#50 Nervensystem & Saboteur – Interview mit Seelenmut Teil 2
Woran du erkennst, dass gerade nicht du entscheidest – sondern ein Schutzmechanismus
01.04.2026 36 min
Zusammenfassung & Show Notes
In Teil 2 unseres Interviews tauchen Julia Steppat und ich tief ein in das, was zwischen Wissen und Handeln steht: dein Nervensystem und ein innerer Anteil, den Julia den Saboteur nennt. Wir sprechen darüber, warum Tools allein nicht reichen, welche Warnsignale wir viel zu lange normalisieren – und Julia gibt dir eine Übung mit, die du heute noch ausprobieren kannst.
Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Julia Steppat von Seelenmut wird es richtig alltagsnah: Woran merkst du eigentlich, dass dein Nervensystem am Limit ist – und was hat der innere Anteil, den Julia den Saboteur nennt, mit meinem ES-Anteil zu tun?Und warum tun wir Dinge nicht, obwohl wir längst wissen, dass sie uns guttäten?
In dieser Episode sprechen wir über:
- Warum unser Nervensystem sich anfühlen kann wie ein Kellerfenster mit Gittern davor
- Warnsignale, die wir für normal halten: Schlafprobleme, Verspannungen, Zähneknirschen, nicht abschalten können, im Urlaub drei Tage brauchen, um runterzufahren
- Was Julias Saboteur und mein ES-Anteil gemeinsam haben – und woran du erkennst, dass gerade nicht du entscheidest, sondern ein Schutzmechanismus
- Warum zehn Minuten Yoga am Abend den Tag nicht retten – und was es stattdessen braucht
- Eine Übung, die du heute noch ausprobieren kannst, um mit deinen inneren Anteilen in Kontakt zu kommen
Diese Episode ist für dich, wenn …
- du das Gefühl kennst, nicht krank genug zu sein, um dir Hilfe zu holen
- du den Satz "Ja, aber…" öfter denkst, als du zugeben möchtest
- du nur essen, dich ausruhen oder dich belohnen "darfst", wenn du vorher etwas geleistet hast
- du spürst, dass nicht wirklich du deinen Tag steuerst – sondern irgendwas in dir
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Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
Neue Episode jeden zweiten Mittwoch um 6 Uhr
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Dann spür kurz in dich rein: Willst du weiter zuhören — oder herausfinden, was sich für dich persönlich verändern kann? → Kostenfreies Klarheitsgespräch buchen — 20 Minuten, nur für dich und deine Situation.
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- CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romys Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben.
Ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Herzlich willkommen zurück zu Teil 2 meines Interviews mit Julia Steppart von Seelenmut.
Falls du letzte Woche nicht dabei warst, dann hüpf gerne nochmal zurück zur letzten Folge.
Denn im ersten Teil hat Julia uns mit ihrer ganz eigenen bewegenden Geschichte doch, glaube ich, sehr berührt von Pro-Annavorn über ihre Doppel-Existenz
zwischen Funktionieren und innerem Zerfall bis hin zu der Erkenntnis, dass es bei ihr, wie eigentlich bei jedem von uns, nie ums Essen ging,
sondern in ihrem Fall um Entwicklungstrauma.
Und genau da knüpfen wir heute auch an.
Denn in der heutigen Folge geht es darum, was das alles mit unserem Nervensystem macht.
Warum wir trotz besseren Wissens nicht ins Handeln kommen.
Und Julia stellt uns einen Anteil vor, den sie den Saboteur nennt und der meinem Essstörungsanteil verdächtig ähnlich ist.
Also, mach es dir gemütlich und dann lass uns direkt starten.
Julia, du arbeitest ja auch viel mit dem Nervensystem.
Kannst du das nochmal so ein bisschen konkreter machen?
Also, was passiert denn in unserem Körper, wenn man vielleicht seit Jahren restriktiv ist oder andere essgestörte Verhaltensweisen benutzt auf der Ebene des Nervensystems?
Also, das Nervensystem kann man sich so ein bisschen wie so ein Fenster vorstellen, was wir alle zu Hause haben.
Und bei vielen Menschen, die in so einem Funktionsmodus sind, immer leisten, eben natürlich dann auch noch ihren Körper,
so die Grundbedürfnisse nicht gut erfüllen, ist es eher wie so ein kleines Kellerfenster mit Gittern davor.
Also, es ist sehr klein, es ist sehr eng, man kann kaum rausgucken und das erleben auch die meisten.
Und das ist auch so ein Teil, warum die Erstörungsanzahl seit Corona so gestiegen ist, weil uns da ja die Kontrolle weggenommen worden ist.
Also, wenn die meisten so ihre Struktur haben, dann denkt man doch, das Leben, das läuft, das kommt auch so weit durch.
Das Rest romantisiert man sich so ein bisschen schön.
Wenn dann aber so spontan etwas ist oder irgendwas passiert, dann macht unser Nervensystem so eine Achterbahn.
Also, es schlägt bei vielen so völlig nach oben hin aus oder völlig nach unten hin aus.
Die Übererregung ist immer so der Bereich, wo völlig in Unruhe, Angst, Panik, diesen Symptomen sind.
Im unteren Bereich sind wir voll in der Erschöpfung, Dissoziation, inneren Leere.
Es hat schon so einen depressiven Touch, bis ich kann meinen Körper gar nicht mehr spüren und wahrnehmen.
Also, viele halten Dissoziation für einen ganz normalen Zustand.
Und ich auch früher. Ich dachte so, dieses, ich fühle eigentlich grundsätzlich so mittelmäßig mich, bis so eine innere Leere.
Ist normal. Ich kannte das gar nicht anders, dass man so eine gute Palette an Emotionen hat.
So, und am einen weinen kann und dem nächsten freudig ist, das kannte ich alles nicht.
Ich dachte, entweder ist mein Tag gelaufen oder es ist halt gut.
Entscheidet die Waage, entscheidet die Erstörung.
Genau, also unser Nervensystem ist ein Selbstregulationsfenster, in der wir eigentlich im besten Falle bis zu unseren Grenzen nach oben und nach unten bleiben.
Das darf man hoch und runter gehen, dass es sich immer wieder so anpasst.
Aber wir sollten nicht über unseren Kapazitäten leben oder so erschöpft in der Minas-Batterie sein, dass wir für gar nichts mehr eine Kraft haben.
Und das zeigt sich bei, würde ich sagen, gerade seit letztem Jahr bei ganz vielen körperlich und psychosomatisch.
Thema Darm, Thema Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Haut, alles.
Da sind wir wirklich komplett in der Psychosomatik dann drin, weil der Körper reagiert ja mit.
Also wir können es, glaube ich, eine ganze Weile unterdrücken.
Genau, der Überlebensdruck.
Ich glaube, die Assoziation war auch so meine beste Freundin, würde ich mal sagen.
