#17 Teil 2 - Recovery als Paar: Was wirklich geholfen hat
Von der Entscheidung zur Transformation - unser RealiTea Talk über Recovery
30.07.2025 53 min
Zusammenfassung & Show Notes
In diesem zweiten Teil unseres Gesprächs teilen wir, wie meine Recovery unsere Beziehung von Grund auf verändert hat. Markus erzählt, woran er gemerkt hat, dass ich wirklich in Recovery bin - von den ersten Recovery-Büchern über die zwei, drei Nudeln mehr auf meinem Rucola-Teller bis zu dem Moment, als ich endlich aufgehört habe, drei Stunden lang jedes Etikett im Biomarkt zu studieren.
Wir sprechen über die schmerzhaften Umwege, die ich gegangen bin (inklusive der Rückkehr zu meinem Ex), und darüber, was ein Partner wirklich tun kann, um die Recovery zu unterstützen - und was er unbedingt lassen sollte.
Für das Verständnis unserer Geschichte solltest du die Folge #16 vorher gehört haben.
Du erfährst in dieser Episode:
• Woran Markus gemerkt hat, dass ich wirklich in Recovery bin
• Warum ich nochmal zu meinem Ex zurückgegangen bin und was das mit meiner Recovery zu tun hatte
• Welche konkreten Verhaltensweisen eines Partners die Recovery unterstützen - und welche sie sabotieren können
• Wie wir von einer von der Essstörung dominierten Beziehung zu einer gleichberechtigten Partnerschaft gefunden haben
• Was Markus heute anders machen würde mit dem Wissen, das er jetzt hat
Besonders wichtig für Partner: Markus teilt seine wertvollsten Erkenntnisse darüber, wie man als Partner unterstützen kann, ohne zu kontrollieren. Er spricht ehrlich darüber, warum er „hätte im Dreieck tanzen könnten“ und es trotzdem nichts gebracht hätte - solange ich nicht selbst die Entscheidung für die Recovery getroffen hatte.
Diese Episode ist für dich, wenn:
• Du selbst in einer Beziehung bist und dich fragst, wie dein Partner deine Recovery unterstützen kann
• Du als Partner verstehen möchtest, wie du wirklich helfen kannst (und was du unbedingt lassen solltest)
• Du wissen möchtest, wie eine Beziehung nach der Recovery aussehen kann
Trigger-Warnung: Wir sprechen über toxische Beziehungsmuster und emotionalen Missbrauch.
Hast du Fragen an uns als Paar? Schick sie mir gerne für unsere kommende Q&A-Folge an romy@romy-hoerbe.de oder über Instagram @romy_hoerbe
Höre jetzt rein und erfahre, warum Recovery nicht nur mein Leben, sondern unsere gesamte Beziehung transformiert hat.
Links
Wir sprechen über die schmerzhaften Umwege, die ich gegangen bin (inklusive der Rückkehr zu meinem Ex), und darüber, was ein Partner wirklich tun kann, um die Recovery zu unterstützen - und was er unbedingt lassen sollte.
Für das Verständnis unserer Geschichte solltest du die Folge #16 vorher gehört haben.
Du erfährst in dieser Episode:
• Woran Markus gemerkt hat, dass ich wirklich in Recovery bin
• Warum ich nochmal zu meinem Ex zurückgegangen bin und was das mit meiner Recovery zu tun hatte
• Welche konkreten Verhaltensweisen eines Partners die Recovery unterstützen - und welche sie sabotieren können
• Wie wir von einer von der Essstörung dominierten Beziehung zu einer gleichberechtigten Partnerschaft gefunden haben
• Was Markus heute anders machen würde mit dem Wissen, das er jetzt hat
Besonders wichtig für Partner: Markus teilt seine wertvollsten Erkenntnisse darüber, wie man als Partner unterstützen kann, ohne zu kontrollieren. Er spricht ehrlich darüber, warum er „hätte im Dreieck tanzen könnten“ und es trotzdem nichts gebracht hätte - solange ich nicht selbst die Entscheidung für die Recovery getroffen hatte.
Diese Episode ist für dich, wenn:
• Du selbst in einer Beziehung bist und dich fragst, wie dein Partner deine Recovery unterstützen kann
• Du als Partner verstehen möchtest, wie du wirklich helfen kannst (und was du unbedingt lassen solltest)
• Du wissen möchtest, wie eine Beziehung nach der Recovery aussehen kann
Trigger-Warnung: Wir sprechen über toxische Beziehungsmuster und emotionalen Missbrauch.
Hast du Fragen an uns als Paar? Schick sie mir gerne für unsere kommende Q&A-Folge an romy@romy-hoerbe.de oder über Instagram @romy_hoerbe
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- Markus Kämmerer, Holistic Business Strategist, Coach/Lehrcoach/Mentor
- Webseite: https://markus-kaemmerer.de, Instagram www.instagram.com/markuskaemmerer
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romys Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Schön, dass du wieder dabei bist und heute geht es ja weiter mit Teil 2 unserer Geschichte,
wie die Essstörung letzten Endes unsere Partnerschaft beeinflusst hat und eben aber auch die Recovery.
Und wenn du Folge 16, also unseren ersten Teil dieses Interviews, noch nicht gehört hast,
dann hüpf unbedingt erst mal zu dieser Folge zurück.
Denn darin sind wir ganz intensiv darauf eingegangen, wie sich die Essstörung eigentlich bei mir entwickelt hat,
beziehungsweise wie wir auch gemerkt haben, okay, ich habe vielleicht eine Essstörung,
wie sich das auf unsere Beziehung ausgewirkt hat.
Und ja, ich sage mal, das war vielleicht so ein bisschen der düsterere Teil.
Und heute gehen wir aber natürlich vor allem auf die Recovery ein.
Was hat sich seitdem entwickelt?
Was war hilfreich in der Recovery?
Gemeinsam auch in der Partnerschaft?
Wie kann ein Partner unterstützen?
Was ist nicht unterstützend?
Und wie gesagt, hör unbedingt erst mal Teil 1 dazu.
Und wir beginnen jetzt hier an der Stelle, wo wir aufgehört haben, nämlich mit der Frage.
Ab wann hast du denn eigentlich gemerkt, dass ich wirklich jetzt in Recovery bin?
Ja, ich glaube, letztendlich gab es ja zwei Phasen.
Die erste Phase ist so zu sagen, okay, Rumi bestellt Bücher, Rumi beschäftigt sich mit dem Thema, es ist was anderes.
Auch die Themen, die sie und die Erkenntnisse, die mir erzählt hatte.
Und du hast doch also aus den ersten Büchern, das und dort, und da hast du dich wiedergefunden oder auch nicht wiedergefunden
und das Übertragen auf dich.
Und du hast mir wirklich immer wieder berichtet und wir haben ganz, ganz, ganz viel über das gesprochen,
was es für dich ist, was da geschrieben steht.
Und du hast mich halt wirklich auf den Weg mitgenommen.
Das war so, glaube ich, der erste Punkt, wo ich gemerkt habe,
okay, wir sprechen nicht mehr nur über das spezielle Korn, was an so und so im Kochbuch steht,
was irgendwie, keine Ahnung, sondern wir sprechen plötzlich über Recovery.
Und das war sozusagen der erste Punkt.
Aber der eigentlich wirklich entscheidende Punkt war dann, als du was anderes getan hast.
Weil drüber lesen ist halt das eine, aber drüber lesen macht nicht gesund.
Kochbücher lesen macht auch nicht satt.
Kochbücher lesen macht nicht satt.
Recovery Bücher lesen macht nicht gesund.
Das war mir auch völlig klar.
Und deswegen war jeder Moment, wo Rumi wirklich was getan hat, war für mich wie so ein,
ach, Rumi tut was.
Und es waren ja eigentlich nur kleine Dinge.
Also es ist ja jetzt nicht, dass ich mein Leben von heute auf morgen umgekrempelt wäre
oder wie man heute so schön sagt, klassisch all in gegangen wäre,
sondern waren so ganz kleine Sachen.
Also und wenn auf dem Rucola, also es gab eigentlich Nudeln mit Rucola,
bei mir gab es Rucola mit Nudeln,
es einfach immer zwei, drei Nudeln mehr geworden sind.
So stetig.
Und ich habe dich ja auch wirklich gelöchert.
Also ich glaube, Markus hat in der Zeit so viel über sich gelernt.
Ich habe so viel über mein Essen gelernt wie nie im Leben zuvor.
Und das auf eine ganz andere Art.
Also was ich dich gelöchert habe, weil ich das verstehen wollte.
Ich wollte wirklich verstehen, wie ticken gesunde Menschen?
Was macht ein Gesunde mit?
Warum essen gesunde Menschen?
Wie gesunde Menschen essen?
Und dass Markus ein gesunder Mensch war, das war mir irgendwie sehr klar.
Also da habe ich auch echt Schwein gehabt.
Also das war wirklich für mich eine ganz neue Zeit,
weil Rumi fragt mich plötzlich über mein Essen.
Da kamen so Sachen wie, bist du jetzt voll?
Auf welcher Skala?
Von eins bis zehn bist du denn voll?
Ja, aber bist du wirklich so voll?
Wie kann das jetzt sein?
Oder hast du nur das gegessen?
Warum bist du jetzt so voll?
Warum esse ich das?
Hast du jetzt Appetit?
Oder ist es heiß?
Und dann dachte mir, er ist voll.
Und zehn Minuten später steckte zwei Stück Schokolade in den Mund.
Ich so, hä, hast du nicht gesagt, du bist voll?
Wieso kannst du jetzt Schokolade essen?
Und ich denke nur so, wenn ich sag, ich habe gut gegessen,
heißt doch lange nicht, dass ich nicht danach Schokolade essen kann.
Ich habe das Prinzip überhaupt nicht verstanden.
Wie Rumi meinte, du hast doch gerade gesagt, ich bin voll, Müncher.
Ja, ich bin ja auch satt.
Aber Schokolade ist doch was anderes.
Und Rumi hat überhaupt nicht verstanden, wie Schokolade was anderes sein könnte.
Ich dachte, wenn du satt bist, dann musst du definitiv aufhören
und dann darfst du nicht weiter essen.
Und also dieses Konzept doch, ich wollte dann verstehen,
ach so, ist das jetzt Appetit oder Hunger?
