#42 "Ich hatte unglaubliches Glück" – Madeleines Geschichte (Teil 1)
Ihr persönlicher Weg von der Essstörung in die Freiheit und Selbstliebe
04.02.2026 55 min
Zusammenfassung & Show Notes
In diesem Interview teilt Madeleine ihren Weg in die Freiheit und Selbstliebe – nach 14 Jahren Essstörung. Sie spricht offen darüber, welche Funktionen die Essstörung für sie übernommen hat: Kontrolle, Sicherheit, Identität und ein Hilfeschrei nach außen. Und sie verrät, warum Heimlichkeit der größte Fehler war, den sie jahrelang gemacht hat.
In dieser inspirierenden Folge spreche ich mit Madeleine Karasch über ihren Weg in die Freiheit und ein Leben voll Selbstliebe. Ein Weg, den sie beinahe nicht hätte mit uns teilen können, denn bereits mit 13 Jahren, nur drei Monate nach Beginn ihrer Essstörung, gab Madeleines Körper beinahe auf. Er konnte einfach nicht mehr. Madeleine hatte unglaubliches Glück und heute, nach 14 Jahren Essstörung, ist sie vollständig recovered. In diesem Interview teilt sie, was sie auf ihrem Weg in die Freiheit und Selbstliebe wirklich gelernt hat.
Wir sprechen offen darüber, welche Funktionen die Essstörung für sie übernommen hat: Kontrolle, als im Außen alles wegbrach. Sicherheit, die ihr niemand nehmen konnte. Identität, weil sie endlich wusste, wo sie hingehört. Und ein Hilfeschrei, als alle anderen Versuche, gesehen zu werden, gescheitert waren.
Sie erklärt, warum genau diese Funktionen das Loslassen so schwer machen – und warum die Heimlichkeit rund um ihre Bulimie der größte Fehler war, den sie jahrelang gemacht hat.
In dieser Episode erfährst du:
- Welche Funktionen die Essstörung übernehmen kann – von Kontrolle über Identität bis zum Hilfeschrei nach außen
- Warum das Gefühl "Endlich gehöre ich irgendwo dazu" dich an der Essstörung festhalten lässt
- Was passiert, wenn du Rückfälle verheimlichst – und wie radikale Ehrlichkeit der Essstörung die Kraft nimmt
- Warum du nicht mit den gleichen Mitteln rauskommen kannst, die dich reingebracht haben
- Wie du Rückfälle als Lernchance statt als Versagen betrachten kannst
Diese Episode ist für dich, wenn...
- du spürst, dass die Essstörung mehr für dich tut, als dir vielleicht schon bewusst ist
- du nicht weißt, wie du mit Rückfällen umgehen kannst
- du verstehen willst, warum Kontrolle über den Körper so verlockend ist, wenn im Leben alles wackelt
---
Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
Neue Episode jeden Mittwoch um 6 Uhr
Bleib in Verbindung: Abonniere den Podcast, folge mir auf Instagram @romy_hoerbe oder schreibe mir eine E-Mail mit deinen Fragen und Themenwünschen. Dies ist unser gemeinsamer Raum – lass uns zusammen entdecken, was jenseits der Essstörung auf dich wartet!
Meine Ausbildungen
Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
Neue Episode jeden Mittwoch um 6 Uhr
Bleib in Verbindung: Abonniere den Podcast, folge mir auf Instagram @romy_hoerbe oder schreibe mir eine E-Mail mit deinen Fragen und Themenwünschen. Dies ist unser gemeinsamer Raum – lass uns zusammen entdecken, was jenseits der Essstörung auf dich wartet!
Meine Ausbildungen
- CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
- Zertifizierter Systemischer Coach (Coaching Akademie Weimar-Wiesbaden)
- Identity Transformation Coach (All In Academy Jackie Sharon Tamblyn)
Links:
🌐 Homepage: https://romy-hoerbe.de
📱 Instagram: https://www.instagram.com/romy_hoerbe
💌 Newsletter: https://romy-hoerbe.de/newsletter
✉️ E-Mail: romy@romy-hoerbe.de
Impressum: https://romy-hoerbe.de/impressum | Datenschutz: https://romy-hoerbe.de/datenschutzerklaerung
🌐 Homepage: https://romy-hoerbe.de
📱 Instagram: https://www.instagram.com/romy_hoerbe
💌 Newsletter: https://romy-hoerbe.de/newsletter
✉️ E-Mail: romy@romy-hoerbe.de
Impressum: https://romy-hoerbe.de/impressum | Datenschutz: https://romy-hoerbe.de/datenschutzerklaerung
Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Hallo und herzlich willkommen zurück.
Heute habe ich mir wieder einen Podcast-Gast eingeladen und ich muss sagen,
ich freue mich riesig, dass sie heute hier ist, denn wir haben uns eigentlich zwar erst so vor ziemlich genau
einem Jahr über Instagram überhaupt kennengelernt, aber tatsächlich fühlt es sich eher so an,
als würden wir uns schon unser halbes Leben kennen.
Und sie ist nicht nur ein wundervoller Herzmensch für mich geworden, sondern auch der Beweis dafür,
dass Recovery einfach verdammt viele Türen öffnet.
Denn wir kommen beide aus, ja doch jahrzehntelang könnte man glaube ich sagen, als Störungen.
Und früher wäre ich wohl eher mit ihr in Konkurrenzkampf gegangen, als eine tiefe, ehrliche Verbindung aufzubauen.
Und das wäre echt verdammt schade gewesen.
Und umso mehr freue ich mich, dass sie heute hier ist, um mit uns über ihren eigenen inspirierenden Recovery-Weg,
der durchaus auch einige Umwege hatte, zu sprechen.
Und zwar hin zu ihrem Fokusthema der Selbstliebe.
Und ja, ich freue mich riesig, dass du hier bist.
Herzlich willkommen, liebe Madeleine.
Hallo Romy, ich freue mich, danke.
Ah, verrückt unser Weg.
Aber bevor wir dazu kommen und zu allem, was sich so entwickelt hat an schönen Dingen.
Madeleine, magst du dich ganz kurz nochmal vorstellen, wer bist du, was machst du und überhaupt?
Nein, also für alle, die mich nicht kennen, so wie die Romy, ich bin Madeleine.
Ich bin 31 Jahre alt, lebe jetzt mittlerweile seit sieben Jahren in der Schweiz, habe Marketing studiert,
bin aber tatsächlich jetzt seit über einem Jahr auf dem Weg der Selbstliebe unterwegs und durfte ja auch dadurch auf dich stoßen.
Denn mein Thema ist natürlich auch der Kampf mit dem Körper und wieder in Einklang mit sich zu kommen.
Ich komme ursprünglich aus der Ecke von Köln, lebe jetzt aber bei Zürich und ja,
Ja, durfte jetzt vor vier Jahren tatsächlich meine Essstörung hinter mir lassen, nachdem ich 14 Jahre echt hart damit gekämpft habe.
Und heute sitze ich bei dir im Podcast.
Wer hätte das gedacht vor vier Jahren?
Ja, wer hätte das gedacht?
Das ist ja auch das Schöne, dass wirklich Dinge passieren, die man sich einfach, während man da drin steckt
oder sich vielleicht auch auf dem Weg raus macht, eigentlich gar nicht vorstellen können.
Aber bevor wir zu deinem Weg rauskommen, der natürlich, glaube ich, auch für unsere Hörer super spannend ist,
erzähl doch erstmal ganz kurz, wann hast du so gemerkt, dass du da überhaupt reingerutscht bist in die Essstörung?
Denn die beginnen ja ganz oft eher schleichend und daher die Frage an dich, wie hat es denn bei dir damals begonnen?
Und vor allem aber auch ganz spannend, weißt du vielleicht auch, welche Funktionen die Essstörung damals für dich hatte?
Ja, also natürlich jetzt rückblickend mit all der Erfahrung und all den Jahren in der Essstörung, aber auch aus der Essstörung,
ist mir ziemlich vieles bewusst und so wie bei vielen anderen hat es bei mir in der Pubertät angefangen mit der Essstörung.
Auch schleichend, aber doch super schnell schleichend.
Also das, muss ich sagen, ist rückblickend sehr erstaunlich, wie schnell sich so eine Essstörung integrieren kann.
Bei mir war es damals tatsächlich dieses typische, im Außen verändert sich ultra viel.
Also ich war 13 Jahre alt, so typisch gerade der Körper fängt an sich zu verändern.
Man kommt in die Pubertät, es ist sowieso sehr viel Umschwung, man ist in einer weiterführenden Schule.
Rückblickend lässt sich da bei mir aber auch sagen, dass ich jetzt weiß, dass die Essstörung nie nur gekommen ist,
weil so viele Versuche vorher auf mich aufmerksam zu machen und vorher meinen innerlichen Druck zu zeigen,
halt gescheitert sind.
Und dass deswegen dann irgendwann übers Essen ausgetragen wurde und nur ein paar Monate gedauert hat,
bis mein Körper tatsächlich komplett den Geist aufgegeben hat und ich auch eine Nahtoderfahrung hatte.
Also mit 13 hatte ich nach so drei, vier Monaten der Restriktion, wo ich halt langsam angefangen habe von,
ich esse keine Süßigkeiten mehr zu, ich esse plötzlich irgendwie noch nichtmals mehr Gemüse,
dass wirklich mein Körper gesagt hat, okay, ich kann nicht mehr, ich habe keine Reserven.
Ich war nie ein übergewichtiges Kind.
Ich war eher immer sehr stark untergewichtig schon.
Also auch nochmal vielleicht anders, ich bin jetzt nicht so typisch von,
ich war zu dick und wurde gemobbt und deswegen bin ich in eine Diät rein,
sondern wirklich bewusst war mir damals, im Außen ist so viel, was nicht in meiner Kontrolle liegt.
