#22 Mit 49 kam meine Periode zurück
Warum Recovery in jedem Alter möglich ist
03.09.2025 73 min
Zusammenfassung & Show Notes
Kerstin (49) erzählt, wie sie nach vielen Jahren mit Restriktion, Kontrolle und täglichem Laufen durch das Gruppencoaching Re(dis)cover den Mut fand, vier Monate komplett auf Sport zu verzichten - und dabei sogar ihre Periode zurückbekam. Ein inspirierendes Gespräch darüber, warum Recovery in der Gruppe oft kraftvoller ist als allein und dass es für Veränderung nie zu spät ist.
Manchmal braucht es nur einen Blick in den Spiegel, um zu wissen: So kann es nicht weitergehen. Aber zwischen dem Wissen und dem Tun liegt ein Graben, den du alleine kaum überwinden kannst.
Heute teile ich mit dir ein kraftvolles Gespräch mit Kerstin, die mit Ende 40 bewiesen hat, dass es für Recovery nie zu spät ist. Nach Jahren im Kreislauf aus Kontrolle, Restriktion und täglichen X-Kilometer-Läufen hat sie vor einem Jahr den mutigsten Schritt ihres Lebens gewagt – und ihre Sportschuhe für vier Monate an den Nagel gehängt.
In dieser Episode erfährst du:
- Wie sie mit 49 Jahren ihre Periode wiederbekommen hat – regelmäßiger als je zuvor, obwohl sie glaubte, in den Wechseljahren zu sein
- Warum Kerstin sich gegen 1:1 Coaching und für die Gruppe entschieden hat (obwohl sie überzeugt war, ein „1:1 Mensch“ zu sein)
- Wie sie es geschafft hat, nach Jahren des zwanghaften Laufens eine viermonatige Sportpause einzulegen
- Was die Migrationstheorie mit ihrem Bewegungsdrang zu tun hatte und warum dieses Wissen alles veränderte
- Welche konkreten Tools aus Re(dis)cover sie heute noch täglich nutzt
Diese Episode ist für dich, wenn...
- du glaubst, für Recovery zu alt zu sein oder dass du schon zu lange mit deiner Essstörung lebst
- du zwischen dem Wunsch nach Veränderung und der Angst vor dem Loslassen hin- und hergerissen bist
- du überlegst, ob Gruppencoaching oder 1:1 Begleitung für dich der richtige Weg ist
Kerstin beschreibt ihre Transformation vom „Reh“ zur kraftvollen Frau, die heute La Dolce Vita lebt, statt jeden Morgen zwanghaft zu rennen. Ihre Geschichte zeigt: Recovery ist keine Frage des Alters, sondern der Entscheidung.
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Heute habe ich mal wieder einen Interviewgast für dich eingeladen, und zwar Kerstin,
die vor einem Jahr noch x Kilometer gelaufen ist, obwohl sie da bereits wusste, dass sie zunehmen will.
Kerstin hat sich zwar im Spiegel gesehen und gedacht, das geht so nicht mehr, ich bin zu dünn,
und trotzdem konnte sie nicht aufhören zu rennen.
Aber bevor wir zu diesem kraftvollen Gespräch kommen, möchte ich dir nochmal ganz kurz etwas
über mein Herzensprojekt Rediscover erzählen.
Mein sechswöchiges Online-Gruppencoaching, welches ja jetzt schon bald am 15. September startet.
Und auch wenn du jetzt vielleicht denkst, Gruppe ist nichts für mich, bleib dann erst recht dran,
denn Kerstin hat vor genau einem Jahr das Gleiche gedacht.
Und sogar ich selbst, ich überlege mal, darf ich das eigentlich sagen, aber ja, darf ich,
sogar ich selbst hatte lange Zeit Bammel davor, meine eigene Gruppe zu starten,
denn ich war nicht wirklich ein Freund von Gruppen.
Um es mal, ja, gelindig ausgedrückt zu sagen.
Wie bin ich trotzdem dahin gekommen? Kommen wir gleich drauf.
Der Punkt ist nämlich, ich habe fünf Jahre lang bereits tagtäglich und stundenlang
intensive 1-zu-1-zu-Einzelcoachings gemacht und ich habe es geliebt.
Das war nicht der Punkt.
Aber dabei ist mir was aufgefallen.
Und zwar habe ich mit jeder einzelnen Frau die gleichen Grundlagen thematisiert,
egal mit welcher Form von Essstörung, also egal ob auch diagnostiziert oder nicht,
sie zu mir gekommen ist.
Und ich habe in diesen fünf Jahren die wirkungsvollsten Grundlagen und praktischsten Tools
für eine nachverhaltige Recovery herausgefunden, die sich wirklich bewährt haben und funktionieren.
Und dabei aber, ja, es ist trotzdem sehr individuell geblieben und eben auch kein vorgefertigtes Korsett,
denn jeder Mensch ist einfach einzigartig.
Und ich habe aber gemerkt, Mensch, das, was ich da immer wieder im Einzelnen mache, das funktioniert einfach.
Und habe dann gedacht, irgendwie, und nachdem ich meine Mentorin auch noch drauf hingeschubst hat,
weil die einfach nur gedacht hat, das kann doch nicht sein,
wieso ist sie jetzt im 1-zu-1 immer ausgebucht und hat keine Gruppe?
Also sie hat gesagt, das macht keinen Sinn.
Ich habe gedacht, stimmt, macht wirklich keinen Sinn,
weil, warum denn das bitte jeder Einzelnen erzählen
und nicht diese Basis wirklich auch gemeinsam in einer Gruppe zu legen
und alle bewährten Tools gebündelt weitergeben.
Also warum nicht die Kraft der Gruppe nutzen,
zumal das ja auch noch viel, viel günstiger ist,
als wenn ich jetzt im 1-zu-1 dort sitze.
Und der Punkt ist einfach auch, im Coaching geht es ja nicht darum,
weiteres Wissen oder weitere graue Theorie weiterzugeben,
sondern es geht wirklich ums Praktische, Umsetzen und Machen.
Und ich weiß aber auch, dass ja genau das das große Hindernis ist.
Und deswegen geht es auch darum zu schauen,
was dich noch gefangen hält und anzuerkennen,
wofür du deine Essstörungsverhaltensweisen aktuell noch brauchst
und dafür dann, wenn du das rausgefunden hast, was wir ja gemeinsam machen,
neue, gesündere Strategien zu entwickeln.
Ich habe es ja gerade schon angedeutet,
ich selbst war bis vor anderthalb Jahren so gar kein Gruppenmensch,
bis ich mich eben zu dem Zeitpunkt dann auch zum ersten Mal
in ein Gruppencoaching begeben habe,
was übrigens völlig anders ist als eine Gruppentherapie in der Klinik,
weil davon hatte ich viel,
was vielleicht auch nicht unbedingt dazu beigetragen hat,
dass ich jetzt so ein Fan von Gruppengeschichten war.
Aber dieses Gruppencoaching, das war anders.
Und da habe ich zum ersten Mal wirklich gespürt,
wie kraftvoll und effektiv das eben einfach auch ist,
an bestimmten Themen,
weil so ein Oberthema hat man ja immer,
wenn man in ein Coaching reingeht,
wenn da einfach mehrere sind,
die wirklich das gleiche Interesse haben,
das gleiche Ziel haben.
Und das hat einfach nochmal so einen Klickmoment für mich gemacht
und dazu geführt,
dass ich dann eben trotz meiner Angst es gewagt habe,
mein erstes eigenes Gruppencoaching Rediscover ins Leben zu rufen.
Und was dann passiert ist,
also das hätte ich echt nicht gedacht,
das hat mich wirklich umgehauen,
denn was ich gesehen habe,
also ich habe das gehofft und ich habe das vermutet,
aber dann wirklich zu erleben,
dass diese Frauen eben nicht nur aus ihren eigenen Themen gelernt haben
oder von ihren eigenen Fragen,
sondern eben auch davon profitiert haben,
was die anderen gefragt haben
oder von den Erfahrungen der anderen.
Denn jeder ist ja trotzdem an einem anderen Stand,
hat vielleicht ein Problem mit etwas,
womit eine andere gar kein Problem hat.
Denn Essstörungen sind ja trotzdem super individuell.
Und gerade in diesen unterschiedlichen Perspektiven
hat es aber eben die Möglichkeit gegeben,
füreinander und aber auch für sich selber nochmal
eine ganz andere Form von Verständnis zu entwickeln.
Und diese Frauen haben gemeinsam geübt.
Das heißt, all die Tools,
die ich sonst zum 1 zu 1 beigebracht habe,
die konnten sie hier praktisch anwenden,
konnten sie bei den anderen sowohl sehen,
als aber eben ihnen auch helfen.
Und dabei, ich meine, das ist ja,
in der Kita habe ich immer gesagt,
wenn jemand mit den Papierfliegern kam
und einen gebastelt haben wollte,
ich so, nee,
ich so, zwei linke Daumen gezeigt.
Papierflieger basteln ist jetzt nicht so meine Stärke,
aber frag doch mal das Kind.
Das hat es auch gerade erst gelernt.
Und das ist einfach so kraftvoll,
wenn wirklich Frauen gerade zeitgleich neue Fähigkeiten,
Tools, Skills lernen
und sich gegenseitig eben dann aber auch dabei unterstützen können.
Also es war wirklich mega krass zu sehen,
wie gut das wirklich auch funktioniert hat.
Und dabei hat aber eben jede auch,
indem sie anderen geholfen hat,
auch ihr eigenes gesundes Ich wiederum gestärkt.
Und das hat also in diesem Gesamtkonflomerat
wirklich einen Effekt gebracht,
der im Einzelcoaching nur extrem schwer
in so kurzer Zeit zu erreichen ist.
Und Kerstin hat diese Erfahrung im Interview,
wo wir ja gleich hinkommen,
perfekt auf den Punkt gebracht.
Denn sie hat gesagt,
über diese Gruppenerfahrung,
so einen Spiegel zu haben
oder mehrere Spiegel,
ist sehr, sehr wertvoll.
Und da sind wir noch gar nicht bei dem Punkt,
den ich persönlich einfach auch so wunderschön finde,
nämlich dieses tiefe Verständnis und Mitgefühl,
welches die Frauen untereinander auch aufbringen
und was da einfach auch herrscht.
Und du bist einfach nicht länger alleine,
weil ich glaube,
Essstörungen sind so ziemlich die einsamste Erkrankung,
die man sich auch vorstellen kann,
weil man sich entweder unverstanden fühlt
oder eben dieser eine Quatsch in einem Kopf
oder dir immer wieder sagt,
nee, das kannst du alleine lösen,
nee, das brauchst du nicht,
nee, das ist doch gar nicht so schlimm,
nee, und Hauptsache nee.
Und hier bist du aber umgeben von Frauen,
die sich so wie du nach Freiheit
und nach mehr Leichtigkeit im Leben sehen
und denen du dich eben nicht erst erklären musst,
die dich nicht irgendwie ratlos angucken,
weil sie genau wissen,
wie es sich anfühlt,
wenn zum Beispiel auch Dinge,
die für gesunde Menschen total normal sind,
wie sich einfach mal auszuruhen
oder nichts zu tun,
zur größten Herausforderung des Tages werden.
Und ich sehe ja auch immer wieder,
wie viele von euch auch auf Instagram eifrig
meine Postings verschlingen,
die speichern, alles wissen.
Ich weiß ja oft,
die schreiben mir ja auch,
ich weiß das alles
oder ich weiß schon so viel
und ich bin mir sicher,
das ist definitiv der Fall
und du könntest wahrscheinlich inzwischen
dein ganz eigenes Recovery Buch schreiben.
Und dann denke ich mir,
ja, genau so war ich auch vor sieben Jahren,
denn im September 2018
hatte ich über mehrere Monate hinweg,
glaube ich,
alles an Recovery Büchern gelesen,
was ich finden konnte,
also dann hauptsächlich auch die englischsprachigen.
Das heißt,
der Markt war durchaus ein bisschen größer.
Ich habe auch sämtliche YouTube Videos geschaut,
also Instagram war damals noch nicht so ein Ding
oder zumindest habe ich es irgendwie nicht mitgekriegt.
