#8 Gemeinsam stärker: Wie Gruppencoaching Debbies Recovery veränderte
Eine ehrliche Recovery-Geschichte über Mut, Gemeinschaft und neue Lebensfreude
28.05.2025 68 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser besonderen Episode begrüße ich meinen ersten Podcast-Gast – Debbie! Debbie begann ihre Recovery-Reise vor 9 Monaten in meinem Re(dis)cover Gruppencoaching und hat seitdem eine riesige Transformation erfahren.
In dieser Folge teilt sie ihre bewegende Recovery-Geschichte und zeigt, wie schnell sich das Leben verändern kann, wenn wir den Mut fassen, uns Hilfe zu suchen.
Nach 17 Jahren mit einer Essstörung, die sich schleichend von einer „harmlosen" Diät zu einem lebensbedrohlichen Zustand entwickelte, stand Debbie vor neun Monaten an einem Wendepunkt: Ein Kreislaufkollaps auf der Treppe wurde zu ihrem Wake-up-Call. Heute, nur neun Monate später, isst sie wieder Spaghetti-Eis, reist nach Paris und hat ihre Lebensfreude zurückgewonnen.
In unserem Gespräch erfährst du:
- Wie sich eine Essstörung über Jahre hinweg entwickeln kann – und warum sie oft unerkannt bleibt
- Was Debbie den Mut gab, direkt in ein Gruppencoaching zu springen (ihr „10-Meter-Turm-Moment“)
- Warum Recovery am Anfang nicht gut anfühlt – und warum das völlig normal ist
- Wie die Gruppe zu einem Sicherheitsnetz wurde, das sie aufgefangen hat
- Welche konkreten Strategien ihr geholfen haben (Dialogschreiben, Dankbarkeitsglas & mehr)
- Warum sie heute als Mentorin anderen Mut macht
Debbies Geschichte zeigt: Recovery muss sich nicht ewig hinziehen. Mit dem richtigen Support-System und der Bereitschaft, sich zu öffnen, ist Transformation möglich – egal, wie lange die Essstörung schon Teil deines Lebens ist.
„Es ist nie zu spät zu starten, und es ist so viel möglich, wenn man einmal begonnen hat, sich auf die Reise zu begeben.“, sagt Debbie.
Fühlst du dich angesprochen? Die Soul Group öffnet im Juni wieder ihre Türen. Wenn du überlegst, ob Gruppencoaching das Richtige für dich ist, lass dich von Debbies Mut inspirieren. Der Sprung vom 10-Meter-Brett mag sich anfühlen wie eine Lebensbedrohung – aber er kann dir dein Leben zurückgeben.
Erwähnte Ressourcen:
„Es ist nie zu spät zu starten, und es ist so viel möglich, wenn man einmal begonnen hat, sich auf die Reise zu begeben.“, sagt Debbie.
Fühlst du dich angesprochen? Die Soul Group öffnet im Juni wieder ihre Türen. Wenn du überlegst, ob Gruppencoaching das Richtige für dich ist, lass dich von Debbies Mut inspirieren. Der Sprung vom 10-Meter-Brett mag sich anfühlen wie eine Lebensbedrohung – aber er kann dir dein Leben zurückgeben.
Erwähnte Ressourcen:
- Rediscover Gruppencoaching (6 Wochen)
- Soul Group (fortlaufende Begleitung)
- Kostenloser Discovery Call
Hör dir die komplette Episode an und lass dich von Debbies Transformation inspirieren. Ihre Offenheit und ihr Mut machen diese Folge zu etwas ganz Besonderem.
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Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
Neue Episode jeden Mittwoch um 6 Uhr
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- CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Hallo und schön, dass ihr da seid bei Romy's Recovery Reality.
Ich habe heute eine ganz besondere Folge, die für mich auch ein etwas neues Element ist.
Und zwar habe ich meinen allerersten Podcast-Gast und ich bin sehr, sehr froh, dass es Debbie ist.
Denn Debbie hat vor neun Monaten ihren Recovery Weg mit Rediscover, meinem Gruppencoaching, gestartet
und ist inzwischen auch in der Soul Group und ist dort sogar seit neuestem Mentorin geworden.
Und ich bin sehr, sehr froh, dass du heute hier bist.
Hallo Debbie, stell dich doch bitte ganz kurz selber mal vor, beziehungsweise ja, wer bist du
und wo stehst du vor allem auch gerade in deiner Recovery?
Ja, hallo zusammen und herzlichen Dank, Romy, für die Einladung zum Interview in deinem Podcast.
Ja, ich bin Debbie, bin 34 Jahre alt.
Ja, seit neun Monaten mit dir zusammen auf meinem Recovery Week.
Ja, wie es bei mir auch angefangen hat, rückblickend würde ich sagen, so vor 17 Jahren,
dass sich so ein bisschen meine Essstörung daraus entwickelt hat, dass ich zum damaligen
Zeitpunkt eine Diät gemacht habe, um eigentlich nur so ein paar Pfunde, die in der Pubertät
dazugekommen sind, loszuwerden.
Und relativ schnell habe ich dabei halt irgendwie ein Talent dafür entwickelt, alles durchzukalkulieren,
sehr viel Disziplin da reinzupacken und sehr stark dann auch verbunden so mit meinem Leistungsstreben.
Und sehr, sehr lange hat sich das auch irgendwie energetisierend angefühlt.
Die Diätkultur hat es einem auch sehr leicht gemacht, gar nicht aufzufallen, sondern einem
auch so ein bisschen das Gefühl zu geben, das, was ich hier tue, das tut auch meiner
Gesundheit gut.
Ich bin auf einem guten Weg.
Und was bei mir dann sehr schnell sich auch verwobt, war so dieser Aspekt, dass ich zum
damaligen Zeitpunkt schon sehr schwierige Familienverhältnisse insofern hatte, dass sehr
schwere Erkrankungen psychischer Natur auch bei uns in der Familie waren und ich einen
relativen hilflosen Zustand damals empfunden habe.
Ich konnte den Betroffenen nicht wirklich helfen, hatte darüber hinaus auch nicht so die
Möglichkeiten, darüber zu sprechen.
Es wurde alles ja eigentlich versucht, so unterm Deckmantel zu behalten.
Und in diesem Tracken hat sich dann so ein Gefühl der Sicherheit entwickelt, endlich Kontrolle
über was zu haben.
Und gleichzeitig war es auch irgendwie so eine Art Schmerzstille für mich.
Und so, dass ich auch ganz, ganz lange halt wirklich gar keinen negativen Druck durch
meine Garanten-Essens-Regeln gefunden habe und sogar auch lange Zeit ganz normal gewichtig
oder halt nur schlank war.
Ja, das war dann wirklich über Jahre hinweg.
Und was dann auch noch so ein bisschen dazukam, war halt Ausdauersport als zusätzliche Restriktionen
und so ein paar Züge, die man heute vielleicht als Clean Eating oder Orthorexie bezeichnen würde,
wenn es dann schon im krankhaften Bereich anzusiedeln wäre.
Und ja, dann Anfang 2024 war dann für mich so der Punkt, dass ich erstmalig merkte,
boah, irgendwie entwickelt sich das gerade nicht mehr zu deinem Positiven.
Die Kontrolle, die ich vermeintlich empfunden habe, waren eher so, sich jetzt darstellend,
dass ich nicht mehr die Kontrolle hatte, sondern die Essstörung war komplett.
Und die, die die Kontrolle über mich hatte, mein soziales Leben war immer kleiner geworden dadurch,
einfach weil zu viele Essensregeln dem entgegensprachen, um an irgendwelchen Geburtstagsfeiern normal teilhaben zu können.
Es war halt immer schwieriger, das Ganze zu verheimlichen, dass es halt wirklich auch ein krankhaftes Essverhalten ist.
Und zu dem damaligen Zeitpunkt war ich dann auch schon in einem ziemlich kritischen Untergewicht dann auch angekommen
und merkte halt auch körperlich, obwohl ich vorher immer sehr lange sehr leistungsfähig geblieben war,
dass ich Herz-Kreislauf-Probleme bekam, auch einfach nur noch so eine tiefe Erschöpfung in mir gespürt habe.
Ich habe dann ein Gespräch auch mit einer Freundin gesucht und die hat da relativ krass auf mich eingeredet.
Also ihre genauen Worte waren, das, was du machst, das ist Selbstmord auf Raten.
Das war erst mal so wie so ein Schlag vor den Kopf, der aber auch notwendig war.
Es hat dann noch ein bisschen Gebrauch tatsächlich von diesem ersten Erkennen.
Ich bin dann auch erst in ein Einzelsetting gegangen, wo ich so ein bisschen vorbereitet wurde,
dann auf den Weg, den ich mit dir begonnen habe.
Und da können wir dann auch später vielleicht nochmal drauf eingehen, was dann auch besonders die Vorteile in der Gruppe sind,
weshalb das dann für mich auch zielführender war.
Und der richtige Punkt, wo ich dann in die Recovery voll eingestiegen bin, war dann am, ja, das jährt sich jetzt fast am 28. Juni.
Da bin ich nämlich leider fast bei mir die Treppe runtergefallen, weil mein Kreislauf schlapp machte.
Und das war so ein erschreckendes Erlebnis für mich, dass ich gesagt habe,
nein, du musst jetzt voll da reingehen, du musst was finden, was dir hilft, weil sonst verlierst du.
Und dann bin ich halt im Internet auf die Suche gegangen.
Ich wollte halt irgendwie so eine Mischung aus, ich bekomme Inhalte an die Hand, weiß, was ich machen kann
und gleichzeitig irgendwie ein Unterstützungsfeld von Menschen, bei denen ich keine Sorgen habe,
dass wenn ich mich öffne mit all meinen Problemen, dass ich sie nicht noch zusätzlich belaste,
weil das halt auch eine ganz schwierige Geschichte im Rahmen meiner Familie war.
Ich wollte halt nie jemandem zur Last fallen, Sorgen bereiten.
Und ja, letzten Endes habe ich das dann genau in deinem Gruppencoaching gefunden.
Wow, also erstmal vielen, vielen Dank für diese Offenheit.
Ich weiß, es ist wahnsinnig schwer, so gerade wenn du auch sagst, so dich zu öffnen,
ist dir eh sehr, sehr schwer gefallen, dass du deine Geschichte wirklich auch so mit uns teilst.
