#38 Wie mich meine Recovery durch die Schwangerschaft trägt
Über Kontrollverlust, alte Muster und echte Transformation
31.12.2025 37 min
Zusammenfassung & Show Notes
15 Wochen schwanger – und plötzlich sind alte Ängste und Muster wieder da, die ich längst hinter mir glaubte. In dieser Folge teile ich mit dir die RealiTea: Warum mich diese wunderschöne Nachricht so durchgeschüttelt hat und wie mir meine Recovery-Entscheidung von vor 7 Jahren jetzt die Tools gibt, durch diesen Prozess zu gehen.
⚠️ Triggerwarnung: Diese Folge handelt von Schwangerschaft, Körperveränderung und Körperkommentaren. Wenn das gerade zu viel für dich ist, überspring diese Folge – sie läuft nicht weg.
Ich nehme dich heute mit in das, was seit meinem positiven Schwangerschaftstest vor 10 Wochen wirklich passiert ist. Nicht die Glitzer-und-Regenbogen-Version – sondern die RealiTea. Denn obwohl der Grund ein wunderschöner ist, hat mich dieser Prozess ziemlich durchgeschüttelt und alte Ängste wieder hervorgebracht.
Und genau deshalb bin ich mir selbst für meine Recovery-Entscheidung vor 7 Jahren unglaublich dankbar, denn die letzten Wochen habe ich viele der Fähigkeiten, die ich im Prozess lernen durfte, wieder intensiv nutzen dürfen.
Denn trotz dieser wunderschönen Nachricht, tauchten plötzlich Muster wieder auf, die ich längst hinter mir glaubte. Meine Verdrängungsstrategie, die mich vor Enttäuschung schützen soll. Meine Verlustangst. Und die Erinnerung an den Moment, an dem ich als Fünfjährige aufgehört habe zu träumen.
Das Verrückte ist: Genau jetzt zeigt sich, wie wertvoll die Arbeit war, die ich in meine Recovery gesteckt habe. Denn ich habe heute Tools, mit denen ich durch das hier gehen kann – ohne in alte destruktive Verhaltensweisen zurückzufallen. Deshalb sage ich auch immer wieder: Wir machen die Recovery nicht nur, um wieder zu lernen zu essen oder zuzunehmen - echte Recovery ist eine tiefe Transformation, dir dir hilft, wertvolle Fähigkeiten aufzubauen und für die Herausforderungen des Lebens besser gewappnet zu sein.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum mein System versucht hat, die Schwangerschaft zu verdrängen – und was das mit Verlustangst zu tun hat
- Die Geschichte von der Fünfjährigen mit der gepackten Tasche, die aufgehört hat zu träumen
- Wie ich heute mit Körperkommentaren umgehe – und warum „nett gemeint" trotzdem wehtun kann
- Warum auch nach der Recovery unangenehme Gefühle auftauchen werden und wie dir der Prozess hilft, nicht mehr destruktiv darauf zu reagieren
- Warum intuitiv essen auch nach der Recovery nicht immer möglich ist - und was stattdessen
Diese Episode ist für dich, wenn...
- alte Muster und Ängste in neuen Lebensphasen plötzlich wieder auftauchen
- du lernen möchtest, mit Veränderung und dem Gefühl von Kontrollverlust umzugehen
- du wissen willst, wie sich Recovery im echten Leben anfühlt – wenn es drauf ankommt
Erwähnt in dieser Episode:
- Teil 1: podcast.romy-hoerbe.de/episode/37-ich-muss-dir-etwas-erzaehlen
- Kostenfreier Discovery Call für 1:1 Coaching: romy-hoerbe.de/kontakt
- Recovery Newsletter (für Re(dis)cover 2026): romy-hoerbe.de/rediscover
Deine Fragen:
Hast du Fragen zum Thema Schwangerschaft nach Recovery, Periodenverlust oder andere Recovery-Themen? Dann schreib mir gern auf Instagram oder per E-Mail – ich freue mich auf deine Nachricht.
Fühl dich gedrückt. 🩷
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Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.
Transkript
Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality.
Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered.
Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität.
Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun.
Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst.
Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat.
Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach.
Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken, wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann.
Hallo und herzlich willkommen zurück zu Teil 2 einer ganz besonderen Folge, wobei du kannst ja nicht auch unabhängig gehören, aber egal.
Ja, also erstmal zum Einstieg.
Meine Güte, habt ihr mich mit euren lieben Nachrichten nach der Verkündigung dieser Neuigkeit in der letzten Woche überwältigt?
Das, ja, habe ich so nicht erwartet und hat mich echt umgefahren.
Und deswegen an dieser Stelle auch nochmal ein ganz, ganz, ganz herzliches Dankeschön an euch, denn eure Anteilnahme bedeutet mir wirklich, wirklich viel.
Und falls du dich jetzt fragst, worüber ich hier rede, dann hüpfe gerne nochmal zurück zu Teil 1, denn wenn du den noch nicht gehört hast, da habe ich etwas sehr Persönliches mit dir geteilt und zwar, dass ich schwanger bin.
Und inzwischen, jetzt ist schon wieder Montag, wenn ich das hier aufnehme, bin ich schon in der 15. Woche angekommen und irgendwie auf einer Ebene ist es irgendwie bei mir immer noch nicht so 100% im System angekommen, dass da jetzt so ein kleiner Mensch in mir wächst und ab Ende Juni dann wohl auch hier rumkrabbeln wird.
Und deswegen, ja, irgendwie immer noch alles sehr merkwürdig.
Denn, wie gesagt, sieben Jahre lang war das ja für mich überhaupt keine Option und da ich meine Periode aufgrund meiner Essstörung ja verloren hatte und auch die letzten Jahre eher unsicher war, was das kleine Wunder da in meinem Bauch angeht.
Also, will ich das jetzt noch oder doch nicht oder hm? Also, wie gesagt, dazu alles in Folge 1 von letzter Woche, möchte ich heute in dieser Folge noch etwas tiefer gehen.
Denn seit diesem positiven Test, den ich ja in Dubai gemacht habe, ist tatsächlich einiges passiert.
Und ich glaube, dass das, was ich dabei lernen durfte, auch für dich relevant ist, egal ob jetzt Kinder oder Schwangerschaft für dich ein Thema sind oder nicht.
Denn, was in den letzten Wochen hochgekommen ist, sind vielleicht auch ein paar Learnings, die ich mir gut vorstellen könnte, dass sie dir auch jetzt in deiner Recovery helfen können.
Denn seit meinem positiven Test war, obwohl man das ja eigentlich erwarten könnte, nicht alles nur Regenbogen und Glitzer.
