#56 Renatas Weg aus der Essstörung mit über 50 (Teil 2)
Was ihr half dranzubleiben, als sie fast aufgegeben hätte
08.07.2026 56 min
Zusammenfassung & Show Notes
Im zweiten Teil erzählt Renata, wie sie durch die schwersten Momente ihrer Recovery gegangen ist, das Zunehmen und die Gefühle dahinter, und wie sie heute mit Neugier statt Angst nach vorne blickt.
Was, wenn der schwerste Teil der Recovery nicht das Loslassen der Essstörung ist, sondern das Zulassen von dem, was dann kommt? Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Renata gehen wir nochmal tiefer.
Wir sprechen über das, was die meisten während der Recovery umkehren lässt: die Gewichtszunahme, die Momente, in denen sie fast aufgegeben hätte, und wie sie lernte, mitten durch die Angst hindurchzugehen, statt umzukehren.
Was dich erwartet:
- Wie Renata schwierige Gefühle aushielt, ohne in alte Muster zurückzufallen
- Der Moment, in dem sie die Kontrolle der Waage bewusst abgab
- Warum Kämpfen gegen den essgestörten Anteil nicht funktioniert – und was sie stattdessen tat
- Wie sich ihre Beziehung zu sich selbst und zu ihrem Umfeld verändert hat
- Das eine Wort, mit dem sie heute nach vorne blickt
Falls du Teil 1 noch nicht gehört hast, hör da gern zuerst rein.
Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
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Meine Ausbildungen
- CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
- Zertifizierter systemischer Coach (Coaching Akademie Weimar-Wiesbaden)
- Zertifizierter Identity Transformation Coach (All In Academy Jackie Sharon Tamblyn)
Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romys
Recovery RealiTea.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben,
ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen
zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich,
wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit
und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands
erster CCI-zertifizierter Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblings-Tee
und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Schön, dass du wieder da bist.
Heute erwartet dich Teil 2 meines Interviews mit Renata.
Renata ist eine Frau, die ich über ein halbes
Jahr im Gruppen- und Einzelcoaching unterstützen
durfte, nachdem sie über 30 Jahre mit ihrer Essstörung gelebt hat.
Und dennoch hat sie es geschafft,
mit über 50 ihren Weg heraus in ein freies Leben zu finden.
Falls du Teil 1 noch nicht gehört hast,
dann hüpf gerne nochmal eine Folge zurück,
denn darin haben wir unter anderem darüber gesprochen,
was sie nach so langer Zeit mit der Essstörung
ins Handeln gebracht und ihr geholfen hat,
ihre festgefahrensten Regeln und alten Identitätsbestandteile
zu durchbrechen, die sich nicht nur im Essen
gezeigt haben, sondern eben auch in anderen Lebensbereichen.
Denn ich sage immer, das,
was sich in der Essstörung zeigt,
das zeigt sich eigentlich nie nur da,
denn das Essen ist, wie gesagt,
nur ein Symptom.
Ja, und heute geht es weiter mit dem,
was vielleicht der schwerste,
aber auch der befreiendste Teil von Renatas Weg
war, nämlich dem Zulassen,
dem Umgang mit der Gewichtszunahme,
den dabei auftauchenden Gefühlen dahinter und
wie sie es eben auch geschafft hat,
ihren Weg trotz Ängsten und Zweifeln immer weiter zu gehen.
Ja, genau.
Also das war schon so.
Also vor allem dann, als ich weiß noch,
mache mich noch gut erinnern,
weil der Arbeit war irgendwie etwas,
das einfach nicht so lief,
wie ich wollte.
Und ja, es war anstrengend.
Ich wusste, ich hatte das nicht so eigentlich
so perfekt gemacht.
Und das ist für mich etwas sehr Schlimmes oder so.
Und ich war dann so traurig zu Hause.
Und ich habe dann, ich weiß noch,
zu allen gesagt, gerade der,
der herein kam.
Ich habe geweint, ich habe nichts mehr im Griff,
ich habe keine Kontrolle mehr.
Und sie haben mir das
wirklich dann, also Mama,
du hast die Kontrolle, ist alles gut.
Wir alle machen Fehler oder wir machen irgendwie
das Gewicht immer alles gerade.
Und gerade jetzt hast du die Kontrolle,
haben sie gesagt.
Ja, und das ist natürlich die Zunahme, das Annehmen.
Vor allem die Zunahme beim Bauch war ein Thema.
Es war sehr schwierig, das zu akzeptieren.
Und auch gewisse Kleider dann halt,
ja, in den Kleidersammlungssack
zu geben oder so.
Ich weiß noch, eine Hose,
die ging mir nicht.
Die hatte ja auch nicht,
ich konnte auch kein Gurt tragen,
weil es keine Schlafe hatte.
Und sie lag einfach immer da zu unterst.
Und da hatte ich die dann vorgenommen,
gedacht, ja, jetzt gehen die mir dann sicher, oder?
Und sie gingen mir nicht,
weil sie mir einfach zu klein waren.
Und da war es einfach wirklich an der Zeit,
diese endlich, endlich hervorzuschmeißen.
Also einfach in den Sack zu geben.
Ja, das war schon etwas,
das irgendwie getriggert hatte,
aber ich konnte gut damit umgehen,
weil ich wusste, ich möchte,
dass ich darum herumkomme.
Es ist noch, ja, also eigentlich habe ich nicht,
dass viele jetzt das kommentiert haben,
ach, du hast zugenommen, so.
Also eher, also eine Person so,
ja, aber eher so, ja, du siehst aber gut aus und so.
Und ich habe auch die Haare etwas geschnitten.
Da kam die Reaktion, also wirklich von meinen
Arbeitskolleginnen und auch von meinen Bekannten,
also unabhängig voneinander.
Aber du siehst irgendwie zehn Jahre jünger aus.
Okay, also das konnte ich dann wirklich annehmen.
Das ist ja schwierig, das anzunehmen.
Ja, du siehst ja gut aus, oder?
Weil unser Eis gestört ist,
ich höre ja dann was anderes.
Aber du siehst jünger aus.
Ja, nicht schlecht.
Nicht schlecht, ja.
Nein, also es ging dann natürlich immer mehr,
dass ich das dann auch akzeptieren konnte,
auch die Zunahme.
Und ich fühle mich jetzt viel wohler,
weil ich auch nicht mehr so angestarrt werde.
Also auch diejenigen auf der Straße oder so.
Man sieht einfach diese Blicke.
Oder vielleicht ist das auch etwas,
das ich nur dachte.
Aber ja, ich glaube nicht.
Ich glaube nicht.
Und da bin ich befreit.
Da bin ich wirklich befreit.
Und es ist auch, ja, dann war es schambehaftet.
Scham heißt ja, ich bin nicht genug.
Ich, ja, es ist nicht gut.
Ich bin nicht gut oder so.
Ich bin falsch.
Ja, ich bin falsch, genau.
Und das ist nicht mehr.
Ich bin nicht mehr falsch.
Ich bin nicht mehr falsch.
Also wirklich auch, dass du das über dich auch
so sagen kannst.
Und du hast es gerade beschrieben,
es war wahnsinnig herausfordernder Weg.
Du musstest es akzeptieren lernen.
Und ich glaube, das ist wirklich auch der Punkt,
wenn jetzt auch Frauen hier zuhören und sich
denken, ja, aber wie denn?
Wie geht das denn?
Und ich glaube, das meiste,
was ja wirklich dann auch hochkommt und du hast
es beschrieben, weil oft ist ja die Essstörung
auch dafür da, schwierige Gefühle eben auch zu betäuben.
Und wenn die hochkommen und die kamen bei dir
ja durchaus auch in einigen Situationen hoch,
wo Verunsicherung kam, sei es durch einen Kommentar
oder weil die Hosen nicht mehr gepasst haben
oder der Bauch sich verändert hat,
der Körper sich einfach insgesamt verändert hat.