Oder warum essen Menschen?
Ja, und da habe ich dann Rumi die Alf-Story erzählt,
weil Alf hat ja sieben Nebenmegen, wo er alles runterbringt.
Und ich glaube nicht, dass es ihr richtig geholfen hat,
weil es hat mir auch nicht so richtig geglaubt.
Gott sei Dank hat unser Kater überlebt.
Ja, also ich stehe nicht so auf Kater.
Der Kater hat wunderbar überlebt.
Also den haben wir nicht gefuttert, aber die Schokolade.
Und ja, ich habe einfach berichtet darüber, warum ich esse.
Und mir wurde, ich habe ja vorher nie drüber nachgedacht,
warum esse ich denn so?
Oder wie viel mache ich denn drauf?
Oder wann höre ich denn auf?
Oder wann esse ich denn noch?
Ich habe es einfach gemacht, wie es mir halt...
Du bist wirklich der intuitive Esser vom Herrn.
Es war halt da, oder es war lecker, oder es hat gepasst,
oder ich konnte das ja nie beschreiben.
Und dann habe ich gelernt, zu beschreiben,
warum ich es esse, wie ich esse.
Weil Rumi hat wirklich alles herausgefunden.
Und ich glaube, mein Vorteil war,
dass ich, glaube ich, einer der wenigen bin,
und das ist auch ein bisschen Rumi's Glück an der Stelle,
dass ich nicht so von der Diätgesellschaft vermurkst bin.
Ich lasse mir ja sowieso ungern was vorschreiben,
schon gar nicht von diesen Regeln und allem.
Deswegen war ich, ohne dass ich das wusste
und vielleicht auch ohne, dass Rumi das wirklich
in der Tiefe wusste, ein Vorbild,
weil ich diese ganzen Mechanismen,
die in der Essstörung da haben,
eben gerade nicht erfüllt hatte.
Das war ein schöner Kontrast.
Ja, total.
Also du warst ja auch der Einzige, der das hatte.
Also selbst in meiner Familie, auch meine Mama,
die hat sich ja wirklich bemüht.
Und ich habe ihr auch extra noch so einen Fahrplan gegeben
und gesagt, hey, sag bitte nicht das
oder sag bitte nicht, dass du dich,
weiß ich nicht, hast du Sport gemacht hast
oder wie viel du dich bewegt hast
oder irgendwelchen Diät-Talks oder so,
weil sie ja auch teilweise mit ihrem Körperbild kämpfen.
Sie hat das überhaupt nicht böse gemeint,
aber sie konnte es auch nicht lassen,
weil sie da auch sehr geprägt ist.
Und Markus aber so gar nicht.
Das war wirklich auch ein Stück weit unser Glück.
Und man hat wirklich gemerkt,
jedes Stückchen hat wirklich Leben reingebracht.
Die Dissensituationen wurden weniger,
die Gespräche wurden anders,
die Energie wurde mehr.
Wir haben eigentlich Schritt für Schritt
Leben zurückbekommen
oder es uns zurückerobert auch.
Das ist ja nicht von alleine passiert,
also überhaupt nicht.
Und jetzt habe ich kein Paar in der Zeit,
aber haben letztendlich auch immer mehr zusammen auch gelebt
und erlebt.
Also da war plötzlich so der,
das war klar,
okay, wenn die Richtung bleibt,
dann wird es gut.
Ja.
Und der Punkt war ja auch,
dass ich einen krassen Vergleich hatte,
weil wie ich es ja schon gerade so ein bisschen angedeutet habe,
bin ich ja, wie gesagt,
damals für mich völlig unverständlich.
Heute kann ich es nachvollziehen,
auch wenn ich es immer noch nicht gut heiße.
Aber ich habe verstanden,
warum ich es gemacht habe,
bin ich ja nochmal zu meinem Ex kurze Zeit zurückgekehrt.
Nochmal.
Ja, Markus muss mir auch gedacht haben,
oh Gott.
Also diese Schleife,
es hätte echt ein paar Schleifen weniger gebraucht.
Aber sie war wichtig,
weil sie hat mir final geholfen,
mich zu lösen,
weil ich auch verstanden habe,
was diese Beziehung auch mit meiner Essstörung zu tun hatte.
Weil sie letzten Endes eigentlich auch diesen Identitätsbestandteil
von ich darf nicht lebendig sein gefüttert hat.
Und warum ich eigentlich zurück bin,
und was ich damals gar nicht so hätte benennen können,
war, dass ich eigentlich auf eine ehrliche Entschuldigung gehofft hatte.
Und ja, ich irgendwie dieses Thema aufarbeiten wollte.
Ich habe auch damals ein Buch gelesen gehabt von Thordis Elva,
die eben auch so eine Erfahrung mit ihrem Exfreund sozusagen aufgearbeitet hat.
Und irgendein Teil von mir hatte diesen Wunsch, das auch zu tun,
weil ich gedacht habe,
es wäre so ein Stück auch auf meinem Heilungsweg.
Und ist es letzten Endes auch gewesen,
aber anders, als ich es mir eigentlich gewünscht hätte.
Und gleichzeitig habe ich so wahnsinnig viel damals aber auch erkannt.
Auch wenn das natürlich nochmal für Markus wahnsinnig schmerzhaft war zu sehen.
So, jetzt ist der da zurückgegangen.
Das kann doch gar nicht sein.
Schmerzhaft.
Weil das zu verstehen war...
Also man kann es mit logischem Menschenverstand auch nicht verstehen.
Also ich verstehe auch, wenn das jetzt keiner versteht,
der hier gerade zuhört.
Aber das war auch der Punkt.
Ich habe dann mir auch erlaubt,
dass es keiner verstehen muss
und dass ich irgendwie intuitiv weiß,
was ich hier gerade tue.
Und gleichzeitig hat mir das auch die Möglichkeit gegeben,
also ohne, dass ich das irgendwie geplant hätte oder so.
Aber ich habe ja dann auch einige Zeit eben bei meinem...
Ja, dann gerade nicht mehr Ex verbracht.
Und habe gemerkt,
was ist auch hilfreich bei einem Partner in der Recovery und was nicht.
Weil für die Recovery entschieden hatte ich mich ja dann da.
Und auch er hat eigentlich versucht, unterstützend zu sein.
Also hat dann auch für mich gekocht,
kann auch super kochen.
Und hat aber so die Teller auch vorportioniert.
Das ist wie im Restaurant eigentlich richtig schön angerichtet,
auch wirklich gut gemeint.
Und gleichzeitig kamen aber immer so unterschwellige Sachen wie,
naja, das ist nicht schlimm, wenn du das jetzt nicht schaffst
und du musst das nicht aufessen.
Das ist okay, du kannst ruhig was übrig lassen.
Und ich habe aber immer so gedacht,
nee, sag mir nicht, dass ich was übrig lassen kann.
Er ermutigt mich vielleicht eher,
dass ich das schaffe, dass das okay ist,
dass das eine normale Portion ist,
dass das einfach gut ist und bremst mich nicht.
Also mein gesundes Ich hat sich eigentlich Ermutigung gewünscht,
um nicht gebremst zu werden.
Und was ich damals nicht so wusste,
aber immer mehr mitgekriegt habe,
war halt, okay,
er ist eigentlich auch selber kein gutes Vorbild,
weil er hat halt selber auch nicht gefrühstückt.
Also mit mir mal so als Ausnahme,
aber eigentlich nicht,
weil er halt auch gemerkt hat,
wenn ich frühstücke,
dann geht ja mein Stoffwechsel an,
dann muss ich ja mehr essen.
Und Selbstfürsorge war für ihn aber auch jetzt nicht so das Thema,
sage ich jetzt mal.
Das hast du sehr nett umschrieben.
Ja, naja, es geht ja auch nicht um ihn,
aber es geht halt um diese Erfahrung.
Und er war einfach,
und wie gesagt,
er hat sich eigentlich sogar Mühe gegeben,
aber es funktioniert halt nicht,
wenn die Beziehungsmuster an sich
beziehungsweise auch die Selbstversorger
einfach auch nicht da ist.
Und es war halt einfach kein gutes Vorbild
auf der Ebene für mich auch.
Und ja,
ich war eigentlich bereit loszulassen
und habe mich aber nicht getraut,
weil ich eben von außen
immer diese Bremse wiederbekommen habe.
Und da kamen halt auch noch so Kommentare
und das war auch ganz ambivalent,
weil am Anfang,
er war ja eigentlich auch der Grund,
warum,
also er ist nicht schuld daran,
aber das,
was ich eben für mich daraus geschlossen habe,
war,
ich muss zeigen mit meinem Körper,
dass was passiert war
und ich wollte eigentlich gar nicht schön
und attraktiv sein.
Und auf einmal hat er aber gesagt,
dass er meinen dünnen Körper sogar mag.
Ich glaube,
er wollte mir damals dann einfach
ein gutes Gefühl geben,
aber für mich war so dieses,
also wie er mag den jetzt,
mein dünner, kranker Körper
war eigentlich nicht dafür da,
gemocht zu werden.
Er war eigentlich ja als Mann mal gedacht von,
hey,
es ist was passiert mit dir.
Und ja,
das hat mir natürlich auch Angst gemacht,
diesen dünnen Körper
wieder loszulassen.
Und Markus hat zwar auch mal gesagt,
dass er auf schlanke Frauen steht,
aber,
also das ist halt auch ein Unterschied,
sagt jemand,
okay,
ich stehe auf schlanke Frauen
und was bedeutet das überhaupt?
Also da gehen wir dann auch
in der nächsten gemeinsamen Q&A-Folge
nochmal drauf ein,
weil auch das war eine Frage,
die mich von ganz vielen erreicht hat,
so ja,
was,
wenn mein Partner aber auf schlanke Frauen steht?
Also das behandeln wir dann
in der Q&A-Folge
nochmal ganz intensiv.
Aber dieser Teil von,
hey,
ich mag deinen dünnen Körper
und dieses,
ich mag eigentlich,
wenn du so dünn bist
oder so zerbrechlich bist
oder ja eigentlich auch krank bist,
steckte da für mich mit hinter.
Das war für mich so ein Warnsignal
und ich habe gedacht,
ich will so nicht mehr sein
und ich will auch nicht,
dass jemand mag,
wenn ich nicht gesund bin.
