#4 Der toxische TikTok-Algorithmus: Warum ein Klick auf SkinnyTok dich in eine gefährliche Spirale zieht
Warum die neue Diät-Obsession auf TikTok gefährlicher ist als du denkst und wie du eine echte Gegenbewegung starten kannst
30.04.2025 42 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Episode tauche ich tief in den neuen, besorgniserregenden Social-Media-Trend „SkinnyTok" ein – eine moderne Version der gefährlichen Pro-Ana Bewegung, die unter dem Deckmantel eines „gesunden Lifestyles" daherkommt.
Als 2000er-Teenager, die bereits mit der Pro-Ana-Bewegung aufgewachsen ist, klingeln bei diesem neuen Trend alle Alarmglocken, weil ich sehe, wie die alten, toxischen Botschaften in neuem Gewand zurückkehren.
Du erfährst, warum SkinnyTok so gefährlich ist und wie vermeintlich harmlose Regeln und Tipps, getarnt als Gesundheitsratschläge, ein gestörtes Verhältnis zu Essen, Bewegung und dem eigenen Körper fördern. Der Trend objektifiziert den Körper, indem er ihn als „gemietet“ darstellt, und suggeriert, dass man niemals nachlassen darf, um diesen „idealen“ Körper zu behalten.
Du erfährst, warum sowohl die Pro-Ana, als auch die SkinnyTok-Gemeinschaften so problematisch sind: Sie schaffen ein Zugehörigkeitsgefühl durch schädliche Verhaltensweisen und isolieren dich gleichzeitig von echten, unterstützenden Beziehungen.
Ich teile meine eigenen Erfahrungen mit der Pro-Ana Bewegung der frühen 2000er und wie erschreckend ähnlich dieser heutige Trend ist.
Ich teile meine eigenen Erfahrungen mit der Pro-Ana Bewegung der frühen 2000er und wie erschreckend ähnlich dieser heutige Trend ist.
Statt diesen toxischen Idealen zu folgen, zeige ich dir Alternativen auf. Wir sprechen darüber, wie du eine gesunde Beziehung zu deinem Körper aufbauen kannst, unabhängig von seiner Form, wie du Bewegung als Freude statt Zwang erleben kannst, und wie du eine echte Gemeinschaft findest, die dich für dein Sein wertschätzt – nicht für dein Aussehen.
Wenn du merkst, dass dieser Trend dich triggert oder du bereits in diese Gedankenmuster verfallen bist, höre dir diese Episode an. Ich biete dir nicht nur Aufklärung, sondern auch konkrete Schritte, wie du dich von diesen schädlichen Einflüssen befreien kannst. Gemeinsam können wir den Gegenentwurf leben – für ein Leben in echter Freiheit und Selbstliebe.
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierter Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Schön, dass du wieder dabei bist. Auch ich weile wieder unter den Lebenden,
nachdem es mich letzte Woche das allererste Mal seit, ich glaube, anderthalb Jahren oder so,
echt gesundheitlich auseinandergenommen hat.
Und während ich so im Bett lag und ich glaube mir, ich hatte viel Zeit im Bett zu liegen
und zum Glück hatte ich die schönste Aussicht, die man sich fürs Kranksein überhaupt nur vorstellen kann.
Also wirklich mit Blick in den Park und einfach jeder Stunde eine andere Lichtstimmung.
Also es war wirklich wunderschön.
Aber ich kann ja nicht den ganzen Tag noch aus dem Fenster gucken.
Ergo, ich habe mal ein bisschen durchs Internet gescrollt und bin dabei auf einen neuen Trend gestoßen,
der für den einen oder anderen vielleicht gar nicht so neu ist.
Und falls du ihn noch nicht kennst, dann bitte hier an dieser Stelle schon gleich ein Disclaimer.
Bitte gib es nicht auf TikTok ein oder versuche es nicht weiter zu googeln.
Und wenn dann bitte erst, also wenn du danach noch eine Entscheidung triffst,
nach dieser Podcast-Folge, weil es ist ein Trend, wenn du das einmal eingibst.
Also ich habe es ausprobiert.
Mein TikTok, worauf ich eigentlich nie bin, zeigt mir seitdem nur noch solche Videos an.
Also Algorithmus hat mich gecatcht.
Das heißt, wenn man das hier wirklich einmal eingibt,
dann kriegst du nur noch sowas um die Ohren geworfen und es ist wirklich super toxisch.
Und ja, hat mich an frühere Zeiten erinnert und extrem getriggert im Sinne von
Oh mein Gott, bitte lassack, dass es nicht zurück ist.
Worum geht es hier?
Und zwar gibt es das sogenannte seit noch gar nicht allzu langer Zeit Skinny Talk.
Skinny Talk ist ein harmloser Trend, zumindest verkleidet es sich als solcher.
Der verspricht all die geheimen Secrets der schlanken Trendkörper zu verraten.
Und ich dachte mir schon so, Gott, seit wann sind Körper bitte ein Trend?
Und wieso ist ausgerechnet Skinny wieder zurückgekommen?
Aber es ist wie so ein Bumerang.
Jeder Trend, bitte hört es in Anführungszeichen, so rum.
Ist sowieso ja erst mal, wie der Name schon sagt, etwas vorübergehendes.
Aber das hier scheint wie ein Bumerang wirklich alle Jahre wiederzukommen.
Und dieser aktuelle Trend betont, dass es angeblich nicht um Extreme geht
und angeblich auch nicht ums Hungern oder um ungesunde Gewohnheiten.
Und das macht das Ganze noch viel perfider.
Bei Skinny Talk geht es wirklich darum, ja, letzten Endes Inhalte zu teilen, die zeigen, wie man schlank wird,
wie man besonders Skinny wird, was man dafür tun muss, was diese geheime Secret Source ist,
die einem ja sonst niemand verrät.
Also es hat diesen Charakter etwas sehr elitären.
Also wenn du hier bist und wenn du zu dieser Gemeinschaft gehörst, dann erfährst du die Tipps,
die dir sonst keiner verrät und die auch keiner will, dass du sie weißt.
Aber hier, wir verraten sie dir, damit du auch diesen Skinny Traumkörper bekommst,
der ja, wenn man nur weiß, wie es geht, super leicht zu erreichen ist.
Ist klar.
Das heißt, diese Aussagen, die es dort gibt, die klingen vielleicht erst mal harmlos
oder eben dadurch, dass sie ja jetzt auch getarnt sind als Gesundheitsfokus.
Ja, sagen sie dir letzten Endes, dass es darum geht, bewusste Entscheidungen zu treffen,
dass es wichtig ist, Selbstdisziplin zu entwickeln und clevere Gewohnheiten anzunehmen,
die dir helfen, dich angeblich nicht nur gut zu fühlen, sondern eben auch schlank auszusehen.
Also da geht es wirklich darum, zum Beispiel bestimmte Anzahl von Schritten zu gehen.
Ich werde jetzt hier bewusst keine Zahlen nennen.
Oder Volume Food zu essen.
Also wer mich kennt, der weiß, dass ich mit Volume Food überhaupt kein Freund bin,
weil es einfach die Fasche deines Körpers ist.
Und ja, zum Beispiel bestimmte Nährstoffgruppen auch hier.
Ich gehe jetzt nicht näher darauf ein, was, weil ich weiß, dass wir das ganz, ganz oft
mit einem essgestörten Ohr eben auch hören.
