Romys Recovery RealiTea

Romy Hörbe

#38 Wie mich meine Recovery durch die Schwangerschaft trägt

Über Kontrollverlust, alte Muster und echte Transformation

31.12.2025 37 min

Zusammenfassung & Show Notes

15 Wochen schwanger – und plötzlich sind alte Ängste und Muster wieder da, die ich längst hinter mir glaubte. In dieser Folge teile ich mit dir die RealiTea: Warum mich diese wunderschöne Nachricht so durchgeschüttelt hat und wie mir meine Recovery-Entscheidung von vor 7 Jahren jetzt die Tools gibt, durch diesen Prozess zu gehen. 

 ⚠️ Triggerwarnung: Diese Folge handelt von Schwangerschaft, Körperveränderung und Körperkommentaren. Wenn das gerade zu viel für dich ist, überspring diese Folge – sie läuft nicht weg. 
 
Ich nehme dich heute mit in das, was seit meinem positiven Schwangerschaftstest vor 10 Wochen wirklich passiert ist. Nicht die Glitzer-und-Regenbogen-Version – sondern die RealiTea. Denn obwohl der Grund ein wunderschöner ist, hat mich dieser Prozess ziemlich durchgeschüttelt und alte Ängste wieder hervorgebracht. 
Und genau deshalb bin ich mir selbst für meine Recovery-Entscheidung vor 7 Jahren unglaublich dankbar, denn die letzten Wochen habe ich viele der Fähigkeiten, die ich im Prozess lernen durfte, wieder intensiv nutzen dürfen. 
 
Denn trotz dieser wunderschönen Nachricht, tauchten plötzlich Muster wieder auf, die ich längst hinter mir glaubte. Meine Verdrängungsstrategie, die mich vor Enttäuschung schützen soll. Meine Verlustangst. Und die Erinnerung an den Moment, an dem ich als Fünfjährige aufgehört habe zu träumen. 
 
Das Verrückte ist: Genau jetzt zeigt sich, wie wertvoll die Arbeit war, die ich in meine Recovery gesteckt habe. Denn ich habe heute Tools, mit denen ich durch das hier gehen kann – ohne in alte destruktive Verhaltensweisen zurückzufallen. Deshalb sage ich auch immer wieder: Wir machen die Recovery nicht nur, um wieder zu lernen zu essen oder zuzunehmen - echte Recovery ist eine tiefe Transformation, dir dir hilft, wertvolle Fähigkeiten aufzubauen und für die Herausforderungen des Lebens besser gewappnet zu sein. 
 
In dieser Episode erfährst du: 
  • Warum mein System versucht hat, die Schwangerschaft zu verdrängen – und was das mit Verlustangst zu tun hat
  • Die Geschichte von der Fünfjährigen mit der gepackten Tasche, die aufgehört hat zu träumen
  • Wie ich heute mit Körperkommentaren umgehe – und warum „nett gemeint" trotzdem wehtun kann
  • Warum auch nach der Recovery unangenehme Gefühle auftauchen werden und wie dir der Prozess hilft, nicht mehr destruktiv darauf zu reagieren
  • Warum intuitiv essen auch nach der Recovery nicht immer möglich ist - und was stattdessen
Diese Episode ist für dich, wenn...
  • alte Muster und Ängste in neuen Lebensphasen plötzlich wieder auftauchen
  • du lernen möchtest, mit Veränderung und dem Gefühl von Kontrollverlust umzugehen
  • du wissen willst, wie sich Recovery im echten Leben anfühlt – wenn es drauf ankommt
Erwähnt in dieser Episode:
Deine Fragen:
 
Hast du Fragen zum Thema Schwangerschaft nach Recovery, Periodenverlust oder andere Recovery-Themen? Dann schreib mir gern auf Instagram oder per E-Mail – ich freue mich auf deine Nachricht.
 
Fühl dich gedrückt. 🩷

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Über Romy Hörbe - Coach für entspanntes Essverhalten und Körperakzeptanz
Neue Episode jeden Mittwoch um 6 Uhr

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Meine Ausbildungen
  • CCI Certified Eating Disorder Recovery Coach (Carolyn Costin Institute, USA)
  • Zertifizierter Systemischer Coach (Coaching Akademie Weimar-Wiesbaden)
  • Identity Transformation Coach (All In Academy Jackie Sharon Tamblyn)

Dieser Podcast ersetzt keine professionelle therapeutische oder medizinische Betreuung. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wende dich bitte an entsprechende Fachpersonen.