Und ich hatte kognitiv wirklich alles verstanden,
aber ich kam einfach nicht in diese verdammte Umsetzung.
Und der Punkt ist,
zwischen Wissen und Tun liegt einfach ein Graben
und alleine ist der verdammt schwer zu überwinden.
Nicht,
weil du das nicht genug willst,
das ist nicht der Punkt,
sondern weil du nicht weißt,
wie,
wenn deine Essstörung dich anbrüllt,
deine Gefühle dich überwältigen
und dein Umfeld vermutlich auch noch
dem Schlankheitswahn unserer Gesellschaft verfallen ist,
was leider auch gar nicht so häufig vorkommt,
so selten vorkommt,
häufig kommt es leider vor.
Und genau hier setzen wir in Rediscover an,
denn dort decken wir gemeinsam deine größten Hindernisse auf
und du verstehst endlich,
was du wirklich brauchst,
um sie erfolgreich zu überwinden.
Also,
Rediscover startet dieses Jahr,
wie gesagt,
am 15. September
und es sind sechs Wochen,
die,
und das sage ich jetzt nicht leichtfertig,
dein Leben verändern.
So wie bei Kerstin und vielen anderen,
die in den ersten beiden Runden bereits teilgenommen haben.
Und exklusiv hier,
ich liebe das einfach hier im Podcast,
auch solche Dinge machen zu können,
exklusiv hier im Podcast
hast du ab jetzt schon
als eine der ersten überhaupt die Chance,
dir deinen Platz mit 200 Euro Rabatt zu sichern,
bevor die Türen für die Frühbucher
dann 7. September auch offiziell öffnen.
Und dein Rabattier gilt bis zum 9. September.
Es lohnt sich auch durchaus schnell zu sein,
denn die ersten Plätze sind bereits vergeben
und es gibt eine begrenzte Teilnehmerzahl,
denn auch wenn ich Gruppen inzwischen
absolut lieben gelernt habe,
ist es mir einfach super wichtig,
jede Einzelne auch zu sehen
und die Gruppengröße persönlich zu halten.
Also, wenn dich das interessiert
oder du neugierig geworden bist
und noch ein bisschen mehr wissen möchtest,
in den Shownotes findest du sowohl
den direkten Link zum Podcast Sonderpreis
als auch den Link zu weiteren Infos dazu,
was dich in diesen sechs Wochen erwartet.
Und jetzt kommen wir zum wirklich spannenden Interview
mit Kerstin, die übrigens auch felsenfest davon überzeugt war,
dass sie Einzelcoaching braucht und Gruppe, weiß ich nicht.
Sie hat gesagt, ich bin ein 1 zu 1 Mensch
und hat dann doch die Gruppe gewählt.
Warum und was das mit ihr gemacht hat,
das erzählt sie dir jetzt selbst
und ich muss nochmal zu Kerstin einleitend sagen,
Also, Kerstin ist wirklich eine unglaublich beeindruckende Frau,
die mit Ende 40 bewiesen hat,
dass es nie zu spät ist, sich zu befreien.
Also, mach es dir gemütlich,
denn dieses Gespräch könnte der Anfang
von etwas Großem auch für dich sein.
Hallo, liebe Kerstin.
Schön, dass du da bist.
Magst du uns ganz kurz erzählen,
wer du bist und wo du vor einem Jahr standest,
als du dich für unser Vorgespräch angemeldet hast?
Was war der Punkt, an dem du gesagt hast,
so kann es nicht weitergehen?
Ja, hallo, liebe Romy.
Erstmal vielen Dank für die Einladung.
Ich freue mich sehr, dass ich hier bin
und auf unser Gespräch jetzt.
Und ja, mein Name ist Kerstin.
Ich habe schon viele, viele Jahre
mit Restriktion und Kontrolle
und diesen Dingen zu tun
und werde auch nächstes Jahr schon 50.
Das heißt, ich bin wahrscheinlich hier
in diesem Themenkomplex,
gehöre ja zu den Älteren.
Und das ist ganz interessant,
weil ich natürlich schon lange, lange
mit so einem, ja, würde ich jetzt heute sagen,
nicht normalen Mindset,
was das Essen betrifft, rumlaufe.
Und muss aber auch sagen,
ich hatte nie eine Diagnose.
Und ja, ich würde sagen,
war im ganz normalen Wahnsinn
in einer fettphobischen Gesellschaft.
Und ja, habe also nie Gedanken gehabt,
also viele, viele Jahre,
dass ich wirklich zu dünn bin,
obwohl für meinen Körper
ich also ganz lange zu dünn war.
Aber das war eben,
also gesellschaftlich absolut normal
und ich habe ja auch gegessen
und alles in Ordnung nach außen hin.
Und dann war es aber so,
in den, ja, in den letzten Jahren
habe ich durch zu viele Heilfastenkuren
einfach nochmal so richtig abgenommen
und habe mich dann irgendwann
vorm Spiegel gesehen,
habe gedacht,
es geht jetzt so nicht mehr,
ich bin einfach zu dünn
und habe es nicht geschafft,
wirklich zuzunehmen.
Habe auch weiterhin,
obwohl ich zunehmen wollte,
also man ist ja so zweigeteilt,
der eine Teil möchte zunehmen,
der andere möchte es aber dann doch lieber nicht.
Und der Teil, der es wollte,
der hat dann schon drüber nachgedacht
und sich auch über manche Gedanken gewundert,
wie da kamen
und jeden Morgen wieder aufstehen
und erst mal zehn Kilometer rennen,
also jeden Morgen.
Hui.
Genau, wenn man zunehmen will,
das passt eben nicht.
Und dann habe ich im Internet,
wie man das so macht,
recherchiert
und da ist mir dieses Buch von Tabitha Farag,
was wahrscheinlich alle,
die diesen Podcast hören, auch kennen,
ist mir in die Hände gefallen
und da sind mir dann
ziemlich viele Augen geöffnet worden.
Also da ist dieser Mindset
oder man kann so sagen,
der Mindset ist entlarvt worden
und viele Dinge.
Habe ich dann wirklich verstanden,
dass das gar nicht so normal ist
und dann habe ich weitergeguckt im Internet
und da bin ich auf dich gestoßen
und habe eigentlich ziemlich schnell gewusst,
dass du hier die Richtige für mich bist.
Du beschreibst da doch auch
einen ganz schönen Werdegang
und auch die Schwierigkeit heutzutage,
weil wir leben ja nun mal
in einer Gesellschaft,
in der Abnehmen, Heilfasten,
Clean Eating, gesund ernähren,
also das ist ja Sport machen,
das sind ja alles Dinge,
für die man eher gelobt wird
oder die Disziplin gelobt wird
und wie soll man selber halt auch mitkriegen,
so okay, das, was ich da mache,
ist vielleicht jetzt doch nicht das,
was für mich gesund ist
oder was mir gut tut.
Das heißt, sich das überhaupt
auch erstmal einzugestehen
und zu sagen so,
also da wirklich auch hinzugucken
und zu sagen,
okay, hier stimmt doch irgendwie was nicht,
ist natürlich auch verdammt mutig
und du hast es gerade so schön beschrieben,
auch so dieser Moment,
wo du gemerkt hast,
so ich will eigentlich was anderes
und dann mache ich aber doch wieder das,
was mir eigentlich nicht dabei hilft.
Also diese Ambivalenz,
die glaube ich auch jeder,
der sich auf diesen Weg begibt
oder erstmal auch darüber nachdenkt,
kennt,
die hast du gerade wunderschön beschrieben
und ich erinnere mich noch so gut,
als du wirklich dann auch ins Vorgespräch,
also in den Discovery Call kamst
und ich weiß gar nicht,
ob du wusstest,
wusstest du,
dass es ein Gruppencoaching gibt,
weil du warst ja, glaube ich,
sehr entschlossen,
so ins 1 zu 1 zu kommen?
Ja, nee, ich wusste das schon.
Ich habe das alles genau studiert,
was du für Angebote hast
und war, genau wie du sagst,
sehr überzeugt,
dass ich 1 zu 1 machen werde.
Wie bist du dann doch in der Gruppe gelandet?
Also, ja,
und was würdest du vielleicht auch
mit dem Wissen von heute wählen?
Also, erstmal vielleicht noch,
ich bin so ein 1 zu 1 Mensch,
auch in meinem eigenen beruflichen Umfeld.
Ich habe das gerne cozy
und mit einem Menschen
und gehe auch gerne in die Tiefe
und auch gerne mit ganz viel Zeit
und deswegen habe ich diesen Gedanken
eigentlich weggedrängt,
dass das überhaupt möglich ist für mich.
Und du hast dann aber gesagt,
ja, so 1 zu 1 habe ich auch
vielleicht gar nicht so viel Zeit
und ein Gruppencoaching ist viel regelmäßiger.
Das hat mich erstmal überzeugt,
dieses Regelmaß,
weil ich schon denke,
dass es wichtig ist.
Also, das denke ich auch immer noch
und auch im Nachhinein.
Und was irre hilfreich ist,
also abgesehen davon,
dass ich auch eine tolle Gruppe erwischt habe
und die aber auch nicht zu groß war
und ich meine eigenen Wünsche
immer anbringen konnte.
Aber so einen Spiegel zu haben
oder mehrere Spiegel,
das ist ja sehr, sehr wertvoll.
Und vor allen Dingen,
was ich ganz toll fand,
war dieses Commitment immer.
Also man muss ja,
wenn man etwas ändern will,
egal in welchem Bereich,
muss man handeln.
Das ist ja nun mal leider so.
Hilft zumindest.
Man kommt nicht drum rum.
Und wenn man dann sagt,
ja, ja, ich mache das schon,
also ich werde mich jetzt,
nee, ich werde mich jetzt nicht mehr wiegen,
zum Beispiel.
Und wenn man sich das selber sagt
oder nur,
nur in Anführungsstrichen einem Coach,
dann ist es anders,
als wenn man das vor so einer ganzen Gruppe tut.
Also ich committe mich dazu,
dass ich es wirklich tue.
Und für mich war das eine große Hilfe,
weil ich wusste,
oh Gott, wenn ich das jetzt doch wieder mache,
dann, ich kann ja nicht lügen.
Das wäre ja blöd.
Also hättest du gekonnt,
aber du bist so eine ehrliche Haut.
Das hätte halt gegen deine Werte gesprochen.
Genau.
Und auch, weil ich will ja Veränderungen.
Ja.
Und da hilft es einfach.
Also der Gedanke kommt mir gerade,
also das Essstörungs-Ich
und das gesunde Ich,
das kämpft ja oft so miteinander.
Und irgendwie wird durch die Gruppe
das gesunde Ich
nochmal so richtig gestärkt.
Ja.
Vervielfacht irgendwie.
Ja, das ist wie so,
ich stelle mir das gerade so ein bisschen vor
wie beim Tauziehen.
Und normalerweise ziehen da so
zwei eben an diesem Seil
und auf einmal bist du in der Gruppe
und da ziehen aber ganz viele mehr
auf dieser gesunden Seite mit dir.
Tolles Bild.
Genau so ist es.
Ja.
Ja.
Und das hat mir sehr, sehr geholfen.
Und dann
natürlich auch
bestimmte Dinge,
die man
sich nicht traut zu sagen,
weil man selber
sich total blöd dabei vorkommt.
Also das haben wir ja alle.
Also ich traue zu sagen,
bei den normalen geliebten Menschen,
die man so hat,
mit denen man spricht
und in der Gruppe,
die alle das gleiche Thema haben
oder ähnliche Themen,
da ist es doch einfacher,
weil man ein Nicken kriegt
und ein Ja,
ach ja, das habe ich auch
und das ist bei mir genauso.
Das ist schon schön.
Ja, absolut.
Also ich glaube auch,
wie oft haben wir wirklich
gleichzeitiges Nicken gehabt?
Auch wenn die Essstörungen
teilweise ja auch
sehr unterschiedlich sind
so in ihrer Ausprägung,
aber so diese Ängste
oder Gefühle dahinter,
die findet man einfach
sehr häufig gespiegelt
und das ist ja auch oft was,
dass unser essgestörter Anteil
uns so einredet.
Du bist die Einzige
und du bist das Einhorn
und nur bei dir ist das so.
