Romys Recovery RealiTea

Romy Hörbe

#25 Ich musste zunehmen, um die Angst vor der Gewichtszunahme zu verlieren

Was wirklich hinter dieser Angst steckt – und wie du trotzdem heilen kannst

01.10.2025 32 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Episode spreche ich über eines der größten Hindernisse auf dem Recovery-Weg: Die Angst vor Gewichtszunahme. Ich teile radikal ehrlich meine eigene Geschichte – was wirklich hinter meiner Angst steckte (Spoiler: Es ging nie ums Gewicht), wie mein dünner Körper mir Dinge gab, die ich nirgendwo sonst fand, und warum ich durch Zunehmen selbst die Angst verloren habe. 

Die Angst vor Gewichtszunahme – sie ist real, sie ist berechtigt, und sie war 20 Jahre lang meine größte Bedrohung. Heute sitze ich 15-20 Kilo schwerer in Dubai und muss lächeln über diese Ironie: Meine größte Angst wurde zu meiner größten Befreiung. 
 
Ich werde dir nicht sagen, dass deine Angst unbegründet ist. Ich werde dir nicht versprechen, dass nichts passiert, wenn du zunimmst. Aber ich erzähle dir heute meine ungefilterte Geschichte – was wirklich hinter meiner Angst vor Gewichtszunahme steckte und wie ich es geschafft habe, trotz dieser Angst Schritt für Schritt meinen Weg in die Freiheit zu gehen. Denn verrückterweise war meine Angst vor der Gewichtszunahme viel schlimmer als die Zunahme selbst. 
 
In dieser Episode erfährst du: 
  • Warum "lieber zu dünn als zu dick" mein Mantra war – und was der dünne Körper mir wirklich gegeben hat
  • Die schmerzhafte Wahrheit: Was meine Angst vor Gewichtszunahme wirklich verdeckt hat (Spoiler: Es ging nie ums Gewicht)
  • Wie mein ausgemergelter Körper zum Hilferuf in Dauerschleife wurde – und warum ich Angst hatte, ihn loszulassen
  • Der Wendepunkt: Wie ich durch Zunehmen selbst die Angst vor der Zunahme verloren habe
  • Was wirklich passiert, wenn du zunimmst – die ungefilterte Realität ohne Beschönigung, aber mit Hoffnung
Diese Episode ist für dich, wenn:
  • Du weißt, dass Gewichtserholung Teil deiner Heilung ist, aber die Angst dich lähmt
  • Du dich fragst „Wer bin ich ohne meinen dünnen Körper?“ – und Angst vor der Antwort hast
  • Du spürst, dass deine Angst vor Gewichtszunahme noch etwas Tieferes verbirgt, aber nicht weißt was
  • Du bereit bist, die Angst mitzunehmen auf deinem Weg – weil sie vorher nicht weggeht
Wenn du merkst, dass hinter deiner Gewichtsangst noch eine andere Angst liegt – die Angst unsichtbar zu werden, nicht mehr umsorgt zu werden, oder deine Identität zu verlieren – dann bist du nicht allein.

Im 1:1 Coaching schauen wir gemeinsam hin: nicht nur auf die Oberfläche, sondern darauf, was wirklich darunter liegt.

Alle Infos zu meinen Coaching-Angeboten findest du auf: romy-hoerbe.de/

Du willst erstmal reinschnuppern? Mein „Find Your SATT-isfaction“ Online-Kurs behandelt auch die Angst vor Gewichtszunahme – in deinem eigenen Tempo.

Schick mir deine Fragen: per Instagram oder Mail – es gibt nichts, was zu peinlich, zu verrückt oder zu beängstigend ist.

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Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
Neue Episode jeden Mittwoch um 6 Uhr

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Meine Ausbildungen
  • CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
  • Zertifizierter Systemischer Coach (Coaching Akademie Weimar-Wiesbaden)
  • Identity Transformation Coach (All In Academy Jackie Sharon Tamblyn)

Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.