Das erzeugt ja wahnsinnig viele Gefühle auch.
Und die meisten haben, glaube ich,
wirklich auch Angst vor diesen Gefühlen.
Und ja, vor wie gehe ich denn dann damit um,
wenn ich jetzt ja nicht mehr die Essstörung habe,
um die vielleicht auch wieder zu betäuben.
Und was du beschrieben hast,
war ja genau dieses, dass du dir letzten Endes
auch erlaubt hast, die zuzulassen,
anstatt sie wegzudrücken.
Wie, oder kannst du sagen,
wie war das für dich?
Oder was hat dir geholfen,
dann gerade in diesen herausfordernden Momenten,
das eben auch auszuhalten,
weil am Anfang ist es, glaube ich,
eher ein Aushalten, anstatt eben zurückzugehen,
was gefühlt erstmal leichter wäre.
Und glaube ich, auch einer der größten Triggerpunkte
ist, wenn wir so meinen,
okay, Hose wird zu eng, okay,
doch wieder zurück.
Wie hast du es da geschafft,
durch diese wirklich schwierigen Gefühle durchzugehen?
Also erstmal hat die Gruppe mir sehr gut geholfen.
Also wir waren sehr offen und ich habe auch da
hineingeschrieben, dass auch mit der Zunahme
und so, vor allem der Bauch,
man wurde einfach verstanden,
weil es ging ja nicht, ich bin nicht alleine da.
Und auch, ja, da durchzugehen,
genau das ist die Recovery oder da durchzugehen,
zu heilen, den Körper zu heilen,
das Gedächtnis zu heilen,
die Essstörung zu heilen,
dass all das, das Leben,
das einfach so viel mehr wert ist.
Und dann ist das einfach auch so,
habe ich mir gestern auch ein Thema,
was habe ich für eine Option?
Was habe ich für eine Option?
Also will ich wieder zurück? Nein.
Also es ist wie das Nadelöhr.
Ich war da, ich steckte da drin,
ich sah die andere Seite oder die Vielfalt,
das Schöne, einfach die Gelassenheit,
dass man noch viel mehr wer und noch viel mehr
da sein kann.
Und das sah ich, ich war aber noch nicht durch,
weil es eher mit Angst und alles.
Du bist noch an der Engstelle das Nadelöhr festgesteckt,
aber die Nase hat schon mal rausgeschnuppert.
Genau, die Nase hat schon geschnuppert.
Und da wieder zurück, da all das,
was ich mir erarbeitet habe, nein.
Und es geht auch um das Nervensystem zu trainieren,
weil irgendwann wird das wie normal.
Irgendwann wird das wie normal.
Ich nehme jetzt das Grosso.
Also das ist da nicht mehr speziell.
Und es geht einfach immer trainieren,
trainieren, trainieren, trainieren.
Nicht nur einmal, x-mal,
x-mal, x-mal das Gleiche halt.
Bis es einfach normal ist.
Bis man den Mut wirklich auch,
es gehört einfach dazu.
Es gehört einfach dazu.
Auch, ich hatte Mühe mit Marmelade,
das braucht es doch nicht.
Das ist zu unnötig, zu viel Zucker.
Was soll das?
Man kann das nicht auch
weglassen.
Mein Opa hat so viele selber
gemachte Marmelade, die
er mir mitgegeben hat.
Und ich habe
sie wieder geliebt.
Wie kann das sein?
Wie kann das sein, dass ich das wieder liebe?
Wie kann das sein, dass ich einfach wieder ein
Schokolade essen kann?
Oder dass ich einfach, ja,
ich habe von Klienten manchmal auch so etwas
mitbekommen, dafür auf dem Weg,
so dann habe ich das auf dem Weg gegessen und
ich habe mir gesagt, wie kann das sein?
Und es ist einfach schon auch,
die Gruppe hat mich sehr motiviert,
weil ich hatte dann irgendwie auch wieder etwas posten können.
Oder ich hatte dann wieder schreiben können,
ah, ich habe das geschafft.
Ja, das wirklich auch zu feiern mit Menschen,
die das verstehen.
Weil wenn das jetzt jemand hört,
der keine Essstörung hat,
denkt sich, hell Marmelade?
Ja, gehört doch aufs Brot oder Brötchen drauf.
Wo ist jetzt, verstehe ich den Punkt nicht.
Dort hast du halt wirklich Frauen,
die erstens das gleiche Ziel haben.
Also ich weiß nicht, du hast ja auch durch die
Klinikserfahrung, ich finde immer Klinikgruppen
und so eine Recovery-Gruppe,
wo du ja auch wirklich rein investiert hast.
Und zwar Zeit und Geld.
Da sind einfach doch auch nochmal andere Menschen,
die auch was wollen.
Also die, wie du auch, ja,
jeder an einem anderen Punkt.
Aber die eben sagen, Mensch,
ich will was.
Wir gehen in die gleiche Richtung.
Wir gehen gemeinsam.
Ich verstehe dich total,
weil bei mir ist es vielleicht nicht die Marmelade.
Wir haben ja auch vorhin schon festgestellt,
für den einen ist das voll das Safe-Food,
für den nächsten ist das,
oh mein Gott, Hilfe, keine Ahnung,
je nachdem, welche Regeln da vielleicht auch ist.
Und trotzdem ist da dieses krasse,
tiefe Verständnis und was du ja auch immer wieder
gemacht hast, ist eben den Mut auch aufzubringen,
dann zu sagen, okay, und das teile ich jetzt.
Ja, also es ist auch so,
ich hatte ja immer in meinem Sack so irgendwie
Gummibärchen dabei, in meiner wirklich tiefen,
also einfach diese Restriktion,
damit der Blutzucker aufrechterhalten wird.
Und ich hatte einfach so ein gestörtes Verhältnis.
Ich hatte natürlich immer wieder gesnackt und Einigkeit gegessen.
Und schließlich wusste ich ja gar nicht,
was ich alles im Tag gegessen hatte.
Und ich habe jetzt einfach da,
ich wieder einfach wieder gute Portionen essen,
habe ich einfach gar keine Lust auf so kleine, wenige.
Ein Gummibärchen da, ein Gummibärchen da in einer
Stunde oder so.
Weil mein, weil einfach,
weil mein Hirn irgendwie auch nicht darauf reagiert,
weil ich einfach gar nicht mehr das brauche. Ja. Ja.
Und das ist schon, also früher konnte ich irgendwie
Aribo oder so nicht vorbeigehen bei Lolli.
Keine Chance, ich musste da rein.
Es war wirklich eine Sau.
Und heute, ja, ich kann es essen,
aber es ist nicht mehr ein Muss.
Es ist wirklich nicht mehr ein Muss.
Nur, also einfach, ich will nur damit sagen,
dass es, dort war es, ich hatte so viel gesnackt.
Ich hatte einfach nie richtig gegessen.
Und jetzt, wo ich richtig esse,
brauche ich das gar nicht mehr.
So diese Snacken, diese dauernde Kleinigkeit, da man...
Auch eine super wertvolle Beobachtung.
Danke da auch fürs Teilen,
weil ich glaube, das ist doch so eine der größten Ängste.
Wenn ich mich da dann nicht zügeln kann.
Und weil wir wissen ja, also mir war es ja auch
so, dass ich so viele kleine Sachen oder ich
habe so von der Kuchenspitze mal was gegessen.
Ich wollte auch den Geschmack haben.
Und das war eigentlich genau das,
was mein Körper auch gebraucht hätte.
Und so dieses ständige, manche nennen es ja auch
Grasen, so dieses immer mal wieder was Kleines,
was sich erstmal weniger bedrohlich anfühlt.
Aber der Körper kriegt eigentlich ja nie das
wirklich, was er braucht.
Und gleichzeitig hat man dann das Gefühl,
ich kann mich den ganzen Tag nur vom Gummibärchen
ernähren, weil das ist ja das,
wo ich den ganzen Tag dran vorbeikomme.
