja, und das ist auch spannend, also was ist eigentlich auch normal und auch hier wieder dieses und wie will ich eigentlich in dem Ganzen auch sein, weil das ist ja auch was, was wir erstmal wiederentdecken dürfen, also wer auch immer das jetzt gerade hört und sich denkt so, keine Ahnung, nicht schlimm, hatte ich auch nicht, aber, also dieses, so, dieses Gefühl wirklich, wie will ich mich dann auch fühlen, wofür mache ich das Ganze, denn das ist ja auch ein wertvoller Anker, um zu sagen so, okay, dafür bleibe ich jetzt auch dran oder dafür nehme ich jetzt vielleicht doch dieses Unwohlsein, was aufkommen wird, also ich bin ja sehr für Realität, es wird kommen, aber, ich sag mal so, auf das Leben gerechnet und auf das, was ja auch an Lebenszeit dann noch übrig ist, wie viel schöne Zeit haben wir dann damit? Also ich denke mal so auch, ey, und selbst wenn ich nur noch einen Tag so hätte, wie ich es heute habe, ich würde es jedes Mal wieder machen. Ja, natürlich, es sind ja auch, man sprengt Grenzen und das ist immer gut. und gucken, was ist denn in mir drin, was will ich denn eigentlich? Und auch, genau, das fällt mir jetzt auch noch ein, was wir ja auch gemacht haben, wie war ich denn früher? Wie war ich denn als Kind, als das alles noch kein Thema war? Und da habe ich mir auch viele Gedanken gemacht und da war ich, ja, so allmählich werde ich wieder so, muss ich sagen. Ja, weil, und ich sag ja auch, wir kamen ja alle, oder wir haben das ja alle in uns, wir haben es nur, ja, einfach aus unterschiedlichsten Gründen, aus Schutzstrategien, also wir haben ja einen guten Grund, warum wir eben uns diesen Bild letzten Endes auch, ich sag jetzt mal fast, also gesellschaftlich betrachtet zumindest, auch unterworfen haben oder gesagt haben, okay, alle sind so, ich meine, sie auch menschlich, ich meine auch sich vergleichen ist auf einer Ebene total menschlich, weil das hat uns früher unser Überleben gesichert und da eben wirklich auch zu sich selber zurückzukommen und jeder wird was anderes für sich finden und das finde ich aber auch gerade dieses Wunderschöne, weil eine, oder ich glaube, so die größte Angst ist ja auch, ja, bin ich denn eigentlich ohne meine Essstörung, gerade wenn die ihn, oder, ja, oder auch ohne dieses Verhalten, ohne zu kontrollieren, ohne, ohne das, was ich halt gerade mache, also auch wenn wir es nicht jetzt mit einer Diagnose versehen, wer bin ich einfach ohne das? Und du bist ja durch diese Transformation jetzt auch wirklich durchgegangen, hast die durchlebt und wie war es denn für dich und was würdest du vielleicht jemandem sagen, der gerade genau diese Angst spürt, also diese, ich muss doch jetzt was loslassen, was eigentlich ich bin. Ja, also das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema, weil also gerade wenn man so wie ich ja sich damit schon viele, viele Jahre identifiziert mit so einem sehr dünnen Körper und für mich war das immer verknüpft mit Anerkennung und das ist ja bei vielen so, also dieses, ich bin dünn, ich bin diszipliniert, ich bin erfolgreich, so das, das ist wichtig und das, das sichert mir mein Leben, mein Überleben, ist es ja letztlich, wenn man das runterbricht auf die, auf die Anfänge und damit habe ich mich identifiziert und wir haben ja auch dieses Spiel gemacht, was bist du für ein, was könntest du für ein Tier sein, oder was sind das für Eigenschaften, die bestimmte Tiere haben, mit denen man sich identifiziert und das hatte ich vorher auch schon mal und ich war immer ein Reh, also die Kerstin ist immer Reh und ich habe also dann in der, bei Rediscover festgestellt, ich bin überhaupt kein Reh, also vielleicht ist da so ein Anteil in mir, der ein Reh ist, aber ich bin auch was ganz anderes, ja, ich bin irgendwie viel kraftvoller, und nicht so scheue und schreckhaft. Nee, überhaupt nicht. Das dann zu erkennen, also man nimmt ja nicht nur eine Identifikation weg, sondern man gewinnt ja auch eine neue und vielleicht spielt ja eine echte Identifikation, so will ich das jetzt mal nennen. Wie würdest du dich dann heute beschreiben, weil du hast gerade so ein bisschen angedeutet, so früher warst du so die Dünne oder die Disziplinierte, wie würdest du dich heute beschreiben? Also ich habe natürlich immer noch eine Disziplin, aber ich würde sagen, dass ich die nicht mehr gegen mich benutze. Also ich weiß, und wahrscheinlich alle, die diesen Podcast hören und diese Probleme haben, haben Disziplin und eine unglaubliche Stärke und nutzen sie