#43 „Das erste Mal konnte ich sagen: Ich liebe mich" - Madeleines Weg (Teil 2)
Vom Kampf gegen sich selbst zur Selbstliebe
11.02.2026 49 min
Zusammenfassung & Show Notes
In Teil 2 meines Interviews teilt Madeleine, was ihr nach 14 Jahren wirklich geholfen hat, frei zu werden – und warum ausgerechnet das Loslassen von Kontrolle der Schlüssel war. Ein ehrliches Gespräch über Selbstliebe, innere Stimmen und den Mut, einen komplett anderen Weg zu gehen.
Was, wenn der Ausweg aus der Essstörung genau das Gegenteil von allem ist, was du bisher versucht hast?
Im zweiten Teil meines Interviews erzählt Madeleine Karasch, wie sie nach 14 Jahren in verschiedenen Essstörungen endlich frei wurde – nicht durch noch mehr Disziplin, sondern durch zwei Wochen, in denen sie alles losließ. Sie beschreibt den Moment, in dem sie erkannte: Kontrolle ist der Weg IN die Krankheit, nicht hinaus. Und wie sie zum ersten Mal in ihrem Leben sagen konnte „Ich liebe mich“ – und es auch meinte.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum Madeleine nach Jahren des Kämpfens beschloss, das genaue Gegenteil zu versuchen – und was dann passierte
- Wie du die negative ES-Stimme Schritt für Schritt leiser werden lassen kannst
- Welche Rolle Selbstgespräche spielen und wie du sie veränderst, auch wenn du dir selbst noch nicht glaubst
- Warum dein Körper sich verändern wird, wenn du die Kontrolle loslässt – und warum das okay ist
- Was du tun kannst, wenn die ES-Stimme auch nach Jahren noch mal anklopft
Diese Episode ist für dich, wenn:
- Du das Gefühl hast, schon alles versucht zu haben – aber immer wieder im gleichen Kreislauf landest
- Du dir Freiheit wünschst, aber Angst hast, die Kontrolle loszulassen
- Du wissen willst, wie ein Leben ohne ständige Gedanken ums Essen sich wirklich anfühlt
Mehr zu Madeleine findest du hier:
Instagram: @desherzenswegens instagram.com/desherzenswegens
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Herzlich willkommen zurück zu Teil 2 meines Interviews mit Madeleine Karasch.
Und falls du Teil 1 noch nicht gehört hast, dann hüpfe gern erstmal zurück zur letzten Folge.
Denn darin haben Madeleine und ich unter anderem darüber gesprochen, wie sie selbst 14 Jahre lang in verschiedenen Essstörungen gefangen war,
die sich beim Versuch, endlich frei zu werden, immer wieder verschoben haben.
Angefangen mit Magersucht mit 12, gefolgt von Bulimie, Sportsucht und Orthorexie.
Wir haben über ihre Geschichte gesprochen, wie das Familiensystem in ihre Essstörungen mit reingespielt hat
und warum all ihre Versuche, sich mit noch mehr Kontrolle und Strenge wieder herauszukämpfen, einfach nicht funktioniert haben.
Und genau da knüpfen wir heute auch an.
In Teil 2 sprechen wir darüber, was Madeleine wirklich geholfen hat, endlich frei zu werden.
Und damit lass uns direkt starten.
Deswegen, du hast es ja final geschafft, Gott sei Dank, auch rauszukommen.
Aber wie gesagt, sonst wären wir nicht hier und würden dich auch noch businessmäßig und auf allen anderen Ebenen so viel miteinander machen.
Also, was hat dir final geholfen, nicht nur die Symptome zu verschieben, sondern eben wirklich auch frei zu werden?
Und ich weiß, Selbstliebe ist bei dir so ein Wort, was man sehr häufig findet.
Tatsächlich ist das wie der Kern von allem.
Natürlich ist das Freiwerden von einer Essstörung, sind viele kleine Schritte.
Wie jetzt auch eigentlich in dem Gespräch schon klar geworden ist, dass ich lange daran gearbeitet habe, lange Dinge versucht habe.
Der Knackpunkt war aber, nachdem ich über, also ich war wirklich effektiv 14 Jahre aktiv in der Essstörung gefangen.
Und ich habe alles versucht, aber immer auf dem gleichen Weg, wie die Essstörung funktioniert.
Durch Kontrolle, ja.
Kontrolle und Ansprüche und Erwartungen und ich muss doch und mein Körper muss mir folgen.
Es muss so und so laufen und wenn nicht, bin ich abgewertet.
So.
Und irgendwann kam ich an den Punkt, wo so vieles, und das ist wieder so schön, weil eigentlich an dem Punkt, wo so vieles im Leben zusammenbricht, ist die Essstörung entstanden.
Aber es ist genauso auch passiert, dass in meinem Leben, wo sehr viel zusammengebrochen ist, mein Weg daraus wieder gefunden wurde.
Es ist im Außen so viel passiert, dass ich beruflich im Burnout war.
Wirklich an meine Grenzen beruflich, körperlich, psychisch gegangen bin.
Ja, das ist ja auch ein Teil der Essstörung, dass man seine eigenen Grenzen nicht kennt, dass man sich generell verausgabt.
Ja, das ist ja nicht nur, dass die Essstörung sich nur im Essen zeigt.
Sie zeigt sich ja auf so vielen Persönlichkeitsebenen.
Also wirklich auf so vielen Persönlichkeitsebenen.
Dass ich auch in Beziehungen immer in der Abhängigkeit war, immer irgendwie nach Bestätigung gesucht habe, mich angepasst habe, damit ich diese Liebe bekomme.
Ja.
Wenn dann.
Genau.
Dieses wenn dann.
Und so ist es ja mit der Essstörung auch.
Wenn ich heute nichts gegessen habe, dann bin ich was wert.
Wenn ich heute drei Stunden Sport gemacht habe, dann bin ich was wert.
so dieses wenn dann.
Ja.
Und irgendwann war ich aber, habe ich aber für mich tatsächlich gemerkt, dass ich so, das mit der Bulimie hört nicht auf.
Ich habe nur eine Krankheit nach der anderen, sei es von Reizdarm, Reizmagen, wirklich so viele Unverträglichkeiten.
Es ist immer eins drauf gekommen, Entzündungen im ganzen Körper, ständig Handgelenke entzündet, Speiseröhre entzündet, alles.
Dass ich mir irgendwann gedacht habe, so, ey, ich mache doch alles.
Ich gucke so stark auf meine Ernährung, auf meine Gesundheit, auf meinen Sport, auf dies, auf das.
Ich verbiege mich für meinen Partner, ich verbiege mich für meine Arbeit.
Warum, warum, warum komme ich nicht aus diesem Kreislauf raus?
Und dann gab es einen Moment, wo ich wirklich auch gemerkt oder reflektiert habe, es gibt keine einzige Ebene in meinem Leben, wo ich glücklich bin.
Obwohl ich nach meinen Vorstellungen alles Erdenkliche mache und leiste, um dieses Gefühl zu bekommen, dass ich fein mit mir bin, dass ich mich mag, dass ich im Frieden mit mir bin.
Und dann hat es wie Klick gemacht.
Ich habe mir damals eine zweiwöchige Auszeit genommen von allen.
Ich bin damals von meinem damaligen Partner zwei Wochen ausgezogen.
Ich habe für mich gesagt, ich scheiße auf meine Pläne in meinem Kopf.
Ich stehe auf und entscheide an dem Tag, was brauche ich jetzt, was mache ich, weil ich möchte rausfinden, was wirklich meine Bedürfnisse sind.
Weil irgendwo habe ich auf dem Weg raus aus Essstörungen und dem Leben alle meine Bedürfnisse weggeworfen.
Was ja auch logisch ist, denn das, was du beschreibst, ist ja diese unglaubliche Härte, diese Disziplin, dieses, es muss doch so gehen.
Also immer eigentlich alles mit dem Kopf geregelt, aber gar nicht mehr im Fühlen, nicht mehr im Kontakt mit dem Körper, dieses, was brauche ich wirklich.
Und unser Körper kann das ja grundsätzlich.