Und wenn der Körper aber hat,
was er braucht, also ich war auch total überrascht,
also da hatte ich eine ähnliche Erfahrung,
dass ich gedacht habe, hä?
Ich sage, früher, also ich habe mich ja gefühlt
von Süßigkeiten und Chips wirklich ernährt.
Und ja, nicht nur gefühlt ist es,
es war wirklich so.
Und dachte, das kann ich nicht im Haus haben.
Also so dieses Misstrauen.
Und heute, also da stehen wirklich Sachen auf dem Tisch.
So die Celebrations-Boxen mit den vielen Kleinen und so.
Und ich so, ja, hast du jetzt Bock drauf?
Ja, irgendwie gerade nicht.
Und dann bin ich manchmal irritiert davon,
dass ich keinen Bock drauf habe und das vor meiner Nase steht.
Und dann probiere ich es manchmal und denke mir
so, ja, zweites Stück Schokolade.
Und es ist aber nicht mehr,
also dieser ständige Gedankenkreislauf,
darf ich noch eins, wie viel habe ich vielleicht
schon gegessen oder ist es zu viel?
Und das terrorisiert einen ja auch.
Wenn der Körper wirklich regelmäßig ausgewogene
Mahlzeiten bekommt, wo einfach alles dabei ist.
Und ich sage immer so schön,
auch so diese Fun-Foods,
einfach ein ganz normaler Bestandteil sein kann,
dann geht nichts ins Extrem.
Weil wir eben ja auch die Beziehung zu diesen
Lebensmitteln heilen, zu unserem Körper heilen
und der gar nicht mehr in dieses,
ich meine, damals war es ja wirklich,
du hast es gesagt, für deinen Blutzucker.
Natürlich sagt der, ey, hab bitte irgendwas dabei.
Das ist das hochattraktivste Lebensmittel,
so ein Gummibärchen, weil im Zweifel rettet einem
das wirklich das Leben, wenn man unterzuckert.
Das heißt, es ist ja auch völlig logisch,
dass dein Körper so reagiert hat.
Und so ermutigend aber auch zu hören,
dass es halt, ja, du kannst sie jetzt essen,
wenn du möchtest.
Aber dieser Reiz oder dieses wirklich,
ich brauche das, hat völlig,
also so wie du es beschrieben hast,
ja wirklich auch diese Macht verloren.
Ja, also das hätte ich nie gedacht.
Ich war irgendwie so in dem auch gefangen.
Ich dachte, ja, also ich brauche das einfach.
Ich kann da gar nicht darüber hinweg,
weil ich glaube.
Und das war ja auch so.
Dein Körper hat das ja faktisch auch gebraucht,
weil wie soll er dich denn sonst am Überleben halten?
Stell dir vor, du hättest es nicht gemacht.
Es ist so, ja.
Also dein Gefühl hat dich nicht mal getäuscht.
Nein, nein, nein.
Und trotzdem hast du deinem Körper geholfen,
ein neues Gefühl auch zu bekommen,
nämlich das von echten Genährtsein,
Sättigung, Wohlgefühl.
Ja, ja, ja.
Ja, es war auch so, also der mentale Hunger,
da ist schon so, den nachzugehen.
Das war auch noch eine, ich hatte nie gedacht,
dass dieser eigentlich da ist.
Weil ich war im Job sehr engagiert,
sehr viel Verantwortung immer und so.
Da dachte ich, okay, ja,
der ist ja da.
Also ich denke ja dauernd an Essen und nicht
Essen und wie kann das sein und auch diesen nachzugehen.
Und auf einmal hat man irgendwie so einen Hunger.
Also da, ja, ich hatte am Anfang so,
dann irgendwie dachte ich,
ja, wann gehen die nach oben so schlafen,
was ich auch eigentlich noch habe.
Und ich brauche jetzt noch etwas.
Auch das Ungewohnte, oder man darf ja nicht sehen,
dass ich jetzt nochmals etwas nehme.
Und da war auch einfach,
und die Seele hatte das gar nicht.
Also ich habe auch schon gesagt,
also ich bin da sehr ehrlich,
habe ich zu meinem Sohn gesagt,
also ich nehme, jetzt habe ich immer noch Hunger.
Also sorry, ich muss, ich brauche noch etwas.
Und dann sagt er, ich meine,
ich sehe da gar nicht, was du alles nimmst.
Ein schönes Beispiel. Ja, genau.
Das war schon auch das Zugeständnis.
Ja, ich habe jetzt noch Hunger.
Es ist wirklich noch da.
Und dann auch wirklich den Nachzugehen,
ist auch, das gehört dazu.
Das gehört wirklich dazu.
Und auch, was passiert mit meinem Körper?
Es passiert gar nichts.
Also ich werde nicht von einem Tag auf den anderen,
keine Ahnung, wie viel zunehmen.
Das ist einfach nicht möglich.
Es ist einfach nicht, nicht möglich.
Und ja, das auch.
Ich habe da, am Anfang habe ich das mit dem Gewicht,
habe ich gemacht, einfach zum Sehen,
wie geht es, geht es vorwärts oder nicht.
So, wir haben das miteinander besprochen.
Ich habe da zweimal, also einmal in der Woche einfach
diese Wiegetab, am Samstag war immer, ja.
Und da kam ich an einen Punkt,
da steige einfach, es ist nicht gut für mich.
Also es ging nach oben, es war die richtige Richtung.
Und dann habe ich für mich gesagt,
wir haben zusammen das auch so besprochen,
dass ich einfach aufhöre,
dass ich aufhöre mit dem Wiegen.
Und ich habe das wirklich dann auch so gemacht.
Ich habe mich nicht mehr gewogen und ich weiß
bis heute nicht, wie viel.
Es ist auch so egal, was ist das Gewicht?
Das ist eine Zahl, okay.
Es sagt aus, wie die Schwerkraft ist zur Erde.
Das ist es.
Ja, ganz genau.
Und das ist auch ein wichtiger Punkt,
den du sagst, weil das prüfe ich tatsächlich
sehr individuell und bin da auch nie,
dass ich sage, so Schablone auf dich drauf.
Jeder muss sich jetzt nicht mehr wiegen oder
muss sich wiegen oder keine Ahnung,
was würde ich nie machen,
sondern das ist ja auch das,
was Coaching so individuell macht,
auch nochmal im Unterschied zur Gruppe,
weil da ist es einfach auch mit dem Tipp nicht
getan, soll ich jetzt oder soll ich nicht.
Es kommt halt wirklich darauf an.
Und bei dir habe ich sehr,
sehr schnell gesehen, dass es wirklich für dich
und deine Recovery genutzt hast,
um eben zu sehen, geht es in die richtige Richtung.
Und als du aber gemerkt hast,
okay, ja, das tut es.
Und diese Verhaltensweisen, die ich mache und
die ich ja eh beibehalte,
weil da war deine Klarheit einfach auch schon
so krass verwurzelt, dass die Waage letzten Endes,
also das Risiko, dass sie irgendwann einfach
zu einem zu großen Trigger wird.
Das war ja auch.
Also ich muss immer sagen,
dein und meine Recovery,
die haben unglaublich viele Parallelen,
weil ich es auch damals tatsächlich nicht geschafft
habe, mich blind wiegen zu lassen.
Und ich dachte, nee, ich will ja dann schon wissen.
So dieser Kontrollwunsch war ja schon da.
Und ich aber gedacht habe,
an einem bestimmten Punkt,
ich hatte auch so zwei Zielgewichte,
was eh totaler Bullshit ist.
Ich halte von Zielgewichten auf einer Ebene gar nichts klar.
Also der erste war aus dem Minimum BMI,
den wieder zu erreichen,
dass ich arbeiten durfte.
Der zweite war, was wahrscheinlich mein gesundes Gewicht ist.