aber gegen sich und genauso gegen mir das auch. Und ich lerne jetzt immer mehr, sie für mich zu nutzen. Und das ist toll. Also die Eigenschaft an sich, die geht ja nicht weg. Und das ist das Schöne. Wir verlieren nichts. Wir dürfen das alles behalten. Ja. Wir dürfen es aber vielleicht neu nutzen lernen. Genau, genau. Und man muss tatsächlich, also diese, das ist so tückisch, weil diese alte Identifikation, das ist ja nicht nur ein Gedanke, ein Gedankenspiel, sondern das sind ja tief sitzende Emotionen, die dann hochkommen. Ja. Die sind wirklich erstmal blöd. Das ist Angst, das ist Panik, das ist irgendwie, wie soll man es beschreiben noch? Ja, Angst, Panik, Ekel manchmal, Sorge, Traurigkeit. Ja. Und all das ist auch wichtig, weil es ist einfach ein wirklich krasser Prozess. Und wenn wir drinnen sind, also ich meine rückblickend, das zu betrachten, ich sage mal, ach, dann hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich das ja gleich so gemacht. Aber in dem Moment fühlt es sich einfach auch anders an. Und dann ist es natürlich auch, also wie gesagt, wir haben uns ja auch eine komplette Woche auch damit gewidmet, wie gehe ich denn damit um? Weil ich sage mal so, solche Verhaltensweisen dienen ja auch dazu, solche Gefühle eben nicht fühlen zu müssen. Und dann aber zu gucken, wenn sie denn kommen, weil sie werden kommen, wenn wir sie unterdrückt haben, wie gehe ich dann auch damit um? Ist natürlich super wertvoll, weil gerade auch da durchzugehen oder das auch neu zu lernen, was bedeutet das eigentlich vielleicht noch? Oder wie kann ich es weniger bedrohlich sehen? Oder wie kann ich auch mit meinem Körper arbeiten, um dieses Gefühl eben auch zu transformieren letzten Endes und wieder aus dem Körper rauszukriegen? All das sind ja Möglichkeiten, die wir, ich sage mal, die man, also ich sage mal, das sollte eigentlich in der Schule gelernt werden. Das sollte so ein eigenes Schulfach sein, ist es aber leider nicht. Und das habe ich in meiner Recovery so gemerkt, dass es einfach auch eine Riesenchance ist, einfach nochmal Fähigkeiten zu entwickeln, die man vorher nicht hatte oder die man vielleicht vorher nicht so gelernt hat. Aber das heißt ja nicht, dass wir die noch nachholen können. Und dann können wir unsere coolen Eigenschaften, die wir ja haben, für uns nutzen. Absolut. Und da hast du sowas Wichtiges gesagt, dass man das eigentlich als Schulfach haben müsste. Und da bin ich so, das unterstreiche ich so dick, weil es das Leben in allen anderen Fächern, die man so haben könnte, einfacher macht. Dass man wirklich weiß, wie man mit diesen Gefühlen umgeht. Man muss sie nicht deckeln, man muss sie nicht verdrängen. Ja, wir haben das alle und wir haben alle unsere Themen und wir dürfen das fühlen. Und dann, wenn wir es gelernt haben, dann ist es viel einfacher. Dann ist es gar nicht mehr so schwer. Ja. Und das ist es halt, wenn uns das keiner beibringt, dann ist es natürlich wahnsinnig bedrohlich. Wenn wir es aber lernen, und das ist ja auch das Schöne, und das ist ja auch so ein, ich glaube, ganz viele Menschen denken so, okay, wenn ich dann so und so alt bin, dann sollte ich das gelernt haben, dann bin ich fertig. Aber, und das ist auch, was ich an dir so schätze, du hast so einen schönen Blick auf die Welt, so dieses, hey, hier kann ich noch was dazu lernen, so diese Neugier einfach auch. Was kann ich denn noch an mir entdecken? Was kann ich noch dazu lernen? Und das Leben wird dadurch einfach nur reicher. Absolut. Ja. Ja, man wird selbstsicherer auch, immer mehr, weil man ja auch die Bestätigung kriegt vom Leben. Ja, genau. Und dann kommt auch die Belohnung. Genau. Ja, das waren sechs intensive Wochen, und du hast dich ja, nach Rediscover auch dazu entschieden, deinen Weg noch in der Soul Group, die ja letzten Endes daraus auch entstanden ist, weil wir gemerkt haben, so okay, sechs Wochen gemeinsam, das macht ja einfach auch was. Und danach dann wieder allein zu sein, ist natürlich auch irgendwie so ein bisschen doof, weil, ich sage es auch immer ganz ehrlich, ich sage, niemand ist nach sechs Wochen, ja, entweder seine Essstörung, oder aber halt auch so Verhaltensweisen, die einen vielleicht Jahre, Jahrzehnte lang geprägt haben, wir sind ja nicht nach sechs Wochen verschwunden. Ich sage, allein das Gehirn, dass es sich neu programmiert, brauchst schon so bei alltäglichen Gewohnheiten, wie, keine Ahnung, ich stelle die Zahnpasta-Dose mal auf die andere Seite, das kann schon mal 90 