Und dieser Anteil sich einerseits auch gerne selber triggert.
Also selbst früher, als ich schon wusste, okay, das ist jetzt definitiv nichts Gesundes,
habe ich mich häufig mit solchen Triggerworten und Trends dann doch umgeben,
einfach nur, um mich selber zu triggern und damit aber auch darin zu halten.
Also es war so eine Strategie meines essgestörten Anteils, um mich eben auch darin zu halten.
Deswegen versuche ich das hier wirklich sehr differenziert zu betrachten,
aber eben auch nicht zu tief darauf einzugehen, wenngleich ich auch ein oder zwei dieser Regeln nennen werde,
sie aber auch einordnen werde, damit du gleich auch die Möglichkeit hast, dich da wieder von zu distanzieren.
Das heißt, wenn das jetzt gerade an dieser Stelle eine sehr vulnerable Phase ist,
dann bitte entscheide auch, ob du die vielleicht skippst.
Also diese Folge hier, gleichwohl, wie gesagt, mein Ziel ist es hiermit aufzuklären
und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, weil du an der einen oder anderen Stelle
gar nicht drum rumkommen wirst.
Und sei es nur, weil irgendjemand anderes seine neueste Diät oder seinen neuesten Trend
als super toll verkauft, beziehungsweise vielleicht mysteriöserweise in deinem Umfeld abnimmt.
Also wie gesagt, Trans machen ja vor nichts halt und mir geht es wirklich um dieses Bewusstsein
und nicht darum, dir hier bestimmte Tipps mitzugeben, wie man eben bestimmte Dinge dann auch umsetzt.
Ja, und wie gesagt, in diesem Skinny Talk geht es neben, wie gesagt, Volume Food,
bestimmten Schrittzahlen, Nährstoffgruppen, die zu bevorzugen sind und eben ja auch Portionskontrolle,
also ganz viel Kontrolle, Disziplin, aber angeblich keine Einschränkungen,
sondern eben um eine Ernährungsweise, die zu deinem Ziel, nämlich Skinny zu sein, passt.
Und das wird auch sehr, sehr elitär abgegrenzt.
Ja, und das ist ja auch nur für dich, wenn du Skinny sein willst.
Und nein, wir promoten hier keine Essstörungen, also wird auch bewusst gesagt.
Aber wenn man genau hinschaut, dann ist genau das Gegenteil der Fall.
Das heißt, Essen wird hier funktionalisiert, um einen Traumkörper zu unterstützen
und dieser Skinny-Körper wird eben als das Idealbild dargestellt.
Was spannend ist und auch ziemlich blöd für diejenigen, die sich gerade in den Po angetrainiert haben,
denn auch Muskeln sind verpönt.
Also es geht hier wirklich um diesen Skinny-Look, wie man ihn auch von früher kennt.
Und angeblich geht es ja auch nicht darum, deinen Körper zu hassen.
Nein, das wird alles auch mit sehr viel Selbstmitgefühl verkauft,
sondern es geht darum, jeden Tag für dich da zu sein mit deinem Körper,
in dem du dich wohlfühlst und diese ganzen Routinen und Regeln zu befolgen
und damit sozusagen, ja, es wird ja als gesundes Mindset verkauft
und damit halt auch als etwas, was du dein Leben lang durchhalten musst.
Und all das mag vielleicht erst mal harmlos klingen oder vielleicht sogar inspirierend.
Also gerade vielleicht auch, wenn man eher in einem höheren Körpergewicht ist
und sich so denkt, so okay, ah, jetzt kriege ich endlich die Geheimnisse verraten
und das mag ja am Anfang sogar funktionieren.
Also gerade wenn man vielleicht noch keine längere Diäthistorie hat,
werden diese Tipps funktionieren.
Das Perfide daran ist aber, dass sich eben darunter sehr schädliche Tipps verbergen,
die nicht den Fokus auf einer vermeintlich gesunden Ernährung,
also beziehungsweise sie haben den Fokus auf einer gesunden Ernährung
und auch auf angeblich gesundem Sport.
Aber im Kern fördert dieser ganze Trend extrem gefährlich,
also wirklich auch toxische Trenddenkmuster.
Das heißt, was wir hier auf Skinny Talk sehen,
ist wirklich ein starker Körperfokus und dieses bestimmte Körperbild,
welches als das einzig wahre Ideal hingestellt wird.
Und ja, letzten Endes auch viel, also wie gesagt,
auch gerade die Körper, die man dort sieht,
wären früher die sogenannte Thinspo, also Thinspiration,
also lauter dünne Körper, die eben als Inspiration dienen.
Und früher, wo früher Pro Anna war, also dieser pro-anorektische Lebensstil,
also wirklich auch eine Magersucht in einem glorifizierten Gewand
und in einem Forum sozusagen,
so ist es heute eben diese, also die Pro Anna Bewegung damals hatte ja auch schon,
die Thinspiration mit Bildern eben von Kate Moss
oder auch anderen sehr, sehr dünnen Celebrities damals,
also gerade so zu der Anfang der 2000er waren es ja Lindsay Lohan,
Nicole Richie, all die, die so super skinny eben auch schon aussahen.
Und genau diese gleichen Bilder werden jetzt auch genommen,
aber es wird jetzt als Lean Life Inspo verkauft,
also definiert sein.
Und im Kern ist es aber genau dasselbe.
Die Chlorverifizierung eines Körpers,
der für die meisten Menschen und zwar wirklich für die allermeisten
genetisch einfach auch unerreichbar ist.
Und wenn man ihn erreicht, dann unter, wie gesagt,
extrem gesundheitsgefährdenden Maßnahmen.
Und warum hat mich das eigentlich so getriggert?
Meine Essstörung, wie gesagt, war ja auch 20 Jahre lang,
es heißt, hat auch begonnen, also sehr, sehr zeitig,
wie gesagt, eigentlich ursprünglich ja schon in der Grundschule,
aber gerade eben so auch mit dem Trend,
dass ich versucht habe mitzuhalten oder eben dünn sein wollte,
als die diese Pro-Anna-Bewegung auch gerade so, ja, aufkam.
Sagen wir mal so Ende der 90, Anfang der 2000er.
Eigentlich so der Beginn war damals ja auch Kate Moss
mit ihrem Nothing tastes as good as skinny feels.
Also das war, glaube ich, so dieser Totschlagsatz
und dann die ganzen 90er-Models.
Und wie gesagt, bis in die 2000er-Reihen
ging das mit Lindsay Lohan und all diesen ganzen Schauspielerinnen,
die eben extrem knorrig waren
und ja, einfach auch wahnsinnig viel damals abgenommen hatten.
Also ich glaube, auch Nicole Ritchie war ja eher so auch auf der,
heute würde man sagen, auf der pummeligeren Seite.
Dabei war es ja eigentlich relativ normal.
Also eigentlich halt eine normale, gesunde Frau,
die eben auf einmal auch überall die Schulterknochen
und all das hatte und all das diente, wie gesagt,
als Inspiration und Motivation, um selber dünn zu werden.
Und wie gesagt, gerade diese Sprüche,
wie nichts schmeckt so gut, wie sich dünn sein anfühlt,
aber eben auch viele weitere Extreme wurden dort promotet
mit eben Tipps, wie man am besten abnimmt
und aber auch Symptomen, wie man das vor der Umwelt kaschiert.
Also damals in diesen Pro-Anna-Zeiten.