Ich stand eigentlich ständig neben mir, weil, ja, jetzt wissen wir auch warum.
und da aber wirklich zu gucken, auch okay, oder auch was du beschrieben hast, auch mit dem Burnout letzten Endes sind das ja auch,
also jetzt, wenn man mal jenseits vom Essen guckt, wie sich das eigentlich dann ja auch zeigt im Alltag, auch mit dem Nervensystem.
Was würdest du sagen, sind so Warnsignale, wo man vielleicht schon, ja, mal tiefer hinschauen darf, bevor es eben, ich sag mal, aus dem Fenster gibt?
Ja, also eigentlich meldet sich der Körper sehr früh, weil er immer alles mithört.
Unser Nervensystem, also jetzt auch unser inneres Kind sieht und hört ja alles, ne?
Also typisch ist, wenn wir Hunger kaum mehr spüren, wenn wir unsere Sättigung nicht mehr auch richtig wahrnehmen können
und dann so Klassiker Ohrgeräusche, ne?
So ein bisschen so, immer wieder Kopfschmerzen, ich kann nicht abschalten, ich komme von der Arbeit nach Hause,
ich muss parallel Fernsehen, Laptop und irgendwie noch eine Zeitschrift haben.
Also so dieses, eigentlich, wenn man mit sich selbst es nicht aushalten kann, ne?
Also setzt man, man kann sich mal spaßeshalber in den Raum setzen, ohne Handy, ohne alles, ja?
Also mal schön alle Geräuschquellen aus und sich mal einen Timer stellen, ob man zehn Minuten schafft, sage ich mal, aus dem Fenster zu schauen.
Das ist schon eine Herausforderung, glaube ich.
Und dann einfach mal genau zu gucken, was passiert im Körper.
Die meisten halten eben auch chronische Verspannungen, Rücken, Nacken oder auch knirschen mit den Zähnen.
Man ist halt, ja, es ist Kiefer, ne? Es ist nicht der Kiefer, es ist der Sympathikus, der im Weißreflex ständig on ist.
Also unser Körper spricht eigentlich permanent und ich glaube, die meisten, die erkennen sich überall drin wieder, ne?
Die sagen, na ja, es ist halt so, man hat halt Rücken mit 40 oder so, hat man nicht chronisch, wenn man jetzt nicht ein Bandscheibenproblem hat,
aber eben so diese typischen Unruhesymptome nicht abschalten können.
Spontanität ist nicht möglich, bis hin zu, ne?
Man braucht so sehr seine festen Rituale und Strukturen.
und wenn man das nicht hat, ist schon so, ne, schwierig, einen Urlaub zu erleben.
Oder auch dann so der Sonntag.
Bei mir war das früher immer so der Sonntag oder auch der Nachmittag.
Da war ich nämlich dann schon so fertig mit meiner Essensstruktur
und dann musste ich bis zum nächsten Tag warten, bis ich die Erlaubnis wieder hatte.
Und das war für mich so, oh, so ein richtiger Leerlauf, ne?
Ich habe diese Zeit gehasst.
Ich habe irgendwie mich gehasst.
Alles, ne?
Oder auch so ständig in Bewegung sein zu müssen, ne?
Viele sagen, ja, es ist so gesund, jeden Tag 10.000 Schritte zu gehen.
Grundbedürfnisse, wenn die an eine Bedingung geknüpft sind,
das ist auch so ein erster Punkt immer für mich von Selbstsabotage-Modus,
ne?
Wenn man nur ab Uhrzeit X essen kann
oder irgendwelche anderen Grundbedürfnisse
immer mit irgendwas in Verbindung stehen mit einer Bedingung,
dann sind das schon längst Warnsymptome.
Ja, und das tatsächlich wirklich jenseits von einer Essstimmung.
Ich habe gerade bei dir, als du so gesagt hast,
so in fünf Tagen gleichzeitig und nicht abschalten
und das Handy noch und dann wird noch was gelesen.
Richtig.
Das sehen wir ja auch.
Also ich sehe es tatsächlich auch gerade bei meinem Partner so.
Sie hat deutlich in diesen Sachen, wo ich so denke,
so, oh je, so was Nervensystem gerade ganz schön drüber.
Und Schlaf halt, ne?
Das ist immer so eigentlich ein ganz großer Taktbeber.
Ich glaube, wie viele Schlafstörungsprobleme haben wir alleine in Deutschland, ne?
Wie viele abends nachts wachliegen oder sagen, ich wache auf und fühle mich 0,0 erholt
oder ich brauche im Urlaub erst mal drei Tage überhaupt runterzufahren.
Ja, das sind halt alle Symptome, wo es auch nicht reicht.
Das sagen mir dann viele.
Ja, ich habe mir jetzt abends Zeit eingebaut, da mache ich kurz Yoga.
Und da sage ich, das ist toll, dass du das geschafft hast,
aber abends um 20 Uhr ist es gelaufen, der Markt, ja?
Also da braucht man gar nicht mehr groß einzuchecken in sich,
weil diese zehn Minuten reißen es nicht raus
und der Körper verarbeitet das alles in der Nacht, ne?
Also auch intensiv zu träumen kann manchmal so beides sein, ne?
Natürlich ist das Verarbeitung gleichzeitig,
wenn man so wiederkehrende Träume hat oder Albträume,
ist das natürlich auch ein Zeichen.
Und unser Nervensystem will halt nicht den ganzen Tag über nicht gesehen werden
und sagen, ne, Körper tue.
Und dann soll es aber jetzt entspannen,
weil jetzt will ich mich ausruhen dürfen.
Jetzt funktioniere bitte auch hier.
Genau, ja.
Ja, super wichtig und sehr entscheidend auch.
Und das ist auch das, was es ja dann eben so schwer macht,
auch dann wirklich abzuschalten, selbst wenn man könnte.
Also ich habe früher auch so, nichts tun.
Was machen die Menschen, wenn die nichts tun?
Ich habe das nicht verstanden.
Ich auch.
Meine damalige Therapeutin, die war so mütterlich,
da war so, ja, gehen Sie halt mal spazieren
oder machen Sie sich einen schönen Tee.
Und ich gucke sie an, Sie gehen spazieren einfach so ohne Grund.
Und sie so, ja klar.
Ich so, nee, warum sollte ich?
Also wenn ich einen Hund hätte, ja,
dann gehe ich mit dem Hund raus.
Aber ich gehe doch nicht alleine ohne Grund.
Warum sollte ich?
Also es war bei mir auch...
Und den Nutzen.
Genau, immer den Nutzen.
Das war bei mir halt auch das Fokusthema,
dass so dieses, ich bin mir wichtig
und ich darf es mir schön machen.
Nö.
Also vielleicht darf ich kurz feiern,
wenn ich gut geleistet habe.
Aber ansonsten, ich war nie bei mir.
Ich war immer im Außen.
Und wenn das Außen mir nichts gegeben hat,
dann, ja, habe ich mir auch nichts gegeben.
Ja, dann kommt auch die Lehre wieder.
Und die war, ja, die ist halt unterschwellig
eigentlich permanent da, ehrlicherweise.