Und ja, klar, umso mehr wie ihn verunsichert oder umso länger er drin ist, ist es natürlich auch erstmal ein Lernprozess, da wieder hinzukommen.
Aber es geht eben gerade nicht mit Härte.
Weil wenn wir die Essstörung mit Härte gelebt haben und mit dieser Disziplin und dieser Kontrolle, deswegen sage ich, wir können uns nicht in die Selbstliebe hassen.
Wir können nicht mit Härte hoffen, dass wir uns irgendwann gut finden.
Und Druck erzeugt Gegendruck.
Absolut.
Also da, wo man loslässt, kann Weichheit entstehen.
Da, wo Druck ist, wird immer Kampf entstehen.
Und ich glaube, das ist eins der Dinge, die ich dann verstanden habe.
Ich habe vor vier Jahren verstanden, ich kämpfe die ganze Zeit gegen mich, ohne wirklich zu gucken, was ist in mir.
Und diese zwei Wochen haben mir zum ersten, ich habe wirklich in den zwei Wochen das erste Mal zu mir sagen können, ich liebe mich, weil ich erkannt habe,
Ich mache so viel für die Außenwelt, aber die Dinge, die eigentlich wirklich wertvoll an mir sind, schätzt keiner da draußen.
Die Dinge, die ich an anderen schätze, wie, dass ich immer für jeden da bin, dass man mit mir lachen kann, dass ich echt ein intelligentes Wesen bin,
dass ich super empathisch bin, dass sich jeder bei mir ein offenes Ohr holen kann und dass ich ein super kreativer Mensch eigentlich bin
und sehr viele Facetten habe und ich mich aber in Räumen bewegt habe, die immer nur einen gewissen Teil von mir verlangt haben.
Und als ich das erkannt habe, dass es etwas gibt, was ich an mir liebe, was aber vom Außen gar nicht geschätzt wird,
hat es Klick gemacht und ich bin in den Bereich der Selbstliebe eingestiegen und habe mich da halt tatsächlich weitergebildet.
habe geguckt, okay, ich habe mir dann Bücher geholt, ich habe wirklich versucht, diese ganzen Pläne, die ich in meinem Kopf hatte von,
ich mache das an dem Tag, das an dem Tag, so und so viel Sport, das esse ich, das track ich, ich habe ja auch alles getrackt, etc.
Ich habe das losgelassen, alles auf einmal, alles.
Und habe gesagt, Kontrolle hat nicht funktioniert.
Wenn Kontrolle nicht funktioniert hat, dann versuche ich das Gegenteil.
Und wenn das nicht funktioniert, kann ich immer noch zurück zur Kontrolle.
Ja, die läuft ja nicht weg, die kannst du ja.
Sondern, dass ich wirklich, ich habe mich auf dieses Glatteis bewegt und das ist, glaube ich, das vor halt auch viele in der Recovery Angst haben.
Ich habe gesagt, ich gebe Verantwortung an meinen Körper ab und verbinde mich.
Verbinde mich mit meinem Körper, mit dem, was spüre ich gerade, was brauche ich wirklich.
Habe ich jetzt Lust auf Sport? Habe ich jetzt Lust auf einen Salat oder möchte ich eigentlich lieber einen Burger essen?
Und ich habe das gebraucht, dass ich auch von zu Hause weggehe, dass ich wirklich an einen Ort gehe, wenn es so zwei Wochen waren, wo ich nicht in diesem Muster drin bin.
Und das war mein Startschuss.
Und kurz darauf, ein paar Monate, kurz einen Monat später, habe ich meinen Job gekündigt, weil ich gemerkt habe, ich bin im Burnout.
Und kurz darauf habe ich mich getrennt, weil ich gemerkt habe, ich bin seit vier Jahren in einer Beziehung, die mich todesunglücklich macht.
Und wo ich das Gefühl habe, ich muss etwas sein, was ich nicht bin.
Und das war der Startschutz, A, dass ich endlich mich lieben konnte.
Und B, dass ich zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder ein Sättigungsgefühl in meinem Leben gespürt habe und aufgehört habe, von heute auf morgen mein Essen zu tracken.
Und das hat sich so positiv.
Und ich habe mir dann nochmal Unterstützung geholt im Bereich Körper, weil ich natürlich auch zugenommen habe.
Also ich möchte jetzt hier niemandem Illusionen nehmen, ne?
Also wenn du von einer kompletten Kontrolle kommst, dein Körper wird sich verändern.
Aber du brauchst keine Angst davor zu haben.
Ich habe mir dann eine Personal Trainerin geholt, die mich erstmal schockiert hat, weil die mir einen Ernährungsplan von 1300 Kalorien erstellt hat.
Wo ich dann gesagt habe, ich habe dir erzählt, ich habe Bulimie und eine Essstörung gehabt.
What the hell are you doing?
Ich habe mir dann meinen Ernährungsplan selber gemacht.
Tatsächlich, da musste ich dann die Kontrolle wieder übernehmen, weil ich aber gemerkt habe, sorry, aber das tut mir nicht gut.
Das ist genau wieder das Gegenteil.
Und habe dann trotzdem wieder auch bewusst zu ihr gesagt, ich möchte einen Trainingsplan, wo ich maximal dreimal die Woche zum Sport gehe und vielleicht dann noch mehr Yoga mache oder so.
Und so habe ich Schritt für Schritt eigentlich tatsächlich gelernt, dass Selbstliebe, Verbindung und Selbstfürsorge wichtiger sind als alles andere, um effektiv aus so destruktiven Verhaltensweisen rauszukommen.
Und wie bist du, weil ich sage mal, auch diese Gedanken oder auch gerade diese laute Essstörungstimme, die ist ja nicht von heute auf morgen weg.
Was hat dir geholfen, damit umzugehen?
Ja, ich habe ja gedacht, ich schaffe es da nie raus, ne?
Also ich habe ja echt gedacht, so, diese Stimme werde ich nie los.
Und ich glaube, das kennt jeder.
Und ich habe auch gedacht, dass ich es nie los werde, dass, wenn ich was esse, nicht die Zahlen vor meinen Augen sehe.
Wenn du alles getrackt hast, hast du sie auch wirklich omnipräsent gehabt.
Also das war wirklich ein Gedanke, den ich dachte, okay, ich meine, ich wüsste bis heute, wenn du mich jetzt fragst, was hat ein Apfel, weiß ich das bis heute.
Aber es ist wie so weit hinten im Kopf, dass ich da erstmal suchen muss.
Das sind schon Dinge, die du wirklich lernst und verinnerlichst.
Aber, und ich kann immer noch alles grob einschätzen, muss ich aber nicht.
Also wenn ich esse, mache ich es nicht mehr.
Wie ich es geschafft habe, war wirklich bewusste Gegenaktivität.
Und das klingt jetzt echt blöd.
Aber erstmal hätte ich mir gewünscht, dass es so Coaches wie dich schon mehr gibt.
Also ich glaube, mit meiner Recovery hätte es dich gegeben, ich hätte dich engagiert.
Weil ich mir das, das, was du weitergibst und das auch, was ich weitergebe an Frauen, das hätte ich gebraucht.
Das hätte ich gebraucht, ja.
Nicht jemanden, der mir nur an meine ganze, eine ganze Familiengeschichte aufdröselt.
Okay, ja, das ist schön und gut.
Sondern jemand, der das stärkt, der mir sagt, wie kann ich Denkweisen anpassen.
Und das ging bei mir durch, ich habe ultra viel über Mindset gelesen.
Das ist einfach so, also Persönlichkeitsentwicklung war bei mir eine Riesenunterstützung.
Ich habe verstanden, dass es sowas gibt wie Gesetz der Anziehung, dass ich durch das, was ich denke, super viel Negatives, was ich eben, wo ich denke, warum ist das in meinem Leben, selber mir immer wieder anziehe.
Das heißt, ich habe geguckt, was denke ich den ganzen Tag über mich.
So, oder generell, ja.
Ich habe das erstmal beobachtet und dann aktiv, auch wenn ich es am Anfang nicht geglaubt habe, mich vor den Spiegel gestellt und mir jeden beschissenen Tag gesagt, dass ich gut so bin, wie ich bin.