Und es zeigt ja auch, wie lange sich das eigentlich entwickelt hat,
wie lange es ja letzten Endes auch eigentlich erstmal was Positives für dich war,
also dass die Essstörung dir eben auch sehr, sehr viel Halt gegeben hat,
sehr viel, letzten Endes ja auch Schutzorientierung und eine Sicherheit,
bis es sich eben irgendwann auch ins Gegenteil verkehrt hat.
Und du ja letzten Endes so ein bisschen ähnlich wie bei mir auch die Erfahrung gemacht hast,
dass es eine ganze Zeit wirklich gut geht, also diese Kontrolle eben auch sehr viel Halt gibt.
Und du hast ja auch geschildert, dass du lange Zeit auch im, ja letzten Endes erstmal im Normalgewicht,
ich sage es immer so schön in Anführungszeichen, noch warst,
weswegen es natürlich auch eine Weile sicherlich gar nicht nach außen aufgefallen ist.
Und wie aber der Körper trotzdem auch nach so langer Zeit,
weil letzten Endes sind das ja, also 17 Jahre ist ja auch eine wirklich verdammt lange Zeit,
wie lange der Körper das auch mitmacht und ja, wie er irgendwann aber auch an seine Grenze kommt
und eben sagt, hallo, ich kann einfach nicht mehr, wir brauchen jetzt einen anderen Weg.
Und das hat er natürlich auf eine sehr, ja auf eine sehr krasse Weise auch gezeigt,
eben auch mit diesem Treppenmoment.
Also das klingt wirklich wie so ein Wake-up-Call, gepaart eben mit der Wahrnehmung auch von deiner Freundin.
Also so mehrere Elemente, die ich da auch raushöre, die dir letzten Endes geholfen haben,
dann doch das Bewusstsein zu entwickeln, sodass, was ich gerade mache, ist irgendwie auch nicht mehr gut.
Auf jeden Fall.
Genau. Und du hast gesagt, ja.
Das war halt auch wirklich sowas, wo ich so dankbar eigentlich auch für bin,
dass ich zu dem Zeitpunkt selber noch die Energie aufbringen konnte, mir Hilfe noch zu suchen,
weil ich denke, es kann auch wirklich so sein, dass man an einem Punkt ist,
wo man schon so ausgezehrt und verzweifelt ist, dass man zwar weiß irgendwie,
oh, ich würde hier gerne raus, aber manchmal dann auch aus sich heraus
erstmal noch nicht so die Energie aufbringen kann.
Da ist es dann super, wenn es auch dann vielleicht nochmal gepusht werden kann durch das Umfeld.
Ich war dann zum Glück noch in der Lage, ja auch selber noch aktiv zu werden.
Ja, das heißt, wie kann man sich das vorstellen?
Was war so dieser Tag?
Kannst du dich noch daran erinnern, dass du gesagt hast, so ich hole mir jetzt Hilfe?
Ja, wie gesagt, also das war, nachdem ich einmal da dieses Treppenerlebnis hatte
und auch wirklich dann zu dem Zeitpunkt war es halt auch so, dass ich nachts immer wach geworden bin.
Ich hatte dann so richtig starkes Herzklopfen,
weil mein Blutdruck war einfach so, so niedrig, dass die Herzrate halt hochgepusht wurde,
damit halt der Kreislauf wieder zum Laufen kommt.
Und einfach so diese Angst, die hat so viel mehr überwogen,
diesem vermeintlichen Nutzen, den ich sonst so durch die Essstörung als Benefit gezogen habe,
dass ich dann akribisch im Internet gesucht habe, nach erstmal eigentlich nur Ernährungsberatung.
Das war so der erste Schritt.
Und dann dachte ich aber so, ja, du hattest ja auch schon mal eine Ernährungsberatung.
Die hat dann zwar so ein paar Tipps gegeben, hat mir dann auch irgendwie eine Kalorienanzahl,
die ich essen sollte, nochmal gesagt.
Aber da kam dann auch relativ schnell so bei mir ein Gedanke hoch.
Ja gut, dann ersetzt der ein Muster wieder wahrscheinlich durch das andere.
Aber frei wirst du davon dann auch nicht.
Und ich halt auch merkte, dass ja so dieser psychische Druck einfach so enorm war.
Gar nicht mehr nur so dieser Food-Fokus, sondern einfach auch die Gefühle der Einsamkeit,
der Überforderung, Angst, die eigentlich die ganze Zeit präsent war.
Und ja, dann war bei Google das zweite Ergebnis, was ich fand, war halt deine Internetseite,
deine Geschichte.
Und die hat mich halt irgendwie so gecatcht, weil ich mich auch in einigem wiedergefunden habe.
Und ich muss sagen, ich habe sehr viel davon auch rausziehen können,
wenn ich die Geschichten von anderen gehört habe, die selbst Betroffene waren und die es geschafft haben.
Das hat mich so ermutigt, dass ich auch gesehen habe, ja, es ist möglich, auch nach so langen Jahren.
Es ist nie zu spät und man kann es halt wirklich schaffen.
Und ja, das war dann auch, denke ich, ein bisschen so der Aspekt,
dass ich gemerkt habe, als ich das gelesen habe oder auch dann schon ein paar andere Podcasts gehört habe,
mich einem Gruppensetting ein Stück weit zu öffnen.
Weil am Anfang wollte ich eigentlich nur was im Einzelnen machen,
weil da ist auch viel Charme mit dabei.
Was denken die Leute, wenn ich jetzt mein ganzes Gedankenkonstrukt preisgebe?
Die ist doch irre, so ungefähr.
Oder was macht die sich aus solchen Gedanken so einen Druck?
Das kannst du doch einfach sein lassen, so ungefähr.
Aber einfach zu sehen, wenn man von Menschen verstanden wird, das ist so viel wert.
Und man kriegt nochmal Tipps an die Hand, die halt einem keiner geben kann,
der es vielleicht aus dem Lehrbuch gelernt hat, geschweige denn welche,
die halt vielleicht aus guten Absichten heraus aus seinem Umfeld helfen wollen.
Aber auch die stoßen halt an ihre Grenzen einerseits,
weil sie emotional sehr mit einem natürlich verbunden sind,
aber auch es durchaus Schwierigkeiten machen kann,
sich in so eine Gedankenwelt überhaupt hineinzuempfinden.
Also, weil selbst wenn ich darüber nachdenke, bevor ich selber sowas entwickelt habe,
hätte ich mir das eigentlich auch gar nicht vorstellen können, dass ich sowas entwickle.
Das war eher dann auch durch so dieses Klischee der Gesellschaft so ein bisschen vielleicht auch geprägt.
So, ja, das sind ja nur die, die irgendwelche Modelmaße erreichen wollen.
Das ist halt, da guckt keiner dahinter, dass es wirklich eine psychische Erkrankung ist.
Und wird halt immer als Aussehenserkrankung oder Eitelkeitserkrankung auch gerne abgetan.
Genau, richtig.
Und ja, deswegen dann einerseits auch diesen mutigen Schritt da gefühlt wie vom 10-Meter-Brett zu springen
und zu sagen, nee, ich gehe jetzt hier direkt in die Gruppe rein.
Ja, und das war ja tatsächlich auch für mich sehr, sehr überraschend,
weil, also Debbie, du hast es so ungefähr, ja, so ziemlich umgedreht gemacht,
wie ich es in den allermeisten Fällen auch gewohnt bin.
Denn was ich die meiste Zeit mitbekomme, bevor jemand ins Coaching geht,
ist ja schon eher, dass man vielleicht, dass man ins Vorgespräch kommt,
mal schaut so, hm, wie ist das vielleicht?
Oder vielleicht mir schon länger auf Instagram gefolgt ist
oder mein Blog eben schon eine ganze Weile beobachtet hat.
Aber bei dir klingt das wirklich sehr, ja, sehr schnell auch dieser Prozess.
Und ich erinnere mich noch an den Moment,
als deine Buchung reinkam für Rediscover damals und ich so,
ha, den Namen habe ich irgendwie noch nie gehört.
Das ist ja spannend.
Und das ist, glaube ich, genau auch deine Stärke,
weil du hast wirklich diesen Moment für dich erkannt.
Du hattest diesen Wake-up-Call und manchmal brauchen wir den.
Bei mir war es ja auch ähnlich, dass ich eben auch gemerkt habe,
so meine Kraft verlässt mich.
Ich kann irgendwie nicht mehr schwimmen.
Ich hatte ja diesen Moment, wo ich beinahe am See abgegluckert bin,
wo ich früher Schwimmerin war und habe gedacht, das kann ja jetzt nicht wahr sein.
Und auch diese Momente, die du eben auch geschildert hast,
so wo ich gemerkt habe, so abends im Bett habe ich überhaupt noch einen Herzschlag
und einfach irgendwann Panik gekriegt habe.
Aber diesen Moment wirklich, so wie du das auch gemacht hast,
so schnell auch zu handeln, zu sagen, ich mache das jetzt
und dann gleich noch, wie du sagst, der Sprung vom 10-Meter-Turm in die Gruppe rein.
Wie hast du das geschafft, diese Ängste und diese Bedenken,
die ja da waren, zu überwinden?
Ja, ich habe mir vor Augen geführt, so ein bisschen,
was passiert, wenn du jetzt in dem bleibst, wo du bist?
Und wo möchtest du eigentlich hin?
Also ich habe wirklich auch schon so ein bisschen die langfristige Perspektive versucht zu betrachten.
Und für mich war halt ganz klar, ich möchte nicht mehr dieses Leid, diese Gefangenheit haben.
Ich möchte wieder Freude empfinden können, die ich definitiv mal empfunden habe.
Und das hat mir geholfen, ja täglich irgendwie mich dann dazu ermutigen,
wirklich da reinzugehen.
Und ich weiß noch, vor meinem ersten Zoom-Treffen mit der Gruppe war ich extremst aufgeregt.
Ich wusste überhaupt nicht so wirklich, ja, was erwartet mich da?
Und ich war auch eigentlich irgendwie so ein bisschen pessimistisch
und habe so gedacht, ja, du hältst dich einfach im Hintergrund,
du hörst zu und dann kriegst du da schon irgendwie rum, so ungefähr.