Und dann eben zu merken,
okay,
oh warte mal,
den anderen Dingen geht es
aber auch so,
zeigt ja auch,
hey, ich bin gar nicht mehr
so allein damit.
Alleines auszusprechen
sorgt ja schon dafür
oder sich das wirklich auch zu trauen
und dann nicht dafür schief angeguckt
zu werden,
wie es ja oft,
also ich sage mal so,
das in unserer Gesellschaft
manchmal auszusprechen,
dann gucken dich alle an
und denken,
wieso ist es doch schön,
dass du so eine Disziplin hast
oder es ist doch schön,
dass du so schlank bist
und du denkst dir so,
ja, aber
und fühlst dich ins Unverstanden,
das hast du halt
in so einem Raum nicht.
Genau, genau
und man hört es immer wieder
und ja,
die Kolleginnen um einen herum,
die haben eben auch die,
ja, wie gesagt,
die gleichen Themen
und ja,
das ist einfach sehr,
sehr hilfreich.
Gab es auch Ängste,
die du vielleicht hattest,
so bevor du dich dafür entschieden hast
oder auch vor der ersten Gruppensession
und falls ja,
haben die sich bestätigt?
Also Ängste hatte ich eigentlich nicht.
Ich hatte vielleicht Bedenken,
dass es mir nicht so viel bringt.
Aber das war aber,
bitte,
inwiefern?
Ja,
dass ich vielleicht zu selten zum Zuge komme
oder dass zu viel die anderen Themen bearbeitet werden
und ich selber ja die Zeit nicht so nutzen kann,
das war aber überhaupt nicht so
und ganz im Gegenteil,
es ist manchmal sogar hilfreich,
wenn man nicht immer 100 Prozent da im Fokus ist.
Ja, man kann es auch mal für sich wirken lassen
und einfach auch aus den Erfahrungen der anderen ja was mitnehmen.
Genau und es ist auch ein bisschen,
ja,
man kann sich zwischendurch ein bisschen entspannen auch
und dann kommen vielleicht auch wieder,
oder nicht vielleicht,
ganz sicher,
kommen wieder relevante Gedanken,
dass man nicht so ständig 100 Prozent im Fokus ist.
Ja.
Ja,
eins zu eins ist halt manchmal schon auch sehr intensiv
und jetzt hatten wir natürlich auch mit der Gruppe
einen sehr,
also einen sehr anderen regelmäßigen Rahmen.
Es ist ja wirklich,
also Rediscover in den sechs Wochen
ist ja so intensiv eigentlich fast
wie mein größtes Eins-zu-eins-Coaching,
nur deutlich günstiger
und du hast eben nicht immer 100 Prozent Fokus auf dir,
sondern du kannst da zwischendrin
wirklich auch mal durchatmen
und ja,
einfach auch gucken so,
ach,
was ist bei den anderen gerade,
wie gehen die da mit um,
wie sind da die Gedanken
und kannst ja da deine Gedanken auch,
weil ich sage immer,
für die anderen ist das ja alles irgendwie immer leichter,
also was wir zu anderen in unserer Situation sagen würden,
fällt ja viel leichter,
als das,
was wir vielleicht zu uns selber sagen,
weil,
ja,
wie hast du das erlebt?
Das,
ja,
das war für mich eigentlich nicht so ein großes Thema,
muss ich sagen.
Mhm.
Gab es irgendeine andere Angst,
die du,
also du hast gesagt,
du bist eigentlich sehr offen da reingegangen,
was ich häufig,
oder weil jetzt auch so gerade,
ich führe ja jetzt gerade auch viele,
viele Vorgespräche,
eine der häufigsten Ängste,
die mir so da begegnet,
was so Gruppen angeht,
ist entweder der Gedanke,
nicht krank genug zu sein
oder der Gedanke,
jemanden zu triggern
oder die Angst,
sich zu vergleichen,
weil das passiert ja in Kliniken,
auch häufig.
Wie hast du das erlebt?
Also,
das sind zwei,
für mich zwei verschiedene Dinge.
Einmal,
dieser Krankheitsbegriff,
der ist für mich anders,
glaube ich,
als für die meisten.
Also,
es gibt viele,
die sind froh,
wenn sie eine Diagnose haben,
dann haben sie irgendwas in der Hand
und können dann loslegen.
Für mich ist das anders.
Ich empfinde mich nicht als krank,
sondern es ist mehr so eine Blockade
in meinem Lebensprozess,
die ich lösen darf.
So sehe ich das und so sehe ich auch ganz oft
Muster, Blockaden und vermeintliche Störungen,
auch bei anderen.
Und für mich ist das eine nicht größer
als das andere.
Und ja,
manchmal muss ich sagen,
freue ich mich sogar,
wenn ich sowas entdecke
und das dann angehen kann.
Ich verstehe total,
was du meinst.
so dieses,
ah,
ich habe was gefunden,
da kann ich weiter dran nachjustieren
so und es wird wieder was freier.
Genau,
genau.
Und dieses Krankheit,
also dieser Krankheitsbegriff,
das engt mich so ein
und dann habe ich das Gefühl,
oh ja,
jetzt bin ich irgendwie schlechter
oder so.
Das ist natürlich
fehlerhaft.
Genau,
fehlerhaft.
Das ist gut ausgedrückt.
So wie als wäre was kaputt.
Genau,
genau.
Und irgendwie,
natürlich kann man das auch so definieren,
aber mir hilft es wahnsinnig,
wenn ich das eben nicht tue.
Es ist für mich so eine positive Denkweise eher.
Und deswegen ist das für mich auch kein Thema gewesen.
Das mit dem Vergleichen,
das ist natürlich ein,
wie du weißt,
ein Riesenthema von mir,
dass ich mich also ganz besonders im Alltag
häufig vergleiche
und damit auch
Probleme
hatte und auch noch habe.
Aber tatsächlich in der Gruppe
war das kein Thema.
Und ich glaube mittlerweile,
dass es auch daran lag,
dass es online war.
Ah,
okay.
Irgendwie,
ne,
man sieht nicht da nur so
der Kopf
und der,
die Schultern,
so.
der Körper,
der spielt da keine Rolle
und ich glaube,
also ich habe das schon drüber nachgedacht
und ich glaube,
das ist sehr hilfreich.
Ich weiß nicht,
wie es gewesen wäre,
wenn wir uns wirklich live getroffen hätten.
vielleicht wäre das kein Thema gewesen,
aber ich weiß auch,
wenn es Thema gewesen wäre,
dann hätten wir das auch zur Sprache bringen können
und dann ist es ja auch hilfreich.
Ja,
das sage ich eh immer wieder.
Ich sage,
weil gerade in den Triggern
liegt das größte Gold.
Weil wir können ja nicht machen,
dass wir nicht getriggert werden
oder ich sage auch immer,
niemand kann uns triggern,
wir können uns aber getriggert fühlen
und unsere Trigger sind ja letzten Endes
auch unsere Verantwortung
und ich finde es so goldwert auch,
dass wir eben in diesem Raum
auch die Möglichkeit haben,
mit Triggern umzugehen.
Also klar,
es gibt natürlich auch so Sachen,
wo ich auch sehr protective bin
und sage,
nee,
wir nennen hier keine Zahlen
oder also irgendwas,
womit sich dieser erstgestörte Anteil
ja auch oder dieser Anteil einfach,
der sich,
also wie gesagt,
ist ja auch egal,
ob Diagnose oder nicht,
weil sobald wir merken,
es ist eine Einschränkung
in unserem Leben
oder da ist ein Anteil,
der macht sich das zunutze,
dass er jetzt eine Zahl kennt
oder vielleicht ein bestimmtes optisches Merkmal
oder keine Ahnung was,
dass wir das dann sozusagen
auch wieder gemeinsam einsammeln können,
um eben zu gucken,
wofür steht das eigentlich noch?
Weil meistens tritt es ja nicht nur
in der Situation,
weiß ich nicht,
mit Essen auf,
sondern vielleicht auch
in ganz anderen Dingen.
Ich sage immer,
gerade das Essen oder Bewegung
oder bestimmte Verhaltensweisen
sind ja immer nur ein Symptom
für etwas,
was letzten Endes tiefer dahinter liegt.
Und ob jemand eine Diagnose hat
oder nicht,
also ich sage auch,
manchen hilft der Stempel,
mir hat er damals
erst mal auch nur geholfen,
weil ich gedacht habe,
so okay,
das, was ich gespürt habe,
nämlich da ist was nicht in Ordnung,
das wurde sozusagen
von außen nochmal bestätigt.
Aber deswegen sage ich auch heutzutage,
ich sage,
du brauchst keine Diagnose,
um da irgendwo anzufangen
oder weiß ich nicht,
zu sagen so,
okay,
ich möchte mir jetzt einfach
Unterstützung suchen,
weil wenn du spürst,
dass was nicht in Ordnung ist
oder dass du nicht so frei bist,
wie du sein möchtest,
dann verdienst du ja,
einfach da auch hinzuschauen
und zu gucken,
welche Blockaden kann ich einfach
noch aus dem Weg räumen
oder woran halte ich vielleicht auch
gerade aus welchem Grund auch immer,
das kann man ja dann entdecken,
eben auch noch fest.
Ja,
genau,
da sagst du so viel Gutes
und so viel Richtiges,
das Gold liegt in den Triggern,
also das,
das habe ich auch,
als ich dieses Buch gelesen habe,
habe ich wirklich auch gedacht,
mein Leben war eigentlich immer gut,
ich habe ein gutes Leben,
also keine Frage
und dann habe ich gedacht,
mein Gott,
wie viel besser kann es denn noch werden,
wenn ich das alles löse.
Ja,
also viele,
viele Dinge
und man kommt natürlich gerade,
wenn das Thema vergleichen,
wenn man das auch nochmal nimmt,
wenn man das immer mehr abbaut
und immer mehr zu sich kommt,
was ist das für ein Geschenk
und was ist das für ein Aufbauen
an Lebensqualität
und Selbstwert auch nochmal.
Ja,
und darum geht es ja letzten Endes auch,
also deswegen heißt ja Rediscover,
Rediscover,
nämlich wirklich dich auch neu zu entdecken,
dich auch unabhängig von allem anderen
und was alle anderen gerade machen,
also sich wirklich auch loszulösen
und ich sage immer,
das ist so das Mutigste,
was wir letzten Endes
ja auch gerade machen können,
deswegen so der Rebell in mir,
der ist immer ganz happy
und sagt sich so,
nee,
ich mache das jetzt anders
und ich will jetzt einfach noch
so einen Gegenpol
zu dieser Gesellschaft setzen,
die einfach sagt,
okay,
du musst so sein
und du musst so sein
und du musst so essen
und du musst keine Ahnung was
und das triggert ja wieder die Vergleiche,
sondern zu sagen so,
okay,
nee,
ich muss gar nichts mehr,
ich entscheide jetzt,
wie ich hier durchgehen will,
ich lasse meinen Körper
auch zum Beispiel
sein gesundes Gewicht finden,
wie auch immer dann
die genaue Form dabei ist,
aber
diese Verbindung zu sich selber,
die man dadurch ja auch stärkt
und worum es ja letzten Endes auch geht,
sich zu erlauben,
so zu sein,
wie man eben auch ist,
unabhängig von den anderen,
die stärkt ja auch dann das,
was ich so dieses echte Selbstwertgefühl nenne,
weil wenn ich
mich nur wertig finde,
wenn ich in einer bestimmten Form bin
oder bei einem bestimmten Gewicht
oder ein bestimmtes Verhalten ausübe,
dann hat es ja nichts
mit echtem Selbstwertgefühl zu tun.
Genau,
aber diese Gefühle,
die dann kommen,
wenn man das Leben will,
dann kommt ja wieder
diese andere Stimme
und da ist es eben so
wahnsinnig hilfreich,
andere Menschen zu haben
oder dich zu haben als Coach
oder auch die Gruppe zu haben
und da kann ich nur immer wieder sagen,
wie viel einfacher das ist
auf diese Art und Weise.
Ja,
was war denn für dich so ein Moment,
wo du gemerkt hast,
Mensch,
also die Gruppe,
die trägt mich irgendwie auch.