Sie wird halt nur so weggedrängt.
Ja, deswegen halten wir uns so auf den Aktionismus,
auch damit wir genau das eben nicht spüren.
Auch ein Schutzmechanismus, das Nervensystem.
Es hat viele Schutzmechanismen,
aber irgendwann kippt es immer.
Das beobachte ich auch.
Häufig auch wirklich bei älteren Frauen
oder auch Herren, ja,
wo der Körper einfach sagt,
jetzt habe ich das 30 Jahre gemacht,
jetzt sexen wir in einer Angststörung
oder in irgendwelche anderen Sachen,
weil der Körper es einfach nicht mehr kann.
Irgendwann kommt der extreme Hunger durch
oder irgendwann schlägt es einfach um,
weil es nicht mehr geht,
weil man es auch nicht mehr aufrechterhalten kann.
Man kann das lang, erstaunlich, leider.
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie lange das geht.
Richtig, aber man kann es nicht auf ewig,
weil unser Körper ist nicht dazu gemacht.
Also biologisch, natürlich können wir lange auch mal hungern.
Das ist halt biologisch damals wichtig gewesen.
Aber in der heutigen Zeit
müssen wir es natürlich zum Glück nicht mehr.
Und es geht trotzdem nicht.
Deswegen sind wir ja auch früher natürlich
sehr viel früher verstorben.
als Leute, wo wir eigentlich sehr alt werden können.
Ja, wenn wir eben auch die Grundlagen dafür haben.
Aber das stimmt, weil,
also was du beschreibst, sehe ich auch immer wieder.
Ich sage so, bei den jungen Klienten,
sage ich mal, die stecken ganz viel noch weg.
Und ich finde es manchmal ein bisschen gruselig,
weil ich so denke, so krass,
ja, das geht noch
und das wird noch eine ganze Weile gehen.
Also wirklich beeindruckend.
Aber ich habe auch viele ältere Klienten,
wo ich wirklich denke,
oder die dann auch merken,
es kommt so Ausfallerscheinungen,
es funktioniert auf Arbeit nicht mehr gut.
Die waren vielleicht auch nie anfällig
für Erkrankungen immer sehr resilient
und auf einmal sammeln die sich so alles ein
und das ist so wie,
von jetzt auf gleich funktioniert es eben nicht mehr.
Aber also bis man da hinkommt,
das dauert schon teilweise erstaunlich lange.
Also der Körper ist ja auch unglaublich vergebend,
um das mal positiv zu betrachten.
Ja, das würde ich in Anführungsstrichen sehen.
Ich würde sagen,
er versucht so verzweifelt,
um Aufmerksamkeit zu schreien.
und das,
also ich sage halt,
ich versuche dem meisten immer zu sagen,
was kostet es dich,
wenn du jetzt nicht losgehst
und zum Beispiel auch mal in dich investierst.
Weil klar kannst du das vielleicht
noch drei Jahre strecken und ziehen.
Aber wenn du an den Punkt kommst,
so wie ich auch im Burnout,
ja, da stehst du aber von null auf.
Da ist dann nothing mehr da.
Also da ging auch nichts mehr.
Und dann wollen die Leute aber gerne
in zwei Wochen wieder geheilt sein
oder in ein paar Monaten.
Und dann kommen dann sie gar nicht zurecht von,
ich liege jetzt schon nur noch im Bett.
Das kann doch auch nicht sein,
dass ich nur müde bin.
Ja, doch.
Bis 30 Jahre lang durch die Gegend gerannt.
kannst du nicht von deinem Körper erwarten,
dass er in kurzer Zeit sagt,
die Energiebatterie ist wieder aufgeladen.
Deswegen nach diesem Punkt zu warten,
nach 12 ist ehrlicherweise
das Schlechteste, was man tun kann.
Weil man wird Jahre teilweise wirklich brauchen,
je nachdem, wie schnell man ist
und dann was für Therapeuten man noch kommt,
das aufzuarbeiten
und wirklich zu Heilung zu kommen.
Und das ist halt auch sehr viel Lebenszeit,
wenn man erst mit 50 aufwacht.
Wie viel bleibt uns noch ehrlicherweise
an Zeit, die frei ist,
frei von Erstörung.
Und das ist so ein wichtiger Punkt auch.
Und ich finde auch etwas,
also mir ging das so,
ich habe das wirklich durch die Recovery
dann auch gelernt zu sagen,
okay, ich warte nicht mehr,
bis es so schlimm ist,
wenn ich merke,
es gibt so Warnsignale.
Also ich finde gerade so eine Recovery,
wenn wir da wirklich durchgehen,
eben so viele Fähigkeiten ja auch lernen,
gerade was Emotionsregulation,
Nervensystem regulieren
und diese ganzen Dinge angeht,
merken wir natürlich auch viel, viel früher,
ja, wo geht es denn gerade in eine Schieflage
und dann eben nicht mehr zu warten,
bis wirklich so dieser Rock-Bottom-Moment ist
und wir wieder am Boden liegen,
sondern sagen, okay, Warnsystem,
hier steuere ich jetzt mal gegen.
Im besten Fall.
Ich wollte dich nämlich unbedingt,
weil das Wort ist heute auch schon ein paar Mal gefallen
und ich sehe das auch immer mal,
wenn ich so angeschrieben wäre,
denke ich, ach,
die waren bestimmt auch bei Julia.
Ich glaube,
du hast den Begriff so ein bisschen auch geprägt.
Du sprichst ja ganz oft auch von,
in deiner Arbeit von dem Saboteur.
Ja,
mein Lieblingsanteil.
Und ich,
ich habe es immer so mit dem essgestörten Anteil,
denke mir so,
aber irgendwie sind die sich ja so verdammt ähnlich.
Also wir meinen wahrscheinlich auch etwas sehr ähnliches damit.
Sie arbeiten zusammen,
die beiden Guten.
Genau,
also was ist denn für dich dieser Saboteur
und wie arbeitest du vielleicht auch mit deinen Klienten daran,
das zu erkennen,
also was der eben vielleicht gerade auch aktiv ist?
Wir sind ja alle plural,
systemisch gesehen,
wir haben alle Anteile,
wir haben auch alle den Saboteur,
alle den Kritiker,
alle den Antreiber.
Es sind so typische Anteile.
Natürlich ist die innere Bühne bei uns allen unterschiedlich.
Manche haben 20 Anteile,
manche 50.
Das ist auch gar kein Problem.
Der Saboteur ist ein Schutzmechanismus in uns.
Das ist ganz wichtig,
auch wenn wir denken,
der ist ja richtig,
richtig kacke,
der macht uns das Leben schwer.
Der will nicht,
dass es mir gut geht,
dass ich heile,
dass irgendwie ich Leichtigkeit erlebe.
Ja,
weil er sagt,
wir haben hier ein Glaubenssatzsystem,
was zum Beispiel sagt,
ich bin nicht gut genug.
