#20 Bewegungszwang: Wie meine Sportpause mich befreite
Mein Weg vom täglichen Zwang zu Bewegung aus Freude
20.08.2025 37 min
Zusammenfassung & Show Notes
Nach 20 Jahren Bewegungszwang - von heimlichen Kniebeugen beim Zähneputzen bis zu Kindern als "Gewichte" in der Kita - habe ich meine Sportmatte für 8 Monate weggerollt und gelernt: Wahre Disziplin braucht es für die Pause, nicht für den Sport. In dieser Episode teile ich meinen Weg vom täglichen Zwang zu Bewegung.
Kennst du das Gefühl, wenn der Gedanke an eine Sportpause sich anfühlt wie eine Todesstrafe? Genau so ging es mir vor sieben Jahren, als ich vor der härtesten Entscheidung meiner Recovery stand.
7 von 20 Jahren meiner Essstörung, litt ich unter einem starken Bewegungszwang. Egal ob ich auf Arbeit (in der Kita) im Bad auf die Kinder gewartet habe oder Zuhause beim Zähneputzen stand - ich MUSSTE mich bewegen. Ich machte heimliche Kniebeugen, Sport im Schlafraum und selbst normale Tätigkeiten wie Tische abwischen endeten in kleinen Workouts.
Doch einen Monat nach Beginn meiner Recovery 2018 habe ich meine Yogamatte zusammengerollt und acht Monate lang nicht angerührt. Diese Sportpause wurde zur wichtigsten Intervention für meine Freiheit, auch wenn die ersten Wochen sich anfühlten wie ein Entzug. Heute bewege ich mich aus Freude - etwas, das ich mir damals niemals hätte vorstellen können.
Heute teile ich mit dir, warum ich fast in die Fitness-Recovery-Falle getappt wäre und wie ich vom zwanghaften Sport zu intuitiver Bewegung gefunden habe.
In dieser Episode beantworte ich eure brennenden Fragen:
- Sollte man in der Recovery überhaupt Sport machen oder viel spazieren gehen?
- Wie kann ich ein gesundes Verhältnis zu Bewegung entwickeln, wenn ich unter Bewegungszwang leide?
- Welche Sportarten sind in der Recovery wirklich hilfreich? (Die Antwort wird dich überraschen)
Außerdem sprechen wir darüber:
- Wie ich Kinder in der Kita heimlich als „Gewichte" benutzt habe (das zu teilen ist mir heute noch super unangenehm)
- Welcher Moment auf der Yogamatte alles in mir veränderte
- Warum Disziplin und Zwang nicht dasselbe sind - und wie du den Unterschied erkennst
- Was mir in den härtesten Wochen der Sportpause wirklich geholfen hat
Diese Episode ist für dich, wenn:
- Du das Gefühl hast, Sport machen zu MÜSSEN statt zu WOLLEN
- Die Angst vor einer Sportpause dich lähmt
- Du dich fragst, ob dein Bewegungsverhalten noch gesund ist
Re(dis)cover - Du musst da nicht alleine durch: Weißt du, was mir in meiner Recovery am meisten gefehlt hat? Menschen, die verstehen, warum ein Tag ohne Sport sich wie Versagen anfühlt. Die wissen, was es bedeutet, wenn jede Joggerin, die vorbeiläuft, einen innerlich zerreißt. Genau deshalb habe ich Re(dis)cover entwickelt - mein 6-wöchiges Gruppencoaching, in dem wir gemeinsam die Grundlage für deine erfolgreiche Recovery legen.
Die Frauen aus den ersten Runden? Eine isst heute Mickymauswaffeln mit Karamell im Disneyland. Eine andere bruncht unbeschwert mit Freundinnen - präsent im Gespräch statt in Kalorienzahlen gefangen. DAS ist Re(dis)cover. Ein sicherer Raum, wo deine Ängste okay sind und niemand dich verurteilt, wenn Recovery mal nicht geradlinig verläuft.
Anfang September öffnen sich wieder die Türen. Wenn du spürst, dass Gemeinschaft genau das ist, was dir fehlt - Menschen, die deine kleinen Siege feiern, weil sie wissen, was es bedeutet, den Keks mitzuessen statt verschwinden zu lassen – dann trag dich unverbindlich in meinen Newsletter ein.
📧 Newsletter und Informationen zu Re(dis)cover: https://romy-hoerbe.de/rediscover
🎧 Hörtipp: Folge 8 - Debbies Recovery begann vor einem Jahr mit Re(dis)cover
Beim nächsten Mal teile ich die wissenschaftlichen Hintergründe zu REDS (Relative Energy Deficiency in Sport) - Wissen, das mir damals meine Entscheidung deutlich leichter gemacht hätte - mit dir und beantworte weitere Fragen, die mich zum Sport in der Recovery erreicht haben.
Abonniere den Podcast, um keine Folge zu verpassen und lass uns gemeinsam den Weg zu echter Bewegungsfreiheit gehen.
Die Frauen aus den ersten Runden? Eine isst heute Mickymauswaffeln mit Karamell im Disneyland. Eine andere bruncht unbeschwert mit Freundinnen - präsent im Gespräch statt in Kalorienzahlen gefangen. DAS ist Re(dis)cover. Ein sicherer Raum, wo deine Ängste okay sind und niemand dich verurteilt, wenn Recovery mal nicht geradlinig verläuft.
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierter Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken,
wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Bevor wir heute über Bewegungszwang und wie ich ihn damals erlebt habe sprechen,
möchte ich dir noch von etwas erzählen, was mir sehr am Herzen liegt und was mein absolutes Jahreshighlight ist.
Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl der Einsamkeit in der Recovery,
als niemand verstand, warum ein Tag ohne Sport sich angefühlt hat wie das größte Versagen.
Warum ich innerlich jede Joggerin, die an mir vorbeilief, mit Blicken hätte töten können,
weil sie etwas machen konnte, was für mich gerade nicht möglich war,
auch wenn ich mich selber dafür entschieden habe.
Ein Teil von mir wusste zwar, dass das, was ich tue, gerade richtig und nötig ist,
aber ich hätte mir dennoch jemanden gewünscht, der meinen inneren Kampf sieht, versteht und mich dabei unterstützt.
Und genau deshalb habe ich Rediscover entwickelt.
Rediscover bedeutet sich wiederentdecken.
Es ist mein sechswöchiges Signature-Gruppen-Coaching und absolutes Erfolgsprogramm,
in dem wir gemeinsam die Grundlage für deine erfolgreiche Recovery legen.
Ich kriege ehrlich gesagt immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke,
was die Frauen aus den ersten beiden Runden heute erleben.
Eine ist zum Beispiel dieses Jahr zum allerersten Mal seit Jahren mit ihrer Freundin in den Urlaub gefahren.
Und nicht irgendwo hin, nee, ins Disneyland.
Und dort, ich fand das so cool, hat sie Mickey Mouse Waffeln mit Karamell gegessen,
hat ständig irgendwie Fotos geschickt, auf denen sie einfach mal so dermaßen gestrahlt hat
und einfach ihr Leben gelebt hat.