Das war gleich von Anfang an,
also ich habe ein Vertrauen,
habe ich schon von Anfang an gemerkt,
dass das richtig ist
und all die Punkte,
die wir gerade gesagt haben,
dass ich mich mal zurücklehnen kann
und dass auch die Spiegel der anderen
mir ganz, ganz, ganz viel bringen,
also das habe ich sehr, sehr schnell gemerkt.
Ja.
Gab es auch mal einen Moment,
wo du dran gedacht hast,
hinzuwerfen
oder war das nicht so ein Thema?
Ja,
das gab es natürlich schon,
aber mehr,
weil die blöde Stimme
da wieder irgendwas sagen wollte,
was aber gar nichts
mit der Gruppe zu tun hat.
Das ist eher dieser Prozess,
den man ja,
oder diese Reise,
die man antritt
und dann zwischendurch
ist es einfach hart,
weil man diese Gefühle aushalten muss.
Man muss da so
im Feuer stehen bleiben
und da gibt es schon
oder gab es schon Momente,
wo ich dachte,
oh nee,
die Feuer war doch auch
eigentlich ganz gut.
Ja,
so schlimm war man doch gar nicht.
Genau,
und weil man ja diese Geschenke,
das dauert ein bisschen,
bis man ernten kann.
Ja,
schönes Bild.
Also es ist wirklich,
man sieht ja ganz viel
und das ist ja auch,
ich meine,
das Programm ist ja auch so aufgebaut,
dass man eben auch lernt so,
okay,
wenn diese ganzen Gefühle kommen,
wie gehe ich denn dann
auch damit um?
Und du warst ja auch jemand,
die,
also du bist ja übelst selbstbestimmt,
da wirklich durchgegangen hast,
für dich auch.
Also es ist ja nicht so,
dass man sagt,
okay,
in Woche eins musst du dir
so ein Zilo setzen
und in Woche zwei das
oder gar nicht.
Also das macht ja wirklich jeder auch,
wie er es möchte.
Und du hast in den sechs Wochen
ja auch eine krasse Entscheidung getroffen,
nämlich,
ja,
eine Sportpause einzulegen,
die insgesamt ja dann
sogar vier Monate gedauert hat.
Wie kam es dazu?
Also was war so dieser Punkt,
wo du das für dich entschieden hast,
weil das war ja nichts,
was die Gruppe vorgegeben hat?
Ja,
also einmal ist es natürlich
vom Verstand völlig klar,
dass wenn man so derartig
im Untergewicht
und im Energiedefizit ist,
dass man dann nicht jeden Tag
zehn Kilometer läuft.
Also wenn man das so sagt,
ist es selbstverständlich.
Aber man macht es eben trotzdem
aus diesen Gründen
der anderen Stimme.
Und was mir sehr,
sehr geholfen hat,
war die Information
von dieser Migrationstheorie.
Werden wahrscheinlich auch alle
kennen,
die das hier hören.
Vielleicht gar nicht alle.
Also klar,
Tabitha Farah hat es natürlich,
also wer Tabitha Farah gelesen hat,
kennt es wahrscheinlich.
Wer meinen
Find Your Satisfaction-Kurs gemacht hat,
der kennt es auch,
weil wir da auch nochmal
sehr viel auf diese Hintergründe eingehen.
Ansonsten ist es,
glaube ich,
gar nicht so bekannt.
Aber vielleicht kurz gefasst nochmal
dieses,
wenn ein Körper
ein Energiedefizit gerät,
dann ist es ein Schutzmechanismus,
wenn wir da eine genetische
Veranlagung haben,
uns eben erst recht
mehr zu bewegen,
während andere
vielleicht eher
in Winterschlaf gehen würden
und denken so,
oh Gott,
ich habe schon keine Energie,
ich bleibe liegen.
Also das wäre das,
was wahrscheinlich so
die meisten Menschen
heute tun würden.
Aber wenn wir so eine
genetische Veranlagung haben,
dann kann gerade der
Energiedefizit natürlich auch
diesen Bewegungstrang
nochmal so richtig befeuern.
Genau.
Und das war bei mir
100 Prozent der Fall.
Und als ich das verstanden habe,
da habe ich dann gemerkt,
Mensch,
was machst du hier eigentlich?
Und da ging es dann
wirklich leichter,
das tatsächlich auch zu lassen.
Und dann ist es vielleicht
irgendwie die ersten Tage
ein bisschen mühsam,
aber das ging dann.
ging dann gut.
Das wäre jetzt auch so
meine nächste Frage gewesen.
Nämlich, wie hat denn
dein essgestörter Anteil
auf diese Entscheidung
reagiert?
Und wie hast du es,
obwohl der sich ja
offensichtlich gemeldet hat,
wie hast du es geschafft,
das trotzdem durchzuziehen?
Ich glaube,
es war wirklich diese Information,
die mir gefehlt hat.
Und dann habe ich ja,
wie wir alle,
das ist ja so bei
restriktiven Menschen,
sind ja alle eine
unglaubliche Disziplin
und Stärke.
Und die habe ich dann
für mich genutzt
und nutzen können.
Ja,
und natürlich auch
mit dem Commitment wieder.
Das kam auch noch dazu,
dass ich dann
vor der Gruppe gesagt habe,
Mädels,
ich mache das jetzt.
Und dann passiert das auch.
Und diese Entscheidung
war dann da.
Das ist, glaube ich,
so, wie wenn man,
ich habe nie geraucht,
aber ich glaube,
wenn man so eine Entscheidung fällt,
ich höre jetzt auf zu rauchen,
dann,
das war bei mir tatsächlich so.
Ich habe zwei Jahre,
ja doch,
ich glaube,
zwei Jahre exzessiv.
Ich habe in der Reha angefangen,
ist auch witzig.
Ich habe jedenfalls
zwei Jahre exzessiv geraucht,
weil meine Ex-Partnerin
damals auch viel geraucht hat.
Ich dachte so,
ich hasse Zigarettenraucher,
aber wenn ich mitrauche,
ist es nicht ganz so schlimm.
Und irgendwann war ich wirklich
auch bei einer Schachtel am Tag
und habe dann aber wirklich
von einem Tag auf den anderen entschieden.
Ich sage so,
und jetzt höre ich auf.
Und es hat geklappt.
Und ich denke mir so,
und das sind ja auch so Sachen.
Also du hast es gerade
so ein bisschen schön beschrieben,
auch diese Eigenschaften,
die uns natürlich einerseits
so gerade bei einer restriktiven Essstörung
auch anfällig machen,
nämlich Disziplin,
vielleicht auch ein gewisser
Perfektionismus oder so,
dass wir das uns ja auch
für die Recovery
zunutze machen können,
was ja auch was ist,
was man eben
in diesen sechs Wochen auch lernt.
Also was habe ich eigentlich auch
und wie kann ich das jetzt
für mich nutzen
und nicht mehr,
ich sage mal,
gegen mich,
auch wenn das ja auch
einen guten Grund hat,
warum wir das bisher so getan haben.
Und du warst ja auch
mit dieser Entscheidung,
also wirklich diese Sportpause
einzulegen und das zu verkünden,
bist du ja auch
zu einem Vorbild
für eine andere Teilnehmerin geworden.
Wie hat sich das denn
für dich angefühlt,
zu merken,
hey, mit meiner Entscheidung,
mit dem,
dass ich mich traue,
das hier jetzt auch zu teilen,
mich zu committen,
kann ich auch andere
dazu inspirieren,
während du ja selber
eigentlich noch
mitten im Prozess warst.
Ja,
das ist natürlich
ein schönes Gefühl,
wenn man dann
die anderen mithielt
und was natürlich
gegenseitig auch war.
Also,
ja,
ein sehr schönes Gefühl
und wenn das,
es hat dann ja auch geklappt
bei den anderen
und das ist toll,
also es beflügelt sogar
und motiviert dann noch mehr.
Und man hat es ja auch gemerkt,
also du warst da sehr klar drin,
sie hat so ein bisschen
noch gestruggelt,
aber jedes Mal wieder zu sehen
und auch von deiner Erfahrung
zu lernen,
also du warst eben das Vorbild,
was noch näher dran war,
obwohl du selber noch
im Prozess warst.
Ich finde,
das macht auch genau
diese Gruppe eben aus,
weil niemand muss
irgendwas machen,
aber so dieses,
diesen Punkt da ranzukommen,
zu sagen,
hey, sie macht das jetzt
und Mensch,
sie fängt gerade an
und die könnte ich ja mitmachen,
also so dieses,
ich will das jetzt auch,
das ist ja ein völlig anderer Punkt
als, weiß ich nicht,
wie Kliniken,
also du hast das ja zum Glück
nicht erlebt,
aber das ist mir ja passiert,
obwohl ich gar nicht
auf einer Essstörungsstation war,
wenn jemand von außen sagt,
du musst das jetzt machen.
Ich sage immer,
Rediscover muss niemand irgendwas,
aber das Schöne,
was halt passiert ist,
so dieses,
ich würde gerne,
das würde ich jetzt
eigentlich schon gerne,
ich würde es gerne
so für mich nutzen
und sich eben zu trauen,
das auch auszuprobieren,
egal wie groß oder klein
das jetzt vielleicht ist.
Ja, ja und man hat immer wieder
die Chance,
doch wieder zurückzugehen
und Nein zu sagen.
Ja.
Aber es ist dann so ein bisschen,
das macht auch Spaß,
es ist ein Spiel dann auch,
also ich will das jetzt nicht
zu sehr mit einer
rosa-roten Brille
wirklich,
es ist wirklich auch
viel, viel Arbeit,
aber es macht Spaß,
es ist Humor dabei
und man lacht ja auch
fröhlich viel.
Also bei uns wird nicht gelacht.
Nein, ja,
aber das ist genau das,
weil ich habe auch gesagt,
ich sage Mensch,
Recovery ist ja an sich
schon anstrengend genug,
aber das ist ja auch ein Raum,
wo wir eben auch lachen,
wo, weiß ich nicht,
der Humor definitiv auch nicht
zu kurz kommen,
weil ich finde das manchmal
so trocken und so ernst
und so eng und so eine Schwere
auch in diesem Thema,
was es gar nicht haben muss,
weil es ist ja einfach
auch was Schönes zu entdecken,
auch, oh wow,
die Disziplin,
die ich vielleicht auf der
einen Ebene hatte,
kann ich für was anderes nutzen,
das macht mich nicht
weniger disziplinlos,
sondern wir brauchen ja
Disziplin gerade für die Dinge,
die uns schwerfallen
und für dich war es, glaube ich,
schwerer,
keinen Sport zu machen
in der Zeit,
als einfach weiterzumachen.
Ja, ja,
auf jeden Fall.
Ja.
Wenn du die Kerstin
von vor Rediscover
und die Kerstin
nach den sechs Wochen,
das sind ja immer nur
sechs Wochen gewesen eigentlich,
vergleichst,
kannst du dich noch daran erinnern,
was war so die krasseste
Veränderung,
seit es doch schon auch
wieder ein Jahr fast her,
aber weißt du das noch,
so nur in diesen sechs Wochen?
Nur auf alle sechs Wochen.
Also,
ich muss sagen,
also die krasseste Veränderung,
die ja recht schnell kam,
war,
dass ich hier mit meinen
49 Jahren meine Periode
wiedergekriegt habe,
aber ich glaube,
das war ein bisschen später.
Ich weiß jetzt nicht,
ob das nach Resist Cover war,
das kann ich nicht sagen,
aber es war nicht deutlich später
und das war für mich
wirklich die,
die eine richtige,
krasse Erfahrung,
weil ich dachte,
ich bin längst jetzt
in den Wechseljahren,
da ist nichts mehr.
Und ist jetzt,
also ich habe,
glaube ich,
meine Regel so wie,
so regelmäßig wie noch nie
seitdem.
Also,
das ist schon krass.
Ja,
was kann ich so sagen.
Und sonst war,
nach den sechs Wochen
ist vieles angetriggert worden,
also,
oder angestupst worden,
was dann nachher
ja immer mehr wurde,
also zum Beispiel
dieses mehr Energie haben.
Und ich habe zum Beispiel
davor
ganz oft gesagt,
abends,
also früher abends
und ich kann nicht mehr,
ich kann nicht mehr.
Und das sage ich jetzt kaum noch
oder auch,
ja,
das war,
das wurde immer weniger.