Ich habe über so wenig Kontrolle, wo hole ich mir diese Kontrolle her?
Und das war dann doch wieder ein relativ bewusster Schritt, dass ich dann gemerkt habe,
okay, über meinen Körper, da kann ich diese Kontrolle holen.
Und das ist so für mich auch rückblickend die Funktion, die die Essstörung im ersten Aspekt für mich hatte,
Kontrolle, Sicherheit, Kontrolle, die mir vor allem kein anderer im Außen nehmen kann.
Das war auch mein Thema, denn Kontrolle war da, aber vor allem von außen auf mich.
Und das war in diesem Lebensabschnitt, den ich da auch hatte, wo wirklich viele Dinge mir weggebrochen sind,
auch in meinem sozialen Umfeld, wo sehr viel Stabilität weggebrochen ist,
meinen Ansporn sozusagen über meinen Körper das wiederzuholen.
Natürlich nicht mit dem Bewusstsein, ich möchte jetzt in eine Essstörung rutschen.
Das ist natürlich klar.
Das sage ich ja auch immer wieder.
Das ist ja nicht so, dass wir entscheiden, oh ja, jetzt entwickle ich mal eine Essstörung.
Also ganz oft ist das ja auch was, was man sich vielleicht auch vornimmt,
so dieses, ja, weil ich mal auf eine Diät gegangen bin oder weil ich mal habe ich eine Essstörung entwickelt.
Aber ich sage immer, es ist ja keine bewusste Entscheidung.
Und auch wie du das gerade beschreibst, ging es eben ja wirklich eher um dieses,
also auch die Frage, was hat es dir eigentlich gegeben, was du dir auf andere Weise nicht geben konntest.
Und ich sage immer, es ist auf einer Ebene, wenn nicht mehr viel übrig bleibt,
ja viel, viel einfacher, sich Kontrolle über den eigenen Körper
oder eben das, was auch in den Körper rein oder raus geht, zu holen.
Also hat ja auch viel mit Autonomie zu tun, wenn sie vielleicht an anderen Stellen fehlt.
oder wie du das ja auch beschreibst, man vielleicht auch offensichtlich ein sehr kontrollierendes Umfeld hat,
wo es vielleicht auch viele Vorgaben oder Regeln gibt.
Und welche Möglichkeiten hat man denn dann noch?
Ja, absolut, absolut.
Rückblickend kann ich dazu auch noch einfach sagen,
heute nach meinem Stand, den ich jetzt seit letztem Jahr auch noch habe,
da hat es auch noch mal einiges geändert,
war das für mich vor allem auch ein sehr großer,
weil du jetzt gerade den Identitätsaspekt auch oder den Integritätsaspekt auch so ein bisschen hattest,
dass man halt für sich selber auch Dinge macht.
Ich bin sehr, sehr früh erwachsen geworden,
weil ich einfach aus meinen Familienverhältnissen musste
und habe schon sehr, sehr viel für mich selber erreicht.
Aber durch dieses zu früh Erwachsenwerden
ist natürlich innerlich das innere Kind an den Punkt gekommen,
wo es eben nicht gesehen wurde
und wo ich dann jetzt auch sage,
die Essstörung war damals eigentlich der größte Hilfeschrei.
Der größte Hilfeschrei nach außen zu sagen,
Leute, bei mir geht so vieles daneben,
ich weiß gar nicht, wer ich bin
und diese Funktion hat sie dann auch übernommen für mich.
Also eigentlich hat die Essstörung sehr viele Funktionen übernommen.
Nicht nur den Kontrollverlust und dann Kontroll-Zurückgewinnung,
sondern auch Identitätsfaktor.
Also, dass ich sehr schnell auch, als ich dann verstanden habe,
oh wow, ja, ich habe eine Essstörung,
war es nicht so, oh scheiße, will ich nicht,
sondern, oh, endlich weiß ich, wo ich reinpasse.
Und ich denke, das fühlen ganz, ganz viele,
die diesen Weg unbewusst wählen,
dass man plötzlich weiß, oh ja, ich passe irgendwo rein,
ich gehöre irgendwo dazu und das ist meine Stärke.
Und deswegen klammert man auch so stark an dieser Erkrankung.
Ja, da hast du absolut recht.
Also ich muss auch sagen,
hast du eine Diagnose relativ schnell bekommen
oder wann war dir das klappen?
Also sagen wir mal so,
ich habe von Diagnose beziehungsweise von Anfang der Essstörung
bis zur Diagnose verging ein halbes Jahr,
weil ich eben dann den Herzstillstand hatte
und meine Mutter mich wirklich wiederbeleben musste.
Ich hatte Riesenglück, dass überhaupt jemand zu Hause war.
Ich war schon wochenlang durch meine Unterernährung
ans Bett gefesselt,
weil mein Körper halt keine Kraft mehr hatte.
Problem bei mir damals war halt wirklich
meine biologische Vorgeschichte,
dass ich immer untergewichtig war.
meine Mutter ist schon sehr früh mit mir zu Ärzten
und hat gesagt, da stimmt was nicht mit meiner Tochter.
da, also ist klar, wenn eine 13-Jährige zur Mama geht und sagt,
verbiete mir mal bitte Süßigkeiten,
was sie natürlich nicht getan hat.
und dann aber anfängt auch, nee, das esse ich nicht mehr,
das esse ich nicht mehr.
Ich wurde dann auch Vegetarierin
und meine Mutter hat das früh, früh gemerkt,
gespürt und mich zu Ärzten geschleppt,
aber die haben alle Entwarnungen gegeben,
alle so, ihre Tochter ist schon untergewichtig,
das ist eine normale Gewichtsentwicklung,
also halt einfach dieses Oberflächliche.
Aber als natürlich dann der Herzstillstand kam
und ich in mehrfach tatsächlich auch in die Notaufnahme geliefert wurde
und man halt körperlich nichts finden konnte,
ging es zum Psychologen.
Und da war dann nach so einem speziellen psychologischen Test,
den ich machen musste,
kam dann die Psychologin rein und meinte,
Madeleine, du hast Anorexie.
Und das war dann für mich schon,
also ich werde es nie vergessen,
es war für mich wie ein Schlag ins Gesicht,
weil ich selber mich mit der Thematik nie beschäftigt habe.
So, also und daran erkennt man halt dieses Unterbewusste,
dass es wirklich nichts ist, was du dir bewusst aussuchst,
sondern dass es wie Mechanismen sind und,
ich will jetzt, es klingt blöd,
aber natürliche Reihenfolgen, die das Gehirn abgeht,
was man für sich als Rettungsversuch,
als Überlebensstrategie sucht, ja.
Sonst wäre es ja auch keine Erkrankung mit Symptomen,
die so viele gleich betreffen.
aber dass es wie so eine natürliche Abfolge war
mit Dingen, die man macht, um sich selber zu helfen,
die aber dann in etwas enden,
was komplett nicht mehr hilfreich ist,
sondern zerstörerisch.
Und dann habe ich mich damit auseinandergesetzt
und dann habe ich gelesen
und dann bin ich da rein
und dann habe ich gesagt, so,
ich bin die Mager, so.
Hm, mich.
Also dann wirklich die Identifizierung
auch eigentlich mit der Diagnose,
die dann erst stattfinden konnte,
die dir aber auch eine Orientierung gegeben hat,
was bin ich,
wo gehöre ich vielleicht aber auch,
also viel Zugehörigkeit letzten Endes,
ah, ich gehöre zu denen.
Deswegen sind ja Diagnosen oft auch,
teilweise auch erstmal eine Erlösung.
Also bei mir war es ja so,
dass ich 20 Jahre später erst die Diagnose gekriegt habe,
obwohl ich ja auch,
also wie du,
sehr früh,
also mit elf tatsächlich,
ja auch schon zum Psychologen geschleift wurde,
weil meine Mama schon gemerkt hat,
also irgendwie so das mit dem Essverhalten,
das ist schon irgendwie komisch.
und ich hatte aber den Punkt,
dass ich halt im Normalgewicht war
und die Psychologen deswegen abgewunken haben
und gesagt haben,
naja,
das geht schon wieder
und ich dann das aber wirklich,
also über die 20 Jahre eigentlich mitgenommen habe
und mir gedacht habe,
nee, nee,
wenn da was wäre,
das hätten die ja erkannt.
Und als ich dann 2018 letzten Endes
ja erst die Diagnose bekommen habe,
war das wirklich,
ähnlich wie du es beschreibst,
wirklich erstmal so ein Gefühl von Erleichterung
und ah,
jetzt irgendwie doch,
jetzt gehöre ich irgendwie doch auch da dazu.
Also obwohl ich natürlich wusste,
es ist nicht gut,
weil es ist nicht so,
dass ich mich nicht in der Zwischenzeit
und bei den vielen Klinikaufenthalten,
gerade eben auch bei den anderen,
damit beschäftigt hätte,
aber zu wissen,
okay,
das ist es jetzt,
war trotzdem erstmal so ein Gefühl von Erleichterung
und ja,
wie du sagst,
auch so dieses,
ha,
jetzt gehöre ich dann doch auch offiziell dazu.
Ja,
und auch dieses,
ich weiß nicht,
wie du das erlebt hast,
aber was bei mir auch ein Faktor war,
dieses,
trotzdem,
man ist ja nicht umgeben
in dem normalen Umfeld
von ganz vielen Essgestörten.
das ist ja ein Faktor.
Genau.
Aber trotzdem dieses
Besonderheitsmerkmal zu haben,
das war auch lange etwas,
was mich so sehr da drin gehalten hat,
dieses,
ja,
aber ohne meine Essstörung
bin ich ja nichts mehr Besonderes,
dann gehe ich ja auch wieder unter.
Also,
es hat mir,
und das erzählst du ja auch deinen Klienten ganz viel
und ich verfolge das ja auch,
ich meine,
wären wir beide nicht beruflich in der Thematik,
hätten wir uns nie kennengelernt,
also ich bin so dankbar dafür.