Dass ich wertvoll bin, dass ich mich liebe und ich habe mir dabei in die Augen geguckt und manchmal, ja, habe ich geheult, weil ich es mir selber nicht geglaubt habe.
Aber mit jedem Tag mehr, dass ich laut mit mir positiv gesprochen habe, umso leiser wurde diese Stimme.
Und wenn ich sie gehört habe, habe ich einfach nur, ich höre dich, aber nein, du hast nicht recht.
Ja.
Ich bin besser als das, was du zu mir sagst, ja.
Und das ist etwas ultra anstrengendes, diese Stimme loszuwerden.
Aber jeder, der diesen Podcast jetzt hört, es ist möglich.
Ja.
Ich stehe jetzt nicht mehr irgendwo, wenn ich, ich habe gestern vier Kinder Schokoladenriegel einfach zwischendurch gegessen und einfach, ich weiß natürlich, was das für Kalorien hat im Endeffekt.
Und denke mir am Ende des Tages so, what the hell? Und es verändert sich gar nichts an mir, weil...
Ja, weil der Körper halt auch nicht in Kalorien denkt.
Nein.
Und auch, weil ich auch eins auch noch, was richtig wichtig ist, und das auch nochmal zum Thema gesund und ungesund, du hast so einen großen Einfluss mit deinen Gedanken und Einstellungen, wie dein Körper die Nahrung verarbeitet, die du hast.
Wenn du da sitzt und denkst, ich nehme jetzt zu von diesem einen Stück, Cortisol steigt bei dir hoch, dein Stresslevel steigt, dein Körper geht da ja schon in Alarmbereitschaft und denkt sich so, oh Gott, oh, wogegen muss ich jetzt kämpfen?
Ja.
Nicht ja, dass er dann das Fett einlagert. I'm sorry, aber dein Körper ist ja immer noch irgendwo auch ein evolutionäres Gebilde, was gelernt hat über Jahrtausende von Jahren.
Und du selber, wenn ich da sitze und ich denke zum Beispiel, der Salat ist schlecht oder der tut mir nicht gut, dann wird auch dieser Salat nicht so gesund sein, wie er wäre, wenn ich jetzt denke, boah ja, geil, ich nehme jetzt die ganzen Vitamine auf,
sogar noch mit meinen Nüssen da drin und dem Öl, dass das deine Gedanken machen so viel.
Ja, ich sage mal, auch Sprache schafft Wahrheit. Also sowohl tatsächlich auch in diesem Bereich, weil es ist tatsächlich auch nachgewiesen, dass wenn wir, egal was, wir das, was wir essen, egal was es ist, wirklich auch genießen und es einfach schmeckt,
wir auch, selbst wenn es vielleicht faktisch weniger Nährstoffe hätte, wir trotzdem aus den wenigen auch mehr aufnehmen, wenn wir einfach, also wenn der Körper wirklich mir, oh ja, das ist jetzt, das ist wirklich angenehm, das tut mir gut, das nährt mich gerade,
als wenn nicht oder auch mit diesen Gedanken in dem Moment, wo ich, und deswegen, ich habe das auch also eine ganze Zeit lang und gerade so als kleine Übung auch unter der Dusche oft gemacht,
einfach nur mal zu gucken, so, was erzähle ich mir, während ich hier drei Minuten unter der Dusche stehe, Halleluja.
Und dann kam ich aus der Dusche raus und habe gedacht, doch, kein Wunder, dass du morgens schon gestresst bist.
Ja, und ich habe es ersetzt mit dann so Podcasts, also wirklich Affirmationen, es sind so kleine Sachen, die werden dich nicht heilen, die werden dich nicht heilen,
aber sie helfen dir auf deinem Heilungsweg, dein System umzuprogrammieren.
Ja, und ich glaube, der entscheidende Punkt, den du gemacht hast, ist, du hast ja nicht nur Affirmationen draufgegeben,
sondern du hast dein Verhalten angepasst, weil Affirmationen ohne Verhalten ist auch wie, ja, glaube ich jetzt aber nicht,
weil du verhältst dich ja immer noch anders. Also es ist eine super Unterstützung, macht aber alleine noch keine Veränderung,
wenn ich dann trotzdem den alten Mustern wieder nachgehe und der Kopf sagt ja so, das hast du mir zwar gerade gesagt,
aber du machst ja was anderes, dein Verhalten zählt ja viel mehr als das.
Ja, und da ist halt wieder diese Kohärenz. Du kannst Vertrauen in dich nur stärken, wenn du natürlich kohärent bist mit deinen Gedanken und deinen Taten.
Weil, ne, wenn du dir die ganze Zeit erzählst, ah ja, ich gehe jetzt nächste Woche, also jetzt mal die Leute,
die wirklich abnehmen wollen und sagen, ich gehe nächste Woche zum Sport und du sagst es aber dann immer nur,
du sagst es nur, du machst es nie, dein Körper vertraut dir dann nicht.
Ja, das sagt sich doch klar, das hast du mir letzte Woche schon erzählt.
Genau, genau. Und ich muss auch sagen, und das fällt halt auch, mir ist das auch dann aufgefallen,
dass ich das ja nicht nur im Essensbereich mache, so wie auch vorhin, sondern selbst wenn ich was runterfallen lassen habe,
boah, bin ich blöd.
Solche Sachen, solche Kleinigkeiten, ich sage immer, dein Unterbewusstsein hört dauerhaft mit.
Ja.
Und wie willst du erwarten? Und das war auch so ein, also wirklich so ein Shift.
Wie möchte ich erwarten, dass ich mich glücklich in meinem Leben fühle, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle,
dass ich wie Glück anziehe und Erfolg, egal auf welcher Ebene habe, wenn ich die ganze Zeit negativ mit mir spreche,
ob laut oder leise. Und solche Kommentare, die wir so als Kleinigkeiten abtun, die machen so viel aus.
Ja.
Die machen so viel aus.
Ja. Also das sehe ich ja auch bei Menschen, also ich arbeite unter anderem auch mit Frauen ohne Essstörung,
die aber genau eben solche, also wirklich so ganzen Tag diese negativen Selbstgespräche am Laufen haben
oder egal, was für eine Kleinigkeit passiert, weiß ich nicht, ein bisschen Wasser verschüttet oder keine Angst,
oh, bin ich wieder bescheuert und na, na, na.
Und dann aber so unzufrieden mit sich sind und wirklich auch, ja, einfach so eine Härte da auch wieder,
auch wenn es jetzt nicht in der handfesten Essstörung ist.
Aber das sind ja so viele Muster, die wir da mitkriegen, wo ich einfach, wie gesagt, auch sehr dankbar bin,
dass wir eigentlich anhand der Essstörung die Gelegenheit hatten, das sozusagen als Übungsfeld zu haben,
aber eben auch auf andere Lebensbereiche zu übertragen, weil es einfach so einen Riesenunterschied macht.
Also ohne die Essstörung hätte ich auch so viele Dinge in meinem Leben nie gelernt
und hätte sie einfach als normale hingenommen.
Und das ist was ganz Wichtiges, was du sagst, weil ich glaube, das ist auch ein Riesenpunkt der Heilung
und der wirklichen Heilung zu erkennen, dass es keine Strafe ist.
Dass diese Essstörung nicht in deinem Leben ist, um dich zu bestrafen,
sondern dass sie dir zum einen Teil, deswegen ja auch Funktionen der Essstörung,
wie du es auch immer so schön erklärst, dir geholfen hat auf einem gewissen Weg,
aber auch ganz, ganz wichtig für deine weitere Entwicklung war, um was zu erkennen.
Also ich habe tatsächlich schon sehr früh auch verstehen dürfen,
dass diese Essstörung viel in meinem Familiensystem gemacht hat.
Da, wo mich vorher Menschen gemobbt haben in meiner eigenen Familie,
irgendwann plötzlich mich anders behandelt haben, auch nachdem die Essstörung vorbei war,
aber dass sich Bewusstseinsebenen geöffnet haben, die Veränderungen gebracht haben,
die uns allen gut getan haben.
Und da habe ich dann verstanden, ich bin dankbar, dass ich sie hatte.