Ich bin jetzt mal da, ich gucke erst mal.
Genau.
Was übrigens echt okay ist.
Ja, keine Frage.
Und habe dann aber auch relativ schnell mich geborgen in der Gruppe gefühlt.
Also klar, es lebt dann auch irgendwie von den Mitmenschen, auf die man trifft.
Aber das matcht auch sehr, sehr gut.
Und ich konnte mich dann da so ein bisschen reintasten von einer zurückhaltenderen Haltung hin,
dass ich dann auch mich getraut habe, wirklich mehr von mir preiszugeben.
Und es wurde dann halt dadurch bestärkt, dass es kam halt keine negative Reaktion von den anderen.
Im Gegenteil, die hatten Mitgefühl, die haben mich verstanden, haben mir auch das Gefühl gegeben,
das ist halt hier ein vertrauensvoller Raum.
Das wurde natürlich durch dich auch geleitet, professionell.
Und dann so diese Kombi zu haben aus jemandem, der es halt schon erreicht hat, was ich mir wünsche,
mit denen, die jetzt gerade mit mir auch auf der Reise sind.
Wir waren ja alle irgendwo so ein bisschen an unterschiedlichen Punkten.
Also der eine hatte schon relativ intensiv auch mit dir gearbeitet oder auch andere Klinik-Settings schon kennengelernt und so weiter.
Und hatten das eigentlich mehr so als Festigung noch.
Bei mir war ich so irgendwie am Anfang meiner Recovery.
Und einfach diese verschiedenen Stadien auch mit dabei zu haben, war eine unglaubliche Bereicherung.
Weil man irgendwie in den unterschiedlichen Stadien auch unterschiedliche Gefühle durchlebt, man unterschiedliche Herausforderungen hat.
Der eine ist dann da noch näher dran, kann dann auch nochmal Erfahrungen von sich irgendwie nennen und akute Tipps.
Und gleichzeitig dann aber auch so die Ermutigung zu sehen, welche Steps sie dann dadurch gemacht haben.
Und einfach dieses Zusammenspiel dann noch zusätzlich mit Wissen an der Hand zu der Bestörung, waren halt für mich so dieser Game Changer auch.
Ja, also was du beschreibst, ist ja wirklich auch dieses, also auf der einen Seite natürlich schon auch ein Leitfaden.
Also was braucht es einfach auch?
Wir haben ja gerade in Rediscover auch sehr, sehr viele, ja erstmal sehr, sehr viele Tools gelernt.
Unter anderem eben auch, wie man das gesunde Ich stärkt.
Also diesen Anteil, der gesagt hat, ja, ich muss mir jetzt hier Hilfe holen, so geht das nicht mehr weiter.
Also ich sag mal, fast so dieser Überlebensinstinkt auch, der letzten Endes ja dein Bestes möchte und der in der Gruppe natürlich nochmal ganz, ganz anders auch rauskommt.
Weil wahrscheinlich kennst du das auch so dieses, ja für alle anderen ist der ja da, aber für mich nicht.
Ja, auf jeden Fall.
Also das ist auch so ein Aspekt, was mir sehr geholfen hat, dass ich, wenn die anderen so ihres geschildert haben,
fiel es mir sehr leicht für sie Fürsorge zu empfinden, auch Mitgefühl insofern, dass, wenn mal zum Beispiel was nicht geklappt hat,
dass das halt überhaupt nicht schlimm ist, sondern dass es halt auch ein Auf und Ab ist.
Und dadurch, dass ich es für andere aufbringen konnte, konnte ich das dann auch, das hast du ja auch immer versucht,
einem so ein bisschen dann zu spiegeln, dass man das auch auf sich überträgt.
Und so dieses Direkte, dass man es erst jemandem anders zugesprochen hat und dann einerseits von den anderen auch Zuspruch erhalten hat,
aber auch gelernt hat, einfach selber mit sich mitfühlend zu sein.
Und eines, das knüpft so ein bisschen darauf aber auch an, wichtiges Tool, was ich aus den Wochen mitgenommen habe,
war das Dialogschreiben eben zwischen dem gesunden Ich und dem essgestörten Ich.
Da war eine Komponente auch, erstmal das essgestörte Ich auch anzunehmen, also dass das auch ein Teil von mir ist
und ich dieses aber auch nicht verurteilen muss und mir lange Jahre ja auch irgendwie geholfen hat,
alles zu bewältigen, was so auf meinem Lebensweg war.
Und dann aber auch mein essgestörtes Ich in Konfrontation mit dem gesunden Ich zu bringen und das gesunde Ich zu stärken.
Und einerseits habe ich Dialoge alleine geschrieben, wir konnten das dann aber auch immer über unsere Facebook-Gruppe zum Beispiel auch teilen,
konnten uns gegenseitig darin unterstützen oder wenn man auch mal nicht wusste, was soll ich denn jetzt darauf noch antworten?
Also wenn man irgendwie das Gefühl hatte, ja am Ende hat das essgestörte Ich wieder den letzten Punkt gesetzt
und wenn dann die Gruppe auch so ein bisschen vielleicht an seine Grenzen kam, bist du dann auch noch mal natürlich intensiv mit reingegangen
und einfach auch so dieses doppelte Netz zu haben.
Einmal von denen, die gerade selber mittendrin stecken und dann gleichzeitig jemanden zu haben, der das nochmal vom professionellen Blick halt auch betrachtet.
Und was dann für mich innerhalb dieses Programms dann halt auch schnell sich rauskristallisiert hat
und da bin ich dir auch sehr dankbar, dass du da für mich nochmal die Connections gestartet hast,
dass ich halt nicht nur im Coaching geblieben bin, sondern ich habe mir gleichzeitig dann auch noch eine Psychotherapeutin gesucht
und eine Ernährungsberaterin, die dann aber tatsächlich auch nicht aus dem klassisch-deutschen System gekommen sind,
sondern aus dem amerikanischen Raum, beide heraus.
Da hatte ich Glück, dass mein Englisch auch noch einigermaßen gut war, weil die Ernährungsberatung tatsächlich komplett auf Englisch dann war.
Ja, aber einfach dann für mich in diesem Zeitpunkt alles zusammenzusammeln an Ressourcen,
um einen bestmöglichen und auch dadurch, glaube ich, relativ zügigen Erfolg für mich zu haben.
Also dieses Komponentensystem aus, ich habe jetzt erstmal jemanden, wo ich nochmal auch meine Ernährung in den Blick bekomme,
wo ich auch so ein bisschen die Legitimation bekomme, die mir selber am Anfang durch meine Unsicherheit
noch sehr fragil war.
Dann im Coaching so Tools an die Hand zu bekommen, wie das Dialogschreiben,
aber auch solche Sachen wie mehr Selbstfürsorge lernen,
so ein bisschen das Jetzt betrachten und wie transformiere ich das
und in der Psychotherapie dann daran zu gehen, die Ursachen nochmal aufzuarbeiten.
Also auch viele traumatische Erlebnisse, die ich in meinem Leben hatte und auch einfach dadurch dann so ein bisschen diese Verbindung zu entkoppeln,
dass nur die Essstörung so meinen Schmerz, meine Trauer auffängt, sondern dann zu lernen, negative Gefühle oder allein schon dieses Klischee,
negative Gefühle, es gibt eigentlich keine negativen Gefühle.
Also man macht den Stempel da drauf, also sowas wie Trauer, Wut und sowas.
Das habe ich immer halt als negativ betrachtet und sie mir eigentlich auch verboten.
Also die durften nicht da sein, weil du musst immer positiv gestimmt sein.
Du hast auch nach außen hin zu funktionieren.
Du musst deine Probleme bewältigen, hat dann aber bei mir eigentlich nur dazu geführt,
dass ich sie weggeschoben habe und nie aufgearbeitet.
Und dadurch, dass ich dann halt wirklich an diesen drei Fronten in die Therapie und ins Coaching gegangen bin,
hat mir wirklich geholfen, jetzt ja nach neun Monaten schon an einem Punkt zu sein,
den ich mir nie hätte erträumen können.
Also dass das so schnell geht, dass ich auch ja noch nicht komplett befreit bin,
aber einfach schon wieder so viele Lebensbereiche in meinem Weg jetzt schon zurückgewonnen habe
und einfach auch Lebensfreude wieder empfinden kann.
Und die sieht man dir so an.
Schade, dass ihr hier gerade kein Video seht, aber also Debbie strahlt wirklich.
Sie hat das Lächeln und das Strahlen auch in den Augen wieder zurückbekommen.
Und ich weiß noch, wie du ja letzten Endes auch in dieser ersten Gruppenstunde wirklich auch saßt,
noch so zurückhalten und innen nicht geschlossen und jetzt einfach komplett anders.
Und du hast dir letzten Endes, und das ist wirklich Wahnsinn, also neun Monate ist wirklich nichts.
Aber es zeigt auch, Recovery muss sich nicht ewig hinziehen, muss nicht ewig lang sein.
Und letzten Endes ist es auch ein Prozess.
Also wenn ich auf meinen Weg gucke, dann rückblickend denke ich mir auch, okay, das war doch schnell.
Wenn man drin ist, fühlt es sich ja irgendwie auch lang an, oder?
Ja, auf jeden Fall.
Also gerade am Anfang ist es ja auch so, dass die Gedanken der Essstörung werden immens laut.
Also sie brüllen einen geradezu an, weil da dieser Kampf drin ist,
das lässt du doch jetzt nicht los, das hat dir so lange geholfen.
Du bist doch verrückt jetzt hier, das einfach hinzuschmeißen.
Und du wirst völlig außer Kontrolle geraten, das wird alles schief gehen.
So hat man das Gefühl.
Und definitiv auch die ersten Sachen, wo man sich Sachen getraut hat, haben sich echt nicht gut angefühlt.
Also am besten ist immer noch mein Spaghetti-Eis-Erlebnis.
Ich wollte halt unbedingt ein Spaghetti-Eis essen, weil das war immer sowas, das habe ich auch als Kind total geliebt.
Und als ich dann vor meinem ersten Spaghetti-Eis war, war es schon eine Herausforderung, es überhaupt bestellt zu haben.
Und dann saß ich da, ich habe überhaupt nichts mehr von dem Treffen mitbekommen.
