Romys Recovery RealiTea

Romy Hörbe

#50 Nervensystem & Saboteur – Interview mit Seelenmut Teil 2

Woran du erkennst, dass gerade nicht du entscheidest – sondern ein Schutzmechanismus

01.04.2026 36 min

Zusammenfassung & Show Notes

 In Teil 2 unseres Interviews tauchen Julia Steppat und ich tief ein in das, was zwischen Wissen und Handeln steht: dein Nervensystem und ein innerer Anteil, den Julia den Saboteur nennt. Wir sprechen darüber, warum Tools allein nicht reichen, welche Warnsignale wir viel zu lange normalisieren – und Julia gibt dir eine Übung mit, die du heute noch ausprobieren kannst. 

Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Julia Steppat von Seelenmut wird es richtig alltagsnah: Woran merkst du eigentlich, dass dein Nervensystem am Limit ist – und was hat der innere Anteil, den Julia den Saboteur nennt, mit meinem ES-Anteil zu tun?Und warum tun wir Dinge nicht, obwohl wir längst wissen, dass sie uns guttäten? 
 
In dieser Episode sprechen wir über: 
  • Warum unser Nervensystem sich anfühlen kann wie ein Kellerfenster mit Gittern davor
  • Warnsignale, die wir für normal halten: Schlafprobleme, Verspannungen, Zähneknirschen, nicht abschalten können, im Urlaub drei Tage brauchen, um runterzufahren
  • Was Julias Saboteur und mein ES-Anteil gemeinsam haben – und woran du erkennst, dass gerade nicht du entscheidest, sondern ein Schutzmechanismus
  • Warum zehn Minuten Yoga am Abend den Tag nicht retten – und was es stattdessen braucht
  • Eine Übung, die du heute noch ausprobieren kannst, um mit deinen inneren Anteilen in Kontakt zu kommen
Diese Episode ist für dich, wenn … 
  • du das Gefühl kennst, nicht krank genug zu sein, um dir Hilfe zu holen
  • du den Satz "Ja, aber…" öfter denkst, als du zugeben möchtest
  • du nur essen, dich ausruhen oder dich belohnen "darfst", wenn du vorher etwas geleistet hast
  • du spürst, dass nicht wirklich du deinen Tag steuerst – sondern irgendwas in dir
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Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
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Meine Ausbildungen
  • CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
  • Zertifizierter systemischer Coach (Coaching Akademie Weimar-Wiesbaden)
  • Zertifizierter Identity Transformation Coach (All In Academy Jackie Sharon Tamblyn)

Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.

Transkript

Hallo und schön, dass du hier bist bei Romys Recovery Reality. Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered. Heute lebe ich mein bestes Leben. Ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität. Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun. Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst. Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat. Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach. Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken, wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann. Herzlich willkommen zurück zu Teil 2 meines Interviews mit Julia Steppart von Seelenmut. Falls du letzte Woche nicht dabei warst, dann hüpf gerne nochmal zurück zur letzten Folge. Denn im ersten Teil hat Julia uns mit ihrer ganz eigenen bewegenden Geschichte doch, glaube ich, sehr berührt von Pro-Annavorn über ihre Doppel-Existenz zwischen Funktionieren und innerem Zerfall bis hin zu der Erkenntnis, dass es bei ihr, wie eigentlich bei jedem von uns, nie ums Essen ging, sondern in ihrem Fall um Entwicklungstrauma. Und genau da knüpfen wir heute auch an. Denn in der heutigen Folge geht es darum, was das alles mit unserem Nervensystem macht. Warum wir trotz besseren Wissens nicht ins Handeln kommen. Und Julia stellt uns einen Anteil vor, den sie den Saboteur nennt und der meinem Essstörungsanteil verdächtig ähnlich ist. Also, mach es dir gemütlich und dann lass uns direkt starten. Julia, du arbeitest ja auch viel mit dem Nervensystem. Kannst du das nochmal so ein bisschen konkreter machen? Also, was passiert denn in unserem Körper, wenn man vielleicht seit Jahren restriktiv ist oder andere essgestörte Verhaltensweisen benutzt auf der Ebene des Nervensystems?
Julia
00:02:14
Also, das Nervensystem kann man sich so ein bisschen wie so ein Fenster vorstellen, was wir alle zu Hause haben. Und bei vielen Menschen, die in so einem Funktionsmodus sind, immer leisten, eben natürlich dann auch noch ihren Körper, so die Grundbedürfnisse nicht gut erfüllen, ist es eher wie so ein kleines Kellerfenster mit Gittern davor. Also, es ist sehr klein, es ist sehr eng, man kann kaum rausgucken und das erleben auch die meisten. Und das ist auch so ein Teil, warum die Erstörungsanzahl seit Corona so gestiegen ist, weil uns da ja die Kontrolle weggenommen worden ist. Also, wenn die meisten so ihre Struktur haben, dann denkt man doch, das Leben, das läuft, das kommt auch so weit durch. Das Rest romantisiert man sich so ein bisschen schön. Wenn dann aber so spontan etwas ist oder irgendwas passiert, dann macht unser Nervensystem so eine Achterbahn. Also, es schlägt bei vielen so völlig nach oben hin aus oder völlig nach unten hin aus. Die Übererregung ist immer so der Bereich, wo völlig in Unruhe, Angst, Panik, diesen Symptomen sind. Im unteren Bereich sind wir voll in der Erschöpfung, Dissoziation, inneren Leere. Es hat schon so einen depressiven Touch, bis ich kann meinen Körper gar nicht mehr spüren und wahrnehmen. Also, viele halten Dissoziation für einen ganz normalen Zustand. Und ich auch früher. Ich dachte so, dieses, ich fühle eigentlich grundsätzlich so mittelmäßig mich, bis so eine innere Leere. Ist normal. Ich kannte das gar nicht anders, dass man so eine gute Palette an Emotionen hat. So, und am einen weinen kann und dem nächsten freudig ist, das kannte ich alles nicht. Ich dachte, entweder ist mein Tag gelaufen oder es ist halt gut. Entscheidet die Waage, entscheidet die Erstörung. Genau, also unser Nervensystem ist ein Selbstregulationsfenster, in der wir eigentlich im besten Falle bis zu unseren Grenzen nach oben und nach unten bleiben. Das darf man hoch und runter gehen, dass es sich immer wieder so anpasst. Aber wir sollten nicht über unseren Kapazitäten leben oder so erschöpft in der Minas-Batterie sein, dass wir für gar nichts mehr eine Kraft haben. Und das zeigt sich bei, würde ich sagen, gerade seit letztem Jahr bei ganz vielen körperlich und psychosomatisch. Thema Darm, Thema Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Haut, alles.
Romy
00:04:12
Da sind wir wirklich komplett in der Psychosomatik dann drin, weil der Körper reagiert ja mit. Also wir können es, glaube ich, eine ganze Weile unterdrücken.