Ich will einen Mann,
der mich gesund mag.
Aber wie gesagt,
dazu in der nächsten Folge
nochmal mehr.
Es wird bestimmt interessant,
weil wir haben eine ganz lustige Wendung
an der Stelle
zum Thema schlanke Frauen
und dünn sein.
Was Männer darunter verstehen.
Und was Männer darunter verstehen.
Ja,
es wird sehr spannend.
Also es ist gut,
dass wir uns im Nachhinein
darüber mal Gedanken gemacht haben,
weil ich glaube,
das ist,
manches ist so schwierig zu verstehen
oder schnell falsch zu verstehen.
Aber dazu im Q&A mehr.
Genau.
Jedenfalls,
also dieses Gefühl
auch bei meinem Ex,
dass er das irgendwie gut fand,
dass ich halt krank war
oder dieses Verbrechliche,
das hat mir irgendwie Sorgen gemacht
und war auch so ein Red Flag.
Und ich hatte eigentlich,
ich hatte ja damals auch verstanden,
dass es mir darum ging.
Also ich habe auch immer mehr
die Funktion meiner Essstörung verstanden.
Und eine war eben auch,
dass es mir darum ging,
eben auch mit diesem Körper
gesehen zu werden,
anerkannt zu werden,
dass da eben wirklich was passiert ist,
weil ich Angst hatte,
dass man mir vor Gericht nicht glaubt.
Und ich habe dann so
in diesem Recovery-Prozess gedacht,
und wie gesagt,
mein Ex war inzwischen auch Fotograf.
Machst du ja einen Zufall.
Ja, anderes Thema.
Habe jedenfalls gedacht,
okay, wenn es mir darum ging,
gesehen zu werden,
dann,
also es war wie so ein Abschiedsshooting,
würde ich jetzt auch nicht unbedingt empfehlen,
aber mir hat es damals geholfen,
weil ich gedacht habe,
okay, ich lasse damit dann auch
diesen Körper los
und falls ich jemals nochmal dran zweifle
und mich selber gestleite,
dass es ja nicht so schlimm war.
Ich habe jetzt einmal die Fotos
und nach diesen Fotos
lasse ich diesen Körper los.
Also es war für mich wirklich
ein Abschiedsritual
und die hat er eben auch gemacht
und was dann passiert ist,
weil es die Idee,
die dann daraus entstanden ist,
war ja eigentlich
wäre ja auch so ein Bildband,
was Magersucht eigentlich bedeutet,
wäre ja ganz spannend.
Das war so seine Idee
und ich dachte so,
ja, könnte man eigentlich machen,
so ein Thema von Aufklärung auch.
Heute weiß ich,
dass es nichts mit dem Körper zu tun hat
und fand die Idee dann auch nicht mehr gut
und erst recht fand ich sie nicht mehr gut,
als es dann darum ging,
hey, dafür den Bildband,
da können wir noch die Bilder brauchen
und noch das brauchen
und dann habe ich mir gedacht,
nee, ich will jetzt gesund werden.
Ich will nach diesem Shooting loslassen.
Ich kann nicht noch weitere Bilder machen,
weil das würde mich ja in der Essstörung
gefangen halten,
würde mich krank halten
und das will ich nicht mehr.
Und da habe ich eben wirklich gemerkt,
dass ich Menschen wirklich
auch in meinem Leben haben will,
die mich wirklich
in meiner gesunden Form haben wollen
und wo ich mich,
wo ich eben wirklich auch
lebendig sein darf
und was nicht diesen
Identitätsbestandteil von
ich darf nicht lebendig sein füttert.
Und unterbewusst war mir da schon klar,
okay, wenn ich gesund werden will,
dann muss ich den Kontakt
wirklich abbrechen,
muss ich auch diese Beziehung
loslassen,
die ja auch,
da waren ja auch immer
so subtile Abwertungen,
also auch da dann.
Ich denke mir so,
hey, ich bin wieder zurück,
wieso wertest du mich so ab?
Also da durfte ich mir morgens anhören,
wie doof ich irgendwie aussehe
in dem bestimmten Licht
und ich denke mir so,
ouch,
also es war immer so ein Kleinmachen
irgendwie
und habe gemerkt,
das will ich nicht mehr.
Das ist,
also früher habe ich mir das
gefallen lassen,
weil ich ja dachte,
okay, ich verdiene das auch
oder er hat ja recht,
weil ich habe ja selber doof
über mich gedacht
und in dem Moment,
wo ich aber wirklich auch
meine Identität
durch die Recovery
verändert habe,
hat das nicht mehr gepasst
und ich wusste,
ich muss loslassen,
ich kann mit ihm an meiner Seite
nicht gesund werden
und ja,
habe mich dann letzten Endes
auch final getrennt.
Endlich.
Endlich,
aber es war wichtig,
also es war trotzdem
nochmal ein wichtiger Schritt
zu erkennen,
den ich auch nicht hätte
überspringen können,
glaube ich,
also ich hätte nicht gewusst,
wie ich sonst auf diese
gleiche Erkenntnis gekommen wäre
und Markus war eben,
also deswegen hatte ich auch
diesen krassen Kontrast
in der Recovery,
was hilfreich ist
und was nicht.
Ja,
ich habe dachte nur,
endlich,
sage ich,
wenn ich das jetzt so höre,
denke ich mir so,
was für ein Weg
und was hat es alles gebraucht,
um wirklich diese Klarheit
zu kriegen
und woran hast du es
eigentlich bei mir gemerkt,
dass irgendwas anderes ist?
Was habe ich getan
oder was habe ich
vielleicht auch gelassen,
was dir am Ende geholfen hat?
Also was für meine Recovery
definitiv sehr zuträglich war,
ohne dass ich das damals
hätte so nennen können,
aber jetzt zurückblicken,
muss ich sagen,
also deine Grund,
also du bist ja einfach
auch ein unglaublich
wertschätzender Mensch
und du hast so eine
grundwertschätzende Haltung,
immer
und die hattest du natürlich
auch mir gegenüber.
Also nie dieses,
also gerade diese
unterschwelligen Sachen,
die ich gerade gesagt habe,
so dieses immer wieder klein machen
und
Und ich finde wirklich,
dass du im Leben
nicht großartig aussiehst.
Nee.
Ja,
aber auch eben
dieser tiefe Glaube,
wie gesagt,
ich hatte ja am Anfang
keine Idee,
wo der herkommt,
aber dann das eben
auch zu sehen
und er hat den Glauben
an mich,
ich habe den inzwischen auch,
also das war wie
so ein Verstärker
und
du hast mich eben
schon in meiner gesunden Form
auch,
also nicht nur in meiner
Körperform,
sondern ganzheitlich
auch gesehen,
auch wenn es eben
noch nicht da war
und mir damit so,
ja so den Weg
irgendwie so ein bisschen
gezeigt,
also wie auch so ein bisschen
so ein Stück
Spiegelbild auch
und natürlich,
dass du halt im Vergleich
auch,
also was ich ja vorher
gar nicht wusste,
weil ich wusste ja nicht,
wie es mit anderen Männern ist,
dass du halt einfach
wirklich so ein gutes
Vorbild beim Essen warst,
aber eben auch im Umgang
mit dir,
also dass du immer
auf dich aufgepasst hast,
dass du dich nicht
abgewertet hattest,
auch,
das ist ja auch nicht so,
dass dir jetzt alles
an deinem Körper gefallen hat,
aber
ne,
das wirklich nicht,
aber da kann man ja
anders damit umgehen.
Ja,
genau,
also auch dieses Vorbild,
auch wie geht man mit sich um,
auch wenn man vielleicht
nicht alles Tolle an sich findet
und
naja,
letztens,
wenn das wirklich auch dieses,
ich habe mich ja zu jeder Zeit
trotzdem bedingungslos
geliebt gefühlt,
also als ich es dann auch
ein Stück weit annehmen konnte
und gedacht habe,
okay,
das ist wirklich auch,
also ich darf das auch,
aber
ich konnte halt damals
nicht damit umgehen,
weil ich ja immer gedacht habe,
hey,
um geliebt zu werden,
muss ich mich beweisen,
muss ich mir das erst verdienen,
muss,
ich muss halt irgendwas dafür machen
und er hat das einfach immer
bedingungslos getan,
was ich ja erst mal
nicht verstanden habe.
Im Recovery-Prozess
dann aber halt schon,
also auch die Beziehung
hat sich durch die Recovery
und durch das,
was ich da gelernt habe,
nochmal völlig verändert,
auch was ich annehmen konnte
und zulassen konnte
und
ja,
letzten Endes hast du mich
immer in meiner Größe gesehen,
wolltest mich auch wachsen sehen,
also das war auch so dieses Gefühl,
was ich auch in früheren Beziehungen
immer hatte,
ich durfte nicht wachsen,
also immer wenn ich wachsen wollte,
war das eher so,
war das bedrohlich für die Beziehung
und bei dir hatte ich aber
genau das Gegenteil,
ich meine,
du hast mich auch in die
Coach-Ausbildung gebracht.
Ich habe dich da reingebracht
in die Coach-Ausbildung
und habe dich davon
subtil überzeugt,
sagen wir es mal vorsichtig,
dass es eine gute Sache wäre,
was im Nachhinein auch
sich ja bewahrheitet hat
und letztendlich ist es
trotzdem ja ein Risiko für mich,
weil meine Freundin
in die Coach-Ausbildung zu schicken
heißt,
sie wird noch in so vielen Punkten
bewusster
und mir war klar,
es macht unglaublich viel,
aber es ist nie vorher klar gewesen,
was es ist,
aber wenn ich jemanden
nachsen lassen möchte,
dann warf ich das zulassen
und darf akzeptieren,
wenn die Person wächst,
dann wird das auch immer passieren,
es wird gut sein.
Letzten Endes war das
wirklich der Kern,
auch hätte ich das nicht gehabt,
ich weiß nicht,
ob ich es geschafft hätte,
mich irgendwie,
also ich glaube es nicht.