Das war so, so krass zu sehen.
Und eine andere kann inzwischen unbeschwert mit ihren Freundinnen brunchen gehen,
ohne sich die ganze Zeit mit ihnen zu vergleichen.
Sie ist präsent in den Gesprächen, anstatt an Kalorien zu denken und geht ihrer Leidenschaft der Musik nach.
Das ist Rediscover.
Aber Rediscover ist kein Programm, in dem ich dir sage, was du tun sollst.
Das tun Kliniken schon zu Genüge.
Nein, es ist ein sicherer Raum, in dem du mit anderen Frauen herausfindest,
was für dich richtig ist, wo deine Ängste okay sind,
wo niemand dich verurteilt, wenn du einen Schritt zurückgehst oder nochmal Anlauf nimmst
und wo wir verstehen, dass Recovery kein gerader Weg ist.
In diesen sechs Wochen entwickelst du neue Fähigkeiten,
die dir helfen, in deinem Tempo aus dem Wissen ins Tun zu kommen.
Fähigkeiten, die dir, so wie mir auch, noch weit über die Recovery hinaus helfen werden.
Also ich nutze die heute noch und bin so, so dankbar,
dass ich die in meiner Recovery gelernt habe und natürlich auch,
dass ich die jetzt an dich weitergeben kann.
Also, wenn sich da gerade ein kleiner Teil oder auch ein größerer in dir angesprochen fühlt,
Mitte September öffnen sich die Türen.
Und wenn du spürst, dass Gemeinschaft genau das ist, was dir fehlt,
also Menschen, die deine kleinen Siege feiern,
weil sie wissen, was es bedeutet, den Keks auf der Kaffeetasse mitzuessen
und nicht heimlich verschwinden zu lassen,
dann trag dich gern unverbindlich in mein Newsletter ein.
Den Link findest du wie immer in den Shownotes.
Und in Podcast Folge 8 kannst du dir außerdem Debbie's Recovery Weg anhören,
der vor genau einem Jahr mit Rediscover begonnen hat.
Gott, so krass, was seitdem passiert ist.
Aber okay, also bevor ich jetzt jetzt färben gerate,
lass uns über das sprechen, weswegen wir heute hier sind.
Schön, dass du wieder dabei bist,
denn heute möchte ich mit dir über ein Thema sprechen,
zu dem mich unglaublich viele Fragen erreicht haben.
Und zwar Sport in der Recovery.
Ich weiß, dass das ein sehr umstrittenes Thema ist
und dass es auch ein Thema ist, was viele verunsichert,
weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
Also ist es zum Beispiel okay, weiterzumachen?
Oder sollte ich eine Sportpause machen?
Oder was ist, wenn dein Arzt vielleicht sogar empfohlen hat,
Krafttraining zu machen, um Osteoporose vorzubeugen?
Ich habe auf Instagram ja eine Umfrage dazu gemacht,
um mal herauszufinden, wie viele von euch diesen Tipp tatsächlich auch bekommen haben.
Und ich muss sagen, ich war ernsthaft schockiert.
Und das ist ein Thema, auf das wir definitiv auch eingehen werden.
Aber nicht in dieser Folge, sondern ich glaube in der übernächsten.
Also bleib da auf jeden Fall dran.
Denn heute möchte ich dich vor allem erst mal in meinen Weg
mit dem Sport in der Recovery mitnehmen.
Ich habe tatsächlich, und hättest du mir das damals gesagt,
hätte ich dir wirklich den Vogel gezeigt,
weil ich gedacht hätte, no way, das kann ich mir never ever vorstellen.
Äh, kann nicht sein.
Ich habe acht Monate lang keinen Sport gemacht.
Okay, ich möchte ehrlich sein.
Meine einzige Ausnahme war einmal Yoga pro Woche in einem Yoga-Studio.
Und das war auch eher eine sehr entspannte Yoga-Richtung,
und zwar Yin-Yoga.
Also es war wirklich super relaxed.
Und ich habe das auch eher als Trotz gemacht,
weil ich mir gedacht habe, so, wenn ich schon keinen Sport machen kann oder will,
aber darauf kommen wir gleich noch,
ja, dann eben wenigstens Yoga.
Das ist ja kein Sport.
Und wenn du jetzt aber denkst, boah, acht Monate Sportpause,
ey, das könnte ich niemals,
ja, dann geht es dir genau wie mir damals.
Also der Gedanke an eine Sportpause,
der hat sich wirklich angefühlt wie eine Todesstrafe.
Aber heute weiß ich, dass genau diese acht Monate
die wichtigste Investition in meine Freiheit waren.
Und bevor ich dir meine Geschichte erzähle,
lass mich kurz auf die Fragen eingehen,
die mich erreicht haben und die ich im Laufe meiner Geschichte
in dieser Episode auch beantworten werde.
Und zwar, sollte man in der Recovery überhaupt Sport machen
oder ganz viel spazieren gehen?
Und wie kann man ein gesundes sportliches Verhalten
oder ein gesundes Verhalten zu Sport und Bewegung entwickeln,
wenn man unter Bewegungszwang leidet?
Und welche Sportübungen oder Arten sind gut in der Recovery?
Also, lehn dich zurück, schnapp dir eine Tasse Tee.
Ich habe hier wieder mal eine Tasse,
das ist eigentlich gerade, Süßholz.
Bei mir gibt es heute Süßholz.
Ist übrigens praktisch, wenn man viel reden muss.
Schmiert schön die Stimme.
Und ja, lass mich am Anfang beginnen.
Also, meine Bewegungsgeschichte begann eigentlich damit,
dass ich, ja, also wenn ich so zurückdenke
und ich musste mich wirklich erst mal erinnern, wie war das eigentlich früher.
Denn ich war nie das wirklich super sportliche Kind.
Ich wurde damit auch von meinem Papa immer so ein bisschen gehänselt
und ja, hat wahrscheinlich auch nicht gerade zu meinem gesunden Selbstbild beigetragen,
weil mein Papa war super sportlich, der ist Radsportler.
Und ja, irgendwie habe ich mich da immer sehr unsportlich daneben gefühlt.
Und aber, was ich schon immer war, also Radsport war nicht meins,
wie du jetzt vielleicht schon hörst,
aber ich war eine absolute Wasserratte.
In der Grundschule war ich in einem Schwimmverein
und da nicht aus Leistungsdruck,
sondern weil ich wirklich das Gefühl geliebt habe,
durchs Wasser zu gleiten.
Und ja, ich bin auf Wettkämpfe geschwommen
und ich weiß auch noch, dass ich sehr enttäuscht war,
wenn ich irgendwie, also ich habe es nie auf eine Medaille geschafft.
Ich habe irgendwie immer,
wenn ich den zweiten oder dritten Platz hatte,
dann gab es eine Urkunde.
Und immer wenn es Medaillen gab,
dann hatte ich den vierten, fünften oder gar keinen Platz.