Tage dauern, dass sich das neu programmiert hat. Und Recovery ist ja nichts Geringeres, als, ja, wirklich eine Identitätstransformation. Also wir werden ja wirklich auch zu jemand Neuem oder entdecken eigentlich, wer wir wirklich sind und das braucht einfach auch Zeit. Und deswegen ist ja auch die Soul Group entstanden, um eben zu sagen so, hey, ich kann einfach das, was ich jetzt hier gelernt habe, weiter anwenden, ich kann es weiter üben, ich bleibe in der Gruppe, natürlich dann nicht mehr in so einer heftigen Intensität, weil ich sage, dieser Kickstart eigentlich auch am Anfang, wo du wirklich erstmal alles Wichtige, was du brauchst, an die Hand bekommst und dann aber in dem Rahmen auch weiter üben kannst. Und ja, du hast dich ja letzten Endes auch entschieden zu sagen, okay, ich bleibe da jetzt auch nochmal so ein bisschen in diesem etwas lockereren Gruppensetting der Soul Group, bis ich mich wirklich sicher fühle, was jetzt, ja, ein Jahr lang war. Also insgesamt warst du, glaube ich, jetzt genau ein Jahr in diesem Prozess drin. Warum war dir diese Fortsetzung damals wichtig? Ja, genau aus den Gründen, die du gerade genannt hast, das ist einfach viel zu wenig. Sechs Wochen, also einmal Fingerschnipsen und dann ist es vorbei und ja, diese Punkte, die dann, die ich so angestoßen habe oder wir angestoßen haben, die brauchten einfach noch mehr Zeit und ich weiß auch noch, als dann, ich glaube ich, sechs Monate insgesamt dabei war, da kam dann, glaube ich, vor Markus die Frage, ja, es ist jetzt, genau, ich hatte mich für sechs Monate entschieden, dass ich sechs Monate weitermache und als es dann vorbei war, dann habe ich gedacht, was? Fortsetzung? Kann doch nicht sein. also es braucht einfach Zeit und es ist sehr, einfach sehr kostbar und sehr gut, sich diese Zeit auch zu nehmen und das ist sehr gefährlich, wenn man zu früh dann wieder alleine ist, also gefährlich in Anführungsstrichen, dann, weil man will ja einfach das nicht verlieren, was man aufgebaut hat und das dauert und das ist auch schön und man erkennt noch ganz andere Dinge wieder und neue Dinge und alles festigt sich so ein bisschen positiv. Und es gibt ja auch viele Studien, die eben auch zeigen, dass so gerade das, naja, eigentlich so das allererste Jahr so das kritischste ist, wenn es auch um Rückfall geht, das heißt, es ist ja einfach auch wirklich eine sehr gute Rückfallprävention. Ganz genau. Kannst du sagen? Also zu Themen zum Beispiel wie Sport, ich habe ja dann auch wieder angefangen mit Sport, weil ich auch gemerkt habe, mein Körper will das und das ist einfach eine wichtige Sache für mich. Dann aber dieses Slicky-Thema, was macht der Mind, dass man da noch die Gruppe hat, um das zu besprechen oder um eventuell dann nochmal das neu in die Backschale zu legen und auch die anderen zu hören, wie machen die das jetzt mit dem Sport und so. Also solche Dinge sind schon sehr wichtig. Wirklich wichtig. Und das ist ja auch genau der Punkt, also ich sage auch immer bei einer Sportpause, weil ich glaube, viele kriegen auch so alleine bei dem Thema, Sportpause, nein, Hilfe. Ich habe ja auch damals so, Gott, Panik, weil ich mag das ja eigentlich, naja, zu der Zeit mochte ich es eigentlich nicht mehr. Ich dachte aber, ich mag es. Heute mag ich es wirklich. Und so dieses, wie komme ich auch sicher wieder rein? Wie kann ich einfach auch das, was ich mir ja jetzt, weil ich sage immer, wir machen das ja nicht, um dann nie wieder Sport zu machen oder nie wieder, keine Ahnung, irgendwas zu machen, sondern wir machen es ja für die Freiheit und zu der Freiheit gehört einfach auch dazu, wenn wir vielleicht auf bestimmte Dinge eine Zeit lang verzichtet haben, um einfach auch erst mal, ja, das im Gehirn, also ich sage immer so im Gehirn, ich wollte das auch immer entkoppeln, diesen Drang zwischen Bewegung und Essen. Ich darf nur essen, wenn ich mich bewegt habe. Ich kriege eine Panikattacke, wenn ich krank bin und mich nicht bewegen kann. Ich wollte dieses Gefühl nicht mehr haben und da dann aber wieder reinzukommen und zu sagen, so ist es jetzt schon sicher? Woran merke ich das jetzt? Und sich da einfach auch wieder noch begleiten zu lassen, weil es ist einfach ein Prozess, den ich beschreibe mit, es wird einfach immer, es gibt ja nicht Tag X, wo man sagt, so jetzt bist du vollständig recovered. Aber so dieses, es wird immer noch mal freier und noch mal freier und da einfach auch zu prüfen, hey, bin ich noch auf dem richtigen Weg oder