Transkript

Hallo und schön, dass du hier bist bei Romy's Recovery Reality. Ich bin Romy Hörbe und nach 20 Jahren Essstörung vollständig recovered. Heute lebe ich mein bestes Leben, ohne Masken, aber mit ganz viel Lebensfreude und Authentizität. Meine Mission ist es, lebenshungrigen Frauen zu helfen, genau das Gleiche zu tun. Dieser Podcast ist für dich, wenn du dir tiefe Transformation statt reiner Symptombekämpfung wünschst. Ich nehme dich mit auf den Weg in die Freiheit und teile ungeschminkt, was mir wirklich geholfen hat. Mit Herz, Klarheit und der Expertise als Deutschlands erster CCI-zertifizierte Recovery Coach. Mach es dir gemütlich mit deinem Lieblingstee und lass uns gemeinsam entdecken, wie viel größer dein Leben jenseits der Essstörung sein kann. Hallo und herzlich willkommen zurück zu Teil 2 einer ganz besonderen Folge, wobei du kannst ja nicht auch unabhängig gehören, aber egal. Ja, also erstmal zum Einstieg. Meine Güte, habt ihr mich mit euren lieben Nachrichten nach der Verkündigung dieser Neuigkeit in der letzten Woche überwältigt? Das, ja, habe ich so nicht erwartet und hat mich echt umgefahren. Und deswegen an dieser Stelle auch nochmal ein ganz, ganz, ganz herzliches Dankeschön an euch, denn eure Anteilnahme bedeutet mir wirklich, wirklich viel. Und falls du dich jetzt fragst, worüber ich hier rede, dann hüpfe gerne nochmal zurück zu Teil 1, denn wenn du den noch nicht gehört hast, da habe ich etwas sehr Persönliches mit dir geteilt und zwar, dass ich schwanger bin. Und inzwischen, jetzt ist schon wieder Montag, wenn ich das hier aufnehme, bin ich schon in der 15. Woche angekommen und irgendwie auf einer Ebene ist es irgendwie bei mir immer noch nicht so 100% im System angekommen, dass da jetzt so ein kleiner Mensch in mir wächst und ab Ende Juni dann wohl auch hier rumkrabbeln wird. Und deswegen, ja, irgendwie immer noch alles sehr merkwürdig. Denn, wie gesagt, sieben Jahre lang war das ja für mich überhaupt keine Option und da ich meine Periode aufgrund meiner Essstörung ja verloren hatte und auch die letzten Jahre eher unsicher war, was das kleine Wunder da in meinem Bauch angeht. Also, will ich das jetzt noch oder doch nicht oder hm? Also, wie gesagt, dazu alles in Folge 1 von letzter Woche, möchte ich heute in dieser Folge noch etwas tiefer gehen. Denn seit diesem positiven Test, den ich ja in Dubai gemacht habe, ist tatsächlich einiges passiert. Und ich glaube, dass das, was ich dabei lernen durfte, auch für dich relevant ist, egal ob jetzt Kinder oder Schwangerschaft für dich ein Thema sind oder nicht. Denn, was in den letzten Wochen hochgekommen ist, sind vielleicht auch ein paar Learnings, die ich mir gut vorstellen könnte, dass sie dir auch jetzt in deiner Recovery helfen können. Denn seit meinem positiven Test war, obwohl man das ja eigentlich erwarten könnte, nicht alles nur Regenbogen und Glitzer. Nee, im Gegenteil, es kamen auch und zwar ziemlich geballt, unglaublich viele Ängste hoch und das Gefühl von Kontrollverlust. Und das hat sich wirklich die letzten Wochen sehr, sehr stark wieder bemerkbar gemacht und mich auch ein bisschen erschrocken, weil ich gedacht habe, so wow, was ist denn jetzt hier auf einmal los? Wir hatten doch alles so schön im Griff. Ja, bis eine Veränderung kommt. Und wie ich dir ja bereits auch letzte Folge erzählt habe, habe ich eine ziemliche Verdrängungsstrategie in meinem Leben entwickelt, die, ja, so wie ich es jetzt rückblickend für mich herausgefunden habe, mich eigentlich vor Enttäuschung schützen soll. Denn ich hatte schon immer in meinem Leben starke Verlustängste. Und der Gedanke, dass dieses kleine Wesen in meinem Bauch vielleicht nicht bleibt oder nicht gesund sein könnte, hat mich immer wieder in doch ziemlich großen Wellen überschwappt. Und daher kam immer wieder diese kleine Stimme, die gesagt hat, hey, freu dich mal nicht zu sehr. Falls irgendwas schief geht, bist du dann wenigstens nicht enttäuscht. Es war also wirklich die letzten Wochen so, als wollte mein System es wegignorieren, um mich vor einer möglichen Enttäuschung zu schützen. Und dieses Muster kenne ich tatsächlich schon sehr, sehr lange, besonders auch aus meiner Zeit mit der Essstörung, aber eigentlich noch viel, viel früher. Denn eigentlich war es für mich immer so, dieser Punkt, dass ich mir gesagt habe, lieber nicht so groß träumen, lieber die Erwartungen gering halten, lieber nicht so viel wollen. Denn ich habe schon relativ früh gelernt, dass etwas Wollen auch mit der Enttäuschung verbunden ist, es möglicherweise nicht zu bekommen. Und dieser Schmerz, der sitzt immer noch ziemlich tief in meinem System. Und so ist zum Beispiel auch damals meine Pufferstrategie in der Essstörung entstanden, bei der die Waage nie weit genug von meiner Essstörung erlaubten Gewicht entfernt sein konnte, hat sich halt sicherer angefühlt, umso mehr ich sozusagen Puffer dahin hatte. Und auch mein Nicht-Sehen-Können meines realen Körpers, als ich bereits über das Ziel, schlank zu sein, hinausgeschossen bin. Was, wie gesagt, ja gar nicht der Grund war für meine Essstörung, aber es war eben ein Teil davon. Und der Punkt ist aber, dass ich es schlicht und einfach gar nicht für möglich gehalten habe, dass ich je zu dünn sein könnte, da mir immer wieder gesagt wurde, das sei mit meinem Körperbau und meinem gebärfreudigen Becken ja gar nicht möglich. Und wenn mir jemand gesagt hat, dass etwas nicht möglich ist für mich, dann habe ich das geglaubt. Und das begann schon relativ früh in meinem Leben, als ich so ungefähr fünf Jahre war, denn da hatte ich so zum ersten Mal den Wunsch auszuziehen, um Eiskunstläuferin zu werden. Frag mich nicht, wieso. Ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet Eiskunstläuferin. Vielleicht habe ich irgendwas im Fernsehen gesehen. Ich weiß es heute nicht mehr. Ich weiß aber, oder es ist wirklich wie so ein kleiner Film. Ich sehe mich immer noch vor meinem Kleiderschrank sitzen, eine Tasche packen und vorfreudig da Dinge reinwerfen, während meine Eltern amüsiert lächelnd im Türrahmen standen. Doch anstatt Ermutigung bekam ich Zweifel zu hören, wie ich das denn schaffen wollte und überhaupt, wie ich mir das so vorstelle. Und ich hatte natürlich als Fünfjährige überhaupt keine Vorstellung davon. Aber was da passiert ist, und das war so ein Punkt, wo ich gedacht habe, Mensch, eigentlich krass, wie früh sich so Lebensängste auch entwickelt haben. und ab dem Punkt habe ich auch aufgehört zu träumen. Denn offensichtlich waren meine Träume unrealistisch und ich nicht fähig, dazu sie zu erreichen. Also das war so das Learning, was ich aus dieser Situation hatte. Und ich weiß noch, dass ich sehr frustriert und ziemlich ängstlich meine Tasche wieder ausgepackt habe. Und ich weiß auch noch, wie schwer es mir jedes Jahr gefallen ist, etwas auf meinen Weihnachtspunktzettel zu schreiben, beziehungsweise am Anfang ja noch zu malen, weil am Anfang konnte ich ja noch nicht schreiben. Aber ich hatte einfach überhaupt keine Idee, was ich mir wünschen könnte. Also stand eigentlich jedes Jahr das Gleiche drauf. und eine Sache weiß ich immer noch, es waren Kuschelkissen. Ich habe keine Ahnung, wieso, vielleicht weil ich ein Kissen malen konnte, vielleicht weil es mir ein bisschen Geborgenheit gegeben hat, dass ich war immer schon jemand, die über das viele Kuscheltiere und Kuschelkissen und keine Ahnung was gebraucht hat. Aber da stand nie irgendwas Neues oder irgendwas Außergewöhnliches oder was, was jetzt besonders viel Fantasie gebraucht hätte drauf. Und in diesem alten Muster habe ich mich die letzten und insbesondere eben auch ersten Wochen nach dem Schwangerschaftstest selbst wieder erwischt. Und hinzu kamen dann noch die ganzen Regeln, die man als Schwangere eben hört. Ja, von wegen du darfst vor der zwölften Woche nicht drüber reden, als ob das irgendwie jemanden schützen würde. Weil ja, natürlich, das Fehlgeburtenrisiko ist in dieser Zeit noch deutlich höher. Aber mir war auch klar, falls etwas schief geht, dann will ich das natürlich nicht für mich behalten. Denn ich will mit diesem Schmerz ja dann nicht alleine sein oder so tun, als wäre nichts gewesen. Weil egal wann, was oder wie, es ist leider so, dass es doch relativ häufig passiert. Bei den allermeisten Fehlgeburten kriegt man es ja zum Glück gar nicht mit, dass man überhaupt schwanger war, weil die halt wirklich dann sehr, sehr früh abgehen. Aber wenn, dann sollte man mit diesem Schmerz auch nicht allein sein. Und das ist tatsächlich auch was, was ich in meiner Recovery gelernt habe. Dass ich Schmerz nicht alleine tragen muss. Und dass ich mir Unterstützung holen darf, egal wie irgendwas ausgeht. Denn, sind wir doch mal ganz ehrlich, auch nach der zwölften Woche bist du nicht plötzlich magischerweise safe. Es gibt keine Garantie für nichts im Leben übrigens. Egal, wie viele Sicherheitsstrategien wir entwickeln. Und nur weil sich irgendjemand ausgedacht hat, so okay, ab der zwölften Woche ist das Risiko deutlich geringer, heißt es nicht, dass das Risiko null ist. Also theoretisch dürfte man dann die ganze Schwangerschaft nicht drüber reden. Weil es könnte ja immer irgendwas sein. Aber in dieser Habachtstellung habe ich schon gemerkt, dass ich mich da sehr immer wieder selber drin erwischt habe. Also ich habe, es war relativ schnell dann auch mit meiner Familie geteilt oder auch, ja, mit einer engen Bezugsperson auch in Dubai, die wir zu meinem Geburtstag gesehen haben. Da war es ja wirklich noch sehr frisch, dass ich es erfahren habe. Und ja, ich würde es auch immer wieder so machen. Deswegen, egal wie, was ich dir sagen möchte, ist einfach egal, was es für Regeln vielleicht gibt, wie man was macht, wie man was nicht macht. Wir sollten selber entscheiden. Und wir sollten vor allem mit so wichtigen Dingen in unserem Leben, egal was das ist, sei das jetzt Recovery oder auch da, wir dürfen entscheiden, wollen wir die schützen oder wollen wir bestimmte Menschen einweihen in den Prozess. Also was auch immer uns gut tut, es ist unsere Entscheidung. Und auch hier, oft scheuen wir uns ja davor, vertraute Personen vielleicht auch in unsere Recovery einzuweihen oder sie in Erfolge mitzunehmen aus Angst, dass es dann