Ich glaube auch,
es war eine der,
obwohl das damals
nie der Plan war,
ich hätte es nicht wissen können,
also ich hätte es nicht denken können
oder ahnen können,
aber ich glaube,
es war eine der Sachen,
dass du es am Ende geschafft,
also allein geschafft hast,
also allein mit der Unterstützung,
ich sage auch mein allein,
weil ich habe ja auch lange gesagt,
ich bin allein recovered,
weil ja,
meine Therapeutin war da echt nicht hilfreich,
was das anging,
aber also diese Tools,
die ich damals eben auch hatte
und dieses,
ja die Haltung letzten Endes auch,
die haben mir geholfen,
dass ich es auf der Ebene
allein gemacht habe,
also Markus hat mir ja keine
Recovery Tools
oder irgendwas an die Hand gegeben,
Sondern das war wirklich
mein Commitment
und all das,
was ich eben gemacht habe,
aber ja,
also das war wirklich
wie so der Startschuss
und was auch super hilfreich war,
weil natürlich ging es bei mir
auch nicht gradlinig geradeaus
und so,
also es gab ja einige Stolperer
und auch Emotionsausbrüche
und also,
aber du hast es nie,
also weder meine Gefühle noch
mein Ess- oder Sportverhalten
hast du es nicht persönlich genommen,
egal was ich gemacht habe,
also hast du es jetzt auch nicht als,
oh nee,
das hat man ja schon
und jetzt macht sie ja wieder weniger,
wieso macht sie das jetzt nicht,
also das gar nicht,
sondern du hast mir halt,
ja du hast mir eigentlich,
glaube ich,
vertraut,
dass ich das richtig mache,
als ich dann die Entscheidung getroffen hatte,
selbst wenn ich ja keinen genauen Plan hatte.
Ja,
ich glaube der Punkt.
Also du hast schon einen Plan,
aber ich wusste nicht,
wie das ausgeht
oder wie lange das dauert
oder das wusste ich halt nicht,
aber du hast mich halt immer ermutigt,
mehr zu essen,
neue Sachen zu probieren,
auch beim Einkaufen.
Ich weiß noch so oft so Sachen,
wo stand ich dann da vorne,
Markus,
ey, pack das jetzt ein
und ich sage,
naja,
aber was,
wenn ich das dann nicht esse
oder wenn ich das dann nicht mag?
Und was hast du mal gesagt?
Es ist halt,
also ich habe auch einfach
da den Druck rausgenommen
und gesagt,
ach,
wenn das vielleicht doch nicht das Richtige ist,
weil Romy hat ja sozusagen
erstmal wieder den Spielraum erobern müssen,
was denn überhaupt geht,
was denn sein darf,
was man essen kann,
was man essen möchte.
Und da einfach auch sozusagen
das Experimentieren zuzulassen,
jemanden dann den Druck raus,
ich hätte das dann rum
oder was weggeschmissen,
nee,
dann esse ich es halt
und dann habe ich es halt gegessen,
das ist auch okay.
Und das findet sich dann,
das hat ja,
heute ist es ja auch viel leichter,
das ist ja kein Problem mehr.
Ja.
Also ich glaube,
bist du sagen,
mit,
es waren halt zwei Dinge,
mit Romy's Entscheidung,
wirklich leben zu wollen
und,
und das ist der Kernpunkt
in Handlungen,
das wirklich auch einfach zu tun,
hat sich das auch für mich dann geändert,
weil mir war dann auch klar,
ich kann jetzt den Druck rausnehmen
und ich muss sogar den Druck rausnehmen.
Und ich hatte ja auch keine Ahnung,
wie lang das dauern könnte.
Woher sollte ich denn wissen,
wie lang ein Kammeri dauert?
Ich hatte ja nicht mal eine Ahnung,
dass es sowas so funktioniert,
wie das ist.
Weil,
wenn man so sagt,
man sich nicht mehr beschäftigt,
man hat das,
man weiß es einfach nicht.
Auf einer Ebene warst du erwartungsfrei.
Ich war an der Stelle erwartungsfrei,
aber es war mir auch ein Stück weit egal,
weil solange es in die Richtung stimmt
und die Richtung stimmte,
also wie gesagt,
es war wirklich nicht immer alles,
Nein,
in kleinen Schritten,
aber es ging trotzdem
in die richtige Richtung.
Es ging auch mal in die richtige Richtung,
auch wenn es mal
tageweise richtig zurückging.
Das ging trotzdem insgesamt
in die richtige Richtung.
Das war der Kernpunkt
und dass Romy halt geht.
Also das Gehen war,
weil ich habe immer gesehen,
Romy geht es
und auch wenn es mal stolpert,
mal zurückfällt,
was auch immer,
Romy geht den Weg.
Und das war sozusagen,
wo ich gemerkt hatte,
okay,
ich kann den Druck rausnehmen,
ich kann Romy auch vertrauen
und dass es macht.
Und das hat ja dann auch wirklich,
man merkt,
das geht dann auch relativ schnell,
dass man es wirklich sieht.
Also wenn man geht,
und Romy ist gegangen,
da war es auch schnell klar,
dass es einen Unterschied machen wird.
Und ich habe auch dann relativ schnell
den ultimativen Beweis dafür bekommen,
dass ich recht habe mit dem,
was ich gesehen habe.
Auch wenn das,
was natürlich während der Recovery war,
noch nicht annähernd,
das ist,
was heute ist.
Überhaupt nicht.
Aber ich habe den täglichen Beweis bekommen,
ja,
das,
was ich gesehen habe,
ist wirklich da.
Und es schält sich frei.
Wieso?
Immer eine Schale weiter,
immer ein Stück weiter.
Weil es Fiebel.
Nein, es Fiebel,
genau.
Ja,
und auch heute wachsen wir täglich miteinander.
Das hört nicht auf.
Also dieser Punkt hört einfach nicht auf.
Und das ist auch gut so,
weil das gemeinsam miteinander wachsen,
das sorgt auch dafür,
dass sowas nie wieder,
dass man nicht zurückfällt,
dass es einfach bleibt,
dass es besser wird.
Und,
ja,
und was mir auch absolut klar ist,
Recovery ist einfach sauschwer.
Es ist wirklich,
also niemand kann ernsthaft behaupten,
es wäre leicht.
Ist es einfach nicht.
In manchen Situationen
ist es wirklich auch Horror.
Für die Person
oder für den Partner auch
oder für beide.
Also ist es manchmal.
Nicht immer zum Glück,
aber manchmal ist es das.
Und das einfach zu akzeptieren,
dass es so ist
und dass es auch sauschwer ist,
ist vielleicht auch wichtig,
weil zu sagen,
ach, es wäre alles so leicht,
stimmt einfach nicht.
Aber manchmal denke ich auch,
ich bin einer der wenigen Partner,
welche die Essstörung
ihrer Freundin überstanden haben.
Und,
ne,
das ist auch,
also für den Partner auch manchmal
wirklich nicht so ein leichter Weg,
wie wir ja auch beschrieben haben.
Und gleichwohl,
wenn man ihnen gemeinsam geht,
hat man auch,
kann man halt natürlich an Stellen kommen,
die man vorher nie bekommen wäre
oder ist.
und mir ist auch klar gemacht worden,
als Partner kann ich die Recovery
bewusst oder unbewusst schwer machen.
Kann ich meistens eher unbewusst.
Ja,
meistens eher unbewusst.
Also wahrscheinlich ist es,
selbst mit dem besten,
guten Willen,
kann ich die Recovery schwer machen.
Das ist sozusagen,
dass die Recovery fast unmöglich erscheint,
obwohl es das natürlich nicht ist,
weil am Ende entscheidet
die Recover der Person.
Niemand anders.
Ja.
Also niemand anders entscheidet,
egal was der Partner will,
nicht will,
macht,
nicht macht,
du entscheidest.
Aber ein Partner kann die Recoveration
schon schwer machen
oder schwere machen.
Und das ist das Verrückte,
auch wenn er das Beste will.
Also manchmal das Beste
wollen die es nicht mal
das Beste tun.
Und ja,
deswegen glaube ich so.
Naja,
man muss ja auch wirklich sagen,
ich sag mal,
wo hat man das denn,
dass zwei Coaches miteinander,
also Recoveren,
wir müssen ja beide irgendwie
auf eine Ebene auch Recoveren.
Das heißt,
das, was du gemacht hast,
hat natürlich auch geholfen,
dass du einfach diese Coacherfahrung
auch im Hintergrund hattest.
Aber deswegen teilen wir ja
diese Punkte auch,
damit ja vielleicht auch
wer als Partner zuhört,
sich wirklich das ein oder andere
mitnehmen kann.
Was würdest du denn sagen,
ich weiß es ja,
aber was würdest du sagen,
was hast du beigetragen
letzten Endes auch?
Ja,
was habe ich beigetragen?
Also auch manche Dinge,
die mir jetzt erst im Nachhinein
so auch im früheren Gespräch
ja bewusst geworden sind
und ich damals nicht bewusst war,
dass ich das beitrage,
aber,
hat geholfen.
Zum Beispiel,
dass wir gemeinsame Hobbys haben,
die nichts mit Sport zu tun haben
oder mit dem Risikofaktor,
den es sozusagen
bei der Essstörung hat.
Also zum Beispiel,
dass wir gemeinsam fotografiert haben.
Das hat uns auf alle Fälle
verbunden miteinander
über ein Thema,
was nicht die Essstörung unterstützt.
Oder auch,
dass wir offen sind
und es immer wieder
auch neue Sachen gesucht haben.
Das Reisen haben wir zusammenentwickelt,
wie wir reisen,
was wir reisen und so weiter.
Auch die Offenheit sozusagen,
die man als Paar hat,
sich dann Hobbys zu suchen,
irgendwie in das Leben
und auch in die Recovery reinpassen.
Und später kann man dann
noch offener sein,
aber in der Recovery braucht es einfach da
schon sehr bewusst einen Umgang.
Also wenn einer nur Sport macht,
eine andere soll
Sportpause machen,
ist es einfach...
Das ist halt echt hart.
Also gerade auch,
wenn Hobbys drangeknüpft sind,
das höre ich leider auch häufiger.
So dieses Jahr mit dem Partner
und wir sind sehr über Sport auch verbunden.
Dann ist das wirklich eine Herausforderung.