Und das Problem an solchen Communities
ist nicht nur die enorme Gefahr,
dadurch eben wahnsinnig die Anorexie zu fördern.
Also es gab neben Pro-Anna auch noch Pro-Mia,
was für Pro-Bulimie stand,
wo eben auch das sozusagen in Gemeinschaft gefördert wurde.
Und das ist genau das Perfide daran,
der Gemeinschaftsaspekt.
Weil Essstörungen selber gedeihen normalerweise am besten
in der Einsamkeit.
Und diese Einsamkeit und diese Isolation,
die man dabei fühlt, kann ganz oft auch ein Grund sein,
warum man sagt, okay, ich will eigentlich was anderes
oder ich bin irgendwie, meine Welt wird eigentlich immer kleiner
und ich gehe dann auch deswegen jetzt in die Recovery.
Weil Gemeinschaft ist ein menschliches Grundbedürfnis
und diese Suche nach Verbindung kann im Idealfall,
also so blöd das alles ist,
aber im Idealfall dazu führen,
dass man sich irgendwann entscheidet,
deswegen auch die Recovery zu wählen.
Wenn man jetzt aber Gemeinschaft,
wie damals eben auch passiert,
in diesem Pro-Anna- oder Pro-Mia-Formen findet,
dann entsteht dort ein Gemeinschaftsgefühl,
was eben durch Essgestörte Verhaltensweisen verbunden hat.
Das heißt, indem sich die Frauen damals dort angefeuert haben,
in sich ihre besten Tipps gegeben haben,
geteilt haben, wie viel sie abgenommen haben
und all das haben sie sich wirklich im Negativen
immer weiter hochgeschaukelt,
haben dafür Anerkennung bekommen.
Das Gehirn hat sich übelst belohnt gefühlt
und natürlich weitergemacht.
Und das ist genau das Gefährliche daran,
eben sich dann nicht mehr für die Gesundheit zu entscheiden,
weil wenn man das damals getan hat
und es gab immer wieder Frauen,
die das auch versucht haben,
dann kam das einem Ausschluss aus dieser Gemeinschaft gleich.
Also wo sie vorher durch diese Verhaltensweisen
eben drin gehalten wurden,
beziehungsweise dazugehört haben,
wurden sie, wenn sie auf einmal sich entschieden haben,
nee, ich will diesen Trend doch nicht mehr mitmachen
oder ich will doch gesund werden,
dann wurden sie ausgeschlossen.
Das heißt, indem sie Recovery gewählt haben,
standen sie auf einmal alleine da.
Also genau umgekehrt zu dem,
wie es ja eigentlich sein sollte.
Und ja, wie gesagt,
war auch oft ein Grund dann,
warum immer mehr Frauen,
beziehungsweise auch junge Mädchen
eben dann doch immer tiefer in die Essstörung auch gekommen sind.
Und es wurden zwar damals viele dieser Seiten gesperrt,
aber letzten Endes haben sie sich einfach nur neu maskiert.
Also wenn man wusste, wie man reinkommt,
dann kam man eben rein.
Das ist ja auch heutzutage so.
Also selbst wenn sie Skinny Talk jetzt sperren würden,
ja, dann wird es halt anders geschrieben oder keine Ahnung.
Das perfide übrigens daran ist auch,
ich als Recovery Account,
Und wenn ich versuche,
Aufklärungen über Essstörungen auf TikTok zu betreiben,
ich werde sofort blockiert.
Also sobald das Wort Essstörung drin vorkommt,
werde ich blockiert.
Skinny Talk und sowas wird aktuell noch nicht blockiert.
Bei den Pro-Anna-Foren war es früher auch so,
dass sie sich dann eben maskiert haben
oder einen neuen Deckmantel angenommen haben.
Eben zum Beispiel auch den eines gesunden Lebensstils.
Aber Gesundheit hat nichts mit einer bestimmten Körperform zu tun,
auch wenn uns das gerade so verkauft wird.
Im Gegenteil.
Also es gibt sogar Studien, die zeigen,
dass Menschen in einem höheren Normal-BMI-Bereich,
also so zwischen 23 und 25,
deutlich länger leben
und die Sterblichkeit sowohl am unteren
als aber auch am oberen Ende des Normalgewichts steigt.
Also wie gesagt,
wo es steigt, ist eher dann so,
wenn es Richtung Fettleibigkeit,
also ab einem BMI von 30, sagt man,
gibt es dann wieder Studien, die zeigen,
okay, hier steigt das Risiko dann wieder.
Aber eben auch in dem unteren Normal-BMI-Bereich,
also so bei 20, 19 oder 18,5,
der ja eben für diesen Skinny-Körper angestrebt wird.
Und dementsprechend ist zu dünn sein sogar mit einem,
ja, dementsprechend erhöhten Sterblichkeitsrisiko verbunden,
was einem aber ziemlich egal ist,
wenn man in einer Pro-Anna-Bewegung drin ist.
Und auch bei Skinny Talk, wie gesagt,
wird es ja unter dem Deckmäntel von Gesundheit verkauft.
Aber die Fakten,
beziehungsweise auch die Studien sagen hier eindeutig was anderes.
Und wie gesagt,
auch ich war damals extrem anfällig für diese Pro-Anna-Seiten.
Also ich habe wirklich auch geguckt,
wie komme ich da rein und was muss ich tun
und habe mich so schlecht gefühlt,
weil ich war ja während meiner Jugend
im absoluten Normalgewicht,
manchmal vielleicht immer so ein bisschen nach unten angekratzt,
aber nie,
dass ich so das Gefühl hätte,
okay, ich bin diszipliniert genug
oder ich bin krank genug
oder ich bin gut genug,
um da dabei zu sein.
Ich bin vielleicht nicht entschlossen genug.
Und deswegen habe ich eben damals
auch meine eigene Erstörung überhaupt nicht erkannt.
Und wie gesagt, das Umfeld ja auch nicht,
weil als Teenager war ich von diesem Trend Welten entfernt.
Und so dünn zu sein wie diese extremen Vorbilder,
das war ja genau das,
dass ich gedacht habe,
ja, du hast halt kein Problem,
weil du siehst ja anders aus.
Und das war auch genau das Perfide,
als ich es dann,
ich sage mal in Anführungszeichen,
geschafft habe,
doch unter diesen normal,
angeblich gesunden BMI abzunehmen.
Und wie gesagt,
ich war ja selbst im normalen BMI,
nicht in meinem gesunden BMI.
Aber als ich diese Grenze
ins Untergewicht eben überschritten hatte,
war ich sogar stolz darauf,
weil mir wurde ja immer gesagt,
na, du bist ja gar nicht so dafür gebaut,
dünn zu sein.
Und in unserer Familie ist es ja normal,
große Brüste zu haben
und du hast ja ein gebärfreudiges Becken.
Das heißt, für mich war das so ein Riesenerfolg damals,
festzustellen so,
ah, ich habe ja doch was geschafft.
Oh, ich habe was geschafft,
was ich eigentlich nie dachte schaffen zu können.
Eben auch noch angetriggert
durch diese alte Erfahrung von
ich bin nicht gut genug,
weil für diese Pro-Anna-Form
dachte ich,
da nimmt mich ja eh keiner auf,
weil ich bin ja viel zu fett dafür.
Also es waren wirklich die Gedanken,
die ich hatte.