vielleicht irgendwann mal wieder nicht so gut klappt. Aber nur weil was schief gehen kann, heißt es nicht, dass der Erfolg davor nichts wert war. Im Gegenteil. Und das Wichtigste, was ich mir die letzten zehn Wochen immer wieder ins Gedächtnis rufen durfte, war, mich nicht von diesen Ängsten bestimmen zu lassen. Denn, ganz ehrlich, es ist doch völlig okay und auch normal, Angst zu haben. Angst ist ein total normales Gefühl. Und wenn etwas im Leben passiert, was wir noch nie durchgemacht haben, ja dann wohl erst recht. Und es ist auch okay, Angst zu haben, wenn Dinge in unserem Leben ein Stück weit außerhalb unserer Kontrolle liegen. Denn was mein Körper und dieses Baby machen, das entscheiden ganz allein die beiden und nicht ich. Und das ist aber auch der Punkt, den ich zum Glück bereits in der Recovery lernen durfte. Nämlich loszulassen und auf den Prozess zu vertrauen, ohne mich vorher in Katastrophenszenarien selbst verrückt zu machen und meine Ängste dann noch zu füttern. Und glaub mir, ich war ziemlich gut darin. Also, ich habe eigentlich immer so in diesem, was wäre, wenn, Szenarien gelebt. Und aber, wenn das passiert. Und aber, wenn das Gewicht nicht aufhört. Und, und, aber, wenn. Ja, das kann ich machen. Aber es ist Zukunft. Egal, wie viele Szenarien ich mir ausmale, um, ich weiß nicht, also wer alles steht, Kopf geguckt hat, den zweiten Teil. Ich habe den, wie gesagt, auf Englisch gesehen. Anxiety da drinne. Die bereitet sich so auf alle Katastrophenszenarien vor. Ja, kann man machen, führt aber zu einem bestimmten Punkt. Also, es ist einfach nicht mehr funktional. Und deswegen, da wirklich zu lernen, diese eigenen Ängste wahrzunehmen, zu fühlen, aber eben auch einzufangen und nicht noch extra zu füttern mit Gedanken, die wir dann draufwerfen, ist so, so wichtig. Und wie gesagt, was ganz, ganz Wertvolles, was ich auch während der Recovery gelernt habe. Und wie du siehst, das heißt nicht, dass nur, weil wir das dann da lernen, das nicht wieder auftreten kann in anderen Situationen, aber wir können dann besser damit umgehen. Und da kommt dann insgesamt auch die Recovery und vielleicht auch deine jetzt ins Spiel. Denn, wie gesagt, ohne diese Erfahrung oder ohne all diese Dinge, die ich da lernen durfte, wäre mein Stresslevel die letzten Wochen wahrscheinlich explodiert. Und das ist auch, was ich dir mitgeben möchte und auch meinen Coaches immer wieder sage. Wir machen die Recovery nicht nur, um die Essstörung loszuwerden. Die Recovery lehrt uns Lebensskills. Also wirklich Dinge und Fähigkeiten, die weit darüber hinaus unglaublich wertvoll sind. Und dank meiner Recovery habe ich jetzt Tools an der Hand, um mit herausfordernden Situationen viel besser umgehen zu können und nicht in destruktive Muster zurückzufallen. Und sei das nur gedanklich. Weil, wie gesagt, dass ich was handeln würde, das steht ja völlig außer Frage. Aber auch diese Gedankenmuster, die können sehr, sehr quälend und destruktiv sein. Zu diesen Fähigkeiten gehört zum Beispiel die Fähigkeit zur Gefühlsregulation, die mir dabei hilft, Ängste zu fühlen, ohne von ihnen überrollt zu werden. Aber auch Tools, um mit Unsicherheit umzugehen, zu sortieren, was liegt wirklich in meinem Kontrollbereich und was nicht. Und wie schaffe ich mir dann meine innere Sicherheit? Aber auch Tools, um destruktive oder weniger funktionale Gedanken in hilfreiche umzulenken. Und ich kann dir sagen, ich habe all diese Tools die letzten Wochen wirklich häufig gebraucht. Und ich musste die aufkommenden Gefühle und Ängste weder wegessen, noch weg hungern, noch vor ihnen davonlaufen oder irgendwelchen anderen Sport machen, um es sozusagen wieder zu betäuben. Im Gegenteil. Ich konnte sie wirklich fühlen und das war so ein bisschen dieser Schatz, den ich da die letzten Wochen auch entdeckt habe, weil ich habe gedacht, Mensch, das ist eigentlich so wertvoll. Und diese Tools, die brauchst du nicht nur für eine Schwangerschaft, die brauchst du wirklich für alles in deinem Leben. Sei das ein Jobwechsel oder eine Beziehungskrise, sei das jetzt mit einem Partner, Partnerin oder auch nur in freundschaftlichen Beziehungen oder in Verlustsituationen oder eben auch bei Unsicherheiten. Denn der Punkt ist, und ich weiß, manchmal denkt man das so, hey, wenn ich die Essstörung los bin, dann habe ich ein sorgenfreies Leben. Recovery gibt dir per se erstmal kein sorgenfreies Leben, denn du wirst auch danach immer wieder Herausforderungen oder Probleme haben. Aber Recovery gibt dir die Fähigkeit, mit den Sorgen umzugehen, die das Leben mit sich bringt, ohne dass du das dann in destruktiven Mustern sozusagen gegen dich verwenden musst. Und was ich dir damit sagen möchte, ist, ich weiß, dass, wie gesagt, auch diese Nachricht um die Schwangerschaft für dich vielleicht auch schmerzhaft ist, weil du vielleicht gerade auch an einem Punkt bist, wo du deine Periode nicht hast oder trotz Periode Probleme hast, schwanger zu werden oder wo du dir vielleicht nichts Sehnlicher wünschst als ein Kind, aber dein Körper gerade einfach nicht mitmacht und sagt, I can't oder wo du vielleicht sogar in