Transkript

Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality. Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered. Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität. Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun. Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst. Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat. Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierter Recovery Coach. Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken, wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann. Hallo und schön, dass du wieder dabei bist. Ja, ich musste gerade ein bisschen schmunzeln, denn tatsächlich sehe ich gerade ungefähr genauso aus, wie auf dem Podcast-Bild. Mit Handtuch auf dem Kopf und in dem Bademantel gehüllt. Denn wir gehen jetzt gleich zum Abendessen. Ich sitze ja gerade wieder in Dubai zwischen gepackten Koffern, denn morgen wechseln wir mal wieder unser Hotel. Und bevor ich das aber tue, wollte ich auf jeden Fall für dich diese Podcast-Folge noch aufnehmen, denn im Moment läuft ja auch mein Gruppencoaching Rediscover. Und eine der wohl häufigsten Ängste, die mir auch dort begegnet, aber eben nicht nur dort, sondern auch auf Instagram ist immer wieder die Angst vor der Gewichtszunahme. Und mir ist irgendwie aufgefallen, dass ich darüber noch gar nicht so richtig gesprochen habe. Und deswegen möchte ich mit dir über dieses, ja, wahrscheinlich eines der größten Hindernisse auf dem Weg in die Freiheit sprechen. Und ich habe mir so gedacht, also als ich so in dieses Thema eingetaucht bin, ja, wie war das denn eigentlich? Wie bin ich denn damals damit umgegangen? Und während ich so darüber nachgedacht habe, sind mir ein paar sehr wertvolle Learnings aufgefallen. Und ich hoffe sehr, dass sie auch dir helfen, dir vielleicht ein Stück weit auch die Angst nehmen können und dir helfen, dich nicht von dieser Angst auf deinem Weg in die Freiheit aufhalten zu lassen. Und ich weiß, wie tief verwurzelt diese Angst letzten Endes auch ist, denn selbst ich dachte 20 Jahre lang, dass Zunehmen das Schlimmste ist, was mir passieren könnte. Mein Mantra war, lieber zu dünn als zu dick. Und jedes Kilo weniger war so ein, ja, wie so ein Sicherheitspuffer eigentlich. Also letzten Endes eine Versicherung gegen meine größte Angst. Doch das Verrückte ist, dass egal wie groß dieser Puffer war, also ich hatte mir immer so ein Limit gesetzt und dachte immer so, ja, lieber ein bisschen Puffer zu dieser Zahl, also so dieses Maximumgewicht. Und egal wie groß der Puffer zu dieser Zahl war und irgendwann wurde der nach unten versetzt, als ich gemerkt habe, oh, ich habe ja weniger gewogen. Die Angst wurde nicht kleiner, im Gegenteil. Und heute sitze ich hier 15 bis 20 Kilo schwerer als damals. Also minimum, ich habe keine Ahnung, was ich wege, wie gesagt. Trinke hier meinen Tee in Dubai und muss tatsächlich echt lächeln über diese Ironie und denke mir so, ey, also ich hätte es ja selber nicht geglaubt, aber meine größte Angst wurde wirklich zu meiner größten Befreiung. Und das Wichtigste ist, weil wir oft sagen die Menschen, oh, du musst keine Angst haben, oh, das ist doch nicht schlimm und oh, das sieht doch aber besser aus und ne, ne, ne. Ja, ich werde dir nicht sagen, dass deine Angst unbegründet ist. Und ich werde dir auch nicht sagen, hey, wird schön oder denk einfach positiv oder es wird nichts passieren. Doch, wenn du dein Gewicht bisher unterdrückt hast mit essgestörten Verhaltensweisen und du nicht in deinem persönlichen gesunden Gewichtsbereich bist, dann wird höchstwahrscheinlich etwas passieren, wenn du dich dafür entscheidest zu heilen, frei zu werden und deinen Körper leben zu lassen. Aber ich will dir jetzt gar keine noch größere Angst machen. Und stattdessen erzähle ich dir heute meine ungefilterte Geschichte, was wirklich hinter meiner Angst steckte und wie ich es natürlich vor allem geschafft habe, trotz dieser Angst Schritt für Schritt meinen Weg in die Freiheit zu gehen. Denn verrückterweise war meine Angst vor der Gewichtszunahme viel schlimmer als die Zunahme selbst. Aber lass uns beim Anfang beginnen. Also, auch für mich war wie gesagt meine Gewichtszunahme lange Zeit das Schlimmste, was ich mir hätte vorstellen können. Und 13 meiner 20 Jahre mit meiner Essstörung war ich ja im Normalgewicht. Mal eher am oberen Ende und mal eher am unteren. Also, ich bin durchaus auch durch einige Schwankungen gegangen. Und deswegen war ich geradezu dankbar, als ich durch die Orthorexie und den Sportzwang endlich einen Weg gefunden hatte, irgendwie dauerhaft zu dünn zu bleiben. Und wie gesagt, lieber zu dünn als zu dick war ja mein Motto. Und jeder Puffer nach unten, also je umso mehr ich von dieser oberen Zahl entfernt war, gab mir ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle. Und umso größer war natürlich auch meine Angst während der Recovery wieder zuzunehmen. Und nicht zu wissen, als hätte ich das vorher gewusst. Nee, hätte ich es wahrscheinlich auch nicht gemacht. Aber dieses Nichtwissen, wann und bei welchem Gewicht mein Körper wohl