Nee, im Gegenteil, es kamen auch und zwar ziemlich geballt, unglaublich viele Ängste hoch und das Gefühl von Kontrollverlust.
Und das hat sich wirklich die letzten Wochen sehr, sehr stark wieder bemerkbar gemacht und mich auch ein bisschen erschrocken, weil ich gedacht habe, so wow, was ist denn jetzt hier auf einmal los?
Wir hatten doch alles so schön im Griff. Ja, bis eine Veränderung kommt.
Und wie ich dir ja bereits auch letzte Folge erzählt habe, habe ich eine ziemliche Verdrängungsstrategie in meinem Leben entwickelt, die, ja, so wie ich es jetzt rückblickend für mich herausgefunden habe, mich eigentlich vor Enttäuschung schützen soll.
Denn ich hatte schon immer in meinem Leben starke Verlustängste. Und der Gedanke, dass dieses kleine Wesen in meinem Bauch vielleicht nicht bleibt oder nicht gesund sein könnte, hat mich immer wieder in doch ziemlich großen Wellen überschwappt.
Und daher kam immer wieder diese kleine Stimme, die gesagt hat, hey, freu dich mal nicht zu sehr. Falls irgendwas schief geht, bist du dann wenigstens nicht enttäuscht.
Es war also wirklich die letzten Wochen so, als wollte mein System es wegignorieren, um mich vor einer möglichen Enttäuschung zu schützen.
Und dieses Muster kenne ich tatsächlich schon sehr, sehr lange, besonders auch aus meiner Zeit mit der Essstörung, aber eigentlich noch viel, viel früher.
Denn eigentlich war es für mich immer so, dieser Punkt, dass ich mir gesagt habe, lieber nicht so groß träumen, lieber die Erwartungen gering halten, lieber nicht so viel wollen.
Denn ich habe schon relativ früh gelernt, dass etwas Wollen auch mit der Enttäuschung verbunden ist, es möglicherweise nicht zu bekommen.
Und dieser Schmerz, der sitzt immer noch ziemlich tief in meinem System.
Und so ist zum Beispiel auch damals meine Pufferstrategie in der Essstörung entstanden,
bei der die Waage nie weit genug von meiner Essstörung erlaubten Gewicht entfernt sein konnte,
hat sich halt sicherer angefühlt, umso mehr ich sozusagen Puffer dahin hatte.
Und auch mein Nicht-Sehen-Können meines realen Körpers, als ich bereits über das Ziel, schlank zu sein, hinausgeschossen bin.
Was, wie gesagt, ja gar nicht der Grund war für meine Essstörung, aber es war eben ein Teil davon.
Und der Punkt ist aber, dass ich es schlicht und einfach gar nicht für möglich gehalten habe, dass ich je zu dünn sein könnte,
da mir immer wieder gesagt wurde, das sei mit meinem Körperbau und meinem gebärfreudigen Becken ja gar nicht möglich.
Und wenn mir jemand gesagt hat, dass etwas nicht möglich ist für mich, dann habe ich das geglaubt.
Und das begann schon relativ früh in meinem Leben, als ich so ungefähr fünf Jahre war,
denn da hatte ich so zum ersten Mal den Wunsch auszuziehen, um Eiskunstläuferin zu werden.
Frag mich nicht, wieso. Ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet Eiskunstläuferin.
Vielleicht habe ich irgendwas im Fernsehen gesehen. Ich weiß es heute nicht mehr.
Ich weiß aber, oder es ist wirklich wie so ein kleiner Film.
Ich sehe mich immer noch vor meinem Kleiderschrank sitzen, eine Tasche packen und vorfreudig da Dinge reinwerfen,
während meine Eltern amüsiert lächelnd im Türrahmen standen.
Doch anstatt Ermutigung bekam ich Zweifel zu hören, wie ich das denn schaffen wollte
und überhaupt, wie ich mir das so vorstelle.
Und ich hatte natürlich als Fünfjährige überhaupt keine Vorstellung davon.
Aber was da passiert ist, und das war so ein Punkt, wo ich gedacht habe,
Mensch, eigentlich krass, wie früh sich so Lebensängste auch entwickelt haben.
und ab dem Punkt habe ich auch aufgehört zu träumen.
Denn offensichtlich waren meine Träume unrealistisch und ich nicht fähig, dazu sie zu erreichen.
Also das war so das Learning, was ich aus dieser Situation hatte.
Und ich weiß noch, dass ich sehr frustriert und ziemlich ängstlich meine Tasche wieder ausgepackt habe.
Und ich weiß auch noch, wie schwer es mir jedes Jahr gefallen ist,
etwas auf meinen Weihnachtspunktzettel zu schreiben,
beziehungsweise am Anfang ja noch zu malen, weil am Anfang konnte ich ja noch nicht schreiben.
Aber ich hatte einfach überhaupt keine Idee, was ich mir wünschen könnte.
Also stand eigentlich jedes Jahr das Gleiche drauf.
und eine Sache weiß ich immer noch, es waren Kuschelkissen.
Ich habe keine Ahnung, wieso, vielleicht weil ich ein Kissen malen konnte,
vielleicht weil es mir ein bisschen Geborgenheit gegeben hat,
dass ich war immer schon jemand, die über das viele Kuscheltiere und Kuschelkissen
und keine Ahnung was gebraucht hat.
Aber da stand nie irgendwas Neues oder irgendwas Außergewöhnliches
oder was, was jetzt besonders viel Fantasie gebraucht hätte drauf.
Und in diesem alten Muster habe ich mich die letzten
und insbesondere eben auch ersten Wochen nach dem Schwangerschaftstest selbst wieder erwischt.
Und hinzu kamen dann noch die ganzen Regeln, die man als Schwangere eben hört.
Ja, von wegen du darfst vor der zwölften Woche nicht drüber reden,
als ob das irgendwie jemanden schützen würde.
Weil ja, natürlich, das Fehlgeburtenrisiko ist in dieser Zeit noch deutlich höher.
Aber mir war auch klar, falls etwas schief geht,
dann will ich das natürlich nicht für mich behalten.
Denn ich will mit diesem Schmerz ja dann nicht alleine sein
oder so tun, als wäre nichts gewesen.
Weil egal wann, was oder wie,
es ist leider so, dass es doch relativ häufig passiert.
Bei den allermeisten Fehlgeburten kriegt man es ja zum Glück gar nicht mit,
dass man überhaupt schwanger war, weil die halt wirklich dann sehr, sehr früh abgehen.
Aber wenn, dann sollte man mit diesem Schmerz auch nicht allein sein.
Und das ist tatsächlich auch was, was ich in meiner Recovery gelernt habe.
Dass ich Schmerz nicht alleine tragen muss.
Und dass ich mir Unterstützung holen darf, egal wie irgendwas ausgeht.