Kinderwunschbehandlung bist und es einfach nicht klappen will. Und falls dem so ist, möchte ich dir was ganz Wichtiges sagen. Diese Folge ist nicht dazu da, dir zu zeigen, was du nicht hast, sondern um dir zu zeigen, was möglich ist, wenn du deinem Körper gibst, was er braucht. und ich weiß, auch dann gibt es keine hundertprozentige Garantie. Aber der Punkt ist, dass das so passieren konnte und jetzt eben auch mit diesem Loslassen ist, dass ich meinen Körper vorbereitet habe, also zumindest ein Umfeld geschaffen habe, die das Ganze oder ja, welches das Ganze einfach deutlich wahrscheinlicher gemacht hat. Und zwar nicht erst, als ich schwanger werden wollte, weil wie gesagt, so richtig drauf einigen, konnte ich mich ja dann irgendwie doch auf einmal nicht mehr, weil so viele andere Dinge in meinem Leben dazugekommen sind. Aber das war so ein bisschen der Punkt, worum ich vor sieben Jahren eben auch für meine Recovery losgegangen bin, dass ich gesagt habe, okay, ich will meinen Körper jetzt unterstützen, denn ich wusste, wenn ich gesund werde, dann will ich meinem Körper einfach, ja, alles geben, was ich kann, damit es ihm einfach so gut geht wie möglich. Weil nach 20 Jahren, die ich ihm wirklich, ja, also wie gesagt, also wenn ich überlege, was ich meinem Körper angetan habe, dann ist es echt ein Wunder, dass er noch so für mich da ist, wie er es jetzt eben ist. denn, wie gesagt, also auch hier, egal wie gut wir ihn unterstützen, es gibt einfach keine Garantie damit, was er macht, aber mein Punkt war, ich wollte wieder gut machen, was ich eben eben diese 20 Jahre lang angetan habe. Und daher habe ich auch recht früh in meiner Recovery begonnen, meinen Körper auch mit Nahrungsergänzung zu unterstützen. Wie gesagt, hier war aber nur ein Add-on, also was ich schon drin hatte, war wirklich die Regelmäßigkeit und die Mengen zu steigern für die Grundsicherheit und Nahrungsergänzung kam sozusagen noch on top dazu. Denn, wie gesagt, das alleine ersetzt keinesfalls mehr und auch regelmäßig zu essen und auch, das ist natürlich auch ein wichtiger Teil deiner Recovery, angstbehaftete Lebensmittel zu neutralisieren und auch die Themen dahinter aufzuarbeiten. Es war, wie gesagt, lediglich eine Ergänzung. Falls du dazu mehr hören möchtest, hör gerne auch nochmal in Podcast Folge 29 rein. Da habe ich dich so ein bisschen auf meinen Weg aus dem Mangel in die Fülle eben auch mit Nahrungsergänzung und Co. mitgenommen. Und wenn ich jetzt so ein bisschen rückblickend auch auf die letzten Monate drauf schaue, was ich meinem Körper alleine da nochmal an zusätzliche Unterstützung habe zukommen lassen, dann ist es eigentlich schon fast gruselig. Denn das hat man wirklich, also hätte ich nicht gewusst, dass ich es geplant hätte, hätte ich sagen können, man hätte es geplant. Weil ich habe es dann doch endlich mal, ich traue mich immer gar nicht, das zu sagen, aber ich war vier Jahre nicht beim Frauenarzt und habe mir irgendwie gedacht, so, eh, das sollte es vielleicht doch jetzt mal gehen. Dort wurde dann ein Eisenmangel festgestellt. Den konnte ich erst so erstmal schon mal ein gutes Stück angehen, wobei mein Körper bei Eisen echt zu tun hat und jetzt die Schwangerschaft natürlich auch gleich wieder ordentlich Eisen futtert. Also man merkt wirklich, wie viel auch das Erschaffen und Aufbauen so eines kleinen Menschleins einfach auch braucht. Aber es ist schon mal deutlich besser geworden, weil mit dem Eisenmangel da reinzugehen, ist halt auch nicht gerade so optimal, sage ich jetzt mal. Und ich habe auch nochmal mein Omega-3 verbessert und bin auf das nochmal höherwertige Öl mit nochmal Polyphenolen umgestiegen, die da einfach dafür sorgen, dass das wirklich gut eingebaut wird, auch in meinen Zellen. Denn Omega-3 und insbesondere das DHA ist einer der wichtigsten Bausteine für die Gehirnentwicklung eines Babys. Und übrigens auch danach, auch was so Themen Schwangerschaftsdepression und solche Sachen angeht, ist es schon ganz hilfreich, wenn man da wirklich einen guten Spiegel hat. Und ich hatte auch, spannenderweise vor meiner Abreise nach Dubai, meine Nahrungsergänzung auf die umgestellt, die noch mehr Folsäure enthält. Kurzum, mein Körper hatte bereits vor der Schwangerschaft einen extrem gut vorbereiteten Nährboden. Also wirklich, rückblickend kann man einfach nur sagen, ja, man könnte meinen, ich hätte es geplant. Nee, habe ich nicht, aber vielleicht habe ich es unbewusst trotzdem vorbereitet, weil mir ja klar war so, dieses Thema ist einfach eins, was ich nicht abschreiben kann und möchte. Und meine Botschaft an dich ist, egal ob Kinder für dich ein Thema sind oder nicht, geh für dich los. Sorge gut für dich selbst. Gib deinem Körper die Chance zu heilen. Und die Entscheidung, was du dann mit einem gesunden Körper machst, ja, die hast du dann. Die hast du dann das erste Mal überhaupt auch, weil mit dem Körper, der einfach nicht in Balance ist, ist es einfach wahnsinnig viel schwieriger. Alleine, weil er eben auch viele Entscheidungen abnimmt. Und auch das ist nicht zu unterschätzen. Allein dir zu zeigen, dass du dich gut