stehen bleibt, das hat mich fast wahnsinnig gemacht. Weil das ist halt einfach mal das Gegenteil von Kontrolle. Dafür hat es Vertrauen gebraucht. Und auch ich dachte, so wie du vielleicht jetzt auch, dass die Gewichtszunahme nie aufhört und die Leute mich darauf ansprechen oder sogar dafür verachten oder verurteilen würden. Und auch wenn ich selber erstaunlicherweise nie echte Diskriminierung wegen meines Gewichts erfahren habe, war die Angst davor immer riesig. Und ganz ehrlich, Medien und Kommentare auch meines Umfelds über andere dicke Menschen haben gereicht, um mir das Bild zu vermitteln, dass es nichts Schlimmeres gibt, als zuzunehmen. Und Aussagen wie die von Kate Moss wie Nothing tastes as good as skinny feels und You can never be too thin or too rich haben natürlich dann ihr Übriges getan. Und auf einer Ebene hatte ich es mit meiner letzten Phase der Essstörung natürlich irgendwie geschafft, den Kot zum Dünnsein zu knacken. Und rückblickend wäre ich mit meinem Verhalten und meinen Denkweisen von vor sieben Jahren, glaube ich, jetzt auch das perfekte Aushängeschild für die Skinny Talk Bewegung gewesen. Also hätte es die damals gegeben, ich glaube, ich wäre die Anführerin und die Queen davon gewesen. Wenn du mehr wissen möchtest, was Skinny Talk ist, dann höre gerne auch mal in Podcast Folge 4 rein. Da habe ich mich, ja, ich glaube auch ausreichend genug darüber ausgelassen. Aber wirklich, also rückblickend denke ich mir so, uiuiui, Gott sei Dank, war das damals noch nicht so ein Thema und habe ich nicht noch mehr Schaden angerichtet, indem ich eben auch andere Menschen da mit reingezogen habe. Und um gesund zu werden und mir ein Leben aufzudappen bauen, indem ich eben auch frei bin von Ängsten, von Zwängen und ständigen Schuldgefühlen, musste ich dem Gedanken der Gewichtszunahme ins Gesicht sehen. Weil wenn ich mein Gewicht unterdrücke und zur Heilung Gewichtszunahme gehört, dann geht es einfach nicht ohne. Denn leider eine Hard Truth, wenn wir unser Gewicht unterdrückt haben, sei das mit zu wenig Essen, mit Sport, mit Erbrechen, mit Apfelmitteln und Co., dann können wir nicht gesund und vor allem frei werden, wenn wir diese Verhaltensweisen nicht loslassen. Das ist wie, oh ja, ich möchte Antialkoholiker werden, aber auf mein Glas Wein will ich nicht verzichten. Sehr schwierig. Und wenn wir sie loslassen, dann hat der Körper die Chance, zu seinem ganz natürlichen Gewicht, also seiner Set Range, das ist nicht Eingewicht, sondern wirklich eine Spanne, zurückzufinden. Das bedeutet, in den allermeisten Fällen und besonders, wenn der Körper unter seiner natürlichen Set Range ist, ist eine Zunahme eben das, was sich nicht verhindern lässt. Und das zu akzeptieren, war überhaupt erst mal der erste Schritt auf meinem Weg zum Körperfrieden. Denn ich hatte gar nicht den Anspruch, meinen Körper zu lieben, so wie es eben auch die Body Positivity Bewegung, in der ich auch in der nächsten Folge nochmal eingehen werde. zu der Zeit propagiert hat, die übrigens auch nicht die echte Body Positivity Bewegung ist. Und ich wollte einfach nicht mehr bekämpfen, also meinen Körper nicht mehr bekämpfen. Ich wollte ihn annehmen, wie er in seiner gesündesten Form ist und möglichst wenig Fokus mehr auf ihn haben. Deswegen finde ich tatsächlich auch den Ansatz der Körperneutralität viel, viel hilfreicher. Ich habe auf meinem Blog auch einen Beitrag dazu, einfach mal in der Suche Körperneutralität eingeben, wenn dich das interessiert. Und das war wirklich eine neue Haltung, beziehungsweise ein neuer Ansatz, der mir sehr geholfen hat. Und meine finale Beheilung begann letztendlich mit einer Erlaubnis. Ich habe mir gedacht, ich möchte meinen Körper leben und selbst entscheiden lassen, wo er sich am wohlsten und am sichersten fühlt. Denn genau das ist doch sein Job. Genau dafür ist er ja da. Nur irgendwann haben wir irgendwie gedacht, wir müssen mit unserem Kopf dagegen steuern und diesen Job übernehmen. Nee, das ist nicht der Job des Kopfes, sondern der Job unseres Körpers. Und der macht den, wenn wir ihn nicht stören, auch verdammt gut. Und auch mein innerer Trotzkopf hat sich auf diesem Weg als sehr hilfreich erwiesen. Denn ich wollte auch kein Teil mehr einer Gesellschaft sein, in der Frauen sich klein halten, weil sie denken, sie müssten einem gesellschaftlichen Ideal entsprechen. Ich dachte, wenn ich mir die Erlaubnis gebe, gesund zu werden und meinen gesunden Körper zu finden und diesen zu akzeptieren, hilft es möglicherweise auch anderen Frauen, ihren Körper leben zu lassen und das Gleiche zu tun. Und der kleinere Bell in mir, der wollte diese fettphobische Gesellschaft einfach nicht mehr mitfüttern, weil ich konnte selber meine Gedanken nicht leiden. Ich mochte nicht, wie ich über dicke Menschen gedacht habe, weil ich gedacht habe, ey, wer bist du denn? Du bist doch gar nicht so ein Mensch. Du bist doch eigentlich voll empathisch und akzeptierst jeden Menschen und hast super viel Mitgefühl. Aber hier, also deine Gedanken, nee, also das geht gar nicht. Also ich wollte wirklich nicht mehr so