schleicht sich da vielleicht so von hinten rum was ein? Das ist manchmal auch fies, dass man so denkt, nee, das bin jetzt ich, die das will und dann kommt hinten rum doch so ein, ja, aber du solltest doch mal langsam wieder. Das ist natürlich auch dann, das unterscheiden zu lernen und da einfach, ja, also ich sage mal, das ist ja auch das, wo die gelebte Erfahrung letzten Endes auch hilft, weil ich natürlich auch weiß, okay, wie ist das jetzt? Was gibt es so für Warnsignale, die ich damals selber bei mir vielleicht auch übersehen habe, wo ich jetzt aber helfen kann, die viel früher zu entdecken, dass es eben nicht in so einen, jetzt geht es wieder zurück, fällt, weil wäre ja auch schade. Was nicht heißt, dass Rückfälle nicht auch mal dazugehören. Dann sage ich ja, dann nehmen wir halt nochmal Anlauf. Genau. Ja, und genau wie du sagst, dass also zu wissen, was dann so diese Fallen sind, in die man tappen kann, also eine ganz, ganz wichtige Sache für mich war zum Beispiel, mich nicht mehr zu wiegen und das war eben sehr verbunden auch mit dem Sport, also ich habe mich nie vorm Sport auf die Waage gestellt, immer nach dem Sport. Und jetzt wiege ich mich einfach nicht mehr, Punkt. und dann war das für dieses Sport-Thema irgendwie auch besser. Das war nicht mehr verknüpft so. Und dass man weiß, ich mache auf keinen Fall jeden Tag Sport mehr und ich mache nur Sport, wenn es passt. Und dass man sofort merkt, wenn wieder irgendein Zwangsgedanke kommt, ach, jetzt pausier mal wieder ein bisschen. Also das lernt man dann aber genau, wie du sagst, durch das Leben und durch das Tun. Ja. Und ja auch diese Gedanken zu differenzieren, auch zu erkennen, so wer ist jetzt eigentlich was? Das ist ja auch was, was wir in Rediscover schon gleich in Woche zwei schon sehr, sehr deutlich auch gemacht haben. So dieses, hm, wer oder was ist da eigentlich gerade am Steuer und was will denn ich? Also ich, die gesunde Kerstin, die, wie du vorhin so schön gesagt hast, so hey, als Kind, da waren das ja überhaupt keine Themen. Aber wie komme ich denn dahin wieder zurück, dass ich diese Leichtigkeit und diese Unbeschwertheit einfach auch für mich wieder mitnehmen kann? Mhm. und jetzt hatten wir ja Ja, letztes Wochenende, noch ganz frisch, ich glaube, wir sind beide noch so, hatten wir ja auch unser erstes persönliches Treffen der Soul Group, nachdem die ja so ziemlich genauen Jahr nach Gründung sozusagen. Und du hast ja auch so ein paar der Frauen, die dich jetzt auf deinem Weg auch mitbegleitet haben, jetzt auch das erste Mal persönlich kennenlernen durften und wir uns natürlich auch, was total cool war, also aus meiner Sicht, und hast dafür auch echt eine lange Anreise in Kauf genommen. Wie war denn das Wochenende für dich? Also jetzt wirklich so aus diesem Online-Raum mal rauszukommen in dieses Persönliche. Ja, das war irre. Also das war wirklich, erst mal war ich, ich glaube, wir alle total nervös, also so freudig einfach. Wie ist es denn jetzt, wenn man sich wirklich mal umarmen kann, so physisch sich trifft und das war auch die erste Stunde, man sieht doch ein bisschen anders aus, so im wirklichen Leben als on- Man ist so dreidimensional. Ja, genau. Also das ist wirklich so ein bisschen ein Phänomen unserer Zeit natürlich und das dann aber wirklich ganz bewusst zu erleben, sich wirklich zu treffen und sich wirklich anders nochmal nah zu sein und nach dem Ganzen, also dieses eine Jahr, man öffnet sich ja wahnsinnig und man weist doch schon so viel voneinander und das war, das war wirklich, wirklich irre, also ganz, ganz positiv und ein bisschen Wolke sieben. Das ist schön, ja, aber total. Also da hatte ich vorher so ein bisschen natürlich Gedanken, wie beäugt man sich jetzt hier beim Essen oder wie ist das denn jetzt? Aber es war total normal und total schön. Ja, und das sind ja auch so Sachen wirklich die, weil auf einmal wird es so real und so greifbar, weil sonst sieht man sich vielleicht eine Stunde im Zoom und dann macht jeder so sein Ding und ja, es war halt wirklich, ich meine, es waren ja wirklich 24 Stunden insgesamt, so Freitag beginnend bis Samstag, wo wir einfach alles miteinander geteilt haben, also wirklich von Erlebnissen, die wir gemacht haben, von noch immer so kleinen Coaching-Impulsen bis hin, aber auch einfach zu Freizeit, gemeinsam grillen, essen gehen, Kuchen essen, auch unserem Aussichtsturm, also solche Sachen und natürlich, also das fand ich so schön auch so, also gerade was die Verbindungen