Ich war mit meiner Familie da, ich habe nichts großartig vom Inhalt der Gespräche in Erinnerung.
Und das Eis, man hätte mir, glaube ich, auch Pappe geben können.
Das hätte wahrscheinlich genauso in dem Moment für mich geschmeckt.
Und ich habe mich danach einfach nur verurteilt.
Es war wirklich nicht schön, was die Essstörung mir da an den Kopf auch,
oder ich mir selber an den Kopf halt geworfen habe.
Aber letzten Endes war es trotzdem ein wichtiger Step, um seinen Beweisrucksack,
zu füllen, weil es ist halt letzten Endes nichts Schlimmes passiert.
Also in dem Moment gefühlt zwar schon, aber faktisch nicht.
Und du hast diesen Moment damals auch mit der Gruppe geteilt.
Wie war das für dich?
Nach dieser ja eh schon Erfahrung, dann noch in die Gruppe da mitzugehen.
Kannst du dich da noch dran erinnern?
Ja, also ich musste sehr mit mir kämpfen, das in die Gruppe zu stellen,
weil auch da wollte ich eigentlich nur vorbildlich, in Anführungsstrichen, meine Recovery machen.
So, sie nimmt sich was vor, sie schafft das und das fühlt sich auch noch gut dabei an.
Das wäre das Ideal. Leider ist es, wie du es gerade beschreibst.
Also das ist eher die Realität.
Wobei ich immer sage, Recovery kann sich auch gut anfühlen.
Definitiv.
Aber gerade am Anfang nicht unbedingt. Aber sie wird es.
Richtig. Und dann war es aber so wohltuend, es getan zu haben,
weil es kam halt so viel hilfreicher Support zurück und einfach auch nur jemanden zu haben,
der dann tröstende Worte irgendwie auch und ermutigende Worte hat.
Und ich nenne es dann halt meine virtuelle Umarmung, die man dadurch bekommen hat.
Und gerade in der Anfangsphase war das halt Gold wert, weil ich selber da noch nicht so sehr
diesen Teufelskreislauf aus diesen anbrüllenden Gedanken auch selber gefunden habe.
Und da einfach ich jedes Mittel genutzt habe, um mir von außen noch mal Support zu geben.
Also sei es durch dich in einem Coaching, durch die Gruppe, durch die Beratung.
Aber ich habe mir dann auch so kleine Zettelchen gemacht, wo ich mir so Ermutigungen draufgeschrieben habe,
habe die über meine Wohnung verteilt und einfach immer diesen Zuspruch zu bekommen,
den ich da von mir innerlich noch überhaupt nicht gespürt habe und die mir auch noch nicht so geben konnte.
Und das ist so, so wertvoll, weil gerade am Anfang, ich sage immer,
Recovery fühlt sich ja erst mal, also im Gegensatz zu allen anderen Erkrankungen,
so eine Grippe oder ein Beinbruch oder keine Ahnung was,
das fühlt sich besser an, wenn man sich auf den Heilungsweg macht.
Recovery fühlt sich zunächst das mal an wie so eine Bestrafung,
so nach dem Motto, okay, das vorher war es vielleicht jetzt nicht mehr gut,
weil du hattest ja schon wirklich auch einen Leidensdruck.
Aber Recovery fühlt sich am Anfang oft auch an wie eine Bestrafung.
Und du denkst dir so, sollte sich das jetzt nicht eigentlich gut anfühlen?
Und das ist doch irgendwie kacke.
Und dann kommt die Essstörung und sagt, willst du nicht wieder zurück?
Und du denkst dir so, nein, und wie komme ich da jetzt durch?
Und gerade da, und das ist der Punkt, wo die meisten eben doch wirklich auch wieder umkippen
und sagen so, ich gehe doch wieder zurück.
Du hast dir so ein krasses Netzwerk aufgebaut und hast eben wirklich dir da auch ein System erschaffen,
also auch sowohl mit den anderen als auch.
Und es ist total in Ordnung und auch wichtig zu sagen, okay, ich bleibe damit jetzt eben nicht alleine,
sondern ich hole mir wirklich alles an Gegenspieler sozusagen für meinen gesunden Anteil hinzu,
um den zu stärken.
Und es hat funktioniert.
Wie ist es heute, wenn du Spaghetti Eis essen gehst, beziehungsweise, ja, wo stehst du heute überhaupt?
Also erzähl doch mal, was hat sich in den letzten neun Monaten getan?
Wie ist das Leben heute im Vergleich, ja, vor neun Monaten?
Es ist sehr viel mehr Abwechslung drin, Flexibilität und Spontanität.
Und es ist einfach so viel mehr möglich.
Also ein großer Wunsch war zum Beispiel von mir auch Reisen.
Und da konnte ich jetzt tatsächlich auch im April schon eine sehr schöne Reise mit meiner besten Freundin nach Paris machen.
Und das Beste war halt einfach nicht mehr diesen Druck zu haben,
alles vorher schon durchgetaktet zu haben.
Wann kannst du jetzt was essen?
Was musst du mitnehmen an Sachen vielleicht auch?
Sondern ich habe mich einfach auf die Reise gefreut, dass wir ins Disneyland fahren.
Ich war auf die Aktivitäten konzentriert und habe immer darauf vertraut,
ja, du wirst schon irgendwas finden, was du essen kannst.
Und dann auch zum Beispiel da in einem Café zu sitzen und sich einfach eine Waffel zu bestellen,
die dann auch noch Karamellbutter drüber geflossen hatte.
In Mickey-Maus-Form.
In Mickey-Maus-Form, genau.
Und das einfach wieder haben zu können und wirklich den Moment zu 100 Prozent gedanklich auch wahrzunehmen.
Da drin zu sein und nicht nur etwas zum Beispiel zu betreiben,
um die Zeit zur nächsten Mahlzeit überbrücken zu können,
damit man das Loch im Magen nicht so wahrnimmt.
Und auch zu merken, ja, ich habe auch wieder viel mehr Ruhe in mir.
Ich habe mehr Kraft.
Weil zwar war ich relativ bis zuletzt, bis auf halt, wo dann so die Herzprobleme dazukamen,
körperlich sehr leistungsfähig noch.
Also ich habe echt viel noch machen können, obwohl ich meinen Körper ja schon auch sehr ausgebeutet habe.
Und als ich am Anfang der Recovery war, war dann auf einmal es ging fast gar nichts mehr.
Ich habe so krass einfach Erschöpfung gehabt.
Ich dachte so, ja toll, jetzt isst du mehr und du fühlst dich so schlecht wie eigentlich nie.
Also kraftlos wie nie.
Man hatte Bauchschmerzen.
Also war kein Erfolg eigentlich, so erst mal gefühlt.
Aber jetzt einfach zu sehen, der Körper heilt und wie verzeihend er auch ist.
Also ich hatte jetzt zum Beispiel auch schon zweimal meine Periode,
nachdem ich sie wirklich Jahre, also ich weiß gar nicht mehr, wann es zuletzt richtig regelmäßig war.
Das ist schon über ein Jahrzehnt her auf jeden Fall.
Ja, das zu sehen, dass da auch mein Körper, dass ich den nicht kaputt gekriegt habe, ist halt auch schön.
Und ja, das Wichtigste für mich ist halt, dass ich Essen wieder genießen kann,
dass es aber auch nur ein gewisser Anteil meines Alltags ist.
Und viel, viel mehr das Erleben mit meinen Mitmenschen im Vordergrund steht, Aktivitäten.
Und dass das auch einfach wieder möglich ist, dass ich an gemeinsamen Geburtstagen teilnehmen kann,
ohne Stress zu haben oder dass ich mir Essen mitbringe und irgendwelche Ausreden einfallen lasse,
warum ich jetzt zum Beispiel dies und das nicht essen kann oder nicht möchte.
Reisen zu unternehmen und all solche Sachen.
Oder auch jetzt, das habe ich jetzt noch relativ frisch.
Also ich hatte den Rat bekommen, dass ich mich möglichst wenig in meiner Recovery am Anfang bewege,
einfach damit alles, was ich an Nährstoffen zu mir nehme, direkt auch in den Aufbau wieder reingehen kann, in die Heilung.
Und dadurch, dass ich halt Sport auch ein Stück weit als Restriktionsmittel genommen habe,
war da erstmal so ein harter Cut, glaube ich, auch gut.
Und ich lerne jetzt erst so wieder richtig kennen, dass ich Bewegung auch aus Freude heraus mache.
Das kristallisiert sich jetzt auch gerade so raus, was ich gerne mache.
Und das wieder genießen zu können und das nur zu machen, weil es Spaß macht oder weil es mir auch gut tut.
Und wenn ich es mal an einem Tag nicht schaffe, ja, dann ist das halt so.
Dann entschließt man halt, dann kommt keiner und brüllt dich mehr an, wie du das ja vorhin auch geschildert hast.
Ja, genau.
So, so schön.
Also ja, man sieht es wirklich.
Das Leben ist zurück.
Ja.
Und genau das ist es.
Und ich meine, das sind neun Monate gewesen.
Das heißt, wir sind ja hier noch lange nicht am Ende der Reise.
Und ich beschreibe das auch immer als so einen Prozess, wo du ja wahrscheinlich noch die nächsten Jahre,
also bei mir war es jedenfalls so, dass ich immer noch mal gedacht habe,
wie gesagt, meine Recovery war ja so von 2018, 2019, die Akutphase.
Und ich habe noch 2022, 2023, habe ich gedacht, krass, wird hier noch mal was freier, noch mal was freier geworden.
Das geht doch gar nicht.
Und dann so, like, und diesen Belohnungsmoment, ich weiß nicht, wie geht es dir damit?
Weil, wie gesagt, am Anfang hast du ja auch geschildert, so, nee, also das hat sie nicht angefühlt wie eine Belohnung.
Kommt die Belohnung irgendwann?
Ja, sie kommt auf jeden Fall.
Also ich kann es sogar relativ gut zeitlich einsortieren, wie es bei mir war.
Das heißt aber nicht, dass es bei jemandem genauso sein muss.
Das ist einfach nur meine Recovery-Reise jetzt gewesen.
So, von Augusta bin ich gestartet und bis kurz vor Weihnachten, würde ich sagen, hat es sich nicht gut angefühlt.