um deinen Körper kümmerst, und das muss jetzt nicht mit Nahrungsergänzung sein, sondern da meine ich jetzt vor allem wirklich erstmal die Grundlagen, ist ein Zeichen an dein gesundes Ich, dass es dir gut gehen darf. Also wie gesagt, ich war ja am Anfang, siehe Podcast Folge 29, völlig so, what the heck, ich soll jetzt hier Geld für Nahrungsergänzung ausgeben oder für mehr Essen. Das hat mich ja auch übelst getriggert, dass ich mehr Geld auf einmal gebraucht habe, um das für Essen auszugeben. Das ist aber so schnell normal geworden, weil ich eben in diesen Handlungen mir gezeigt habe, dass es okay ist. Und auch das hat geholfen, mein Gehirn neu zu programmieren und mein gesundes Ich zu stärken. Und wie gesagt, dann ist Nahrungsergänzung immer nur noch ein Bonus. Aber dass du die Fürsorge für dich übernimmst und dadurch eben Schritt für Schritt auch ein Team mit deinem Körper wirst, das ist ein unglaublich schönes Learning. Und vielleicht willst du Kinder, vielleicht auch nicht. Darum geht es nicht. Vielleicht willst du lieber reisen, ohne Foodfokus und genug Energie haben, um zu wandern oder Ski zu fahren oder auch einfach mal nur auf einer Berghütte ein ganzes Wochenende in der Sauna sitzen, ohne den Zwang, dich bewegen zu müssen. Vielleicht willst du auch eine Firma gründen oder deinen Job wechseln. Braucht auch Energie. Vielleicht willst du auch Marathon laufen. Auch das ist okay. Vielleicht willst du auch einfach nur Zeit mit deinen Freunden und Liebsten verbringen und nicht immer wieder eine Ausrede suchen, um an gemeinschaftlichen Essen oder Aktivitäten, wo man sich nicht bewegen kann, nicht teilnehmen zu müssen. Oder du willst vielleicht auch einfach nur morgens aufwachen und Energie haben. Aber all das braucht ein Körper, der nicht im Überlebensmodus ist. Und diese Entscheidung, die solltest du treffen dürfen und nicht deine Essstörung. Denn momentan, wenn du deinen Körper noch im Mangel hältst, entscheidet dein Körper für dich und sagt Nö. Zu ganz, ganz vielen, weil er alle Energie erstmal zum Überleben braucht. und dein Körper, wie gesagt, priorisiert erstmal das und dein Kopf sagt Nein, weil er Angst hat. Aber wenn du deinem Körper gibst, was er braucht, dann bekommst du diese Wahl zurück. Die Wahl Ja zu sagen oder auch Nein, aber dann ist es deine Wahl. Und ich dachte früher, ich hätte mit der Essstörung Kontrolle, aber diese Wahl, wirklich zu entscheiden, was will ich, was ist mir wichtig, das ist echte Kontrolle. Und es gab so einige Dinge, wo ich sage, krass, diese letzten Wochen waren auch, wenn ich das nochmal mit der Recovery vergleiche, sehr, sehr lehrreich. Denn ich war in den letzten sieben Jahren, glaube ich, noch never ever, also ich bin ja eh schon sehr dankbar dafür, aber noch nie so dankbar für meine Recovery wie diese letzten Wochen. Denn auch wenn ich, was die Schwangerschaftssymptome anging, extrem gesegnet war, also auch hier, Halleluja, also was mein Körper da gerockt hat, ich bin einfach nur in Begeisterung, gab es immer wieder Situationen, die mich ohne Recovery wieder zurück in die Essstörung katapultiert hätten. Ein Thema, Übelkeit. Ich hatte zwar, Gott sei Dank, und ich klopfe mal hier aufs Holz, keine klassische Schwangerschaftsübelkeit mit Erbrechen, aber mir war doch so zwei, drei Wochen, so ungefähr da auch in der Zeit, wo ich den Test gemacht habe, da war mir ziemlich dauerflau im Magen. Und der Gedanke an Essen war so ziemlich das unattraktivste überhaupt. Und auf einmal musste ich wieder essen, wenn ich keinen Hunger hatte. Schlimmer noch, ich habe ziemlich schnell herausgefunden, zum Glück, Internet sei Dank, dass ich anfangen muss zu essen, bevor ich auch nur das erste Anzeichen von Hunger verspüre, etwas, was mit meiner Essstörung undenkbar gewesen wäre. Also wie gesagt, da hatte ich ja krasse Regeln, wie hungrig man dann sein muss. Hätte ich das jetzt in der Schwangerschaft probiert, ich glaube, dann wäre ich wirklich in so eine Dauerübelkeit reingekommen. Und ich musste eben essen, gerade wenn und weil mir flau war und mein Körper intuitiv eigentlich gesagt hat, nö, gerade nicht. Aber nur durch mehr Essen ist das flaue Gefühl auch wieder vorbeigegangen. Und auch, wenn wir recovered sind, funktioniert intuitives Essen nicht immer. sei das, weil wir krank sind und den Hunger nicht spüren oder weil wir uns gefühlt wirklich nicht, ja, einfach nicht danach fühlen oder halt schwanger sind oder, also es gibt so viele Gründe oder wir vielleicht auch noch andere, weiß ich nicht, Comorbiditäten haben, vielleicht im Neurodivergenten-Spektrum unterwegs sind, Signale gar nicht so wahrnehmen. Also, es gibt viele, viele Gründe, warum intuitives Essen auch nach der Recovery nicht unbedingt funktioniert. Und egal wie, unser Körper braucht immer genug und regelmäßig Energie, wenn die Intuition versagt oder sogar das Gegenteil will. Und dann braucht es einen anderen Mechanismus, weil dann können wir intuitiv nicht darauf hören, dass wir jetzt gerade nichts wollen. Wie gesagt, das wäre sehr kontraproduktiv gewesen. Dann braucht es eben wirklich selbstversorgliches Essen aus