denken. Und auch wenn ich, und das muss ich anerkennen, jetzt, also rückblickend kann ich das natürlich sagen, in einem gesellschaftlich akzeptierten, normschönen und privilegierten Körper recovered bin, ist es mir doch wichtig, also mir ist wichtig, das anzuerkennen, weil nicht jeder recovered in einen, ja, weiß ich nicht, in den von unserer Gesellschaft als normal empfundenen BMI. Auch ein mehrgewichtiger Körper ist oder kann ein gesunder Körper sein, wenn das deine normale Form ist. Und deswegen werde ich auch nicht sagen, nein, du wirst nicht dick werden. Du, ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Wenn du vielleicht gar nicht dafür gebaut bist, sehr dünn zu sein oder wenn du vielleicht auch gar nicht ins Untergewicht gekommen bist, weil dein Körper einfach anders gebaut ist, wie gesagt, es gibt wahnsinnig viele magersüchtige in mehrgewichtigen Körpern, die innerlich verhungern, dann werde ich dir nicht sagen, du wirst nicht dick werden. Ich weiß das nicht. Das werde ich mir nicht anmaßen, weil auch damit füttere ich wieder diese fettphobische Gesellschaft. Und ich habe tatsächlich auch öfter Kommentare bekommen, dass es anderen Frauen leichter fallen würde, sich für die Recovery zu entscheiden, wenn sie wüssten, dass sie in meinen Körper recovern würden. Ja. Ich habe bei mir auch schon anhören dürfen, dass manche Frauen auf gar keinen Fall so dick werden wollen wie ich. Und das nehme ich noch nicht mal jemanden übel, denn ich hätte damals dasselbe gesagt. Also hätte ich gewusst, dass mein Körper hätte ich mir gedacht, nee, das ist mir viel zu viel. Ich hätte es damals aber auch noch verschobener gesehen. Und egal wie, jede von uns wird, wenn sie es zulässt, in ihren ganz individuellen, gesunden Körper recovern. Und auch wenn er vielleicht nicht unserem eigenen oder dem gesellschaftlichen Ideal entspricht, so geht es doch genau darum, dass wir den inneren Frieden damit finden und nicht mehr gegen uns selbst, unsere Genetik und unsere gesündeste Form ankämpfen. Das heißt nicht, dass wir uns nicht wünschen dürfen, anders auszusehen oder eine andere Figur schön zu finden. Aber es bedeutet anzunehmen, was ist und unseren Körper nicht mehr zu misshandeln, nur damit er diesem Bild entspricht. Also ganz ehrlich, auch ich hätte gerne weniger Zellulite, so heißt das schöne Wort, einen weniger weichen Bauch und längere wirkende Beine und dass sie sich gerne nicht berühren. Aber ich würde heute nichts mehr tun, was meinem Körper oder meine Seele verletzt, um dieses Ideal zu erreichen. Denn selbst wenn wir den dünnsten oder perfektesten Körper hätten, macht uns das nicht glücklicher oder zufriedener und schon gar nicht mit einer Essstörung im Kopf. Denn für sie gibt es kein Dünn genug. Ich weiß das, weil ich habe es ausprobiert. Denn ich hatte auf einer Ebene bereits alles. Nahezu keine Zellulite, eine Thigh-Gap, dünne Beine, einen flachen Bauch ohne Fett. Aber ich war auch zu keiner Zeit meines Lebens so kritisch mit mir selbst wie an diesem Punkt. Also auch das hat nicht gereicht, weil ich mit mir selbst nicht im Reinen war und mich für diesen Körper behandelt habe wie meinen ärgsten Feind. Und gerade zu dieser Zeit war die Angst vor der Gewichtszudame auch am größten. Denn ich wusste, dass dieser Körper das Ergebnis von Druck, Strenge und Härte war. Und damit auch nur geburgt, solange wie ich meine zwanghaften Routinen eben folgte und ihn genau so behandelte. Mir war bewusst, wie sehr ich ihn unterdrückt habe. Und jedes Abweichen von meinen strengen Routinen bedeutete auch den sofortigen Verlust. Ich erinnere mich noch, ich hatte eine Jeanshose, es war so eine weiße mit schwarzen Streifen von Maisons Scotch oder so. Die habe ich geliebt. Und jedes Mal, wenn ich die ausgezogen habe, habe ich mich von ihr verabschiedet. Und jedes Mal beim erneuten Anziehen habe ich gebetet, dass sie noch passt, weil ich innerlich immer wusste, hey, diese Jeans ist nicht für dich gemacht. Und ich dachte lange Zeit, dass es mir mit dieser Angst vor der Gewichtszunahme nur um das Erfüllen des gesellschaftlichen Ideals ging. Und tatsächlich hat dieses Ideal insbesondere auch zu meiner Modelzeit auch einiges dazu beigetragen. Denn die Vorstellung, in einem knappen Outfit über die Bühne zu laufen und dabei Beine zu haben, deren Oberschenkel sich berühren oder gar Cellulite haben, hat mich mit megativer Charme erfüllt und extrem verunsichert, besonders wenn auch noch andere Models in der gleichen Show waren, die meiner Meinung nach perfektere Beine oder generell eine schönere Figur hatten. Und genau diese Verunsicherung wollte ich auf gar keinen Fall spüren, denn ich hatte immer Angst vor Ablehnung oder dass jemand darüber lästern könnte. Und gerade wenn du auf einer Bühne stehst oder vor einem Fotografen, bist du einfach krass exponiert. Ich bin echt froh, dass ich nie berühmt geworden bin damit. Weil wenn wir uns angucken, was heutzutage mit Brommel passiert, dann ist das nicht witzig. Und dann ist es logisch, dass wir so eine Angst haben. Weil wer will denn, dass über einen selber so gesprochen