Und jetzt fängt man an,
die Affirmationen einzusprechen
oder sich mit einem zu beschäftigen
und sagt,
ich will aber Leichtigkeit.
Und dann ist da aber ein großer Kernschmerz
in unserem Nervensystem.
Das ist wie so der Keller,
wo einfach das immer wieder so aktiviert wird
und sagt,
nee,
da ist aber damals XY passiert.
Da hat uns Papa böse getan
oder da ist das und das passiert.
Bin ich abgelehnt worden?
Bin ich kritisiert worden?
Und deswegen prüft er uns.
Und zwar so ganz,
ganz schlau,
ehrlicherweise durch so Hintertürchen
im Sinne von,
naja,
aber.
Das ist immer so das Stichwort.
So die Aber-Sätze.
Und auch,
wenn dann Gedanken.
Das sind so zwei ganz typische Sachen,
wo man den Saboteur dran erkennen kann.
Kann jetzt bedeuten,
ja,
es beinhaltet deinen ganzen Tag.
Weil du immer denkst,
ja,
wenn ich so das mache,
dann darf ich.
Also immer dieses,
dann darf ich,
wenn ich was geleistet habe,
wenn ich was dafür tue
und eben auch ja,
aber.
Weil der Saboteur lebt,
sag mal so,
zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Also er gibt ein Szenarium,
von damals ist aber das passiert.
Wie kannst du wissen,
dass es in der heutigen Zeit
anders sein wird?
Und stell dir aber mal vor,
worst case,
du wirst jetzt aber
irgendwie deinen Job verlieren.
Und dann kommen die meisten schon
in eine richtige Angst,
in der Ohnmacht.
Und das ist quasi das Ziel,
dass er sagt,
super,
sie geht nicht los.
Oder sie schiebt,
sie prokrastiniert,
sie macht vielleicht
einen Fehler unter Druck,
altes Glaubenssatzsystem bestätigt.
Das ist eigentlich seine Aufgabe,
das Glaubenssatzsystem zu bestätigen
und uns vor diesem erneuten Schmerz
von Ohnmacht und Trauma
zu beschützen.
Auch wenn es jetzt erstmal
nicht so toll klingt.
und wir müssen anfangen,
wie ich immer schon sage,
eine Teamcheffe zu werden,
weil der benimmt bei Menschen
mit Selbstsabotage gerade
24-7 unsere Arbeit.
Also der Tag gestrukturiert
und geplant,
der sagt genau,
wie es lang geht.
Und man selbst erlebt sich
oftmals so beobachtend.
Also wie ich immer schon sage,
man beobachtet seine Gedanken
und schenkt ihm noch so ein bisschen
Kaffee ein,
wenn man mit allen diskutiert.
aber man selbst weiß gar nicht,
ja, wo bin ich da jetzt?
Was ist meine Entscheidung?
Was sind eigentlich meine Werte?
Und auch darf es mir
wirklich gut gehen?
Na, also das sind dann
so essentielle Fragen,
wo ich auch als ersten Schritt
mit meinen Klienten
immer erstmal tiefer grabe.
So tiefer graben,
warum tust du das eigentlich?
Die meisten sind richtig überrascht.
Ja, ich habe keinen Ahnung,
mache ich schon immer so.
Also auch wenn es halt gefragt,
woher kommen die Gedanken?
Oftmals sind das so
mit übernommene Elternteile,
auch die im inneren Team leben,
die den Saboteur prägen
oder die Erstörung ist beispielsweise
da auch etwas,
die ja daran interessiert ist,
dass wir schön ihr folgen,
ihrem System.
Und das nutzt der Saboteur,
indem er sagt,
mit der arbeite ich zusammen.
Die will zwar
ein paar andere Sachen,
als ich will,
aber grundsätzlich bestätigt sie
auch wunderschön
unser altes Glaubenssatzsystem.
Und das ist eben so
dieser Aufbau eines inneren Hauses,
auch einer neuen Identität,
die wirklich,
ja, wie so ein Haus ist.
Weil ich glaube,
wir haben alle hoffentlich
ein schönes Zuhause
und dass wir gerne kommen
und dass wir uns so
wohlfühlen können.
Und das gilt es auch wieder zu erlangen,
weil die meisten ja in sich
kein Zuhause haben,
sondern sie leben den Körper
hier als fremd,
als der macht mir irgendwelche Sachen,
die ich gar nicht haben möchte.
Also möglichst bitte
von meinem Körper ablenken,
ja,
und den ganzen Tag
mich beschäftigt halten.
Und mir ist es so wichtig,
dieses Hausgefühl
eigentlich wieder zu schaffen
und vor allen Dingen,
das Ich aufzubauen.
Also wirklich zu gucken,
wer ist zum Beispiel Julia?
Also wer möchte sie eigentlich sein?
Und auch diesen Schmerz,
der eigentlich das blockiert,
den umzuleiten und zu sagen,
hey,
ich kann den selbst regulieren,
ich kann den auch auflösen
und ich kann den
Saubetur-Job übernehmen
und sagen,
ja,
selbst wenn ich jetzt
abgelehnt werde von Susanne,
dann kann ich ja selbst
noch bestimmen,
ob ich dem jetzt zustimme
oder ob ich sage,
das ist halt Susannes Meinung
und ich sehe das aber anders.
Ja,
also so beispielsweise.
Ja,
super schöner Kett.
Kurz zusammengefasst.
Es ist wirklich ein umfassendes Konzept.
Genau,
also ich könnte jetzt
stundenlang drüber reden,
aber so ungefähr mal kurz
auf den Punkt.
Ja,
aber dann hat es recht,
also es ist wirklich sehr,
sehr,
bei dir ist die Teamchefin,
ich sage mal so,
das Gesunde,
ich sage mal so,
dieser Kern,
die Kernidentität,
mit der wir eigentlich ja
auf die Welt kommen,
bevor wir eben diese ganzen
Erfahrungen auch gemacht haben,
aus denen sich dann sozusagen
diese Schutzstrategien,
die eben im Saboteur
oder auch eben,
wie gesagt,
im Essgestörten Anteil,
sich manifestieren dann
und ich sage auch immer,
der hat ein völlig eigenes Wertesystem,
aber eben aufgrund der Erfahrungen,
die er gemacht hat,
als unser gesundes Ich
und da eben wirklich
oder bei dir die Teamchefin,
damit eben wirklich
wieder in Kontakt zu kommen,
die Teamchefin
oder diesen gesunden Anteil
eben auch zu stärken,
dass man dann,
ich sage immer so,
okay,
Essgestörter Anteil
oder Saboteur,
dass der,
ich sage mal so ein bisschen
in Rente gehen kann,
so in Ruhestand.
Genau,
dass man ihnen eigentlich,
genau,
dass man ihnen so ein bisschen
zeigen kann,
du,
ich passe jetzt auf uns auch.
Das ist genau das,
was die meisten abgegeben haben.
Sie finden alles überfordern
und sie geben an die Anteile ab.