Also ich sage nicht,
dass man die nicht überwinden kann,
aber wenn möglich,
also jetzt auch gerade für Partner,
die zuhören,
die vielleicht auch das sehr intensiv machen,
es für eine Zeit lang,
es geht nicht um die Dauer,
aber eine Zeit lang
wirklich zurückzufahren,
um diesen Trigger einfach auch zu reduzieren,
weil der Körper,
gerade wenn er eben
aus einer restriktiven Essstörung kommt,
der braucht einfach auch erstmal
die Energie, um zu heilen.
Und umso mehr man,
oder umso schneller man die hat,
desto besser ist es auch.
Und da natürlich auch
den Vergleich rauszunehmen.
Wir machen ein Hobby
nicht, um sich zu vergleichen.
Das Hobby ist kein Wettkampf.
So ein Hobby ist etwas,
was man als Paar gemeinsam machen möchte,
wenn man ein gemeinsames Hobby hat.
Und das geht auch gleich
in den nächsten Punkt,
der glaube ich auch ganz, ganz wichtig ist.
Nicht kontrollieren,
sondern wirklich darauf vertrauen
und immer wieder supporten.
Kontrollieren hilft nicht
und geht quasi immer direkt schief.
Du kannst Kontrolle
nicht mit Kontrolle bekämpfen.
Ja, funktioniert nicht.
Und auch wenn sich so Sachen,
ein Paar,
wenn es natürlich zusammen lebt,
da kann sich,
du hättest dich immer kontrolliert fühlen können.
Ja.
Weil ich sehe natürlich,
was du machst,
oder vielleicht nicht alles,
aber doch genug,
als dass man sich kontrolliert fühlen kann.
Aber letztendlich war es ja auch
deine Aufgabe zu gucken,
kontrolliert der mich jetzt?
Oder sagt der das sogar,
dass ich jetzt nicht kontrollieren würde?
Habe ich nicht gemacht?
Oder hast du es,
wie hast du es dann nahe genommen?
Also das ist halt wirklich
auch deine Entscheidung auch.
Aber wenn ich als Partner
eben nicht kontrolliere,
dann hilft das schon ungemein.
Und ich habe ja auch gesagt,
wo du mich ermutigen darfst.
Also auch das.
Also wir dürfen auch
und müssen auch teilweise sagen,
was wir auch brauchen,
wo unser Partner
wirklich auch unterstützen kann.
Und jetzt der krasse Punkt
an der Stelle,
den schiebe ich immer ein,
miteinander reden hilft.
Mhm.
Da hat uns natürlich
die Coach-Ausbildung
allem geholfen,
dass wir wirklich
auf eine gute Art
miteinander auch reden können,
um auch solche Sachen
zu besprechen.
Weil wenn der Partner
keine Ahnung hat,
wo er unterstützen darf,
wo nicht,
der Partner kann nicht hell sehen.
Das ist echt,
dann ist es wirklich schwieriger.
Also miteinander reden
hilft auf alle Fälle.
Und ich habe es ja ausprobiert,
gerade am Anfang,
als die Entscheidung
noch nicht getroffen ist,
Druck machen.
Also der Druck erzeugt
nur einen Gegendruck,
der stärkt die Essstörung.
Jede Art von Druck
führt dich vom Ergebnis weg.
Also das ist,
als Partner glaube ich,
manchmal sehr,
sehr, sehr schwer auszuhalten.
Weil man will ja das Beste
und es müsste doch
und dann könnte noch mehr
und dann ist noch mal
und was nicht alles.
Man will das Beste,
aber der Druck
schafft es nicht.
Und da sozusagen,
es ist kontraintuitiv.
Aber ihn wirklich wegzulassen,
hilft dem Prozess.
Etwas ganz anderes,
was auch noch
super entscheidend ist,
glaube ich,
es nicht persönlich zu nehmen.
Weil Romy hat doch,
also ist nicht nur
gut mit mir umgegangen,
sagen wir mal sehr vorsichtig.
Und mir war unbewusst
wahrscheinlich klar,
das ist nicht Romy.
Das ist nicht.
Also es war schon ich,
aber es war nicht gegen dich.
Also ich habe viele Sachen
auch gemacht.
Ich dachte,
also auch die Sachen
mit meinem Ex.
Ich meine,
das war halt für mich.
Und ich habe viele Dinge
auch in der Recovery,
ich habe sie für mich gemacht,
aber wenn das manchmal
negative Konsequenzen hatte,
beziehungsweise manchmal
auch so aussieht,
hey, jetzt habe ich versucht,
dir zu helfen,
jetzt macht sie das
trotzdem nicht.
Aber er hat es nicht
persönlich genommen.
Ja, das war halt
einfach gegen dich.
Das hat nichts
mit mir zu tun.
Letztendlich einfach
nichts mit mir zu tun.
Auch wenn sie es
manchmal so anfühlen,
wenn man so denken könnte,
nein, es ist ein Kampf,
den Romy mit ihrer
Essstörung geführt hat.
Und das ist nicht mein Kampf.
Wenn ich mich in den Kampf
reinbegebe und dann
auch noch reinstürze,
das wird ein Gemetzel,
das wird nicht gut.
Na ja, und es war ja auch
kein Kampf, weil du gerade
sagst, auch mit der
Essstörung.
Letztendlich war es ja auch
nicht ein Kampf von mir
und was Äußerem,
sondern wirklich nur mit mir
und in mir, nämlich mit
meinen beiden Anteilen.
Genau.
Und deswegen war für mich
der Punkt, ich darf es
nicht persönlich nehmen.
Es ist Romy's Aufgabe und
alles, was ist, hat nicht
direkt etwas mit mir zu tun.
Und was ich glaube, auch
was wichtig ist, als Partner
hast du die Chance,
wirklich einen sicheren Raum
umzuschaffen.
Und einen sicheren Raum,
wo in dem Fall Romy
einfach sich sicher fühlen
kann.
Und das Beste dafür ist,
dass man selbst in sich
sicher ist.
Das ist jetzt wieder so
einfach gesagt, es ist auch
nicht so ganz so einfach,
gebe ich zu.
Aber es ist trotzdem das
Beste, wenn man selbst
in sich sicher ist, dann hat
man viel leichter die Chance,
dem Partner in den Raum
zu gehen, wo sich der
Partner sicher fühlen kann,
weil die ganze Situation
mit Essstörung ist sowieso
schon unsicher genug.
Wenn dann noch ein Partner
ist, der einen unsicheren
Raum schafft, entsteht noch
mehr Unsicherheit und das
hilft halt einfach nicht.
Also deswegen ist es aber
gut, eine gute Beziehung
zu sich zu haben, zu
eigenen Körper, eine gute
Beziehung zum Essen zu
zeigen und als Partner
kann ich ein Vorbild
sein.
Ja, und dann haben wir
vorhin schon gesagt,
letztendlich, wir wissen
nicht, wie lange es
dauert.
Es dauert, bis es dauert.
Und das heißt geduldig
sein.
Recovery ist manchmal
echt ein Chaos, es ist
kein linearer Prozess.
Es geht vor, zurück,
vor, zurück, es geht auf
und ab, es wird es immer
wieder geben und das ist
völlig okay.
Also es ist einfach
wirklich im tiefen Inneren
zu akzeptieren, dass der
verdammte Prozess
eben nicht linear ist, dass
er nicht immer nur bergauf geht.
Nee, tut er nicht.
Würde er nicht tun.
Da kommt mein Lieblingswort,
Geduld.
Ach gut, also ich kenne auch
das Wort irgendwie, ich habe es
extra aufgeschrieben, dass
wir es hier hinschreiben können,
erwähnen können.
Es ist mir schwer gefallen, muss
ich wirklich sagen, aber
letztendlich, das Vertrauen, was
ich hatte, dass es gut wird, hat
mir geholfen, dass ich geduldig
sein konnte.
Und meine Aufgabe war
letztendlich immer, dass ich mich
um mich selbst kümmere.
Das habe ich ja erzählt, auch mit
der Nahrungsregel, die ich dann
genommen habe und mich auch
gekümmert musste, als Romy auch
raus war.
Das war ein sehr gutes
Vorbild, da habe ich dann auch
mit angefangen in meiner
Recovery, weil ich dachte, jetzt
macht der was für sich.
Ja, das war wirklich gut.
Also indem ich mich um mich
gekümmert habe, habe ich
erst mal geschafft, dass ich
sozusagen nicht Romy auch
um mich kümmern musste.
Das war völlig unmöglich
gewesen.
Und mir hatte genug mit sich
zu tun, ich brauche nicht
noch einen Partner, um den
sich sozusagen in allen
Punkten kümmern muss.
Sondern das war meine Aufgabe,
dass ich mich erst mal in
einen guten Zustand bringe und
dann, ja, dann kann alles
andere kommen.
Ja.
Und auch, ich glaube, die
ganz beliebte Sache ist, das
ist mir im Nachhinein erst
viel klarer geworden, aber was
ich halt nie gemacht habe, ich
habe Romy's Essen und
Körper nicht kommentiert.
Also, an der Stelle habe ich
heute noch mal gelernt, dass
es noch wirklich gar nicht
zu kommentieren.
Also einfach eine Klappe
halten.
Also auch nichts Positives.
Nichts Positives, nichts
Negatives, gar nichts.
Also, egal wie gut es
meint, egal was du dir
dabei denkst, egal was du
glaubst, was helfen könnte,
lass es einfach.
Sag einfach nichts.
Das ist so verrückt, aber
weil die Gefahr, dass es nach
hinten losgeht, ist so
riesig und du hast keine
Ahnung, wie es ankommt, was es
braucht.
Einfach weglassen.
Es sei denn, so eine Ausnahme
war vielleicht, wenn ich eine
Challenge wirklich gemacht habe
und das auch als solche
benannt habe.
Dann fand ich es schon auch
gut, wenn dann auch eine
Anerkennung kam.
Ich habe gesehen, es war jetzt
schwer für dich.
Super, dass du es trotzdem
gemacht hast.
Also so auf der Ebene, aber
jetzt nicht, was hast du
gegessen, wie viel hast du
gegessen oder dein Körper, du
siehst aber gut aus oder du
siehst ja gesund aus oder du
siehst ja besser aus.
Ich werde fett.
Ja, und das ist, also wenn
Romy natürlich sich sagt, ich
mache das jetzt und das
wertzuschätzen, wenn es
erreicht ist, das ist okay.