Denn, sind wir doch mal ganz ehrlich,
auch nach der zwölften Woche bist du nicht plötzlich magischerweise safe.
Es gibt keine Garantie für nichts im Leben übrigens.
Egal, wie viele Sicherheitsstrategien wir entwickeln.
Und nur weil sich irgendjemand ausgedacht hat,
so okay, ab der zwölften Woche ist das Risiko deutlich geringer,
heißt es nicht, dass das Risiko null ist.
Also theoretisch dürfte man dann die ganze Schwangerschaft nicht drüber reden.
Weil es könnte ja immer irgendwas sein.
Aber in dieser Habachtstellung habe ich schon gemerkt,
dass ich mich da sehr immer wieder selber drin erwischt habe.
Also ich habe, es war relativ schnell dann auch mit meiner Familie geteilt
oder auch, ja, mit einer engen Bezugsperson auch in Dubai,
die wir zu meinem Geburtstag gesehen haben.
Da war es ja wirklich noch sehr frisch, dass ich es erfahren habe.
Und ja, ich würde es auch immer wieder so machen.
Deswegen, egal wie, was ich dir sagen möchte,
ist einfach egal, was es für Regeln vielleicht gibt,
wie man was macht, wie man was nicht macht.
Wir sollten selber entscheiden.
Und wir sollten vor allem mit so wichtigen Dingen in unserem Leben,
egal was das ist, sei das jetzt Recovery oder auch da,
wir dürfen entscheiden, wollen wir die schützen
oder wollen wir bestimmte Menschen einweihen in den Prozess.
Also was auch immer uns gut tut, es ist unsere Entscheidung.
Und auch hier, oft scheuen wir uns ja davor,
vertraute Personen vielleicht auch in unsere Recovery einzuweihen
oder sie in Erfolge mitzunehmen aus Angst,
dass es dann vielleicht irgendwann mal wieder nicht so gut klappt.
Aber nur weil was schief gehen kann,
heißt es nicht, dass der Erfolg davor nichts wert war.
Im Gegenteil.
Und das Wichtigste, was ich mir die letzten zehn Wochen
immer wieder ins Gedächtnis rufen durfte,
war, mich nicht von diesen Ängsten bestimmen zu lassen.
Denn, ganz ehrlich, es ist doch völlig okay und auch normal,
Angst zu haben.
Angst ist ein total normales Gefühl.
Und wenn etwas im Leben passiert, was wir noch nie durchgemacht haben,
ja dann wohl erst recht.
Und es ist auch okay, Angst zu haben,
wenn Dinge in unserem Leben ein Stück weit außerhalb unserer Kontrolle liegen.
Denn was mein Körper und dieses Baby machen,
das entscheiden ganz allein die beiden und nicht ich.
Und das ist aber auch der Punkt,
den ich zum Glück bereits in der Recovery lernen durfte.
Nämlich loszulassen und auf den Prozess zu vertrauen,
ohne mich vorher in Katastrophenszenarien selbst verrückt zu machen
und meine Ängste dann noch zu füttern.
Und glaub mir, ich war ziemlich gut darin.
Also, ich habe eigentlich immer so in diesem,
was wäre, wenn, Szenarien gelebt.
Und aber, wenn das passiert.
Und aber, wenn das Gewicht nicht aufhört.
Und, und, aber, wenn.
Ja, das kann ich machen.
Aber es ist Zukunft.
Egal, wie viele Szenarien ich mir ausmale,
um, ich weiß nicht, also wer alles steht,
Kopf geguckt hat, den zweiten Teil.
Ich habe den, wie gesagt, auf Englisch gesehen.
Anxiety da drinne.
Die bereitet sich so auf alle Katastrophenszenarien vor.
Ja, kann man machen,
führt aber zu einem bestimmten Punkt.
Also, es ist einfach nicht mehr funktional.
Und deswegen, da wirklich zu lernen,
diese eigenen Ängste wahrzunehmen, zu fühlen,
aber eben auch einzufangen
und nicht noch extra zu füttern
mit Gedanken, die wir dann draufwerfen,
ist so, so wichtig.
Und wie gesagt, was ganz, ganz Wertvolles,
was ich auch während der Recovery gelernt habe.
Und wie du siehst,
das heißt nicht, dass nur,
weil wir das dann da lernen,
das nicht wieder auftreten kann
in anderen Situationen,
aber wir können dann besser damit umgehen.
Und da kommt dann insgesamt auch
die Recovery
und vielleicht auch deine jetzt ins Spiel.
Denn, wie gesagt,
ohne diese Erfahrung
oder ohne all diese Dinge,
die ich da lernen durfte,
wäre mein Stresslevel
die letzten Wochen wahrscheinlich explodiert.
Und das ist auch,
was ich dir mitgeben möchte
und auch meinen Coaches immer wieder sage.
Wir machen die Recovery
nicht nur,
um die Essstörung loszuwerden.
Die Recovery
lehrt uns Lebensskills.
Also wirklich Dinge
und Fähigkeiten,
die weit darüber hinaus
unglaublich wertvoll sind.
Und dank meiner Recovery
habe ich jetzt Tools an der Hand,
um mit herausfordernden Situationen
viel besser umgehen zu können
und nicht in destruktive Muster zurückzufallen.
Und sei das nur gedanklich.
Weil, wie gesagt,
dass ich was handeln würde,
das steht ja völlig außer Frage.
Aber auch diese Gedankenmuster,
die können sehr, sehr quälend
und destruktiv sein.
Zu diesen Fähigkeiten
gehört zum Beispiel
die Fähigkeit zur Gefühlsregulation,
die mir dabei hilft,
Ängste zu fühlen,
ohne von ihnen überrollt zu werden.
Aber auch Tools,
um mit Unsicherheit umzugehen,
zu sortieren,
was liegt wirklich
in meinem Kontrollbereich
und was nicht.
Und wie schaffe ich mir dann
meine innere Sicherheit?
Aber auch Tools,
um destruktive
oder weniger funktionale Gedanken
in hilfreiche umzulenken.
Und ich kann dir sagen,
ich habe all diese Tools
die letzten Wochen
wirklich häufig gebraucht.
Und ich musste
die aufkommenden Gefühle
und Ängste
weder wegessen,
noch weg hungern,
noch vor ihnen davonlaufen
oder irgendwelchen anderen Sport machen,
um es sozusagen
wieder zu betäuben.
Im Gegenteil.
Ich konnte sie wirklich fühlen
und das war so ein bisschen
dieser Schatz,
den ich da die letzten Wochen
auch entdeckt habe,
weil ich habe gedacht,
Mensch,
das ist eigentlich so wertvoll.