Also es war wirklich frustrierend, daran erinnere ich mich noch.
Aber es war jetzt auch nicht so,
dass ich deswegen ja mein Schwimmen aufgegeben hätte,
weil ich habe es, wie gesagt, einfach geliebt.
Und ich habe es auch geliebt zu tanzen.
Also gerade so als Jugendliche,
so, naja, ich glaube ab elf,
war ich auch in einer Showtanz
beziehungsweise auch in einer Jazz- und Modern-Dance-Tanzgruppe,
aber leider nie lange genug,
um damit wirklich auch erfolgreich zu werden
oder da wirklich auch richtig anzukommen.
Also man hat schon gemerkt, dass mir das gelegen hat.
Und ja, mich einfach auch,
also diese Lieder zu lernen,
die Choreografien zu lernen und sowas,
das hat mir einfach so viel Freude gemacht.
Aber mir sind immer wieder
meine Kliniksaufenthalte dazwischen gekommen.
Aber selbst dann,
also wie gesagt, es war immer eher so sporadisch.
Ich habe auch an Wettkämpfen teilgenommen und so.
Aber ich hatte irgendwie das Problem,
dass ich einerseits natürlich
durch die vielen Kliniksaufenthalte
nicht wirklich in der Gruppe angekommen bin.
und andererseits, ja,
es irgendwann später organisatorisch auch schwierig war,
weil mich halt keiner hinfahren konnte.
Und das ist irgendwie dadurch dann auch wieder eingeschlafen,
obwohl ich es, wie gesagt, bis heute super, super gerne mache.
Also ich tanze heute noch wild durch mein Wohnzimmer,
wenn mich gerade der Affe laust
oder ich gerade wahnsinnig viel Energie habe.
Aber ja, das durfte ich mir, wie gesagt,
auch erst zurückerobern.
Und wie gesagt, auch als Jugendliche
bin ich schon immer wild durch mein Zimmer getanzt,
auch zum Musical choreografieren.
Und ich habe es einfach geliebt,
diese Musik zu fühlen, zu verkörpern.
Und Tanzen war immer eine Ausdrucksform für mich.
Und Musik, ja, so ein bisschen wie so eine zusätzliche geheime Sprache,
die mich einerseits emotional berührt hat,
aber mit der ich auch meine Gefühle ausdrücken konnte.
Also ich habe zum Beispiel,
je nachdem in welcher Stimmung ich war,
dann einfach das passende Lied dazu gespielt
und habe irgendwie gehofft,
dass diejenigen, die mich das Lied hören,
ja, vielleicht auch sehen, was in mir los ist.
Ich glaube, das hat nicht wirklich geklappt.
Und also auch was,
was ich in meiner Recovery gelernt habe,
war meine Gefühle eben wirklich auch
wirklich verbal auszudrücken
und nicht über solche indirekten Wege.
Aber Tanzen war für mich immer auch schon ein guter Weg,
diese Gefühle, die eben sich schon sehr, sehr früh,
sehr stark in mir aufgestaut haben,
irgendwie umzulenken
und auch wieder aus meinem Körper zu bekommen.
Und ja, wie gesagt,
das war die Zeit,
als Bewegung eigentlich noch eher Freude für mich war.
Aber irgendwann,
ich glaube, so schon mit 12 oder 13
hat sich etwas verändert
und zwar ziemlich schleichend
und ich glaube auch nach außen und sehr unmerklich.
Denn Sport war auf einmal nicht mehr Freude,
sondern wurde mittel zum Zweck.
Und die ersten Warnsignale dafür waren,
dass ich anfing,
ich anfing,
das ist klar,
Übungen wie Sit-Ups zur Pflicht zu machen,
obwohl ich überhaupt keine Lust darauf hatte.
Also ich meine,
welche Jugendliche macht gerne Sit-Ups?
Nicht cool.
Oder ich begann Sport als Strafe für zu viel Essen zu sehen,
weil ich ja, wie gesagt,
damals auch schon sehr emotional gegessen habe.
Und auch die Waage hat damals schon bestimmt,
wie viel Sport ich machen musste.
Also wenn ich gemerkt habe,
oh, die Waage, die geht irgendwie hoch,
ja, dann habe ich mich halt so
noch ein paar Sit-Ups mehr verdonnert.
Und später in meiner Essstörung
wurde die Bewegung
und zwar auch die Alltagsbewegung,
wie Spaziergänge oder auch so Treppensteigen
oder auch Putzen zum Zwang.
Aber das Türkische war,
es hat sich überhaupt nicht angefühlt wie ein Zwang,
denn es hat sich eher angefühlt wie Disziplin
oder wie Stärke
und wie etwas, worauf ich stolz sein konnte.
Oder auch im Sportunterricht habe ich gemerkt,
durch diese Übungen,
die ich eben zu Hause gemacht habe,
konnte ich zum Beispiel
diese seitlichen Liegestütze,
irgendwie hat das keiner hingekriegt
und ich aber schon.
Das heißt,
ich war zwar nicht die sportliche Romy
und wurde auch bei Ballspielen
und sowas nie gewählt,
aber da habe ich gemerkt,
oh, irgendwas kann ich ja doch.
Und ja, mit der Zeit ist eben immer mehr
auch ein Bewegungszwang daraus geworden,
indem ich ja später und wie gesagt,
gerade auch in der Hochphase
und am Ende meiner Essstörung,
also da, wo es auch richtig ins Untergewicht ging,
also ich habe wirklich auch gemerkt,
wie Gewicht und Bewegungszwang auch zusammenhingen,
denn umso weniger ich wog,
umso mehr Bewegungszwang hatte ich.
Und heute weiß ich auch warum,
weil das hängt tatsächlich wirklich miteinander zusammen
und auch darauf kommen wir noch.
Aber ja, wie gesagt,
als mein Gewicht am niedrigsten war,
war der Bewegungsdrang am stärksten.
Und je weniger ich wog,
desto mehr hatte ich wirklich auch das Gefühl
und diesen Drang, mich bewegen zu müssen.
Also ich konnte nicht mehr selbst entscheiden,
ob ich mich bewegen wollte oder nicht,
denn das schlechte Gewissen,
das hätte mich einfach aufgefressen.
Und ich war oft müde,
ich hatte Schmerzen,
ich hatte keine Energie
und dennoch zwang ich mich zu meinen Joggingrunden,
noch bevor ich frühstücken durfte.
Ach, das war so anstrengend.
Also wirklich, ich jetzt darüber nachdenke,
kein Wunder,
dass ich nach meiner Recovery nie wieder gejoggt bin,
weil ich mir einfach gedacht habe,
nee, das ist, glaube ich,
so negativ abgespeichert,
dass ich mir gedacht habe,
also das ist es definitiv nicht.
Und ja, auch abends nach der Arbeit,
nachdem ich, wie jeder gesagt,
etwas Energie wieder
durchs Abendessen reinbekommen habe,
musste ich auch noch meine Übungen machen.