Dass ich auch gesagt habe, ist es das jetzt hier wirklich wert, das noch so durchzuziehen?
Und dann aber auch an Weihnachten zu merken, ich kann jetzt wieder befreiter an Weihnachten daran teilnehmen.
Das war schon ein Riesenpunkt.
Und dann kam auch so wie so ein Übersprung, wo dann auch körperlich auf einmal irgendwie sich das veränderte.
Dass ich auch merkte, ich fühle mich in meiner Haut wohler.
Auch wenn jetzt immer noch, dadurch, dass sich jetzt auch Größen ein bisschen verändern und so weiter,
das Körperbild halt schon auch noch so ein bisschen ein Angriffspunkt für einen ist, weil es sich verändert.
Und auch gerade so mit Wassereinlagerungen und allem so Gedöns ist da auch noch viel Bewegung gerade drin.
Aber ab dem Punkt, würde ich sagen, haben definitiv die Vorteile spürbar überwogen.
Auch vorher waren schon Vorteile da.
Ich habe dann auch immer schön mein Dankbarkeitsglas gefüllt.
Ich habe mir mal jeden Tag so ein Zettelchen ausgefüllt, wofür ich dann dankbar war,
was ich irgendwie geschafft habe oder was jetzt dazugekommen ist.
Und das brauche ich jetzt nicht mehr so sehr.
Also ich mache das immer noch ganz gerne, aber da brauchte ich es wirklich so, um dran zu bleiben, sage ich jetzt mal.
Und danach war es dann halt wirklich auch schon so, dass ich immer mehr gemerkt habe,
ich kann wieder mehr auch in Beziehung zu Menschen gehen,
weil das war auch so was, dass diese Einsamkeit mich ein Stück weit aufgefressen hat.
Und ich jetzt, ich habe keinen großen Freundeskreis, aber die Freundschaften, die ich habe,
die sind nochmal auf eine ganz andere Ebene gebracht worden,
einfach weil ich mich jetzt auch mehr traue, von mir preiszugeben.
Eben nicht nur die zu sein, die immer gut gelaunt ist, die alles im Griff hat,
sondern auch mal wirklich zu teilen, wenn es mal gerade irgendwie schwierig ist.
Und auch zu sehen, das bereichert nochmal so sehr das Miteinander,
weil es ist auch immer für den anderen, der sieht ja auch dann,
oh, die vertraut mir, die öffnet sich da und einfach auch Sachen zu teilen.
Man muss nicht immer eine Lösung dann haben,
aber allein, wenn man mal jemanden hat, der zuhört oder einen in den Arm nimmt,
ist halt unglaublich viel wert.
Und das jetzt auch in Anspruch zu nehmen, ist sogar fürs Gegenüber auch schön.
Also das wurde mir halt auch wieder gespiegelt.
Und ja, es sind sogar auch schon neue Freundschaften noch dazugekommen.
Also auch da, das erweitert sich.
Das ist generell so.
Also gefühlt in der Essstörung war es so,
ich habe nur noch so einen ganz kleinen Fokus gehabt,
so wie Scheuklappen, so ungefähr.
Und auf einmal sind die weg.
Und der Blick erweitert sich und das Leben ist halt so eine Fülle.
Und das einfach jetzt das größte Geschenk eigentlich zu haben,
was die Recovery einem bringen kann.
Und dann ist es auch jeden Kampf, den man definitiv auch durchkämpfen muss, wert.
Und da ist keine Schande, sich Hilfe zu suchen.
Im Gegenteil.
Ja, Recovery alleine ist möglich, sicherlich.
Aber es ist unheimlich schwer durchzuhalten.
Gerade an diesen Knackpunkten, wo es sich halt auch noch nicht gut anfühlt.
Oder auch die Recovery halt komplett durchzuziehen.
Also man kann ja auch, das prägst du so dieses Wort auch,
oder auch andere, diese Quasi-Recovery.
Ja, dann hast du vielleicht dein BMI, du hast wieder mehr Lebensmittel,
die du integrierst und so.
Du achtest aber immer noch auf irgendeinem Muster.
Und gerade an dem Punkt ist es für mich auch jetzt so wichtig,
noch dran zu bleiben und auch einfach diese Absicherung nochmal in der Gruppe zu haben.
Einfach, um da nicht zurückzufallen,
sondern das, was jetzt erarbeitet wurde, zu festigen.
Und ja, diese komplette Befreiung auch noch zu haben.
Genau, das wäre auch meine nächste Frage.
Was hat dich denn nach diesen sechs Wochen Rediscover-Bogen auch in die Soul Group zu gehen
und den Weg eben in der Gruppe dann auch weiter zu gehen?
Ja, einfach nicht da stehen zu bleiben, was ich dann erreicht hatte.
Weil ich gemerkt habe, ich möchte noch mehr.
Ich möchte mich komplett davon erholen.
Und es wäre schön, wenn es sechs Wochen wären, die man intensiv durchzieht und dann ist alles weg.
Es ist aber sehr unrealistisch.
Allein schon, ich meine, so ein Gedankenkonstrukt, das sich über 17 oder damals halt 16 Jahre aufgebaut hat.
Wie soll das in sechs Wochen auf einmal verschwunden sein?
Das sind Autobahnen bei einem Gehirn.
Die sind so vertraut für einen.
Und das ist eine komplette Umprogrammierung.
Und die braucht einfach Zeit und die braucht Rückhalt, meines Erachtens.
Und ich glaube, hätte ich nach den sechs Wochen gesagt, ich höre jetzt auf.
Ja, ich war da dann bestimmt an dem Punkt, wo ich erst mal so aus diesem Lebensbedrohlichen rausgekommen wäre.
Aber ich vermute, es wäre wie so ein Jojo gewesen.
Wenn die nächste Krise gekommen wäre, hätte ich wahrscheinlich wieder zu meiner alten Strategie gegriffen,
weil das das Vertraute für mich war und auch lange Jahre geholfen hat.
Und ich wäre aber da nicht rausgekommen.
Und ob es dann nochmal so gewesen wäre, dass ich die Kraft hätte aufbringen können, mir wieder Hilfe zu suchen und so.
Also je mehr Misserfolge auch da sind, zweifelt man auch an sich und kommt an den Punkt,
ach, ich habe jetzt schon dies und das versucht und es hat ja nichts geholfen, es bringt sowieso nichts mehr.
Also eine große Gefahr und sehen wir ja auch ganz, ganz häufig.
Also je öfter man die Schleife macht, das eigene Gehirn sagt irgendwann auch so,
oh, das habe ich jetzt schon gemacht und hier habe ich schon Therapie und da habe ich schon.
Und da war ich in der Klinik und da habe ich vielleicht sogar schon mal ein Coaching gemacht.
Ich mag nicht mehr, weil das wird ja eh nichts.
Und da eben wirklich dran zu bleiben und du bist ja da sehr geradlinig auch.
Hattest du vorher schon mal Therapie oder war das dein erster Unterstützungsversuch sozusagen?
Also ich hatte nur eben Anfang 2024, hatte ich halt Einzelcoaching mal gemacht gehabt, ein paar Termine.
Und ich war mal bei, aber das ist schon Jahre dann her gewesen, war ich mal bei einer Beratungsstelle der AWO.
Aber ich habe nie irgendwie eine richtige Therapie mitgemacht, weil ich ja auch jahrelang es gar nicht so als Erkrankung wahrgenommen habe.
Das ist für mich auch eigentlich erstmal ein ganz gutes Setting war, mit dem ich ja irgendwie gesundheitsfördernd fast gedacht habe, unterwegs zu sein.
Wird einem ja auch so erzählt, gerade wenn man so Richtung Clean Eating und Orthorexie geht und alles ist gesund und Salate sind gesund und Sport ist gesund.
Das ist ja alles angeblich gesund. Bis der Körper eben sagt, nö, sehe ich anders.
Und tatsächlich war für mich die Corona-Phase auch so ein bisschen die, die meine Essstörung so ein bisschen auf die Spitze getrieben hat.
Weil auf einmal musste ich auch an gewissen Sachen ja nicht mehr teilnehmen, weil Geburtstage und so konnten ja gar nicht mehr groß gefeiert werden und so.
Wie praktisch?
Eine Essstörung lebt von Einsamkeit.
Ja.
Da kann die so richtig Blüten treiben und das hat sie dann auch bei mir.
Und ja, als dann wieder Lockerungen und so waren, habe ich da halt dann auch nicht mehr den Sprung geschafft, wieder in solche Sachen reinzugehen,
sondern war dann halt schon so tief auch in diesen Mustern, dass das dann wie so eine Negativschleife nach unten halt war.
Ja, dann kamen halt auch noch verschiedene belastende Situationen irgendwie dazu und dementsprechend war ich dann auch wirklich, ja,
körperlich an dem kritischsten Punkt innerhalb dieser 17 Jahre, die es jetzt mittlerweile schon sind.
Ja.
Und das ist genau das, also du hast gerade einen schönen Satz gesagt, nämlich die Essstörung gedeiht in der Einsamkeit.
Und das ist ja genau das, womit wir mit der Gruppe auch einen sehr, sehr guten Gegenentwurf haben.
Denn es war ja durchaus nicht so, dass es jetzt während deiner Recovery nicht durchaus auch das ein oder andere Hindernis gegeben hätte
oder auch die ein oder andere private Herausforderung.
Wie hat dir die Gruppe dabei geholfen?
Vor allem darin, dass ich wusste, da kann ich mich öffnen und da ist keiner, der so emotional an mir dran ist,
dass ich ihm zusätzlich Sorgen bereite.
Also ich musste mir da jetzt keine Gedanken machen, dass wenn ich da kritische Sachen anspreche,
dass das die Leute noch irgendwie zusätzlich destabilisiert.
Gleichzeitig haben sie mich halt auch ermutigt.
Und ich wusste da halt auch, dass ich da auf Hilfe vertrauen kann.
Also letzten Endes, ja, sind bei mir da relativ wenige Unterstützungsmöglichkeiten gewesen
im engsten familiären Umfeld.
Da mache ich ihnen aber auch keinen Vorwurf.
Die hatten da selber nicht die Kapazitäten für.
Und umso bereichernder war es halt für mich, das dann in einem anderen Umfeld zu finden.