Julia
00:04:20
Genau, der Überlebensdruck.
Romy
00:04:21
Ich glaube, die Assoziation war auch so meine beste Freundin, würde ich mal sagen. Ich stand eigentlich ständig neben mir, weil, ja, jetzt wissen wir auch warum. und da aber wirklich zu gucken, auch okay, oder auch was du beschrieben hast, auch mit dem Burnout letzten Endes sind das ja auch, also jetzt, wenn man mal jenseits vom Essen guckt, wie sich das eigentlich dann ja auch zeigt im Alltag, auch mit dem Nervensystem. Was würdest du sagen, sind so Warnsignale, wo man vielleicht schon, ja, mal tiefer hinschauen darf, bevor es eben, ich sag mal, aus dem Fenster gibt?
Julia
00:04:47
Ja, also eigentlich meldet sich der Körper sehr früh, weil er immer alles mithört. Unser Nervensystem, also jetzt auch unser inneres Kind sieht und hört ja alles, ne? Also typisch ist, wenn wir Hunger kaum mehr spüren, wenn wir unsere Sättigung nicht mehr auch richtig wahrnehmen können und dann so Klassiker Ohrgeräusche, ne? So ein bisschen so, immer wieder Kopfschmerzen, ich kann nicht abschalten, ich komme von der Arbeit nach Hause, ich muss parallel Fernsehen, Laptop und irgendwie noch eine Zeitschrift haben. Also so dieses, eigentlich, wenn man mit sich selbst es nicht aushalten kann, ne? Also setzt man, man kann sich mal spaßeshalber in den Raum setzen, ohne Handy, ohne alles, ja? Also mal schön alle Geräuschquellen aus und sich mal einen Timer stellen, ob man zehn Minuten schafft, sage ich mal, aus dem Fenster zu schauen. Das ist schon eine Herausforderung, glaube ich. Und dann einfach mal genau zu gucken, was passiert im Körper. Die meisten halten eben auch chronische Verspannungen, Rücken, Nacken oder auch knirschen mit den Zähnen. Man ist halt, ja, es ist Kiefer, ne? Es ist nicht der Kiefer, es ist der Sympathikus, der im Weißreflex ständig on ist. Also unser Körper spricht eigentlich permanent und ich glaube, die meisten, die erkennen sich überall drin wieder, ne? Die sagen, na ja, es ist halt so, man hat halt Rücken mit 40 oder so, hat man nicht chronisch, wenn man jetzt nicht ein Bandscheibenproblem hat, aber eben so diese typischen Unruhesymptome nicht abschalten können. Spontanität ist nicht möglich, bis hin zu, ne? Man braucht so sehr seine festen Rituale und Strukturen. und wenn man das nicht hat, ist schon so, ne, schwierig, einen Urlaub zu erleben. Oder auch dann so der Sonntag. Bei mir war das früher immer so der Sonntag oder auch der Nachmittag. Da war ich nämlich dann schon so fertig mit meiner Essensstruktur und dann musste ich bis zum nächsten Tag warten, bis ich die Erlaubnis wieder hatte. Und das war für mich so, oh, so ein richtiger Leerlauf, ne? Ich habe diese Zeit gehasst. Ich habe irgendwie mich gehasst. Alles, ne? Oder auch so ständig in Bewegung sein zu müssen, ne? Viele sagen, ja, es ist so gesund, jeden Tag 10.000 Schritte zu gehen. Grundbedürfnisse, wenn die an eine Bedingung geknüpft sind, das ist auch so ein erster Punkt immer für mich von Selbstsabotage-Modus, ne? Wenn man nur ab Uhrzeit X essen kann oder irgendwelche anderen Grundbedürfnisse immer mit irgendwas in Verbindung stehen mit einer Bedingung, dann sind das schon längst Warnsymptome.
Romy
00:06:51
Ja, und das tatsächlich wirklich jenseits von einer Essstimmung. Ich habe gerade bei dir, als du so gesagt hast, so in fünf Tagen gleichzeitig und nicht abschalten und das Handy noch und dann wird noch was gelesen. Richtig. Das sehen wir ja auch. Also ich sehe es tatsächlich auch gerade bei meinem Partner so. Sie hat deutlich in diesen Sachen, wo ich so denke, so, oh je, so was Nervensystem gerade ganz schön drüber.
Julia
00:07:09
Und Schlaf halt, ne? Das ist immer so eigentlich ein ganz großer Taktbeber. Ich glaube, wie viele Schlafstörungsprobleme haben wir alleine in Deutschland, ne? Wie viele abends nachts wachliegen oder sagen, ich wache auf und fühle mich 0,0 erholt oder ich brauche im Urlaub erst mal drei Tage überhaupt runterzufahren. Ja, das sind halt alle Symptome, wo es auch nicht reicht. Das sagen mir dann viele. Ja, ich habe mir jetzt abends Zeit eingebaut, da mache ich kurz Yoga. Und da sage ich, das ist toll, dass du das geschafft hast, aber abends um 20 Uhr ist es gelaufen, der Markt, ja? Also da braucht man gar nicht mehr groß einzuchecken in sich, weil diese zehn Minuten reißen es nicht raus und der Körper verarbeitet das alles in der Nacht, ne? Also auch intensiv zu träumen kann manchmal so beides sein, ne? Natürlich ist das Verarbeitung gleichzeitig, wenn man so wiederkehrende Träume hat oder Albträume, ist das natürlich auch ein Zeichen. Und unser Nervensystem will halt nicht den ganzen Tag über nicht gesehen werden und sagen, ne, Körper tue. Und dann soll es aber jetzt entspannen, weil jetzt will ich mich ausruhen dürfen. Jetzt funktioniere bitte auch hier. Genau, ja.
Romy
00:08:10
Ja, super wichtig und sehr entscheidend auch. Und das ist auch das, was es ja dann eben so schwer macht, auch dann wirklich abzuschalten, selbst wenn man könnte. Also ich habe früher auch so, nichts tun. Was machen die Menschen, wenn die nichts tun? Ich habe das nicht verstanden.
Julia
00:08:22
Ich auch. Meine damalige Therapeutin, die war so mütterlich, da war so, ja, gehen Sie halt mal spazieren oder machen Sie sich einen schönen Tee. Und ich gucke sie an, Sie gehen spazieren einfach so ohne Grund. Und sie so, ja klar. Ich so, nee, warum sollte ich? Also wenn ich einen Hund hätte, ja, dann gehe ich mit dem Hund raus. Aber ich gehe doch nicht alleine ohne Grund. Warum sollte ich?
Romy
00:08:41
Also es war bei mir auch... Und den Nutzen.
Julia
00:08:43
Genau, immer den Nutzen. Das war bei mir halt auch das Fokusthema, dass so dieses, ich bin mir wichtig und ich darf es mir schön machen. Nö. Also vielleicht darf ich kurz feiern, wenn ich gut geleistet habe. Aber ansonsten, ich war nie bei mir. Ich war immer im Außen. Und wenn das Außen mir nichts gegeben hat, dann, ja, habe ich mir auch nichts gegeben.