Aber dieses,
dieses Opferverhalten,
so,
so hart es auch klingt,
aber es wird ja auf einen geachtet plötzlich,
wo vorher man irgendwie unten durchgefallen ist
und plötzlich steht man,
man will vielleicht nicht direkt im Mittelpunkt stehen,
aber man ist trotzdem halt nicht mehr unsichtbar.
Ja.
Ja?
Die anderen sehen einen,
die anderen nehmen einen wahr
und sehen auch,
okay,
der Person geht es nicht gut,
das heißt,
wir müssen nett zu ihr sein,
wir müssen uns ein bisschen um sie kümmern und so.
Und ich habe jahrelang
so hart an dieser Krankheit festgehalten,
weil ich einfach auch dachte,
ohne diese Krankheit
bin ich doch nichts mehr
und bin ich doch nichts mehr Besonderes.
und deswegen treten glaube ich auch so viele
in diesen Konkurrenzkampf.
Ich hatte das auch,
ich war nämlich in der Klinik,
in der Schule,
also ich war 6.7. Klasse
und ich war die erste Magersüchtige
auf der ganzen Schule.
Ja.
Okay,
das ist das Alleinstellungsmerkmal per se.
Ja.
Und in der Klasse ist es aber so gewesen,
dass als ich aus meiner ersten Klinik wiederkam,
meine Mitschülerin eindeutig in der Magersucht war,
weil es ihr zu Hause auch nicht gut ging
und ich habe es natürlich als erstes gecheckt
und jede essgestörte Person weiß das,
wir checken es als erstes.
Also die Person checkt es als erstes.
Und dann war es halt aber echt so,
dass da ein Konkurrenzkampf entstanden ist,
weil es war ja nicht mehr nur eine Person
dann besonders in dieser Klasse.
Ja.
Und das ist wirklich was echt gefährlich.
Zum einen,
du gehörst zwar irgendwo dazu,
aber zum anderen willst du irgendwie doch besser sein
und besonderer sein als andere.
Okay, das ist ja auch genau das,
weil dann gibt es ja erst recht kein Genug mehr,
weil vorher war niemand da,
mit dem man sich vergleichen konnte.
Jetzt kommt da auf einmal einer und macht es.
Ich hatte gerade so das Gebild,
wie wenn ein Geschwisterchen geboren wird
und du warst vorher Einzelkind
und auf einmal kommt da einer
und läuft dir deinen Rang ab.
Und das ist natürlich auch erst mal
ein bedrohliches Gefühl.
Und ich sehe das
oder habe das auch sehr viel
in den Kliniken gesehen.
Wie gesagt,
ich war ja auch nie auf einer reinen
Essstörungsstation auf einer Ebene,
aber auch da dieser Wettkampf untereinander
oder eben wirklich dann auch so Aussagen,
deswegen finde ich die auch so.
Und deswegen sage ich halt wirklich auch bitte
einfach nicht Körper oder irgendwas kommentieren.
und ich habe das bei Lehrern dann,
wir waren die Außenschule auch für unsere
Kinder- und Jugendpsychiatrie hier in Jena.
Und Lehrer kamen dann wirklich,
oh, du siehst ja wieder gut aus.
Das war das Schlimmste,
was man wirklich denjenigen,
die damals offiziell drin waren,
hätte sagen können.
Und weil es einfach wirklich das bedroht hat,
dieses, oh Gott,
ich verliere jetzt gerade diesen Status
und was habe ich dann,
was bin ich dann,
wie geht es dann eigentlich auch weiter?
Und das ist ja aber genau das,
was es eben auch zu entdecken gilt.
Und du hast ja letzten Endes,
also wir haben uns ja auch schon viel
so grundsätzlich darüber ausgetauscht,
wobei ich es echt spannend finde,
dass also so im Privaten die Essstörung
für uns ja überhaupt kein Thema mehr spielt.
Aber gerade wenn wir so über berufliche
Sachen unterhalten,
sind wir ja auch auf sehr viele
Gemeinsamkeiten auch gekommen.
Oder gerade am Anfang,
als wir das einmal,
ja,
so durchexerziert haben,
wie unsere Wege eigentlich waren,
dass wir uns hier gefunden haben.
und das Spannende ist ja,
dass auch du durch verschiedenste Formen
der Essstörung letzten Endes dann gegangen bist.
Kannst du uns da noch ein bisschen mitnehmen
auf deine Reise?
Also wie hat sich das so entwickelt
und hast du vielleicht auch eine Idee,
warum es immer wieder zu einer Verlagerung kam?
Also um da vielleicht auch noch mal
ein bisschen kurz,
ja,
eine Vorstory zu geben.
Essen oder Probleme mit dem Essen,
glaube ich,
hatte ich,
war bei mir wie prädestiniert schon von Geburt.
Also man muss ja auch immer
von so generationalen Traumata
auch noch mal draufschauen und alles.
Und bei mir ist wirklich Thema Essen
war irgendwie immer
ein zentrales Thema in meinem Leben.
Also sei es jetzt von,
dass ich meine Mutter mir immer schon erzählt habe,
als Kind hatte ich kein Sättigungsgefühl.
Also ich habe sie wirklich schon als Baby ausgesaugt,
sodass sie nach drei Monaten
mich nicht mehr nähren konnte.
Was ja auch schon irgendwie zeigt,
was da für ein Mangel bei mir geherrscht hat.
Ich auch sehr untergewichtig zur Welt gekommen bin,
obwohl ich zu spät geboren wurde,
dass da eigentlich körperlich schon sehr viel
mit der Thematik auch war,
anderen das bei uns zu Hause
immer schon auch ein Thema war,
weil meine Familie stark adipös ist
und ich und mein Bruder die einzigen sind,
die super, super dünn sind.
Also wir sind schon immer
aus dem Raster gefallen in der Familie
und das heißt,
es war immer so,
ich wurde gefilmt beim Essen.
Essen war immer so,
ja, meine Oma hat halt gedacht,
meine Mutter lässt uns verhungern,
weil wir so dünn sind,
so kriegsgenerationmäßig.
Das heißt,
wenn ich bei meiner Mutter,
bei meiner Oma essen war,
wurde ich fotografiert,
gefilmt.
Wenn ich bei meinem Vaterseite,
bei der Familie war,
die wirklich stark übergewichtig ist,
wurde ich auch immer recht gemobbt
für meine dünne Figur,
wurde immer gesagt,
isst doch mehr
und eigentlich haben wir eigentlich
gegessen wie ein Scheunendrescher,
also ich und mein Bruder.
und habe aber nie ein gesundes Verhältnis
tatsächlich in dem Sinne gelernt,
dass darauf kein Wert gelegt wird.
Also kennst du vielleicht auch,
es wird aufgegessen,
bis der Teller legt,
solche Sachen.
Und scheint die Sonne nicht.
Genau.
Wo du jetzt als werbende Mama
wahrscheinlich auch anders drüber denkst
und dir denkst,
okay, möchte ich meinem Kind
jetzt nicht vermitteln.
Also sagen wir so Sanktionen
oder wenn du dein Butterbrot
nicht in der Schule isst,
dann kriegst du zu Hause
Stumarrest oder so.
Deswegen habe ich es meiner Freundin geschenkt.
Was hast du deiner Freundin geschenkt?
Dein Butterbrot in der Schule.
Ich auch.
Ja, und habe aber
die von den anderen gegessen.
Also, ne, es sind da,
natürlich sind das so Sachen,
die einen auch prägen in der Hinsicht,
was das Essverhalten betrifft.
Oder mir wurde auch immer gesagt,
ich darf nicht so viel Süßes essen,
weil ich eine chronische Darmerkrankung habe
von Geburt an
und mit Verstopfung zu kämpfen hatte.
Das heißt, irgendwo war da auch schon immer
wie keine natürliche Balance da.
oder dass ich sagen konnte,
ich darf mir vertrauen
in Bezug auf Essen.
Ja.
Und als dann die Magersucht angefangen hat,
war es natürlich so,
dass, solange ich die Magersucht aktiv
auch gehalten habe,
dass ich dachte,
das wäre halt mein Lebensinhalt.
Natürlich habe ich irgendwann gemerkt
durch die Klinik,
ich habe ja auch zwei Klinikaufenthalte hinter mir,
viel Therapie,
dass diese Krankheit mich zerstört.
so.
Es wird irgendwer,
also ich würde immer noch sagen,
Magersucht finde ich immer noch
tausendmal schlimmer,
es tut mir leid,
also ohne jetzt das,
schlimmer in dem Sinne,
du kannst damit nicht so lange leben,
wie wenn du jetzt eine andere Erstörung hast.
Die wird dich irgendwann in den Tod bringen.
Punkt.
Das ist halt Magersucht, ja.
Und wenn du dann da sehr exzessiv drin bist,
schneller als du denkst,
und die Erfahrung durfte ich halt auch machen.
Also was du beschreibst,
das ging ja wirklich rasant.
Also dass es in wenigen Monaten
wirklich so abbaut ist.
ich habe drei Kilo verloren
von meinem Ursprungsgewicht.
Es war wirklich,
ich meine,
ich war ein junges Mädchen,
ich war in der Pubertät,
ich war wirklich
ein ganz zierlicher Persönchen
und war das immer.
Und mein Körper hat halt keine Reserven gehabt
und demnach verstehe ich auch,
dass er so früh gesagt hat,
ciao, du kannst mich mal.
Ich habe keine Kraft,
dich am Leben zu halten, ja.
Und dass er es überhaupt noch weiter geschafft hat,
weil das war ja nicht sozusagen
mein schlimmstes Stadium.
Das schlimmste Stadium kam danach.
dass er es überhaupt geschafft hat,
zu überleben.
Dafür bin ich heute unfassbar dankbar.