So,
jetzt wieder.
Und auch so dieses,
diese Gedanken
ans Essen,
das war auch etwas,
was so krass geworden war,
also bevor ich
Rediscover gemacht habe
und das ging dann schon
viel besser auch,
nach den sechs Wochen.
Dass man eben da nicht mehr
immer,
man kann das ja gar nicht
wegdringen,
weil man immer wieder dahin,
also der Körper will erst,
will einen dazu bringen zu essen
mit diesen Gedanken
und das wurde dann
schon weniger.
Ja,
also dieser mentale Hunger
ist schon nicht zu unterschätzen,
weil irgendwas muss der Körper
ja machen,
um zu sagen,
hallo,
hier stimmt was nicht
und das ist natürlich
sauanstrengend
und es kostet nochmal
zusätzliche Energie.
Also nicht nur,
dass dir Energie ja generell fällt,
wenn einfach so ein
Energiedefizit da ist,
sondern also auch diese
mentale Freiheit,
die du ja letzten Endes
auch dadurch dir schon
zurückerobert hast.
und je mehr der Körper
so wird,
wie er eigentlich gedacht ist,
desto entspannter wird man
mit diesen ganzen Themen.
Ja.
Wo man so viel Angst hat vorher.
Gott,
wo soll das hin
und man muss die Kontrolle
abgeben und so.
Ja,
es wird alles einfacher.
Und das ist ja genau der Punkt,
weil warum wird es einfacher?
Weil Vertrauen entsteht.
Weil vorher,
und ich sage mal,
das war ja auch das,
was ich immer gemerkt habe,
ich denke so,
okay,
und ich kontrolliere das jetzt
und ich wusste aber ja auch,
dass ich das kontrolliere
und habe dann umso mehr
Panik bekommen,
wenn ich gewusst hatte,
ich kontrolliere es ja
oder ich lasse jetzt mal locker,
was passiert dann?
Und natürlich ist dann
erstmal was passiert,
aber der Punkt ist ja so dieses,
je mehr ich meinen Körper
habe leben lassen,
desto mehr habe ich auch
darauf vertraut,
hey,
der nimmt nicht endlos zu,
hey,
der will nicht endlos
sich von Kinderbueno ernähren,
das war eine Phase bei mir,
sondern hey,
der hat auch Bock wieder auf anderes,
hey,
der freut sich über Ruhe
und irgendwann kommt aber auch
der Impuls zu,
oder ich habe auch andere
Bewegungsformen auf einmal
lieben gelernt.
Also ich glaube,
ohne meine Recovery
hätte ich nie mit Yoga angefangen,
weil ich das total sinnlos fand,
weil da verbrennt man ja
keine Energie.
Gut,
kommt auf die Yoga-Form an.
Das sind so viele Dinge,
die einfach ja auch neu entstehen
und wo dadurch aber auch
das Vertrauen kommt,
aber eben erst
dadurch,
dass wir es erleben,
weil sonst bleibt es,
ich sage mal so,
die Angst vor der Angst
ist ja oft größer als das,
was eigentlich passiert.
Ja.
Und wir können es aus der Angst
halt nicht rausdenken.
Eben,
man muss es tun
und man muss es erleben
und man erlebt immer weiter.
Ja.
Ja,
und nicht so,
dass es nicht aufhört,
aber ich sage immer,
ich glaube manchmal zwischendrin
haben wir das schon
scherzhaft Ausbildung gelernt,
weil es geht ja,
also letzten Endes lernt man ja
wirklich auch Tools in diesen sechs Wochen,
die man auch weit über die Recovery hinaus
noch verwenden kann.
Gibt es was,
wo du sagst,
so hey,
das ist was,
was ich mir wirklich auch mitgenommen habe,
was du vielleicht heute noch nutzt?
Ja,
was mir sehr viel gebracht hat
und was mir,
was ich immer noch mache,
das ist der Gedanke,
wie möchte ich denn sein?
Also so bei Zukunft
ich mir immer wieder vorstellen.
Und da habe ich ein sehr klares Bild
und das,
wenn ich struggle,
irgendwie Probleme habe,
dann,
und ich daran denke,
das ist ja immer die Voraussetzung,
dann hilft mir das sehr,
weil ich möchte nicht
noch mit 80 Jahren
darüber nachdenken,
ob ich jetzt Abend essen soll
oder lieber nicht.
Zum Beispiel.
Oder diese,
für mich ist auch immer diese,
ah,
diese südländische Lebensart,
ne,
und man kocht
und man ist zusammen,
man hat irgendwie dieses,
in der Familie
und der ganze Garten
ist ein großer Tisch
und man hat Kaffee und Kuchen
und freut sich einfach aneinander
und isst auch dabei.
Also dieses,
ja,
was in,
vielleicht in Italien
und Frankreich
noch viel mehr ist,
was dieses...
La Deutsche Vita.
Genau,
genau,
La Deutsche Vita
und da sehe ich mich einfach,
ich esse ja auch so gerne
und ich esse auch gerne gut
und auch sinnlich
und das geht natürlich völlig verloren,
wenn man so viel kontrolliert.
Ja.
Und auch dieser Gedanke,
es ist nicht normal zu kontrollieren,
also wir werden ja wirklich dahin erzogen,
dass es normal ist,
gerade ab einem bestimmten Alter,
dann,
ach,
ja,
weil alle es machen,
weiß es nicht,
dass es normal ist.
Ja,
und das ist auch spannend,
also was ist eigentlich auch normal
und auch hier wieder dieses
und wie will ich eigentlich
in dem Ganzen auch sein,
weil das ist ja auch was,
was wir erstmal wiederentdecken dürfen,
also wer auch immer das jetzt gerade hört
und sich denkt so,
keine Ahnung,
nicht schlimm,
hatte ich auch nicht,
aber,
also dieses,
so,
dieses Gefühl wirklich,
wie will ich mich dann auch fühlen,
wofür mache ich das Ganze,
denn das ist ja auch ein wertvoller Anker,
um zu sagen so,
okay,
dafür bleibe ich jetzt auch dran
oder dafür nehme ich jetzt vielleicht
doch dieses Unwohlsein,
was aufkommen wird,
also ich bin ja sehr für Realität,
es wird kommen,
aber,
ich sag mal so,
auf das Leben gerechnet
und auf das,
was ja auch an Lebenszeit
dann noch übrig ist,
wie viel schöne Zeit
haben wir dann damit?
Also ich denke mal so auch,
ey,
und selbst wenn ich nur noch einen Tag
so hätte,
wie ich es heute habe,
ich würde es jedes Mal wieder machen.
Ja,
natürlich,
es sind ja auch,
man sprengt Grenzen
und das ist immer gut.
und gucken,
was ist denn in mir drin,
was will ich denn eigentlich?
Und auch,
genau,
das fällt mir jetzt auch noch ein,
was wir ja auch gemacht haben,
wie war ich denn früher?
Wie war ich denn als Kind,
als das alles noch kein Thema war?
Und da habe ich mir auch
viele Gedanken gemacht
und da war ich,
ja,
so allmählich werde ich wieder so,
muss ich sagen.
Ja,
weil,
und ich sag ja auch,
wir kamen ja alle,
oder wir haben das ja alle in uns,
wir haben es nur,
ja,
einfach aus unterschiedlichsten Gründen,
aus Schutzstrategien,
also wir haben ja einen guten Grund,
warum wir eben uns diesen Bild
letzten Endes auch,
ich sag jetzt mal fast,
also gesellschaftlich betrachtet zumindest,
auch unterworfen haben
oder gesagt haben,
okay,
alle sind so,
ich meine,
sie auch menschlich,
ich meine auch sich vergleichen
ist auf einer Ebene total menschlich,
weil das hat uns früher
unser Überleben gesichert
und da eben wirklich auch zu sich selber zurückzukommen
und jeder wird was anderes für sich finden
und das finde ich aber auch gerade
dieses Wunderschöne,
weil eine,
oder ich glaube,
so die größte Angst ist ja auch,
ja,
bin ich denn eigentlich ohne meine Essstörung,
gerade wenn die ihn,
oder,
ja,
oder auch ohne dieses Verhalten,
ohne zu kontrollieren,
ohne,
ohne das,
was ich halt gerade mache,
also auch wenn wir es nicht jetzt
mit einer Diagnose versehen,
wer bin ich einfach ohne das?
Und du bist ja durch diese Transformation
jetzt auch wirklich durchgegangen,
hast die durchlebt
und wie war es denn für dich
und was würdest du vielleicht jemandem sagen,
der gerade genau diese Angst spürt,
also diese,
ich muss doch jetzt was loslassen,
was eigentlich ich bin.
Ja,
also das ist ein ganz,
ganz wichtiges Thema,
weil also gerade wenn man so wie ich ja
sich damit schon viele,
viele Jahre identifiziert
mit so einem sehr dünnen Körper
und für mich war das
immer verknüpft mit Anerkennung
und das ist ja bei vielen so,
also dieses,
ich bin dünn,
ich bin diszipliniert,
ich bin erfolgreich,
so das,
das ist wichtig
und das,
das sichert mir mein Leben,
mein Überleben,
ist es ja letztlich,
wenn man das runterbricht
auf die,
auf die Anfänge
und damit habe ich mich identifiziert
und wir haben ja auch dieses Spiel gemacht,
was bist du für ein,
was könntest du für ein Tier sein,
oder was sind das für Eigenschaften,
die bestimmte Tiere haben,
mit denen man sich identifiziert
und das hatte ich vorher auch schon mal
und ich war immer ein Reh,
also die Kerstin ist immer Reh
und ich habe also dann in der,
bei Rediscover festgestellt,
ich bin überhaupt kein Reh,
also vielleicht ist da so ein Anteil in mir,
der ein Reh ist,
aber ich bin auch was ganz anderes,
ja,
ich bin irgendwie viel kraftvoller,
und nicht so scheue und schreckhaft.
Nee,
überhaupt nicht.
Das dann zu erkennen,
also man nimmt ja nicht nur eine Identifikation weg,
sondern man gewinnt ja auch eine neue
und vielleicht spielt ja eine echte Identifikation,
so will ich das jetzt mal nennen.
Wie würdest du dich dann heute beschreiben,
weil du hast gerade so ein bisschen angedeutet,
so früher warst du so die Dünne
oder die Disziplinierte,
wie würdest du dich heute beschreiben?
Also ich habe natürlich immer noch eine Disziplin,
aber ich würde sagen,
dass ich die nicht mehr gegen mich benutze.
Also ich weiß,
und wahrscheinlich alle,
die diesen Podcast hören
und diese Probleme haben,
haben Disziplin und eine unglaubliche Stärke
und nutzen sie aber gegen sich
und genauso gegen mir das auch.
Und ich lerne jetzt immer mehr,
sie für mich zu nutzen.
Und das ist toll.
Also die Eigenschaft an sich,
die geht ja nicht weg.
Und das ist das Schöne.
Wir verlieren nichts.
Wir dürfen das alles behalten.
Ja.
Wir dürfen es aber vielleicht neu nutzen lernen.
Genau, genau.
Und man muss tatsächlich,
also diese,
das ist so tückisch,
weil diese alte Identifikation,
das ist ja nicht nur ein Gedanke,
ein Gedankenspiel,
sondern das sind ja tief sitzende Emotionen,
die dann hochkommen.
Ja.
Die sind wirklich erstmal blöd.
Das ist Angst,
das ist Panik,
das ist irgendwie,
wie soll man es beschreiben noch?
Ja, Angst, Panik,
Ekel manchmal,
Sorge,
Traurigkeit.
Ja.
Und all das ist auch wichtig,
weil es ist einfach ein wirklich krasser Prozess.
Und wenn wir drinnen sind,
also ich meine rückblickend,
das zu betrachten,
ich sage mal,
ach, dann hätte ich das vorher gewusst,
dann hätte ich das ja gleich so gemacht.
Aber in dem Moment
fühlt es sich einfach auch anders an.
Und dann ist es natürlich auch,
also wie gesagt,
wir haben uns ja auch eine komplette Woche
auch damit gewidmet,
wie gehe ich denn damit um?
Weil ich sage mal so,
solche Verhaltensweisen dienen ja auch dazu,
solche Gefühle eben nicht fühlen zu müssen.