Romy
00:09:01
Ja, dann kommt auch die Lehre wieder.
Julia
00:09:03
Und die war, ja, die ist halt unterschwellig eigentlich permanent da, ehrlicherweise. Sie wird halt nur so weggedrängt.
Romy
00:09:08
Ja, deswegen halten wir uns so auf den Aktionismus, auch damit wir genau das eben nicht spüren.
Julia
00:09:12
Auch ein Schutzmechanismus, das Nervensystem. Es hat viele Schutzmechanismen, aber irgendwann kippt es immer. Das beobachte ich auch. Häufig auch wirklich bei älteren Frauen oder auch Herren, ja, wo der Körper einfach sagt, jetzt habe ich das 30 Jahre gemacht, jetzt sexen wir in einer Angststörung oder in irgendwelche anderen Sachen, weil der Körper es einfach nicht mehr kann. Irgendwann kommt der extreme Hunger durch oder irgendwann schlägt es einfach um, weil es nicht mehr geht, weil man es auch nicht mehr aufrechterhalten kann. Man kann das lang, erstaunlich, leider. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie lange das geht. Richtig, aber man kann es nicht auf ewig, weil unser Körper ist nicht dazu gemacht. Also biologisch, natürlich können wir lange auch mal hungern. Das ist halt biologisch damals wichtig gewesen. Aber in der heutigen Zeit müssen wir es natürlich zum Glück nicht mehr. Und es geht trotzdem nicht. Deswegen sind wir ja auch früher natürlich sehr viel früher verstorben. als Leute, wo wir eigentlich sehr alt werden können.
Romy
00:10:01
Ja, wenn wir eben auch die Grundlagen dafür haben. Aber das stimmt, weil, also was du beschreibst, sehe ich auch immer wieder. Ich sage so, bei den jungen Klienten, sage ich mal, die stecken ganz viel noch weg. Und ich finde es manchmal ein bisschen gruselig, weil ich so denke, so krass, ja, das geht noch und das wird noch eine ganze Weile gehen. Also wirklich beeindruckend. Aber ich habe auch viele ältere Klienten, wo ich wirklich denke, oder die dann auch merken, es kommt so Ausfallerscheinungen, es funktioniert auf Arbeit nicht mehr gut. Die waren vielleicht auch nie anfällig für Erkrankungen immer sehr resilient und auf einmal sammeln die sich so alles ein und das ist so wie, von jetzt auf gleich funktioniert es eben nicht mehr. Aber also bis man da hinkommt, das dauert schon teilweise erstaunlich lange. Also der Körper ist ja auch unglaublich vergebend, um das mal positiv zu betrachten.
Julia
00:10:45
Ja, das würde ich in Anführungsstrichen sehen. Ich würde sagen, er versucht so verzweifelt, um Aufmerksamkeit zu schreien. und das, also ich sage halt, ich versuche dem meisten immer zu sagen, was kostet es dich, wenn du jetzt nicht losgehst und zum Beispiel auch mal in dich investierst. Weil klar kannst du das vielleicht noch drei Jahre strecken und ziehen. Aber wenn du an den Punkt kommst, so wie ich auch im Burnout, ja, da stehst du aber von null auf. Da ist dann nothing mehr da. Also da ging auch nichts mehr. Und dann wollen die Leute aber gerne in zwei Wochen wieder geheilt sein oder in ein paar Monaten. Und dann kommen dann sie gar nicht zurecht von, ich liege jetzt schon nur noch im Bett. Das kann doch auch nicht sein, dass ich nur müde bin. Ja, doch. Bis 30 Jahre lang durch die Gegend gerannt. kannst du nicht von deinem Körper erwarten, dass er in kurzer Zeit sagt, die Energiebatterie ist wieder aufgeladen. Deswegen nach diesem Punkt zu warten, nach 12 ist ehrlicherweise das Schlechteste, was man tun kann. Weil man wird Jahre teilweise wirklich brauchen, je nachdem, wie schnell man ist und dann was für Therapeuten man noch kommt, das aufzuarbeiten und wirklich zu Heilung zu kommen. Und das ist halt auch sehr viel Lebenszeit, wenn man erst mit 50 aufwacht. Wie viel bleibt uns noch ehrlicherweise an Zeit, die frei ist, frei von Erstörung.
Romy
00:11:48
Und das ist so ein wichtiger Punkt auch. Und ich finde auch etwas, also mir ging das so, ich habe das wirklich durch die Recovery dann auch gelernt zu sagen, okay, ich warte nicht mehr, bis es so schlimm ist, wenn ich merke, es gibt so Warnsignale. Also ich finde gerade so eine Recovery, wenn wir da wirklich durchgehen, eben so viele Fähigkeiten ja auch lernen, gerade was Emotionsregulation, Nervensystem regulieren und diese ganzen Dinge angeht, merken wir natürlich auch viel, viel früher, ja, wo geht es denn gerade in eine Schieflage und dann eben nicht mehr zu warten, bis wirklich so dieser Rock-Bottom-Moment ist und wir wieder am Boden liegen, sondern sagen, okay, Warnsystem, hier steuere ich jetzt mal gegen. Im besten Fall. Ich wollte dich nämlich unbedingt, weil das Wort ist heute auch schon ein paar Mal gefallen und ich sehe das auch immer mal, wenn ich so angeschrieben wäre, denke ich, ach, die waren bestimmt auch bei Julia. Ich glaube, du hast den Begriff so ein bisschen auch geprägt. Du sprichst ja ganz oft auch von, in deiner Arbeit von dem Saboteur.
Julia
00:12:38
Ja,
Romy
00:12:39
mein Lieblingsanteil.
Julia
00:12:41
Und ich,
Romy
00:12:41
ich habe es immer so mit dem essgestörten Anteil, denke mir so, aber irgendwie sind die sich ja so verdammt ähnlich. Also wir meinen wahrscheinlich auch etwas sehr ähnliches damit. Sie arbeiten zusammen, die beiden Guten. Genau, also was ist denn für dich dieser Saboteur und wie arbeitest du vielleicht auch mit deinen Klienten daran, das zu erkennen, also was der eben vielleicht gerade auch aktiv ist?