Und dann hat das für mich so überhaupt keinen
Sinn mehr ergeben, weil ich gedacht habe,
woher will denn meine Therapeutin wissen,
wo mein gesundes Gewicht ist?
Das kann ja nur einer wissen,
nämlich mein Körper.
Und klar, es macht Sinn,
natürlich gerade am Anfang zu gucken,
ändert das vielleicht was?
Manchmal gibt es ja auch erstmal so einen Vertrauensvorschub
von, krass, wie viel kann ich eigentlich essen,
ohne dass auf dieser Waage überhaupt was passiert,
weil der Stoffwechsel ja auch wieder angeht,
weil wenn wir mehr essen,
wir ja auch mehr Energie wieder benötigen,
um das Essen zu verdauen.
Also das sind ja Sachen,
die unser esgestörtes Ich total ausblendet.
Das heißt, es ist oft gar nicht so einfach auch.
Oder klar, vielleicht auch am Anfang sprunghafter,
aber es balanciert sich auch ein.
Und final brauchen wir die Waage ja gar nicht.
Also du hast es ja wirklich als Sicherheitspuffer
eingebaut im Sinne von, geht es in die richtige Richtung?
Ich weiß aber, dass es nicht für jeden der Weg
ist, weil eben auch zu sehen,
oh Gott, da tut sich was und dann geht es gleich wieder zurück.
Das war mein Problem am Anfang ja auch,
als ich gesagt habe, und du hast von sowas ähnliches
gesagt, ich weiß doch eh,
dass ich gesund werden will.
Und da gehört das nun mal dazu.
Und gleichzeitig triggere ich mich aber nicht
über die Maßen hinaus, wenn ich,
ich sage mal so, diesen Anfangsschwung auch gefunden
habe und weiß, okay, der Weg zurück ist für mich
nicht mehr verhandelbar.
Ich sage zwar immer, wir könnten jederzeit zurück.
Ich wette, auch du könntest jederzeit zurück,
wenn du das jetzt wirklich wolltest.
Aber es ergibt halt irgendwann keinen Sinn mehr.
Nein, auf jeden Fall nicht.
Und dann die Trigger eben wirklich auch zu reduzieren.
Und das ist aber wirklich was,
wo ich auch mit jeder Frau einzeln schaue,
was ist ihr Weg, was passt für sie vielleicht auch.
Und für dich hat es genau so funktioniert.
Und irgendwann kommt ja auch dieser Punkt,
wo man merkt, es gibt ja trotzdem noch andere Sachen.
Also wenn ich jetzt jeden Monat einkaufen gehe,
dann weiß sie schon, tut sich wahrscheinlich noch was.
Aber das merkt man ja auch,
dass man irgendwann die gleiche Hose vier,
fünf, sechs Mal anziehen kann.
Oh, und es bleibt dann vielleicht auch irgendwann
so.
Hast du diesen Punkt gemerkt,
dass sich der Körper, obwohl du die Waage nicht
mehr hattest, also wie du dir eine andere Art
von Sicherheit auch erschaffen hast?
Ja, es ist dann, also erstens,
ich habe mich, also im Spiegel so,
habe ich eher gemieden am Anfang,
weil ich nicht so umgehen konnte mit der Zunahme,
mit dem Körper, mit der Wahrnehmung.
Aber einerseits war es auch,
es war so ambivalent.
Andererseits war es schön so.
Und auch mein Mann hat gesagt,
ja, du siehst gesund aus.
Und das war dann für mich,
er weiß, dass es schwierig ist,
das Thema, das mit gesund aussehen und so.
Aber ich weiß, wie er es gemeint hatte.
Und ich kann wirklich jetzt gut damit umgehen.
Und auch ich bin viel resilierter.
Also mit der Zunahme, ich fühle mich einfach
resilierter, stärker, einfach auch angenommen.
Das Mentale ist da viel,
viel stärker da, dass ich mich selber bin.
Und das ist auch so, das wollte ich ja auch herausfinden,
wie lange geht das, dass mein Körper dann das
Ziel erreicht hat und nicht mehr dauernd zunimmt.
Und das kann ich nur machen,
wenn ich es wirklich mache,
wenn ich wirklich ins Tun komme.
Und jetzt, ja, es geht auch um Akzeptanz mit der Zeit.
Irgendwann ist es einfach normal,
dass man so aussieht.
Und das Gehirn braucht ja einfach auch Zeit,
weil klar, am Anfang, ich meine,
das hat ja mit einer normalen Gewichtszunahme
oder so Schwankungen, die man einfach in einer
natürlichen Set-Range auch hat,
weil unser Körper ist ja auch eh schon mal nicht
dafür gemacht, in einem statischen Bereich zu
sein von genau x Kilo zum Beispiel,
sondern hat ja eh schon einen Schwankungsbereich.
Aber das, was am Anfang in der Recovery passiert,
hat damit ja nochmal gar nichts zu tun,
weil der ganze Körper einfach ja so am Heilen ist.
Dann kommen die Wassereinlagerungen.
Dann entscheidet der Körper,
wo brauche ich denn jetzt wirklich auch erstmal
die Energie am meisten.
Wo brauche ich vielleicht den Puffer am meisten?
Wo lagere ich das an?
Das ist übrigens auch nicht bei jedem gleich.
Also ich weiß noch, was ich für einen Bauchfokus
hatte, weil ich immer gehört habe,
das geht alles an dem Bauch.
Und dann habe ich den Bauch angeguckt und dachte,
naja, das geht eigentlich.
Und rückblickend ist mir aufgefallen,
dass es bei mir halt viele Wassereinlagerungen
im Gesicht gab, die ich gar nicht mitgekriegt
habe, weil ich den Fokus so anders hatte.
Und da ist jeder Körper einfach so individuell.
Und gerade am Anfang, und da ist es auch wirklich
wertvoll, was du sagst, du hast die Spiegel einfach
auch erstmal gemieden.
Klar, irgendwann ist es auch nicht das Ziel,
den für immer zu meiden.
Aber die Frage ist ja, nehme ich mich dann dabei
auseinander und mache es mir noch schwerer?
Oder ist es wie so eine Expositionstherapie?
Okay, ich gewöhne mich einfach auch irgendwann dran.
Also die ersten Male auch so in einem Fahrstuhl
oder so, für mich waren ja auch so,
Hü, Beine, wo kommen die denn her?
Was ist das denn?
Sind das meine?
So total verworren irgendwie.
Und jetzt, acht Jahre später,
das sind halt meine Beine. Genau.
Und das Gehirn gewöhnt sich dran.
Und das ist das Wichtigste,
weil da wirklich dran zu bleiben und eben nicht
zurückzugehen, bevor dieser Prozess stattfinden konnte.
Und das Gehirn, das als Neues normal wirklich
auch gespeichert hat, weil dann kommt diese Erleichterung.
Dann kommt auch die Gelassenheit.
Und ich würde sagen, auch perspektivisch,
also bei mir war es zumindest so,
du korrigier mich oder guck,
wo du da vielleicht auch gerade stehst,
weil es ist nun mal auch ein Prozess.
Und du bist auf einer Ebene ja trotzdem noch
drin, weil es einfach auch braucht,
bis das Gehirn das wirklich alles als Neues normal verifiziert hat.
Aber ich hatte dann wirklich diesen Moment,
wo ich gemerkt habe, Mensch,
da ändert sich gar nicht mehr wirklich groß was.
Also ja, so mal vielleicht so ein bisschen,
aber hat jetzt oder hat nicht.
Es verliert auch die Relevanz,
weil so viele andere Dinge ja wichtiger werden.
Und einfach auch hinzukommen,
wenn wir eben nicht mehr den ganzen Tag,
du hast es vorhin schön beschrieben,
mit diesem mentalen Hunger und diesen ständigen
Gedanken rund ums Essen und ums Leisten und Funktionieren beschäftigt sind.
Dann ist der Körper ja auch gar nicht mehr dieser Fokus.