Ich bin nicht böse.
So, ich war jahrelang so, warum ich, warum ich und womit habe ich das verdient?
Mittlerweile weiß ich, ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich A so früh in so eine schlimme Krankheit gekommen bin,
weil wenn ich jetzt meine Freunde in meinem Alter sehe, die jetzt mit psychischen Problemen hadern,
die jetzt erst mit Therapienkontakt kommen, die jetzt erst verstehen, was so psychologische Zusammenhänge sind,
wo ich sagen kann, danke Essstörung, ich durfte schon ganz, ganz früh Dinge verstehen,
die manche jetzt in meinem Alter erst anfangen zu bearbeiten.
Und ich durfte eben auf diesem Weg mittlerweile eine Verbindung zu meinem Körper haben,
die nichts mehr sprengen kann.
Meine Mama hat das letztens noch gesagt, die so, es ist so faszinierend,
wie extrem du mit deinem Körper verbunden bist, weil du merkst schon so früh,
wenn irgendwas dir nicht gut tut.
Oder selbst wenn ich eine Grippe sich anbart oder so Symptome,
die du vorher so radikal ignorierst, weil du natürlich...
Auch weggedrückt hast, weil man muss ja noch funktionieren.
Genau.
Und die Essstörung ist natürlich, es ist natürlich eine Abkapselung deiner Emotionen,
es ist halt einfach so.
Und das ist halt auch was, was viele nicht sehen wollen,
es ist eigentlich kein Thema mit dem Essen, es ist ein Thema mit deinen Emotionen.
Und wenn du die nicht regulieren kannst, und ich muss jetzt sagen,
was bei meiner Geschichte, glaube ich, noch so faszinierend ist,
wo ich selber saustolz bin.
Ich habe letztes Jahr meine ADHS-Diagnose bekommen,
und du weißt es, wir haben uns darüber unterhalten,
aber ich wusste nicht, dass Essstörungen ein weiterführendes Symptom
von Neurodivergenz sein können.
Und das ist oft passiert, wenn die Neurodivergenz nicht entdeckt wird
und die Mechanismen, um mit der Neurodivergenz umzugehen,
nicht funktionieren, dass man in Süchten und Essstörungen landet.
Und ich habe es trotzdem rausgeschafft, ohne dass ich wusste,
dass ich ADHS habe, sondern weil einfach mein Wunsch,
mit mir glücklich zu sein, so groß war, dass ich jeden Weg gesucht habe
und dass ich mich auch von Ärzten da draußen nicht habe abbringen lassen,
die gesagt haben, schaffst du es.
Wollen wir das Leben lernen.
Ja, genau.
Und nein, es ist nicht so.
Ich sage auch immer, also egal übrigens,
also ob es um Heilungsweg geht oder nicht,
ich sage, die Limitationen sind die Limitationen der anderen.
Und nur weil die sich das nicht vorstellen können,
hat das doch nichts mit uns zu tun.
Und uns diesen Weg zu erlauben, egal mit was,
und deswegen sage ich auch, egal ob Diagnose oder nicht,
wie gesagt, ich hatte 20 Jahre keine mehr,
ich hätte aber von all dem profitiert,
habe mir selber aber erst die Erlaubnis gegeben,
als ich die dann wirklich auch hatte.
Was schade ist, weil die Berechtigung war schon immer da.
Deswegen ist mir auch total egal,
wer zu mir kommt, was das für ein Gewicht ist.
Klar, wenn es in einem kritischen Bereich ist
und medizinisch, ja, lebensbedrohlich,
dann geht es natürlich nicht im Coaching,
weil die Sicherheit ist wichtig.
Aber eben wirklich zu sagen,
okay, egal ob ich jetzt diagnostiziert bin oder nicht,
wenn ich merke,
ich habe hier in bestimmten Bereichen ein Thema,
ich bin damit nicht glücklich,
ich bin nicht zufrieden mit meinem Leben,
so wie es eben gerade auch ist,
mit dem, was ich tun muss
und vielleicht gar nicht tun will
oder gerne tun würde,
aber nicht tun kann,
dann ist das doch Grund genug zu sagen,
hey, ich schaue da hin
und ich gucke, was mir hilft,
um da eben auch rauszukommen.
Absolut, absolut.
Und die Erststörung ist ja auch heute,
ich meine, du sitzt jetzt als Coach da.
Es hat, ne,
die hat trotzdem ja bei uns
irgendwie noch einen Platz in dem Sinne,
dass wir aus dem Schlimmen,
was wir erlebt haben,
ich war auch schon in der Psychiatrie
als junges Mädchen wegen der Erststörung leider
und habe auch Dinge erlebt,
wo ich sagen muss,
hätte ich darauf verzichten können,
ja,
hätte ich wirklich rein traumatisch gesehen
darauf verzichten können
über diese Antwort.
Gerade in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Oh ja,
also das war auch die traumatischste Zeit meines Lebens,
also da war ja so Klinik und so gar nichts,
aber so eine geschlossene Psychiatrie,
Kinder,
kann ich niemandem empfehlen,
bitte schickt eure Kinder
nur im äußersten, äußersten,
äußersten Notfall dahin,
aber das hat mir gar nichts,
das hat mich mehr in die Essstörung reingetrieben
als alles andere,
aber,
aber,
ich sitze heute hier
und bin auf dem Weg,
Frauen zu begleiten,
ihren Körper zu lieben
und weg von diesem,
er muss perfekt sein
oder er muss irgendwie nur leisten
oder, ne,
und aus dem Kampf,
genau wie du,
aus dem Kampf rauszugehen
mit sich und dem Körper,
mit sich und dem Essen,
mit sich und sich selber
und wie wunderschön ist das denn bitte,
dass man aus etwas,
was einen fast selber zerstört hat,
etwas machen kann,
was anderen hilft,
wieder selber in ihre Kraft zu kommen
und allein nur deswegen
bin ich schon dankbar,
diesen Weg gegangen zu sein
und das Größte,
was ich in meinem Leben je erreicht habe,
wird immer noch sein,
diese Krankheit so transformiert zu haben,
weil ich sage,
das ist auch immer so schwierig mit Heilung,
sagen ja viele,
es ist eine Transformation,
es ist eigentlich eine Transformation,
so,
weil du lernst mit den Problemen,
die ja immer im Leben wie da sind,
ganz anders umzugehen,
so,
und das ist die Heilung dadurch,
weil du schadest dir nicht mehr
und das ist mein größter Win,
dass ich das für mich geschafft habe
und ich glaube,
es kann für mich nichts schöneres passieren als das,
weil ich weiß,
wie schwer es ist,
da rauszukommen
und ich weiß,
wie niedrig die Zahlen sind der Menschen,
die da wirklich rauskommen,
aber es ist möglich
und das muss mehr raus,
es ist möglich.