Und dann aber zu gucken,
wenn sie denn kommen,
weil sie werden kommen,
wenn wir sie unterdrückt haben,
wie gehe ich dann auch damit um?
Ist natürlich super wertvoll,
weil gerade auch da durchzugehen
oder das auch neu zu lernen,
was bedeutet das eigentlich vielleicht noch?
Oder wie kann ich es weniger bedrohlich sehen?
Oder wie kann ich auch mit meinem Körper arbeiten,
um dieses Gefühl eben auch zu transformieren letzten Endes
und wieder aus dem Körper rauszukriegen?
All das sind ja Möglichkeiten,
die wir,
ich sage mal,
die man,
also ich sage mal,
das sollte eigentlich in der Schule gelernt werden.
Das sollte so ein eigenes Schulfach sein,
ist es aber leider nicht.
Und das habe ich in meiner Recovery so gemerkt,
dass es einfach auch eine Riesenchance ist,
einfach nochmal Fähigkeiten zu entwickeln,
die man vorher nicht hatte
oder die man vielleicht vorher nicht so gelernt hat.
Aber das heißt ja nicht,
dass wir die noch nachholen können.
Und dann können wir unsere coolen Eigenschaften,
die wir ja haben,
für uns nutzen.
Absolut.
Und da hast du sowas Wichtiges gesagt,
dass man das eigentlich als Schulfach haben müsste.
Und da bin ich so,
das unterstreiche ich so dick,
weil es das Leben in allen anderen Fächern,
die man so haben könnte,
einfacher macht.
Dass man wirklich weiß,
wie man mit diesen Gefühlen umgeht.
Man muss sie nicht deckeln,
man muss sie nicht verdrängen.
Ja,
wir haben das alle
und wir haben alle unsere Themen
und wir dürfen das fühlen.
Und dann,
wenn wir es gelernt haben,
dann ist es viel einfacher.
Dann ist es gar nicht mehr so schwer.
Ja.
Und das ist es halt,
wenn uns das keiner beibringt,
dann ist es natürlich wahnsinnig bedrohlich.
Wenn wir es aber lernen,
und das ist ja auch das Schöne,
und das ist ja auch so ein,
ich glaube,
ganz viele Menschen denken so,
okay,
wenn ich dann so und so alt bin,
dann sollte ich das gelernt haben,
dann bin ich fertig.
Aber,
und das ist auch,
was ich an dir so schätze,
du hast so einen schönen Blick auf die Welt,
so dieses,
hey,
hier kann ich noch was dazu lernen,
so diese Neugier einfach auch.
Was kann ich denn noch an mir entdecken?
Was kann ich noch dazu lernen?
Und das Leben wird dadurch einfach nur reicher.
Absolut.
Ja.
Ja,
man wird selbstsicherer auch,
immer mehr,
weil man ja auch die Bestätigung kriegt vom Leben.
Ja,
genau.
Und dann kommt auch die Belohnung.
Genau.
Ja,
das waren sechs intensive Wochen,
und du hast dich ja,
nach Rediscover auch dazu entschieden,
deinen Weg noch in der Soul Group,
die ja letzten Endes daraus auch entstanden ist,
weil wir gemerkt haben,
so okay,
sechs Wochen gemeinsam,
das macht ja einfach auch was.
Und danach dann wieder allein zu sein,
ist natürlich auch irgendwie so ein bisschen doof,
weil,
ich sage es auch immer ganz ehrlich,
ich sage,
niemand ist nach sechs Wochen,
ja,
entweder seine Essstörung,
oder aber halt auch so Verhaltensweisen,
die einen vielleicht Jahre,
Jahrzehnte lang geprägt haben,
wir sind ja nicht nach sechs Wochen verschwunden.
Ich sage,
allein das Gehirn,
dass es sich neu programmiert,
brauchst schon so bei alltäglichen Gewohnheiten,
wie,
keine Ahnung,
ich stelle die Zahnpasta-Dose mal auf die andere Seite,
das kann schon mal 90 Tage dauern,
dass sich das neu programmiert hat.
Und Recovery ist ja nichts Geringeres,
als,
ja,
wirklich eine Identitätstransformation.
Also wir werden ja wirklich auch zu jemand Neuem
oder entdecken eigentlich,
wer wir wirklich sind
und das braucht einfach auch Zeit.
Und deswegen ist ja auch die Soul Group entstanden,
um eben zu sagen so,
hey,
ich kann einfach das,
was ich jetzt hier gelernt habe,
weiter anwenden,
ich kann es weiter üben,
ich bleibe in der Gruppe,
natürlich dann nicht mehr in so einer heftigen Intensität,
weil ich sage,
dieser Kickstart eigentlich auch am Anfang,
wo du wirklich erstmal alles Wichtige,
was du brauchst,
an die Hand bekommst
und dann aber in dem Rahmen auch weiter üben kannst.
Und ja,
du hast dich ja letzten Endes auch entschieden zu sagen,
okay,
ich bleibe da jetzt auch nochmal so ein bisschen
in diesem etwas lockereren Gruppensetting
der Soul Group,
bis ich mich wirklich sicher fühle,
was jetzt,
ja,
ein Jahr lang war.
Also insgesamt warst du,
glaube ich,
jetzt genau ein Jahr in diesem Prozess drin.
Warum war dir diese Fortsetzung damals wichtig?
Ja,
genau aus den Gründen,
die du gerade genannt hast,
das ist einfach viel zu wenig.
Sechs Wochen,
also einmal Fingerschnipsen
und dann ist es vorbei
und ja,
diese Punkte,
die dann,
die ich so angestoßen habe
oder wir angestoßen haben,
die brauchten einfach noch mehr Zeit
und ich weiß auch noch,
als dann,
ich glaube ich,
sechs Monate insgesamt dabei war,
da kam dann,
glaube ich,
vor Markus die Frage,
ja,
es ist jetzt,
genau,
ich hatte mich für sechs Monate entschieden,
dass ich sechs Monate weitermache
und als es dann vorbei war,
dann habe ich gedacht,
was?
Fortsetzung?
Kann doch nicht sein.
also es braucht einfach Zeit
und es ist sehr,
einfach sehr kostbar
und sehr gut,
sich diese Zeit auch zu nehmen
und das ist sehr gefährlich,
wenn man zu früh
dann wieder alleine ist,
also gefährlich in Anführungsstrichen,
dann,
weil man will ja einfach
das nicht verlieren,
was man aufgebaut hat
und das dauert
und das ist auch schön
und man erkennt noch ganz andere Dinge wieder
und neue Dinge
und alles festigt sich
so ein bisschen positiv.
Und es gibt ja auch viele Studien,
die eben auch zeigen,
dass so gerade das,
naja,
eigentlich so das allererste Jahr
so das kritischste ist,
wenn es auch um Rückfall geht,
das heißt,
es ist ja einfach auch wirklich
eine sehr gute Rückfallprävention.
Ganz genau.
Kannst du sagen?
Also zu Themen zum Beispiel wie Sport,
ich habe ja dann auch wieder angefangen mit Sport,
weil ich auch gemerkt habe,
mein Körper will das
und das ist einfach eine wichtige Sache für mich.
Dann aber dieses Slicky-Thema,
was macht der Mind,
dass man da noch die Gruppe hat,
um das zu besprechen
oder um eventuell dann nochmal
das neu in die Backschale zu legen
und auch die anderen zu hören,
wie machen die das jetzt mit dem Sport und so.
Also solche Dinge sind schon sehr wichtig.
Wirklich wichtig.
Und das ist ja auch genau der Punkt,
also ich sage auch immer bei einer Sportpause,
weil ich glaube,
viele kriegen auch so alleine bei dem Thema,
Sportpause, nein, Hilfe.
Ich habe ja auch damals so,
Gott, Panik,
weil ich mag das ja eigentlich,
naja, zu der Zeit mochte ich es eigentlich nicht mehr.
Ich dachte aber, ich mag es.
Heute mag ich es wirklich.
Und so dieses,
wie komme ich auch sicher wieder rein?
Wie kann ich einfach auch das,
was ich mir ja jetzt,
weil ich sage immer,
wir machen das ja nicht,
um dann nie wieder Sport zu machen
oder nie wieder, keine Ahnung,
irgendwas zu machen,
sondern wir machen es ja für die Freiheit
und zu der Freiheit gehört einfach auch dazu,
wenn wir vielleicht auf bestimmte Dinge
eine Zeit lang verzichtet haben,
um einfach auch erst mal,
ja, das im Gehirn,
also ich sage immer so im Gehirn,
ich wollte das auch immer entkoppeln,
diesen Drang zwischen Bewegung und Essen.
Ich darf nur essen,
wenn ich mich bewegt habe.
Ich kriege eine Panikattacke,
wenn ich krank bin
und mich nicht bewegen kann.
Ich wollte dieses Gefühl nicht mehr haben
und da dann aber wieder reinzukommen
und zu sagen,
so ist es jetzt schon sicher?
Woran merke ich das jetzt?
Und sich da einfach auch wieder noch begleiten zu lassen,
weil es ist einfach ein Prozess,
den ich beschreibe mit,
es wird einfach immer,
es gibt ja nicht Tag X,
wo man sagt,
so jetzt bist du vollständig recovered.
Aber so dieses,
es wird immer noch mal freier
und noch mal freier
und da einfach auch zu prüfen,
hey, bin ich noch auf dem richtigen Weg
oder schleicht sich da vielleicht
so von hinten rum was ein?
Das ist manchmal auch fies,
dass man so denkt,
nee, das bin jetzt ich,
die das will
und dann kommt hinten rum doch so ein,
ja, aber du solltest doch mal langsam wieder.
Das ist natürlich auch dann,
das unterscheiden zu lernen
und da einfach,
ja, also ich sage mal,
das ist ja auch das,
wo die gelebte Erfahrung
letzten Endes auch hilft,
weil ich natürlich auch weiß,
okay, wie ist das jetzt?
Was gibt es so für Warnsignale,
die ich damals selber bei mir
vielleicht auch übersehen habe,
wo ich jetzt aber helfen kann,
die viel früher zu entdecken,
dass es eben nicht in so einen,
jetzt geht es wieder zurück,
fällt,
weil wäre ja auch schade.
Was nicht heißt,
dass Rückfälle nicht auch mal dazugehören.
Dann sage ich ja,
dann nehmen wir halt nochmal Anlauf.
Genau.
Ja, und genau wie du sagst,
dass also zu wissen,
was dann so diese Fallen sind,
in die man tappen kann,
also eine ganz, ganz wichtige Sache für mich
war zum Beispiel,
mich nicht mehr zu wiegen
und das war eben sehr verbunden
auch mit dem Sport,
also ich habe mich nie
vorm Sport auf die Waage gestellt,
immer nach dem Sport.
Und jetzt wiege ich mich einfach nicht mehr,
Punkt.
und dann war das für dieses Sport-Thema
irgendwie auch besser.
Das war nicht mehr verknüpft so.
Und dass man weiß,
ich mache auf keinen Fall jeden Tag Sport mehr
und ich mache nur Sport,
wenn es passt.
Und dass man sofort merkt,
wenn wieder irgendein Zwangsgedanke kommt,
ach,
jetzt pausier mal wieder ein bisschen.
Also das lernt man dann aber genau,
wie du sagst,
durch das Leben und durch das Tun.
Ja.
Und ja auch diese Gedanken zu differenzieren,
auch zu erkennen,
so wer ist jetzt eigentlich was?
Das ist ja auch was,
was wir in Rediscover schon gleich in Woche zwei
schon sehr, sehr deutlich auch gemacht haben.
So dieses,
hm,
wer oder was ist da eigentlich gerade am Steuer
und was will denn ich?
Also ich,
die gesunde Kerstin,
die,
wie du vorhin so schön gesagt hast,
so hey,
als Kind,
da waren das ja überhaupt keine Themen.
Aber wie komme ich denn dahin wieder zurück,
dass ich diese Leichtigkeit
und diese Unbeschwertheit
einfach auch für mich wieder mitnehmen kann?