Und diese Tools,
die brauchst du nicht nur
für eine Schwangerschaft,
die brauchst du wirklich
für alles in deinem Leben.
Sei das ein Jobwechsel
oder eine Beziehungskrise,
sei das jetzt mit einem Partner,
Partnerin
oder auch nur
in freundschaftlichen Beziehungen
oder in Verlustsituationen
oder eben auch
bei Unsicherheiten.
Denn der Punkt ist,
und ich weiß,
manchmal denkt man das so,
hey,
wenn ich die Essstörung los bin,
dann habe ich ein sorgenfreies Leben.
Recovery gibt dir per se erstmal
kein sorgenfreies Leben,
denn du wirst auch danach
immer wieder Herausforderungen
oder Probleme haben.
Aber Recovery gibt dir die Fähigkeit,
mit den Sorgen umzugehen,
die das Leben mit sich bringt,
ohne dass du das dann
in destruktiven Mustern sozusagen
gegen dich verwenden musst.
Und was ich dir damit sagen möchte,
ist,
ich weiß,
dass, wie gesagt,
auch diese Nachricht
um die Schwangerschaft
für dich vielleicht auch schmerzhaft ist,
weil du vielleicht gerade
auch an einem Punkt bist,
wo du deine Periode nicht hast
oder trotz Periode Probleme hast,
schwanger zu werden
oder wo du dir vielleicht
nichts Sehnlicher wünschst
als ein Kind,
aber dein Körper gerade
einfach nicht mitmacht
und sagt,
I can't
oder wo du vielleicht sogar
in Kinderwunschbehandlung bist
und es einfach nicht klappen will.
Und falls dem so ist,
möchte ich dir was ganz Wichtiges sagen.
Diese Folge ist nicht dazu da,
dir zu zeigen,
was du nicht hast,
sondern um dir zu zeigen,
was möglich ist,
wenn du deinem Körper gibst,
was er braucht.
und ich weiß,
auch dann gibt es keine
hundertprozentige Garantie.
Aber der Punkt ist,
dass das so passieren konnte
und jetzt eben auch
mit diesem Loslassen
ist,
dass ich meinen Körper
vorbereitet habe,
also zumindest ein Umfeld
geschaffen habe,
die das Ganze
oder ja,
welches das Ganze
einfach deutlich
wahrscheinlicher gemacht hat.
Und zwar nicht erst,
als ich schwanger werden wollte,
weil wie gesagt,
so richtig drauf einigen,
konnte ich mich ja dann irgendwie
doch auf einmal nicht mehr,
weil so viele andere Dinge
in meinem Leben
dazugekommen sind.
Aber das war so ein bisschen
der Punkt,
worum ich vor sieben Jahren
eben auch für meine
Recovery losgegangen bin,
dass ich gesagt habe,
okay, ich will meinen Körper
jetzt unterstützen,
denn ich wusste,
wenn ich gesund werde,
dann will ich meinem Körper
einfach, ja,
alles geben,
was ich kann,
damit es ihm einfach
so gut geht wie möglich.
Weil nach 20 Jahren,
die ich ihm wirklich,
ja,
also wie gesagt,
also wenn ich überlege,
was ich meinem Körper
angetan habe,
dann ist es echt ein Wunder,
dass er noch so für mich da ist,
wie er es jetzt eben ist.
denn, wie gesagt,
also auch hier,
egal wie gut wir ihn unterstützen,
es gibt einfach keine Garantie
damit, was er macht,
aber mein Punkt war,
ich wollte wieder gut machen,
was ich eben eben
diese 20 Jahre lang
angetan habe.
Und daher habe ich auch
recht früh in meiner Recovery
begonnen,
meinen Körper auch mit
Nahrungsergänzung zu unterstützen.
Wie gesagt,
hier war aber nur ein Add-on,
also was ich schon drin hatte,
war wirklich die Regelmäßigkeit
und die Mengen zu steigern
für die Grundsicherheit
und Nahrungsergänzung
kam sozusagen noch on top dazu.
Denn, wie gesagt,
das alleine ersetzt keinesfalls mehr
und auch regelmäßig zu essen
und auch,
das ist natürlich auch
ein wichtiger Teil
deiner Recovery,
angstbehaftete Lebensmittel
zu neutralisieren
und auch die Themen
dahinter aufzuarbeiten.
Es war, wie gesagt,
lediglich eine Ergänzung.
Falls du dazu mehr hören möchtest,
hör gerne auch nochmal
in Podcast Folge 29 rein.
Da habe ich dich so ein bisschen
auf meinen Weg
aus dem Mangel in die Fülle
eben auch mit Nahrungsergänzung
und Co. mitgenommen.
Und wenn ich jetzt
so ein bisschen rückblickend
auch auf die letzten Monate
drauf schaue,
was ich meinem Körper alleine
da nochmal an zusätzliche
Unterstützung habe zukommen lassen,
dann ist es eigentlich
schon fast gruselig.
Denn das hat man wirklich,
also hätte ich nicht gewusst,
dass ich es geplant hätte,
hätte ich sagen können,
man hätte es geplant.
Weil ich habe es dann
doch endlich mal,
ich traue mich immer gar nicht,
das zu sagen,
aber ich war vier Jahre
nicht beim Frauenarzt
und habe mir irgendwie gedacht,
so, eh,
das sollte es vielleicht
doch jetzt mal gehen.
Dort wurde dann
ein Eisenmangel festgestellt.
Den konnte ich erst so erstmal
schon mal ein gutes Stück angehen,
wobei mein Körper
bei Eisen echt
zu tun hat
und jetzt die Schwangerschaft
natürlich auch gleich
wieder ordentlich Eisen
futtert.
Also man merkt wirklich,
wie viel auch das
Erschaffen und Aufbauen
so eines kleinen Menschleins
einfach auch braucht.
Aber es ist schon mal
deutlich besser geworden,
weil mit dem Eisenmangel
da reinzugehen,
ist halt auch nicht gerade so
optimal,
sage ich jetzt mal.
Und ich habe auch nochmal
mein Omega-3 verbessert
und bin auf das
nochmal höherwertige Öl
mit nochmal Polyphenolen
umgestiegen,
die da einfach dafür sorgen,
dass das wirklich gut
eingebaut wird,
auch in meinen Zellen.
Denn Omega-3
und insbesondere das DHA
ist einer der wichtigsten
Bausteine für die
Gehirnentwicklung eines Babys.
Und übrigens auch danach,
auch was so Themen
Schwangerschaftsdepression
und solche Sachen angeht,
ist es schon ganz hilfreich,
wenn man da wirklich
einen guten Spiegel hat.
Und ich hatte auch,
spannenderweise vor meiner
Abreise nach Dubai,
meine Nahrungsergänzung
auf die umgestellt,
die noch mehr Folsäure enthält.