Und wenn ich die sage,
dann habe ich so viel Mitgefühl
für mein ehemals Teenager,
und das ist auch genau der Grund,
warum ich dieses Skinny-Talk-Thema
eben wirklich gerade wahnsinnig gemacht habe.
Und ich gedacht habe,
nein, bitte,
don't make it happen again.
Und ich habe gesagt,
ich will gar nicht zu terif drauf eintauchen,
aber ich dachte,
ich gebe euch doch trotzdem mal
die ein oder andere,
nennen wir sie in der Regel,
in Anführungszeichen, mit,
weil das Gleiche passiert gerade wieder.
Also das,
was Anfang der 2000er passiert ist
und was zwischendrin jetzt zum Glück
durch Curvy oder auch durch Muskulös
oder durch keine Ahnung,
was abgelöst wurde,
passiert gerade wieder.
Die Botschaft ist,
wenn du dich an die Regeln hältst,
damals eben an die Pro-Anna-Regeln,
die auch sehr extrem waren,
oder eben jetzt an die Skinny-Talk-Regeln,
dann wirst du Erfolg haben.
Und wenn nicht,
also wenn du keinen Erfolg hast
oder wenn du nicht abnimmst,
ja, dann warst du halt einfach
noch nicht gut genug.
Dann warst du noch nicht diszipliniert genug.
Und man erhält, wie gesagt,
so viele Tipps darüber
und auch Tipps darüber,
darüber niemanden zu reden.
Also dich auch hier zu isolieren.
Denn angeblich,
wenn du darüber redest,
dass du abnehmen möchtest,
dann sind die anderen ja nur neidisch.
Und das führt eben auch
in diese Skinny-Talk-Bubble
im Zweifelsfall zu Isolation
und dazu,
dass man sich eben
untereinander anfeuert.
Also wirklich diese Kommentare
unter diesen Videos sind wirklich,
also Haare sträubend,
du kriegst wirklich das große Gruseln.
Und es ist wirklich genauso
wie damals in diesen Pro-Anna-Formen.
Und einige dieser Regeln
möchte ich jetzt, wie gesagt,
kurz teilen,
nicht um sie zu promoten,
sondern einfach,
um den Irrsinn dahinter aufzuzeigen.
Also eine davon lautet zum Beispiel,
wenn du keinen Apfel essen würdest,
dann bist du nicht wirklich hungrig.
Aha.
Diese Regel soll,
also wenn man mal so ein bisschen dahinter guckt,
ja, was ist damit eigentlich gemeint?
Eigentlich soll sie wohl helfen,
nicht emotional zu essen
beziehungsweise emotionales Essen zu erkennen,
weil so nach dem Motto,
wenn du hungrig bist,
isst du alles.
Jein.
In Wahrheit lehrt sie dich eigentlich,
deinem Körper und seinen Hungersignalen zu misstrauen,
weil, ja,
ein Apfel kann natürlich auch als Notfall mal helfen,
aber er hilft dir nicht,
wenn dein Körper wirklich Energie braucht
oder vielleicht einen bestimmten Nährstoff
wie Fett oder Protein
oder Kohlenhydrate.
Ja, ein Apfel hat auch Kohlenhydrate,
aber wenn du wirklich hungrig bist,
dann ist der Apfel vielleicht ein Überbrücker,
aber nicht das,
was dich wirklich satt und zufrieden macht.
Und wenn du wirklich Bock auf ein Stück Kuchen hast
oder auf Nudeln oder Pizza oder Pasta
oder whatever,
dann wird es einen Apfel nicht tun.
Und der Gedanke an das,
was du eigentlich willst,
nämlich zum Beispiel das Stück Kuchen,
wird bleiben,
auch wenn du den Apfel gegessen hast.
Und eine echte Zufriedenheit
wird sich nicht einstellen,
sodass du im Zweifelsfall,
und das erlebe ich auch ganz, ganz häufig,
wenn wir so,
und das habe ich ja auch so lange gemacht,
dass ich denke,
ich würde jetzt so gerne,
keine Ahnung,
die Schokolade essen,
na, sollte ich aber nicht, okay.
Und dann habe ich zehn andere Sachen gegessen
und übrigens auch ein Wort,
was ich erst mal in meinen Coaches gelernt habe,
dieses Rumgrasen.
Also wie so eine,
ich stelle mir mal eine Kuh auf der Weide vor,
die so ein Grashalm nach dem anderen isst
und die muss ja total viel davon essen,
weil sie muss ja natürlich auch den Magen füllen
und da ist ja auch keine Energie drin.
Das heißt,
die muss eigentlich dauerhaft grasen,
um irgendwie genug Energie zu bekommen.
Und genau das Gleiche,
also dieses Nahrungssuchverhalten
machen wir auch,
wenn wir uns nicht das geben,
was wir wirklich wollen.
Das heißt,
wir grasen rum,
sind aber trotzdem unzufrieden
und haben im Zweifelsfall
dann zehn andere Sachen gegessen,
anstatt die eine,
die wir wirklich haben wollen.
Ein weiterer Regel,
wie wir das nennen wollen,
ja,
also wirklich,
also allein wenn ich das lese,
könnte ich mir nur den Kopf klatschen.
Ich habe zum Glück gerade
ein Handtuch auf dem Kopf,
also ich sehe übrigens gerade aus
wie auf meinem Podcast-Bild.
Und willst du einen Snack essen
oder willst du aussehen wie ein Snack?
Ah,
also mehr Body Shaming geht ja wohl gar nicht.
Also wirklich auch zu sagen,
dass dich essen oder einen Snack zu essen
unattraktiv macht
oder dich aussehen lässt wie,
ja,
weiß ich nicht,
halt nichts,
was lecker ist.
Also da steckt so viel drin,
wo mein Kopf sich einfach wirklich
nur gerade dreht.
Weil wir sind doch erstens,
also wie gesagt,
Essen macht uns nicht unattraktiv.
Es gibt keine dickmachenden Lebensmittel.
Lebensmittel.
Es gibt nur dickmachende.
Es ist Verhaltensweisen.
Aber ein Snack zu essen,
macht dich nicht dick.
Das ist aber genau das,
was diese Regel hier suggeriert.
Und wie bitte objektifiziert,
also wie sehr können wir uns selber objektifizieren?
Weil wir sind doch nicht dafür gedacht,
ein Snack für jemand zu sein
oder auch für uns selber.
Also was soll das?
Wir sind kein Snack,
wir sind ein Mensch.
Und also wie gesagt,
diese Objektifizierung von Menschen,
von Körpern,
von uns selber,
damit wir für jemanden
vielleicht aussehen wie ein Snack
und dafür uns selber aber etwas verwehren,
was wir eigentlich ja gerne hätten
oder wollen.
Nee, also da fehlen mir die Worte.
Das ist wirklich, also,
ja,
keine Worte.
Und es ignoriert zudem,
dass Snacks ja durchaus
ihre Berechtigung haben.
Und kein Snack der Welt,
wie gesagt,
macht dick,
so wie es hier
suggeriert wird.
Wir brauchen Snacks,
sei das als Zwischenmahlzeit
oder um uns zwischen zwei Mahlzeiten
den Blutzucker einfach auch stabil zu halten
oder um nicht in ein Energieloch zu fallen
oder um nicht zu hungrig zu werden
für die nächste Mahlzeit.
Also Snacks haben ihre absolute Berechtigung.
Und, also wie gesagt,
das mit dem Aufsehen zu verknüpfen,
klatsch.