Julia
00:13:01
Wir sind ja alle plural, systemisch gesehen, wir haben alle Anteile, wir haben auch alle den Saboteur, alle den Kritiker, alle den Antreiber. Es sind so typische Anteile. Natürlich ist die innere Bühne bei uns allen unterschiedlich. Manche haben 20 Anteile, manche 50. Das ist auch gar kein Problem. Der Saboteur ist ein Schutzmechanismus in uns. Das ist ganz wichtig, auch wenn wir denken, der ist ja richtig, richtig kacke, der macht uns das Leben schwer. Der will nicht, dass es mir gut geht, dass ich heile, dass irgendwie ich Leichtigkeit erlebe. Ja, weil er sagt, wir haben hier ein Glaubenssatzsystem, was zum Beispiel sagt, ich bin nicht gut genug. Und jetzt fängt man an, die Affirmationen einzusprechen oder sich mit einem zu beschäftigen und sagt, ich will aber Leichtigkeit. Und dann ist da aber ein großer Kernschmerz in unserem Nervensystem. Das ist wie so der Keller, wo einfach das immer wieder so aktiviert wird und sagt, nee, da ist aber damals XY passiert. Da hat uns Papa böse getan oder da ist das und das passiert. Bin ich abgelehnt worden? Bin ich kritisiert worden? Und deswegen prüft er uns. Und zwar so ganz, ganz schlau, ehrlicherweise durch so Hintertürchen im Sinne von, naja, aber. Das ist immer so das Stichwort. So die Aber-Sätze. Und auch, wenn dann Gedanken. Das sind so zwei ganz typische Sachen, wo man den Saboteur dran erkennen kann. Kann jetzt bedeuten, ja, es beinhaltet deinen ganzen Tag. Weil du immer denkst, ja, wenn ich so das mache, dann darf ich. Also immer dieses, dann darf ich, wenn ich was geleistet habe, wenn ich was dafür tue und eben auch ja, aber. Weil der Saboteur lebt, sag mal so, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Also er gibt ein Szenarium, von damals ist aber das passiert. Wie kannst du wissen, dass es in der heutigen Zeit anders sein wird? Und stell dir aber mal vor, worst case, du wirst jetzt aber irgendwie deinen Job verlieren. Und dann kommen die meisten schon in eine richtige Angst, in der Ohnmacht. Und das ist quasi das Ziel, dass er sagt, super, sie geht nicht los. Oder sie schiebt, sie prokrastiniert, sie macht vielleicht einen Fehler unter Druck, altes Glaubenssatzsystem bestätigt. Das ist eigentlich seine Aufgabe, das Glaubenssatzsystem zu bestätigen und uns vor diesem erneuten Schmerz von Ohnmacht und Trauma zu beschützen. Auch wenn es jetzt erstmal nicht so toll klingt. und wir müssen anfangen, wie ich immer schon sage, eine Teamcheffe zu werden, weil der benimmt bei Menschen mit Selbstsabotage gerade 24-7 unsere Arbeit. Also der Tag gestrukturiert und geplant, der sagt genau, wie es lang geht. Und man selbst erlebt sich oftmals so beobachtend. Also wie ich immer schon sage, man beobachtet seine Gedanken und schenkt ihm noch so ein bisschen Kaffee ein, wenn man mit allen diskutiert. aber man selbst weiß gar nicht, ja, wo bin ich da jetzt? Was ist meine Entscheidung? Was sind eigentlich meine Werte? Und auch darf es mir wirklich gut gehen? Na, also das sind dann so essentielle Fragen, wo ich auch als ersten Schritt mit meinen Klienten immer erstmal tiefer grabe. So tiefer graben, warum tust du das eigentlich? Die meisten sind richtig überrascht. Ja, ich habe keinen Ahnung, mache ich schon immer so.
Romy
00:15:46
Also auch wenn es halt gefragt,
Julia
00:15:47
woher kommen die Gedanken? Oftmals sind das so mit übernommene Elternteile, auch die im inneren Team leben, die den Saboteur prägen oder die Erstörung ist beispielsweise da auch etwas, die ja daran interessiert ist, dass wir schön ihr folgen, ihrem System. Und das nutzt der Saboteur, indem er sagt, mit der arbeite ich zusammen. Die will zwar ein paar andere Sachen, als ich will, aber grundsätzlich bestätigt sie auch wunderschön unser altes Glaubenssatzsystem. Und das ist eben so dieser Aufbau eines inneren Hauses, auch einer neuen Identität, die wirklich, ja, wie so ein Haus ist. Weil ich glaube, wir haben alle hoffentlich ein schönes Zuhause und dass wir gerne kommen und dass wir uns so wohlfühlen können. Und das gilt es auch wieder zu erlangen, weil die meisten ja in sich kein Zuhause haben, sondern sie leben den Körper hier als fremd, als der macht mir irgendwelche Sachen, die ich gar nicht haben möchte. Also möglichst bitte von meinem Körper ablenken, ja, und den ganzen Tag mich beschäftigt halten. Und mir ist es so wichtig, dieses Hausgefühl eigentlich wieder zu schaffen und vor allen Dingen, das Ich aufzubauen. Also wirklich zu gucken, wer ist zum Beispiel Julia? Also wer möchte sie eigentlich sein? Und auch diesen Schmerz, der eigentlich das blockiert, den umzuleiten und zu sagen, hey, ich kann den selbst regulieren, ich kann den auch auflösen und ich kann den Saubetur-Job übernehmen und sagen, ja, selbst wenn ich jetzt abgelehnt werde von Susanne, dann kann ich ja selbst noch bestimmen, ob ich dem jetzt zustimme oder ob ich sage, das ist halt Susannes Meinung und ich sehe das aber anders.
Romy
00:17:07
Ja,
Julia
00:17:08
also so beispielsweise.
Romy
00:17:09
Ja, super schöner Kett.
Julia
00:17:10
Kurz zusammengefasst.
Romy
00:17:11
Es ist wirklich ein umfassendes Konzept. Genau, also ich könnte jetzt stundenlang drüber reden, aber so ungefähr mal kurz auf den Punkt. Ja, aber dann hat es recht, also es ist wirklich sehr, sehr, bei dir ist die Teamchefin, ich sage mal so, das Gesunde, ich sage mal so, dieser Kern, die Kernidentität, mit der wir eigentlich ja auf die Welt kommen, bevor wir eben diese ganzen Erfahrungen auch gemacht haben, aus denen sich dann sozusagen diese Schutzstrategien, die eben im Saboteur oder auch eben, wie gesagt, im Essgestörten Anteil, sich manifestieren dann und ich sage auch immer, der hat ein völlig eigenes Wertesystem, aber eben aufgrund der Erfahrungen, die er gemacht hat, als unser gesundes Ich und da eben wirklich oder bei dir die Teamchefin, damit eben wirklich wieder in Kontakt zu kommen, die Teamchefin oder diesen gesunden Anteil eben auch zu stärken, dass man dann, ich sage immer so, okay, Essgestörter Anteil oder Saboteur, dass der, ich sage mal so ein bisschen in Rente gehen kann, so in Ruhestand. Genau, dass man ihnen eigentlich,
Julia
00:18:04
genau, dass man ihnen so ein bisschen zeigen kann, du, ich passe jetzt auf uns auch. Das ist genau das, was die meisten abgegeben haben. Sie finden alles überfordern und sie geben an die Anteile ab. Die Antreiber, und die leiten an durch den Tag, dann halt durch den Funktionsmodus. Das geht sehr gut, aber man ist dann natürlich nicht selbstwirksam. Man kann auch nicht spontan sein, sondern man muss so leben, wie der Kopf das sagt. Und das ist ja irgendwo, mal unabhängig jetzt von der Essstörung, halt auch eine Art von Gefangenschaft.