Ja,
absolut und deswegen ist es ja auch so wichtig,
wirklich auch Beispiele zu haben
und deswegen bin ich auch so happy,
dass du heute hier bist
und wie gesagt,
Gewege sind so unterschiedlich
und es gibt auch nicht den einen richtigen Weg
und egal ob mit Diagnose,
ohne Diagnose,
neben Diagnosen,
also allem,
was so auftritt,
es ist auf einer Ebene egal,
weil ich glaube,
das,
was uns beide auch eint,
ist wirklich diese Entscheidung
und dieses,
ich will etwas anderes in meinem Leben,
ich bin nicht mehr bereit,
gegen mich zu kämpfen,
gegen mich zu sein,
ich habe es jahre und jahrzehntelang ausprobiert,
es hat mir nicht gebracht,
was ich haben wollte,
also versuche ich verdammt noch mal was anderes
und mache jetzt einfach mal genau das Gegenteil von dem,
auch und gerade dann,
weil wie gesagt,
auch dieser Esküß-Stadt-Anhalt,
er wird einfach erstmal eine starke Meinung haben
und mitreden,
aber wie du sagst,
das heißt nicht,
nicht, dass er recht hat,
er hat Angst
und den auf diesem Weg auch mitzunehmen
und zu sagen,
es ist okay,
dass du Angst hast,
du kennst es nicht anders,
du hast versucht,
mich zu beschützen,
aber wir gehen den Weg heute mal
auf einem anderen Weg
und du darfst mitkommen,
finde ich einfach so einen,
ja,
so viel hilfreicheren Ansatz
und ist, glaube ich,
der,
den wir beide auch gemacht haben
und ja,
dass wir letztendlich jetzt auch beide hier,
so nur diese Leidenschaft eben auch entwickelt haben,
anderen zu helfen,
auf diesem Weg,
das ist einfach was unglaublich Wertvolles
und Schönes
und wo ich immer sage,
so auch dieser,
ich sage,
also wenn diese ganze,
was Gutes hat es,
dann kann es doch nicht schlecht gewesen sein,
klar,
es heißt nicht,
dass jeder,
der anderen hilft,
dass man durch so ein krasses Tal gegangen sein muss,
das überhaupt nicht,
aber für mich war es ja damals auch schon so ein Punkt,
dass ich gesagt habe,
Mensch,
ich will nicht,
dass sich jemand so fühlt,
wie ich mich gefühlt habe
und deswegen will ich anderen helfen
und mir war aber auch klar,
das geht nicht,
solange ich da noch drin bin,
also klar,
ich kann natürlich viele Dinge,
weil für andere wissen wir das ja immer besser,
deswegen gibt es ja auch so viele,
die sich Coaches nennen,
aber oft selber ja noch nicht durch sind,
es ist manchmal gruselig,
ich habe teilweise Menschen,
die sich Recovery Coach nennen,
die bei mir schon im Vorgespräch waren,
wo ich jetzt gruseln kriege und denke,
wow,
und du hilfst anderen
und bist aber selber an dem Punkt,
das ist ja nicht,
also es ist ja okay,
da noch nicht durch zu sein,
aber ich finde es wahnsinnig gefährlich,
dann zu sagen,
so okay,
ich habe ganz viel Wissen
und ich gebe das anderen weiter,
aber es ist was anderes,
wenn du das wirklich verkörperst,
das wirklich lebst
und eben transformiert hast
und nicht nur
verstanden,
verstanden reicht halt einfach auch nicht
und ich finde tatsächlich,
das ist leider halt dann auch der Unterschied
zwischen einem Coach
und einem Therapeuten,
ich finde als Therapeut ist es okay,
wenn du nur das Wissen hast,
weil, ne,
du gehst ein langes Spektrum durch
von Studium etc.,
von verschiedenen Sachen und so, ne,
leider gibt es auch viel zu wenig Therapeuten,
die sich auf Essstörung spezialisieren,
muss man leider sagen,
das ist,
also das,
ja,
egal,
aber ist halt eben auch in der Therapie
und in der Psychologie
eine der schwerst zu therapiersten Krankheiten,
das ist faktisch immer noch so,
es war damals bei mir schon so,
als es war,
aber es ist immer noch so,
aber ein Coach,
finde ich,
wen suchst du dir als Coach?
Du suchst ja jemanden,
der da ist,
wo du hin willst.
Ja,
und der das auch verkörpert.
Genau.
Ich kann nur das coachen,
wo ich safe drin bin,
wo ich sicher und stabil drin bin,
ja,
und deswegen coache ich halt bei mir auch Selbstliebe
und Bezug auf den Körper
und nicht irgendwie Paarbeziehungen,
weil ich weiß,
wo ich meine Themen habe,
wo ich mich selber auch unterstützen lasse,
ja,
und da suche ich mir die Hilfe,
aber bitte,
und an alle,
die da draußen sind,
nicht jeder Coach ist scheiße
und ich finde auch nicht,
dass jeder Coach irgendwie eine Zertifizierung
und so braucht,
aber schau dir die Story von deinem Coach an,
guck,
wo du hin willst
und vertraue nur denen,
die das leben,
wovon sie sprechen.
Das ist ganz,
ganz wichtig.
So,
also,
und das ist eben auch das,
was ich ja mit meinem Coaching zeige
und deswegen zeige ich mich ja auch sehr real,
auch auf Instagram und so,
weil ich zeige,
dass auch Selbstliebe
nichts mit Perfektionismus zu tun hat.
und dass dein Körper eben,
und das ist eben auch nochmal was,
und das wirst du bestätigen können,
Heilungsweg heißt nicht immer,
das fühlt sich gut an.
Nee, nee,
meistens heißt es genau das Gegenteil,
weil es fühlt sich auch erstmal nicht gut an,
aber das tut ein Leben mit Essstörungen auch nicht.
Ja,
und das ist ganz,
ganz wichtig,
also bitte jeder da draußen,
der das hört,
nicht aufgeben,
wenn es sich erstmal komplett falsch anfühlt.
Dein System muss es ja erstmal noch lernen,
dein System ist daran nicht gewöhnt
und diese Bubble,
die da draußen auch oft so suggeriert wird von
alles, was für dich richtig ist,
fühlt sich super an
und alles ist toll.
Ich muss sagen,
ich bin ein super positiver Mensch,
ich bin aber ein absoluter Feind
von dieser toxischen Positivität.
Ja.
Immer alles nur perfekt und schön
und du musst nur schön denken
und nur alles positiv sehen.
Bitte nein.
Es darf sich auch unangenehm anfühlen,
es darf wehtun,
es wird wehtun,
ja,
und auch das Selbstlieben,
sich selbst,
das ist nicht jeden Tag gleich.
Es gibt auch Tage,
da gucke ich in den Spiegel
und denke mir so,
oh, ernsthaft?
Aber dann gucke ich in den Spiegel
und sage gleichzeitig,
es ist alles gut.
Ich bin dankbar,
dass ich,
dass ich lebe.
Ich bin dankbar,
dass ich all das erleben darf,
funktionieren darf,
mein Körper für mich da ist
und wandle das.
Aber das heißt nicht,
dass ich mich jeden Tag gleich
toll finde
und, ne,
gerne jeden Tag in den Spiegel gucke
oder,
aber Selbstliebe heißt auch nicht,
ich muss,
mir muss jeden Tag das gefallen,
was ich da sehe,
sondern ich nehme mich an
und ich wertschätze mich
auf ganz anderen Basen
als das,
was ich nur sehe und leiste.
Und das ist ein schöner Punkt,
weil,
was würdest du denn heute sagen,
also wie gehst du wirklich
mit so Tagen um,
an denen du dich
in deinem Körper halt wirklich
auch faktisch mal unwohl fühlst,
weil die gibt es ja nun mal
und gerade wir als Frauen
auch im Zyklus und so,
wir machen ja auch einiges durch
und es ist nun mal nicht
jeden Tag ein Regenbogen.
Wie gehst du dann damit um heute?
Diesen Tag gibt es immer noch
und ich sage dir auch,
und das sage ich auch jedem da draußen,
die ES-Stimme,
die kann auch noch nach Jahren
wieder kommen
und die kann auch noch nach Jahren
nochmal versuchen,
ich bin doch da,
wollen wir nicht noch nochmal
den alten Weg versuchen?
so, weil das passiert bei mir,
wenn im Außen wieder viel Chaos ist,
wenn im Außen wieder viel passiert,
wo ich gerade mal keinen Einfluss habe,
dann kommt,
wollen wir nicht doch mal wieder tracken
das Essen?
Hast du nicht doch mal wieder Bock?
Und dann erinnere ich mich einfach
sehr stark daran,
dass ich diesen Weg ja über Jahre
schon gegangen bin
und dass dieser Weg nie funktioniert hat
und gehe nochmal auch in das Gefühl,
wie es sich anfühlt,
wirklich frei zu leben
mit meinem Körper,
mit meinem Essen,
weil ich sage dir eins,
dieser Satz,
nichts fühlt sich so,
also nichts schmeckt so gut,
wie sich Dünnsein anfühlt,
wo ich sage so,
dann hast du noch nie,
noch nie in deinem Leben
wirklich richtig gefühlt,
wie es sich anfühlt,
du selber zu sein
und das hier oben auszustellen,
den Kopf auszustellen
und einfach nur zu genießen
und zu leben.
und daran erinnere ich mich dann,
dass ich es liebe,
dass, ah, ich wiege mich sowieso nicht,
mich interessiert es nicht,
was ich wiege,
hat mich aber tatsächlich
auch noch nie interessiert,
erst als die Essstörung angefangen hat,
vorher hat es mir auch.