wird? Bei mir war es halt wirklich so, dass das Modeln mir auf einer Ebene schon eine Identität gegeben hat und der Körper hing eben einfach auch dran. Und das Gefühl, dass ich etwas wirklich gut kann, was übrigens ja nichts mit der Figur zu tun hatte, sondern dass ich das konnte, dass ich mich, weiß ich nicht, dass ich posen konnte, dass ich gucken konnte, dass ich keine Ahnung was, das hatte ja auf einer Ebene nichts mit der Figur zu tun. Aber ich habe es eben daran gekoppelt. Und das wollte ich mir von meinem nicht so perfekten Körper, wenn ich den einfach leben lasse, einfach nicht kaputt machen lassen, weil ich dachte, ich verliere dann alles. Paradoxerweise habe ich aber mit immer weniger Gewicht, immer weniger Komplimente und immer weniger Modeljobs bekommen. Denn schön oder gesund sah ich irgendwann schon lange nicht mehr aus. Und damit kommen wir auch zum wahren Kern meiner Angst vor der Gewichtszunahme. Denn der lag deutlich tiefer unter der Oberfläche als das, was man eben da gesehen hat oder was man halt, ja, oder was ich selber auch lange Zeit dachte, was es ist. Denn meine wahre und größte Angst war gar nicht das Zunehmen selbst. Meine größte Angst war, dass niemand mehr sieht, dass es mir scheiße geht. Und die Magersucht und mein ausgemerketer Körper waren mein Hilferuf in Dauerschleife. Mein Körper schrie, das, was mein Mund nicht sagen konnte. So wie früher auch meine Verletzungen an den Armen. Ich habe mein Gedicht geschrieben, das heißt Schrei nach Liebe. Ich weiß gar nicht, ob ich das noch zusammenkriege. Ich glaube, es ging irgendwie so wie Schrei nach Liebe. Der Schrei nach Liebe ist leise. Er ist leise, aber tief. Manchmal drückt er mehr aus als tausend Worte. Ein kleiner Schrei. Macht er dich frei? Hörst du ihn? Spürst du ihn? Er gilt dir? Nur dir? Ich will nicht irgendeine Liebe. Ich will deine. Nur deine. Sonst brauche ich keine. Verstehst du, was er sagen will? Kennst du dieses Gefühl? Schmerz macht frei. Er löst dich für einen Moment von den Qualen. Doch irgendwann schreist du lauter. Der Schmerz wird tiefer. Und irgendwann ist es dein letzter Schrei. Dann bist du für immer frei. Ich glaube, das Gedicht habe ich mit elf oder zwölf geschrieben. Und das, also heute tut mir das wirklich mega leid, auch für diese jüngere Version von mir. Aber das, was damals mein Körper eben mit diesen Verletzungen geschrien hat, wo wir gesagt haben, hey, hier bin ich, hey, mir geht es nicht gut, hey, bitte sieh mich. Genau das hat später mein ausgemerkelter Körper für mich getan. Und solange ich dünn war, solange ich untergewichtig war und krank aussah, solange haben die Leute auch mir hingeschaut. Sie haben sich gekümmert und mir Aufmerksamkeit gegeben und mich behandelt. Teilweise, also gerade als ich dann eben auch die Diagnose hatte, wie ein rohes Ei. Und das ist tatsächlich wirklich erst an diesem absoluten Tiefpunkt passiert, wo wirklich jeder gesehen hat, okay, das ist jetzt nicht mehr gesund. Also was ich dafür tun musste, war auch wirklich extrem. Und selbst dafür höre ich heute manchmal noch, so niedrig war der BMI ja gar nicht. Es hat gereicht. Und je weniger ich wog, desto weniger wurde auch von mir erwartet. Desto weniger musste ich funktionieren, weil das war ja mein Hauptmantra, du musst funktionieren, du musst funktionieren. Und desto mehr wurde sich für mich eingesetzt. Zum Beispiel wurden mir früher immer von meinem Stiefvater meine Lieblingsjoghurts und sowas, die meine Oma extra für mich gekauft hat, weggegessen. Ja, in meiner Recovery beziehungsweise während meiner Essstörung, als ich so aussah, hat mir niemand mehr was weggegessen, weil jeder froh war, wenn ich überhaupt was gegessen habe. Aber es hat mir halt auch gezeigt, es hat sich tief eingegraben damals, dass man mir meine Sachen weggegessen hat. Ich habe die irgendwann echt angefangen zu verstecken und zu horten, aber das ist eine andere Geschichte. Das ist mir dann nicht mehr passiert. Und ich war es seit meiner Jugend gewöhnt, vor allem dann Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn die, ich habe immer so schön gesagt, wenn die Kacke am Dampfen ist. Und mit der Essstörung und gerade eben in dieser letzten Phase hat sie so richtig gebrannt. Mein dünner Körper hat mir letzten Endes das gegeben, was ich weder durchs Modeln noch durch irgendwelches anderen Dinge in meinem Leben erreicht habe. Nämlich Fürsorge und die Erlaubnis, nicht mehr funktionieren zu dürfen, schwach zu sein. Auch wirklich mein Inneres eben nach außen zu tragen und ich durfte mich ausruhen und wurde dabei sogar noch umsorgt und gesehen wie nie zuvor. Das heißt, die Angst vor der Gewichtszunahme war eigentlich die Angst, wieder unsichtbar zu werden und meinen hart erhungerten und erspottelten Status wieder zu verlieren. Als Kind in der Grundschule hatte ich bereits so eine große Lebensangst und so wenig Selbstvertrauen, dass ich mir gesagt habe, hey, wenn alles schief geht und du dein Leben echt nicht auf die Reihe bekommst, dann gehst du ins Gefängnis. Dort hast du ein Dach über dem Kopf und bekommst was