Die Antreiber,
und die leiten an durch den Tag,
dann halt durch den Funktionsmodus.
Das geht sehr gut,
aber man ist dann natürlich
nicht selbstwirksam.
Man kann auch nicht spontan sein,
sondern man muss so leben,
wie der Kopf das sagt.
Und das ist ja irgendwo,
mal unabhängig jetzt von der Essstörung,
halt auch eine Art von Gefangenschaft.
Ja,
also das eigene Gefängnis eigentlich,
ich sage mal,
da ist es sicher drin,
also ich hatte ja als Kind
wirklich auch diese,
ich hatte ja so eine Lebensangst,
dass ich in der Grundschule
schon gedacht habe,
boah,
das Leben ist so kompliziert,
ich weiß nicht,
durch was ich wirklich
drauf gekommen bin,
aber,
dass ich wirklich gesagt habe,
wenn es ganz schlimm wird,
dann gehe ich später ins Gefängnis.
Und irgendwann ist mir klar geworden,
warte mal,
gerade als so diese Frühberentung
für mich im Raum stand,
was wäre das Gefängnis?
Ohne Gitterstäbe,
aber es wäre sehr eng,
ich müsste auch nicht mehr funktionieren,
mir würden Dinge abgenommen werden,
aber,
und dann kam so dieses,
wie du es vorhin auch gesagt hast,
aber warte mal,
aber ich wollte doch noch
was anderes im Leben,
aber eigentlich wäre es
dieses Gefängnis gewesen.
Ich hatte,
ich war eine Zeit lang
auf einem sehr katholischen Internat
und das war alles
sehr kirchlich geprägt auch,
schöne Traumasachen leider,
aber ich habe auch mal
eine Zeit lang so gedacht,
ich könnte auch ins Kloster gehen.
Eigentlich war ich gar nicht so dafür
für die ganze Glaublichkeit,
aber ich war immer so,
naja,
da musst du nichts machen,
da kriegst du eine Aufgabe zugeteilt
und dann musst du halt da,
keine Ahnung,
Gärtnerin oder so
und ich stand da zwar
gar nie dahinter,
aber es war für mich
so ein faszinierendes Konzept,
boah,
man muss,
man kann einfach
in einer Gemeinschaft leben
und man muss es gar nicht
so die ganze Zeit leisten
und was tun,
also das sind aber auch
so Gedanken,
wo ich gedacht habe,
boah,
wie entfernt bin ich eigentlich
von mir,
dass ich gar nicht mehr
an ein Leben glaube
oder auch mir es nicht zutraue,
in dieser Welt klar zu kommen.
Ich muss ja gar nicht
jetzt performen
und ich meine,
dass ich mal selbstständig bin,
hätte ich so nie zu träumen gebracht.
Sag ich auch immer.
Auch nicht,
dass aus Seelenmut,
wie das jetzt wird,
was so ein Imperium
sozusagen geworden ist.
Ich hätte auch einfach,
weiß ich nicht,
wäre vielleicht auch glücklich geworden,
wenn ich in der Eisdiele
Eis verkauft hätte oder so.
Aber es war halt immer so dieses,
entweder gibt es Versagen
oder es gibt Gewinn.
Also Schwarz-Weiß-Denken
ist auch so typisch.
Ja, total.
So diese ganzen
kognitiven Verzerrungen.
Auch ich würde auch so
Gedanken lesen und solche,
die denken bestimmt,
dass...
Ja, ja, richtig.
Und aber das ist ein schöner Punkt,
wo ich jetzt zu sagen,
hey, wie komme ich denn
in diese Selbstverantwortung,
ohne dass ich,
ich glaube,
das ist auch so eines der Wörter,
wovon man so viel Angst vor hat,
aber Verantwortung,
oh mein Gott.
Und dann muss man auch
einen Abzug geben.
Genau,
es ist auch so ein Wort,
was auch manchmal so geprägt wird,
genauso wie Mindset.
Also weil so viele Menschen
darüber sprechen,
auch heutzutage
über Nervensystemregulation,
so an dieser Stelle.
Es ist leider ganz schlimm,
was sich entwickelt hat,
auch so seit,
ich würde sagen,
letztem Jahr.
Also alle sprechen darüber
und jeder zeigt dir,
hier ist ein Tool
und da ist der Acht-Dritte-Plan
für den Vargus-Nerv.
Aber es ist eigentlich schon wieder...
Ich habe gestern so gedacht...
Eine neue Regel.
Genau,
ich mache da nur über einen Post,
weil diese Menschen,
die heutzutage
diese Regulationstools verkaufen,
sind diese neuen Menschen,
die Nahrungsergänzungsmittel verticken.
Weißt du noch so früher,
diese Leute,
die da ständig
so ein Pulver angetreten haben
oder gesagt haben,
so das ist es
und so erlebe ich das gerade,
weil eigentlich wieder gesagt wird,
dein Körper,
ja,
der ist krank
und hier ist die Lösung.
Also du machst einfach
die Routine jeden Tag
und dann ist dein Nervensystem
wieder im Balance.
Naja,
du hast ein neues Regelwerk wieder,
aber das ist ja genau nicht das,
was es löst,
sondern...
Ja, ich finde es so gefährlich auch,
weil eben jeder darüber spricht,
weil sie gemerkt haben,
oh, das ist etwas,
was ja viele Menschen betrifft.
Ja, das ist es auch,
aber Tools werden uns nicht heilen,
weil dahinter ist ja wieder,
okay, Kurzruhe,
was die meisten erleben
und dann sagen sie mir,
sie kommen so zu mir
und sagen,
es geht bei mir nicht.
Ich kann nicht fühlen,
die klappen bei mir gar nicht,
die Tools.
Es ist immer so eine Lieblingsaufgabe von mir,
alle können fühlen,
nur sie fühlen halt nicht
das Ergebnisorientierte von,
und ich fühle mich danach besser,
dass ich wieder leisten kann.
Also es wird einfach gar nicht
richtig aufgeklärt,
was Nervensystemregulation ist
und das finde ich,
es macht mich richtig wütend,
wenn ich solche Menschen
wieder entdecke,
die dir irgendwas antreten
und sagen,
guck mal,
hier ist ja Schlüsselslösung.
Ja, es wäre zu einfach.
Ja.
Und das ist es eben nicht.
Also es ist halt wirklich
ganzheitlich zu betrachten,
weil es sind so viele Puzzlestücke,
die da einfach auch reingehören
und ich glaube,
das ist auch so ein Punkt,
weil wo das ja andockt,
was du gerade beschreibst,
ist auch so dieses,
jetzt habe ich hier ein Wissen
und jetzt habe ich noch eine Info
und noch ein Tool in der Hand
und ich weiß theoretisch alles,
aber ich frage einfach nicht,
das umzusetzen.
Genau.
Ach ja,
damit kommen alle zu mir
mit genau diesem Kernsatz.
Ja,
es ist wirklich die Standardaussage
in meinen Erstgesprächen.