Kurzum,
mein Körper hatte bereits
vor der Schwangerschaft
einen extrem gut
vorbereiteten Nährboden.
Also wirklich,
rückblickend kann man
einfach nur sagen,
ja, man könnte meinen,
ich hätte es geplant.
Nee, habe ich nicht,
aber vielleicht habe ich es
unbewusst trotzdem vorbereitet,
weil mir ja klar war so,
dieses Thema ist einfach eins,
was ich nicht abschreiben kann
und möchte.
Und meine Botschaft an dich ist,
egal ob Kinder für dich
ein Thema sind oder nicht,
geh für dich los.
Sorge gut für dich selbst.
Gib deinem Körper
die Chance zu heilen.
Und die Entscheidung,
was du dann mit einem
gesunden Körper machst,
ja, die hast du dann.
Die hast du dann das erste Mal
überhaupt auch,
weil mit dem Körper,
der einfach nicht in Balance ist,
ist es einfach wahnsinnig viel schwieriger.
Alleine, weil er eben auch
viele Entscheidungen abnimmt.
Und auch das ist nicht zu unterschätzen.
Allein dir zu zeigen,
dass du dich gut um deinen Körper kümmerst,
und das muss jetzt nicht
mit Nahrungsergänzung sein,
sondern da meine ich jetzt
vor allem wirklich erstmal
die Grundlagen,
ist ein Zeichen
an dein gesundes Ich,
dass es dir gut gehen darf.
Also wie gesagt,
ich war ja am Anfang,
siehe Podcast Folge 29,
völlig so,
what the heck,
ich soll jetzt hier Geld
für Nahrungsergänzung ausgeben
oder für mehr Essen.
Das hat mich ja auch übelst getriggert,
dass ich mehr Geld auf einmal gebraucht habe,
um das für Essen auszugeben.
Das ist aber so schnell normal geworden,
weil ich eben in diesen Handlungen
mir gezeigt habe,
dass es okay ist.
Und auch das hat geholfen,
mein Gehirn neu zu programmieren
und mein gesundes Ich zu stärken.
Und wie gesagt,
dann ist Nahrungsergänzung
immer nur noch ein Bonus.
Aber dass du die Fürsorge
für dich übernimmst
und dadurch eben Schritt für Schritt
auch ein Team
mit deinem Körper wirst,
das ist ein unglaublich schönes Learning.
Und vielleicht willst du Kinder,
vielleicht auch nicht.
Darum geht es nicht.
Vielleicht willst du lieber reisen,
ohne Foodfokus
und genug Energie haben,
um zu wandern
oder Ski zu fahren
oder auch einfach mal
nur auf einer Berghütte
ein ganzes Wochenende
in der Sauna sitzen,
ohne den Zwang,
dich bewegen zu müssen.
Vielleicht willst du auch
eine Firma gründen
oder deinen Job wechseln.
Braucht auch Energie.
Vielleicht willst du auch
Marathon laufen.
Auch das ist okay.
Vielleicht willst du auch
einfach nur Zeit
mit deinen Freunden
und Liebsten verbringen
und nicht immer wieder
eine Ausrede suchen,
um an gemeinschaftlichen Essen
oder Aktivitäten,
wo man sich nicht bewegen kann,
nicht teilnehmen zu müssen.
Oder du willst vielleicht
auch einfach nur morgens
aufwachen und Energie haben.
Aber all das
braucht ein Körper,
der nicht im Überlebensmodus ist.
Und diese Entscheidung,
die solltest du treffen dürfen
und nicht deine Essstörung.
Denn momentan,
wenn du deinen Körper
noch im Mangel hältst,
entscheidet dein Körper
für dich und sagt
Nö.
Zu ganz, ganz vielen,
weil er alle Energie
erstmal zum Überleben braucht.
und dein Körper,
wie gesagt,
priorisiert erstmal das
und dein Kopf sagt Nein,
weil er Angst hat.
Aber wenn du deinem Körper
gibst, was er braucht,
dann bekommst du diese Wahl zurück.
Die Wahl Ja zu sagen
oder auch Nein,
aber dann ist es deine Wahl.
Und ich dachte früher,
ich hätte mit der Essstörung
Kontrolle,
aber diese Wahl,
wirklich zu entscheiden,
was will ich,
was ist mir wichtig,
das ist echte Kontrolle.
Und es gab so einige Dinge,
wo ich sage,
krass,
diese letzten Wochen waren auch,
wenn ich das nochmal
mit der Recovery vergleiche,
sehr, sehr lehrreich.
Denn ich war in den letzten sieben Jahren,
glaube ich,
noch never ever,
also ich bin ja eh schon
sehr dankbar dafür,
aber noch nie so dankbar
für meine Recovery
wie diese letzten Wochen.
Denn auch wenn ich,
was die Schwangerschaftssymptome anging,
extrem gesegnet war,
also auch hier,
Halleluja,
also was mein Körper
da gerockt hat,
ich bin einfach nur
in Begeisterung,
gab es immer wieder Situationen,
die mich ohne Recovery
wieder zurück in die Essstörung
katapultiert hätten.
Ein Thema,
Übelkeit.
Ich hatte zwar,
Gott sei Dank,
und ich klopfe mal hier aufs Holz,
keine klassische Schwangerschaftsübelkeit
mit Erbrechen,
aber mir war doch so
zwei, drei Wochen,
so ungefähr da auch in der Zeit,
wo ich den Test gemacht habe,
da war mir ziemlich
dauerflau im Magen.
Und der Gedanke an Essen
war so ziemlich das
unattraktivste überhaupt.
Und auf einmal
musste ich wieder essen,
wenn ich keinen Hunger hatte.
Schlimmer noch,
ich habe ziemlich schnell herausgefunden,
zum Glück,
Internet sei Dank,
dass ich anfangen muss zu essen,
bevor ich auch nur das erste Anzeichen
von Hunger verspüre,
etwas,
was mit meiner Essstörung
undenkbar gewesen wäre.
Also wie gesagt,
da hatte ich ja krasse Regeln,
wie hungrig man dann sein muss.
Hätte ich das jetzt
in der Schwangerschaft probiert,
ich glaube,
dann wäre ich wirklich
in so eine Dauerübelkeit reingekommen.
Und ich musste eben essen,
gerade wenn und weil
mir flau war
und mein Körper intuitiv
eigentlich gesagt hat,
nö, gerade nicht.
Aber nur durch mehr Essen
ist das flaue Gefühl
auch wieder vorbeigegangen.