Ja, und auch Vertrauen im Körper zu bekommen.
Also der Körper, er nimmt nicht unendlich zu.
Er nimmt nicht unendlich zu.
Und auch das, was ist mein Setpoint?
Wo ist dann, wer bin ich?
Also nicht, wer bin ich?
Also das ist so auch das.
Es darf, also das Gesunde,
der gesunde Anteil darf immer lauter werden.
Und das ist das,
irgendwann
wird er
einfach
so stark.
Und es heißt nicht,
dass kämpfen, kämpfen gegen die Erstörung,
kämpfen gegen den esgestörten Anteil,
das ist so eine enorme Erkenntnis.
Ich muss nicht gegen die ankämpfen.
Es ist ein Teil von mir,
der hat in dieser Zeit mir geholfen.
Er hat mir Sicherheit gegeben in dieser Zeit.
Ich brauchte es, weil ich einfach da diesen Halt spürte.
Aber jetzt nicht mehr.
Ich brauche das nicht mehr.
Und er kann hinten Platz nehmen.
Ich kann das Steuer übernehmen.
Er kann immer leiser werden.
Ist manchmal jetzt noch schwarz da drin, so klar.
Aber er darf einfach, ich übernehme das Z,
ich übernehme das Steuer.
Und er ist hinten, er ist gehört zu mir,
er war mal gut, er hat mir mal gut getan.
Also ich brauchte das mal so,
aber jetzt nicht mehr.
Ich kann loslassen.
Und das war eine enorme Erkenntnis.
Ich dachte immer, ich muss kämpfen,
ich muss dagegen, das ist schlecht,
das nein und so.
Und er hat mir so viel Sorgen und so viel gesundheitliche
Problematik verursacht.
Nein, das ist einfach gut.
Es hat es gebraucht, aber jetzt bin ich bereit,
da zu sagen, nein, du kannst jetzt hinten Platz nehmen.
Und das ist so eine wertvolle Botschaft auch,
weil das ist ja genau das,
was nicht funktioniert.
Du hast es gesagt, er hat dir was gegeben,
er hatte eine Funktion für dich.
Und dann dagegen anzukämpfen,
das ist ja wie, weiß ich nicht,
du hilfst jemandem und auf einer Ebene stellt
er sich auf einmal gegen dich und sagt,
oh, die Renata, die finde ich jetzt aber doof.
Also auf einmal will ich die aber nicht mehr haben.
Und du hast im besten Wissen und Gewissen dieser
Person geholfen mit den Mitteln,
die du halt hattest, die vielleicht aber etwas
gesundheitsschädigend waren.
Ich treibe jetzt mal kurz,
aber da wirklich zu sagen,
okay, und diese Angst, was zu verlieren,
die ist ja auch groß.
Und du hast aber gerade gesagt,
ja, dein gesundes Ich, das sitzt jetzt am Steuer.
Also wenn wir uns das vorstellen wie so ein Auto,
dein gesundes Ich sitzt jetzt vorne,
dein esgestörtes Ich sitzt hinten,
hat vielleicht manchmal noch so eine Idee,
so, warte, warte, wäre vielleicht jetzt sollten wir nicht.
Und vorne, ich habe alles in Griff.
Keine Sorge, darfst mitfahren,
aber ich lenke, ich steuere für das,
was uns heute gut tut.
Und damit bekommen ja beide,
was sie wollen.
Das heißt, es passiert ja nicht,
wenn wir in einem Kampf und im Widerstand sind,
weil ich sage immer, das,
was wir bekämpfen, wird lauter.
Was du beschreibst, ist aber,
es wird leiser, es sitzt hinten,
es beobachtet, es erfährt immer mehr Sicherheit.
Auch das, was du mit dem Nervensystem vorhin
auch beschrieben hast, durch diese Erfahrung,
die du dir eben auch erlaubt hast,
durch das Machen, hat dieser Anteil auch gelernt,
ah, heute ist es sicher,
ah, heute brauche ich das gar nicht mehr.
Weil ja, früher hast du es gebraucht.
Und es ist sowohl als auch wirklich auch anzuerkennen
und so sagen, ja, dafür war es gut,
aber heute stärke ich diesen gesunden Anteil
mit diesen neuen Entscheidungen.
Das ist genau das, was dich auch hierher gebracht hat.
Ja, und ich habe ja diese Sportpause gemacht.
Ich habe mich dann eigentlich noch schnell bei
der Redis-Cour gemacht.
Ich habe einfach gedacht,
wenn, dann will ich das machen,
in geschütztem Rahmen.
Wenn ich das jetzt nicht mache,
klappt das eh nicht, weil ich hatte so einen
extremen Bewegungsdrang.
Ich machte dann auch, schrieb das auf.
Ich sagte, ja, ich nehme mal die Zeit,
diese sechs Wochen, keine Sport.
Und ich habe das dann durchgezogen.
Und was ich dort gespürt habe,
es war einfach so eine Müdigkeit.
Ich war so müde, dass ich dann irgendwie erst
dann so bemerkt habe, dass ich einfach nicht mehr mag.
Das ist das Erste.
Und das Zweite ist natürlich,
man hat mehr Zeit.
Was mache ich mit dieser Zeit?
Aber durch das, dass ich diese,
ja, es war schon sehr intensiv,
auch das mit der Gruppe,
sich mit dem alles auseinanderzusetzen,
die Retory und so, brauchte ich einfach auch diese Zeit.
Ich malte auch, kam einfach mehr in die Ruhe.
Aber es ist so spannend,
umso mehr Energie kommt,
umso weniger eben Bewegung.
Nicht am Anfang.
Am Anfang ist erstmal so, was passiert?
Und gerade in so einem Umfeld,
wo ja irgendwie gefühlt jeder,
ob sich bewegt, Sport macht oder keine Ahnung,
was macht, da das Gegenteil zu machen.
Du hast auch das ja aus dir heraus gemacht.
Und das ist so ein Satz,
der ist mir auch hängen geblieben,
den du gesagt hast.
Du hast mal, ich auch im Soulgroup-Forum,
hast du, glaube ich, geschrieben gehabt,
dass es dein Körper, dein Leben und deine Verantwortung ist.
Und dem fand ich wirklich stark.
Kannst du sagen, wie du an diesen Punkt gekommen
bist und was sich dadurch durch deine Recovery
auch verändert hat?
Ja, der Schlüssel war natürlich auch,
ja, ich bin mehr als 50 Jahre alt.
Ich war also mehr als 30 Jahre in der Erstörung.
Und eben das Wort,
der Satz, es geht schon,
es geht schon, es geht schon,
es geht eben nicht.
Also es ist da, was im Inneren,
im Körper stattfindet, das ist nicht in Ordnung.
Und ich habe das auch festgestellt an der Blutuntersuchung,
dass es einfach so ist, dass es nicht in Ordnung
ist, was ich getan habe.
Und wenn diese Blut zeigt,
ist es ja wirklich schon fortgeschritten.
Ja, und das ist einfach so.
In jungen Jahren denkt man immer,
ja, man denkt ja nie, mir passiert das.
Also man hat auch das Gefühl,
man lebt ellenlang, man wird sicher mal 70,
80 oder keine Ahnung.
Oder ich werde sich dann nicht ableben oder man
hört dann so Schicksalsschläge und dann denkt
man immer, ach, was läuft da?
Ach, man ist dann traurig,
dass es so passiert ist,
aber dass es mir passieren könnte.
Und das ist eine ganz schwere Erkrankung.
Ich hatte ja einen Puls,
also so einen niedrigen Puls.
Da hatte ich dann wirklich eine Zeit lang Angst.
Aber ich hatte das alles auch wieder verdrängt.
Und ja, das war schon einfach,
man spielt so mit dem Leben.
Man spielt so mit dem Leben.
Und ja, das ist umso früher,
umso besser, denke ich.