angeht, weil, also ich finde, es ist heutzutage wahnsinnig schwierig, wirklich eine Verbindung mit Menschen aufzubauen, weil ja kaum jemand wirklich was von sich teilt. Was wir in diesem Recovery-Rahmen haben, ist natürlich schon auch, es ist ein sehr intimes Thema, deswegen ist mir die Sicherheit der Gruppe da auch super wichtig und dann, dadurch, dass man einfach ja auch wirklich so viel, ja weiß ich nicht, von den anderen weiß, was man vielleicht sonst nicht so unbedingt bespricht, teilweise vielleicht ja nicht mal mit dem eigenen Partner oder so, weil es halt einfach Themen sind, wo man merkt, das können jetzt vielleicht Menschen, die diese Verhaltensweise nicht haben, gar nicht nachvollziehen und die Gruppe aber schon und da eben wirklich auch zu merken, so hey, man trifft sich irgendwie, also ich habe bei euch wirklich, bei jeder, ich durfte euch alle einzeln so halb in Empfang nehmen und das war echt so ein Gefühl wie, ich kenne euch einfach schon, also das war wirklich nur noch die physische Ebene dazu, jetzt endlich mal knuddeln. Ja genau und das ist tatsächlich dann auch ein Geschenk, was man empfangen darf für dieses sich öffnen, was wir ja tun und diesen Mut zu loszugehen und dann zu merken, oh ja, wenn man sich öffnet, dann kriegt man Geschenke. Ja. Wir gehören ja irgendwie, wir sind ja Rudeltiere, Ursprünglich ja. Ja, wir brauchen uns, wir können eine Zeit lang mal alleine gehen, klar, aber letztlich ist es nicht möglich für uns, ganz alleine zu sein. Naja, oder wenn, dann kommt es halt mit einem hohen Preis, weil das ist ja auch genau das Gegenteil von dem und wahrscheinlich auch ein Grund, warum vielen auch Gruppe schwerfällt, Essstörungen gedeihen einfach in der Einsamkeit. Und wie mit dem Tauziehen Beispiel vorhin, es ist einfach verdammt schwierig für diesen Essgestörten Anteil, wenn dann noch drei, vier, fünf, sechs andere mit dir an einem Strang ziehen und das schafft natürlich auch eine Verbindung, weil du weißt, hey, wir haben hier irgendwie alle so das gleiche Ziel, vielleicht haben wir unterschiedliche Ausprägungen in Symptomen, der eine hat vielleicht eine Diagnose, der nächste nicht. Aber diese Gedanken oder diese Gefühle oder die Ängste, die da sind, also egal auch, das ist ja auch in unserer Gruppe so schön, dass es wirklich gemischt ist, weiß ich nicht, dann zu merken, hey, die anderen haben die irgendwie auch vielleicht eine andere Form und aber durch das drüber reden, entsteht eben noch mehr Nähe und Verbindung. Ja, genau und auch, jeder ist anders, jeder hat seine anderen ganz individuellen Themen, aber dennoch gibt es da so viele Sachen, die man ähnlich erlebt und das ist dann teilweise auch wirklich lustig. Ja, und das ist ja so das Witzige auch, ich glaube, Kerstin, du hast mir jetzt zu meinem Geburtstag damals auch, ich habe es so gefeiert, hast du mir ja Einhornkekse geschickt zu unserer Einhornherde und das finde ich manchmal auch so witzig, weil unsere Essstörung erzählt uns ja dann, ja, du bist die Einzige, die das so macht und du bist die Einzige, und dann denke ich mir so, ja, wir sind alle besonders und individuell, aber nicht in dem, was hier diese Essgestörten Verhaltensweisen machen, die sind irgendwie, die sind gar nicht so kreativ, wie wir denken. Genau, es ist fast manchmal erschreckend banal, wie ähnlich wir alle so sind. Ja, und dann aber jede wirklich so individuell und das fand ich auch so schön, euch einfach nochmal auf dieser individuellen Ebene auch kennenzulernen, einfach zu merken, hey, da steckt so viel mehr als diese Verhaltensweisen, über die wir uns letzten Endes zwar kennengelernt haben, aber das, was da dahinter noch liegt, wirklich die Qualitäten, die jeder Einzelne auch hat, von Hobbys, über Leidenschaften, über, ja, einfach auch Eigenschaften an sich, die dann noch zum Vorschein kommen und das alles so, ja, so vier, fünf, sechs dimensional Gefühl zu erleben. Das ist einfach nochmal, ja, was ganz anderes gewesen. Absolut, absolut. Und du hast ja, wie gesagt, für dich jetzt auch entschieden, diesen Weg so alleine weiterzugehen. Was hat dir diese Sicherheit gegeben? Wo hast du so gewusst, okay, das ist, ich kann das jetzt, ich vertraue da jetzt drauf? Einmal war es, dass sich Themen wiederholt haben, die für mich, die mich nicht mehr so getriggert haben, wo ich dachte, nee, kenne ich jetzt. Also das war, dann wurde dann immer mehr und dann habe ich gedacht, ja, ich bin noch nicht vollständig recovered, also so würde ich