Und auch,
wenn wir recovered sind,
funktioniert intuitives Essen
nicht immer.
sei das,
weil wir krank sind
und den Hunger nicht spüren
oder weil wir uns gefühlt
wirklich nicht,
ja, einfach nicht danach fühlen
oder halt schwanger sind
oder,
also es gibt so viele Gründe
oder wir vielleicht auch noch
andere,
weiß ich nicht,
Comorbiditäten haben,
vielleicht im
Neurodivergenten-Spektrum
unterwegs sind,
Signale gar nicht so wahrnehmen.
Also, es gibt viele,
viele Gründe,
warum intuitives Essen
auch nach der Recovery
nicht unbedingt funktioniert.
Und egal wie,
unser Körper braucht
immer genug
und regelmäßig Energie,
wenn die Intuition versagt
oder sogar das Gegenteil will.
Und dann braucht es
einen anderen Mechanismus,
weil dann können wir
intuitiv nicht darauf hören,
dass wir jetzt gerade nichts wollen.
Wie gesagt,
das wäre sehr kontraproduktiv gewesen.
Dann braucht es eben
wirklich
selbstversorgliches Essen
aus Vernunft
und mit Selbstgefühl.
Selbstgefühl.
Was?
Selbst Mitgefühl.
So meine ich.
Und so habe ich
wieder einmal gelernt,
nicht so hungrig zu werden,
sofort zu snacken
und immer was dabei zu haben.
Also ich habe mich
wirklich zurückversetzt gefühlt
in diese Wochen,
ja, wie gesagt,
meiner Recovery.
Naja, waren eher Monate.
Es kam übrigens sogar
ein Anfall von Extremhunger
zwischendrin auf,
wo ich gedacht habe,
was ist denn jetzt los?
Also wirklich dieses Gefühl von,
wenn ich jetzt nicht sofort
etwas esse,
egal was,
es gibt mir jetzt einfach irgendwas,
dann geht gar nichts mehr.
Und ich habe gedacht,
okay, krass,
das hatte ich an der Recovery
nicht so krass.
Also jetzt auf einmal schon,
obwohl ich, wie gesagt,
da auf einmal gar nicht
in einem Mangel war.
Also auch sowas kann
immer noch mal wieder passieren.
Und dann ist entscheidend,
wie wir damit umgehen.
Und wie gesagt,
deswegen alleine bin ich
schon unglaublich dankbar,
dass ich diese Schwangerschaft
jetzt nach meiner Recovery erlebe.
Weil ich mir ehrlich gesagt
nicht vorstellen will,
wie eine Schwangerschaft
sich anfühlt,
wenn man noch mitten
in der Essstörung steckt.
Ich weiß,
der Körper macht das
gar nicht mal so selten auch.
Aber wenn man sich
wirklich fürsorglich behandeln möchte
und einem dann noch
die Essstörung anbrüllt,
dass das alles falsch
und unnötig ist,
was es natürlich nicht ist,
dann macht es den Prozess
nicht gerade leichter.
Und ein zweiter Punkt,
und das hätte ich echt nicht gedacht,
dass das nochmal ein Thema wird,
aber war das Thema
Körperveränderung
und Körperkommentare.
Und das war wirklich
eine weitere Herausforderung,
auf die ich mental,
zwar theoretisch bereits
seit meiner Recovery
eingestellt war,
und zwar die körperlichen
Veränderung als erstes.
Denn ich habe mir damals
schon gesagt,
dein Körper wird sich
irgendwann verändern.
Entweder,
weil du schwanger wirst
oder weil du alterst
und du kannst bei Letzteren,
also beim Altern,
vielleicht dünn bleiben,
aber du wirst Falten
und graue Haare kriegen,
ob du willst oder nicht.
Also ja,
dagegen kann man inzwischen
auch viel tun,
aber der Punkt ist,
und diese Gewissheit hat mir
damals sehr geholfen,
mich eben auch
auf diesen Recovery-Prozess
einzulassen.
Ich wollte nicht mehr
gegen die Natur
meines Körpers ankämpfen.
Aber nur,
weil ich darauf vorbereitet war,
heißt das nicht,
dass es nicht trotzdem
was mit mir gemacht hat,
sowohl damals
in meiner Recovery
als auch jetzt.
Und kurzfristig
habe ich mich die letzten Wochen
echt sogar dafür geschämt.
Und damals in meiner Recovery
hätte ich darüber
übrigens nicht gesprochen.
Das war ja auch,
ich habe ja meinen
Instagram-Kanal damals
gestartet und habe immer gedacht,
boah, nee,
du musst es für dich selber
erst mal gelöst haben,
bevor du drüber reden kannst.
Und ich hätte niemals
jemanden mitgenommen.
Jetzt denke ich mir,
egal,
ich nehme dich jetzt einfach
auch hier so transparent mit,
wie es eben einfach
auch gerade ist.
und ein Teil davon war eben,
dass ich mich wirklich kurz
geschämt habe,
dass mir dieser Prozess,
der eben jetzt auch
doch einige Körperveränderungen
mit sich bringt,
Angst macht.
Und das,
obwohl er ja gerade mal
begonnen hat.
Und auf einmal habe ich mich
wieder vermehrt auch
vom Spiegel vorgefunden,
um mich,
wie damals in meiner Recovery,
von meinem Körper zu verabschieden.
Also, ich habe ja trotzdem das Privileg,
dass ich doch noch einen relativ
flachen Bauch auch habe
oder, ja,
wie gesagt,
jetzt auch nicht so fest,
wie ich meine Essstörung
den gerne gehabt hätte,
aber halt,
also wirklich einfach noch
ein Thin Privilege.
Und mir war klar,
dass ich den so wiederkriege,
dafür gibt es keine Garantie
oder ich persönlich halte es
sogar für ziemlich unwahrscheinlich.
Heißt,
ich stand wirklich vorm Spiegel
und habe mich verabschiedet.
Mal wieder.
Gepaart wirklich mit dem Gefühl
von Angst,
den so wahrscheinlich
nie wiederzusehen.
Und dieses Bewusstsein
hat auch viel Trauer
mit sich gebracht,
obwohl ich weiß,
dass der Grund dafür
natürlich ein Wunderschöner ist.
Aber diese Ambivalenz,
die hat mir eben trotzdem
ein schlechtes Gemissen gemacht,
denn,
und das ist, glaube ich,
was, was auch viele Schwangere haben,
ich wollte ja dankbar sein
und bin es auch,
aber gleichzeitig
war da eben auch
diese Verlustangst.
Und das ist okay.
Wir dürfen trauern,
auch wenn wir unseren vertrauten Körper
für eine schöne Sache loslassen
und nicht wissen,
wie das Ergebnis aussieht.