Während mein Freund schon entspannt
auf der Couch sitzen konnte,
lag ich auf meiner Watte
und wir haben eine Serie geguckt
oder einen Film geguckt
und ich habe aber immer nebenbei
noch meine, ja,
meine ganzen komischen Übungen gemacht.
Und heute weiß ich,
das war mein Körper im Überlebensmodus,
der versucht hat,
mich durch die Bewegung
an einen Ort zu bringen,
wo er wieder genug Nahrung hat.
Und auch mein Alltag war
eigentlich,
ja, war wie so ein Bewegungsgefängnis.
Also ich bin morgens wirklich aufgewacht
mit dem Gedanken,
wann kann ich mich heute bewegen?
Bewege ich mich heute genug?
Wie viele Haltestellen früher steige ich heute aus,
damit ich wirklich auch genug Bewegung reinkriege?
Wo gehe ich heute auf Arbeit hin?
Habe ich heute einen Sporttag?
Gehe ich heute wandern mit den Kindern?
Oder was ist heute los?
Also es war alles auf die Bewegung abgestimmt.
Und auch im Alltag haben sich immer mehr
so kleine Sneaky-Sachen eingeschlichen.
Also beim Zähneputzen habe ich zum Beispiel
dann Kniebeugen gemacht
oder Wand sitzen.
Beim Haar aufhöhnen stand ich auf einem Bein.
Und beim Frühstück,
naja, wie gesagt,
das war ja eh erst erlaubt,
nachdem ich joggen war.
Und das ist mir echt unangenehm,
weil ich mir immer denke so,
und das war mir damals schon peinlich
und das hätte mir eigentlich auch
das Zeichen sein können von
hier ist was nicht in Ordnung.
Ich habe ja damals in der Kita gearbeitet
und wenn ich zum Beispiel Baddienst hatte
und auf die Kinder gewartet habe,
dass die zum Zähneputzen kommen,
dann habe ich im Nebenraum
heimlich Hockstrecksprünge gemacht
oder eben wieder Wandsitzen.
Oder wenn ich Tische abgewischt habe,
dann habe ich meinen Bauch dabei angespannt.
Also es war wirklich
wie so ein Widerstandstraining.
Also wenn da einer zugeguckt hätte,
das hätte wahrscheinlich
wundervoll dynamisch ausgesehen,
aber es war halt wirklich
ein Kraftworkout beim Tische abwischen.
Und ich habe mich richtig
auf diesen Tisch gelehnt,
um halt wirklich so viel wie möglich
Muskeln anzuspannen.
Oder beim Vorlesen
habe ich immer irgendwie,
weiß ich nicht, gewippt
oder auf dem Stuhl
habe ich die Beine hochgestellt
und den Bauch angespannt.
Also ich habe mir manchmal gedacht,
ey, hoffentlich kriegen die Kinder
das mit.
Ich war zum Glück
zu dieser Zeit im Kleinkindbereich.
Also ja, die haben sich
vielleicht ein bisschen gewundert,
aber die achten zum Glück
ja noch nicht so sehr drauf.
Aber mir war schon klar,
ey, was machst du?
Du machst es nicht gut,
ist auch kein gutes Vorbild.
Nicht gut.
Und ja,
wenn die Kinder dann irgendwann schliefen
und ich im Schlafraum saß,
dann habe ich teilweise sogar
im Schlafraum
auch noch ein paar Sit-Ups gemacht.
Und obwohl ich den Frühdienst
gehasst habe,
war das ein Dienst,
den ich auf der anderen Seite
auch sehr mochte,
weil der beste Teil daran war,
ich musste erst mal
mehrfach durch die komplette Kita laufen,
um alle Zimmer aufzuschließen,
Räume aufzuschließen,
Frühstück vorzubereiten.
Und ich habe mir einfach nur gedacht,
ich hasse Frühdienst,
aber jeder Schritt zählt.
Und das ist mir heute
echt besonders peinlich,
weil wir hatten ja eine Kita
mit einem offenen Konzept.
Das heißt,
wir hatten zum Beispiel
auch einen Sportraum
und wenn ich dort mit den Kindern war,
so gerade mit den Kleinen,
dann habe ich die oft
wie Gewichte benutzt.
Und ich meine,
die Kinder,
die hatten zwar tierischen Spaß dabei,
das war mir auch super wichtig,
dass ich echt überprüfe,
so wollen die das jetzt gerade
oder nicht.
Also da war ich schon zum Glück
noch verantwortungsbewusst genug.
Aber ich habe die mir oft
zum Beispiel aufs Bein gesetzt
und sie dann wirklich so geschaukelt
oder wie so ein Gewicht,
wie im Fitnessstudio das Ding,
wo man die Beine so nach oben,
ihr seht,
ich bin nicht im Fitnessstudio.
Ich habe jedenfalls die Kinder
wirklich gestemmt damit
und in dem Moment
habe ich mir einfach nur gedacht,
Mensch Romy,
jetzt ist definitiv
was nicht mehr mit dir in Ordnung.
Also das war wirklich,
es ging mir halt nicht darum,
den Kindern eine Freude zu machen,
sondern es war wirklich
hauptsächlich ein Mittel zum Zweck,
um noch mehr Energie zu verbrennen.
Und auch den Weg hin zur Kita
bin ich oft gejoggt
und habe dann noch gehofft,
dass mir möglichst keine Eltern
oder keine Kollegen mich sehen,
weil ich bin ja extra
ein paar Haltestellen
früher ausgestiegen,
musste ja aber rechtzeitig ankommen
und bin wirklich,
als ich auf diese Arbeit gerannt bin
und es war halt an der Schnellstraße
und oder so eine,
naja, nicht Schnellstraße,
aber eine Straße ins Gewerbegebiet
und es war eine Kita,
die ins Gewerbegebiet gehört hat.
Das heißt,
eigentlich fast alle Eltern
sind da vorbeigelaufen.
Ich habe mich so geschämt,
aber ich konnte auch nicht aufhören,
das zu machen,
weil es mir einfach wichtiger war,
die Bewegung reinzukriegen.
Und je mehr ich mich,
wie gesagt,
über die Jahre auch bewegt habe,
desto mehr habe ich auch
meine Hobbys verloren,
weil ich hatte natürlich
einerseits keine Zeit mehr dafür
und andererseits sind gerade
die Dinge,
die ich gemocht habe,
wie gesagt,
als Jugendliche saß ich teilweise
noch Wochenenden lang
in meinem Bett
und habe gelesen.
Mehr habe ich nicht gemacht.
Es ist gesessen und gelesen.
Ich war so eine Leseratte.
Also ich habe im Sommer
mindestens drei dicke Wälzer
durchgehabt
in den Sommerferien
und das ist irgendwann
unmöglich geworden.
Also ich konnte keine
zwei Seiten mehr lesen,
ohne aufzuspringen,
weil mein Kopf geschrien hat,
hey,
du verbrennst keine Kalorien,
du wirst fett,
bewegt dich,
du kannst jetzt was Sinnvolleres machen,
du bist faul,
lass das halt.