Ist ja auch keine wichtige Info.
Nein, null, null.
Sondern,
wenn ich mich nicht gut fühle,
dann gucke ich,
okay,
alles klar,
was würde mir denn jetzt gut tun?
Mhm.
Male ich,
telefoniere ich mit einer Freundin,
lese ich ein Buch,
so,
aber diese Stimme danach zu gehen,
die sagt,
oh, wir könnten doch eigentlich
mal da wieder strenger werden,
die merke ich
und nenne die auch ganz bewusst wahr,
weil mir das zeigt,
okay, wo bin ich gerade wieder?
Mhm.
Was passiert gerade wieder im Außen?
Was ist gerade wieder so chaotisch,
dass sie sich meldet?
Aber bewusst dann zu sagen,
die sind wirklich nicht.
Und das ist auch genau der Punkt,
weil ich sage ja auch immer,
wir wollen diesen Essgestörtenanteil
auf einer Ebene ja auch nicht loswerden.
Klar, wir wollen die Verhaltensweisen loswerden,
aber der kommt ja
und kommt eben gerade auch
mit dem Kontrollvorschlag,
weil er jahrzehntelang gelernt hat,
hey, guck mal,
das hat ja ein Stück weit geholfen,
weil es hat ja auch
eine kurze Zeit lang funktioniert.
Heißt,
das Gehirn hat abgespeichert,
das funktioniert.
Aber dieser entscheidende Unterschied
und ja,
solche Gedanken können kommen
oder auch so ein Bad Body Image Tag
und dann kommt natürlich auch
manchmal so ein Gedanke von,
hä,
wollte man vielleicht doch mal
irgendwas anders machen,
aber,
also ich sage immer,
wie so ein kleiner,
der Unterschied ist,
dass für mich so klar ist,
klar ist auch,
okay,
ich würde auf gar keinen Fall
meinen Körper noch mehr verraten,
meine Seele verraten,
irgendwas gegen mich tun,
um das ja durchzuführen,
weil es hat mir nicht gebracht,
faktisch,
was ich haben wollte.
Im Gegenteil,
es hat das Problem
nur noch größer gemacht.
Es ist ein Anker,
aber was habe ich denn heute dafür?
Was brauche ich denn wirklich?
Und was funktioniert auch?
Vielleicht manchmal nicht so schnell
wie die Abkürzung von,
oh ja, super,
ich habe jetzt Kontrolle,
aber es ist ja genau das,
was wir lernen,
dass wir diesen Anteil
wahrnehmen können,
aber das Bedürfnis,
danach zu reagieren,
ist irgendwann null und nichtig.
Absolut.
Also mir zeigt es immer eher so,
okay,
was ist gerade sonst nicht so in Ordnung?
Ja.
Hatte ich viel Stress?
Hatte ich zu wenig Zeit für mich?
Habe ich mich überfordert?
Hatte ich irgendwas?
Und dann sage ich,
hey, danke,
dass du mich daran erinnert hast.
Ich weiß,
ich muss dem nicht mehr nachgeben.
Ich habe wahrgenommen,
es stimmt gerade was nicht.
Ich schaue hin.
Danke.
Ja.
Und dann an solchen Tagen auch,
habe ich jetzt am Wochenende
wieder gemerkt,
weil ich war jetzt auch lange nicht im Sport.
Und klar,
mein Körper verändert sich auch.
Also ich bin super dankbar,
weil mein Körper ist so dankbar mit mir,
dass er sich wirklich wahrscheinlich
nur für mich äußerlich verändert.
Für jeden anderen,
der mich sieht,
passiert nichts.
Aber,
dass ich auch mal gemerkt habe,
boah,
aber eigentlich steht mir das auch noch mal
ein bisschen gut,
wenn ich ein bisschen weniger Definitionen,
dafür mehr Kurven habe.
So auch dann an solchen Tagen zu merken,
vielleicht darf ich auch einfach mal
den Blickwinkel ändern für mich.
Vielleicht ist das ja sogar was,
was ich schön finden kann,
wenn ich es fühle.
und es sind,
also wie du schon sagst,
es wird irgendwann leichter,
je öfter man das übt
und man nimmt einfach nur noch
das als Hinweis wahr,
dass irgendwo wieder viel los ist
oder man irgendwo wieder
den Fokus von sich selber verloren hat.
Und das ist auch was,
was ich Frauen draußen weitergeben will,
ist dieses,
was machst du mit deiner Zeit,
wenn du sie nicht der Essstörung widmest?
Und das ist ja manchmal
eine existenziell krisenbehaftete Frage,
weil es wird ja auch verdammt viel Raum frei.
Ja, das wird es nämlich wirklich.
Und dass die Essstörung,
und das auch ganz nochmal,
auch wirklich bewusst sich zu machen,
von wie vielen wirklichen Träumen
hält sie dich zurück,
die du machen könntest,
wenn du zum Beispiel
nicht mehr trackst das Essen,
weil wie lange stand ich
in der blöden Küche
und habe in diese blöden Apps ja
eingegeben,
was ich jetzt da,
wie viel Gramm ich von dem Reis
und von dem und dem
und dann am Ende noch umrechnen
oder keine Ahnung,
meine zuckerfreien Kuchen gemacht habe
und dann, wie viel darf ich davon
jetzt heute essen?
Wie viel Zeit
ist denn dafür draufgegangen,
die ich heute
in Dinge stecken kann,
die mich wirklich erfüllen?
Ja.
Und die auch Mehrwert bringen
für dein Leben,
aber auch für die Menschen,
für die du das ja rausgibst.
Also wenn ich sehe,
auch wie viel Zeit du dir pro Tag
für deine Storys alleine nimmst,
wie regelmäßig du ja auch Beiträge postest
und alles,
also du kannst halt nur die eine Sache machen,
du kannst in der Küche stehen,
kochen und rechnen
und pipapo
oder du kannst das machen.
Also dieses auch,
was ist mir denn wirklich wichtig
in meinem Leben?
Was will ich denn meine Zeit verbracht haben?
Will ich mir wirklich mit 80, 90 sagen,
yo, super.
Ich habe mir immer das Gesündeste gekocht
und wusste genau,
wie viel Zahlen in meinen Körper reinwandern.
Oder will ich sagen,
hey,
ich habe da draußen
einen Menschen berührt.
Ich konnte jemandem helfen,
ich konnte einen Impuls geben,
ich konnte einen kleinen positiven
Unterschied machen
und habe einfach mein Leben gelebt,
habe Momente gesammelt
mit Freunden,
mit, ich meine,
du und deine Mitbewohner,
ihr habt einen super süßen Hund,
wenn der dir gerade
einen etwas interessanten Finger beschert hat.
Aber das wäre ja nie passiert,
wärst du in deiner Küche gestanden,
könnte man jetzt sagen,
ja super,
dann wäre mein Finger jetzt noch heil.
Wäre ja aber auch blöd,
weil wie viel Erfahrung
hättest du nicht gemacht?
Also grundsätzlich alles.
Also das ist wirklich was,
was ich,
deswegen will ich ja,
dass mehr Frauen
für sich da auf den Weg gehen
und gegen diese Diätkultur
und auch gegen Essstörungen
auch dazu stehen,
weil, bitte,
du brauchst dich nicht dafür schämen.
Jeder Zweite da draußen
hat gefühlt eine Essstörung.
Es ist so.
Mindestens als gestörtes Verhalten.
Also wir müssen es ja gar nicht
diagnostizieren,
aber es ist wirklich...
Aber einmal ein Problem,
sagen wir mal ein Problem mit dem Essen
oder ein Thema mit dem Essen,
ja?
Oder Ängste darum
oder um den Körper oder...
Genau.
Und egal wen ich treffe,
seit ich damit rausgehe
und du wahrscheinlich auch,
es häuft sich,
wenn du dir einmal öffnest
und sagst,
oh ja,
ich hatte mal eine Essstörung
oder ich habe damit ein Problem,
oh ja, ich auch,
oh ja, ich auch,
oh ja, ich auch.