Also es ist auch egal, welches Alter,
schlussendlich, wenn man auch 60 oder 70 Jahre
ist und sich nochmal dazu bewegt,
in die Heilung zu kommen,
in die Recovery zu kommen.
Das ist jederzeit so wichtig,
dass man es wirklich den Weg macht.
Und das ist egal, in welchem Alter,
aber ich will nur damit sagen,
der Körper, der Zeit ist erst irgendwie alt,
einfach, wenn es gar nicht mehr geht,
wenn es wirklich zu, zu,
ja, am Limit ist.
Und auch jetzt, er hat so viel regeneriert.
Ich kann meinem Körper so dankbar sagen,
dass er das so kann.
Einfach, ja, weiß auch nicht.
Das ist so ein Wunder, auch wie das möglich ist,
dass der Körper auch regenerieren kann,
auch das Gedächtnis regenerieren kann.
Aber irgendwann einfach nicht mehr.
Also das muss man auch sehen.
Und das war der Punkt, dass ich einfach gesagt
habe, ich muss jetzt meinen Körper Sorge tragen.
Und ich habe so viel einfach geschadet.
Also wirklich mein Körper geschadet.
Und es ist wirklich krass auch,
was du beschreibst, wie verzeihend er ist.
Und es ist wirklich, also teilweise auch erstaunlich,
wie viele Dinge wirklich rückgängig machbar sind.
Aber er hat eben trotzdem auch Grenzen.
Und ich sage immer, es ist so wichtig,
dass wir nicht weiter russisches Roulette spielen
und gucken, so schafft das noch oder schafft das nicht.
Weil natürlich mehrere Warnsignale,
die dein Körper wirklich eindeutig gesendet hat.
Also von niedrigem Puls,
ich sage immer, ja, fünfmal oft tut das ja nicht.
Ich bin so sportlich.
Nein, das ist dann auch nochmal was anderes.
Kann man auch beim Arzt ja testen lassen.
Die Blutwerte, die Gedächtnisleistung.
Also er hat ja wirklich auf ganz,
ganz vielen Ebenen schon geschrien.
Und das, was passiert ist,
ist eben nicht nur die körperliche Heilung,
nicht nur, dass du Lebensmittel wieder essen
kannst, was ich auch total beeindruckend fand.
Also diese, oh ja, ich mache die Woche mal eine
Käsewoche und die ganze Gruppe mit dir überlegt
hat, welche Käse kann man denn noch haben?
Und du einfach da so, ja,
dir auf der einen Ebene diese Freiheit geholt
hast, damit aber auch die Heilung für deinen
Körper ermöglicht hast.
Und ich glaube gerade auch diesen Punkt,
ich weiß nicht, mal angenommen,
wir würden das jetzt oder Renata von vor zwei
Jahren würde jetzt zuhören.
Was würde die sagen, was sie sich vielleicht
gar nicht vorstellen kann?
Oder was würdest du ihr vielleicht auch gerne
sagen, wenn die sagt, hä,
was erzählt sie denn da?
Das kann doch gar nicht sein.
Da kommt jetzt was schon so lange drin und jetzt
erzählt sie mir hier was von Freiheit und von
Buttercroissants und von Nudeln und von,
sie spricht jetzt hier in einem Podcast,
wo sie sich doch eigentlich immer nicht getraut
hat, sich zu zeigen und sich immer klein gehalten hat.
Also, hä, wie soll das gehen?
Was würdest du dieser Renata gerne sagen?
Ja, also es war wirklich an einem Punkt,
dass ich mich aufgegeben habe.
Ja, es ist schon so, ja,
ich muss jetzt handeln.
Also ich lebe jetzt einfach damit.
Ich kann gut damit umgehen.
Es ist alles gut.
Ich schaffe das eh nicht so.
Und das ist nicht so.
Also man kann wirklich, man kann es schaffen.
Man kann da rauskommen.
Egal wie lange, also egal wie lange die Erststellung ist.
Man kann es wirklich schaffen. Und ja.
man hat ja so viel Energie in die Erstörung gegeben
und jeder Mensch, der eine Erstörung hat,
der hat das, der hat einen so starken Willen.
Und diesen starken Willen hast du zum Umpolen
in das Gesunde.
Und du kannst es mit dem,
dass du einfach mit dieser enormen Ehrlichkeit
einfach dranbleiben, auch wenn es mühsam ist.
Und genau dort ist der Punkt,
genau dort, wenn es mühsam ist,
genau dorthin zu schauen und weiterzugehen.
Weil das, wenn es einfach ist,
ja, dann ist es ein Herumtümpeln.
Es ist wirklich, man muss ins Tun kommen.
Man muss einfach auch die Tools zur Hand nehmen.
Was ist da?
Was kann ich, dass es wirklich ins Umsetzen kommt?
Das ist wirklich möglich,
wenn man diesen Ehrgeiz auf das Gesunde lenkt.
Und das habe ich gemacht und es ist möglich.
Und das Nadel, die andere Seite,
ich würde ihr sagen, es ist so viel da,
Vielfalt, auch eben mit diesen Käsesorten.
Also ich habe da die Käsewoche gemacht.
Ich kaufe jetzt regelmäßig Käse ein.
Da habe ich nie gedacht,
dass Käse so fein sein kann,
so verschiedene Sorten.
Auch da, man geht vielleicht eher die Täke,
damit man nicht sieht, wie viele Kalorien da
drin sind und so einfach,
dass es trotz allem schwierig,
aber so auch besser geht zum Umsetzen.
So gibt es auch Möglichkeiten.
Einfach auch diese Tools,
aber es ist einfach, man muss ins Tun kommen.
Man kann nicht nur Podcasts hören und Bücher lesen.
Man hat ja so ein großes Wissen.
Da habe ich so ein großes Wissen gehabt.
Und ich habe mich immer damit beschäftigt.
Und wenn man sich damit beschäftigt,
dann ist etwas da.
Und der gesunde Anteil ist in jedem Menschen da.
Er ist nur so still, so halt im dunklen Kämmerchen.
Und dann muss man rausgucken.
Da darf stark sein.
Und das ist ja auch das,
was du letztendlich gemacht hast,
weil du kommst ja wirklich auch aus einer Beziehung
mit dir selber, wo du dich abgewertet hast,
dich klein gemacht hast,
so klein, wie letztendlich auch der gesunde Anteil
eine ganze Zeit lang war,
als der eben auch die Hoffnung verloren hat und
dich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes am
liebsten unsichtbar gemacht hättest.
Und heute erlaubst du dir aber genau das,
eben dich zu zeigen, einen Raum einzunehmen,
eine eigene Meinung auch zu haben,
für dich und deine Bedürfnisse,
also die überhaupt erstmal auch wieder wahrzunehmen.
Das war ja schon ein Riesenschritt,
weil sie einfach so lange unterdrückt waren.
Und aber eben auch denen jetzt nachzugehen und
dafür eben auch einzustehen.
Und das ist ja eine völlig neue Beziehung auch,
in der du eben dieses gesunde Ich ganz bewusst
gestärkt hast und auch gesagt hast,
du bist rausgegangen aus dem Ich höre das alles,
weil du hättest jetzt auch die neun Monate weiter
Podcast hören können.
Das ist gut, wir haben mehr Wissen,
aber dieses Wissen fruchtet eben doch erst,
wenn wir da wirklich durchgehen.
Was du beschrieben hast,
ist ja, du warst ja auch nicht alleine.
Du hast in der Gruppe auch nach den sechs Wochen
Rediscover entschieden, ich gehe da jetzt weiter.
Also deinen Satz fand ich ja auch krass,
den du gesagt hast, das ergibt ja jetzt überhaupt
keinen Sinn, nicht weiterzugehen.
Dann war ja alles umsonst.