zu essen. Ich bin zwar, Gott sei Dank, nicht faktisch ins Gefängnis gegangen, dafür bin ich viel zu lieb und zu angepasst gewesen und auch heute noch viel zu friedliebend, aber mit der Essstörung hatte ich mich selbst in genau dieses Gefängnis gesteckt. Es war zwar eng, aber mein Leben, so klein es da drin auch war, war darin trotzdem, so blöd das klingt, sicher. Und vielleicht fragst du dich jetzt, wie ich meine Angst vor der Gewichtszunahme denn dann verloren habe, wenn mir das doch so viel gegeben hat. Im Prozess. Also auch das klingt jetzt vielleicht paradox, aber ich musste zunehmen, um die Angst vor der Zunahme zu verlieren. Ich habe wirklich Tage und Wochen damit vertracht, darüber nachzudenken, wie es wohl wäre, zuzunehmen. Und alles, was mir in den Sinn kam, war immer nur Verlust. In diesem Prozess, in dem ich mir so sehr vorgenommen hatte, stolz auf mich zu sein, wenn ich es schaffe, mein Zielgewicht und dass ich damit zumindest wieder arbeiten gehen darf, zu erreichen, war ich, als es dann passiert ist, und es ist ja nicht einfach so passiert, sondern ich habe dafür echt verdammt hart gearbeitet, war ich nicht stolz auf mich. Im Gegenteil. Als ich endlich dieses Zielgewicht erreicht hatte, dass ich zumindest schon mal wieder arbeiten gehen durfte, was nicht mein finales Zielgewicht war, also es war nur der absolute Minimum BMI, bin ich erst mal in Tränen ausgebrochen und habe eine Panikattacke bekommen. Das war oder hat sich angefühlt, als hätte man mir mein Schutzschild weggerissen. Dabei habe ich selbst mich unglaublich mit viel Kraft und viel Commitment ja überhaupt erst an diesem Punkt gebracht, aber das konnte ich in dem Moment, also ich musste mich stark daran erinnern, dass das ja der Grund war, warum ich das gemacht habe und dass ich selber verdammt viel geleistet habe, um überhaupt mich an diesem Punkt kommen zu lassen. Und auch wenn ich damals nicht stolz auf mich war, also wirklich im Gegenteil, in meinem Recovery steht, Commitment steht wirklich, ich akzeptiere die Gewichtszunahme und werde stolz darauf sein. Den zweiten Teil würde ich streichen. Rückblickend bin ich aber verdammt stolz auf mich, aber damals in der Situation war ich es nicht. Und das ist auch okay, das würde ich auch von niemandem verlangen. Also verlang du das bitte auch nicht von dir, du musst dich darüber nicht freuen. Denn jedes Kram mehr fühlte sich für mich damals erst mal an, als würde ein Teil von mir sterben. Und mit jedem Kram mehr hatte ich auch das Gefühl, meine Identität, meine Besonderheit, aber eben auch meine Ausrede, nicht perfekt funktionieren zu müssen, zu verlieren. Und der Wendepunkt für mich kam eigentlich erst dann, als ich meinen Fokus verändert habe. Also anstatt mich nur darauf zu konzentrieren, was ich alles verliere, habe ich mich daran erinnert, weshalb ich mich in erster Linie überhaupt dafür entschieden hatte. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, wirklich zu leben. Ich wollte Kraft und Energie haben, um in meinem Leben noch etwas bewirken zu können, so wie ich es ja heute auch kann. Ich wollte nicht nur deshalb Fürsorge bekommen, weil man sich um mich sorgt, sondern weil man mich liebt. Dafür, wie ich bin. Dafür, dass ich vielleicht auch lustig bin. Dafür, dass ich vielleicht mich auch mal um andere kümmern kann und sich nicht immer alle nur um meine Sorgen kümmern. Ich wollte strahlen. Ich wollte mehr Leichtigkeit fühlen und freundlicher zu mir sein. Und das wurde ich dann auch. Denn um zuzunehmen, musste ich mir erlauben, mich zu nähern und mich gut zu versorgen. Und das war eine viel größere Leistung für mich, als mich weiterhin klein zu halten. Denn mich klein zu halten, das hat keine Disziplin gebraucht. Das ist mir leicht gefallen. Ich musste mir wirklich aktiv erlauben und echt Disziplin dann dafür aufwenden, Pausen zu machen. Und dadurch ist mein Körper endlich wieder auch zu Kraft gekommen. Also er hat Energie bekommen, er hat Pausen bekommen und das ist mir echt schwer gefallen. Aber nach einer relativ kurzen Zeit sogar ist er so erleichtert gewesen und hat spürbar aufgeatmet vor Dankbarkeit, endlich aus diesem Überlebensmodus rauszukommen. Und dadurch war ich auch nicht mehr ständig energielos, nicht mehr ständig depressiv, weil auch die Depression hat natürlich dann wieder die Essstörung gefüttert, nicht mehr ständig traurig. Ich hatte auf einmal wieder Kraft. Ich konnte mich konzentrieren, mich neuen Hobbys widmen, wie damals eben meine ätherischen Ölen. Ich war viel weniger angespannt und auch mein Lachen ist zurückgekehrt. Auch wenn mich die Ängste natürlich immer noch begleitet haben, denn wie das Ganze endet, wusste ich ja nicht. Und das hat mich schon ganz schön körig gemacht. Und ich begann aber, mich darauf zu fokussieren, was außer meinem Körper eben noch zunimmt. Zum Beispiel meine Lebensfreude, zum Beispiel meine Geduld, meine Freundlichkeit. Och, ich war die geduldigste auf einmal in der Kita. Mein Selbstmitgefühl, meine Fähigkeit für mich und meine Bedürfnisse einzustehen und Grenzen zu setzen. Und all das hatte aber