Und jetzt überleg mal,
all diese Menschen,
die sich so viele Gedanken
darum machen,
könnten wirklich
ihr Leben in die Hand nehmen
und wirklich
ihre Träume verwirklichen,
realisieren
und ihr wahres Selbstleben.
Und das überhaupt erst mal entdecken,
weil, also wie gesagt,
hast du mich damals gefragt,
ich hätte keine Ahnung gehabt,
was das eigentlich ist,
weil auch Träumen mir
so schwer gefallen ist.
Das ist doch was,
was wir,
auch wenn du das jetzt vielleicht hörst
und denkst,
ich habe gar keine.
Mir ist das wahnsinnig schwer gefallen.
Es war aber was,
was ich auf dem Weg
erst mal entdeckt habe.
Eigentlich noch wirklich
in dieser Frage von,
was will ich denn eigentlich fühlen?
Was würde ich denn eigentlich
gerne in meinem Leben machen?
Worauf wäre ich vielleicht auch stolz
oder was würde mich glücklich machen,
wenn ich da auf mein Leben
zurückschaue und das habe?
Und ganz ehrlich,
ich bin irgendwann echt
aus meiner Bahn ausgestiegen
auf dem Weg zur Arbeit
und habe mir gedacht,
so Mensch,
also ich will eigentlich nicht,
dass auf meinem Grabstein
irgendwann steht,
sie hat Größe XS getragen.
Yay.
Oh Gott,
das wäre ja traurig.
Also was möchte ich vielleicht auch
für den Eindruck
oder für was möchte ich
in Erinnerung bleiben?
Wird es überhaupt jemanden geben,
der sich an mich erinnert,
wenn ich mich in meiner Küche verschanze
und dort vor mich hin rechne
und mich isoliere?
Und was ich auch sagen muss,
dieses Freiheitsgefühl,
das ich mir immer gewünscht habe,
das ist da.
Und das ist da,
auch wenn ich jetzt noch nicht
irgendwie, keine Ahnung,
ortsunabhängig von überall gerade arbeite
oder andere Träume,
die ich wirklich habe,
noch nicht verwirklicht habe,
aber dieses Freiheitsgefühl
in meinem Leben,
diese Leichtigkeit,
die habe ich,
weil ich mit mir
in Leichtigkeit lebe.
Die habe ich,
weil ich eben
mittlerweile zu den Menschen gehöre,
die alles essen können,
was sie wollen,
ohne sich darüber Gedanken zu machen
und trotzdem happy
und glücklich mit sich sind.
Das ist so.
Oder gerade?
Gerade,
ja, vor allem deswegen.
Es ist wirklich so.
Es ist wirklich diese,
das, was mir die Loslösung
von diesem Verhalten,
weil es ist immer noch
ein Part von einem,
auf jeden Fall,
aber durch diese Transformation
und diese Heilung gemacht habe,
ist wirklich mir Freiheit
und Leichtigkeit zu schaffen.
Und keiner kann mir sagen,
dass Probleme mit dem Essen
oder Essstörungen diagnostiziert,
jemals sich leicht anfühlen.
Und das war immer das,
wonach ich aber so mich gesehnt habe,
mich einfach leicht zu fühlen.
Und das ist erst gekommen,
als ich wirklich angefangen habe,
gut zu mir zu sein.
Und du bist nicht...
Und ich denke mir gerade so auch,
ja,
dich leicht zu fühlen.
Und ich denke mir so,
ey krass,
wie viel musste ich zunehmen,
um mich leicht zu fühlen,
ohne Witz, oder?
Ohne Witz.
Ja,
eindeutig.
Eindeutig.
Und auch,
dieses Körperschema-Störung,
also dieses Körperbild,
das wird sich auch verändern.
Ja, total.
Und der auch ein Leidungsweg ist.
Also,
ich gucke jetzt in den Spiegel
und ich sehe,
was im Spiegel ist.
das habe ich in der letzten Podcast-Folge,
also die,
die jetzt am aktuellen letzte Woche Mittwoch,
ich glaube Podcast-Folge 41 rausgekommen ist,
auch dieses Körperbild
und was das Gehirn eigentlich auch erstmal leisten muss,
dass sich das anpassen kann.
Aber das wird es.
Ja, eindeutig.
Wenn wir den Weg gehen
und weiter dranbleiben.
Ja.
Gott,
wir sind ja hier ein sehr intensives Interview.
Wahrscheinlich waren es zwei Teile.
Was ist das,
was du vielleicht unseren Hörerinnen noch gerne
für heute mitgeben möchtest zum Abschluss?
Zum einen,
gibt nicht auf, ja.
Egal, wie viele Runden ihr dreht,
gibt nicht auf.
Du bist dein bester Freund,
niemand anders.
Du musst dir als nächstes,
am nächsten stehen.
Und wenn dir das schwerfällt,
dann stell dir vor,
was hätte die kleine Version von dir gebraucht damals,
von anderen so,
und sei dieser andere für dich.
Das denke ich mir ganz, ganz oft.
Wirklich.
Dass,
wenn ich in dem Modus bin und so sage,
oh, das war jetzt nicht gut genug und so,
würde ich das meiner Tochter sagen?
Würde ich das meiner Tochter sagen?
Oder wenn, wenn ich jetzt sage,
oh nee, das darf ich nicht essen,
würde ich das meiner Tochter jetzt auch sagen?
Und ganz oft kommt dann ein Nein.
Natürlich nicht so.
Also versuch dich vielleicht mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten,
als aus deiner kontrollenden Kritikerrolle.
Und lerne dir zu vertrauen.
Weil das,
wenn du anfängst dir zu vertrauen,
du wirst es nicht bereuen.
Und dann brauchst du auch diese Kontrolle nicht mehr.
Und du ersetzt sie,
du fällst ja nicht in ein Loch,
du ersetzt sie mit was viel Wichtigeren.
Ja.
Und Wertvollerem,
was dir wirklich auch ein ganz anderes Gefühl von Sicherheit gibt.
Also wirklich wunderschön.
Und?
Hol dir Hilfe.
Ja.
Also das kann ich wirklich nur,
und ich habe es auf eigenem Weg geschafft,
aber ich habe mir,
ich habe,
ich hätte es mir gewünscht,
dass das schon möglich gewesen wäre in meinem Alter.
Aber wenn Therapie dir nicht endgültig hilft,
hol dir Zusatzunterstützung,
hol dir einen Coach,
hol dir jemand,
der da ist,
wo du hin willst.
Und glaub nicht,
dass du alles alleine machen musst,
weil diesen Gedanken hatte ich jahrelang.
Und es hat nur so lange gedauert,
weil ich alles alleine gemacht habe.
Und ich hatte nur so viele verschiedene Erstörungen,
wahrscheinlich wie du auch,
weil ich den Weg so hart alleine gegangen bin
und alles ausprobieren musste.
Aber mittlerweile gibt es genug Menschen da draußen,
die Abkürzungen kennen.
nutzen.
Ja, ganz ehrlich,
ich meine,
wir sind beides Menschen,
die das inzwischen auch machen.
Wir haben es beide während der Recovery nicht gemacht,
aber auch jetzt in Themen,
wo wir merken,
hey, wir kommen nicht bei dir.
Wir sind ja beide jemand,
der rausgeht und sagt,
wer kann mich in diesem Bereich unterstützen
und holen uns die heute.
Also, weil ich,
also ich glaube,
das wichtigste Learning ist,
was wir nicht zurückkriegen,
ist Zeit.
Und die Zeit,
also wie gesagt,
die einzige Sache,
die ich wirklich in Bezug auf meine Recovery,
wenn man das so nennen kann,
bereue, ist,
warum habe ich nicht früher damit angefangen?
Warum habe ich nicht,
schneller mir jemanden geholt,
der mir hilft,
Dinge zu sehen,
die ich selber ja in meiner Bubble
so gar nicht sehen kann?
Und das habe ich heute noch
in anderen Lebensbereichen,
wo ich inzwischen aber viel weiß,
ich bin viel schneller,
wenn ich mir jemanden hole,
der mich einfach auf diesem Weg
unterstützen kann.