Also wäre es zwar nicht gewesen,
weil du hättest Dinge mitgenommen,
aber du wärst nicht, wo du heute bist,
wo du gesagt hast, okay,
ich gehe in der Gruppe weiter mit diesen wirklich
unterstützenden Frauen und aber eben auch im
Eins-zu-Eins, wo wir an so vielen Themen,
die so ja gar nicht aufgefallen wären,
gerade eben diesem Regelwerk oder diesen Dingen,
die einfach noch dahinter stehen,
die auch aufzudecken, weil es geht eben,
wie gesagt, das Essen ist so die Spitze vom Eisberg.
Aber es ist eben so viel tiefer,
wo du dich getraut hast hinzuschauen und dadurch
auch eine völlig neue Beziehung zu dir entwickelt hast.
Wie würdest du sagen, fühlt sich denn diese neue
Beziehung zu dir auch an?
Ja, ich hätte nie gedacht,
dass das so möglich ist,
dass ich so eine Beziehung auch,
also jetzt habe zu mir selber, oder?
Und das, ich bin viel mutiger geworden, so.
Und auch, dass ich nicht mehr perfekt sein muss.
Also, dass auch nicht mehr irgendwie etwas,
ja, ich fühle mich einfach resilierter.
Das ist unglaublich, was gerade ich letztendlich gedacht habe.
Ja, es ist durch das, dass ich jetzt einfach
auch meinen Körper so richtig aufgebaut habe.
Man ist immer noch weiter dran.
Das heißt nicht, dass es zu Ende ist.
Es geht ja immer weiter.
Aber einfach, ich fühle mich viel beständiger,
viel resilierter, wie gesagt.
Und das ist, ja, das ist ein mental viel stärker.
Ja, und auch so, also auch wenn ich,
ich habe dich ja auch von Anfang an erlebt,
da hast du auch so eine kraftvolle,
ruhige Präsenz, wenn man dich jetzt so eben auch erlebt.
Also ich glaube, wenn ich dich jetzt vorher nicht
kannte, kannst du es dir gar nicht vorstellen,
so wirklich von diesem schüchternen,
so darf ich und ich weiß nicht und noch viel
entschuldigen, das ist gar nicht mehr.
Also wirklich auch im Außen diese Ruhe,
die du einfach auch ausstrahlst und die einfach
auch da nochmal zeigst.
Und ja, du hast recht, das ist ein Prozess.
Ich sage immer, auf einer Ebene hört es nie auf.
Ja, doch, die Recovery, die hört schon irgendwann auf.
Aber wir machen ja so viel mehr als das.
Weil letztendlich ist es eine krasse Reise in
die Persönlichkeitsentwicklung.
Und da kann ich bestätigen,
die hört tatsächlich nicht auf.
Was aber auch cool ist, finde ich jedenfalls.
Weil man sich einfach nochmal tiefer und nochmal
tiefer und nochmal tiefer kennenlernt und die
Beziehung zu sich selber eben einfach auch stärkt.
Und also meiner Erfahrung nach,
ich weiß nicht, ob dir vielleicht aufgefallen
ist oder ob du einen Unterschied bemerkst,
wie sie sich auch auf die Beziehung in deinem Umfeld auswirkt.
Sie haben einfach das mehr Vertrauen.
Also es ist nicht mehr gut,
sie haben nie so alt.
Es ist wie normal gewesen mit der Zeit,
dass ich halt sehr klein gegessen habe.
Es war einfach normal, oder?
Das war gar nicht mehr so.
Und auf einmal aß ich da mit und es war für sie
natürlich schon auch schön zu mitmessen und auch Einladungen.
Es ist einfach nicht mehr das,
oh nein, ich glaube, ich kann nicht kommen oder
ich habe irgendeine Ausrede gehabt oder so.
Man kann sich auch besser aus Gesprächen einlassen.
Und ja, das ist schon, das sehen sie enorm.
Also wir haben auch sehr gute Gespräche.
Auch meine Tochter hat gegessen,
gesagt, Mama, jetzt kann,
also wir haben noch eine Bekannte,
die ist im Ausland, sie ist über 80 und sie ist
manchmal, ja, halt erzählt sie,
ja, du siehst dünn aus und du isst halt nur Salate und so.
Und dann hat sie gesagt,
Mama, jetzt kann sie das nicht mehr sagen.
Das wird jetzt schwerer. Die Käsesalat. Ja.
Also das klingt nach deutlich mehr Entspannung,
auch Aufatmen, auch für deine Familie.
Weil klar, man auf einer Ebene,
und das merke ich auch immer,
und gerade umso länger man drin ist,
am Anfang irgendwie so, gerade so als Teenager,
macht sich das Umfeld ja noch viel, viel mehr.
Also nicht vielleicht mehr Sorgen,
aber sind noch ganz anders investiert da rein.
Und irgendwann wird es auch für das Umfeld normal.
Und dann aber zu sehen, oh,
jetzt verändert sich doch nochmal was.
Also für deinen Sohn muss das ja auch unglaublich
krass sein, dich jetzt so zu erleben.
Und du hast ja nicht nur dir ein Riesengeschenk
gemacht, sondern eben wirklich auch deiner Familie.
Also das ist ja wirklich auch,
ich sage immer Recovery.
Und egal wie wir losgehen,
also klar, er hat den Anstoß gegeben.
Aber du hast diesen Schwung wirklich für dich genommen.
Und letztendlich kommt genau dieser Schwung jetzt
in deine Familie auch wieder zurück und ermöglicht
euch ganz andere Lebensqualität.
Ja, ja, auf jeden Fall, ja.
So, um vielleicht zu langsam zum Ende zu kommen.
Ich könnte noch ewig mit dir quatschen.
Ich finde es einfach so inspirierend,
wirklich von deinem Weg und deiner Haltung und
deiner Einstellung zu hören.
Aber wenn jetzt hier bei uns eine Frau zuhört,
die vielleicht selber auch schon seit vielen
Jahren
oder Jahrzehnten,
wie auch du, mit ihrer Essstörung
feststeckt und überzeugt ist,
es sei auch für sie zu spät.
Also die vielleicht an so einem ähnlichen Punkt
ist von, ich habe es eigentlich schon aufgegeben,
ich arrangiere mich damit,
es läuft ja alles irgendwie.
Gibt es was, was du ihr gerne mitgeben würdest?
Ja, also wie gesagt, es ist wirklich,
also das kann ich echt in großer Ehrlichkeit
sagen, es ist nie zu spät,
nie zu spät, sich auf den Weg zu machen.
Egal wie alt du bist, 20,
30, 40, 50, 60 aufwärts,
egal, egal, es ist wirklich möglich.
Und wenn du diesen Podcast hörst,
ist schon ein Zeichen, dass irgendetwas nicht
in Ordnung ist und dass eigentlich der Wunsch
da ist, zur Heilung zu kommen.
Man muss einfach wirklich ins Tun kommen und
das ist so.
Man kommt da nicht drum.
Das ist so.
Aber ich möchte nochmal sagen,
all das, was man an, man hat so viel Energie
in das gesteckt.
Das ist da.
Dieser Ehrgeiz ist ja da.
Ein normaler Mensch, der macht mal eine Diät
und dann ist das wieder gut.
Oder hast du das Wochenende? Keine Ahnung.
Aber man hat ja das, diese enorme Ehrgeiz und
der auf das Gesunde zu lenken,
das ist wirklich da.
Und es lohnt sich.
Es lohnt sich für sich, für niemanden anders,
auch wenn du niemanden hast,
mit dem du darüber sprechen kannst.
Also auch wenn du niemanden hast,
eine Familie oder so.
Es ist, du musst für dich entscheiden.
Auch ich hatte für mich entschieden,
nicht schlussendlich.
Klar auch für meine Kinder,
aber schlussendlich ist es mein Körper,
mein Gedächtnis, mein Gehirn,
einfach mein Leben, meine Essstörung auch,
meine Recovery dann auch.
Und das einfach, ja, es lebt nicht zu kurz,
zu kurz, um das nur in dieser Bubble zu sein.