Aber nicht von sich aus irgendeine
Gedanken darüber einfach nichts
sagen.
Und ich glaube wirklich, diese
wertschätzende Kommunikation ist
das auch.
Also dann frage ich lieber, wo
kann ich dich unterstützen?
Und wenn da gerade nichts
kommt, dann ist es auch in
Ordnung.
Also immer das offene Ohr zu
haben und einfach zu fragen,
weil wir als Partner wissen
nicht, was die Person gerade
braucht.
Manchmal weiß es, oder sogar oft
vielleicht gerade selbst im
Moment nicht.
Nein.
Das ist ja auch etwas, was wir
jetzt wieder entdecken.
Was sind denn wirklich auch die
Bedürfnisse?
Und dann immer wieder ganz
fein reinzuräuchten.
Was sind die Bedürfnisse?
Wie kann ich die erfüllen?
Wie kann sie sich selbst
erfüllen?
Wie kann ich einfach den
Schritt zur Seite gehen, damit
ich nicht im Weg stehe?
Das ist auch schon manchmal
viel wert.
Es sind ganz, ganz, ganz, ganz
vielen kleinen Dinge, die es
letztendlich immer wieder ein
Stück erleichtern.
Weil Recovery ist nicht so,
dass man macht das jetzt und
plötzlich ist alles da.
Sonst ist es wirklich ein
Weg.
Und was mir immer wieder
geholfen hat und das, glaube
ich, war der eigentliche
Kernpunkt, um das alles
auch zu schaffen, weil ich sage
nicht, dass es immer leicht ist.
Das ist es nicht.
Auch als Partner nicht.
Aber was mir immer geholfen hat,
ich weiß oder wusste
damals schon, dass alles im
Vergleich zu dem, was damals
war, was entsteht, im
Paradies ist.
Es wird so viel besser als
vorher und ich hatte nicht
einen Hauch einer Ahnung, wie
gut es wird.
Also ich glaube, hätte ich
nur eine Ahnung gehabt, was
es heute ist, was wir heute
haben, hätte ich nur einen
Hauch einer Ahnung gehabt.
Dann hätte ich es ja gleich
gemacht.
Hätte ich wahrscheinlich als
Partner trotzdem nicht
zaubern können, obwohl ich
gerne gewollt hätte.
Aber dann hätte ich die
Zuversicht noch deutlicher
gehabt, noch klarer gehabt und
ich glaube, die kann man
haben, weil für mich gibt es
überhaupt keine Idee davon,
dass es schlechter werden
könnte.
Wenn jemand rekamert, es wird
das Leben ein Paradies zu all
dem, was vorher ist und das ist
es einfach absolut wert.
Ja, das hast du schön gesagt.
Was würdest du denn sagen, weil
es ist jetzt trotzdem eine
lange Zeit, auch wenn wir
eigentlich so wirklich aktiv
zusammen, weiß ich nicht,
vielleicht höchstens die Hälfte
davon waren, aber wir kennen
uns ja jetzt wirklich schon
seit 2010.
Wie würdest du denn sagen, hat
sich die Beziehung, also sowohl
als Freunde, als auch als
Partner durch meine Recovery
verändert?
Ich würde sagen, es ist nichts
mehr wie vorher.
Oder?
Gott sei Dank.
Gott sei Dank.
Also wir kennen uns ja seit
2010 und es ist wirklich schon
eine krasse Zeit, weil wir
haben letztendlich zehn Jahre
miteinander verbracht, die voll
in der Essstörung waren, ohne
dass das nach außen normalen
klar war oder dass es überhaupt
mir klar war oder dir klar war.
Ein Thema war überhaupt, also
offen ausgesprochen.
Ausgesprochen.
Also im Nachhinein wissen wir,
es war eine Essstörung und es
waren verschiedenste Facetten
der Essstörung, aber ich habe es
in den ersten Jahren gar nicht
so gewusst oder das war ja auch
nicht sichtbar in dem Moment.
Und ich glaube, wir hatten
wirklich auch viele, viele gute
Zeit, aber es waren jetzt
wirklich frei, nie wirklich
unbeschwert.
Es gab immer etwas drüber, was
unausgesprochen, aber gefühlt da
war, was man merkte so, also das
ist es noch nicht, das was
möglich ist.
Und es gab auch streckenweise
Phasen, die wirklich mehr vom
Überleben als vom Leben geprägt
waren.
Also gerade in China oder auch so
bestimmte Phasen mit einem Ex
davor oder die Gerichtsverhandlung
oder alles solche Sachen, wo ich
denke so, ach das waren Phasen, die
waren wirklich mehr vom, wie
überstehen wir das, geprägt.
Und zwar für uns beide, auf jeden
eine ganz andere Art.
Und oft auch einzeln überhaupt
erstmal und nicht mal nur zusammen.
Ja, also einzeln für jeden von uns
definitiv und für uns beide.
Und gleichzeitig gab es auch immer
wieder, das ist glaube ich auch,
sonst gilt es nicht, funktionieren
viele gute Momente dazwischen.
Wir haben Ausdruckurlaube gemacht,
viel erlebt und so weiter, aber es
ist natürlich nie das gewesen, wie
das, was jetzt die letzten sechs
Jahre entstanden ist, nach der
Recovery.
Es fing mit der Recovery an, aber
wirklich so die letzten sechs, sieben
Jahre?
Ja, also mit der Recovery an, fing
alles an, wirklich sich zu ändern.
Also ich kann nur sagen, das Leben
hat sich einmal komplett umgekrempelt.
Man kann so das gar nicht alles
benennen, weil das sind noch zwei
Trottkastfolgen extra.
Aber nur mal, dass man so eine Idee
hat.
Also Omi hat sich selbstständig
gemacht, um es überlegen, aus der
sicheren Anstellung der
Erzieherin.
Ich hätte ja nie gedacht, dass
diese Unsicherheit,
Selbstständigkeit, oh mein Gott.
Also es war, also ich glaube, die
ersten zehn Jahre war sowas, wo ich
das Rumi sagte.
Ich habe mal die Idee gehabt, dass
sowas gibt, wusste ich nicht mal.
Rumi hätte mir mal wieder den
Vogel gezeigt.
Zu Recht damals.
Und heute arbeiten wir beide
komplett ortsunabhängig.
Gott sei Dank, da können wir
reisen, was ich ja wollte.
Ja, da kann man das uns erfüllen,
was wir beide wollen.
Wir haben ein paar Firmen im
In- und Ausland gegründet.
Wir haben unser Einkommen
verzehnfacht.
Auch das, weil gefangen zu sein im
Mangel macht auch kein gutes
Einkommen.
Wir haben die Freiheit
gewonnen.
Wir können manchmal auskosten,
was wir sozusagen ein halbes Jahr
im Jahr etwa, ein halbes Jahr im
Jahr im Ausland verbringen können.
Und zwar dort, wo wir wollen, wo es
warm ist, wo es schön ist, wo was.
Wir haben mehr aus der Welt erlebt
und erlebt, miteinander erlebt, als
die meisten ihr ganzes Leben lang
erleben.
Also jetzt schon.
Und wir haben vor, dass es aufhört.
Und wir sind auch als Paar, glaube
ich, wirklich noch mehr
zusammengewachsen und noch mehr
gewachsen auch.
Jeder für sich.
Das ist immer wieder auch ein
Prozess.
Also es ist immer auch ein Stück
gewachsen, tagtäglich.
Und manchmal braucht es auch
Unterstützung von außen.
Das hört nicht auf.
Naja.
Naja, weil es letzten Endes auch,
und das ist ja auch was, es ist
auch nicht so, dass diese Reise auf
einer Ebene jetzt zu Ende wäre,
weil wir auch merken, dass es Spuren
hinterlassen hat.
Und da auch merken, okay, es war
jetzt viele Jahre wirklich schon gut.
Und auch da zu sagen, okay, aber
hier ist nochmal eine Stufe, wo wir
uns vielleicht auch als Paar nochmal
unterstützen können.
Weil das habe ich ja damals alles
alleine gemacht.
Und das hat dich aber auch
beeinflusst.
Und letzten Endes trotzdem die
Beziehung, sodass es da auch in die
nächste Ebene nochmal gehen darf,
um einfach auch das, was ja
wirklich krass ist, wenn man das so
geballt hört, einfach auch nochmal
aufzuarbeiten.
Ja, und Rumi ist definitiv nicht
mal die gleiche wie damals.
Gott sei Dank.
Gott sei Dank.
Ich mochte die nicht.
Und du hast ganz, ganz, ganz viel
Ruhe in dir gefunden.
Also auch, wenn es zu Hause
manchmal stressig ist und allem,
das ist es natürlich auch bei uns,
aber wirklich die Ruhe in sich zu
haben, ist, glaube ich, schon
ein Unterschied.
Und Rumi, du gehst wirklich viel,
viel, viel Liebe voller mit dir
um.
Also mit dir, deinem Körper, deinem
Leben, allem.
Und das ist natürlich das, was ich
auch gut finde.
Ich bin liebe voller mit mir um.
Jetzt kann ich es ja auch endlich.
Ich wollte ja, aber ich konnte
nicht.
Und das jetzt zu erleben und
anzunehmen, das ist einfach schön.
Das ist einfach schön.
Und dieses Lebensbejahen, also es
ist letztendlich genau der Kontrast
von, ich darf nicht leben, so.
Ja, Leben ist geil.
Mehr leben.
Mehr leben, mehr erleben, mehr
machen, mehr.
Und auch manchmal so ganz praktische
Dinge.
Also wir haben heute zehn Minuten
zum Einkaufen.
Wir teilen uns am Angang des
Lades auf.
Du holst das, du holst das.
Und wir schnappen das.
Und hast du das noch und die Liste
wird abgearbeitet.
Während früher wir wirklich in
irgendeinen Lebensmittelladen
gegangen sind und da drei Stunden
gebraucht haben.
Einen Biomarkt, bitte.
Einen bio, selbstverständlich
Biomarkt, optimal, günstig,
Bio, was auch immer.
Jedes Fläschchen, jedes Tütchen
wurde umgedreht, beudachtet.
Welche Zutaten sind drin?
Ist das auch richtig?
Und brauche ich das?