Romy
00:18:29
Ja, also das eigene Gefängnis eigentlich, ich sage mal, da ist es sicher drin, also ich hatte ja als Kind wirklich auch diese, ich hatte ja so eine Lebensangst, dass ich in der Grundschule schon gedacht habe, boah, das Leben ist so kompliziert, ich weiß nicht, durch was ich wirklich drauf gekommen bin, aber, dass ich wirklich gesagt habe, wenn es ganz schlimm wird, dann gehe ich später ins Gefängnis. Und irgendwann ist mir klar geworden, warte mal, gerade als so diese Frühberentung für mich im Raum stand, was wäre das Gefängnis? Ohne Gitterstäbe, aber es wäre sehr eng, ich müsste auch nicht mehr funktionieren, mir würden Dinge abgenommen werden, aber, und dann kam so dieses, wie du es vorhin auch gesagt hast, aber warte mal, aber ich wollte doch noch was anderes im Leben, aber eigentlich wäre es dieses Gefängnis gewesen.
Julia
00:19:07
Ich hatte, ich war eine Zeit lang auf einem sehr katholischen Internat und das war alles sehr kirchlich geprägt auch, schöne Traumasachen leider, aber ich habe auch mal eine Zeit lang so gedacht, ich könnte auch ins Kloster gehen. Eigentlich war ich gar nicht so dafür für die ganze Glaublichkeit, aber ich war immer so, naja, da musst du nichts machen, da kriegst du eine Aufgabe zugeteilt und dann musst du halt da, keine Ahnung, Gärtnerin oder so und ich stand da zwar gar nie dahinter, aber es war für mich so ein faszinierendes Konzept, boah, man muss, man kann einfach in einer Gemeinschaft leben und man muss es gar nicht so die ganze Zeit leisten und was tun, also das sind aber auch so Gedanken, wo ich gedacht habe, boah, wie entfernt bin ich eigentlich von mir, dass ich gar nicht mehr an ein Leben glaube oder auch mir es nicht zutraue, in dieser Welt klar zu kommen. Ich muss ja gar nicht jetzt performen und ich meine, dass ich mal selbstständig bin, hätte ich so nie zu träumen gebracht.
Romy
00:19:51
Sag ich auch immer.
Julia
00:19:52
Auch nicht, dass aus Seelenmut, wie das jetzt wird, was so ein Imperium sozusagen geworden ist. Ich hätte auch einfach, weiß ich nicht, wäre vielleicht auch glücklich geworden, wenn ich in der Eisdiele Eis verkauft hätte oder so. Aber es war halt immer so dieses, entweder gibt es Versagen oder es gibt Gewinn. Also Schwarz-Weiß-Denken ist auch so typisch.
Romy
00:20:08
Ja, total. So diese ganzen kognitiven Verzerrungen. Auch ich würde auch so Gedanken lesen und solche, die denken bestimmt,
Julia
00:20:15
dass... Ja, ja, richtig.
Romy
00:20:17
Und aber das ist ein schöner Punkt, wo ich jetzt zu sagen, hey, wie komme ich denn in diese Selbstverantwortung, ohne dass ich, ich glaube, das ist auch so eines der Wörter, wovon man so viel Angst vor hat, aber Verantwortung, oh mein Gott. Und dann muss man auch
Julia
00:20:28
einen Abzug geben. Genau, es ist auch so ein Wort, was auch manchmal so geprägt wird, genauso wie Mindset. Also weil so viele Menschen darüber sprechen, auch heutzutage über Nervensystemregulation, so an dieser Stelle. Es ist leider ganz schlimm, was sich entwickelt hat, auch so seit, ich würde sagen, letztem Jahr. Also alle sprechen darüber und jeder zeigt dir, hier ist ein Tool und da ist der Acht-Dritte-Plan für den Vargus-Nerv. Aber es ist eigentlich schon wieder... Ich habe gestern so gedacht...
Romy
00:20:51
Eine neue Regel.
Julia
00:20:53
Genau, ich mache da nur über einen Post, weil diese Menschen, die heutzutage diese Regulationstools verkaufen, sind diese neuen Menschen, die Nahrungsergänzungsmittel verticken. Weißt du noch so früher, diese Leute, die da ständig so ein Pulver angetreten haben oder gesagt haben, so das ist es und so erlebe ich das gerade, weil eigentlich wieder gesagt wird, dein Körper, ja, der ist krank und hier ist die Lösung. Also du machst einfach die Routine jeden Tag und dann ist dein Nervensystem wieder im Balance. Naja,
Romy
00:21:17
du hast ein neues Regelwerk wieder, aber das ist ja genau nicht das, was es löst,
Julia
00:21:20
sondern... Ja, ich finde es so gefährlich auch, weil eben jeder darüber spricht, weil sie gemerkt haben, oh, das ist etwas, was ja viele Menschen betrifft. Ja, das ist es auch, aber Tools werden uns nicht heilen, weil dahinter ist ja wieder, okay, Kurzruhe, was die meisten erleben und dann sagen sie mir, sie kommen so zu mir und sagen, es geht bei mir nicht. Ich kann nicht fühlen, die klappen bei mir gar nicht, die Tools. Es ist immer so eine Lieblingsaufgabe von mir, alle können fühlen, nur sie fühlen halt nicht das Ergebnisorientierte von, und ich fühle mich danach besser, dass ich wieder leisten kann. Also es wird einfach gar nicht richtig aufgeklärt, was Nervensystemregulation ist und das finde ich, es macht mich richtig wütend, wenn ich solche Menschen wieder entdecke, die dir irgendwas antreten und sagen, guck mal, hier ist ja Schlüsselslösung. Ja, es wäre zu einfach. Ja.
Romy
00:22:06
Und das ist es eben nicht. Also es ist halt wirklich ganzheitlich zu betrachten, weil es sind so viele Puzzlestücke, die da einfach auch reingehören und ich glaube, das ist auch so ein Punkt, weil wo das ja andockt, was du gerade beschreibst, ist auch so dieses, jetzt habe ich hier ein Wissen und jetzt habe ich noch eine Info und noch ein Tool in der Hand und ich weiß theoretisch alles, aber ich frage einfach nicht, das umzusetzen.
Julia
00:22:25
Genau. Ach ja, damit kommen alle zu mir mit genau diesem Kernsatz. Ja, es ist wirklich die Standardaussage in meinen Erstgesprächen.