Ich würde so gerne mit gerade
gegen die Stirn klatschen,
aber das ist nur ein Handtuch.
Deswegen, ja,
Kopfschüttel.
Eine weitere Sache,
auch da,
ich habe erst mal geschluckt,
als ich es gelesen habe,
belohne dich nicht mit Essen,
du bist kein Hund.
Autsch.
Also alleine diese Aussage
entmenschlicht
den natürlichen Genuss von Essen
und stellt ihn als primitiv dar,
so nach dem Motto,
ja nur Hunde brauchen Snacks
als Belohnung.
Aber Essen darf emotional sein.
Also Essen darf auch
eine Belohnung sein.
Denn warum sonst gäbe es
Weihnachtsfestessen,
Geburtstagsfestessen,
Geburtstagstorte,
all diese Dinge sind ja auch emotional.
Braucht man unbedingt
eine Geburtstagstorte?
Nö.
Ist es aber schön,
eine zu haben,
sie mit deinen Liebsten zu teilen?
Ja.
Weil Essen schafft auch Erinnerungen.
Essen verschönert Momente
und darf auch trösten,
darf auch Belohnung sein.
Also nicht umsonst
gibt es auch Soulfood.
Die einzige Grenze ist,
wie gesagt,
es sollte natürlich nicht
das einzige Mittel sein,
um mit Emotionen umzugehen
oder sie vielleicht auch
im Positiven zu verstärken
oder auch positive Emotionen
hervorzurufen.
Aber es spricht
überhaupt nichts dagegen,
wenn Essen einfach
auch emotional ist
und
ja,
wie gesagt,
alleine der Tonfall
dieser Aussage
ist absolut,
also wie ich finde,
erniedrigend.
Ne, also ja.
Okay,
und zum Letzten,
dann reicht es mir auch schon,
weil noch mehr Grusel
kann man hier echt nicht vertragen,
das ist ja hier keine
Halloween-Podcast-Folge.
Ein dünner Körper
ist nur gemietet
und nichts,
was du besitzt.
Uff.
Also ich finde,
das ist einer der gefährlichsten
Sprüche überhaupt,
der suggeriert,
dass du dich niemals entspannen
und niemals nachlassen darfst
mit diesen Regeln,
denn sonst verlierst du
deinen gemieteten,
schlanken Körper
sofort wieder.
Bedeutet,
du musst dieses,
also diese Regeln,
die du da zu befolgen hast,
auch dein Leben lang
befolgen,
weil ansonsten,
ja,
verlierst du es halt.
Also wirklich,
also einen Körper auf Miete.
Ohlala.
Und all diese Regeln
funktionieren nach demselben Prinzip.
Sie schaffen einerseits
ein Korsett aus Verboten
und Geboten
und machen aber vor allem
auch unglaublich Angst
beziehungsweise erzeugen
das Gefühl,
dass du schwach bist,
wenn du sie nicht einhältst.
Und ein entspanntes Verhältnis
zu essen
und zu deinem eigenen Körper
wird dadurch unmöglich.
Also wenn du das
die ganze Zeit einhalten musst,
dann Halleluja
und nicht davon abweichen darfst.
Und wie gesagt,
alleine dieser Tonfall,
also wenn wir das
über uns selber denken,
wenn wir uns so
objektifizieren
und instrumentalisieren,
für wen?
Wozu?
Und das bringt mich tatsächlich
auch zum nächsten Punkt,
dich nämlich wirklich mal zu fragen.
Und die eigentliche Frage ist auch,
wozu will ich denn überhaupt
diesen Skinny Körper?
Also meiner Meinung nach
und das sehe ich auch täglich
in meinen Coachings,
ist das Streben nach
einem bestimmten Körperideal
nur das Mittel,
um ein dahinterstehendes Bedürfnis
zu befriedigen.
Das heißt,
vielleicht geht es dir darum,
Anerkennung zu bekommen
und zu zeigen,
dass du ebenfalls
Stärke besitzt
und diszipliniert besitzt,
Disziplin besitzt.
Vielleicht wurde dir
früher irgendwann mal gesagt,
hey, du bist so disziplinlos
oder du musst dich
nur mehr anstrengen
oder du willst es ja
nur nicht genug.
Und dann ist das eben
die Anleitung
für Disziplin
und etwas,
was dir,
wenn du es erreichst
und wie gesagt,
das kann kurzfristig
und wird wahrscheinlich
auch kurzfristig funktionieren.
Aber sobald du dort loslässt,
bist du in der Gefahrenen,
Jojo-Diäteffekt zu haben
und damit vielleicht auch
dein Setpoint langfristig
nach oben zu schrauben.
Ja, auch das geht.
Oder vielleicht geht es dir
auch um Liebe und Verbindung,
weil du glaubst,
nur liebenswert zu sein
oder nur dazu zu gehören.
Und das ist ja auch genau das,
was diese Communities machen,
wenn sie sagen dir,
du gehörst dazu,
wenn du die Regeln befolgst
oder du gehörst dazu,
wenn du dünn bist
oder du hast vielleicht
selber ein Umfeld,
was sehr,
ja,
Diät-fokussiert ist
oder sehr sportfokussiert ist
und wenn du dann eben
nicht so skinny
oder,
kann jetzt auch im sportlichen Modus sein,
aber hier in diesem Fall eben,
wenn du dann nicht skinny aussiehst,
dann gehörst du nicht dazu.
Ja gut,
dir geht Verbindung verloren
oder geht vielleicht auch Liebe verloren
oder du denkst
oder findest vielleicht auch Partner ausgeben
genau diesem Umfeld,
die genau das eben wieder befürworten.
Und das macht es wahnsinnig gefährlich,
weil wenn wir nur Liebe
und Verbindung bekommen,
solange wir so dünn sind,
dann ist natürlich die Gefahr
oder denken das nur darüber zu bekommen,
dann ist die Gefahr,
diesen Körper oder dieses Ideal loszulassen,
existenziell bedrohlich,
weil ohne Verbindung und Gemeinschaft
wären wir früher gestorben.
Oder vielleicht ist auch ein Bedürfnis
oder du suchst nach dem Gefühl von Sicherheit
in einer Welt,
die sehr unberechenbar erscheint,
weil Regeln schaffen natürlich auch
einen wahnsinnigen Rahmen,
der eben auch Struktur gibt
und das Gefühl von,
ich kann mich hier an etwas festhalten.
Also die Frage ist wirklich,
wozu brauche ich solche Regeln
oder wozu brauche ich diesen Körper?
Denn eines ist klar,
in der Welt von Skinny Talk
steht Skinny sein über allem
und wird das eben genau als
elitär und erstrebenswert
und ja,
das Nonplusultra verkauft.
Und wenn du das geschafft hast,
ja dann bist du halt Queen.
Aber die Frage wirklich
nochmal für dich anzuschauen,
wozu will ich das?
Wozu will ich Skinny sein?
Was?
Also würdest du es auch noch wollen?
Und das ist jetzt wirklich eine Frage,
die ich dir gerne mitgeben möchte.
Was, wenn du diesen Skinny-Körper erreicht hast
und niemand sieht es?
Wie wichtig wäre es dir dann?
Also mal angenommen,
du müsstest diese ganzen Regeln
befolgen und
ja, einfach all diese Regeln
und Verpflichtungen auch in Kauf nehmen
und keiner würde es sehen.