Und ich denke, dass es auch vielen so geht, dass es da Lebensumstände gibt, die es nicht hergeben,
dass man daraus seine Unterstützung für die Recovery ziehen kann, aus unterschiedlichen Gründen.
Und dadurch ist halt so eine Gruppe so, so, so, so hilfreich,
weil man sich da ein Stück weit fallen lassen kann.
Jeder ist mal der, der getragen wird und mal der, der seine anderen mitträgt.
Und man hat halt noch die professionelle Komponente, die das Gefüge zusammenhält
und immer an den rechtzeitigen Stellschrauben auch unterwegs ist
und schaut, dass alle ja in einem ausgewogenen Verhältnis bleiben.
Oder sich nicht überfordern.
Genau, richtig.
Weil du hast ja auch die Tendenz, anderen sehr, sehr zu helfen.
Und gleichzeitig, und das ist eben auch was, was in der Gruppe ja sehr,
oder eben ja auch sehr wichtig ist für die Gruppe, eben auch zu sagen so,
hey, wir sind zwar füreinander da, aber niemand geht über seine Grenze.
Das heißt, hier auch wirklich zu lernen, auch Grenzen zu ziehen, für sich einzustehen,
zu sagen so, okay, heute halt auch mal nicht.
Heute darf ich auch mal Hilfe empfangen.
Und an anderen Tagen gibt es mir vielleicht auch ganz viel, auch was rausgeben zu können.
Du hast die Gruppe ja auch sehr intensiv mitgenommen, gerade auch zu Weihnachten,
wo du für dich selber eigentlich auch ermutigende Sprüche und ja einfach für dich Support gebraucht hast,
was du wiederum in der Gruppe geteilt hast und was eben allen Energie gegeben hat.
Und auf der anderen Ebene aber auch zu merken so, hey, ich konnte vielleicht irgendwie auch
gerade mal nicht helfen, was ja auch eine Rolle ist, aus der du rauswachsen wolltest.
Das heißt, die Gruppe hat auch nochmal sehr viele Möglichkeiten gegeben, eben zu gucken,
wie komme ich oder wie wiederhole ich vielleicht die Muster, die ich in meinem Alltag sonst habe,
nämlich immer diejenige, die hilft und für andere da ist, hier mal nicht.
Und da jemanden von außen zu haben, der eben einfach auch mal guckt und sagt so, stopp, du mal nicht.
Jetzt ist es gerade auch einfach mal nicht dran.
Und auch hier die Erlaubnis zu haben, war, glaube ich, auch sehr wichtig auf deinem Weg.
Ja, auf jeden Fall.
Auch überhaupt zu merken, wenn du Sachen nicht perfekt machst und das auch offen zeigst,
ist das sogar noch eine Ermutigung für andere, weil es ist halt auch unglaublich abschreckend irgendwie,
ich kenne das ja auch selber, wenn bei anderen es nur perfekt zu laufen scheint,
dann ist das auch irgendwie für einen selber so, ja, das schaffe ich ja eh nicht so, ne.
Aber auch wirklich zu merken, ja, ich darf mir auch Hilfe bei anderen suchen,
das war für mich auch nochmal definitiv ein großes Learning in der Gruppe.
Und ja, gerade so in der Phase, wo halt die Recovery für mich noch sehr unausgewogen
hinsichtlich der Vorteile war, die ich empfunden habe, war das umso tragender.
Also, dass ich dann auch dadurch dran geblieben bin.
So, so wichtig.
Und das bringt mich zur nächsten Frage.
Wie erlebst du denn die Unterschiede auch in der Gruppe?
Also, am Anfang war sie ja schon durchaus auch divers, jeweils auch vom Recovery-Stand.
Das hast du vorhin schon so ein bisschen geschildert.
Und jetzt ist die Gruppe inzwischen ja auch nochmal angewachsen,
hat sich ein bisschen verändert.
Es sind immer noch welche ganz vom Anfang dabei
und gleichzeitig aber auch viele neue dazugekommen.
Und wir haben ja auch vom Altersunterschied her wirklich zwischen,
ich glaube, 25 und 62 alles dabei.
Wie erlebst du diese Diversität?
Die macht es eigentlich perfekt, in Anführungsstrichen.
Weil es kommt nicht darauf an, in welchem Stadium du gerade bist,
auch welche Ausprägung du zum Beispiel hast, ob Anorexie oder Orthorexie, Bulimie, wie auch immer.
Sogar Binge-Eating hätten wir.
Genau.
Viele Probleme teilt man miteinander.
Dann ist es unglaublich bereichernd, die unterschiedlichen Stadien miteinander zu erleben,
weil der eine kann schon mehr seine Erfahrung teilen.
Davon kann derjenige, der noch am Anfang ist, sehr stark profitieren.
Man selber, der vielleicht aber schon mal nochmal einen Schritt weiter ist,
dadurch, dass man dann nochmal mit Sachen konfrontiert hat, die man am Anfang hatte,
merkt man doch auch manchmal nochmal in der Reflexion,
so ganz geklärt hast du das auch noch nicht für dich.
Also man kommt auch selber nochmal dann so an gewisse Themenpunkte,
die man vielleicht auch erstmal ein Stück weit gerne verschoben hat,
weil sie sind ein bisschen unangenehm, wenn man da dran rührt.
Sodass es immer ein gegenseitiges Bereichern ist.
Also das kann ich immer nur unterstreichen.
Und es ist keiner viel am Platz.
Es ist so, so, so, so gut, wenn jeder offen teilt, mit was er auch zu kämpfen hat,
weil dadurch wächst man alleine und in der Gruppe.
Und dieser Zusammenhalt, der sich halt auch bildet dadurch,
der ist ja einfach wie ein Balsam für die Seele.
Das hast du schön gesagt.
Und ja, also es ist wirklich dieses,
weil wie oft entwischt man sich und denkt so, nee, ich nicht mehr.
Und so dieses Self-Gaslighting, sage ich jetzt mal.
Egal, wie weit man ist.
Und auch ich finde es manchmal spannend, mich selber auch nochmal zu hinterfragen,
zurückblicken und denken so, stimmt, damit hatte ich auch ein Thema.
Oder ich hatte ja auch diesen Orthorexie-Hintergrund.
Dann haben wir dann auch so überlegt, so,
ah, warte mal, für jemanden in der Gruppe ist das zum Beispiel ein Problem.
Dann überlege ich ja so, aber ich mache das gleiche Verhalten vielleicht auch.
Ist das aber ein Problem?
Oder was steckt da eigentlich noch dahinter?
Also es ist ja so viel vielschichtiger.
Und ich meine, wie wenig geht es letzten Endes auch ums Essen?
Deswegen ist es letzten Endes auch vollkommen egal,
ob es jetzt, ja, also welche Diagnose da jetzt dahinter steht
oder ob es überhaupt eine Diagnose gibt.
Weil die Muster dahinter, die sich letzten Endes in Essen nicht essen,
Essen wieder loswerden, kompensieren, eben auch ausdrücken.
Letzten Endes immer in diesem gleichen Kern.
Also keine Geschichte ist gleich.
Aber dennoch ist diese, ja, diese Bewältigungsstrategie,
die wir uns, ich sage mal in Anführungszeichen, gesucht haben,
weil niemand sucht sich eine Essstörung aus.
Aber es ist eben der Weg, den wir gefunden haben.
Und da eben wirklich zu sehen, egal wie ich bin, ich bin willkommen, wie ich bin,
ich bin angenommen, wie ich bin.
Und ich kann auch, egal wo ich stehe, etwas beitragen,
weil dieses gesunde Ich eben auch immer da ist
und dadurch auch jedes Mal wieder gestärkt wird.
Und inzwischen bist du ja sogar Mentorin in der Gruppe,
was mich mega freut, dass du diese Aufgabe auch angenommen hast,
weil du ja wirklich von Anfang an dabei warst,
du immer sehr, sehr unterstützend warst,
aber inzwischen auch gut gelernt hast, dich auch abzugrenzen,
wo es eben auch nicht deine Baustelle ist.
Und du hast ja von Anfang an schon gesagt,
dass es dir wichtig ist, auch einen Beitrag zu leisten,
was zurückzugeben.
Wie, ja, was bedeutet es für dich jetzt auch anderen schon,
wie du es ja jetzt hier auch gerade tust,
das ist ja so wertvoll, auch was du hier teilst mit uns,
da auch was zurückgeben zu können.
Ja, also das war, wie du schon sagst, von Anfang an
auch irgendwie ein wichtiges Herzen anliegen.
Also es ist auch so ein bisschen charakterlich geprägt bei mir,
dass ich gerne Menschen helfe.
Und ich habe halt selber gemerkt,
es gibt eigentlich so wenig offensichtliche Hilfen für Menschen,
die gefangen sind in einer Essstörung.
Und es wird so sehr auch noch tabuisiert, das Ganze
und in eine gewisse Ecke geschoben.
Und mein Wunsch ist es halt,
Menschen Wege aufzuzeigen, wo ich Hilfe finden kann,
Ermutigung auch zu geben,
indem man eben zeigt, es ist möglich,
auch zu jedem Zeitpunkt, egal wie lange es schon gelaufen ist,
und einfach auch diese Hilfe, die ich empfangen habe,
noch mal weitergeben zu können.
Und das ist auch noch mal was,
also ich möchte auch einmal Betroffenen helfen,
möchte aber gleichzeitig auch so ein bisschen Sprachrohr werden,
dass es halt nicht mehr so ein Tabu auch in der Gesellschaft ist.
Weil keiner sollte sich dafür schämen,
eine Essstörung zu haben,
weil das noch viel, viel mehr verstärkt,
dass derjenige nicht auf die Suche nach Hilfe geht
und es eventuell irgendwann zu spät ist.
Und es sollte letzten Endes so normal sein,
wie wenn man sich das Bein gebrochen hat,
dass man sich Hilfe sucht,
dass man eben nicht auf die Idee kommt,
ach, da mache ich mal ein Pflaster drauf
und dann wird das schon.
Ja, das ist nicht die adäquate Hilfe.
Ja, weil, wie ich sage mal,
niemand hinterfragt, wenn wir zum Zahnarzt gehen,
da sagt ja auch keiner,
oh, das Loch ist aber noch nicht tief genug,
also da wartet man noch mal ein bisschen,
bis es so richtig unten reingucken kann
und die Wurzel entzündet ist.