Ich weiß ja schon,
ich habe ja schon so viel gemacht
und meistens auch einfach
auf den klassischen Wegen.
Ich sage immer,
es ist ja auch gut,
ich sage mal,
alles hat dich schon mal
hierher gebracht.
Aber es ist eben genau das
aus diesem Kopf wirklich auch
und das Fühlen gehört dazu.
Wir können das nicht ohne Fühlen.
Das ist aber wiederum
auch was Angst macht,
weil deswegen haben wir ja
überhaupt die Schutzstrategien
und da eben zu gucken.
Ja,
also dann könntest du
ein konkretes Beispiel geben,
weil du hast ja gerade auch gesagt,
der Saboteur,
das Nervensystem wahrscheinlich auch,
was dann genau wieder
der Zwischenpunkt,
wie sieht das in der Praxis
dann aus?
Was machst du mit einer Frau,
die mit diesem Problem
sozusagen zu dir kommt?
Eigentlich zwei Gleise.
Das eine ist,
dass wir anfangen,
ihr zu zeigen,
sie kann fühlen
und das wissen die meisten
unbewusst auch,
dass wir anfangen,
innere Sicherheit
wirklich zu etablieren
und das fängt an über,
ich fange an mal
in meinem Alltag zu gucken,
wo bin ich eigentlich
die ganze Zeit im Schatten
und agiert irgendwas in mir.
Also es ist am Anfang
wirklich ganz viel,
erstmal den Alltag
ein Stück weit
so auseinander zu puzzeln
und zu gucken,
wo ist überall der Saboteur,
also den aufzudecken
und natürlich auch
gegenteilstrategiemäßig
in kleinen Steps zu gucken,
wo kann ich auch mal probieren,
anders zu handeln,
um natürlich auch
so ein bisschen zu provozieren,
was kommt denn da eigentlich
für ein Gefühl?
Kommt überhaupt ein Gefühl
oder redet man sich das
die ganze Zeit nur ein,
so dieses,
es passiert was Schlimmes?
ist also ganz viel
eigentlich Erfahrungsvertrauen
herstellen.
Aber es ist wirklich
sehr individuell,
was die Frau
oder auch der Mann
mitbringt.
Also man kann es jetzt
leider so gar nicht sagen,
aber ich glaube,
bei den meisten
ist es wirklich dieses,
erlaub dir mal
in deinem Alltag
immer wieder mit dir
selbst ins Gespräch zu gehen.
Das ist eine
meiner liebsten Übungen,
diese Mini-Check-Ins
zu machen mit sich selbst
und mal zu schauen,
wie geht es dir dabei,
was fällt dir denn
dabei auch so auf
und mir das dann
auch wiederum zu berichten,
damit wir so ein bisschen
gucken,
ah ja,
das ist ja mal ganz spannend,
wo der Saboteur
eigentlich alles agiert
und mir einredet,
das ist so,
dabei ist das ja gar nicht so.
Und das andere ist halt
wirklich diese
körperliche Nervensystemarbeit,
dass wir immer wieder
zusammen in Schmerzen
reingehen und da auch fühlen
und aber auch immer wieder
wie so ein Pendelanker
herstellen
zu einem Sicherheitsgefühl.
Dass die auch lernen können,
Gefühle kommen,
aber Gefühle gehen auch wieder
und ich habe darauf Einfluss.
Und das haben wir ja wirklich,
aber wir haben es halt
nicht gelernt.
Ich sage wirklich,
also ich bin voll bei dir,
es sollte ein Schulfach sein.
Ja.
Aber das Recht,
also ich sage euch,
ich nenne das auch immer
so diesen Beweisrucksack
auch zu füllen,
dass eben das,
was uns der Saboteur
oder in meinem Fall
halt auch der
Essgestörte Anteil sagt,
oft ja auch wirklich
aus dieser Angst heraus
oder aus dieser frühen
alten Erfahrung,
was auch aus diesem
alten Identitätsbestandteil
kommt,
aber ja gar nicht heißt,
dass es heute noch so ist
und sich da eben
in diese Erfahrung zu begeben
und was ich da auch liebe,
also wahrscheinlich auch
ein bisschen ähnlich,
dieses Dialog führen.
Also wirklich diese Anteile
miteinander in den Kontakt
zu bringen,
wirklich davon auch zu lernen,
weil der ist ja auch nicht
ohne Grund da.
Und wie oft ist auch so
dieses dagegen Ankämpfen eben
und der muss jetzt weg,
aber das funktioniert ja nicht,
weil dann kommt da
wie so ein Bumerang.
Ja, genau.
Bis mal wieder.
Erstmal auch zu gucken,
was ist die Aufgabe eigentlich?
Wozu dient mir das noch?
Das ist auch immer so eine
Lieblingsfrage von mir,
mal zu schauen,
wo ist eigentlich noch der Gewinn,
auch daran festzuhalten
und das auch zu akzeptieren.
Also nicht immer sich gleich
alle schlecht zu reden,
ich muss jetzt von heute
alles verändern,
überhaupt nicht,
sondern auch mal zu gucken,
wovon profitiere ich da noch?
Also was ist mein Bedürfnis
da dahinter?
Und auch zu schauen,
was ich ganz viel mache,
wie können wir uns lernen,
Bedürfnisse selbst zu geben,
zum Beispiel gesehen werden.
Liebe, Bindung, Anerkennung.
Das ist halt so ein ganz großer
Lernprozess dann auch derjenigen,
das durch kleine Schritte zu üben,
sich diese Bedürfnisse
selbst zu geben,
damit sich die Antreiber
zurückziehen können.
Ja, und das ist so ein wichtiger Punkt
und ich glaube,
das war so eine Kernerkenntnis
auch auf meinem eigenen Heilungsweg
und was ich aber auch in der Arbeit
mit meinen Frauen immer wieder sehe,
so dieses,
der andere muss das doch aber machen
und dann fühlen wir uns schlecht
und dann gehen die
letzte Sabotage-Mechanismen wieder los
und ich weiß noch,
ich war irgendwann im Regen spazieren
und habe auf die Welt geflucht
und mein Partner wollte nicht mitkommen,
kann ich verstehen,
jetzt auch dringend.
Ich war so sauer
und dann habe ich gesagt,
ja, und ich werde dich gesehen
und meine Bedürfnisse nicht
und dann,
ich habe keine Ahnung,
was das für ein Moment war,
aber wirklich diese,
ich bin wirklich stehen geblieben,
wie so vom Blitz gerückt
und dachte,
ja, wo hast denn du dich heute
eigentlich schon gesehen?
Und ich so,
oh,
was war das denn jetzt?
aber dieser Switch wirklich auch,
was ist auch,
und auch hier im Positiven Sinne,
meine Verantwortung,
wo was kann ich mir geben,
um eben davon auch unabhängig zu sein
und nicht den anderen zu brauchen?
Also ich sehe das ja auch ganz häufig,
dass wirklich auch,
ich darf essen,
wenn mein Partner ist.