Vernunft und mit Selbstgefühl. Selbstgefühl. Was? Selbst Mitgefühl. So meine ich. Und so habe ich wieder einmal gelernt, nicht so hungrig zu werden, sofort zu snacken und immer was dabei zu haben. Also ich habe mich wirklich zurückversetzt gefühlt in diese Wochen, ja, wie gesagt, meiner Recovery. Naja, waren eher Monate. Es kam übrigens sogar ein Anfall von Extremhunger zwischendrin auf, wo ich gedacht habe, was ist denn jetzt los? Also wirklich dieses Gefühl von, wenn ich jetzt nicht sofort etwas esse, egal was, es gibt mir jetzt einfach irgendwas, dann geht gar nichts mehr. Und ich habe gedacht, okay, krass, das hatte ich an der Recovery nicht so krass. Also jetzt auf einmal schon, obwohl ich, wie gesagt, da auf einmal gar nicht in einem Mangel war. Also auch sowas kann immer noch mal wieder passieren. Und dann ist entscheidend, wie wir damit umgehen. Und wie gesagt, deswegen alleine bin ich schon unglaublich dankbar, dass ich diese Schwangerschaft jetzt nach meiner Recovery erlebe. Weil ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen will, wie eine Schwangerschaft sich anfühlt, wenn man noch mitten in der Essstörung steckt. Ich weiß, der Körper macht das gar nicht mal so selten auch. Aber wenn man sich wirklich fürsorglich behandeln möchte und einem dann noch die Essstörung anbrüllt, dass das alles falsch und unnötig ist, was es natürlich nicht ist, dann macht es den Prozess nicht gerade leichter. Und ein zweiter Punkt, und das hätte ich echt nicht gedacht, dass das nochmal ein Thema wird, aber war das Thema Körperveränderung und Körperkommentare. Und das war wirklich eine weitere Herausforderung, auf die ich mental, zwar theoretisch bereits seit meiner Recovery eingestellt war, und zwar die körperlichen Veränderung als erstes. Denn ich habe mir damals schon gesagt, dein Körper wird sich irgendwann verändern. Entweder, weil du schwanger wirst oder weil du alterst und du kannst bei Letzteren, also beim Altern, vielleicht dünn bleiben, aber du wirst Falten und graue Haare kriegen, ob du willst oder nicht. Also ja, dagegen kann man inzwischen auch viel tun, aber der Punkt ist, und diese Gewissheit hat mir damals sehr geholfen, mich eben auch auf diesen Recovery-Prozess einzulassen. Ich wollte nicht mehr gegen die Natur meines Körpers ankämpfen. Aber nur, weil ich darauf vorbereitet war, heißt das nicht, dass es nicht trotzdem was mit mir gemacht hat, sowohl damals in meiner Recovery als auch jetzt. Und kurzfristig habe ich mich die letzten Wochen echt sogar dafür geschämt. Und damals in meiner Recovery hätte ich darüber übrigens nicht gesprochen. Das war ja auch, ich habe ja meinen Instagram-Kanal damals gestartet und habe immer gedacht, boah, nee, du musst es für dich selber erst mal gelöst haben, bevor du drüber reden kannst. Und ich hätte niemals jemanden mitgenommen. Jetzt denke ich mir, egal, ich nehme dich jetzt einfach auch hier so transparent mit, wie es eben einfach auch gerade ist. und ein Teil davon war eben, dass ich mich wirklich kurz geschämt habe, dass mir dieser Prozess, der eben jetzt auch doch einige Körperveränderungen mit sich bringt, Angst macht. Und das, obwohl er ja gerade mal begonnen hat. Und auf einmal habe ich mich wieder vermehrt auch vom Spiegel vorgefunden, um mich, wie damals in meiner Recovery, von meinem Körper zu verabschieden. Also, ich habe ja trotzdem das Privileg, dass ich doch noch einen relativ flachen Bauch auch habe oder, ja, wie gesagt, jetzt auch nicht so fest, wie ich meine Essstörung den gerne gehabt hätte, aber halt, also wirklich einfach noch ein Thin Privilege. Und mir war klar, dass ich den so wiederkriege, dafür gibt es keine Garantie oder ich persönlich halte es sogar für ziemlich unwahrscheinlich. Heißt, ich stand wirklich vorm Spiegel und habe mich verabschiedet. Mal wieder. Gepaart wirklich mit dem Gefühl von Angst, den so wahrscheinlich nie wiederzusehen. Und dieses Bewusstsein hat auch viel Trauer mit sich gebracht, obwohl ich weiß, dass der Grund dafür natürlich ein Wunderschöner ist. Aber diese Ambivalenz, die hat mir eben trotzdem ein schlechtes Gemissen gemacht, denn, und das ist, glaube ich, was, was auch viele Schwangere haben, ich wollte ja dankbar sein und bin es auch, aber gleichzeitig war da eben auch diese Verlustangst. Und das ist okay. Wir dürfen trauern, auch wenn wir unseren vertrauten Körper für eine schöne Sache loslassen und nicht wissen, wie das Ergebnis aussieht. Und ich finde, da sind sich Schwangerschaft und Recovery sehr, sehr ähnlich, weil, da habe ich es ja im Nachhinein oft gehört, ja, wenn ich wüsste, dass mein Körper dann so aussieht wie deiner, ja, dann würde ich das auch machen. Ich habe aber auch schon gegenteilige Kommentare gehört im Sinne von, nee, also so dick wie du will ich nicht werden. Ich weiß, da hat die Ersterung gesprochen, das nehme ich auch nicht persönlich, aber der Punkt ist, wir wissen es einfach nicht, wir haben keine Garantie. Aber vielleicht hilft dir der Gedanke, den ich mir die letzten Wochen auch immer wieder gesagt habe. Und der war, ich mag vielleicht nicht, was mit meinem Körper passiert