Wäre es dir dann noch so wichtig?
Das kann ein Hinweis darauf sein,
welches Bedürfnis auch dahinter steht.
Und genau diese Dinge,
also der Fokus auf einen bestimmten Körper,
die strikten Regeln,
die Zwanghaftigkeit
sind genau die Dinge,
die die Lebensqualität der Frauen,
die zu mir ins Coaching kommen
und ja auch meine eigene damals
so massiv eingeschränkt haben.
Also das ist doch das
und deswegen jetzt die Frage nochmal,
warum ist Skinny-Talk eigentlich so gefährlich?
Ich denke,
es sollte jetzt schon rausgekommen sein,
aber was eben wirklich
so besonders gefährlich ist,
ist, dass all diese Verhaltensweisen
und Regeln
nicht mehr als eine Diät,
wie gesagt bei ProAnna,
damals war es noch sehr deutlich,
da war mir klar,
okay ProAnna, Anorexie,
das ist eine Krankheit,
das steckt irgendwie noch drin,
dass das nichts Gesundes ist.
In Skinny-Talk steckt das nicht drin,
denn hier ist es ja angeblich keine Diät,
sondern eben ein Lifestyle,
weil eine Diät macht man ja nur kurzfristig,
ein Lifestyle macht man dauerhaft
und Lifestyle klingt ja auch super gesund
und angeblich auch eben etwas,
was du ein Leben lang durchhalten musst,
denn dieser dünne Körper ist ja nur geborgt
für die Zeit,
in der du diese strengen Regeln auch einhältst.
Bedeutet aber auch,
du kannst nie wieder damit aufhören,
weil sonst,
wie gesagt,
fliegt der Jojo-Effekt um die Ohren
und du bist gefangen
in einem endlosen Kreislauf aus,
Kontrolle und Angst.
Und dazu kommt,
egal wie sehr du versuchst,
so zu essen
und dich genauso zu bewegen
und genau diese,
also du hast ja auch hier
What I Eat In A Days
und wie ich mich bewege
und was ich mache für meinen Skinny-Körper,
es ist so viele Anleitungen wieder,
aber selbst,
wenn du dir anschaust,
ein Ist das,
um Skinny zu sein,
wirst du nicht automatisch so aussehen,
wie diese Person,
die genau das gezeigt hat,
denn jeder Körper ist individuell.
Das heißt,
selbst wenn wir uns exakt gleich
bewegen, ernähren,
die gleiche Schlafroutine,
alles gleich machen würden,
wir würden nicht genauso aussehen,
wie diese Person,
die das hat,
weil jeder Körper genetisch individuell ist
und eine unterschiedliche Veranlagung hat
und die bestimmt,
wo unser Körper am gesündesten ist
und wie er aussieht,
wie sich Fett verteilt,
wie sich Muskeln verteilen,
wie sich alles verteilt.
Das heißt,
für manche Menschen
oder für Menschen mit,
ja,
mit einem ausgeprägten Sinn
auch für richtig und falsch,
also gerade so,
wenn man zu Schwarz-Weiß-Denken neigt,
also das auch sehr in Schubladen steckt
oder eben auch Perfektionismus,
sind diese Vorgaben
extrem gefährlich,
weil nicht jeder,
der eine Diät macht
oder eben der auch,
der diese Regeln befolgt,
entwickelt vielleicht auch gleich
eine Essstörung.
Aber wenn wir bestimmte
Charaktereigenschaften haben,
eben unter anderem
diesen Perfektionismus
oder aber auch Erfahrungen
oder dann noch Trigger
im Außenhinzug
um Lebensumstände,
dann können diese scheinbar harmlosen
oder gut gemeinten Tipps
sich ruckzuck
in eine handfeste Essstörung verwandeln
und viele Essstörungen
beziehungsweise auch Frauen,
die zu mir kommen,
geben sich im Endeffekt
sogar selber noch die Schuld dafür
und es tut mir so, so leid,
weil ich habe so, so viele Frauen gehabt,
die gesagt haben,
ja, aber ich bin ja selber dran schuld,
weil ich bin ja auf Diät gegangen
oder ich bin ja selber dran schuld,
weil ich habe ja genau sowas hier befolgt.
Nein, du bist nicht dran schuld,
aber wenn wir diesen Lügen
und letzten Endes sind es Lügen erliegen,
dann sind wir einfach,
wenn wir eine bestimmte Veranlagung haben,
auch gefährdet dafür
und deswegen ist es mir auch so wichtig,
hier Bewusstsein zu schaffen,
weil es gibt auch Menschen,
wie gesagt,
die nicht abnehmen,
trotz dieser extremen Methoden,
weil ihre Körpers einfach anders funktionieren
und die bleiben dann
mit einem Gefühl von Unzulunglänglichkeit
und ebenfalls versagen zurück.
Das heißt, egal wie,
es ist letzten Endes ein Extrem
und es ist etwas extrem Ungesundes
und niemand versagt aber,
wie gesagt,
selbst wenn wir diese ganzen Gebote einhalten,
werden wir diesen Körper dann damit nicht erreicht.
Im Gegenteil,
es sind die wenigsten,
wie gesagt,
und ich werde mich da wiederholen,
wie ein Uhrwerk,
die wirklich auch untergewichtig werden
und um Skinny zu sein,
also Skinny sagt das ja schon
oder auch Lean und definiert,
musst du einen extrem geringen Fettanteil haben.
Das ist für die meisten Frauen
und gerade die Frauen,
die das übrigens haben,
neigen auch zu Periodenverlust,
wir sind mal wieder beim Thema von letzter Woche
und verlieren, wie gesagt,
sogar ihre Periode
und es ist, wie gesagt,
ja dann erst recht nicht gesund,
weil die Periode ist auch ein Anzeichen
für einen gesunden Körper.
Aber um so Skinny und so Lean zu sein,
brauchst du so wenig Körperfett.
Also ich habe auch
erst ab einem bestimmten Körperfettanteil
meine Periode zurückzubekommen.
Also von Skinny war ich da
oder dem, was hier
diese Skinny-Lean-Community promotet,
war ich weit entfernt
und dabei war ich damals
noch nicht mal gesund.
Das heißt,
was ist jetzt die Alternative?
Also einerseits bitte schon mal
nicht den Algorithmus füttern,
aber vor allem eben auch das,
was ich ja in der Arbeit
auch mit mir gemacht habe,
aber eben jetzt auch
mit meinen Coaches,
nämlich die Arbeit
an einem gesunden Selbst
und an einer liebevollen Beziehung
zu dir selbst
und zu deinem Körper
unabhängig von seiner Form.
Deswegen,
ich bin auch absolute Vertreterin
von Health at Every Size,
also gesunden Lebens,
ja einfach
einen gesunden Lebensstil
und wie gesagt,
was ist gesund?
Einer, der dich glücklich macht,
nämlich zum Beispiel
zu verstehen,
dass Gesundheit
nicht an eine bestimmte
Körperform gebunden ist.
Also wie gesagt,
Menschen in einem BMI
von 23, 24, 25 oder 26,
die können deutlich gesünder sein
als jemand in einem BMI
von 18, 19, 20.
Und auch zu verstehen,
dass dein Wert als Mensch
nichts mit deiner Kleidergröße
zu tun hat.
Und so mehr wir uns natürlich
mit solchen Inhalten umgeben,
umso schwieriger wird es,
das zu glauben.