Also ich bin wirklich so abgeschwiffen,
ich kann mich auch nicht mehr konzentrieren.
Ja,
und Lesen hat einfach
keinen Spaß mehr gemacht.
Oder auch Filme schauen,
das ging eigentlich nur,
wenn ich nebenbei
noch meine Übungen machen konnte.
Und das Wort entspannen,
das hat in meinem Wortschatz
gar nicht existiert.
Und ich erinnere mich noch,
wie gesagt,
in dieser letzten Reha,
da hatte ich eine Therapeutin
und die sagte dann zu mir
eines Nachmittags
nach der Therapie,
ja,
nehmen Sie sich doch ein Buch,
es ist doch schönes Wetter,
setzen Sie sich nach draußen
und essen Sie ein Eis.
Und ich war in dem Moment
so wütend,
also wirklich so wütend,
weil ich gedacht habe,
ey, die Frau kapiert es einfach nicht,
weil
ein Teil von mir wollte ja
so, so gerne.
Ich habe mir wirklich
nichts mehr gewünscht,
als mich da draußen
einfach nur
mit einer Decke
auf die Wiese zu setzen
und ein Buch zu lesen
und diese Zeit,
die ich in der Reha
ja auch für mich hatte,
für mich zu nutzen.
Aber ich habe gespürt,
ich kann es einfach nicht.
und das war auch das Zeichen,
dass ich Sport eben nicht machte,
weil ich es gern machte,
was ich mir immer eingeredet habe,
sondern weil ich musste.
Das heißt,
ich hatte keine Kontrolle mehr darüber.
Ich dachte zwar,
ich hätte das,
weil es war ja angeblich
sehr diszipliniert von mir,
dass ich mich dazu gezwungen habe,
aber
also rückblickend weiß ich,
das war einfach nur Angst und Panik
und keine Kontrolle
und auch nicht Disziplin.
Und als mir dann
in der Klinik,
also auch in diesem Aufenthalt,
wie gesagt,
dann auch Sportverbot
erteilt wurde,
war meine erste Reaktion,
ihr könnt es euch sicher vorstellen,
pure Wut.
Ich habe mir einfach nur gedacht,
wie können die mir das,
wie können die das wagen,
mir das jetzt zu verbieten?
Weil das hilft mir,
das hilft mir,
mit der Anspannung umzugehen,
mit der Unruhe in mir,
mit den Dingen,
die vielleicht auch in der Therapie
aufgepoppt sind.
Und ja,
als die Ärzte mir,
wie gesagt,
dann meine Joggingrunden
und auch meine Sportübungen
verboten haben,
bin ich als erste Reaktion
erstmal noch eine Runde
aus Trotz um die Klinik gerannt.
Und mein essgestörtes Ich
hat natürlich sofort
das nächste Schlupfloch gesucht,
weil ich habe mir dann gedacht,
ja, wenn ich halt nicht joggen darf,
ja, dann gehe ich eben spazieren.
Aber nicht etwa gemütlich,
sondern ich bin wirklich
wie von einer Tarantel gestochen,
da um die Felder
und durch den Wald gerannt.
Also ja,
es war zwar nicht mehr Joggen,
aber es war auch kein Spazierengehen.
Und ja,
das hat dann eben wirklich
oder erst so weit ausgeartet,
dass ich wirklich mehrere Stunden
am Tag spazieren gehen musste.
Und auch zu Hause
habe ich das weitergeführt
und ich frage mich bis heute,
wie ich das geschafft habe,
weil es einfach so krass
viel Zeit gefressen hat.
Also heute bin ich froh,
wenn ich es immer am Tag
kurz nach draußen schaffe
und das schaffe ich nicht immer.
Damals war das Pflicht,
mehrere Stunden.
Und wenn es sein musste,
bin ich eben auch bei Regen rausgegangen.
Hauptsache,
die Schrittzahl hat gestimmt.
Und das Blöde,
auch hier,
die mussten immer mehr werden,
weil mit der Schrittzahl
hat es sich bei mir tatsächlich
auch umgekehrt
proportional zur Waage verhalten.
Weil bei der Waage war immer,
je weniger,
desto besser.
Und bei den Schritten hat immer gezählt,
je mehr,
desto besser.
Und was damals auch so war,
also gerade eben,
wenn ich so durch diesen Wald
oder um die Felder
oder so gerannt bin,
ich war damals
100 Prozent überzeugt,
beziehungsweise
habe mir das auch echt gut verkauft,
dass ich das ja tue,
weil ich ja die Natur so liebe
und ich habe das auch jedem erzählt.
Ich so,
nein,
ich liebe den Wald
und ich war Zierengehen
und es ist so schön.
Und ich war aber kein Naturmensch.
Die Wahrheit war,
die Natur war mir eigentlich egal,
weil ich habe keine einzige Blume gesehen,
ich habe die Vögel nicht gehört,
ich habe weder Sonne noch Wind gespürt,
ich habe kein einziges Foto gemacht,
wie heute.
Also ich kann irgendwo vorbeigehen,
wenn ich irgendwas entdecke.
Ich mache meinem Spitznamen
Klicky wirklich alle Ehre.
Also ich muss Fotos machen,
wenn ich was Schönes sehe.
Und das habe ich damals nicht.
Ich habe kein einziges Bild
von irgendwie,
weiß ich nicht,
irgendwas.
Und es war echt
eine schöne Landschaft dort,
glaube ich.
und ich war,
wie gesagt,
einfach nur noch
eine Schritte-Sammelmaschine.
Und heute ist es aber so,
dass ich,
wie gesagt,
wirklich,
also ich bleibe vor jeder Schnecke stehen.
Ich helfe da vielleicht über die Straße,
wenn ich merke,
ups, die wird hier gleich überfahren.
Das habe ich gar nicht gemerkt.
Ich fotografiere Wolken,
ich nehme mir Zeit,
die Blumen im Gegenlicht zu fotografieren
und ich sehe die Welt wirklich wieder.
Und ich weiß,
heute das,
das ist wirklich Naturliebe.
Also ich liebe auch die Gerüche da draußen,
Gerüche am Wasser
und das ist einfach was
ganz, ganz anderes
und nicht das,
was ich damals gemacht habe.
Und ja,
wie gesagt,
nach der Klinik stand ich
letzten Endes
vor einer Entscheidung,
denn es hat ja niemand mehr kontrolliert,
was ich tat.
Es hätte mich auch niemand mehr joggen gesehen.
Und ich bin am Anfang
auch erst mal wieder,
also was ich damals viel gemacht habe,
waren so diese
High-Intensity-Interval-Trainings
und ich bin erst mal wieder
in meine Routine eingestiegen,
weil ich war ja wieder zu Hause
und konnte ja wieder machen,
was ich wollte.
Ich wusste aber auch,
ich sollte zunehmen
beziehungsweise ich muss zunehmen,
damit ich wieder arbeiten gehen darf,
aber ich hatte auch tierische Angst davor.