Aber irgendwann war es natürlich,
war ich an dem Punkt,
wo ich auch kämpfen wollte.
Wo ich auch,
wirklich,
es hat ein paar Jahre gedauert,
so,
aber dass ich auf dem Weg,
wir würden es heute als Recovery bezeichnen,
dass ich auf dem Weg der Recovery war.
Es war aber leider das Thema,
dass ich erst seit letztem Jahr weiß,
dass es etwas wie Extremhunger gibt.
und es hat mir kein Arzt,
kein Therapeut,
niemand
irgendwie vermittelt,
dass ich,
wenn ich auf dem Weg der Heilung bin,
mein Körper sich die Dinge zurückholen möchte.
Und dass es normal ist,
dass ich extremen Hunger verspüre.
Dass ich wie,
mir war schon bewusst,
dass ich kein Hunger- und Sättigungsgefühl habe.
Das ist klar.
so,
also,
gerade in der Anorexie hast du sowieso eher ein starkes Sättigungsgefühl,
anstatt ein Hungergefühl irgendwann.
Aber dadurch,
dass dann der Extremhunger kam,
hatte ich wie kein Sättigungsgefühl mehr.
Was dann in Kombination mit den Sachen,
mit dem Familiensystem,
was leider nicht mitgewachsen ist,
mit meiner Entwicklung und der Therapie,
sondern eher im Gegenteil,
ich für meine Krankheit beschuldigt wurde,
für die Zerstörung der Familie verantwortlich gemacht wurde.
Das in Kombination mit dem Extremhunger
hat bei mir zu Bulimie geführt.
Das hat eigentlich dazu geführt,
dass ich wie keinen anderen Ausweg sah.
Ich habe gemerkt,
Magersucht geht nicht.
Klar,
Magersucht bringt mich in den Tod.
Das habe ich verstanden.
Da wollte ich raus.
Ich meine,
ich konnte ja gar nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen.
Und je älter du wirst,
ich war dann irgendwann,
nach den Kliniken war ich 16.
Also,
ich konnte eigentlich mein Leben erst nach 16 wieder anfangen aufzubauen.
Und ich bin dann mit 19,
weil so der Zeit dazwischen,
würde ich so sagen,
zwischen 16 und 19 war so mein,
mein Versuch so langsam aus der Essstörung rauszukommen.
So bis 18.
Und da war ich auf einem guten Weg.
Da war ich wirklich,
ich war gut betreut.
Ich hatte Therapie.
Ich hatte eine Personal Trainerin.
Aber durch die Umstände zu Hause
und dieses fehlende Wissen,
was der Körper eigentlich durchmacht,
bin ich in die Bulimie gerutscht.
Und die war bei mir halt leichter als bei anderen,
weil ich halt mit vier Jahren schon beigebracht bekommen habe,
mir den Finger in den Hals zu stecken.
Aufgrund meiner chronischen Migräne hat meine Mutter damals gedacht,
das wird der helfen,
wenn sie sich selber sozusagen erbrechen kann.
Und zack braucht es,
ich glaube,
es hat einen wirklich entscheidenden Punkt gebraucht
und eine Auseinandersetzung zu Hause beim Essenstisch.
Ja, hatte da.
Und da war ich dann bewusst,
das war wirklich eine bewusste Entscheidung damals.
Ich habe mich gestritten mit meinem Stiefvater des Todes.
Der hat mich,
der hat mich beschimpft bis aufs Letzte,
weil meine Magersucht seine Ehe zerstört hat.
Und danach habe ich,
ich saß da bei dem Essen
und ich habe genau gewusst,
mir geht es so scheiße.
Ich habe so schlechte Gefühle gerade
und ich habe mit diesem Menschen Essen eingenommen,
das sowieso schon ultra schwierig für mich ist.
ich will dieses Essen nicht in mir haben.
Und das war mein erstes Mal,
ein bewusster, bulimischer Anfang.
Und danach waren die Türen offen.
Also ich glaube,
auch wenn man einmal wirklich gemerkt hat,
wie es geht oder wie leicht es geht,
das war ja das,
was uns ein bisschen da unterscheidet.
Mir ist es ja immer super, super schwer gefallen
und hat sich eigentlich auch erst verändert
als so eine mentale Komponente,
wie du es eigentlich auch beschreibst,
der dazugekommen ist.
Weil ich sage mal,
auf einer Ebene kann man ja wirklich sagen,
die Situation, die du da erlebt hast
und eben auch dafür verantwortlich gemacht zu werden.
Also ich wurde es auf anderen Ebenen,
nicht wegen einer Essstörung,
aber eben damals wegen meiner Selbstverletzung
auch von meinem Stiefvater,
dass ich bestimmte Dinge kaputt mache
in der Familie und solche Sachen.
Also dieses Gefühl,
was ja dann entsteht,
ist eigentlich,
es ist alles zum Kotzen,
im wahrsten Sinne des Wortes.
Und auf einer Ebene,
es ist ja eine logische Konsequenz,
auch zu sagen,
okay,
das, was mir gerade so ein schlechtes Gefühl gemacht hat,
gerade beim Esstisch auch,
deswegen sage ich auch immer,
gerade wenn Konfliktgespräche sind
und ich weiß,
in der Recovery treten die häufig auf,
gerade weil Eltern verzweifelt sind
oder keine Ahnung was.
Ich sage mal,
nicht,
schon mal gar nicht am Essenstisch,
es ist so schon herausfordernd genug,
aber diese Verknüpfung einfach,
die entsteht so,
so schnell
und dann ist es eigentlich erst mal
eine logische Konsequenz,
gerade wenn es dir eben auch
so leicht fällt,
weil du einfach,
ja,
so früh in dieses Muster schon reingekommen bist,
dass es in diese,
ja,
in diese Verlagerung einfach auch kommt.
Ja,
und ich muss einfach sagen,
ich hatte Glück im Unglück,
in dem Sinne,
dass es sehr schnell aufgeflogen ist,
also Glück im Unglück,
die Bulimie hat mich weitere sieben Jahre begleitet,
so oder ab,
aber es ist sehr schnell aufgeflogen
und demnach ist meine Therapeutin
sehr schnell zu dem Schluss gekommen,
ich muss ausziehen.
Was das Beste war,
aber ich war 19,
ich war im Abitur
und im Endeffekt gerade mal,
also steckte eigentlich mitten noch drinnen
in der Heilungsphase,
aber ich musste halt raus,
weil klar wurde,
und das ist auch,
glaube ich,
was,
was,
ich habe ja auch schon
mit einigen Frauen geredet
und das äußere System
ist so,
so prägend,
ob du es schaffst oder nicht,
wirklich.
Und das,
da werden wir bestimmt
im Verlauf des Gespräch
auch noch drauf kommen,
wie ich es da raus geschafft habe,
aber wenn das äußere System
und gerade natürlich schwierig
in der Phase,
wenn du irgendwie noch
im Familienhaushalt lebst,
weil du ein Kind bist
oder eine Jugendliche bist,
aber wenn das nicht mitwächst
und wenn das nicht mit,
auch im Bewusstseinslevel mitwächst,
was zu dieser Erkrankung führt,
dann ist es wie fast unmöglich,
da rauszukommen.
Und ich bin dann ausgezogen
und weil du ja auch gesagt hast,
ich habe mehrere Essstörungen,
ich habe,
ich habe gefühlt so vieles durch,
weil ich natürlich nicht
in der Essstörung bleiben wollte
und ich wollte auch nicht
in der Bulimie bleiben.
die hat genauso ihre Nachteile
wie die Anorexie
und zwar sehr viele
und ich habe sehr viel davon erfahren
und alle Versuche da,
ohne externe Hilfe rauszukommen,
weil ich habe dann irgendwann
auch die Therapie aufgegeben,
weil ich meine Therapeutin
belügen konnte,
die hat dann nicht mehr gemerkt,
dass ich noch in der Bulimie war.
Ich konnte so gut schauspielern,
was man ja,
jeder, der eine Essstörung hat,
ist ein perfekter Schauspieler,
I'm sorry, aber...
Musst du ja irgendwann auch sein,
sonst kannst du das System
ja gar nicht aufrechterhalten.
Nein, nein.
Und man wird ja,
man lügt sich ja selber
so viel zusammen,
dass ich wirklich da saß
und ins Gesicht lügen konnte
und nein, mir geht es nicht.
Es ist alles super
und da ich aber auch nicht mehr
so abgemagert war
und in einem Normalgewicht war,
das ist wie bei dir dann auch wieder,
fällt es halt keinem auf.
Und deswegen ist natürlich auch
diese Reduzierung aufs Gewicht
im Bereich Essstörung,
finde ich, total falsch.
auch in Kliniken.
Du bist nicht ready rauszugehen,
nur weil du ein BMI von 18 hast.
Das ist halt gar nichts zu sagen.
Der Punkt ist,
dass es ja eigentlich da
auch wirklich erst anfängt,
weil dann hast du
die körperlichen Voraussetzungen,
um überhaupt auch diese ganze
mentale Arbeit,
die ja dahinter hängt,
also gerade diese Hintergrundthemen,
die letzten Endes,
weil es geht ja nicht ums Essen.
Klar, das Essen ist das,
worüber wir es ausdrücken,
aber wenn wir keine anderen Wege haben,
mit diesen Dingen umzugehen,
uns eben selber eine Sicherheit,
eine Kontrolle,
ein Gefühl von Zugehörigkeit,
all diese Dinge zu geben,
und wir dann wieder in das alte System
reinkommen,
dann ist es verdammt schwierig.
Also ich sehe das auch
bei meinen sehr jungen Klienten,
die zu Hause noch leben,
wo ich irgendwann auch feststelle,
okay, also nicht immer,
aber häufig,
wo ich denke,
oh halala,
das ganze System
hängt einfach mit drin,
deswegen bin ich auch
systemischer Coach geworden,
weil wir können nicht sagen,
so die essgestörte Person,
die muss jetzt was verändern
und der Rest aber halt einfach mal nicht.