das jetzt nicht sagen, aber doch an einem Punkt, wo die Themen, die kommen, die kann ich alleine beziehungsweise ich weiß, dass ich dann ja auch immer wieder zurück kann, oder das geht ja immer, aber nee, ich fühle mich, ich fühle mich sicher damit, ja. Kannst du diese Sicherheit beschreiben? Ja, genau, das ist genau die Frage gewesen eigentlich. Also nicht schlimm. Ja, vielleicht ist es erst mal das, was ich gewonnen habe, dass das so groß geworden ist, dass ich das so im Fokus habe, also dass ich flexibler bin, dass ich viel mehr Energie habe, dass diese Gedanken, mein Essen nicht mehr so da sind, dass ich überhaupt keine Mahlzeit mehr auslaste, dass ich esse, was ich will, ja, ich habe mehr Energie für mich selber auch, also nicht nur für die Dinge, die ich im Außen machen muss, ich erlaube mir mehr und ja, ich bin insgesamt entspannter und ich kann, also das, was ich vorhin auch sagte, wenn man also so allmählich, wenn der physische Körper so ist, wie man gedacht ist, dann ist diese, so eine innere Ruhe und Entspannung viel größer und das ist tatsächlich da bei mir und das gibt mir diese Sicherheit und ja, dass ich auch das, was ich mir vorgenommen habe, glaube ich, ganz gut bis hierher durchgezogen habe und was nicht heißt, dass nicht Themen wieder kommen können. Genau, und das ist ja auch nicht schlimm. Ich sage immer so, manchmal gucken wir ja auf den gleichen Busch nur nochmal von einer anderen Ebene. Genau, genau, genau. Und das ist ja auch ein Teil des Lebens, deswegen, ich sage auch immer so diesen Stempel von fertig, was ist schon fertig, aber dieses Vertrauen auch oder diese Fähigkeiten auch zu wissen, so hey, ich kann jederzeit mir wieder Unterstützung holen, ich kann aber auch jetzt erstmal, und das ist ja auch wie so Freischwimmen lernen, so vom Planschbecken oder vom Kinderbereich, so in den offenen Ozeanen, aber mit den Fähigkeiten, die du eben hast, du weißt jetzt, wie du schwimmst, du weißt, wie du dich über Wasser hältst und Wellen werden immer wieder im Leben kommen, aber das ist ja genau das, auch zu sagen, so okay, ich weiß, wohin ich mich wenden kann, falls doch nochmal was ist, also auch nicht zu sagen, ich muss da jetzt alleine durch, weil ich habe ja jetzt gemacht, ich darf aber, also ich darf mir Hilfe suchen, aber ich kann jetzt auch alleine gehen mit den Fähigkeiten, die ich einfach auch gewonnen habe. Ja, genau. Das heißt, dein Leben hat sich auf einer Ebene schon auch, also so alleine von der Struktur, die du so von dem Zwang, den du auch am Anfang beschrieben hast, so ich muss jetzt Sport machen, ich muss jetzt das machen, wie sieht dein, also wenn man es so kurz beschreibt, oder wenn du darauf zurückschaust, wie sieht dein Leben heute aus im Vergleich zu einem Jahr, also was kannst du jetzt vielleicht machen, oder was ist jetzt vielleicht anders, was damals noch undenkbar war, also damals vor einem Jahr? Ich glaube, dass ich mir mehr erlaube, dass ich diese, also jetzt natürlich auf das Essen bezogen, ganz klar, aber auch sonst, ich erlaube mir mehr, das zu tun, was mein Körper von mir verlangt. Also auch Ruhe, und so müßig gegangen, da war ich nicht so gut drin, seit meines Lebens, und das geht jetzt viel besser. Und das brauche ich auch, das braucht jeder, ne? Ja, nur sich das zu erlauben, ist ja also gerade Ruhe. Das war ja auch so ein Thema. Ja. Ja, und genau das ist echt, also du bist wirklich gerade im Status, ein Human Being wieder zu sein, und nicht mehr nur ein Human Doing. Genau, genau, das ist super beschrieben, ja. Voll schön. Was würdest du denn deinem Ich von vor einem Jahr sagen, das gerade überlegt, erstens überhaupt ins Coaching zu gehen, und dann nochmal Gruppe oder eins zu eins? Nee. Also ich glaube, aus dem Gespräch ist recht deutlich geworden, dass ich auf jeden Fall sofort da Ja sagen würde nochmal, und auch sofort in die Gruppe gehen würde, und aus den ganzen genannten Gründen, dass erst mal sogar dem eins zu eins vorziehen würde. Was nicht heißt, dass ich generell das nicht machen würde, eins zu eins. Also es kann auch durchaus passieren, dass ich dich nochmal anspreche, habe ich glaube ich auch schon, und frage, das ist ja überhaupt kein, genau wie ein Musiker, der dann doch nochmal wieder Unterricht nimmt. Warum? Also das schon, aber ich würde die Gruppe, vielleicht sogar, das ist ja in deinem Konzept auch drin, so beides, das kann man ja auch machen, eins zu eins und Gruppe, aber niemals mehr auf die Gruppe verzichten