Also
kam ich auf eine neue Idee.
Ja,
wenn ich denn schon zunehmen muss,
dann aber nur Muskeln.
Und damit
wäre ich fast in dem gelandet,
was ich heute
die Fitness-Recovery-Falle nenne.
Denn
ich habe mir damals gedacht,
so hey,
also wenn es der Arbeitsmedizin darum geht,
dass ich,
ja,
dass mein Gewicht stimmt
und ich eine bestimmte Zahl erreiche,
damit ich wieder arbeiten kann,
dann kann ich ja entscheiden,
wie ich zunehme.
Und ganz ehrlich,
es wäre denen wirklich egal gewesen,
ob ich jetzt nur Muskeln zunehme.
Also
die hätten wirklich
nur auf die Zahl geguckt.
Und
das wäre aber keine echte Recovery gewesen,
sondern
ja,
es wäre halt eine Fitness-Recovery.
Und
ein Teil von mir,
nämlich mein gesundes Ich,
das damals war,
noch ganz, ganz leise war,
das wusste,
hey,
das ist keine Recovery.
Das ist nur eine Verschiebung
vom
Fokus dünn zu sein
zum Fokus definiert
oder muskulös zu sein.
Aber
es geht immer noch um Optik,
es geht immer noch um Kontrolle
und um Perfektionismus.
Und mir war unterschwellig klar,
wenn du das tust,
dann verlagerst du das Problem nur.
Das heißt,
ich wusste,
wenn ich den Recovery-Weg
wirklich gehe
und es sich auch für mich lohnen soll
und ich das nicht nur für die anderen mache,
nur,
dass ich wieder funktioniere,
nur wieder arbeiten kann,
dann muss ich was anders machen
als bisher.
Und
tief in mir habe ich gespürt,
ich will meinen Wert
auch nicht mehr länger
vom Aussehen abhängig machen
und ich will auch nicht,
ja, weiß ich nicht,
einfach nur in eine neue,
in einen neuen Fokus
oder in einen neuen Zwang
reingeraten,
weil mir war schon auch klar,
hey,
wenn ich wirklich jetzt nur Muskeln
zunehmen will,
dann musst du verdammt viel Training machen.
Dann musst du mehr essen
und dann musst du aber auch
verdammt viel Training machen.
Und
das war so ein Moment,
wo ich
auch überlegt habe,
so hey,
um was geht es mir eigentlich wirklich,
was wäre denn echte Recovery?
Weil,
wie gesagt,
ich hatte ja damals keine Idee,
wie das genau aussehen kann.
Ich hatte keine Vorbilder
und nichts,
aber
ich begann mich dann darauf zu fokussieren,
wie ich mich fühlen wollte
und
nicht mehr so sehr,
wie ich aussehen wollte.
Klar,
das hat natürlich im Hinterkopf
auch eine Rolle gespielt,
aber
mir war wirklich wichtiger
zu überlegen,
wie will ich mich zukünftig
in meinem Leben fühlen?
und
ja,
ich werde den Moment,
ich glaube,
den werde ich nicht vergessen,
wie ich wirklich auf dieser
Yoga-Matte saß,
bereit für mein nächstes
Hit-Workout
und es hat mich wirklich echt getroffen
wie so ein Schlag
und
mir sind in dem Moment
so die Tränen eingeschossen
und zwar,
weil Trauer sagt ja auch,
Mensch,
das ist schade
und in dem Moment wusste ich auch ja,
hey,
wenn ich jetzt diese Übung wieder mache,
wann hört das denn auf?
Dann werde ich nie erfahren,
wer ich ohne Sport bin,
wer ich ohne diese Kontrolle bin,
die wie gesagt ja eigentlich
nicht mal eine war
oder wer ich wirklich bin
und
wie sollte ich denn,
weil das war mir schon noch wichtig,
Frieden mit mir
und meinem Körper vor allem schließen,
wenn ich ihm die ganze Zeit sage,
dass er nur mit Sport okay ist,
dass ich
ihn manipulieren muss
und dass er eine bestimmte Form einnehmen muss
und er nur in einer bestimmten Form
akzeptabel ist,
also nur dann,
wenn ich ihn manipuliere
und
mein gesundes Ich,
wie gesagt,
damals noch sehr,
sehr leise,
aber trotzdem präsent da,
war dann so,
hey,
was,
wenn du jetzt nicht trainierst?
Was,
wenn du
wirklich lernst,
Frieden mit deinem Körper zu schließen
und anzufangen,
ihm zu vertrauen?
Weil ganz ehrlich,
was hat er dir denn angetan,
dass du ihm nicht vertraust?
Und
ja,
das war halt wirklich
dieser Punkt,
wo
die Angst zwar überwältigend war
und ich mir aber
gesagt habe,
okay,
die Sehnsucht nach Freiheit,
die ist stärker.
Also habe ich diese Matte genommen,
sie zusammengerollt
und gesagt,
okay,
du machst jetzt eine Sportpause.
Dass ich sie acht Monate lang
im Schrank stehen lassen würde,
das hatte ich nicht vermutet,
weil ich habe mir tatsächlich
nicht wirklich ein Limit gegeben,
wenn ich so zurückdenke,
aber
ich wusste,
ich muss eine Sportpause machen.
Ich habe mich auch
in der Pilates-Gruppe,
wo ich damals noch angemeldet war,
abgemeldet
und in der Yoga-Gruppe an,
aus lauter Verzweiflung,
weil Yoga erschien mir damals
absolut lächerlich
und eine Freundin hat aber zu mir gesagt,
pass auf,
Rumi,
du brauchst nicht mehr
Anspannung
und mehr Bauch einziehen
und mehr Bauch,
keine Ahnung was,
du brauchst Entspannung,
du brauchst Fokus auf Atmung,
mach doch Yoga.
Und ich so,
Rumi,
das war mir eigentlich viel zu ruhig
und ich weiß noch,
die ersten Stunden
saß ich wirklich
auf dieser Yoga-Matte
mit einem so großen
inneren Widerstand.
Aber ich habe mir einfach nur gedacht,
hey, besser als gar nichts.
Also ich bin wirklich auch
mit Trotz in Yoga gestartet
und wie gesagt,
das war das Einzige,
was ich mir einmal in der Woche
auch erlaubt habe
und auch da,
es war halt wirklich
eine sehr entspannte Yoga-Klasse,
sowas anderes
würde ich auch nicht empfehlen
und
tatsächlich ist es auch
die einzige Form von Bewegung,
also von normaler Alltagsbewegung,
die man vielleicht jetzt
durch die Familie hat,
wenn man es vielleicht
automatisch auch Kinder hat,
die ich während der Recovery
wirklich auch empfehlen würde.
Aber auch hier,
wie gesagt,
es gibt ja auch Hot-Yoga
und richtig Aufregendes
und Anstrengendes
und keine Ahnung was Yoga.