Das macht ja keiner.
Das heißt, das wirklich auch zu normalisieren
und ja, letzten Endes auch Wege zu zeigen,
so hey, das ist eine Form.
Und letzten Endes haben wir ja hier auch ganz viele Varianten,
die auch du heute geschildert hast,
nämlich sowohl 1-zu-1-Unterstützung
als aber auch den Weg,
sich wirklich ein Team zusammenzubauen,
und da auch zu gucken,
wie finde ich vielleicht auch die Unterstützung,
die wirklich hilfreich ist,
weil du hast es vorhin ja auch angedeutet,
so Ernährungsberatung ist zum Beispiel
nicht gleich Ernährungsberatung.
Coaching ist auch nicht gleich Coaching,
weil es ist ja leider kein geschützter Begriff.
Und da eben wirklich zu gucken,
so hey, wie finde ich jetzt letzten Endes auch jemanden?
Oder ja, bauen wir auch wirklich
ein Unterstützungssystem zusammen?
Weil das ist das.
Ich sage immer, es ist ja nicht unsere Schuld,
dass wir in die Essstörung gekommen sind,
aber es ist leider, oder Gott sei Dank,
aber weil das können wir nämlich machen,
unsere Verantwortung uns da wieder rauszuholen.
Und wir haben zum Glück heute Möglichkeiten.
Und wenn das enttabuisiert wird
oder eben einfach auch Wege bekannt sind,
dann ist es natürlich unglaublich kraftvoll.
Du hast es ja vorhin so ein bisschen auch angedeutet,
so dieser Kontrast zwischen 1-zu-1 und Gruppencoaching.
Was würdest du denn sagen,
was kann eine Gruppe,
was Einzelcoaching nicht kann und andersrum?
Also Einzelcoaching,
der Vorteil da ist,
dass man halt viel tiefer
in die persönlichen Probleme reingehen kann.
Da auch natürlich einen größeren Sprechraum hat
und einfach nochmal intensiv
nur an die eigene Problemlösung gehen kann.
Also wenn man dann 60 Minuten für sich hat,
ist das natürlich mehr effektiv in der Hinsicht.
Aber es ist super,
dann als Ergänzung die Gruppe zu haben.
Also ich denke,
es ist immer eine Kombi ganz gut,
weil in der Gruppe einfach
dieses Teilen der gemeinsamen Erfahrung,
das Verstandenwerden,
das Unmittelbare,
das Gemeinsame Erarbeiten
dann auch an Strategien,
die so ein bisschen globaler zu sehen sind.
Also da geht es dann nicht um
vielleicht die einzelnen Beziehungen,
die bei einem irgendwie schwierig sind
oder die Herausforderungen,
von denen man gerade in seinem Leben steht.
Aber dass man halt so Skills entwickelt,
die einem helfen.
Sowas wie das Dialogschreiben,
irgendwie auch gegenseitiges Mitgefühl zu entwickeln
oder auch einfach über seine Erkrankung sprechen zu können.
Weil es ist erstmal dann auch leichter,
mit natürlich Betroffenen zu sprechen,
weil die kennen das ja,
die verurteilen einen dann sowieso nicht dafür.
Dann kann man das schon so ein Stück weit verbalisieren,
weil das habe ich jetzt auch gemerkt.
Ich bin jetzt an einem Punkt,
wo ich auch mit Menschen mehr darüber reden kann,
die halt keine Essstörung haben.
Dass ich halt wirklich sage,
ich habe das und das,
ohne dass ich das jetzt irgendwie
als Dramaturgie aufbauen will,
sondern einfach,
dass ich es transparent sagen möchte.
Genauso wie mir jemand anders halt sagen kann,
wenn er, weiß ich nicht,
gerade eine Krebstherapie macht
oder es muss ja nicht gleich das ganz Krasse sein,
sondern, weiß ich nicht,
eine stärkere Grippe hatte
und jetzt noch was hat
oder der klassische Bandscheibenvorfall
und dafür eine Reha oder sowas.
Genauso normal sollte es sein,
wenn es halt jemanden mit einer Essstörung betrifft.
Und ich dadurch,
dass ich es erst in einem geschützten Raum geteilt habe,
es jetzt auch mit anderen teile
und auch da bei den meisten mittlerweile
auch sehr positive Rückmeldungen irgendwie hatte.
Also klar,
es ist erstmal befremdlich auch für die anderen,
aber letzten Endes kommt dann auch,
glaube ich,
insgesamt so ein bisschen
so der Effekt dabei rum,
dass es halt nicht nur diese Klischees sind,
so nach dem Motto eben
die irgendwelche Modelmaße
und das ist ja dann vielleicht,
wenn auch nur noch in gewissen Sportarten
wie Ballett oder irgendwie sowas,
dass man damit auch aufräumt.
Ja, total.
Und was du beschreibst,
ist ja letzten Endes auch eine sehr, sehr wichtige Fähigkeit,
die man in der Recovery eben auch lernt.
Also Carolyn Kostin sagt immer so schön,
Reaching out,
also sich wirklich Hilfe zu suchen,
sich auch an andere zu wenden,
damit eben die Essstörung
nicht mehr ihren einsamen kleinen Kokon hat,
in dem sie wirken kann,
sondern wirklich auch zu lernen
und meistens machen wir das im sicheren Rahmen.
Also ich sage auch immer,
entweder ich als Coach bin,
meistens erst mal so dieser sichere Rahmen,
weil ich ja diese gelebte Erfahrung habe.
Gleiches gilt für die Gruppe.
Das heißt, hier haben wir schon mehrere
und wir lernen natürlich dort auch,
wie teile ich mich denn mit?
Was ist vielleicht auch funktional,
dass ich die anderen nicht einfach nur überhäufe
mit meinem Problem,
weil das kann wirklich ja überfordernd sein,
aber gleichzeitig ist es so wichtig,
sich eben auch Unterstützung zu suchen
und wie genau mache ich das,
dass ich eben dann auch die Hilfe,
die ich vielleicht brauche, bekomme
oder vielleicht auch gar nicht Erwartungen
an bestimmte Personen habe,
sondern einfach für mich selber da einen Weg finde,
auch mir eben Unterstützung zu holen.
Und was du beschreibst,
ist ja wirklich auch dieses,
also was Menschen eben wirklich auch mögen,
weil es ist einfach eine Möglichkeit
von Verbindung,
wenn wir uns öffnen,
wenn wir anderen Menschen
auch die Möglichkeit geben zu helfen,
ohne dass sie unsere Probleme lösen müssen.
Das ist ja gar nicht die Aufgabe,
aber jedes Mal,
wenn wir uns dann jemand anderen wenden
und es eben nicht mit uns ausmachen,
stärken wir unser gesundes Ich,
aber eben auch die Beziehungen,
weil es ist ein Riesenvertrauensbeweis.
Und ja, wie gesagt,
Menschen sind eigentlich immer nur dann überfordert,
wenn sie das Gefühl haben so,
okay, egal was ich hier sage,
ich kann irgendwie nichts machen,
sie hört eh nicht drauf
und ich bin ohnmächtig,
dann wird es schwierig.
Aber genau diese Dinge eben auch zu lernen,
wie suche ich mir konstruktiv auch Hilfe,
dafür ist eine Gruppe natürlich auch
ein super Einstieg.
und ja, letzten Endes auch
einfach auch ein Erfahrungsraum.
Ich sage mal,
wir können so alles erst mal üben,
bevor wir das dann aufs Leben übertragen,
weil Recovery ist ja so viel mehr
als ein Raus aus der Essstörung,
sondern es sind halt wirklich,
ja, letzten Endes auch Lebensskills.
Ja, auf jeden Fall.
So, um so langsam mal hier zum Abschluss zu kommen,
was würdest du denn jemandem sagen,
der vielleicht noch zweifelt,
ob eine Gruppe vielleicht das Richtige ist oder nicht
oder vielleicht auch Bedenken hat,
wie du am Anfang?
Es ist auf jeden Fall wert,
in New Recovery zu gehen.
den mutigen Schritt zu wagen.
Und wenn man Zweifel hat,
zeigt es eigentlich schon,
es gibt in dir dein gesundes Ich
und es gibt das essgestörte Ich.
Und ja,
die Autorität liegt jetzt vielleicht
im Moment noch nicht bei dir selber,
wieder bei deinem gesunden Ich.
Aber es ist absolut möglich,
dem immer mehr Gehör zu schaffen
und ja, sich daraus befreien zu können.
Und man muss erst mal den Schritt alleine machen,
ja, sich dafür zu entscheiden.
Aber gerade, wenn du dann auch in die Gruppe reinkommst,
hast du auf einmal eine Handvoll erst mal von Menschen,
die dabei sind, dich darin zu unterstützen,
durchzuhalten, dich immer wieder neu in diese Entscheidung zu geben.
Weil am Anfang ist es wirklich,
dass du dich täglich immer wieder neu dafür entscheiden musst,
weiter dran zu bleiben, weiter zu gehen,
in die Challenges reinzugehen.
Und es ist so ein krasses Auffangnetz,
was man sich dann da schaffen kann,
was dir eine so große Hilfe an die Seite stellen kann,
die du dir jetzt im Moment,
wo du noch alleine bist,
gar nicht vorstellen kannst.
Und jeder, der irgendwie versucht,
da rauszukommen,
kann ich es aus meiner eigenen Erfahrung nur empfehlen.
Also mir hat es das Leben gerettet,
mich da rein zu begeben.
Der 10-Meter-Sprung fühlte sich am Anfang
erst wie eine absolute Lebensbedrohung an.
Aber es war letzten Endes das,
was mir mein Leben zurückgegeben hat,
mir so viel Freude zurückgebracht hat.
Und auch beim Sprung vom 10-Meter-Brett,
auf einmal werden da Glücksgefühle,
Adrenalin wird freigesetzt.
Der Magen nach oben strömt.
Genau.
Einfall.
Genau.
Und genau so auszahlend ist es,
wenn man sich dazu überwindet,
loszugehen.
So schön gesagt.
Und du hast es gerade auch gesagt,
dieser freie Fall.
Du fällst ja nicht irgendwie,
weiß ich nicht,
auf Beton oder so,
sondern du wirst wirklich gefangen.