wollen. Ich auch nicht tatsächlich, und ich war ja selber so jemand, die gedacht hat, Gruppe und ich weiß nicht, weil ich mich selber auch nie in Gruppen wohl gefühlt habe, und gleichzeitig hat das aber auch dazu geführt, dass ich gesagt habe, nee, und ich will hier einen Raum schaffen, in dem ich mich auch wohl fühle, und sich andere eben einfach auch wohlfühlen können. Und also ich denke auch, also zu sehen, was das wirklich auch macht, also gerade eben diese Gemeinschaft und was daraus entsteht, also ich bin so froh, dass ich mich damals selber überwunden habe und gesagt habe, okay, ich habe zwar Respekt davor, aber ich mache das jetzt, weil, und das ist schön gesagt, ich sage mal, in Rediscover habe ich ja auch alles reingepackt, was wir eh im Eins-zu-eins-Coding immer gebraucht haben. Das sind alles Sachen da drin, die ich sonst mit jedem Einzelnen gemacht habe, wo ich gedacht habe, das macht ja echt überhaupt keinen Sinn, auf einer Ebene, das alles jetzt so von Woche zu Woche einzeln zu machen, wenn man das gemeinsam machen kann und eins zu eins ist dann super, um zu sagen, okay, und jetzt justieren wir einfach nochmal ein bisschen nach oder hier ist vielleicht nochmal ein ganz individuelles Thema oder eher so ein Identitätsthema, was dann noch mit aufgeploppt ist, wo man nochmal nachjustieren kann. Aber es geht trotzdem insgesamt deutlich schneller natürlich, wenn man die Grundlagen erstmal in so kurzer Zeit, es gibt keinen effektiveren Weg, das zu machen und auch keinen günstigeren letzten Endes. Deswegen, ja, so eine Kombination. Wir haben auch noch was vergessen, was natürlich der Wahnsinn auch ist, ist dieses zwischen den Treffen, die wir hatten, dass wir eine Gruppe haben, wo wir uns immer austauschen können. Ja. Egal, ob Heiligabend oder Ostersonntag. Man kann da immer irgendwas, was einem jetzt gerade wichtig ist, schreiben und von der Seele schreiben und meistens kriegt man dann auch sofort von irgendjemandem eine Antwort oder einen Kommentar und das ist so wertvoll. Ja, das ist, also schön, dass du es auch sagst, weil das ist genau dieses, du bist halt nie alleine. Das ist ja oft auch so, weiß ich nicht, auch so in Therapien oder so, dann hat man vielleicht eine Sitzung gehabt und dann sieht man den Therapeuten zwei Wochen nicht mehr, auch wenn man Glück hat, manchmal auch drei. Und dazwischen ist man so alleine. Das ist hier halt gar nicht der Fall. Und egal, was es ist, sei das jetzt ein, man struggelt gerade oder man hat vielleicht aber auch gerade einen Erfolg, also egal was oder einfach nur eine Frage, einen Gedanken, der auftaucht, man ist halt nie alleine damit. Ja. Was wäre denn dein größter Wunsch für die Frauen, die gerade überlegen, ob sie, ja, jetzt in dieser Runde auch, ist ja nur einmal dieses Jahr, ob sie an Rediscover 2025 teilnehmen sollen oder nicht, weil ich weiß, da ist ja so, du hast es am Anfang auch schon beschrieben, diese Ambivalenz von, ja, nee, schaffst du auch alleine, brauchst du nicht, du hast schon so viel gemacht, was wirst du denen sagen oder was wäre dein Wunsch für sie vielleicht? Also, ich weiß, das habe ich vorhin auch schon mal angedeutet, dass Frauen mit einer restriktiven Essstörung wahnsinnig stark sind, weil sonst könnten sie das überhaupt nicht so durchhalten. Absolut. Also da zeigt sich die Stärke und es ist aber schade, dass man diese Stärke auf diese Art und Weise nutzt, in meinen Führungsstrichen und mir würde es wünschen für alle Frauen dieser Welt, dass sie ihre Stärke nutzen für das, wofür sie eigentlich gemacht sind und das, was sie tun wollen und ich weiß, dass wenn man sich irgendwie ständig ums Essen kümmert, gedanklich oder tatsächlich, dass da so viel Energie weggeht einfach von dieser Stärke und wenn man dann auch noch körperlich so runtergefahren ist, bleibt sowieso keine Energie mehr und der Wunsch für mich ist, dass diese Energie wieder kommt für die ganz wichtigen Dinge, die diese Welt braucht. Wunderschön. Also wirklich, hätte ich jetzt auch nicht schöner sagen können, weil das ist genau das. Also ich sage immer, ohne diese Hintergründe da zu haben, das ist, also das schaffen nur verdammt starke Menschen und das eben wirklich für sich auch zu verwenden und rauszubringen und ich sehe das ja nun wirklich auch seit fünf Jahren, was da für krasse Frauen wirklich sind, also wirklich Potenzial, was so gedeckelt war, was die Welt einfach braucht und vielleicht, wenn du jetzt gerade das hörst, denkst du, ne weiß ich