Romy
00:22:34
Ich weiß ja schon, ich habe ja schon so viel gemacht und meistens auch einfach auf den klassischen Wegen. Ich sage immer, es ist ja auch gut, ich sage mal, alles hat dich schon mal hierher gebracht. Aber es ist eben genau das aus diesem Kopf wirklich auch und das Fühlen gehört dazu. Wir können das nicht ohne Fühlen. Das ist aber wiederum auch was Angst macht, weil deswegen haben wir ja überhaupt die Schutzstrategien und da eben zu gucken. Ja, also dann könntest du ein konkretes Beispiel geben, weil du hast ja gerade auch gesagt, der Saboteur, das Nervensystem wahrscheinlich auch, was dann genau wieder der Zwischenpunkt, wie sieht das in der Praxis dann aus? Was machst du mit einer Frau, die mit diesem Problem sozusagen zu dir kommt?
Julia
00:23:09
Eigentlich zwei Gleise. Das eine ist, dass wir anfangen, ihr zu zeigen, sie kann fühlen und das wissen die meisten unbewusst auch, dass wir anfangen, innere Sicherheit wirklich zu etablieren und das fängt an über, ich fange an mal in meinem Alltag zu gucken, wo bin ich eigentlich die ganze Zeit im Schatten und agiert irgendwas in mir. Also es ist am Anfang wirklich ganz viel, erstmal den Alltag ein Stück weit so auseinander zu puzzeln und zu gucken, wo ist überall der Saboteur, also den aufzudecken und natürlich auch gegenteilstrategiemäßig in kleinen Steps zu gucken, wo kann ich auch mal probieren, anders zu handeln, um natürlich auch so ein bisschen zu provozieren, was kommt denn da eigentlich für ein Gefühl? Kommt überhaupt ein Gefühl oder redet man sich das die ganze Zeit nur ein, so dieses, es passiert was Schlimmes? ist also ganz viel eigentlich Erfahrungsvertrauen herstellen. Aber es ist wirklich sehr individuell, was die Frau oder auch der Mann mitbringt. Also man kann es jetzt leider so gar nicht sagen, aber ich glaube, bei den meisten ist es wirklich dieses, erlaub dir mal in deinem Alltag immer wieder mit dir selbst ins Gespräch zu gehen. Das ist eine meiner liebsten Übungen, diese Mini-Check-Ins zu machen mit sich selbst und mal zu schauen, wie geht es dir dabei, was fällt dir denn dabei auch so auf und mir das dann auch wiederum zu berichten, damit wir so ein bisschen gucken, ah ja, das ist ja mal ganz spannend, wo der Saboteur eigentlich alles agiert und mir einredet, das ist so, dabei ist das ja gar nicht so. Und das andere ist halt wirklich diese körperliche Nervensystemarbeit, dass wir immer wieder zusammen in Schmerzen reingehen und da auch fühlen und aber auch immer wieder wie so ein Pendelanker herstellen zu einem Sicherheitsgefühl. Dass die auch lernen können, Gefühle kommen, aber Gefühle gehen auch wieder und ich habe darauf Einfluss.
Romy
00:24:40
Und das haben wir ja wirklich, aber wir haben es halt nicht gelernt. Ich sage wirklich, also ich bin voll bei dir, es sollte ein Schulfach sein.
Julia
00:24:46
Ja.
Romy
00:24:48
Aber das Recht, also ich sage euch, ich nenne das auch immer so diesen Beweisrucksack auch zu füllen, dass eben das, was uns der Saboteur oder in meinem Fall halt auch der Essgestörte Anteil sagt, oft ja auch wirklich aus dieser Angst heraus oder aus dieser frühen alten Erfahrung, was auch aus diesem alten Identitätsbestandteil kommt, aber ja gar nicht heißt, dass es heute noch so ist und sich da eben in diese Erfahrung zu begeben und was ich da auch liebe, also wahrscheinlich auch ein bisschen ähnlich, dieses Dialog führen. Also wirklich diese Anteile miteinander in den Kontakt zu bringen, wirklich davon auch zu lernen, weil der ist ja auch nicht ohne Grund da. Und wie oft ist auch so dieses dagegen Ankämpfen eben und der muss jetzt weg, aber das funktioniert ja nicht, weil dann kommt da wie so ein Bumerang. Ja, genau.
Julia
00:25:24
Bis mal wieder. Erstmal auch zu gucken, was ist die Aufgabe eigentlich? Wozu dient mir das noch? Das ist auch immer so eine Lieblingsfrage von mir, mal zu schauen, wo ist eigentlich noch der Gewinn, auch daran festzuhalten und das auch zu akzeptieren. Also nicht immer sich gleich alle schlecht zu reden, ich muss jetzt von heute alles verändern, überhaupt nicht, sondern auch mal zu gucken, wovon profitiere ich da noch? Also was ist mein Bedürfnis da dahinter? Und auch zu schauen, was ich ganz viel mache, wie können wir uns lernen, Bedürfnisse selbst zu geben, zum Beispiel gesehen werden. Liebe, Bindung, Anerkennung. Das ist halt so ein ganz großer Lernprozess dann auch derjenigen, das durch kleine Schritte zu üben, sich diese Bedürfnisse selbst zu geben, damit sich die Antreiber zurückziehen können.
Romy
00:26:01
Ja, und das ist so ein wichtiger Punkt und ich glaube, das war so eine Kernerkenntnis auch auf meinem eigenen Heilungsweg und was ich aber auch in der Arbeit mit meinen Frauen immer wieder sehe, so dieses, der andere muss das doch aber machen und dann fühlen wir uns schlecht und dann gehen die letzte Sabotage-Mechanismen wieder los und ich weiß noch, ich war irgendwann im Regen spazieren und habe auf die Welt geflucht und mein Partner wollte nicht mitkommen, kann ich verstehen, jetzt auch dringend. Ich war so sauer und dann habe ich gesagt, ja, und ich werde dich gesehen und meine Bedürfnisse nicht und dann, ich habe keine Ahnung, was das für ein Moment war, aber wirklich diese, ich bin wirklich stehen geblieben, wie so vom Blitz gerückt und dachte, ja, wo hast denn du dich heute eigentlich schon gesehen? Und ich so, oh, was war das denn jetzt? aber dieser Switch wirklich auch, was ist auch, und auch hier im Positiven Sinne, meine Verantwortung, wo was kann ich mir geben, um eben davon auch unabhängig zu sein und nicht den anderen zu brauchen? Also ich sehe das ja auch ganz häufig, dass wirklich auch, ich darf essen, wenn mein Partner ist. Ich darf,
Julia
00:26:54
ich darf mich ausruhen,
Romy
00:26:56
wenn der andere.
Julia
00:26:57
Genau, also bloß nicht. Aber abhängig. Ja.
Romy
00:27:01
Ja, und da eben wirklich in diese innere Kraft auch zu kommen, sagen, ich kann mir das auch selber geben. Das heißt nicht, dass ich das vielleicht für den anderen auch möchte, so als Ergänzung, aber ich habe grundsätzlich alles in mir, um mir das eben selber geben zu können. Das ist so ein wichtiger Punkt auch. Ja,
Julia
00:27:17
richtig gut.