Und was mir das an Lebenszeit
und Qualität spart,
also ich sage mal so,
ich hätte jetzt kein Bauchzwerg im Bauch,
hätte ich das letztes Jahr
nicht nochmal getan.
Ja, ich weiß,
wir hatten ja auch jetzt,
aber das ist,
und das ist für mich auch ein Zeichen
von einem guten Coach
oder einem guten Therapeuten,
ja,
dass dieser Mensch nicht sagt,
ich bin ja hier der Allwissende
und brauche ja keinen,
sondern ganz genau weiß,
da habe ich Blindspots,
weil die haben wir alle,
ja,
und klar,
du kannst als Coach,
wo dich auch schon irgendwie
gewisserweise coachen,
aber es gibt immer Themen,
wo du es nicht,
und dass du dir da deine Hilfe suchst
und daran erkennt,
glaube ich,
jeder da draußen,
okay,
wenn der dazu steht,
der Coach,
dass er sich da und da auch Hilfe holt,
dann macht er ja das,
was er von mir auch verlangt,
in dem Sinne.
Und,
dass du dir selber Hilfe holst,
zeigt deinem Unterbewusstsein wieder,
wie viel du dir wert bist.
Absolut.
Ja,
das ist ja auch nochmal
eine Wertschätzung dir selber gegenüber,
wie viel bist du dir selber wert
und glaub mir,
ich habe,
und du weißt es,
ich habe in den letzten drei Jahren
30.000 Franken investiert,
um mich persönlich
in meinen Sachen weiterzubringen
und das war nicht im Bereich,
Ersterstörung,
sondern in meinen anderen Räumen,
in meinen anderen Problemen
und ich bereue keinen Cent.
Nichts davon,
weil das,
ich sage immer,
das bestinvestierte Geld
ist das in uns
und ganz ehrlich,
also bei mir waren es,
ich glaube auch 40.000 Euro
inzwischen,
die wirklich in Coachings,
Persönlichkeitsentwicklung,
weitere Ausbildungen
und die ganzen,
du hast ja trotzdem immer
auch Selbsterfahrung da,
da drin,
investiert habe,
aber das ist genau das,
was auch eben zurückkommt
und aus dem ich mir
deutlich mehr kreieren kann,
als wenn ich,
weiß ich nicht,
mir auf dem Rummel,
weiß ich nicht,
drei Karussellfahrten gönne,
die sind dann vorbei,
was habe ich für mein Leben gelernt?
Nichts,
das,
was ich wirklich in mich investiere
und in mir habe,
das kann ich weitergeben
und das ist ja auch was,
was uns beide verbindet,
eben gerade auch diese,
dieser Wunsch,
sich weiterzuentwickeln,
mehr zu lernen,
diese Neugier,
dieser Lebenshunger,
der sich genau in diesen Bereichen
auch zeigt
und ja,
ich glaube auch ein Grund,
warum wir beide uns einfach
wirklich so,
so gut verstehen
und deswegen,
ich auch so dankbar bin,
dass du auch deine Perspektive,
deine Blickwinkel,
deine Erfahrung heute mit uns
nochmal auf dieser Ebene
wirklich auch geteilt hast,
weil ich glaube,
es zeigt auch,
wie individuell die Wege sind
und dass es nicht den einen gibt,
aber vielleicht auch,
ich denke,
das ist ziemlich gut rausgekommen,
es gibt so Dinge,
die wir im Mindset ändern können
oder die wir einfach auch
in der Grundhaltung entwickeln können,
weil wir sind ja beide nicht
damit auf die Welt gekommen,
also wir haben ja wirklich
das komplette Gegenteil
mit Härte, Stränge und allem probiert
und dann zu sehen,
okay, es gibt andere Wege,
ja, die darf man auch
vielleicht erst mal lernen,
aber in dem Moment,
wo wir die Richtung wechseln,
werden wir auch ein anderes Ergebnis haben,
als wenn wir immer wieder
auf das Gleiche zulaufen.
Und ja,
vielleicht jetzt zum Abschluss,
also ich danke dir,
wie gesagt,
nochmal so, so sehr
für all diejenigen,
die jetzt sagen,
oh Mensch,
wieder mit Madeleine,
will ich unbedingt
in Kontakt bleiben.
Wo finden die dich?
Wie können die das tun?
Ja, also,
erst mal auf Instagram
unter
des Herzenswegens,
da findet ihr mich
unter meinem Account,
da ist auch sozusagen
in meinem Linktree
alles noch verlinkt
zu meiner Homepage
und da bin ich eigentlich
rund um die Uhr erreichbar.
Genau,
und ich gebe zusätzlich
dieses Jahr auch noch
einen Retreat,
das ist in Portugal,
das mache ich mit einer,
mit meiner damaligen
Personal Trainerin,
genau,
ist jetzt mittlerweile
Yoga-Lehrer.
Und ja,
da hat sich der Kreis
sehr stark geschlossen.
Aber ansonsten gerne
einfach über Insta,
weiter bin ich noch nicht
tatsächlich mit meinen Accounts
und meiner Reichweite,
aber das ist gar nicht schlimm
und schreibt mich einfach an.
Ich bin da total locker,
easy
und freue mich über jeden,
der zu mir findet
und der auch der Romy folgt,
weil ich finde es wundervoll,
ich danke dir erstmal nochmal
für die Einladung.
Es ist eine Riesenehre,
dass ich das mit dir machen durfte.
für mich ist es grundsätzlich
eine Ehre,
dass du einfach einer
meiner Herzensmenschen
geworden bist.
Ich kann dich als Coach,
als Freundin,
als Mensch einfach nur
jedem ans Herz legen,
weil du bist
ganz, ganz, ganz wunderbar.
Und ja,
ich hoffe,
du machst weiter so
und coach dieser Frau,
weil die hat was drauf.
Dankeschön.
Ja,
ich wäre auf jeden Fall
auch nochmal
dein Instagram-Kanal.
Ich verlinke das einfach
alles in den Shownotes.
Das heißt,
wenn ihr jetzt,
ihr müsst nicht zurückspulen,
guckt einfach in die Shownotes rein.
und ich verlinke euch Madeleine,
folgt ihr.
Es ist wirklich ein Fest,
dir auch zuzugucken,
weil alleine,
indem wir da auch lernen,
hey,
wir denken andere einfach,
wir können uns so viel mitnehmen.
Und ja,
es ist einfach immer wieder schön,
gemeinsam mit dir
auch diesen Weg zu gehen.
Und für heute,
ich danke dir
und ich bin mir sicher,
das war nicht unser letztes Interview,
denn du hast es schon angedeutet,
also auch so Themen
Neurodivergenz,
ADHS,
Begleiterscheinungen
sind einfach auch Punkte,
die,
ich habe ja auch eine Abstimmung gemacht,
einige auch interessieren.
deswegen,
ich bin mir sehr sicher,
wir sehen uns dann nochmal wieder.
Wenn ihr hier noch weitere Fragen auch habt,
schickt die mir gerne,
also umso mehr Fragen ich kriege,
umso früher lade ich mal den wieder ein.
Und dann führen wir das auch sehr,
sehr gerne fort.
Aber in diesem Sinne,
ich danke dir auch heute,
dass du dabei warst.
Ich hoffe,
du konntest dir ganz viel mitnehmen
und bis zum nächsten Mal.
Vielen Dank,
dass du dir Zeit für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe,
diese Folge hat einen kleinen positiven Unterschied
in deinem Tag gemacht.
Mit deiner Fünf-Sterne-Bewertung
kannst du genau diesen Unterschied
auch im Leben anderer lebensvoller Frauen bewirken,
die diesen Podcast noch nicht gefunden haben
und sich ebenfalls nach einem Leben
in Freiheit und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen
und freue mich,
auf Instagram mit dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
Madeleine
00:01:44
Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
00:14:44
Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
00:17:15
Madeleine
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Romy
00:18:58
Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
00:21:04
Romy
00:21:07
Madeleine
00:22:07
Romy
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Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
00:25:30
Madeleine
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Romy
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Madeleine
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Romy
00:29:44
Madeleine
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Romy
00:30:13
Madeleine
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