Ich meine wirklich
nur sanftes Yoga,
also wirklich
halt Dinge wie Yin-Yoga.
Und tatsächlich ist dabei,
also obwohl es aus Trotz entstanden ist,
ist auch was ganz Schönes passiert,
denn Yoga hat mir geholfen,
mit meinem Körper
wieder in Kontakt zu kommen
und ihn wirklich auch wahrzunehmen
und zu spüren.
Und eine Sache
und das war glaube ich
so mein Schlüsselmoment,
wo sich auch die Beziehung
zum Yoga echt krass verändert hat,
war,
es war eine Yogastunde,
wo wir den Fokus
auf Hüftöffner hatten
und heute weiß ich,
dass Hüftöffner
wirklich auch das emotionale Zentrum sind,
also dass man da
sehr viele Emotionen
auch anstaut
und ich habe
so angefangen zu weinen,
also wirklich,
ich saß auf dieser Matte,
mir sind einfach nur noch
die Tränen übers Gesicht geströpft,
so was ist jetzt kaputt,
weil ich habe vorher
ja alles festgehalten
und ich war so erschrocken,
also wirklich,
ich dachte echt,
also jetzt ist es vorbei.
Aber ich hatte in meiner Hüfte
wirklich so krass viele Emotionen angestaut,
also ich habe danach mich auch
mit der Yogalehrerin unterhalten
und die war so einfühlsam
und hat gesagt,
du,
das ist ganz normal,
dass das passiert,
wir halten in unserer Hüfte
so viele Emotionen fest
und die sind eben
durch dieses sanfte Yoga
und durch dieses Dehnen
gelöst worden
und konnten abschließen
und ich muss sagen,
seit diesem Moment,
also so erschreckend das war,
aber seit diesem Moment
liebe ich Yoga,
weil ich einfach gemerkt habe,
was für ein krasser Zugangsweg
das auch zu meinen Gefühlen ist,
wie mir das hilft,
wieder mit Kontakt zu mir zu kommen
und ich merke auch heute noch,
wenn mir wirklich alles zu viel wird
oder ich vielleicht nicht ganz so gut
auf mich aufgepasst habe,
was mir auch heute noch passiert
oder ich den Kontakt zu mir verliere,
das ist so ein Zeichen dafür,
dann rolle ich meine Matte aus,
um mir wirklich mit Mitgefühl
und Fürsorge auf der Matte zu begegnen.
Also es ist wirklich magisch,
was das macht
und da reichen 10 bis 20 Minuten für mich.
Aber, ja, wie gesagt,
das hört sich jetzt vielleicht schon
so schön und so einfach
und so traumhaft an,
aber das war es tatsächlich nicht,
weil, gehen wir nochmal zurück
zum Beginn meiner Sportpause.
Also, wie war das damals?
Wie hat sich das dann angefühlt
nach dieser Entscheidung?
Ich muss sagen,
die ersten, ich würde so sagen,
ein bis zwei Wochen,
länger tatsächlich auch nicht,
aber die ersten ein bis zwei Wochen
ohne Sport
haben sich angefühlt wie ein Entzug.
Also hat das Yoga nicht geholfen.
Wie gesagt, das war ja viel zu ruhig.
Ich würde so sagen,
so Tag eins bis fünf
war eine echt die Hölle.
Also ich war so krass angespannt.
Also wirklich unglaublich angespannt.
Mein Kopf hat mich die ganze Zeit angebrüllt.
Beweg dich,
du wirst faul,
du wirst fett,
du wirst disziplinlos.
Und, ja,
also wie gesagt,
dieses Chaos,
ich war echt,
also diese Anspannung,
die ist so krass gestiegen
und gleichzeitig,
und das hat mich noch viel mehr erschreckt,
auch der Drang,
mich selbst zu verletzen.
Und ich habe ja schon am Anfang
auch meiner Geschichte
geteilt,
dass Selbstverletzungen,
wie gesagt,
immer ja auch ein Teil waren,
die ich aber gut in den Griff bekommen habe.
Und ich hatte sie,
wie gesagt,
zu diesem Zeitpunkt
jahrelang im Griff.
Und plötzlich wurde das so extrem stark
wieder dieser Drang,
mir wehzutun.
Und ich wusste überhaupt nicht,
wohin mit all den Gefühlen,
die ich ja auch durch den Sport
und auch durch dieses Auspowern
auch erst mal unterdrückt hatte.
Aber ich habe auch gemerkt,
oh,
ab der zweiten Woche
ist es deutlich besser geworden.
Auf einmal habe ich morgens beim Aufwachen
sogar eher eine Erleichterung gespürt,
weil ich wusste ja,
weil ich das so klar eben
für mich auch definiert hatte,
ich muss jetzt nichts tun.
Im Gegenteil,
ich darf jetzt im Bett liegen bleiben.
Und ich habe in der Zeit auch angefangen,
ja die freigebordene Zeit
einfach auch zu nutzen,
um mich intensiv
mit der Recovery zu beschäftigen.
Also ich habe jeden Tag
mein Sechs-Minuten-Tagebuch ausgefüllt.
Ich habe mir jeden Morgen
mein Recovery-Commitment durchgelesen,
um mich auf die Recovery einzustimmen
und habe jeden Morgen
mir erst mal eine Tasse Tee gekocht.
Ich weiß nicht,
bin aufgestanden Tee gekocht,
wieder ins Bett gegangen,
durchgeatmet,
mich auf einer Seite gefreut,
dass ich jetzt keinen Sport machen muss,
immer noch mit einem schlechten Gewissen verknüpft,
weil so schnell ging es halt auch nicht weg.
Aber ich wusste auch,
es ist das Richtige.
Und was mir am meisten geholfen hat,
in diesen Zustand zu kommen,
war die Klarheit.
Ich hatte die Entscheidung getroffen,
ich musste das nicht mehr
jeden Tag neu mit mir verhandeln,
wie ich es ja vorher getan habe.
Und ich wusste,
ich werde erst wieder zurück sein,
bis ich,
oder wieder zurückkehren auf die Matte,
zum Joggen,
so was auch immer,
wenn ich mir sicher sein kann,
dass ich es aus einem gesunden
und mitfühlenden Impuls
herausmachen möchte.
Wie genau das aussah,
wusste ich tatsächlich nicht,
weil ich hatte ja keine Ahnung,
wie man Bewegung aus Freude
oder aus Mitgefühl macht.
Aber ich wusste,
wie Bewegung aus Freude
definitiv nicht aussieht.
Das heißt,
ich wusste,
es kann keine selbstfürsorgliche Bewegung sein,
solange ich mich antreibe,
verbal runter mache,
wenn ich nicht schnell genug laufe,
wenn ich eine Pause brauche,
über meine Grenzen gehe
oder wenn ich mich unruhig fühle
oder ein schlechtes Gewissen habe,
wenn ich keinen Sport mache
oder,
oh Gott,
das war auch was,
das war mir so unangenehm,
weil ich eigentlich echt ein,
ich bin echt ein netter Zeitgenosse,
würde ich sagen.