Also man sieht es erst dann,
wenn man da raus ist.
Also man sieht erst, man ist in dieser Blase
drin, man sieht keinen Ausweg,
aber man muss durch die Enge hindurch.
Das will ich sagen.
Aber ihr könnt es schaffen.
Das habe ich, ja, ich habe wirklich mich aufgegeben.
Ich war wirklich am Ende.
Also es war auch eine Abwärtsspirale dort dann auch.
Und da zum Glück habe ich mich dazu bewogen,
bei dir mich zu melden.
Ja, also ja, ich kann es jedem ans Herz legen. So stark.
Und auch, was mein Wort ist, ist Neugier. Neugierig.
Weil ich neugierig auch jetzt noch,
ich bin neugierig auf mehr,
neugierig auf noch anders. Ja, neugierig.
Ja, so schön.
Ich liebe dieses Wort.
Und damit kommen wir ja auch auf die Welt.
Sonst hätten wir ja nicht mal laufen gelernt oder irgendwas.
Und du hast das auch in der Showgruppe.
Du hast ja wirklich nochmal so zum Abschluss
ein Manifest geschrieben.
Das kann man ja wirklich nicht anders nennen,
was einfach auch nochmal so klar deinen Weg beschrieben hat.
Und du hast doch da gesagt,
es hat sich gelohnt, diesen Weg mit Angst und
mit Zweifeln zu gehen.
Also nicht ohne und nicht,
bis die weg waren.
Nee, die sind im Gehen ja verschwunden.
Und auch hier, dass du neugierig darauf bist,
was noch kommt.
Und was man bei dir sieht,
ist, du blickst einfach so klar nach vorne.
Deswegen frage ich dich jetzt einfach mal so
zum Abschluss, wenn du jetzt nach vorne schaust,
was ist denn das, was du sagst,
das möchte ich noch erleben?
Also worauf freust du dich?
einfach weiterhin diese Leichtigkeit zu erleben
und dass die Spontaneität auch,
dass Menschen kennenzulernen, weitere kennenzulernen,
Beziehungen zu erschaffen.
Es geht ja immer weiter,
man ist ja nie fertig, man kann auch neue Freundschaften
schaffen, die entstehen und und und.
Es ist so, das Leben hat noch so viel vor,
das weiß ich auch mit mir.
Egal wie alt ich dann schlussendlich werde,
ich hoffe, ich werde sehr alt,
aber das weiß man ja nie.
Und genau das, man weiß ja nie,
wie alt man wird.
Und auch immer im Moment,
nicht zu weit nach vorne blicken,
sondern wirklich im Moment auch.
Und es gibt anstrengende Zeit,
das ist auch, ich habe Kids,
da gibt es auch wieder verschiedene anstrengende
Situationen, aber auch da,
man ist dann einfach, ja,
man kann sie halten dann.
Und das, ja, es wartet.
Ich glaube, es wartet.
Ich weiß es nicht, aber ich denke,
es wartet noch viel, viel mehr.
Und ich bin neugierig, ich weiß es nicht. Ja, genau.
Auf jeden Fall.
Also ich kann es wirklich nur bestätigen,
weil wie gesagt, es ist auf einer Ebene für die
Recovery-Zeit, es ist ja überhaupt noch nicht lang.
Und du hast jetzt schon so,
so viel Freiheit und auch deutlich mehr Leichtigkeit erlebt.
Und ich verspreche dir und jedem,
der zuhört und diesen Weg einfach auch weitergeht,
was sich da für Türen noch auftun werden.
Du hast gerade was Schönes gesagt,
auch das Leben jetzt zu leben und gar nicht zu
weit und dann später und werde ich mal und irgendwann, nee, jetzt.
Weil ja, wir wissen es nicht.
Und ja, es werden auch weitere herausfordernde
Situationen im Leben kommen.
Also das ist ja auch etwas,
wo ich immer sehr, sehr ehrlich bin und sage,
okay, Recovery heißt dann,
ich habe dann keine Themen oder Probleme oder
keine Ahnung was mehr.
Aber wie wir damit umgehen,
das merkt man jetzt ja auch schon,
das verändert sich und das Leben eben nicht mehr
aufzusparen und nicht mehr nur in der Hälfte zu leben.
Nein, und ich muss sagen,
also die Recovery-Zeit, das ist einer meiner
wichtigsten Zeiten meines Lebens gewesen.
Also ja, das kann ich sagen.
Und auch, dass es so viel auch in der Gruppe
nachhaltig, dass es wirkt.
Also nachhaltig, dass es wirklich,
ich möchte auf keinen Preis mehr zurück.
Und das Investieren in mich,
endlich in mich zu investieren,
war so goldrichtig.
Endlich, wo ich immer gespart habe,
nur, also nur mir gespart habe,
das war also wirklich endlich.
Endlich habe ich in mich investiert.
Und auch die Zeit, als wir uns getroffen haben
in Jena, das war ein I-Pünktchen da drauf.
Also es ist so, das war so,
ja, ein unglaublicher Mehrwert.
Einfach dann euch in die Arme zu fließen,
Gespräche zu führen, ellenlang,
bis in die Nacht hinein.
Und ich habe noch heute Kontakt zu einigen.
Ja, und das hat mir schon,
also nachhaltig ist mir das in großer Erinnerung,
dieses Live-Treffen bei euch.
Ja, unser Soul-Globe-Live-Treffen, genau.
Wir hatten im Januar auch erst und das war hier
genau dieser Punkt, auch wirklich mal aus diesem
Online rauszukommen, weil es ist ja wahnsinnig,
wie viel Vertrautheit da auch schon entsteht.
Du hast es ja auch über die Gruppe per Zoom und
über das Forum letztendlich berichtet,
aber diese Persönliche, wirklich sich auch endlich
mal wirklich auch in die Arme zu nehmen und wirklich,
also wir saßen, glaube ich,
bis nachts um eins oder so.
Ja, genau.
Hat auch nochmal eine ganz andere Energie gegeben.
Also man hat wirklich gemerkt,
wie du dieser Aufschwung nochmal kam.
Und ich bin auch so, so dankbar,
dass wir uns da auch persönlich kennenlernen durften.
Und dass du heute auch dir die Zeit genommen
hast, den Mut vor allem genommen hast.
Wie gesagt, also alleine das ist schon ein Zeichen
von, okay, krass, du bist so sehr auch an dir
und an dieser Recovery gewachsen.
Und ja, hast einfach so viel möglich gemacht.
Und auch hier dein Wille,
auch anderen Frauen zu helfen,
war einfach nochmal so viel stärker als vielleicht
jetzt auch deine Zweifel.
Und ich weiß, du hattest sie.
Aber umso mehr danke ich dir wirklich für heute,
für deine Worte, für wirklich so viel praktische
Impulse einfach auch.
Und ja, würde an dieser Stelle den Podcast mit dir beenden.
Ich wünsche dir weiterhin alles,
alles Gute für deinen Weg.
Bin auch froh, dass wir da weiterhin auch verbunden
sind, weil ich finde es einfach so,
so schön auch zu hören, was sich danach eben
noch für Wege auftun.
Und ja, wünsche dir einfach alles, alles Liebe.
Ja, vielen Dank.
Ich danke dir.
Vielen Dank, dass du dir Zeit für eine Tasse
Reality mit mir genommen hast.
Ich hoffe, diese Folge hat einen kleinen positiven
Unterschied in deinem Tag gemacht.
Mit deiner Fünf-Sterne-Bewertung kannst du genau
diesen Unterschied auch im Leben anderer lebensfrohlicher
Frauen bewirken, die diesen Podcast noch nicht
gefunden haben und sich ebenfalls nach einem
Leben in Freiheit und Authentizität sehen.
Ich danke dir von Herzen und freue mich,
auf Instagram mit dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
Renata
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Romy
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Renata
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