Ich darf,
ich darf mich ausruhen,
wenn der andere.
Genau,
also bloß nicht.
Aber abhängig.
Ja.
Ja,
und da eben wirklich
in diese innere Kraft auch zu kommen,
sagen,
ich kann mir das auch selber geben.
Das heißt nicht,
dass ich das vielleicht
für den anderen auch möchte,
so als Ergänzung,
aber ich habe grundsätzlich alles in mir,
um mir das eben selber geben zu können.
Das ist so ein wichtiger Punkt auch.
Ja,
richtig gut.
Das ist schon auch noch so gesagt,
auch diese Angst,
die du ja auch groß hattest,
so wer bin ich denn ohne meine Essstörung?
Ja.
Also diese Angst vor der Leere letzten Endes auch,
wenn die weg ist.
Und das ist ja oft größer sogar
als die Angst vor der Essstörung selbst
und den Konsequenzen,
die dadurch eben verstehen.
Gerade ja auch,
also wirklich einschränkende Themen,
auch wie Periodenverlust.
Ich meine,
jetzt ich auf den Weg Mama zu werden,
du gerade frischgebackene Mama,
was für mich auch ein Wunder ist.
Und oft nehmen wir sogar das in Kauf,
also ich war ja sogar froh,
dass meine Periode weg war,
weil ich gedacht habe,
also es war für mich eher nochmal
so eine Bestätigung von,
ich habe was richtig gemacht.
Richtig.
Und gleichzeitig hat es zu viel genommen,
aber ich hatte so Angst,
das loszulassen.
Und ich dachte,
wer bin ich denn,
wenn ich das nicht auch noch kann?
Also so diese Diagnose auch zu kriegen,
war für mich wie so ein kleiner Ritterschlag.
Oh, ich habe es endlich geschafft.
Ich gehöre auch dazu.
Ja, richtig.
Das Zugehörigkeitsgefühl.
Das ist so etwas ganz Wichtiges
auch in der Identitätsfrage.
Womit will ich eigentlich
mich zugehörig fühlen?
Und es geht ja aber mehr darum,
warum muss ich mich dann überhaupt
permanent zugehörig fühlen?
Also auch da wieder so diese Verdrängung von,
warum darf ich nicht so sein,
wie ich bin?
Dieses eben,
ich bin halt anders,
wie ich das auch für mich
erstmal lernen musste,
Hochsensibilität ist auch
überhaupt nicht schlimm.
Oder auch andere Themen.
Jeder ist eigentlich anders
und individuell.
Aber das eben auch erstmal
zu lernen und zu akzeptieren,
dass es auch was Gutes ist.
Da hängen ja so viele Sachen dran,
auch dass man oftmals da merkt,
ich muss in den Kontaktabbruch
mit der Freundin gehen.
Oder die Eltern verändern sich.
oder irgendwelche anderen
Familien-Dynamiken,
die dann sehen,
ah ja, man wacht so auf
aus der Rolle,
in die man reingedrängt worden ist.
Man ist nicht mehr die Angepasste.
Und das macht natürlich
auch so Disharmonie.
Die muss man dann auch
erstmal wieder üben
und lernen auszuhalten,
dass man vielleicht erstmal
anders gesehen wird,
nicht mehr so anerkannt wird.
Ja, oder vielleicht auch nicht dafür,
aber sich selber vielleicht auch dafür
dann wieder mehr anerkennen kann,
weil es eben
den eigenen Werten
auch wieder nahe kommt.
also nicht mehr dieses,
ich sag mal nicht so dieses,
ich sag mal,
willst du das Leben
der anderen leben oder deins?
Ja.
Mit dem Ergebnis,
wie du es ja auch gesagt hast.
Und es ändert ja aber gar nichts.
Also wir können das versuchen,
vielleicht,
also wie du es mit deinem Papa
ja auch erkannt hast,
nach dem Leben des anderen zu leben,
aber du hast die Konflikten
und es ändert ihn nicht.
Richtig.
Nee, wir können den Menschen
auch nicht verändern.
Wir können nur uns selbst verändern.
Und das ist schon aber
auch ein Abschiedsprozess,
den wir da wie ein Stück weit durchlaufen.
Ja.
Ja.
Und das ist auch wichtig,
und ich sage auch,
es ist auch wirklich wichtig,
das auch zu betrauern.
Also auch das,
woran wir ja auch hingen,
wo wir ja auch so viel Hoffnung
reingelegt haben,
weil dieses,
wenn dann,
wenn ich das dann habe
und aber auch zu durchschauen,
ist das dann wirklich so
oder wann ist es denn genug?
Für mich auch mit der Erkenntnis,
okay, es ist nie genug,
heißt, ich kann da nie ankommen.
Der Weg funktioniert nicht
und das war schon auch schmerzhaft,
das erst mal einzugestehen.
Absolut.
Ja, durchaus.
Das kann ich definitiv
auch nur unterschreiben.
Ah, ich war denn so,
wir sind schon ganz schön weit
fortgeschritten,
aber meine,
hast du vielleicht noch
eine kleine Übung
für unsere Zuhörerinnen
oder einen ersten Schritt,
die sie vielleicht heute
noch ausprobieren könnten,
um mal in Kontakt
mit ihrem inneren Kind zu kommen
oder vielleicht auch
ihren Saboteur besser zu erkennen?
Also ich weiß nicht,
was vielleicht jetzt gerade
einfacher ist,
wo man sagt,
okay,
ich will mal mit dem einen
oder dem anderen
wirklich tiefer in Kontakt kommen.
Ja, ich glaube mit dem Saboteur,
weil das innere Kind,
da können wir jetzt noch
mal eine Stunde drüber reden,
wenn man es auch noch
gar nicht kennt,
ist wirklich seine Gedanken
mal auszusprechen,
also mit sich selbst zu sprechen,
wirklich mal rauszugehen
und einfach so vor sich hin
laut auszusprechen.
Das fühlt sich erst mal
sehr komisch an,
fühlen sich erst mal so,
jetzt bin ich aber irgendwie,
wenn mich jemand sieht.
Wenn man ein Haustier hat,
lohnt es sich immer,
das mit Gassi gehen zu verbinden.
Ja, dann denkt man,
man redet mit dem Hund.
Aber ansonsten einfach mit sich selbst
es mal zu Hause auszuprobieren.
eben nicht schreiben,
sondern wirklich einfach
Gedanken aussprechen,
egal in welche Richtung,
um mal so zu gucken,
wie geht es mir da danach.
Oder natürlich kann man sich
auch immer mal wieder
so in diesen Kontakt gehen
mit seinem Herzen.
Spüre ich meinen Herzschlag?
Wie fühlt sich das für mich an?
Mich selbst zu berühren.
Das sind eigentlich
so kleine erste Schritte.
Ja, spannend,
dass du es gerade sagst.
Danke.
Was ich damals gemacht habe,
jetzt wo du es sagst,
ich hatte so einen großen Teddybären
und der hat mich irgendwie
so an mich,
der hat immer so traurig geguckt.