Romy
00:27:18
Das ist schon auch noch so gesagt, auch diese Angst, die du ja auch groß hattest, so wer bin ich denn ohne meine Essstörung?
Julia
00:27:24
Ja.
Romy
00:27:25
Also diese Angst vor der Leere letzten Endes auch, wenn die weg ist. Und das ist ja oft größer sogar als die Angst vor der Essstörung selbst und den Konsequenzen, die dadurch eben verstehen. Gerade ja auch, also wirklich einschränkende Themen, auch wie Periodenverlust. Ich meine, jetzt ich auf den Weg Mama zu werden, du gerade frischgebackene Mama, was für mich auch ein Wunder ist. Und oft nehmen wir sogar das in Kauf, also ich war ja sogar froh, dass meine Periode weg war, weil ich gedacht habe, also es war für mich eher nochmal so eine Bestätigung von, ich habe was richtig gemacht. Richtig. Und gleichzeitig hat es zu viel genommen, aber ich hatte so Angst, das loszulassen. Und ich dachte, wer bin ich denn, wenn ich das nicht auch noch kann? Also so diese Diagnose auch zu kriegen, war für mich wie so ein kleiner Ritterschlag. Oh, ich habe es endlich geschafft. Ich gehöre auch dazu. Ja, richtig.
Julia
00:28:03
Das Zugehörigkeitsgefühl. Das ist so etwas ganz Wichtiges auch in der Identitätsfrage. Womit will ich eigentlich mich zugehörig fühlen? Und es geht ja aber mehr darum, warum muss ich mich dann überhaupt permanent zugehörig fühlen? Also auch da wieder so diese Verdrängung von, warum darf ich nicht so sein, wie ich bin? Dieses eben, ich bin halt anders, wie ich das auch für mich erstmal lernen musste, Hochsensibilität ist auch überhaupt nicht schlimm. Oder auch andere Themen. Jeder ist eigentlich anders und individuell. Aber das eben auch erstmal zu lernen und zu akzeptieren, dass es auch was Gutes ist. Da hängen ja so viele Sachen dran, auch dass man oftmals da merkt, ich muss in den Kontaktabbruch mit der Freundin gehen. Oder die Eltern verändern sich. oder irgendwelche anderen Familien-Dynamiken, die dann sehen, ah ja, man wacht so auf aus der Rolle, in die man reingedrängt worden ist. Man ist nicht mehr die Angepasste. Und das macht natürlich auch so Disharmonie. Die muss man dann auch erstmal wieder üben und lernen auszuhalten, dass man vielleicht erstmal anders gesehen wird, nicht mehr so anerkannt wird.
Romy
00:29:00
Ja, oder vielleicht auch nicht dafür, aber sich selber vielleicht auch dafür dann wieder mehr anerkennen kann, weil es eben den eigenen Werten auch wieder nahe kommt. also nicht mehr dieses, ich sag mal nicht so dieses, ich sag mal, willst du das Leben der anderen leben oder deins?
Julia
00:29:12
Ja. Mit dem Ergebnis,
Romy
00:29:13
wie du es ja auch gesagt hast. Und es ändert ja aber gar nichts. Also wir können das versuchen, vielleicht, also wie du es mit deinem Papa ja auch erkannt hast, nach dem Leben des anderen zu leben, aber du hast die Konflikten und es ändert ihn nicht.
Julia
00:29:26
Richtig. Nee, wir können den Menschen auch nicht verändern. Wir können nur uns selbst verändern. Und das ist schon aber auch ein Abschiedsprozess, den wir da wie ein Stück weit durchlaufen.
Romy
00:29:34
Ja. Ja. Und das ist auch wichtig, und ich sage auch, es ist auch wirklich wichtig, das auch zu betrauern. Also auch das, woran wir ja auch hingen, wo wir ja auch so viel Hoffnung reingelegt haben, weil dieses, wenn dann, wenn ich das dann habe und aber auch zu durchschauen, ist das dann wirklich so oder wann ist es denn genug? Für mich auch mit der Erkenntnis, okay, es ist nie genug, heißt, ich kann da nie ankommen. Der Weg funktioniert nicht und das war schon auch schmerzhaft, das erst mal einzugestehen.
Julia
00:29:57
Absolut. Ja, durchaus. Das kann ich definitiv auch nur unterschreiben.
Romy
00:30:01
Ah, ich war denn so, wir sind schon ganz schön weit
Julia
00:30:03
fortgeschritten,
Romy
00:30:03
aber meine, hast du vielleicht noch eine kleine Übung für unsere Zuhörerinnen oder einen ersten Schritt, die sie vielleicht heute noch ausprobieren könnten, um mal in Kontakt mit ihrem inneren Kind zu kommen oder vielleicht auch ihren Saboteur besser zu erkennen? Also ich weiß nicht, was vielleicht jetzt gerade einfacher ist, wo man sagt, okay, ich will mal mit dem einen oder dem anderen wirklich tiefer in Kontakt kommen.
Julia
00:30:24
Ja, ich glaube mit dem Saboteur, weil das innere Kind, da können wir jetzt noch mal eine Stunde drüber reden, wenn man es auch noch gar nicht kennt, ist wirklich seine Gedanken mal auszusprechen, also mit sich selbst zu sprechen, wirklich mal rauszugehen und einfach so vor sich hin laut auszusprechen. Das fühlt sich erst mal sehr komisch an, fühlen sich erst mal so, jetzt bin ich aber irgendwie, wenn mich jemand sieht. Wenn man ein Haustier hat, lohnt es sich immer, das mit Gassi gehen zu verbinden. Ja, dann denkt man, man redet mit dem Hund. Aber ansonsten einfach mit sich selbst es mal zu Hause auszuprobieren. eben nicht schreiben, sondern wirklich einfach Gedanken aussprechen, egal in welche Richtung, um mal so zu gucken, wie geht es mir da danach. Oder natürlich kann man sich auch immer mal wieder so in diesen Kontakt gehen mit seinem Herzen. Spüre ich meinen Herzschlag? Wie fühlt sich das für mich an? Mich selbst zu berühren. Das sind eigentlich so kleine erste Schritte.
Romy
00:31:09
Ja, spannend, dass du es gerade sagst. Danke. Was ich damals gemacht habe, jetzt wo du es sagst, ich hatte so einen großen Teddybären und der hat mich irgendwie so an mich, der hat immer so traurig geguckt. Ich denke, Mensch, irgendwie, zu dem hatte ich irgendwie eine emotionale Bindung und ich habe, was ich mit diesem Teddybären geredet habe,
Julia
00:31:25
ich habe wirklich
Romy
00:31:25
auch den eingequatscht.