Also es ist wirklich
ein Brainwash.
Aber dein Wert als Mensch
und wie gesagt,
was schätzt du denn an Menschen,
die du magst?
Ihre Kleidergröße?
Dass sie definierte Apps haben?
Weiß ich jetzt nicht.
Das heißt,
auch zu verstehen,
dass du Essen genießen darfst,
dass du eben kein Hund bist,
der eine Überlohnung braucht,
sondern dass es ganz normaler
Bestandteil des Lebens ist
und dass du dich
nicht schuldig fühlen musst,
wenn du einfach auch mal
emotional bist
und Bewegung nicht zu etwas
zu machen,
was abgehakt wird,
was mit Schrittzähler
verfolgt werden muss.
Weil ganz ehrlich,
weiß ich nicht,
was ist,
wenn dir die letzten 100 Schritte
fehlen?
Was machst du dann?
Brennst du dann noch einmal
um dein Bett rum?
Oder also wo ist da die Freiheit?
Wo ist da die Freude?
Bewegung sollte aber etwas sein,
was Freude macht
und nicht Zwang.
Und das ist genau das,
was uns auch hilft,
unser natürlich gesundes Gewicht
zu halten,
wenn wir Bewegung finden,
die uns einfach Freude macht.
Bewegung, die wir,
also was ist Bewegung,
die Freude macht?
Bewegung, die wir auch machen würden,
wenn sie überhaupt keine Energie
oder so keine Kalorien verbrennt.
Und eben den Fokus
auf Selbstversorge zu legen
und zwar auf die Bedürfnisse
deines Körpers.
Also zu schauen,
was brauche ich wirklich?
Was ist mir wirklich wichtig?
Und auf deinen Körper zu hören,
wenn er sagt,
hey, ich habe Hunger.
Auf ihn zu hören,
wenn er sagt,
hey, ich habe Appetit auf etwas
oder hey, ich brauche Ruhe
oder ich möchte mich erholen.
Übrigens das,
was mich von letzter Woche krank
zu dieser Woche wieder topfit
gebracht hat,
innerhalb von drei Tagen.
Ich habe meinem Körper
einfach absolute Ruhe gegeben
und Energie.
Und das ist für mich
Selbstversorge,
also ihm wirklich zuzuhören,
zu lernen,
ihn wieder zu verstehen.
Und das müssen wir wirklich
erst wieder lernen,
wenn wir ständig mit solchen
toxischen Botschaften
umgeben sind.
Und genau darum geht es,
eben das wieder zu entwickeln.
Und ich habe auf meiner
Recovery-Reise gelernt,
dass wahre Freiheit
nicht darin besteht,
einen bestimmten Körper zu haben,
sondern einen Körper zu haben,
um darin ein Leben zu führen,
in dem sich die Gedanken
eben nicht die ganze Zeit
an Essen,
an Kalorien,
an Bewegung,
an Schritte knüpfen
und mich zu befreien
von genau diesen
gesellschaftlichen Grenzen.
Und ich bin so, so froh.
Also ganz ehrlich,
hätte ich das nicht gemacht,
dann wäre ich spätestens jetzt
wieder voll dabei gewesen
und hätte gedacht,
okay, dann probiere ich es
jetzt so nochmal,
dann mache ich jetzt das nochmal,
mein Regelwerk wäre gewachsen
mit all diesen Tipps.
Und diese Regeln
oder beziehungsweise
auch diese Trends,
wie gesagt,
die ändern sich
alle Jahre wieder.
Und wie gesagt,
Skinny Talk ist echt blöd
für diejenigen,
die sich gerade
einen richtig schönen Po
antrainiert haben,
weil der ist ja bei Skinny
nicht gern gesehen.
Skinny hat keine Kurven.
Das heißt,
was ist mit denen?
Und willst du wirklich,
dass dein Körper
ein Trend ist,
der, weiß ich nicht,
wie gesagt,
sich gefühlt einmal im Jahr
verändert und dem
du dann nacheifern musst?
Und was ist,
wenn dein Körper alt hat?
Was ist denn dann?
Weil,
hm,
unsere Figur können wir
vielleicht eine Weile beeinflussen,
was wir aber auch
nicht beeinflussen können,
beziehungsweise auch,
dass sich in Dubai ja
nur allzu oft
auch wie das schief geht,
wenn wir versuchen,
uns gegen diese,
also uns eigentlich immer
gegen die Natürlichkeit
unseres Körpers zu wehren.
Das heißt,
wenn wir aufhören,
Trends zu folgen
und anfangen,
uns selber nicht mehr
als Trend zu sehen,
dann haben wir eine wahre Chance
auf echtes Glück.
Das heißt,
wenn du dich davon
schon beeinflusst fühlst
oder jemanden kennst,
der davon beeinflusst wird,
also auch als Angehörige,
hier ganz wichtig,
oder vielleicht auch als Partner,
dann,
ja,
hier mal ein paar Schritte
für dich,
die dir helfen können.
Also reflektiere dich
wirklich gerne kritisch.
Frag dich bei jedem
Skinny Talk Video,
was dir vielleicht doch
auf die eine oder andere Weise
über den Weg läuft,
welches tieferes Bedürfnis
versuche ich hier zu erfüllen?
Will ich Anerkennung?
Okay,
aber will ich Anerkennung
wirklich so?
Oder will ich Zugehörigkeit
wirklich so
oder zu dieser Gruppe
von Menschen?
Weil es gibt ja auch genug
andere Gruppen.
Und wie gesagt,
ganz großer Tipp,
bitte nicht eingeben,
gestalte deinen Feed,
sei das jetzt auf Instagram
oder auf TikTok
wirklich bewusst.
Dieser Algorithmus
ist echt der Teufel
und er wird dir mehr
von dem zeigen,
was du ansiehst.
Also ich habe mir
natürlich ein Katzenvideo
angesehen,
jetzt kriege ich
wieder ständig Katzenvideos,
das ist aber wenigstens
noch lustig.
Wie gesagt,
auf TikTok habe ich mir
das Ganze jetzt mal
angeschaut.
Ich bin da ja,
wie gesagt,
sonst nicht,
wenn ich jetzt TikTok
aufmache,
das Erste,
was kommt,
ist Skinny Talk.
Ole, ole,
ich habe es da reingeschafft.
Ja, klasse.
Wie gesagt,
mich triggert das nicht mehr,
aber deswegen wirklich
Achtsamkeit
und auch,
ja,
wie gesagt,
gerade Teenager,
die meisten auf TikTok
sind sehr, sehr jung,
sind genau die anfällige
Zielgruppe.
Das heißt,
hier wirklich auch
aufzuklären,
wenn du jemanden hast.
Also auch,
wie funktioniert der Algorithmus?
Nur weil der uns plötzlich
ständig solche Videos ausspielt,
heißt das ja nicht,
dass es jetzt nur noch
das auf der Welt gibt,
aber das kann eben
genau das Gefühl sein,
was entsteht.
Also nach meinem Tag im Bett
habe ich echt gedacht,
oh Gott,
die ganze Welt ist jetzt
auf Skinny Talk.
Nein,
ist sie nicht.
Und such dir echte Gemeinschaft,
weil,
wie gesagt,
Essstörungen lieben die Einsamkeit
und so eine Gemeinschaft zu finden,
in der man auch noch
befüttert wird
und die den Essgestörten
Anteil in dir stärkt,
ist natürlich
mega,
mega gefährlich.