Und so wie du es geschildert hast,
gleich in der ersten Session
auch sehr weich gefangen.
Ja.
Gibt es etwas,
was du gerne gewusst hättest,
bevor du gestartet bist in der Gruppe?
Ja,
ich hätte das Erleben,
was ich jetzt habe,
gerne schon gewusst,
dass ich das erreiche.
Weil so sehr man es sich damals gewünscht hat,
man hat ja keine Sicherheit dafür,
dass es so wird.
Man muss erst mal in Vorschuss gehen
mit seinem Vertrauen.
Aber dadurch,
dass es schon so viele geschafft haben,
auf unterschiedliche Arten,
also es gibt da ja auch kein richtig oder falsch,
es gibt kein richtiges Tempo,
kein zu schnell,
zu langsam,
aber es ist auf jeden Fall für jeden möglich.
Ja, absolut.
Und das ist genau richtig,
auch weil ich sage mal so,
wir beide haben ja durchaus
ein sehr schnelles Tempo hingelegt
und Gruppen haben ja manchmal auch
die Tendenz zu vergleichen,
zu neigen,
wobei ich auch sage,
selbst diese Momente sind unglaublich wertvoll,
weil genau damit können wir wieder arbeiten.
Und es gibt,
wie du sagst,
kein richtiges Recovery Tempo.
Es gibt unterschiedliche Charaktere,
auch wie man da reingeht,
wie schnell oder langsam man den Weg geht
und alles ist richtig,
solange wir einfach einen Schritt
nach dem anderen gehen
und auch mal stolpern
und all diese Dinge sind erlaubt,
dürfen da sein
und sind so,
so wertvoll.
Und ja,
wie gesagt,
auch zu sagen,
okay,
es gibt so viele andere
und ich glaube gerade in so einer Gruppe
eben auch zu sagen,
okay,
es gibt nicht nur irgendwelche anderen,
die man vielleicht auf Social Media
irgendwo mal gesehen hat,
sondern es sind diese anderen,
die kenne ich irgendwie auch
oder ich kann da ja auch zusehen,
wie sie wachsen,
also auch dir beim Wachsen zuzugucken
oder auch gegenseitig,
gerade bei denen,
die länger drin sind.
Also wie ist es für dich,
auch die anderen vielleicht auch
in ihrer Entwicklung zu sehen?
Das ist immer total schön zu sehen,
wenn sich da bei dem anderen
immer noch mal was gelöst hat
oder auch ist es so,
dass ich bei einer anderen,
die bei uns in der Gruppe mit dabei ist,
es so toll finde,
was sie schon für eine Veränderung
hinsichtlich ihres Körperbildes auch hat,
wo ich zum Beispiel noch
mir ein bisschen mehr
auch bei mir selber wünsche,
aber einfach so diese Steps
auch mitzubekommen
immer von den anderen,
da kann man auch so ein bisschen abschielen
und es ist halt gleichzeitig
auch so eine Ermutigung
und so eine Freude einfach zu sehen,
wie jeder auf seine Art
und Weise sich entwickelt
und da immer wieder noch was dazukommt
und das ist einfach,
man freut sich da nicht nur für sich,
sondern halt auch für die anderen
und das insgesamt halt auch in der Gruppe.
Ja, absolut.
Und hast du noch einen Tipp,
wie man sich so,
wenn man sich entscheidet,
in so ein Gruppensetting auch zu gehen,
wie man das Beste für sich
da auch rausholen kann?
Also auf jeden Fall
den Mut auch aufzubringen,
sich zu öffnen,
also auch Redeanteil
durchaus in Anspruch zu nehmen,
weil auch das war für mich
eine gewisse Hürde,
dass ich ein ziemlich krasses Problem
damit habe.
Ich möchte keinem was wegnehmen,
möchte nicht zu viel Raum
in Anspruch nehmen.
Genau.
Genau.
Aber genau das ist es,
was es einem erleichtert,
dann möglichst viel Benefits
rauszuziehen,
indem man seine Hürde,
vor der man gerade steht,
genau so sagt,
Themen mit einbringt.
Also wir hatten es ja zum Beispiel
bei Rediscover erst,
dass wir sehr viel Input hatten
und danach ging es erst so ein bisschen,
dass wir auch unsere eigenen Themen
mehr eingebracht haben.
Und da an dem Punkt
dann auch wirklich so viel wie möglich
preiszugeben und reinzubringen
und du gehst da immer auch
total intensiv dann mit rein
und bringst da auch nochmal
zusätzlichen Content mit
und dann auch zu merken,
wenn einmal so ein bisschen
die Tür aufgemacht wird,
dann geht sie von ganz alleine
noch viel, viel weiter auf
und auf einmal kommt man auch
aus seiner sehr, sehr
eingeschränkten Sicht raus
und kann ganz viel
für seine persönliche Recovery mitnehmen.
Superschön.
Ja, und wir öffnen ja jetzt
für Juni nochmal die Türen
auch für die Soul Group.
Gibt es was,
was du jemandem noch mitgeben möchtest,
der überlegt,
da vielleicht jetzt noch dazu zu kommen?
Ja, ich würde mich auf jeden Fall freuen,
auf jeden, der mit dazu kommt.
Es sind so viele tolle Frauen mit dabei,
die ja so tolle Entwicklungen
schon gemacht haben
und auch Sachen weitergeben möchten.
und jeder, der gerade noch so am Zweifeln ist,
bitte nimm den Mut zusammen,
komm zu uns.
Wir können dir mit an die Seite gestellt werden,
dass du ja nicht mehr alleine
mit deinen Sorgen bist,
mit deinen Herausforderungen
und ja, es wäre so schön mitzuerleben,
wie du dann selber wächst.
Ja, genau das.
Es ist ja auch mein Antrieb,
so dieses Wachsensehen
und der, wie du bist für mich,
so dieses,
ja, du bist der Grund,
warum ich damals ja auch losgegangen bin.
Wir sind, ich glaube,
in so vielen Punkten uns so ähnlich.
Ich glaube, deswegen matcht das auch einfach so,
weil ich damals auch gesagt habe,
Mensch, ich möchte anderen so,
so gerne helfen.
Ich möchte,
ich will nicht,
dass sich jemand so fühlt,
wie ich mich damals gefühlt habe
und zu sehen,
auch wie du dich entwickelt hast,
wie die anderen Frauen,
sich in der Gruppe zu entwickeln,
wirklich auch,
also was da rauskommt,
also allein auch,
wie du uns mitgenommen hast,
nach Paris,
mit dir gemeinsam Waffeln zu essen
und Spaghetti-Eis zu essen
und all diese Dinge.
Aber wie gesagt,
nicht nur das Essen,
sondern auch die,
ja, einfach diese ganzen
emotionalen Herausforderungen dahinter,
da mitzuerleben,
wie du uns durch,
ja, einfach mitgenommen hast
und zu sehen,
wie du daran gewachsen bist.
Und es ist einfach so, so schön.
Das heißt also wirklich,
jeder, der überlegt
oder wer sich unsicher ist,
kommt gerne auch in ein Vorgespräch,
also in einem Discovery Call,
dann können wir auch da noch mal
über einzelne Bedenken sprechen.
Und ja,
wie gesagt,
es ist einfach wirklich ein Raum.
Er ist geschützt,
er ist sicher,
er ist,
ich finde,
sehr warm,
damit manchmal auch sehr fordernd,
aber niemals überfordernd,
weil jeder auch,
wie gesagt,
weil jeder schaut in seinem Tempo,
ach,
was passt für mich gerade
und was nicht.
Und auch ich freue mich
über jede einzelne mutige Seele,
die dazukommt.
Und ja,
untereinander heißen wir ja auch
Soul Sisters,
weil man spürt diese Verbindung
einfach wirklich von Anfang an
und es ist einfach,
ja,
also ich bin froh,
diesen Raum wirklich auch
erschaffen zu haben
und dass du eben auch,
ja,
also uns beide gibt es auf jeden Fall
auch längerfristig und dauerhaft.
Disclaimer.
Und vielleicht nochmal ganz zum Abschluss,
ja,
wofür bist du am dankbarsten
für deinen Recovery Weg
und wo siehst du dich in einem Jahr?
Ja,
ja,
dankbar dafür bin ich,
dass ich halt noch hier bin.
Oh ja.
Dass ich neue Chancen aufgetan haben,
dass ich wieder Lebensfreude habe
und die mit ganz vielen
wertvollen Menschen teilen kann.
Und ja,
in einem Jahr,
wo ich mich da sehe,
ich denke nochmal viel,
viel befreiter.
Fahren ja jetzt gerade mal
neun Monate.
Genau.
Und halt,
ja,
in einer Rolle,
wo ich Menschen,
die jetzt gerade noch
selber am Kämpfen sind,
begleiten kann,
Ermutigung sein kann
und ja,
vielleicht dann mit dir
am Hörerende
zusammen auch noch
eine Reise
in der Recovery starte.
Wunderwunderschön.
Ich danke dir
so, so sehr.
Gibt es noch etwas,
was du den Hörerinnen
mitgeben möchtest?
Es ist nie zu spät
zu starten
und es ist so viel möglich,
wenn man einmal
begonnen hat,
sich auf die Reise
zu begegnen,
begeben
und ja,
ich würde mich freuen,
daran teilhaben zu können.
Wunderschön.
Ich mich ebenso.
Debbie,
ich danke dir so, so sehr
für deine Zeit,
für deine Offenheit,
deinen Mut
und ja,
hoffentlich auch ganz viele
neue Soul Sisters,
die wir
die nächsten Monate
begrüßen dürfen.
In diesem Sinne,
vielen Dank,
dass du als Hörerin
heute dabei warst
und ganz viel Liebe
von uns beiden.
Vielen Dank,
dass du dir Zeit
für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe,
diese Folge hat
einen kleinen positiven
Unterschied
in deinem Tag gemacht.
Mit deiner
Fünf-Sterne-Bewertung
kannst du genau
diesen Unterschied
auch im Leben
anderer lebensvolliger
Frauen bewirken,
die diesen Podcast
noch nicht gefunden haben
und sich ebenfalls
nach einem Leben
in Freiheit
und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen
und freue mich,
auf Instagram
mit dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du
in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
Debbie
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