Julia
00:31:26
Das hat mir aber geholfen. Genau, richtig, so einen Gegenstand zu nehmen.
Romy
00:31:30
Ja, also wirklich, da so ins Gefühl auch zu kommen. Ich habe wirklich am Anfang nicht gedacht, Rumi, bist du bescheuert? Dann habe ich erst mal versucht, die Bewertung wieder rauszunehmen.
Julia
00:31:38
Richtig.
Romy
00:31:38
Und ich öffne einfach mal den Raum und habe aber gemerkt, wie sich wirklich so viel auch gelöst hat und dann wirklich auch anzuerkennen, dass, oh krass, so viel war da eigentlich auch gerade in mir los, dass ich das lösen kann und wirklich wieder auch an Fluss kommt. Also brechen, aussprechen, auch raus aus dem Kopf, weil alleine, wenn es hier nicht wird, ist es ja was anderes, als wenn es wirklich mal verbal auch rausfließen konnte, sage ich jetzt.
Julia
00:32:02
Gute Idee.
Romy
00:32:04
Sehr schön. Ja, vielleicht noch eine letzte Frage. Wenn du deinem 16-jährigen Ich, so am Anfang der Marke, ich meine, es ging ja eigentlich schon ein bisschen früher los, wenn du denen eine Nachricht schicken könntest, was würdest du ihr sagen?
Julia
00:32:20
Ich würde dir sagen, liebe Julia, das, was du gerade denkst und lebst, das ist nicht dein wahres Ich und da wartet noch ein so viel schöneres und besseres Leben auf dich. Glaub an dich. Erlaub dir selbst wieder so hoffnungslich zu erlauben eigentlich.
Romy
00:32:35
Also ganz viel Erlaubnis.
Julia
00:32:37
Ganz viel Erlaubnis und ich glaube aber auch so Ermutigung. Das, was mir nicht so gegeben worden ist, wenn ich zurückreisen könnte, sie mir in den Armst nehmen, zu sagen, es ist möglich. Es ist noch nicht alles irgendwie jetzt so vergeben.
Romy
00:32:52
Ja, so wäre schon.
Julia
00:32:54
Und es ist möglich,
Romy
00:32:55
ist glaube ich auch so dieser Kernsatz. Also ich glaube, wenn wir auch beide was mitgeben wollen an die Zuhörerinnen, dann wirklich dieses vollständige Recovery ist möglich. Auch ein Leben jenseits von diesem Saboteur. Also ich sage mal, wir kommen ja eigentlich beide so aus diesem Hintergrund von sich selber nicht wirklich was zutrauen. Jetzt sind wir beide selbstständig, unterstützen andere Frauen auf ihrem Weg eben wirklich da auch in ihre Kraft zu kommen. und da sich eben wirklich auch nicht vom beeinflussen zu lassen, egal wie viel man vielleicht auch versucht hat vorher schon, was vielleicht nicht so geklappt hat oder noch nicht so erfolgsversprechend war. Es war ja alles nicht umsonst, aber eben auch nicht aufzuhören und zu sagen, wenn es der Konvention, wenn der Weg nicht ist,
Julia
00:33:33
was gibt es vielleicht auch dann? Weil es gibt diesen Weg. Ich meine,
Romy
00:33:37
wir sind beide der Wende bei Weiß dafür. Ich bin auch frischgebackene Mama, ich angehende Mama, was ja auch für viele so ein Motivationspunkt sein kann und vielleicht auch da gerade zu sagen, ja, wäre auch für jemand anderen, aber eben auch für sich zu sagen, so, wie möchte ich mein Leben jetzt wirklich auch noch leben und was sind für Dinge, weil ich finde, es ist auch ein wahnsinnig, also wenn man es jetzt mal aus diesem Arbeitskontext, oh Gott, ich muss noch so viel an mir machen, das macht ja vielen auch Angst, dann müssen wir ja gar nicht. Wir dürfen aber und wir dürfen uns damit beschäftigen und ich finde, es lohnt sich so, so sehr und ich finde, es macht doch irgendwie Spaß. Also ich finde, es macht Spaß.
Julia
00:34:11
Ja doch, Therapie kann auch Spaß machen, auch wenn es Up and Downs gibt, aber an sich macht es auch Spaß, sich weiterzuentwickeln und wir alle haben auch unsere Päckchen. Es hört auch nie so ganz richtig auf, aber an sich macht Heilung durchaus auch Spaß. Ja.
Romy
00:34:24
Ja. Und vor allem das, was man daraus ist mitnehmen, weil ich finde, man macht das nicht nur für einen Bereich, sondern es wirkt sich halt wirklich auf alles auf, was man, glaube ich, wenn man drinsteckt, also ich glaube, keiner von uns hätte das wirklich erahnen können, was wirklich für einen Weg sich einfach auch öffnet, wenn wir sagen, okay, wir fangen jetzt mal an mit einem Schritt und wir wissen vielleicht gar nicht, und einfach mal gut,
Julia
00:34:44
aber ich bin neugierig.
Romy
00:34:45
Ja, richtig.
Julia
00:34:47
Ja,
Romy
00:34:47
total schön. Ach Julia, ich danke dir. Es war so, so schön. Es war sehr, sehr reich informativ. Wenn unsere Zuhörerinnen dich jetzt noch mal so ein bisschen tiefer verfolgen wollen, wo können die dich denn finden?
Julia
00:35:01
Eigentlich immer unter dem Namen Seelenmut sozusagen. Der ist auch auf Instagram verknüpft, der ist auch im Podcast verknüpft oder ansonsten einfach unter meinem normalen Namen Julia Steppert. Also damit findet man mich definitiv auch überall, sowohl zu Thema Buch als auch zu anderen Bereichen. Super.
Romy
00:35:16
Ich danke dir. Ich werde es auf jeden Fall auch nochmal verlinken, also einfach auch in die Show Notes gucken, wenn ihr es euch einfach machen wollt, Julia, zu finden. Und dann danke ich dir von Herzen. Es war mir ein Fest, dass du da warst. Und ja, es ist auch noch alles Gute für dich weiterhin, auch mit deinem kleinen Mann.
Julia
00:35:30
Danke sehr. Die haben uns ja so schön einen Podcast aufnehmen lassen. Ja, danke. Dankeschön.
Romy
00:35:42
Vielen Dank, dass du dir Zeit für eine Tasse Reality mit mir genommen hast. Ich hoffe, diese Folge hat einen kleinen positiven Unterschied in deinem Tag gemacht. Mit deiner 5-Sterne-Bewertung kannst du genau diesen Unterschied auch im Leben anderer lebensfondiger Frauen bewirken, die diesen Podcast noch nicht gefunden haben und sich ebenfalls nach einem Leben in Freiheit und Authentizität sehnen. Ich danke dir von Herzen und freue mich, auf Instagram mit dir in Kontakt zu bleiben. Alle Links findest du in den Shownotes. Bis zum nächsten Mal.

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