Und ich finde,
da sind sich Schwangerschaft
und Recovery
sehr, sehr ähnlich,
weil, da habe ich es ja
im Nachhinein oft gehört,
ja, wenn ich wüsste,
dass mein Körper dann so aussieht
wie deiner,
ja, dann würde ich das auch machen.
Ich habe aber auch schon
gegenteilige Kommentare gehört
im Sinne von,
nee, also so dick wie du
will ich nicht werden.
Ich weiß,
da hat die Ersterung gesprochen,
das nehme ich auch nicht persönlich,
aber der Punkt ist,
wir wissen es einfach nicht,
wir haben keine Garantie.
Aber vielleicht hilft dir der Gedanke,
den ich mir die letzten Wochen
auch immer wieder gesagt habe.
Und der war,
ich mag vielleicht nicht,
was mit meinem Körper passiert
und bin traurig,
ihn zu verlieren,
aber ich würde keinesfalls
auf den Grund dafür verzichten wollen.
Und ich weiß,
dass sich das für dich
in der Recovery
vielleicht gerade noch
nicht so greifbar anfühlt,
wie wenn man
einen kleinen Menschen
in seinen Bauch heranwachsen hat,
wobei der im Moment
fühlt sich auch noch nicht greifbar an,
aber zumindest das
kann ich dir rückblickend
in Bezug auf die Recovery
schon mal sagen.
Ja,
ich mochte viele Dinge
an meinem essgestörten Körper,
aber ich würde ihn für nichts
auf der Welt mehr eintauschen
gegen das Leben,
welches ich heute mit
und dank
meines gesunden Körpers führen kann.
Und dafür muss ich
seine Optik nicht immer mögen.
ihn zu akzeptieren
und leben zu lassen,
reicht vollkommen.
Und gerade jetzt auch
in diesem Abschiedsprozess
ist mir noch einmal
mehr bewusst geworden,
wie dankbar ich für ihn bin,
auch wenn er nicht mehr
den Perfektionsansprüchen
meines damaligen
essgestörten Ichs entspricht.
Daher habe ich auch
wie damals in der Recovery
schon erneut
eine Entscheidung getroffen.
Und zwar,
eigentlich ganz banal,
vielleicht habt ihr schon mal getroffen,
ich will meinen
verändernden Körper
annehmen lernen.
Und das ist wirklich
ein Prozess.
Wir tun das nicht
von heute auf morgen,
das ist wirklich etwas,
was wir lernen können.
Und ob wir das lernen wollen,
das ist wiederum
eine Entscheidung.
Heißt, ich muss ihn
in seiner Optik
nicht lieben,
um ein glückliches Leben
zu führen.
Aber ich will auf jeden Fall
nicht mehr gegen ihn ankämpfen.
Und schon gar nicht,
wenn er jetzt nicht nur einen,
sondern zwei Menschen
am Leben erhält.
Aber auch für einen.
Es ist dicke genug.
Wie gesagt,
es war eigentlich die gleiche
Entscheidung,
die ich damals in der Recovery
schon mal getroffen habe
und die sich jetzt einfach
nochmal,
ja,
verfestigt hat.
und auch hier bin ich,
meine ich von vor sieben Jahren
wirklich unglaublich dankbar.
Denn wenn der Körper sich verändert
und man keine Tools hat,
damit umzugehen,
dann ist der Prozess
wirklich verdammt hart.
Und was ich leider auch bereits
zu Beginn der Schwangerschaft
wieder vermehrt abbekommen habe,
sind Körperkommentare.
Und auch hier,
die waren wirklich,
will er sehr, sehr lieb gemeint.
Aber es hat sich einfach
nur nochmal verpestigt
und ich bleibe dabei,
wir kommentieren keine Körper
von anderen Menschen.
Egal aus welchem Grund,
egal wie nett das gemeint ist,
einfach lassen.
Denn offensichtlich kann man
auch hier zu schnell
oder zu langsam
einen sichtbaren Bauch haben.
Also auch schwanger zu werden,
scheint es sehr viele Vorstellungen
zu haben,
wie sich das dann verhält
und wie groß der Bauch
wann zu sein hat,
wann man was sieht
und keine Ahnung.
Aber wie in der Recovery gilt.
Jeder Körper ist individuell
und es verletzt einfach,
wenn man das Gefühl bekommt,
dass man nicht auf die richtige Weise
schwanger ist
oder auf die richtige,
angemessene,
welche auch immer das ist,
Weise zunimmt
oder nicht an den richtigen Stellen
oder whatever.
Und daher ist es wirklich
unglaublich wertvoll zu lernen,
wie man mit solchen Kommentaren
umgehen
oder auch sich davon abgrenzen kann.
Und auch hier habe ich mich
anfangs echt erstmal geschämt
und für nicht recovered genug gehalten,
weil mich die Kommentare
im ersten Moment getroffen haben.
Aber ganz ehrlich,
und das sage ich auch
meinen Coaches immer wieder,
auch wenn wir vollständig
recovered sind,
bleiben wir Menschen
und vor allem bleiben wir Menschen
in dieser Gesellschaft.
Und es ist okay,
wenn diese Kommentare
nicht einfach wie
an einer Teflonpfanne
an einem abperlen.
Der entscheidende Unterschied
zu früher ist aber,
dass ich das Gefühl
fühlen kann,
auch das,
was es mit mir macht,
ohne,
das ist das Wichtigste,
darauf mit destruktiven,
essgestörten Verhaltensweisen
zu reagieren.
Und die Recovery
hat mir nicht nur
meinen Körper zurückgegeben,
sie hat mir die Fähigkeit gegeben,
mit all dem umzugehen,
was eben jetzt auch kommt.
Und dafür bin ich wirklich,
also wie gesagt,
auch wenn ich mich heute wiederhole
wie eine kaputte Schaltplatte,
aber ich bin so, so, so dankbar dafür.
Weil es ist echt nicht einfach.
Aber,
und wie gesagt,
auch wenn der Grund
ein schöner ist.
Aber der Prozess,
in dem man gerade drin ist
und wo einfach alles unsicher ist,
der fühlt sich wackelig an
und das darf es.
Egal, ob das jetzt meiner ist
oder deiner gerade.
Und damit bin ich grundsätzlich
erstmal am Ende
meiner bisherigen Learnings
und Erfahrungen,
also zumindest den groben,
weil,
also denen,
die vielleicht auch für dich
und deinen aktuellen Weg
relevant sind.
Und ich möchte dich natürlich
herzlich einladen,
mich auf dieser neuen Reise
auch zu begleiten.
Aber keine Sorge,
als würde sich jetzt hier
nicht plötzlich alles
nur noch um Schwangerschaftsthemen drehen.