Und ja, ich sage immer,
das Umfeld ändert sich auf einer Ebene
schon ein Stück weit mit,
wenn wir etwas verändern,
aber gerade wenn wir zu Hause sind,
vielleicht noch wirklich in krassen
Abhängigkeiten sind,
was Mahlzeitenstrukturen angeht,
Regeln angeht,
wenn du die Füße unter meinen Tür
stellst und solche Sachen,
dann ist es einfach deutlich schwieriger.
Ich sage immer,
nicht unmöglich,
aber schon verdammt hart,
gerade wenn man so jung ist
und so eine Resilienz,
so eine Erfahrung
oder dieses,
wofür mache ich das jetzt,
was steckt da eigentlich
wirklich dahinter,
gar noch nicht hat.
Deswegen appelliere ich da auch immer
und versuche auch gerade
in meinen Coachings immer auch,
die Eltern mit ins Boot zu holen
und zu gucken,
was ist in einem System auch,
wo Eltern auf einer völlig anderen Ebene
ohne Schuld zu geben.
Weil ich sage immer,
auch die Eltern sind ja nicht schuld,
dass das Kind eine Essstörung
entwickelt hat.
Und das ist das,
was glaube ich auch
in den Klinikskontexten
viel passiert,
was dann natürlich auch wieder
zu Scham,
zu schlechten Gewissen,
zu Streit in den Familien führt
und damit eigentlich
in diesen Abwärtskreislauf,
weil damit ist ja niemandem geholfen.
Ja, und ich hatte das tatsächlich
sehr früh verstanden.
Also dadurch natürlich,
dass ich zwei lange,
ich meine,
ich war zweimal sechs Monate
in einer Klinik für Ersteuerung,
so in einem sehr jungen Alter,
sehr viel Therapie.
Also man wird da ja,
es ist einer der Gründe,
warum ich so krass mich
für Psychologie interessiere
und auch in den Bereich
Coaching gegangen bin.
Aber es wird dir wirklich
sehr viel erklärt,
sehr viel über die eigene Psyche
und eben auch,
wie du sagst,
über das System zu Hause.
Und als ich aus den Kliniken kam,
wollte ich ganz bewusst
eine Familientherapie.
Ich habe mich eigentlich
erst mal richtig gewehrt
gegen eine Einzeltherapie,
weil für mich klar war,
es bringt nur zu so einem Anteil was,
wenn ich an mir arbeite,
aber die anderen da draußen
machen ihren Shit weiter,
wie vorher.
Weil dann werde ich einfach
wie nur andere Wege
wieder suchen müssen,
um irgendwie damit herzukommen.
Wurde aber,
wie wahrscheinlich in vielen Familien,
nicht angenommen,
nicht so gesehen,
sondern nur der Kranke
wird bearbeitet,
sozusagen.
Und wie du auch schon sagst,
mit Orthorexie und so
oder auch mit meinem
exzessiven Sport,
das waren eigentlich alles
nur Versuche,
um aus diesem gestörten
Essverhalten rauszukommen,
aus diesem Brechmuster rauszukommen
oder aus diesem gar nichts.
Also der exzessive Sport
war eigentlich meine Hilfe,
aus dem gar nichts Essen
rauszukommen.
Das war meine erste
und auch komplett bewusste
Ersatzsucht.
Ich habe damals damit
kein Problem gehabt,
zu meiner Mutter zu sagen,
ey, ich gehe lieber jeden Tag
zwei Stunden ins Stimm,
aber ess dafür
und lebe dafür.
Also da war ich mir bewusst,
das ist eine Ersatzsucht,
die irgendwann auch
exzessiveres Ausmaß genommen hat,
wie am Anfang, ja, muss man sagen
und ist dann natürlich
auch ungesund geworden.
Aber war auf jeden Fall
am Anfang schon mal
der gesündere Weg.
So, es war wie so ein Step.
Und die Orthorexie war am Ende,
die ich, war eigentlich nur
der Versuch,
aus diesem Erbrechen rauszukommen.
Aus diesem Vermeiden
von den Lebensmitteln,
die mich triggern,
in einen Essanfall zu rutschen.
Und da dachte ich,
okay, wenn ich diese Sachen
einfach meide
und mich komplett clean ernähre,
dann bin ich aus der Bulimie raus.
was aber natürlich
nicht funktioniert auf Dauer,
weil dein Körper
weiter in diesem Mangel bleibt
und du dir ja alles verbietest
und was du dir verbietest,
willst du umso mehr
und irgendwann landest du
so oder so
dann doch wieder
in einem Essanfall
und dann ist es
wie so ein Schlagabtausch.
Ja, und das ist ja auch,
also letzten Endes
ist es ja auch eigentlich
erst mal nur,
also gerade eben,
wenn wir so in diese
Sportzucht auch reinkommen,
ist letzten Endes
ja nur eine andere Form
von Bulimie.
Also es gibt ja auch
direkt die Sportbulimie,
weil ich sage mal,
ob du es jetzt
direkt wieder rausbringst
auf den Weg,
wie es reingekommen ist
oder eben indem du
die Energie,
die du zugeführt hast,
einfach an anderer Stelle
so exzessiv wieder verbrauchst,
macht auf einer Ebene
gut für den Körper
und die Speiseröhre
und die Zähne
und alles,
was dranhängt,
schon,
aber im Ergebnis ja nicht,
weil die Botschaft ja
immer noch ist,
okay,
das, was ich gegessen habe
oder all das,
es ist einfach falsch
und ich kann deinen Ansatz
aber so,
so gut verstehen,
weil das war ja auch der Punkt,
wo es mich damals auch
in die Orthorexie gebracht hat,
dass ich gedacht habe,
okay,
wenn ich von den Lebensmitteln
mich nicht bremsen kann,
nicht aufhören kann,
weil ich hatte ja auch keine Ahnung
von Extremhunger
und gar nichts
und habe den Lebensmitteln
dann halt die Schuld gegeben,
die es ja aber gar nicht waren,
sondern eben,
wie du es gerade gesagt hast,
das Verbot ist das Problem,
weil dann steht es
auf dem Podest
und was auf dem Podest steht,
ist natürlich besonders spannend
und wenn du dann rankommst
und du mangelernährt bist
und in einem Energiedefizit
und in einem Genussdefizit
und was nicht noch
alles dranhängt,
dann ist es einfach erst mal klar,
okay,
boah,
ich will mehr davon
und gerade die Orthorexie
ist ja auch so dieses,
ich weiß nicht,
wie es dir ging,
aber ich habe ja dann angefangen
und dachte mir so,
okay,
wenn das Snickers ein Problem ist,
wie kriege ich das denn dann
gesünder hin,
dass wenn ich es esse,
es ja dann gar nicht so schlimm ist.
Ja,
ja,
oh Gott,
ja,
ja
und die ganzen Pöberchen
und was auch immer
und bloß
sugar free,
ich mache mir die geilsten Sachen,
aber alles dann
zuckerfrei,
ja,
ja,
ja
und dann halt auch noch
in Kombination
und ich weiß,
also,
wenn du dann auch noch gleichzeitig
so wie ich,
weil meine Sportsucht war nie so,
dass ich gesagt habe,
okay,
ich weiß,
ich habe jetzt 1000 Kalorien
zu viel gegessen,
ich muss jetzt so und so viele Stunden
Sport machen,
damit ich es raus habe,
das war bei mir nie so.
Ich habe fixe Zeiten gehabt,
jeden Tag halt einfach
und die habe ich eingehalten,
ja,
das heißt,
es war immer eine kontrollierte Sucht,
so in dem Sinne,
aber das hieß auch,
dass ich solche Essanfälle
eben nicht durch den Sport
ersetzen konnte,
weil ich mich da sehr streng
reguliert habe,
dass ich nicht mehr als meine
drei Stunden Sport am Tag mache,
was ja schon eine Menge ist,
fragend viel ist so,
aber das ist natürlich dann
auch ein Limit,
wo ich weiß,
in diesen drei Stunden
kann ich jetzt gewisse Mengen
nicht ausgleichen,
geschweige denn von dem Gefühl,
was du natürlich im Magen hast
nach so einem richtigen
Essanfall auch,
dass ich dann halt
beides hatte,
dass ich halt wirklich,
wie du auch sagst,
Sport,
Sport hatte und die Bulimie,
wenn es halt zu einem Extrem
gekommen ist,
dass ich es nicht anders
hätte ausgleichen können,
aber ich es auch ganz genau,
wie du es auch beschrieben hast,
versucht habe mit diesen,
dann mache ich mir
gesundes Snickers,
dann mache ich mir gesund das,
gesund das,
gesund das,
bloß nur keinen Zucker
oder was auch immer
und das Schlimme,
und das ist ja heute
immer noch so,
ich meine,
das ist bei mir jetzt schon
zehn Jahre her,
aber die Fitnessindustrie,
I'm sorry,
aber die pusht das des Todes.