Mhm.
und jetzt hatten wir ja
Ja,
letztes Wochenende,
noch ganz frisch,
ich glaube,
wir sind beide noch so,
hatten wir ja auch unser erstes
persönliches Treffen der Soul Group,
nachdem die ja so ziemlich genauen
Jahr nach Gründung sozusagen.
Und
du hast ja auch so ein paar der Frauen,
die dich jetzt auf deinem Weg
auch mitbegleitet haben,
jetzt auch das erste Mal
persönlich kennenlernen durften
und wir uns natürlich auch,
was total cool war,
also aus meiner Sicht,
und hast dafür auch
echt eine lange Anreise
in Kauf genommen.
Wie war denn das Wochenende für dich?
Also jetzt wirklich so
aus diesem Online-Raum
mal rauszukommen
in dieses Persönliche.
Ja,
das war irre.
Also das war wirklich,
erst mal war ich,
ich glaube,
wir alle
total nervös,
also so freudig einfach.
Wie ist es denn jetzt,
wenn man sich wirklich mal umarmen kann,
so physisch
sich trifft
und
das war
auch die erste
Stunde,
man
sieht doch ein bisschen anders aus,
so im wirklichen Leben
als on-
Man ist so dreidimensional.
Ja, genau.
Also das ist wirklich so ein bisschen
ein Phänomen
unserer Zeit natürlich
und
das dann aber wirklich
ganz bewusst
zu erleben,
sich
wirklich zu treffen
und
sich wirklich
anders
nochmal nah zu sein
und nach dem
Ganzen,
also dieses
eine Jahr,
man öffnet sich ja wahnsinnig
und man weist doch
schon so viel
voneinander
und
das war,
das war wirklich,
wirklich irre,
also ganz,
ganz positiv
und
ein bisschen
Wolke sieben.
Das ist schön,
ja,
aber total.
Also da hatte ich
vorher so ein bisschen
natürlich Gedanken,
wie beäugt man sich
jetzt hier beim Essen
oder wie ist das denn jetzt?
Aber es war
total normal
und total schön.
Ja,
und das sind ja auch so Sachen
wirklich die,
weil auf einmal wird es so real
und so greifbar,
weil sonst sieht man sich
vielleicht eine Stunde
im Zoom
und dann macht jeder
so sein Ding
und ja,
es war halt wirklich,
ich meine,
es waren ja wirklich
24 Stunden insgesamt,
so Freitag
beginnend bis Samstag,
wo wir einfach alles
miteinander geteilt haben,
also wirklich von
Erlebnissen,
die wir gemacht haben,
von noch immer so kleinen
Coaching-Impulsen
bis hin,
aber auch einfach zu
Freizeit,
gemeinsam grillen,
essen gehen,
Kuchen essen,
auch unserem Aussichtsturm,
also solche Sachen
und natürlich,
also das fand ich so schön
auch so,
also gerade was die
Verbindungen angeht,
weil,
also ich finde,
es ist heutzutage
wahnsinnig schwierig,
wirklich eine Verbindung
mit Menschen aufzubauen,
weil ja kaum jemand
wirklich was von sich teilt.
Was wir in diesem
Recovery-Rahmen haben,
ist natürlich schon auch,
es ist ein sehr intimes Thema,
deswegen ist mir die Sicherheit
der Gruppe da auch
super wichtig
und dann,
dadurch,
dass man einfach ja auch
wirklich so viel,
ja weiß ich nicht,
von den anderen weiß,
was man vielleicht sonst
nicht so unbedingt bespricht,
teilweise vielleicht ja nicht
mal mit dem eigenen Partner
oder so,
weil es halt einfach Themen sind,
wo man merkt,
das können jetzt vielleicht
Menschen,
die diese Verhaltensweise
nicht haben,
gar nicht nachvollziehen
und die Gruppe aber schon
und da eben wirklich
auch zu merken,
so hey,
man trifft sich irgendwie,
also ich habe bei euch
wirklich,
bei jeder,
ich durfte euch
alle einzeln so
halb in Empfang nehmen
und das war echt so ein Gefühl
wie,
ich kenne euch einfach schon,
also das war wirklich
nur noch die physische Ebene
dazu,
jetzt endlich mal knuddeln.
Ja genau
und das ist tatsächlich
dann auch ein Geschenk,
was man empfangen darf
für dieses sich öffnen,
was wir ja tun
und diesen Mut
zu loszugehen
und dann zu merken,
oh ja,
wenn man sich öffnet,
dann kriegt man Geschenke.
Ja.
Wir gehören ja irgendwie,
wir sind ja Rudeltiere,
Ursprünglich ja.
Ja,
wir brauchen uns,
wir können eine Zeit lang
mal alleine gehen,
klar,
aber letztlich
ist es nicht möglich
für uns,
ganz alleine zu sein.
Naja,
oder wenn,
dann kommt es halt
mit einem hohen Preis,
weil das ist ja auch
genau das Gegenteil
von dem und wahrscheinlich
auch ein Grund,
warum vielen auch Gruppe
schwerfällt,
Essstörungen gedeihen
einfach in der Einsamkeit.
Und wie mit dem
Tauziehen Beispiel vorhin,
es ist einfach verdammt
schwierig für diesen
Essgestörten Anteil,
wenn dann noch
drei, vier, fünf, sechs
andere mit dir
an einem Strang ziehen
und das schafft natürlich
auch eine Verbindung,
weil du weißt,
hey, wir haben hier
irgendwie alle so
das gleiche Ziel,
vielleicht haben wir
unterschiedliche Ausprägungen
in Symptomen,
der eine hat vielleicht
eine Diagnose,
der nächste nicht.
Aber diese Gedanken
oder diese Gefühle
oder die Ängste,
die da sind,
also egal auch,
das ist ja auch in unserer
Gruppe so schön,
dass es wirklich gemischt ist,
weiß ich nicht,
dann zu merken,
hey, die anderen haben die
irgendwie auch vielleicht
eine andere Form
und aber durch das
drüber reden,
entsteht eben noch mehr
Nähe und Verbindung.
Ja, genau
und auch,
jeder ist anders,
jeder hat seine anderen
ganz individuellen Themen,
aber dennoch gibt es
da so viele Sachen,
die man ähnlich erlebt
und das ist dann teilweise
auch wirklich lustig.
Ja, und das ist ja so
das Witzige auch,
ich glaube,
Kerstin,
du hast mir jetzt
zu meinem Geburtstag
damals auch,
ich habe es so gefeiert,
hast du mir ja
Einhornkekse geschickt
zu unserer Einhornherde
und das finde ich
manchmal auch so witzig,
weil unsere Essstörung
erzählt uns ja dann,
ja, du bist die Einzige,
die das so macht
und du bist die Einzige,
und dann denke ich mir so,
ja, wir sind alle
besonders und individuell,
aber nicht in dem,
was hier diese
Essgestörten
Verhaltensweisen machen,
die sind irgendwie,
die sind gar nicht so kreativ,
wie wir denken.
Genau,
es ist fast manchmal
erschreckend banal,
wie ähnlich
wir alle so sind.
Ja,
und dann aber
jede wirklich so individuell
und das fand ich auch so schön,
euch einfach nochmal
auf dieser individuellen Ebene
auch kennenzulernen,
einfach zu merken,
hey,
da steckt so viel mehr
als diese Verhaltensweisen,
über die wir uns letzten Endes
zwar kennengelernt haben,
aber das,
was da dahinter noch liegt,
wirklich die Qualitäten,
die jeder Einzelne auch hat,
von Hobbys,
über Leidenschaften,
über, ja,
einfach auch Eigenschaften an sich,
die dann noch zum Vorschein kommen
und das alles so,
ja, so vier,
fünf,
sechs dimensional
Gefühl zu erleben.
Das ist einfach nochmal,
ja,
was ganz anderes gewesen.
Absolut,
absolut.
Und du hast ja,
wie gesagt,
für dich jetzt auch entschieden,
diesen Weg so alleine weiterzugehen.
Was hat dir diese Sicherheit gegeben?
Wo hast du so gewusst,
okay,
das ist,
ich kann das jetzt,
ich vertraue da jetzt drauf?
Einmal war es,
dass sich Themen
wiederholt haben,
die für mich,
die mich nicht mehr so getriggert haben,
wo ich dachte,
nee,
kenne ich jetzt.
Also das war,
dann wurde dann immer mehr
und dann habe ich gedacht,
ja,
ich bin noch nicht
vollständig recovered,
also so würde ich das jetzt nicht sagen,
aber doch an einem Punkt,
wo die Themen,
die kommen,
die kann ich alleine
beziehungsweise ich weiß,
dass ich dann ja auch immer wieder zurück kann,
oder das geht ja immer,
aber nee,
ich fühle mich,
ich fühle mich sicher damit,
ja.
Kannst du diese Sicherheit beschreiben?
Ja,
genau,
das ist genau die Frage gewesen eigentlich.
Also nicht schlimm.
Ja,
vielleicht ist es erst mal das,
was ich gewonnen habe,
dass das so groß geworden ist,
dass ich das so im Fokus habe,
also dass ich flexibler bin,
dass ich viel mehr Energie habe,
dass diese Gedanken,
mein Essen nicht mehr so da sind,
dass ich überhaupt keine Mahlzeit mehr auslaste,
dass ich esse,
was ich will,
ja,
ich habe mehr Energie für mich selber auch,
also nicht nur für die Dinge,
die ich im Außen machen muss,
ich erlaube mir mehr
und ja,
ich bin insgesamt entspannter
und ich kann,
also das,
was ich vorhin auch sagte,
wenn man also so allmählich,
wenn der physische Körper so ist,
wie man gedacht ist,
dann ist diese,
so eine innere Ruhe und Entspannung
viel größer
und das ist tatsächlich da bei mir
und das gibt mir diese Sicherheit
und ja,
dass ich auch das,
was ich mir vorgenommen habe,
glaube ich,
ganz gut bis hierher durchgezogen habe
und was nicht heißt,
dass nicht Themen wieder kommen können.
Genau,
und das ist ja auch nicht schlimm.
Ich sage immer so,
manchmal gucken wir ja auf den gleichen Busch
nur nochmal von einer anderen Ebene.
Genau, genau, genau.
Und das ist ja auch ein Teil des Lebens,
deswegen, ich sage auch immer so diesen Stempel von
fertig,
was ist schon fertig,
aber dieses Vertrauen auch
oder diese Fähigkeiten auch zu wissen,
so hey,
ich kann jederzeit mir wieder Unterstützung holen,
ich kann aber auch jetzt erstmal,
und das ist ja auch wie so Freischwimmen lernen,
so vom Planschbecken
oder vom Kinderbereich,
so in den offenen Ozeanen,
aber mit den Fähigkeiten,
die du eben hast,
du weißt jetzt,
wie du schwimmst,
du weißt,
wie du dich über Wasser hältst
und Wellen werden immer wieder im Leben kommen,
aber das ist ja genau das,
auch zu sagen,
so okay,
ich weiß,
wohin ich mich wenden kann,
falls doch nochmal was ist,
also auch nicht zu sagen,
ich muss da jetzt alleine durch,
weil ich habe ja jetzt gemacht,
ich darf aber,
also ich darf mir Hilfe suchen,
aber ich kann jetzt auch alleine gehen
mit den Fähigkeiten,
die ich einfach auch gewonnen habe.
Ja, genau.
Das heißt,
dein Leben hat sich auf einer Ebene schon auch,
also so alleine von der Struktur,
die du so von dem Zwang,
den du auch am Anfang beschrieben hast,
so ich muss jetzt Sport machen,
ich muss jetzt das machen,
wie sieht dein,
also wenn man es so kurz beschreibt,
oder wenn du darauf zurückschaust,
wie sieht dein Leben heute aus
im Vergleich zu einem Jahr,
also was kannst du jetzt vielleicht machen,
oder was ist jetzt vielleicht anders,
was damals noch undenkbar war,
also damals vor einem Jahr?
Ich glaube,
dass ich mir mehr erlaube,
dass ich diese,
also jetzt natürlich auf das Essen bezogen,
ganz klar,
aber auch sonst,
ich erlaube mir mehr,
das zu tun,
was mein Körper von mir verlangt.
Also auch Ruhe,
und so müßig gegangen,
da war ich nicht so gut drin,
seit meines Lebens,
und das geht jetzt viel besser.