einen Preis. Und der hieß Gewichtszunahme. Gewichtszunahme. Und während ich zunahm, merkte ich auch, dass zwar einige der befürchteten Dinge auch wirklich eingetreten sind. Also ich bin wirklich niemand, der sagt, hey, es passiert nichts, wenn du zunimmst. Allein damit passiert ja schon was. Also wenn du zunimmst, dann passiert was. Und dann sage ich nicht, nee, da passiert nichts. Das wäre glatt gelogen und würde das Misstrauen nur noch mehr fördern sozusagen. Deswegen auch bei meinen Coaches. Wenn mich irgendjemand irgendwas fragt, ich bin radikal ehrlich, weil ich weiß, es bringt dir nichts, dir zu sagen, da passiert nichts. Aber wenn wir wissen, es passiert was, dann können wir uns doch darauf vorbereiten und schauen, hey, wenn das passiert, wie kann ich das denn dann handeln? Und durch die Recovery-Arbeit und durch das, was ich auch mit meinen Frauen im Coaching mache, habe ich eben gelernt, mit diesen Gefühlen umzugehen. Habe ich gelernt, die Dinge zu handeln. Ich habe zum Beispiel auch auf Arbeit, also da hat es sich am schnellsten eigentlich verändert, weil relativ schnell natürlich dann, klar, mit Zielgewicht habe ich ja schon mal deutlich zugenommen, also ich war noch nie mit dem Gewicht auf Arbeit wie da, wo ich überhaupt meine Wiedereingliederung begonnen habe. Das heißt, die kannten mich gar nicht so. Und da kamen relativ schnell Kommentare wie, dass ich ja jetzt viel besser aussehen würde und warum ich denn jetzt nicht wieder voll arbeiten komme, sondern immer noch nur zwei oder später vier oder fünf Stunden am Tag. Und wie gesagt, meine Kollegen hatten mich, glaube ich, in meiner ganzen Kita-Zeit, nee, nicht nur glaube ich, nie, in diesem Gewicht gesehen, mit dem ich eben die Wiedereingliederung begonnen habe. Und natürlich haben sie nicht verstanden, dass das Gewicht nur ein Teil des Heilungssystems Erinnerungsprozesses war und die eigentliche Arbeit, nämlich die mentale Heilung, viel länger braucht. Ich hatte auch meine Periode noch nicht und alles, aber das hat ja keiner gesehen. Geht man ja auch nicht mit hausieren. Aber auch hier habe ich meine Perspektive gewechselt. Und anstatt mich darüber aufzuregen, habe ich ihnen zugestanden, dass sie es nicht verstehen können und nicht verstehen müssen. Das war allein mein Prozess. Und so, wie mir damals eben das Abnehmen ein Gefühl von Kontrolle und Autonomie gegeben hat, gab ich mir jetzt die Erlaubnis, also mir selbst gegenüber, in meinem Tempo heilen zu dürfen, ohne dass das jemand verstehen muss. Und ich muss sagen, es war unglaublich befreiend, weil wenn ich nicht die Erwartung habe, dass das jemand versteht, dass jemand versteht, was in mir los ist, dass jemand versteht, warum das für mich so schlimm ist, dann bin ich auch nicht enttäuscht, wenn es keiner tut. Und das wiederum war der wohl stärkste Akt des Selbstmitgefühls, denn es hat mir die Erlaubnis gegeben, für mich und meinen Weg wirklich einzustehen. Ich habe dabei auch geübt, mich abzugrenzen und das wiederum hat mir geholfen, neue Fähigkeiten auszubilden, die mir zu einer viel, ja, oder mich selber auch zu einer viel stärkeren, mutigeren und selbstbewussteren Romy gemacht haben, als ich es je zuvor war. Ich dachte, mein dünner Körper würde mir diese Dinge geben, dass ich mich selbstbewusster fühle, für mich einstehe, rausgehe. Aber in Wahrheit habe ich all das durch die Erlaubnis bekommen, heilen zu dürfen und den Prozess, den ich dafür durchlaufen bin. Weil dieser Prozess macht uns genau zu der Person. Wir sind das nicht vorher. Deswegen geht die Angst auch nicht vorher weg. Aber im Prozess. Und vielleicht hast du dich jetzt wiedererkannt in dieser Angst, unsichtbar zu sein oder in der Panik die Kontrolle zu verlieren. In diesem Gefühl, dass dein dünner Körper dir etwas gibt, was du sonst nirgends findest. Oder du weißt vielleicht noch nicht wo. Und ich weiß, dass du wahrscheinlich jetzt auch noch tausend andere Fragen und Ängste im Kopf hast. Sowas vielleicht wie Romy, aber was ist mit Übergewicht? Ist ja ungesund. Oder was, wenn die Zunahme nie aufhört? Was, wer bin ich denn dann, wenn ich nicht mehr die Dünne bin? Niemand kennt mich irgendwie so. Und ja, ich verstehe dich. Und ihr habt mir schon einige Fragen auch auf Instagram geschickt. Und ich werde auf jeden Fall auch nochmal eine extra Q&A-Folge machen oder nochmal auf einzelne Punkte auch in einer einzelnen Podcast-Folge eingehen. Deswegen, wenn du merkst, hey, oder hier sind vielleicht Fragen aufgetaucht oder du möchtest wissen, hey, wie kann ich vielleicht mit XYZ umgehen oder was auch immer, dann schick mir deine brennendsten Fragen super gerne. Entweder per Mail oder per Instagram. Wie gesagt, der Link steht ja immer in den Shownotes zu. Und bitte trau dich einfach. Es gibt nichts, was zu peinlich ist, nichts, was zu verrückt ist oder zu beängstigend oder keine Ahnung. Also trau dich da wirklich. Wie gesagt, ich behandle das auch anonym. Und genau, das ist aber das. Wenn wir den Ängsten ins Gesicht schauen, wenn wir sie vielleicht auch einfach mal aussprechen, kann das schon was