Also ist Markus da nicht im
Stehen eingeschlafen?
Das wundert mich.
Ja, ich weiß nicht.
Manchmal habe ich das Gefühl, wir
haben unseren Lebensmittelpunkt in
den Biomarkt verlegt.
Natürlich nicht, um das alles zu
kaufen.
Das war klar.
Aber das ist zum Glück vorbei.
Aber ich muss auch so zugeben, es
gibt auch kleine Nachteile, weil
früher wusste natürlich, Romy, aufs
Gramm genau, was im Kühlschrank
alles ist, mit welchen Ablaufdaten,
mit welchem Wasser auch immer.
Haben wir noch?
Tralala.
Ich so, keine Ahnung.
Ich so, haben wir noch was zu
essen, Romy?
Keine Ahnung.
Haben wir noch was zu essen im
Kühlschrank?
Keine Ahnung.
Warte ich nicht.
Guck halt rein.
Ich muss also hier selber in den
Kühlschrank schauen, weil ich
wissen will, ob es was zu essen
gibt.
So ein Mist aber auch.
Ja, aber das ist kein, ja, ihr
ahnt, das ist kein
Nachteil, der hat die Vorteile
auf, wegen Butter.
Und ja, Essen, auch wir essen
heute noch und wieder.
Man glaubt es kaum.
Nee, aber Essen hat einen ganz
anderen Stellenwert bekommen.
Also uns macht beiden Essen
spart.
Ich habe von Romy gelernt, wirklich
auch Essen zu genießen.
Das ist total strange, aber es ist
wirklich ein Unterschied.
Auch gutes Essen, noch mehr
Schätze gelernt.
Und es ist eine totale
Nebensache.
Gleichwohl freuen wir uns einfach
immer wieder, wenn wir gut
essen dürfen und was wir
immer für gut finden und wie
wir es gut finden und
abwechslungsreich.
Alle Kulturen, also gerade
wenn wir in Dubai sind,
essen wir, essen aus dem
Leben völlig andere Länder,
andere Kulturen, andere
Dinge, die wir nicht
aussprechen können und wir
keine Ahnung haben, was
kommt.
Das ist so schön, dass es
einfach sein darf.
Das ist wirklich, das ist
auch ein Stück
erleben.
Essen macht jetzt einen
richtig positiven Teil
unseres Lebens aus, aber
bringt es nicht mehr.
Manchmal nervt es auch, aber
schön wird es dann
trotzdem.
Und was für mich auch
wirklich gut ist, ich muss
mir keine Sorgen mehr um
Romy machen.
Ich muss mir einfach keine
Sorgen machen.
Ich muss mich nicht
kümmern, keine Sorgen
machen, es ist alles gut.
Und das ist so, das schafft
uns eben die Beziehung auf
Augenhöhe, weil ich weiß, Romy
macht das, ich mache mein Ding
und wir sind auf Augenhöhe,
können uns begegnen.
Ich muss sie nicht retten,
ich muss nichts tun.
Ich darf einfach zuschauen
und miterleben und manchmal
bei manchen Sachen dabei
sein und das macht einfach
viel, viel mehr Spaß.
Und was ich auch geändert
habe, also früher sind
andere, weil ich immer
Männer glaube ich, die
sagen, du hast doch mal
eine schlanke Freundin oder
ich hätte gesagt, ja, ich
habe eine dürre Freundin,
weil schlank war nicht mehr.
Charming.
Es zieht aber Romy eine
Schnute, ja, aber es war
ja wirklich, es sah ja
schlimm aus.
Also es war wirklich einfach
schlimm.
Aber das Schande ist, heute
kommen auch andere zu mir
und sagen, ich hast du eine
attraktive Freundin und die
meinen damit aber Romy im
Ganzen.
Die meinen damit nicht ihr
Aussicht, sondern Romy im
Ganzen und sagen das auch.
Und das ist halt schon, also
andere Menschen merken es auch,
bin mir ganz sicher.
Ja, und das ist so, wir machen
jetzt halt auch viel mehr
gemeinsam, weil damals haben
wir, ja, habe ich sozusagen
mich dem gefühlt, was Romy mit
ihrer Essstörung hat, ins
Leben gebracht, mehr oder
weniger auf einer Ebene.
Und heute machen wir es aber
gemeinsam, wir entscheiden
auch gemeinsam, wir gestalten
gemeinsam, wir überlegen, was
uns beiden Freude macht und
ab und zu mal überrede ich sie
zu Dingen, wie zum Beispiel,
dass sie tauchen gehen darf.
Du wolltest mich schon immer
mal ertränken, rückwärts vom
Boot.
Aber das war auch ein tolles
Erlebnis, oder?
Ja, das war schön, aber oh
Gott.
Ja, also manchmal
stretchen wir uns auch unsere...
Manchmal verbuchst du dich und
schickst mir auf Glasböden mit
Höhenangst, oder dass ich die
jetzt auch überwinden durfte.
Das haben wir auch, ja, so
die Dinge passieren halt
manchmal, ne?
Mhm.
Ja, und es ist halt wirklich
jeder Einzelne für uns und als
Paar so gewachsen, dass wir
frei sind zu leben, worauf wir
wirklich Lust haben.
Nein, nicht immer alles, weil
die Steuererklärung muss ich
auch machen, wenn ich keine
Lust habe, das gebe ich zu.
Aber es geht ja so um das
große Ganze, die muss ich
auch um eine
Ersteuerung hatte.
Das hilft nichts, die
verschwindet nicht.
Das ist der Nachteil, ne?
Also da hilft es nichts, da
machen wir was will.
Aber alle anderen Dinge des
Lebens, ne?
Und dazu natürlich haben wir
jetzt uns einen Status
geschaffen, wo wir, wo
dazu gehört, dass wir andere
Menschen zu einem solchen Leben
begleiten können.
Und das finde ich halt total
spannend, weil jetzt
Leidenschaft Menschen wachsen
zu sehen, Teil mal als Paar.
Ja.
Ja.
Und ich finde es so in jedem
Moment, das bewegt mich.
Ja, ich finde es in jedem
Moment, wie Romy den Frauen
hilft, wirklich selber frei zu
werden, wie ich das miterleben
darf, wie so viele Frauen, die
durch Romy begleitet sind, auch
das Leben für sich finden, was
Romy gefunden hat.
Das ist einfach schön zu erleben
und das ist auch, also auch
allein das ist es schon wert.
Und ich habe den Vorteil, ich
kann mich dann, wenn die
Frauen in dem
Prozent ums Business kümmern,
so dass sie sich ihr Traumleben
auch im Business aufbauen
können, dass da auch da
ergänzt man.
Das hat er ja bei mir gemacht.
Also ich sage mal, ohne Markus
hätte ich mich nicht
selbstständig gemacht, weil ich
überhaupt keine Ahnung
gehabt hätte, wie das
funktioniert, aber gerade auch
für Gründerinnen oder die
sagen so, hey, ich will da
irgendwie noch was anderes,
weil es können ja auch durch
die Recovery ja völlig neue
Wünsche auch fürs Leben
entstehen, unter anderem
vielleicht ein Jobwechsel oder
vielleicht auch eine
Selbstständigkeit oder Network
oder keine Ahnung was, was
eben noch mehr Freiheit
schafft, weil Recovery ist so
der erste Schritt in die
Freiheit auch mit sich selber
und ja, dann eben auch diese
Business-Freiheit, auch zu
sagen so, hey, ich habe jetzt
dieses freie Leben oder ich
konnte nicht mehr in diesem
Mangelumfeld von der Kita
bleiben, wo immer irgendwie
Mangel war und die Möglichkeit
da auch zu haben und eben
durch dich auch da alles an
die Hand gekriegt zu haben,
dass ich mir das auch aufbauen
konnte und wir uns jetzt
letzten Endes das auch
aufbauen konnten, ist
natürlich unglaublich
wertvoll.
Also da ist es natürlich auch
einfach super gut gefügt,
dass ich genau diese Dinge,
Themen als Coach machen
konnte, dass du in die
Selbstständigkeit gehen kannst
und jetzt so erfolgreich damit
bist, ausgebucht bist,
und ja, das ist natürlich
eine geniale Kombination
und ich liebe das, was wir
uns so gesagt geschaffen
haben.
Ja, knutsch.
Das muss jetzt sein.
Mensch, hast du voll schön
gesagt.
Mein Gott, oh Gott, das war
heute wirklich viel.
Ja, aber mir ist es auch
warm.
Aber um mit dieser Folge und
damit auch mit unserer
persönlichen Geschichte
vielleicht auch zum Abschluss
zu kommen, möchte ich euch
auch nochmal ganz kurz ein
paar Punkte mitgeben, die eben
wirklich wichtig sind und
neben den ganz vielen, die wir
eben ja doch bereits benannt
haben, weil, was glaube ich
klar geworden ist, ist
Recovery ist immer
herausfordernd, egal ob allein
oder mit Partner, weil
das höre ich auch ganz oft.
Manche denken, ja, mit einem
Partner wäre es ja leichter,
aber ganz ehrlich, das kann ich
jetzt auch aus persönlicher
Erfahrung sagen, es kann auch
genau das Gegenteil der Fall
sein.
Also, ob du einen Partner
hast oder nicht, lass dich
davon nicht aufhalten, weil
beides kann schwer sein,
beides kann aber auch leicht
sein oder leicht her.
Ja, wie gesagt, ganz leicht ist es
ja nie, aber ja.
Das erhöht sich immer.
Das definitiv.
Und gleichzeitig ist natürlich
auch, das kann man nicht
leugnen, ein unterstützender
Partner einfach eine riesen
Ressource.
Aber ganz wichtig, Recovery ist
immer deine Reise, wenn du von
einer Essstörung betroffen bist
und du entscheidest das Tempo,
du entscheidest, wer oder was
dich unterstützen darf und was
dir hilft und was eben aber auch
nicht, weil nur das, was mir
geholfen hat, muss auch nicht
dir unbedingt helfen und du
darfst es selber auch
rausfinden.
Und wie gesagt, dein Partner
kann immer unterstützen, kann
begleiten, kann Mut machen,
aber er kann nicht für dich
recoveren.
Wenn das, also Markus hätte
das gemacht, wenn er gekonnt
hätte.