Auch wenn ich sicher
auch die ein oder andere Folge
nochmal aufnehmen werde,
die das Thema Schwangerschaft
aus Recovery Perspektive
nochmal näher betrachtet.
Aber,
wenn du möchtest,
dann stell mir super gerne
deine Fragen.
Egal,
ob das jetzt zum Thema Schwangerschaft,
Schwangerschaft nach Essstörung,
Periodenverlust,
pipapo ist,
also,
oder natürlich auch einfach
Themenvorschläge
oder Wünsche einfach rund um
ganz,
ich sag jetzt mal,
normale,
in Anführungszeichen,
Recovery-Themen.
Schreib mir da einfach gern
auf Instagram per E-Mail
oder wo auch immer.
Und,
wie gesagt,
ich bin immer sehr dankbar
auch für deine Themenvorschläge
und Fragen.
Und ich weiß,
da kommen auch immer
ganz viele.
Deswegen,
genau,
schreib mir da einfach
und dann gehe ich da auch
natürlich weiterhin
in diesem Podcast
darauf ein.
Und damit kommen wir noch
zu einem Punkt,
den ich,
wie gesagt,
ja natürlich auch schon mal
so letzte Woche
ein bisschen angedeutet habe.
und zwar wird es natürlich
dann in 2026
auch einige Veränderungen
für mein Coaching geben müssen.
Auch ein Punkt,
der mich übrigens
gerade so ein bisschen so,
ich so,
hä,
wie mache ich das dann genau?
Und ich kann es halt einfach,
ich kann bestimmte Dinge
gerade nicht so planen.
Aber,
was ich planen kann,
ist,
ich werde voraussichtlich
ab Mitte,
Ende Juni,
je nachdem,
was sich der kleine Mini
da überlegt,
in eine Babypause
gehen müssen,
weil Kleine brauchen nun mal
Zeit und ich Zeit
für die Erholung.
Also auch hier,
das wird nochmal eine Recovery
auf eine andere Art.
Und von dieser Phase
kann ich aber natürlich
nicht sagen oder von dieser Pause,
wie lange sie dauert
oder wie ich meine Coachings
dann genau auch danach aufbaue,
weil es wird sicherlich
auch hier einfach
in der Struktur
anders ablaufen müssen
als bisher.
Das bedeutet also,
dass ich auch
ab einem gewissen Zeitpunkt
dann keine neuen
1 zu 1 Coachings
mehr annehmen kann.
Kommt natürlich immer
auch ein bisschen drauf an,
welches Programm
und welche Plätze
oder ob gerade Plätze
frei sind.
Denn den ersten
freigewordenen Platz
für nächstes Jahr,
den habe ich bereits
zwischen der letzten
und dieser Podcast-Folgeaufnahme
schon wieder vergeben
und noch nicht mal Zeit
gehabt, den offiziell
zu verkünden.
Heißt also,
wenn du schon länger
oder auch spontan
überlegst,
mit mir zu arbeiten
und deinen Weg
in die Freiheit,
gemeinsam mit mir zu gehen,
dann melde dich super gerne
jetzt schon
oder hol dir einfach
einen Termin
für einen kostenfreien
Discovery Call,
in dem wir schauen,
wo du stehst
und wie ich dich am besten
auf deinem individuellen Weg
unterstützen kann.
Und ich habe natürlich
auch überlegt,
was bedeutet es jetzt
für das Gruppencoaching?
auch mein Gruppencoaching
Rediscover,
welches sich ja inzwischen
wirklich zu einem echten
Grundstein für die Recovery
und aber auch krasserweise
für die Persönlichkeitsentwicklung
etabliert hat,
wird es nächstes Jahr
nur einmal
und dann höchstwahrscheinlich
eben im Frühjahr geben.
Heißt,
falls du dich hierfür
interessierst,
melde dich ebenfalls
super gern
oder trag dich einfach
unverbindlich auf
mein Recovery Newsletter ein,
damit du den Start
nicht verpasst.
Den Link dazu
stelle ich dir auf jeden Fall
auch nochmal in die Show Notes.
Tja, und so,
um das Jahr abzurunden
am, für mich,
29. Dezember,
du hast es wahrscheinlich
vielleicht zu Silvester,
vielleicht auch erst
im neuen Jahr.
Ich muss einfach sagen,
dass ich Ende 2025
wirklich nicht dankbarer
und auch erstaunter
sein könnte,
was dieses Jahr
alles mit sich gebracht hat.
Also wirklich von der Geburt
dieses Podcasts im April,
was ja auch noch nicht
so lange ist,
bis hin zu dem kleinen
Mitbewohner in meinem Bauch,
der Anfang des Jahres
noch undenkbar weit fern erschien.
Aber für jedes
dieser wundervollen Ereignisse
habe ich auch viele,
viele kleine Entscheidungen
getroffen.
Denn letztendlich
bringen wir nur so
die Veränderung,
die wir uns wünschen,
auch wirklich in unser Leben.
Also nur drüber nachdenken
hilft nicht.
Drüber nachgedacht habe ich,
was Baby angeht,
auch zwei Jahre
sehr, sehr intensiv.
Das hat nicht gereicht.
Ich musste wirklich
dieses Jahr auch aktive Schritte
gehen,
wenn ich ein anderes
Ergebnis haben wollte,
außer das in meinem Kopf
durchzugehen.
Und ja, wie gesagt,
das ist noch so ein kleines
Abschluss-Learning.
Damit wünsche ich dir
auf jeden Fall jetzt
einen wundervollen Start
in ein schönes
und vor allem hoffentlich
dann auch freies
2026.
Denn mit jeder Entscheidung,
die du heute für dich
triffst, legst du den
Grundstand dafür,
wie zufrieden du Ende des
Jahres auf das, also Ende
26 dann sozusagen,
auf das jetzt im Moment noch
vor der liegende
2026
zurückblickst.
Und ich hoffe sehr und
wünsche es dir von Herzen,
dass das positiv ist und
dass du stolz auf dich bist.
Und egal, wo du heute schon
stehst, sei es bitte auch
jetzt schon.
Vielen Dank, dass du dir Zeit
für eine Tasse Reality
mit mir genommen hast.
Ich hoffe, diese Folge hat
einen kleinen positiven
Unterschied in deinem Tag
gemacht.
Mit deiner 5-Sterne-Bewertung
kannst du genau diesen
Unterschied auch im Leben
anderer lebensfongiger
Frauen bewirken, die diesen
Podcast noch nicht gefunden
haben und sich ebenfalls nach
einem Leben in Freiheit und
Authentizität sehnen.
Ich danke dir von Herzen und
freue mich, auf Instagram mit
dir in Kontakt zu bleiben.
Alle Links findest du in den
Shownotes.
Bis zum nächsten Mal.
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