Das heißt,
such dir wirklich Menschen
oder eine Menschengruppe,
die sich für deinen Sein wertschätzt,
nicht für das,
wie du aussiehst
oder wie diszipliniert du bist
oder wie viel du leistest.
Und genau das ist ja auch,
was ich mit meiner Soulgroup
als Gegenentwurf gemacht habe,
nämlich eine unterstützende Gruppe,
die sich gegen diese Trends stellt,
die auch offen darüber spricht,
die ein neues Umfeld
und eine Gegenbewegung macht
und sich eben dabei auch unterstützt,
selbst mit Gefühl aufzubauen
und den wahren Wert zu erkennen,
diese innere Stärke,
die Besonderheit in dir
und nicht an dir,
weil du eine bestimmte Körperform hast,
sondern weil du bist,
wie du bist,
weil du als Mensch wertvoll bist
und dich eben auch genau dafür
kennenzulernen und auch anzuerkennen,
was dich wirklich besonders macht.
Und ich sage dir,
also wirklich,
ich habe es vorher echt gedacht,
aber,
also ich möchte nicht mit einer Hülle
von Mensch befreundet sein
oder mit jemandem,
der nur noch in dieser Bubble ist,
weil die Welt ist einfach
unglaublich klein darin.
Und wenn du sagst,
okay,
ich bin,
merke,
ich bin da irgendwie schon drin
oder,
oh,
das triggert mich total
oder ich neige dazu,
mein Essverhalten daran
wieder anzufassen
oder,
ja,
bin vielleicht schon dabei
und habe schon ganz schön viel verändert
oder habe hier
vielleicht auch einen neuen
Bewegungsdrang entwickelt,
dann bitte
such dir professionelle Unterstützung.
Also sei das jetzt
ein Therapeut
oder auch,
und bitte jemand,
also gerade bei Therapeuten
und Ernährungsberatung,
aber auch bei Recovery Coaches,
such dir bitte wirklich jemanden,
der auf Essstörungen spezialisiert ist.
Also gerade bei Ernährungsberatern,
die sind ja auch nicht gefeit davor.
Auch die können solchen Trends erliegen.
Deswegen hier bitte wirklich gucken,
wer ist geeignet
oder eben
wirklich einen,
ja,
zertifizierten Coach
oder jemand,
der sich wirklich mit der Thematik auskennt.
Und wie gesagt,
super gerne auch einfach bei mir,
wenn du dir unsicher bist,
einen Discovery Call kostenfrei buchen,
dann schauen wir,
wo du stehst
und was du vielleicht jetzt auch
im nächsten Schritt brauchst.
Und gerade ganz wichtig auch
für Angehörige,
aber vielleicht auch,
wenn du jemand bist,
der vielleicht doch selber
mit Menschen mit Essstörungen
oder eben so einer vulnerablen
Zielgruppe arbeitet,
also seien das auch Teenager
oder in Jugendsozialgruppen,
was auch immer,
dann sei hier das Vorbild,
was du dir auch wünschst,
ja,
was du vielleicht selber gerne gehabt hattest.
Das heißt,
wir können hier der positive
Gegenentwurf sein.
Und das ist ja auch das,
was ich sein möchte,
auch auf meinem Instagram-Kanal
und eben aber auch hier
in diesem Podcast,
weil wir haben nun mal Einfluss
und es gibt Menschen,
die anders denken.
Und hier einen liebevollen Umgang
und einen entspannten Umgang
auch mit Essen,
aber auch mit unserem Körper,
mit, ja,
auch mit Leisten
und mit all diesen Trends,
die eben in der Gesellschaft
da sind,
zu zeigen
und hier auch einen
Gegenentwurf aufzumachen,
kann eben zeigen,
dass es auch andere Wege gibt.
Und meine Mission ist es ja,
genau diese Gegenbewegung
zu jeglichen Trends
dieser Art auch zu schaffen,
weil ich habe mir gedacht so,
hey,
wir sind doch die Gesellschaft.
Jeder Einzelne von uns
trägt zur Gesellschaft bei.
also,
hm,
wenn ich dir,
und wie gesagt,
ich war diejenige,
die damals auch sehr
orthorektische Tipps gegeben hat
und es tut mir bis heute leid,
dass ich mir gedacht,
wenn ich damals Einfluss
in die Richtung hatte,
dann kann ich heute auch Einfluss
in die andere Richtung machen
und,
ja,
mir einfach auch erlauben,
ich selbst zu sein,
nicht perfekt zu sein.
Ich meine,
wozu denn?
Was nützt dir Perfektion
und was ist Perfektion überhaupt?
Deswegen,
ja,
wie gesagt,
wenn du merkst,
ich will das eigentlich
selber nicht mehr
oder es kotzt mich auch an,
dass es so ist,
dann können wir genau
diejenigen sein,
die den entscheidenden
Unterschied machen,
indem wir vorleben,
wie es auch anders sein kann.
Ja,
in diesem Sinne,
lass uns gern zum Abschluss kommen.
Ich glaube,
das war hier schon
wirklich ein langer Podcast.
Wie gesagt,
Skinny Talk
ist nicht der erste
dieser Trends
und er wird vermutlich
auch nicht der letzte sein,
aber
je mehr wir verstehen,
was dahinter steckt
und welche Bedürfnisse
wir eigentlich versuchen
zu befriedigen
und zu versuchen,
wirklich uns auch
dieser Auswirkungen
bewusst zu sein,
also wirklich
dieses Bewusstsein
auch zu schaffen
von ja,
das gibt es
und nein,
ich muss dem aber nicht folgen
und es gibt noch andere Wege,
das ist wirklich
der beste Schutz.
Also wirklich auch
frühzeitig zu erkennen,
ist da vielleicht auch jemand drin,
bin ich selber da drin
und eben auch zu überlegen,
wie möchte ich wirklich sein?
Wie gesagt,
eine Recovery
ist für mich
immer auch eine Discovery,
deswegen habe ich auch
mein Gruppencoaching
Rediscover genannt,
weil wir sind nicht
mit diesen Trends
auf die Welt gekommen.
Wir wurden
damit übergestülpt
und wie gesagt,
es geht immer zeitiger los
und sobald jemand
ein Handy in der Hand hat
und TikTok bedienen kann,
ist man in dieser Bubble drin
und was wir aber machen wollen
oder was ich auch gerne
in die Welt bringen möchte,
ist eben,
sich vor genau diesen Trends
wieder freizumachen.
All diese Hüllen,
die wir über uns rumgelegt haben,
uns daraus zu befreien
und zu entdecken,
wer wir darunter sind
und was es eben auch bedeutet,
ein Leben in Freiheit zu führen,
in dem du die Hauptrolle spielst
und nicht deine Angst
oder irgendwelche
gesellschaftlichen Erwartungen,
weil die größte Freiheit
entsteht genau da,
wo wir uns frei davon machen.
Vielen Dank,
dass du dir Zeit
für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe,
diese Folge hat
einen kleinen positiven Unterschied
in deinem Tag gemacht.
Mit deiner
Fünf-Sterne-Bewertung
kannst du genau diesen Unterschied
auch im Leben
anderer lebenshoniger Frauen bewirken,
die diesen Podcast
noch nicht gefunden haben
und sich ebenfalls
nach einem Leben
in Freiheit
und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen
und freue mich,
auf Instagram
mit dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links
findest du in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
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