Ich hätte alles getan, wenn
ich es nur gekonnt hätte.
Ich hätte auch für Romy gegessen,
wenn ich es nur gekonnt hätte.
Das hat doch immer gesagt, ich
kann leider nicht für dich
essen.
Ich kann nicht für dich essen.
Das ist wirklich,
auch im Nachhinein nochmal
betrachtet, ich habe, was ich
alles probiert habe in der
Zeit, bis Romy die
Entscheidung getroffen hat.
Ich hätte auch abspringen
können, ich hätte im Dreieck
tanzen können.
Es ist wirklich, es ist
völlig aussichtslos, wenn du
als Partner es für, also ich
hätte es nicht für Romy tun
können.
Ich hatte, egal was ich
gemacht habe, es hat nicht
geändert, es hat im
Zweifelsfall sogar geschadet.
Das heißt, an der Stelle, als
Romy die Entscheidung getroffen
hatte, diesen Moment, das war
der entscheidende Punkt, wo
ich auch wirklich mit meinem
Sein unterstützend sein konnte.
Aber halt unterstützend.
Romy musste es tun, ich konnte
unterstützend sein.
Das auch zu akzeptieren, weil
du die Entscheidung triffst.
Es ist alles möglich.
Wenn du die Entscheidung nicht
getroffen hast, kann dein
Partner, also ich bin...
Sie auf den Kopf stellen.
Ich glaube, ich bin auf und
abgetan.
Ich habe wirklich alles, was mir...
Und ich bin als Coach und
Psychologie studiert und allem.
Ich habe alle Hintergründe.
Ich habe gedacht, ich muss doch
das wissen und können und was auch
immer.
Und es geht einfach nicht.
Ja.
Deswegen, also wirklich auch die
beste Unterstützung, auch als
Partner, ist wirklich einfach da
zu sein, nicht drängen und nicht
kontrollieren.
Du kannst diesen sicheren Raum
schaffen, weil, wie gesagt, die
Recovery an sich ist ja schon
zutiefst unsicher, weil deine
ganzen Bewältigungsstrategien
wegfallen und du unsicher bist
auch, wie läuft es mit dem
Partner?
Mag der mich dann noch?
Mag der meinen Körper?
Wie gesagt, dazu mehr und
nochmal in der nächsten Folge.
Und ja, auch für dich als
Partner.
Wie gesagt, ob deine Partnerin
recovert, ist alleine ihre
Entscheidung.
Und wenn sie diese nicht trifft,
dann kannst du nichts machen,
außer da sein.
Und das ist halt auch der Punkt
für dich selbst entscheiden, ob du
dein Leben so führen
möchtest oder nicht.
Ich hatte auf der Ebene Glück, dass
Markus gesagt hat, nee, ich gebe da
nicht auf und ich bleibe.
Ich weiß nicht, ob das ewig
gemacht hätte.
Ist jetzt auch rückblickend
wirklich schwer zu sagen, aber
auch als Partner kann man
natürlich entscheiden, weil es
ist einfach eine Einschränkung
für beide.
Will ich das weiterführen so oder
eben auch nicht?
Und was manchmal auch, ja, dieser
Punkt auch manchmal ist oder eine
Angst ja auch oder was, was sich
Betroffene selber auch vorwerfen
ist, dass es ihre Schuld ist, dass
sie eine Essstörung entwickelt
haben.
Aber nein, ist es nicht.
Also auch wenn deine Partnerin
eine Essstörung hat, es ist nicht
ihre Schuld, dass sie die Essstörung
entwickelt hat.
Das sucht sich niemand aus.
Es ist eine Bewältigungsstrategie,
aber was es eben ist, ist ihre
Verantwortung, sich daraus zu
halten.
Mit allem an Unterstützung, was sie
kriegen kann, aber es ist nicht
deine als Partner.
Und wenn sie dann aber diese
Entscheidung trifft, dann sei für
sie da.
Gib ihr die Zeit, lass sie stolpern,
auch mal Rückschritte machen.
Ich sage immer, wir nehmen
nochmal Anlauf.
All das gehört dazu und bedeutet
nicht, dass sie nicht
recovern will, sondern dass sie
einfach noch Dinge lernen
darf, Dinge loslassen darf und
dabei gehört Stolpern einfach
auch dazu.
Wie sage ich immer so schön, auch
mit Stolpern kommt man voran, nur
etwas uneleganter.
Und als Partner ist es einfach
unglaublich wichtig, dass du
wirklich auch gut auf dich selber
aufpasst und dich gut um dich
kümmerst und vorlebst, was eine
gesunde Beziehung mit sich
selbst ist, wie das aussieht.
So wichtiger Punkt.
Ja, weil dieses Nicht-Vorbild
zu haben, ich habe ja wie gesagt
auch da den Kontrast, das hilft
einfach nicht.
Und ja, gibt es noch was, wo du
sagst, Markus, vielleicht so als
letzte Frage, was du mit dem
Wissen von heute damals anders
gemacht hättest?
Das ist eine sehr spannende
Frage, weil heute habe ich
natürlich fünf, sechs Jahre
später, wo Romy noch zwei, drei
Ausbildungen zum Thema
Recovery gemacht hat und das
Taktik, ich mache nicht, dass
ich ganz anderes erlebe, habe ich
so viel mehr Wissen als
damals.
Und wahrscheinlich mehr Wissen,
als die meisten Partner jemals
haben werden, weil sie keine
Recovery-Controller-Seite
haben.
Aber was ich damals
gemacht hätte, ist, ich hätte
sofort jemanden Externes
gesucht, der auf das Thema
spezialisiert ist.
Also wir haben ja damals schon
immer geguckt, den könnte man
fragen und so weiter.
Es gab damals, und damals ist
sechs Jahre her, niemand
deutschsprachigen, den ich
gefunden hatte und wo ich
dachte, sozusagen vom
Fachwissen und von allem
anderen, der Person, die
das zugetraut hätte, wirklich
was zu tun.
Also zum Glück ist das
heute wirklich anders, weil
jetzt kannst du wirklich die
Person zur Rumi schicken und
kannst dir diese Unterstützung
auch gönnen.
Und ich glaube, das
macht den Unterschied, weil
du kannst als Partner das
niemals ersetzen.
Du hast einfach keine Chance.
Selbst wenn du alles
weißt.
Selbst wenn du alles
weißt.
Also du hast weder deine
Aufgabe noch deine Chance.
Also dann herstelle, ich
hätte mir jemanden Externes
gesucht, der darauf
spezialisiert ist, ich hätte
das Konto leer
geräumt, es wäre völlig
egal.
Weil das, was man
gewinnt, ist so viel
größer als das, was man
verliert oder an Zeit
verliert, wenn man es nicht
tut.
Und an Lebensqualität.
Und an Lebensqualität.
Und was ich als Partner
gemacht hätte, ich hätte
mir diese oder eine andere
Person auch gewünscht, die
mir als Partner hilft,
vielleicht Dinge zu
verstehen, die mich ein
bisschen begleitet, die mir
sagt, was kann ich tun, was
kann ich lassen.
Weil an der Stelle, ich
musste ja auch alles
selber ausprobieren und
gucken und sehen, mir
konnte es niemand sagen,
wie ich mich hätte gut
verhalten können oder nicht
oder sowas.
Eine Podcast-Folge wie
heute gab es damals nicht
oder ich kannte sie nicht.
Das hätte mir auf alle
Fälle auch sehr geholfen.
Und ich glaube wirklich,
sich jemanden zu holen, der
das unterstützt, das
beschleunigt den Weg so
unglaublich.
Das ist das, was ich
getan hätte.
Ja.
Und wie gesagt, du hast
ja sogar, die Intuition
war ja auch da, das zu tun
und du hast sogar jemanden
gesucht und letzten Endes,
und wir haben es ja vorher
noch gehört, es war der
erste entscheidende Schritt
wirklich, um diese Zunge
auf der Waage in die
richtige Richtung zu
stupsen.
Das heißt, du hast es
schon getan, nach dem
bestmöglichen Wissen, was
du damals hattest.
Was halt damals möglich war.
Ich habe Ominikos-Ausbildung
geschickt, habe den
Kursprung gesorgt und
alles so, aber das war
halt letztendlich im
Vergleich zu dem, was
heute möglich ist,
recht wenig.
Ja.
Aber es war wichtig.
Ja.
Also, lange Folge, ich glaube,
wir haben einen Rekord.
Definitiv.
Ich hoffe, du und ihr
vielleicht auch als
Paar, wenn ihr das
gemeinsam gehört habt,
konntet euch ganz, ganz
viel aus unserer Geschichte
schon mitnehmen.
Ich weiß, dass
Erststörungen
unglaublich vielfältig
sind und dass wir
sicherlich nicht alle
Fragen hier schon beantwortet
haben, falls ihr euch
selber schon welche
gestellt habt.
Deswegen, wir werden
auf jeden Fall auch noch
eine oder vielleicht sogar
mehrere Laufe der Zeit
und des Podcasts
Q&A-Folgen auch
dazu machen.
Das heißt, auch immer
wieder gemeinsame Folgen
auch mit Markus, weil wir
einfach als Paar auch
inzwischen einen
anderen Blick darauf
haben und eben auch
die Erfahrung.
Deswegen, wenn ihr noch
Fragen habt, schickt die
mir super gern über
meine E-Mail oder
über Instagram.
Wie gesagt, alle Daten
findet ihr auch in den
Shownotes zu und dann
beantworten wir die super
gerne dann auch in unserem
nächsten Q&A-Call oder in
einem der folgenden auf
jeden Fall.
Also, wir wünschen euch
als Paar, wenn ihr es als
Paar gehört habt, ganz viel
Kraft für diesen Prozess und
bleibt gemeinsam dran.
Es lohnt sich so, so sehr.
Vielen Dank, dass du dir
Zeit für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe, diese Folge hat einen
kleinen positiven Unterschied
in deinem Tag gemacht.
Mit deiner Fünf-Sterne-Bewertung
kannst du genau diesen
Unterschied auch im Leben
anderer lebensfongliger
Frauen bewirken, die diesen
Podcast noch nicht gefunden
haben und sich ebenfalls
nach einem Leben in Freiheit
und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen und
freue mich, auf Instagram mit
dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du in den
Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
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