ändern. Und was ich dir heute noch mitgeben will ist, deine Angst vor der Gewichtszunahme ist real, sie ist valide, aber sie ist auch nicht die ganze Wahrheit. Und wenn du merkst, dass da mehr ist, wenn du spürst, dass deine Angst vor der Gewichtszunahme vielleicht eigentlich auch noch eine ganz andere Angst verdeckt, so wie bei mir, dann weiß ich auch, dass man sich oft ganz alleine damit fühlt oder manchmal ist es vielleicht auch überhaupt schwer, das zu benennen oder rauszufinden. Man spürt vielleicht, hey, da ist noch irgendwas, aber du weißt gar nicht wie. Und falls du bereit bist, tiefer zu schauen und zu verstehen, was deine wahre Angst ist, die dich, ja, letzten Endes hinter dieser Gewichtsangst versteckt, dann lade ich dich herzlich ein, dir Unterstützung zu holen, entweder in der Therapie oder auch gerne bei mir im 1 zu 1 Coaching, denn dort schauen wir gemeinsam hin, nicht nur auf die Oberfläche, sondern eben wirklich auf darauf, was wirklich darunter liegt, damit du nicht nur verstehst, warum du diese Angst hast, weil ja, warum ist immer ganz gut, um Mitgefühl zu kriegen, aber das Warum alleine macht dich nicht gesund, sondern wir schauen auch, wenn wir das rausgefunden haben und das überhaupt rauszufinden. Also ich sehe das auch gerade in Rediscover, wir sind gerade mal in Woche zwei und Halleluja, also die Erkenntnisse, die dort alleine durch wirklich mal ein funktionales Dialog führen. Also nur mit deiner Essstörung zu sprechen, das funktioniert in der Regel nicht wirklich gut, wenn du wirklich lernst, funktional in den Dialog mit deinem Essgestörten Anteil zu gehen und eben auch diese Funktionen wirklich auf den Mitteln, die ich eben dort auch mitgebe, also sowohl in Rediscover als eben aber auch im 1 zu 1, weil das nächste Rediscover startet ja erst irgendwann im nächsten Jahr, wenn überhaupt. Also wie gesagt, jetzt habe ich erstmal nur 1 zu 1 Coachings. Bitte da rechtzeitig auch melden, dass ich dich im Zweifelsfall auch auf die Warteliste nehmen kann, weil im Moment ist wirklich alles ausgebucht, aber macht nichts, es wird auch immer wieder ein Platz frei. Das heißt, wenn du dich dafür interessierst, lass dich nicht aufhalten, melde dich einfach und dann schauen wir, was du brauchst und schauen wie gesagt auch gemeinsam hin, denn egal wie groß die Angst ist und egal was dahinter liegt, es gibt einen Weg daraus und ich weiß, du sehnst dich ebenfalls nach dieser Freiheit, nach Leichtigkeit, Spontanität, echtem Genuss und ja, dieses Leben wartet auf dich und das ist auf der anderen Seite deine Angst. Also wenn du sagst so, ja doch, ich will da jetzt irgendwie raus und ich will mein Leben nicht länger an dieser Angst verbringen, dann findest du auf jeden Fall auch alle Infos dazu, also zu meinen Coaching-Angeboten, aber zu allem anderen auch in den Shownotes oder eben auch auf meiner Website, die ich aber auch dort verlinke und wenn du merkst so, Coaching weiß ich noch nicht so richtig und du willst vielleicht erstmal nur reinschnuppern und dich erstmal noch ein bisschen vertrauter damit machen, dann kann ich dir auf jeden Fall auch meinen Find Your Satisfaction Online-Kurs, den du ganz in deinem Tempo und für dich erstmal machen kannst, empfehlen, denn auch da beschäftigen wir uns natürlich auch mit der Angst vor der Gewichtszunahme und wie gesagt, es gibt einen Weg da hinaus, nicht drumherum, also wirklich, du kannst nicht ohne diese Angst gesund werden, die Angst ist einfach da und was wir aber machen können, ist sie auf diesem Angst mit oder die Angst auf dem Weg mitzunehmen, deswegen habe ich auch zu Rediscover gesagt, ich sage, ich weiß, ihr habt alle Angst und jede einzelne Frau, die zu mir kommt, hat Angst und das ist okay und das ist in Ordnung, bring die Angst einfach mit, wir gehen mit der Angst da durch, wir schauen die Angst an, wir hören der Angst zu und wir gehen das gemeinsam an. Also, wenn du nicht allein sein willst, dann melde dich gerne und ansonsten tauchen wir in der nächsten Podcast-Folge dann auch nochmal tiefer auf die Hintergründe ein, wo kommt das eigentlich ursprünglich her, wie kommt das eigentlich, dass sich unser Schönheitsideal so verändert hat. Also, wenn dich das interessiert, weil es auch manchmal sehr interessant und du vielleicht auch so ein kleiner Rebell bist und sagst, ich will diese Gesellschaft so auch nicht mehr mitfüttern, dann hör unbedingt auch beim nächsten Mal rein. Also, bis dahin, alles Liebe. Vielen Dank, dass du dir Zeit für eine Tasse Reality mit mir genommen hast. Ich hoffe, diese Folge hat einen kleinen positiven Unterschied in deinem Tag gemacht. Mit deiner 5-Sterne-Bewertung kannst du genau diesen Unterschied auch im Leben anderer lebensfondiger Frauen bewirken, die diesen Podcast noch nicht gefunden haben und sich ebenfalls nach einem Leben in Freiheit und Authentizität sehnen. Ich danke dir von Herzen und freue mich, auf Instagram mit dir in Kontakt zu bleiben. Alle Links findest du in den Shownotes. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal.

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