Ja,
also gerade in dieser Bubble drinnen
und ich meine,
es gibt ja sehr,
sehr große Firmenmarken,
wie auch immer mit sehr
interessanten Köpfen,
die da einfach wirklich,
also da ist ja eine Industrie
drumherum entstanden
und das ist ja auch genau das,
weil letzten Endes profitieren
sie ja von unseren Ängsten
oder geben uns was,
was vermeintlich gesünder ist
und das ist glaube ich,
und deswegen sage ich ja selbst,
die Orthorexie ist ja nie gleich,
weil, war es gesundes
oder was ungesundes,
ich hatte zum Beispiel
immer mega Angst
vor Zuckerersatzstoffen,
also ich wäre davor
eher gefeit gewesen,
hatte dafür aber andere Dinge,
die letzten Endes ja trotzdem
alle in der Mangelernährung enden,
aber wie gesagt,
es wird ja heute sogar gepusht
und auch mit diesen ganzen Trends,
was eben da ist
und alleine,
wenn wir bestimmte Lebensmittel
auf den Podest heben,
Protein gerade
oder jetzt habe ich Proteinjoghurts
mit Kreatin gefunden,
ich dachte,
der nächste Trend wäre
Ballaststoffe,
gut,
da habe ich mich ein bisschen
verschätzt,
aber es hört ja nicht auf
und diese Botschaften,
die damit mitkommen
und auch gerade,
wie du es beschreibst,
weil dir war ja klar,
es ist nicht gut,
es ist auch nicht gesund,
in der Essstörung so zu bleiben,
also was ist der gesündere Weg,
also wenn wir das mal anerkennen,
war es ja ein liebevoller Versuch,
dich aus diesem
komplett Schädlichen
rauszuholen,
aber was sich auch zeigt
und gerade mit dem Sport,
hast du es gerade gut beschrieben,
dieser,
das,
was dich ursprünglich
reingebracht hat,
nämlich dieser Wunsch
nach Kontrolle,
den letzten Endes
auf den Sport zu übertragen,
auch weil,
den konntest du weiter kontrollieren,
weil dass das mit dem Essen
nicht funktioniert,
das hat dein System ja dann
doch relativ schnell gemerkt.
Und das sind dann diese Verschiebungen,
also im Endeffekt,
und das ist ja auch das,
wieso ich jetzt,
also wenn wir jetzt über
Recovery sprechen,
ich glaube,
ich war ewig lang
im Recovery-Prozess drin,
weil ich immer wieder versucht habe,
es besser zu machen
und da rauszukommen
und eben nie gewollt
noch in der Essstörung drin war,
ja,
es war immer ein,
ich will dich eigentlich nicht,
aber irgendwie bist du immer noch da,
also was muss ich noch mehr machen,
wo muss ich noch strenger sein,
noch das,
damit du gehst
und das ist komplett
der falsche Ansatzpunkt,
komplett.
Und auch dieses,
wie du sagst,
du hast jetzt Angst vor Süßstoffen,
okay,
ich hab dann irgendwie
den ganzen Schrank vor Süßstoffen gehabt,
hab nur noch davon,
das ist,
und dieses,
ja, Zucker ist ja nicht gesund.
Das, was im Übermaß ist,
ist nicht gesund.
Ja.
Ja,
selbst übermäßig,
wenn du übermäßig Gemüse isst,
so viel Ballaststoff isst,
dann kann selbst dann
dein Darm überfordert sein,
Blähungen des Jahrhunderts haben
und Schmerzen.
Gerade dann.
Eben.
Und das ist das,
glaube ich,
was ich finde,
was am meisten da draußen
in die Köpfe der Menschen
und der Frauen
und der Männer,
egal wen,
rein muss,
es muss in Balance sein,
damit es
wirklich
langfristig funktioniert.
Das heißt,
nicht das eine ist gesund
und das andere ist ungesund,
sondern die Menge
macht das Gift.
Ja.
Ich sag immer,
die Schubladen funktionieren nicht,
die Schubladen sind kaputt.
Ja.
Es ist aber leichter,
weil sich da reinzustecken,
gibt wiederum ja auch eine Orientierung
und einen Halt,
wenn wir sagen,
okay,
wirklich eine,
auch hier,
was ist ausbalanciert,
was ist das?
Der Klassiker,
auch hier ausgewogen,
ja,
was ist das denn heutzutage?
Und das ist ja auch für jeden Menschen
unterschiedlich.
Jemand,
der total im Mangel ist,
der kriegt aus einem Salat
verdammt wenig rausgezogen.
Wenn du den dann auch noch ohne Fette isst,
ja,
dann kommen nicht mal die Vitamine an,
dann kannst du dich
mit dem Volumen vollpumpen,
es ist aber nicht gesund.
Wie gesagt,
auch gerade,
gibt ja leider auch immer wieder
auch in den Medien krasse Beispiele
von zum Beispiel einer Rohveganerin,
die gestorben ist,
einfach weil sie ja so viele
gesunde Lebensmittel gegessen hat,
an Gemüse und Obst und keine Ahnung was,
aber der Körper einfach nicht mehr konnte.
Das heißt,
also wenn ich wirklich eine Sache gelernt habe,
dann,
dass diese Varianz,
diese Abwechslung,
wirklich alles einfach zu haben,
weil auch das,
was gesund ist,
es ändert sich ja,
wie gesagt,
bis vor ein paar Jahren hieß es,
süße Stoffe und super gesund
und besser als Zucker und na na na.
Inzwischen gibt es einen Rückwärtstrend,
der sagt,
hä,
iss einfach den normalen Zucker
und den in normalen Mengen
viel besser als Süßstoffe,
die gerade,
wenn du es mit dem Darm hast,
ich weiß nicht,
ob du das gemerkt hast,
aber wahrscheinlich hat dein Darm
so mit deiner Vorgeschichte
jetzt auch nicht gerade geprollt,
ja, ja, Halleluja,
Süßstoffe.
Ne,
also sagen wir mal so,
Darmthema habe ich ja
ewig lang schon gehabt,
bin ich ja genau wie du
auch mittlerweile Gott sei Dank frei,
ne,
also wir haben ja unsere schönen
Darmfutter.
Mein Darmfutter,
ich habe heute noch hier
auch eine Kundin gehabt
und die mit dem Öl jetzt,
ne,
mit der ich nochmal
mit dem Öl das besprochen habe,
aber mein Darmfutter,
auf das verzichte ich nicht.
Ich habe eine Freundin
jetzt empfohlen,
die sagt so,
ich kann jeden Tag
auf Toilette gehen,
ganz normal,
oder?
Es ist Wahnsinn,
aber nein,
natürlich,
meine Essstörung hat
meine chronische Darmerkrankung,
die ich von Geburt an hatte
und alles,
was damit zusammenhing
mit der Ernährung,
0,0 geholfen,
0,0,
ja,
und ich habe ja auch irgendwann
dann auch noch einen Reizdarm entwickelt,
das sind alles so Nebeneffekte,
die auch durch die ganzen
Essstörungen kamen,
wo ich einfach sagen muss,
mein Körper hat,
also ich habe mich die ganze Zeit
belogen und meine Außenwelt auch,
aber mein Körper hat mir
dauerhaft gezeigt,
dass ich absolut nicht
auf dem richtigen Weg bin,
so,
und ja,
das ist mit dem Darm nicht geil,
aber wie du sagst,
es ist,
jeder ist individuell
und dieses Thema,
das finde ich nämlich auch nochmal schön,
vielleicht nochmal kurz,
ganz kurz aufzugreifen,
wir suchen alle nach Kontrolle
und alle nach Stabilität,
aber wieso,
und das ist auch ein Thema
der Essstörung,
suchen wir die so stark im Außen,
so,
wenn uns Vertrauen fehlt.
Ja,
und das ist ja genau das,
weil Vertrauen ersetzt Kontrolle,
aber,
und das ist ja auch das,
was du beschrieben hast,
was dir sehr,
sehr früh aberzogen wurde,
weil du hast ja gegessen,
du hast auf deinen Körper gehört,
du hast die Defizite,
die dein Körper
ganz offensichtlich hatte,
ausgeglichen,
aber für das Umfeld,
weil es sich das nicht vorstellen konnte,
kamen einfach immer wieder Botschaften,
dass das falsch ist,
dass es nicht richtig ist,
dass es anders sein sollte
und das führt natürlich
krasses Misstrauen,
gerade als Kind,
wenn du auch darauf angewiesen bist,
was dein Umfeld sagt,
weil du vertraust ja darauf,
dass die das wissen,
aber wie gesagt,
wie viele Menschen,
Erwachsene sind heutzutage ja auch,
und da rede ich gar nicht mehr von Essstörungen,
aber einfach so von dieser Diätgesellschaft auch geprägt
und machen es ja auch im besten Wissen und Gewissen und auf Sorge,
also ich unterstelle da niemandem einen bösen Willen,
aber es ist einfach so vorgeprägt
und das ist letzten Endes auch ein Grund,
warum ich eigentlich sehr, sehr dankbar bin,
jetzt rückblickend,
also die 20 Jahre dazwischen hätte ich auf einer Ebene schon verzichten können,
aber das, was ich darüber eben auch gelernt habe und wie viele Dinge einfach von dem,
was man so als normal verkauft kriegt,
eben nicht normal sind,
sondern diesen Zugang wirklich wieder zu bekommen
und du hast es ja gerade auch ganz klar beschrieben,
dein Körper hat dir gesagt,
nee,
das ist es nicht,
meiner hat es mir auch ganz klar gesagt,
keine Periode,
Verdauungsprobleme,
mehrere Tage nicht aufs Klo,
können Gastroparese satt sein,
nachdem man einmal von irgendwas abgebissen hat,
das ist ja nicht normal
und es wird ja in der Regel auch eher über die Jahre schlimmer,
also es geht ja meistens und zumindest,
wenn man nicht keine Vorerkrankung hat,
auch nicht sofort damit durch,
also der Körper ist ja unglaublich vergebend,
aber irgendwann geht es halt einfach nicht mehr.
Ja, eindeutig,
einbeugend.
Und wie du es beschrieben hast,
du hast ja auch mehrere Recovery-Anläufe gebraucht
und es ist,
also wirklich,
wenn wir uns das mal angucken,
weil viele sagen,
oh, ich bin gescheitert
und das war ein Rückschritt
und ich denke mir immer so,
nee,
wir haben eine Erfahrung gesammelt,
wie es eben auch nicht geht
und gerade,
wenn wir halt auch niemanden haben,
der uns so ein Stück weit auf dem Weg
auch an die Hand nimmt und sagt,
hey,
das gehört dazu
oder das ist jetzt gerade die Phase,
in der du dich befindest,
also hätten wir eine Orientierung gehabt,
wäre es ja auch viel, viel leichter gewesen,
da durchzugehen,
aber was wir beide ja gemacht haben,
einfach weil es auch so wenige Ressourcen gab
und es ist heute noch so,
dass viele Kliniken
oder auch Fachkräfte
einfach von Extremhunger und Co.