nicht, was das bei mir sein soll, das hätte ich nämlich damals gesagt und zu sehen, was da gekommen ist, wovon man einfach auch ja keine Ahnung hat, weil deswegen deckelt man das ja auch, also erlebe ich manchmal auch so diese Angst vor dem eigenen Licht auch. Darf ich das vielleicht auch? Darf das scheinen? Und das eben wirklich auch wachsen zu lassen und auch Menschen zu haben, die dich wachsen sehen wollen, dich in Räume zu begeben, wo du wachsen kannst, wachsen möchtest, vielleicht auch erst mal entdeckst, was ist da eigentlich noch, was bisher so gedeckelt ist, weil ich sehe es ja wirklich bei jeder Einzelnen. Die Erststörung ist nicht das, was besonders macht, aber das, was darunter liegt, das, was sich da entwickelt, wenn das alles freigelassen wird, in die Welt gelassen hat, das ist so, so, also so kraftvoll und so schön. Also ich bin wirklich, ja, es ist einfach, das ist ja auch der Grund, warum ich das mache, weil ich einfach wirklich Frauen in ihrer Kraft wirklich wachsen sehen will, strahlen sehen will und ja, einfach dieses Licht, was sie haben, auch in die Welt bringt. So wie bei dir ja auch, du hast ja auch so viel, was du da in die Welt bringst, wie du, also deine Art und all das, auch wenn man dich persönlich kennt, das ist einfach so herzlich, so, ach so, einfach so angenehm, okay, ich kann dich schon wieder drücken, online. Vielen Dank. Ja. Das ist einfach, ja, das ist einfach besonders und es ist so schade, wenn das nicht rauskommt. Ja, genau, es ist schade, wenn es nicht rauskommt und es erfordert aber natürlich erstmal das Aushalten dieser Lehre, wenn dieses, das haben wir auch schon gesprochen und deswegen kann ich nur sagen, geht, macht Rediscover, geht diesen Schritt, diesen ersten Schritt und dann kann man eh nicht mehr umkehren. Kann man zwar, will man aber irgendwann nicht mehr. Will man nicht mehr, genau. Können tut man immer, das sage ich auch immer, aber das ist genau der Punkt und ich glaube auch ein wunderschönes Abschlusswort, wirklich, jeder darf jederzeit zurück, jeder darf aber auch jederzeit einen Schritt nach vorne gehen und du selber, also wenn du das gerade hörst, entscheidest, welcher Schritt ist für mich gerade dran, wo gebe ich mir vielleicht auch so einen kleinen Mutvorsprung, auch wenn dann ein Teil von mir sagt, nee, mach nicht, das ist ja genau der Grund, warum wir uns erst recht machen, ja, vielleicht wirklich auch machen sollte, ich sage, er selten sollte, aber um eben wirklich den Anteil, der sagt, hey, ich will ihm einfach nur zu helfen, ihm diesen kleinen Schubs zu geben, weil dann wird er auch mitgetragen, aber manchmal braucht er so diesen, diesen kleinen, hey, jetzt geht's los. Ja, genau und diesen Schubs, den kannst du so unglaublich gut geben mit deiner Empathie und deinem Wissen, so wie du bist und ich kann das nur jedem ans Herz legen, das wirklich zu tun, weil, ja, du bist einfach eine wunderbare Frau und Coach, macht man das, Coachin, Coachin, ich gendere das nicht, aber vielen Dank. Ja, und wie gesagt, also ich mache die Tür auf, jeder Einzelne entscheidet, gehe ich da durch oder gehe ich da nicht durch und alles ist okay und du bist auch okay, also wenn du das hörst und überlegst, wo es gerade ist und ich vertraue da einfach auch darauf, so wie bei dir jetzt auch, Kerstin, dass jeder das wirklich in ihrem Tempo auch findet und letzten Endes hat sich jeder Mutsprung bezahlt gemacht, also das ist halt wirklich auch was und ich bin so dankbar auch, dass wir uns so über diesen Weg auch kennengelernt haben, weil es macht das Leben einfach so viel reicher und ich danke dir, dass du uns heute so in deine Erfahrungen auch mitgenommen hast, dich auch getraut hast, deinen Weg hier zu teilen, aber auch deine Learnings und ja, einfach vielen Dank, dass du hier gewesen bist. Sehr gerne. Danke dir auch, liebe Romy. Vielen Dank, dass du dir Zeit für eine Tasse Reality mit mir genommen hast. Ich hoffe, diese Folge hat einen kleinen positiven Unterschied in deinem Tag gemacht. Mit deiner Fünf-Sterne-Bewertung kannst du genau diesen Unterschied auch im Leben anderer lebensvoller Frauen bewirken, die diesen Podcast noch nicht gefunden haben und sich ebenfalls nach einem Leben in Freiheit und Authentizität sehnen. Ich danke dir von Herzen und freue mich, auf Instagram mit dir in Kontakt zu bleiben. Alle Links findest du in den Shownotes. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal.

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