Und das brauche ich auch,
das braucht jeder, ne?
Ja, nur sich das zu erlauben,
ist ja also gerade Ruhe.
Das war ja auch so ein Thema.
Ja.
Ja, und genau das ist echt,
also du bist wirklich gerade im Status,
ein Human Being wieder zu sein,
und nicht mehr nur ein Human Doing.
Genau, genau,
das ist super beschrieben, ja.
Voll schön.
Was würdest du denn deinem Ich
von vor einem Jahr sagen,
das gerade überlegt,
erstens überhaupt ins Coaching zu gehen,
und dann nochmal Gruppe oder eins zu eins?
Nee.
Also ich glaube,
aus dem Gespräch ist recht deutlich geworden,
dass ich auf jeden Fall sofort da Ja sagen würde nochmal,
und auch sofort in die Gruppe gehen würde,
und aus den ganzen genannten Gründen,
dass erst mal sogar dem eins zu eins vorziehen würde.
Was nicht heißt,
dass ich generell das nicht machen würde,
eins zu eins.
Also es kann auch durchaus passieren,
dass ich dich nochmal anspreche,
habe ich glaube ich auch schon,
und frage,
das ist ja überhaupt kein,
genau wie ein Musiker,
der dann doch nochmal wieder Unterricht nimmt.
Warum?
Also das schon,
aber ich würde die Gruppe,
vielleicht sogar,
das ist ja in deinem Konzept auch drin,
so beides,
das kann man ja auch machen,
eins zu eins und Gruppe,
aber niemals mehr auf die Gruppe verzichten wollen.
Ich auch nicht tatsächlich,
und ich war ja selber so jemand,
die gedacht hat,
Gruppe und ich weiß nicht,
weil ich mich selber auch nie in Gruppen wohl gefühlt habe,
und gleichzeitig hat das aber auch dazu geführt,
dass ich gesagt habe,
nee, und ich will hier einen Raum schaffen,
in dem ich mich auch wohl fühle,
und sich andere eben einfach auch wohlfühlen können.
Und also ich denke auch,
also zu sehen,
was das wirklich auch macht,
also gerade eben diese Gemeinschaft
und was daraus entsteht,
also ich bin so froh,
dass ich mich damals selber überwunden habe
und gesagt habe,
okay, ich habe zwar Respekt davor,
aber ich mache das jetzt,
weil, und das ist schön gesagt,
ich sage mal,
in Rediscover habe ich ja auch alles reingepackt,
was wir eh im Eins-zu-eins-Coding
immer gebraucht haben.
Das sind alles Sachen da drin,
die ich sonst mit jedem Einzelnen gemacht habe,
wo ich gedacht habe,
das macht ja echt überhaupt keinen Sinn,
auf einer Ebene,
das alles jetzt so von Woche zu Woche
einzeln zu machen,
wenn man das gemeinsam machen kann
und eins zu eins ist dann super,
um zu sagen,
okay, und jetzt justieren wir einfach
nochmal ein bisschen nach
oder hier ist vielleicht nochmal
ein ganz individuelles Thema
oder eher so ein Identitätsthema,
was dann noch mit aufgeploppt ist,
wo man nochmal nachjustieren kann.
Aber es geht trotzdem insgesamt
deutlich schneller natürlich,
wenn man die Grundlagen erstmal
in so kurzer Zeit,
es gibt keinen effektiveren Weg,
das zu machen
und auch keinen günstigeren letzten Endes.
Deswegen, ja, so eine Kombination.
Wir haben auch noch was vergessen,
was natürlich der Wahnsinn auch ist,
ist dieses zwischen den Treffen,
die wir hatten,
dass wir eine Gruppe haben,
wo wir uns immer austauschen können.
Ja.
Egal, ob Heiligabend
oder Ostersonntag.
Man kann da immer irgendwas,
was einem jetzt gerade wichtig ist,
schreiben
und von der Seele schreiben
und meistens kriegt man dann auch
sofort von irgendjemandem eine Antwort
oder einen Kommentar
und das ist so wertvoll.
Ja, das ist,
also schön, dass du es auch sagst,
weil das ist genau dieses,
du bist halt nie alleine.
Das ist ja oft auch so,
weiß ich nicht,
auch so in Therapien oder so,
dann hat man vielleicht eine Sitzung gehabt
und dann sieht man den Therapeuten
zwei Wochen nicht mehr,
auch wenn man Glück hat,
manchmal auch drei.
Und dazwischen ist man so alleine.
Das ist hier halt gar nicht der Fall.
Und egal, was es ist,
sei das jetzt ein,
man struggelt gerade
oder man hat vielleicht aber auch
gerade einen Erfolg,
also egal was
oder einfach nur eine Frage,
einen Gedanken,
der auftaucht,
man ist halt nie alleine damit.
Ja.
Was wäre denn dein größter Wunsch
für die Frauen,
die gerade überlegen,
ob sie,
ja, jetzt in dieser Runde auch,
ist ja nur einmal dieses Jahr,
ob sie an Rediscover 2025
teilnehmen sollen oder nicht,
weil ich weiß,
da ist ja so,
du hast es am Anfang auch schon
beschrieben,
diese Ambivalenz von,
ja, nee, schaffst du auch alleine,
brauchst du nicht,
du hast schon so viel gemacht,
was wirst du denen sagen
oder was wäre dein Wunsch
für sie vielleicht?
Also, ich weiß,
das habe ich vorhin auch schon mal
angedeutet,
dass Frauen mit einer
restriktiven Essstörung
wahnsinnig stark sind,
weil sonst könnten sie
das überhaupt nicht
so durchhalten.
Absolut.
Also da zeigt sich die Stärke
und es ist aber schade,
dass man diese Stärke
auf diese Art und Weise
nutzt,
in meinen Führungsstrichen
und mir würde es wünschen
für alle Frauen dieser Welt,
dass sie ihre Stärke nutzen
für das,
wofür sie eigentlich gemacht sind
und das,
was sie tun wollen
und ich weiß,
dass wenn man sich irgendwie
ständig ums Essen kümmert,
gedanklich oder tatsächlich,
dass da so viel Energie
weggeht einfach
von dieser Stärke
und wenn man dann
auch noch körperlich
so runtergefahren ist,
bleibt sowieso keine Energie mehr
und der Wunsch für mich ist,
dass diese Energie
wieder kommt
für die ganz wichtigen Dinge,
die diese Welt braucht.
Wunderschön.
Also wirklich,
hätte ich jetzt auch
nicht schöner sagen können,
weil das ist genau das.
Also ich sage immer,
ohne diese Hintergründe
da zu haben,
das ist,
also das schaffen nur
verdammt starke Menschen
und das eben wirklich
für sich auch zu verwenden
und rauszubringen
und ich sehe das ja nun
wirklich auch seit fünf Jahren,
was da für krasse Frauen
wirklich sind,
also wirklich Potenzial,
was so gedeckelt war,
was die Welt einfach braucht
und vielleicht,
wenn du jetzt gerade
das hörst,
denkst du,
ne weiß ich nicht,
was das bei mir sein soll,
das hätte ich nämlich
damals gesagt
und zu sehen,
was da gekommen ist,
wovon man einfach auch
ja keine Ahnung hat,
weil deswegen deckelt man
das ja auch,
also erlebe ich manchmal
auch so diese Angst
vor dem eigenen Licht auch.
Darf ich das vielleicht auch?
Darf das scheinen?
Und das eben wirklich auch
wachsen zu lassen
und auch Menschen zu haben,
die dich wachsen sehen wollen,
dich in Räume zu begeben,
wo du wachsen kannst,
wachsen möchtest,
vielleicht auch erst mal entdeckst,
was ist da eigentlich noch,
was bisher so gedeckelt ist,
weil ich sehe es ja wirklich
bei jeder Einzelnen.
Die Erststörung ist nicht das,
was besonders macht,
aber das,
was darunter liegt,
das,
was sich da entwickelt,
wenn das alles freigelassen wird,
in die Welt gelassen hat,
das ist so,
so,
also so kraftvoll
und so schön.
Also ich bin wirklich,
ja,
es ist einfach,
das ist ja auch der Grund,
warum ich das mache,
weil ich einfach wirklich
Frauen in ihrer Kraft
wirklich wachsen sehen will,
strahlen sehen will
und ja,
einfach dieses Licht,
was sie haben,
auch in die Welt bringt.
So wie bei dir ja auch,
du hast ja auch so viel,
was du da in die Welt bringst,
wie du,
also deine Art und all das,
auch wenn man dich persönlich kennt,
das ist einfach so herzlich,
so,
ach so,
einfach so angenehm,
okay,
ich kann dich schon wieder drücken,
online.
Vielen Dank.
Ja.
Das ist einfach,
ja,
das ist einfach besonders
und es ist so schade,
wenn das nicht rauskommt.
Ja,
genau,
es ist schade,
wenn es nicht rauskommt
und es erfordert aber natürlich
erstmal das Aushalten dieser Lehre,
wenn dieses,
das haben wir auch schon gesprochen
und deswegen kann ich nur sagen,
geht,
macht Rediscover,
geht diesen Schritt,
diesen ersten Schritt
und dann kann man eh nicht mehr umkehren.
Kann man zwar,
will man aber irgendwann nicht mehr.
Will man nicht mehr,
genau.
Können tut man immer,
das sage ich auch immer,
aber das ist genau der Punkt
und ich glaube auch
ein wunderschönes Abschlusswort,
wirklich,
jeder darf jederzeit zurück,
jeder darf aber auch jederzeit
einen Schritt nach vorne gehen
und du selber,
also wenn du das gerade hörst,
entscheidest,
welcher Schritt ist für mich gerade dran,
wo gebe ich mir vielleicht
auch so einen kleinen Mutvorsprung,
auch wenn dann ein Teil von mir sagt,
nee,
mach nicht,
das ist ja genau der Grund,
warum wir uns erst recht machen,
ja,
vielleicht wirklich auch machen sollte,
ich sage,
er selten sollte,
aber um eben wirklich den Anteil,
der sagt,
hey,
ich will ihm einfach nur zu helfen,
ihm diesen kleinen Schubs zu geben,
weil dann wird er auch mitgetragen,
aber manchmal braucht er so diesen,
diesen kleinen,
hey,
jetzt geht's los.
Ja,
genau und diesen Schubs,
den kannst du so unglaublich gut geben
mit deiner Empathie
und deinem Wissen,
so wie du bist
und ich kann das nur jedem ans Herz legen,
das wirklich zu tun,
weil,
ja,
du bist einfach eine wunderbare Frau
und Coach,
macht man das,
Coachin,
Coachin,
ich gendere das nicht,
aber vielen Dank.
Ja,
und wie gesagt,
also ich mache die Tür auf,
jeder Einzelne entscheidet,
gehe ich da durch
oder gehe ich da nicht durch
und alles ist okay
und du bist auch okay,
also wenn du das hörst
und überlegst,
wo es gerade ist
und ich vertraue da einfach auch darauf,
so wie bei dir jetzt auch,
Kerstin,
dass jeder das wirklich
in ihrem Tempo auch findet
und letzten Endes hat sich
jeder Mutsprung bezahlt gemacht,
also das ist halt wirklich auch was
und ich bin so dankbar auch,
dass wir uns so über diesen Weg
auch kennengelernt haben,
weil es macht das Leben einfach
so viel reicher
und ich danke dir,
dass du uns heute
so in deine Erfahrungen
auch mitgenommen hast,
dich auch getraut hast,
deinen Weg hier zu teilen,
aber auch deine Learnings
und ja,
einfach vielen Dank,
dass du hier gewesen bist.
Sehr gerne.
Danke dir auch,
liebe Romy.
Vielen Dank,
dass du dir Zeit
für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe,
diese Folge hat
einen kleinen positiven Unterschied
in deinem Tag gemacht.
Mit deiner Fünf-Sterne-Bewertung
kannst du genau diesen Unterschied
auch im Leben anderer
lebensvoller Frauen bewirken,
die diesen Podcast
noch nicht gefunden haben
und sich ebenfalls
nach einem Leben
in Freiheit
und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen
und freue mich,
auf Instagram
mit dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du
in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
Bis zum nächsten Mal.
Bis zum nächsten Mal.
Bis zum nächsten Mal.
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