überhaupt keine Ahnung haben,
bis das in die Lehrbücher kommt,
es dauert halt einfach auch Ewigkeiten
und da eben wirklich auch zu sagen,
okay, ich habe jemanden,
dass ich vielleicht den Weg auch einfach abkürzen kann,
weil es tut mir immer so leid um die Lebenszeit,
weil wir haben es ja in der besten Intention getan
und das vielleicht auch mit reinzunehmen,
weil mich hat eine Frage für uns tatsächlich
auch noch auf Instagram erreicht
und zwar zum Thema Rückfälle auch
und zwar,
wie kann man diesen Selbsthass bei Rückfällen,
der zu weiteren führt,
ablegen?
Weil Selbsthass und Rückfall
und gerade die starken Gefühle
sorgen ja dann dafür,
dass die Essstörung eher noch richtig Feuer fängt.
Was würdest du sagen?
Also,
ich habe mir die Frage
nämlich heute auch nochmal durchgelesen
und da ist mir ein Blick gekommen,
dass ich schon ein Jahr,
nachdem ich eigentlich mit der Bulimie
wirklich durch war
und überhaupt wirklich,
sage ich mal,
das erste Jahr
nach 14 Jahren
frei mit dem Essen gelebt habe,
einen bewussten Rückfall hatte.
Einen wirklich komplett
bewussten Rückfall,
weil ich eben noch
einen Reflux hatte,
den ich leider mitgezogen habe
von der Bulimie,
der kam auf,
also ich hatte 10 Jahre Reflux
und zwar keinen leichten,
sondern so einen,
dass man nachts fast erstickt,
weil einem die Säure
in die Luftröhre kommt,
also so einen schönen Reflux
und der sich natürlich
auf Stresssituationen
und ich muss jetzt einfach sagen,
meine letzten 10 Jahre
waren halt alles andere
als stressfrei,
so sehr stark ausgeprägt hat
und ich wusste,
ich muss jetzt etwas essen,
dass das auffängt,
aber was mir nicht gut tut
und ich werde es wieder ausbrechen,
weil so kommt die Säure raus,
so ohne mir zu schaden
und in Bezug auf die Rückfälle
ist es glaube ich,
dass du dir bewusst machst,
okay, das war jetzt ein Rückfall,
aber warum habe ich dazu gegriffen?
Also in diesen Beobachterstatus zu gehen
und das wirst du aus deinen Coachings kennen,
ich kenne es aus meinen Coachings,
so ne,
wir sind alle irgendwo Beobachter
und diese Rolle einzunehmen
ist glaube ich sehr, sehr wichtig,
dass du dich nicht wie
in diese Rolle reinmachst,
okay, ich bin jetzt wieder die Essstörung
und ich bin jetzt der Versager,
ich habe wieder die Kontrolle
über mich und verloren
und dadurch die Essstörung
den Raum geben,
sondern, okay,
ich habe in diesem Moment
jetzt diesen Weg gewählt.
Warum habe ich den Weg gewählt?
Warum ging es jetzt für mich
gerade nicht anders
und was bräuchte die Version,
die anscheinend
keinen Ausweg gesehen hat
und diesen Weg gewählt hat,
was bräuchte die jetzt
wirklich von mir?
Braucht die jetzt,
dass ich die fertig mache
oder braucht die Mitgefühl?
Braucht sie in den Arm genommen werden?
Möchte sie,
also wirklich so da drauf zu gucken?
Weil ich habe damals gewusst,
das, was ich jetzt tue,
ist eigentlich genau das,
was ich in der Polybidimie gemacht habe,
aber ich wusste,
warum ich es gerade tue.
Ich wusste,
diese Säure,
die die ganze Zeit
mich hier zerätzt,
muss raus
und ich kann sie nicht
ohne Nahrung rausbringen.
Also,
habe ich mir Sachen reingehauen,
ja,
und habe es ausgebrochen.
aber danach war für mich,
okay,
ich habe mir jetzt
in einer Sicht
gerade selber geholfen,
es ging nicht anders,
ich muss aber gegen
das Ursprungsproblem
was machen auf Dauer.
Weil sonst bist du ja
wirklich wieder drin,
weil klar,
es hilft natürlich kurzfristig,
aber was sind die
langfristigen Folgen?
Dass es halt auch
immer so problematisch,
es gibt neben Erkrankungen,
neben Folgeschäden,
die die Ursprungserkrankung
triggern können
und dass man wirklich
da auch ansetzt,
muss ich ganz ehrlich sagen.
Also,
ich habe mir meinen Reflux
operieren lassen müssen
nach zehn Jahren,
weil leider nichts anderes
mehr möglich war
und alles sehr zerstört war
in meinem Körper.
Magen verrutscht war auch,
sodass irgendwann nichts
mehr drin geblieben ist,
leider,
obwohl ich eben
keine Erstörung mehr hatte.
Aber dann auch zu sagen,
okay,
ich muss den Weg gehen,
um da Heilung zu finden,
damit das andere
gar keinen Raum mehr hat,
auch für die Zukunft.
Aber wirklich da mit dieser
Nachsichtigkeit
sich selber gegenüber
entgegentritt,
weil jeder Heilungsweg,
und das darf man sich
wirklich vor Augen halten,
bedeutet immer,
wo auch kleine Rückschritte.
und das ist nicht dafür da,
damit du denkst,
ich bin scheiße
oder ich kann es nicht,
sondern damit du siehst,
okay, wow,
jetzt habe ich zwar
einen kleinen Rückschritt,
aber das heißt,
ich brauche kurz eine Pause
und kann dann wieder
drei Schritte nach vorne machen.
Es ist wie,
ich stelle es mir immer so vor,
als ob das Leben dich testet,
wie gut hast du daraus gelernt?
Ja.
So wirklich so kleine Tests
immer wieder
und das wird dir auch
im Leben auffallen
und jeder,
der sich mit Persönlichkeitsentwicklung
beschäftigt,
wird das nicht nur
im Bereich Essen finden,
sondern generell im Leben,
sei es Beziehungen,
sei es irgendwelche
anderen Triggerpunkte.
Das Leben testet dich,
ob du aus deinen Lektionen
gelernt hast
und so ist das
bei der Recovery auch.
Ja.
Es ist wie kein Versagen,
sondern es ist ein Zeichen.
Ich habe lange durchgehalten,
jetzt habe ich mal
wieder einen Down,
das heißt,
ich werde beim nächsten Mal
wahrscheinlich noch länger schaffen
und es ist ein Implementieren.
Und nachjustieren ja
letzten Endes auch.
Ja.
Weil, was du beschreibst,
ist ja auch,
wir lernen ja etwas daraus.
Also zumindest,
wenn wir hinschauen,
weil das ist so der Punkt auch,
in dem Moment,
wo wir in die Selbstverurteilung
dafür gehen,
uns nochmal klein machen,
nochmal draufhauen,
haben wir ja gar keine Chance,
was zu lernen.
Also dann sind wir so
mit der Verurteilung beschäftigt
und was ich dem auch gerne
entgegensetze,
ist wirklich Neugier.
Also auch wirklich zu gucken,
okay,
was ist da gerade passiert?
wieso hatte ich das Gefühl,
ich brauche das jetzt nochmal
und dann das wirklich auch
zu erforschen.
Hat mir das jetzt wirklich geholfen
oder hat es nur kurz
wie so ein Pflaster draufgeklebt,
aber das löst sich eigentlich
schon wieder ab,
weil ich bin nämlich schon wieder
dran zu piepeln
und es hält gar nicht.
Und dann eben zu erkennen,
okay,
was hätte vielleicht
stattdessen wirklich auch
mir jetzt eigentlich
besser geholfen,
weil mein Problem ist ja
hinterher nicht weg.
Dein Reflux-Problem
war ja dadurch
auch nicht weg.
aber es hat dich offensichtlich
zu der Erkenntnis gebracht von,
okay,
welche Wege gibt es denn noch
und da auch nachzuforschen,
was brauche ich vielleicht
und ja,
gerade wenn der Körper eben
auch langfristige Schäden
genommen hat,
dann eben auch zu gucken,
brauchst vielleicht,
wie in deinem Weg
jetzt einen operativen Eingriff,
um die Ursache zu beseitigen.
und oft ist ja auch genau das
und deswegen ist es auch so wichtig,
an diesen Hintergrundthemen
und eben auch an diesen Funktionen
der Essstörung zu arbeiten,
weil wenn die Ursache nicht weg ist
und wir immer wieder
in das Gleiche reingehen,
da es aber auch nicht,
verstehen uns nicht mit,
ja, einfach auch dieser Neugier
begegnen können,
dann landen wir immer wieder da drin
und da wirklich,
also Selbstverurteilung gegen Neugier
und eben im nächsten Schritt auch,
weil in dem Moment,
wo die Neugier kommt,
wir verstehen,
warum wir das nochmal gemacht haben,
diesen Weg eben nochmal gewählt haben,
dann kann ja überhaupt
auch erst ein Mitgefühl entstehen
und aus diesem Mitgefühl heraus,
weil ich sage immer,
wir können uns ja auch nicht
in die Selbstliebe hassen,
das funktioniert einfach nicht
und ein Kind auch,
Kinder lernen nicht in Angst,
unser System lernt nicht in Angst,
wenn unser Sympathikus aktiv ist
und wir eigentlich innerlich
auf der Flucht,
in Vermeidung oder Kampf,
wenn wir aber in die Entspannung kommen,
uns verstehen,
uns ja, letzten Endes da einfach
auch auf einer liebevolleren Weise
begegnen können
und das ist wirklich was,
was wir lernen müssen,
also müssen wir nicht,
aber es hilft zumindest sehr.