Ich denke,
Mensch, irgendwie,
zu dem hatte ich irgendwie
eine emotionale Bindung
und ich habe,
was ich mit diesem Teddybären
geredet habe,
ich habe wirklich
auch den eingequatscht.
Das hat mir aber geholfen.
Genau, richtig,
so einen Gegenstand zu nehmen.
Ja, also wirklich,
da so ins Gefühl auch zu kommen.
Ich habe wirklich am Anfang
nicht gedacht,
Rumi, bist du bescheuert?
Dann habe ich erst mal versucht,
die Bewertung wieder rauszunehmen.
Richtig.
Und ich öffne einfach mal den Raum
und habe aber gemerkt,
wie sich wirklich so viel
auch gelöst hat
und dann wirklich auch anzuerkennen,
dass, oh krass,
so viel war da eigentlich
auch gerade in mir los,
dass ich das lösen kann
und wirklich wieder
auch an Fluss kommt.
Also brechen,
aussprechen,
auch raus aus dem Kopf,
weil alleine,
wenn es hier nicht wird,
ist es ja was anderes,
als wenn es wirklich mal
verbal auch rausfließen konnte,
sage ich jetzt.
Gute Idee.
Sehr schön.
Ja,
vielleicht noch eine letzte Frage.
Wenn du deinem
16-jährigen Ich,
so am Anfang der Marke,
ich meine,
es ging ja eigentlich
schon ein bisschen früher los,
wenn du denen eine Nachricht
schicken könntest,
was würdest du ihr sagen?
Ich würde dir sagen,
liebe Julia,
das, was du gerade denkst und lebst,
das ist nicht dein wahres Ich
und da wartet noch ein so viel
schöneres und besseres Leben
auf dich.
Glaub an dich.
Erlaub dir selbst wieder
so hoffnungslich zu erlauben eigentlich.
Also ganz viel Erlaubnis.
Ganz viel Erlaubnis
und ich glaube aber auch so Ermutigung.
Das, was mir nicht so gegeben worden ist,
wenn ich zurückreisen könnte,
sie mir in den Armst nehmen,
zu sagen,
es ist möglich.
Es ist noch nicht alles
irgendwie jetzt so vergeben.
Ja, so wäre schon.
Und es ist möglich,
ist glaube ich auch so dieser Kernsatz.
Also ich glaube,
wenn wir auch beide was mitgeben wollen
an die Zuhörerinnen,
dann wirklich dieses
vollständige Recovery ist möglich.
Auch ein Leben jenseits
von diesem Saboteur.
Also ich sage mal,
wir kommen ja eigentlich
beide so aus diesem Hintergrund
von sich selber
nicht wirklich was zutrauen.
Jetzt sind wir beide selbstständig,
unterstützen andere Frauen
auf ihrem Weg eben wirklich
da auch in ihre Kraft zu kommen.
und da sich eben wirklich
auch nicht vom beeinflussen zu lassen,
egal wie viel man vielleicht auch
versucht hat vorher schon,
was vielleicht nicht so geklappt hat
oder noch nicht so erfolgsversprechend war.
Es war ja alles nicht umsonst,
aber eben auch nicht aufzuhören
und zu sagen,
wenn es der Konvention,
wenn der Weg nicht ist,
was gibt es vielleicht auch dann?
Weil es gibt diesen Weg.
Ich meine,
wir sind beide der Wende bei Weiß dafür.
Ich bin auch frischgebackene Mama,
ich angehende Mama,
was ja auch für viele so ein Motivationspunkt
sein kann
und vielleicht auch da gerade zu sagen,
ja, wäre auch für jemand anderen,
aber eben auch für sich zu sagen,
so,
wie möchte ich mein Leben
jetzt wirklich auch noch leben
und was sind für Dinge,
weil ich finde,
es ist auch ein wahnsinnig,
also wenn man es jetzt mal
aus diesem Arbeitskontext,
oh Gott,
ich muss noch so viel an mir machen,
das macht ja vielen auch Angst,
dann müssen wir ja gar nicht.
Wir dürfen aber
und wir dürfen uns damit beschäftigen
und ich finde,
es lohnt sich so, so sehr
und ich finde,
es macht doch irgendwie Spaß.
Also ich finde,
es macht Spaß.
Ja doch,
Therapie kann auch Spaß machen,
auch wenn es Up and Downs gibt,
aber an sich macht es auch Spaß,
sich weiterzuentwickeln
und wir alle haben auch unsere Päckchen.
Es hört auch nie so ganz richtig auf,
aber an sich macht Heilung
durchaus auch Spaß.
Ja.
Ja.
Und vor allem das,
was man daraus ist mitnehmen,
weil ich finde,
man macht das nicht nur für einen Bereich,
sondern es wirkt sich halt wirklich
auf alles auf,
was man,
glaube ich,
wenn man drinsteckt,
also ich glaube,
keiner von uns hätte das wirklich erahnen können,
was wirklich für einen Weg
sich einfach auch öffnet,
wenn wir sagen,
okay,
wir fangen jetzt mal an
mit einem Schritt
und wir wissen vielleicht gar nicht,
und einfach mal gut,
aber ich bin neugierig.
Ja,
richtig.
Ja,
total schön.
Ach Julia,
ich danke dir.
Es war so,
so schön.
Es war sehr,
sehr reich informativ.
Wenn unsere Zuhörerinnen
dich jetzt noch mal
so ein bisschen tiefer verfolgen wollen,
wo können die dich denn finden?
Eigentlich immer unter dem Namen
Seelenmut sozusagen.
Der ist auch auf Instagram verknüpft,
der ist auch im Podcast verknüpft
oder ansonsten einfach
unter meinem normalen Namen
Julia Steppert.
Also damit findet man mich
definitiv auch überall,
sowohl zu Thema Buch
als auch zu anderen Bereichen.
Super.
Ich danke dir.
Ich werde es auf jeden Fall
auch nochmal verlinken,
also einfach auch in die Show Notes gucken,
wenn ihr es euch einfach machen wollt,
Julia,
zu finden.
Und dann danke ich dir von Herzen.
Es war mir ein Fest,
dass du da warst.
Und ja,
es ist auch noch alles Gute für dich
weiterhin,
auch mit deinem kleinen Mann.
Danke sehr.
Die haben uns ja so schön
einen Podcast aufnehmen lassen.
Ja,
danke.
Dankeschön.
Vielen Dank,
dass du dir Zeit
für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe,
diese Folge hat einen kleinen
positiven Unterschied
in deinem Tag gemacht.
Mit deiner 5-Sterne-Bewertung
kannst du genau diesen Unterschied
auch im Leben anderer
lebensfondiger Frauen bewirken,
die diesen Podcast
noch nicht gefunden haben
und sich ebenfalls
nach einem Leben
in Freiheit und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen
und freue mich,
auf Instagram mit dir
in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du
in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
Julia
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