Aber damals,
wenn jemand,
also gerade zu Beginn,
also so in diesen ersten ein,
zwei Wochen,
wenn da eine Joggerin
an mir vorbeigelaufen ist
und wir haben in unserem Park hier,
dem Paradies,
echt viele davon,
also wenn Blicke töten könnten,
jeder einzelne wäre umgefallen.
Ich war einfach so neidisch,
dass die was machen konnten,
was ich,
wogegen ich mich ja entschieden hatte.
Und gerade am Anfang
hat es sich halt teilweise
auch echt angefühlt wie ein Muss,
aber ich habe mir immer wieder
in Erinnerung gerufen,
ich sage,
nee, du darfst auch Sport machen,
aber bist du bereit,
den Preis dafür zu bezahlen?
Und dann habe ich gesagt,
nee.
Das heißt,
die Sportpause,
auch wenn es echt
eine harte Entscheidung war,
war der Weg,
der mir geholfen hat,
heute ein freies
und mitfühlendes
gesundes Verhältnis
zur Bewegung
überhaupt zu entwickeln.
Und das war auch eine Frage,
die ihr mir gestellt habt,
nämlich,
wie kann ich denn
ein gesundes Verhältnis
zu Sport und Bewegung erlangen,
wenn ich Bewegungszwang habe?
Und meine Antwort darauf ist,
und ich weiß,
die ist hart,
indem du das tust,
was dir am schwersten fällt,
eine Pause machen,
um den Kreislauf zu unterbrechen,
indem du lernst,
mit den Gefühlen,
die auftauchen,
zu arbeiten,
sie zu fühlen,
hindurch zu gehen.
Das sind übrigens auch alles Dinge,
bei denen ich meine Coaches unterstütze,
wo ich euch,
oder dir auch,
wenn du sagst,
es ist ein Problem,
ich weiß nicht,
wie ich das alleine machen soll,
wo ich dir wirklich ganz viel
an die Hand geben kann,
dich auch durchbegleiten kann,
also du musst da auch
nicht alleine durch.
Und ja,
das ist hart,
aber ich würde es
immer wieder tun,
denn das Gefühl,
was ich heute habe,
wenn ich mich bewege,
sei das bei Pilates
oder beim Tanzen
oder beim Schwimmen,
das ist einfach unbeschreiblich
und etwas,
was ich ohne diese Pause
niemals kennengelernt hätte.
Und tatsächlich habe ich,
um das zu machen,
auch Disziplin gebraucht.
Und zwar,
ja, letzten Endes,
also ich habe festgestellt,
dass Disziplin nicht das ist,
was ich dachte,
sondern
ja,
es hat mich ja damals
oder was ich dachte,
was Disziplin ist,
es war ja dieses,
wenn ich mich bewege,
obwohl ich keine Kraft habe,
obwohl ich eigentlich müde bin,
obwohl ich also immer
in diesem Gegeneskörper gehen,
das habe ich damals gedacht,
das wäre Disziplin.
Das war aber keine Disziplin,
denn es ist mir tatsächlich
schwerer gefallen,
mich nicht zu bewegen,
als mich zu bewegen.
Und Disziplin brauchen wir
für Dinge,
die uns schwer fallen.
Das heißt,
wenn es mir leichter fällt,
mich zu bewegen,
als es nicht zu tun,
dann ist das keine Disziplin,
sondern Zwang.
Du wirst also,
und ich denke mal,
das ist vielleicht auch
eine Angst von dir,
weil ich höre sie so,
so oft auch bei meinen Coaches,
Du wirst nicht disziplinlos
oder faul,
wenn Du es nicht tust.
Im Gegenteil,
Du wirst stark.
Übrigens im wahrsten Sinne
des Wortes,
denn Dein Körper kann heilen
und all die entstandenen Schäden
durch die Überbelastung
auch wieder reparieren.
Du wirst frei,
stark und frei.
Und
jetzt fragst Du Dich vielleicht,
aber Rumi,
ist es nicht irgendwie
auch übertrieben?
Ich meine,
so ein bisschen Sport,
das kann doch nicht schaden.
nur so ein bisschen spazier gehen,
wie schlimm kann es sein?
Oder,
vielleicht sagst Du auch,
mein Arzt hat sogar empfohlen,
Krafttraining zu machen,
um Osteoporose vorzubeugen.
Und ich kann
so,
so sehr verstehen,
dass sich das total verwirrt
und Sport und Bewegung
für viele
ja auch mit Freude
oder mit dem geliebten Hobby
verknüpft ist.
Und ich weiß,
es ist hart,
das dann zu hören.
Und deshalb möchte ich
in der nächsten Folge
auch auf ein weiteres Thema
eingehen
und zwar auf
Reds.
Was meine ich damit?
Das bedeutet
Relative Energy Deficiency
in Sport
oder auch
relativer Energiemangel
im Sport.
Früher dachte man,
das betrifft nur
Leistungssportler.
Heute wissen wir aber,
das ist falsch.
Und gerade,
wenn wir unter
einer restriktiven
Essstörung
oder einer Essstörung
mit viel Kompensation
durch Bewegung
oder Sport leiden,
ist dieses Thema
hochrelevant.
Aber dazu dann mehr
in der nächsten Folge.
Und ich hoffe,
diese Episode
hat dir einen Einblick
gegeben,
wie sich die Beziehung
zum Sport eben auch
verändern kann,
auch wenn sie aktuell
geprägt ist von Zwang
und warum es sich
aber auch so sehr lohnt,
diese schwere Entscheidung.
Ich weiß,
sie ist wirklich verdammt hart
und ich würde sie auch gerade,
also ich beneide wirklich
niemanden,
der gerade in dieser Situation
steckt.
Aber warum es sich eben
wirklich auch lohnt,
sie zu treffen.
Und ich verspreche dir,
die Hintergründe,
die ich beim nächsten Mal
mit dir teile,
werden dir umso mehr zeigen,
warum es nicht nur
für deine psychische Freiheit,
sondern eben auch
für deine körperliche Gesundheit
die wertvollste Entscheidung
auf deinem Recovery Weg
sein kann.
Ich wusste das übrigens
damals noch nicht.
Hätte ich das gewusst,
wäre es mir noch
deutlich leichter gefallen.
Also,
auch wenn es dir Angst macht,
sei beim nächsten Mal
gern wieder dabei
und abonniere den Podcast,
um keine Folge zu verpassen.
Vielen Dank,
dass du dir Zeit
für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe,
diese Folge hat
einen kleinen positiven
Unterschied in deinem Tag gemacht.
Mit deiner 5-Sterne-Bewertung
kannst du genau
diesen Unterschied
auch im Leben
anderer lebensvolliger Frauen
bewirken,
die diesen Podcast
noch nicht gefunden haben
und sich ebenfalls
nach einem Leben
in Freiheit
und Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen
und freue mich,
auf Instagram
mit dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links
findest du in den Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
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