Doch, es ist wirklich etwas,
wo ich sage,
das sollte ein Schulfach werden.
Ja, das finde ich auch.
Also, das ist wirklich was,
das sollte ein Schulfach werden,
dieses Selbst,
also überhaupt,
Selbstmitgefühl,
Selbstannahme,
Selbstreflexion,
Selbstliebe,
das finde ich,
da wäre für einige da draußen
im Gemeinsamen viel gemacht,
wenn das schon als Kind
angelehrt wird.
Ganz ehrlich.
Absolut.
ist so viele Sachen.
Aber das ist genau das,
was du auch sagst mit dieser Stimme,
weil,
dann auch nochmal zu reflektieren,
diese Stimme,
die dich dann verurteilt
für den Rückfall,
ist das dann nicht dann auch
wieder ein Teil der Essstörung,
die dich ja die ganze Zeit
verurteilt für,
das ist du nicht richtig,
das ist du nicht richtig,
das ist du nicht richtig,
dieser innere Kritiker,
der einfach die ganze Zeit an ist,
so,
weil das,
was dich in die Essstörung getrieben hat,
wird dir nicht helfen,
da rauszukommen.
Ja,
ich sag auch immer,
wir können ja nicht
die Lösung da suchen,
wo das Problem entstanden ist.
Nein.
Also wir können nicht
mit den gleichen Sachen,
die uns reingebracht haben,
versuchen wieder rauszukommen.
Ja.
Wenn der Hammer nicht funktioniert
für eine bestimmte Sache,
dann macht es keinen Sinn,
den Hammer weiter zu benutzen.
Ja.
Und was ganz,
ganz wichtig,
also was ich wirklich für mich
gelernt habe
in Bezug auf Rückfälle
und überhaupt auch
in Bezug auf,
wie komme ich dauerhaft
aus einer Essstörung raus,
verheimliche es nicht.
Ja.
Diese Heimlichtuerei,
dieses hinter verschlossenen Türen
und das führt dazu,
dass du dich selber belügst,
dass du selber irgendwann
auch dir noch weniger vertraust,
weil du ja dir selber
ganze Zeit Lügen erzählst
und nach außen hin
die ganze Zeit
auch etwas anderes zeigst,
als du bist.
Bei mir hat sich sehr viel getan,
also von meiner Magersucht
wusste jeder,
von meiner Bulimie nie.
Das war so,
klar,
am Anfang meine Familie,
aber als ich dann irgendwann
durchgebracht habe,
ich habe keine Bulimie,
es ist alles super.
Ich habe das Misstrauen
der anderen gespürt,
ist klar,
bei jedem Spaziergang
zum Kühlschrank
wurde ich beobachtet.
So,
aber ich habe mir selber
wie auch immer eingereben,
ich habe nichts,
ich habe nichts
und dadurch einen Druck
auf mich aufgesetzt,
Dinge zu verheimlichen,
mich zu verheimlichen,
meinen Ballast
zu verheimlichen
und als ich das geändert habe
und gesagt habe,
ey, ich stehe da zu
und ich sage jetzt
meiner Partnerin
oder meinem Partner,
ich hatte einen Rückfall,
ich stehe da jetzt zu,
dann macht man Türen auf,
wo man sich selber
nämlich nicht mehr
hinter irgendwas verstecken kann.
Ja.
Und das nimmt
der Essstörung
ganz viel Kraft.
Ja,
und das ist ja auch genau
dieses,
also wirklich diese radikale
Ehrlichkeit mit sich selber,
weil,
also das haben wir offensichtlich
beide sehr gut auch durch,
wir können
ab einem bestimmten Punkt
nach außen hin alles verkaufen.
Unser gesundes Ich,
was uns ja aber auch wohnt,
das merkt es.
Und spätestens,
wenn wir anfangen,
Dinge zu verheimlichen
oder vielleicht auch
vor uns selber wegdrücken
oder uns gar nicht selber
erlauben hinzuschauen
und sagen,
oh, hier einmal,
zwei Mal,
das war schon okay.
Ich sage mal,
in der Heimlichkeit
wächst ja auch die Scham.
Und mit Scham,
also das ist ja wirklich
so eines der niedrig
schwingendsten Gefühle
überhaupt,
ist es natürlich
umso schwieriger
oder auch dieses Gefühl
von ich habe versagt,
ich erlebe das doch manchmal
so in Coachings
eben wirklich kommen und sagen,
da gab es die Woche
vielleicht ein Thema
und das ist mir schwer gefallen
und da kommt es ja auch
manchmal sehr aufs Umfeld an.
Wie reagiert das dann da drauf?
Überhäuft ich das dann mit
Verurteilung?
und wieso hast du nicht
und das solltest du doch
jetzt mal besser wissen
und nö, nö, nö?
Oder eben auch mit einer Neugier
so, hey, okay,
erzähl mir mehr davon.
Wie kam es dazu?
Was hat vielleicht dazu beigetragen
und es gemeinsam wieder zu erforschen
und dann daraus auch wieder
Lösungen zu entwickeln?
Und dann hat jeder Rückfall
auch wirklich die Chance,
eine Mega-Lernchance zu werden
und in dem Moment
ist es kein Rückfall mehr.
Also ich sage immer,
in dem Moment,
wo wir wirklich was draus gelernt haben,
war es eine Erfahrung,
aber kein Rückfall.
Ja.
Und auch vom Verhalten her
vielleicht schon,
aber nicht im Ergebnis.
und es ist ja auch wie immer
so eine Bewertung,
eine eigene Bewertung der Dinge.
Wie bewertest du das jetzt für dich?
Wenn du jetzt im Test,
also wenn du jetzt als Schülerin
im Test eine 3 geschrieben hast
anstatt eine 1,
ist es deine Bewertung,
ob du das als Niederlage siehst
oder als eine Leistung
oder Erfolg sogar.
Und es ist wirklich,
da entsteht die Arbeit.
Es entsteht da die Arbeit,
wo du merkst,
okay, es läuft noch nicht so,
wie ich es mir gerne wünsche.
Aber ich glaube weiterhin an mich.
Ich bin weiterhin lieb mit mir.
Ich bin weiterhin nachsichtig mit mir.
Und ich gehe weiterhin diesen Weg.
Ja.
Und damit würde ich auch gerne zu dem kommen,
was dir auch wirklich geholfen hat.
Denn,
also wenn man so auf dein Profil schaut,
dann brüllt einen
die Selbstliebe ja an.
Und deswegen,
du hast es ja final geschafft,
Gott sei Dank,
auch rauszukommen.
Und damit möchte ich für heute erst mal einen Cut machen,
denn in dem Gespräch mit Madeleine
sind wir einfach so tief eingetaucht,
dass es zwei Teile gebraucht hat.
Und nächste Woche verrät uns Madeleine dann,
was ihr wirklich geholfen hat,
nach 14 Jahren endlich frei zu werden.
Und so viel sei schon mal gesagt,
es hat mit dem kompletten Gegenteil von dem zu tun,
was wir beide so lange versucht haben.
Also sei unbedingt wieder dabei
und bis dahin erst mal alles Liebe von uns beiden.
Vielen Dank,
dass du dir Zeit für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe,
diese Folge hat einen kleinen positiven Unterschied
in deinem Tag gemacht.
Mit deiner Fünf-Sterne-Bewertung
kannst du genau diesen Unterschied
auch im Leben anderer lebensfondiger Frauen bewirken,
die diesen Podcast noch nicht gefunden haben
und sich ebenfalls nach einem Leben
in Freiheit und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen
und freue mich auf Instagram
mit dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
Madeleine
00:00:54
Romy
00:00:56
Madeleine
00:01:55
Romy
00:01:59
Madeleine
00:02:10
Romy
00:02:57
Madeleine
00:03:33
Romy
00:06:17
Madeleine
00:07:05
Romy
00:08:42
Madeleine
00:08:48
Romy
00:09:29
Madeleine
00:09:32
Romy
00:11:09
Madeleine
00:12:28
Romy
00:14:02
Madeleine
00:14:05
Romy
00:14:05
Madeleine
00:14:08
Romy
00:14:33
Madeleine
00:14:34
Romy
00:14:44
Madeleine
00:16:25
Romy
00:18:08
Madeleine
00:18:10
Romy
00:18:27
Madeleine
00:18:29
Romy
00:19:17
Madeleine
00:19:20
Romy
00:23:40
Madeleine
00:24:53
Romy
00:26:39
Madeleine
00:26:45
Romy
00:27:01
Madeleine
00:27:02
Romy
00:27:16
Madeleine
00:28:58
Romy
00:31:32
Madeleine
00:32:52
Romy
00:34:36
Madeleine
00:36:02
Romy
00:37:03
Madeleine
00:37:04
Romy
00:37:26
Madeleine
00:38:39
Romy
00:39:36
Madeleine
00:39:37
Romy
00:40:02
Madeleine
00:41:36
Romy
00:41:39
Madeleine
00:42:55
Romy
00:45:23
Madeleine
00:45:26
Romy
00:47:09
Madeleine
00:49:17
Romy
00:49:40
Madeleine
00:49:43
Romy
00:50:10
Madeleine
00:50:14
Romy
00:50:15
Madeleine
00:50:25
Romy
00:50:38
Madeleine
00:50:38
Romy
00:51:44
Madeleine
00:51:44
Romy
00:51:48
Madeleine
00:53:06
Romy
00:53:51
Madeleine
00:54:06
Romy
00:54:09
Feedback geben
Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann wähle im Formular die jeweilige Episode aus und schreib uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!