und bin traurig, ihn zu verlieren, aber ich würde keinesfalls auf den Grund dafür verzichten wollen. Und ich weiß, dass sich das für dich in der Recovery vielleicht gerade noch nicht so greifbar anfühlt, wie wenn man einen kleinen Menschen in seinen Bauch heranwachsen hat, wobei der im Moment fühlt sich auch noch nicht greifbar an, aber zumindest das kann ich dir rückblickend in Bezug auf die Recovery schon mal sagen. Ja, ich mochte viele Dinge an meinem essgestörten Körper, aber ich würde ihn für nichts auf der Welt mehr eintauschen gegen das Leben, welches ich heute mit und dank meines gesunden Körpers führen kann. Und dafür muss ich seine Optik nicht immer mögen. ihn zu akzeptieren und leben zu lassen, reicht vollkommen. Und gerade jetzt auch in diesem Abschiedsprozess ist mir noch einmal mehr bewusst geworden, wie dankbar ich für ihn bin, auch wenn er nicht mehr den Perfektionsansprüchen meines damaligen essgestörten Ichs entspricht. Daher habe ich auch wie damals in der Recovery schon erneut eine Entscheidung getroffen. Und zwar, eigentlich ganz banal, vielleicht habt ihr schon mal getroffen, ich will meinen verändernden Körper annehmen lernen. Und das ist wirklich ein Prozess. Wir tun das nicht von heute auf morgen, das ist wirklich etwas, was wir lernen können. Und ob wir das lernen wollen, das ist wiederum eine Entscheidung. Heißt, ich muss ihn in seiner Optik nicht lieben, um ein glückliches Leben zu führen. Aber ich will auf jeden Fall nicht mehr gegen ihn ankämpfen. Und schon gar nicht, wenn er jetzt nicht nur einen, sondern zwei Menschen am Leben erhält. Aber auch für einen. Es ist dicke genug. Wie gesagt, es war eigentlich die gleiche Entscheidung, die ich damals in der Recovery schon mal getroffen habe und die sich jetzt einfach nochmal, ja, verfestigt hat. und auch hier bin ich, meine ich von vor sieben Jahren wirklich unglaublich dankbar. Denn wenn der Körper sich verändert und man keine Tools hat, damit umzugehen, dann ist der Prozess wirklich verdammt hart. Und was ich leider auch bereits zu Beginn der Schwangerschaft wieder vermehrt abbekommen habe, sind Körperkommentare. Und auch hier, die waren wirklich, will er sehr, sehr lieb gemeint. Aber es hat sich einfach nur nochmal verpestigt und ich bleibe dabei, wir kommentieren keine Körper von anderen Menschen. Egal aus welchem Grund, egal wie nett das gemeint ist, einfach lassen. Denn offensichtlich kann man auch hier zu schnell oder zu langsam einen sichtbaren Bauch haben. Also auch schwanger zu werden, scheint es sehr viele Vorstellungen zu haben, wie sich das dann verhält und wie groß der Bauch wann zu sein hat, wann man was sieht und keine Ahnung. Aber wie in der Recovery gilt. Jeder Körper ist individuell und es verletzt einfach, wenn man das Gefühl bekommt, dass man nicht auf die richtige Weise schwanger ist oder auf die richtige, angemessene, welche auch immer das ist, Weise zunimmt oder nicht an den richtigen Stellen oder whatever. Und daher ist es wirklich unglaublich wertvoll zu lernen, wie man mit solchen Kommentaren umgehen oder auch sich davon abgrenzen kann. Und auch hier habe ich mich anfangs echt erstmal geschämt und für nicht recovered genug gehalten, weil mich die Kommentare im ersten Moment getroffen haben. Aber ganz ehrlich, und das sage ich auch meinen Coaches immer wieder, auch wenn wir vollständig recovered sind, bleiben wir Menschen und vor allem bleiben wir Menschen in dieser Gesellschaft. Und es ist okay, wenn diese Kommentare nicht einfach wie an einer Teflonpfanne an einem abperlen. Der entscheidende Unterschied zu früher ist aber, dass ich das Gefühl fühlen kann, auch das, was es mit mir macht, ohne, das ist das Wichtigste, darauf mit destruktiven, essgestörten Verhaltensweisen zu reagieren. Und die Recovery hat mir nicht nur meinen Körper zurückgegeben, sie hat mir die Fähigkeit gegeben, mit all dem umzugehen, was eben jetzt auch kommt. Und dafür bin ich wirklich, also wie gesagt, auch wenn ich mich heute wiederhole wie eine kaputte Schaltplatte, aber ich bin so, so, so dankbar dafür. Weil es ist echt nicht einfach. Aber, und wie gesagt, auch wenn der Grund ein schöner ist. Aber der Prozess, in dem man gerade drin ist und wo einfach alles unsicher ist, der fühlt sich wackelig an und das darf es. Egal, ob das jetzt meiner ist oder deiner gerade. Und damit bin ich grundsätzlich erstmal am Ende meiner bisherigen Learnings und Erfahrungen, also zumindest den groben, weil, also denen, die vielleicht auch für dich und deinen aktuellen Weg relevant sind. Und ich möchte dich natürlich herzlich einladen, mich auf dieser neuen Reise auch zu begleiten. Aber keine Sorge, als würde sich jetzt hier nicht plötzlich alles nur noch um Schwangerschaftsthemen drehen. Auch wenn ich sicher auch die ein oder andere Folge nochmal aufnehmen werde, die das Thema Schwangerschaft aus Recovery Perspektive nochmal näher betrachtet. Aber, wenn du möchtest, dann stell mir super gerne deine Fragen. Egal, ob das jetzt zum Thema Schwangerschaft, Schwangerschaft nach Essstörung, Periodenverlust, pipapo ist, also, oder natürlich auch einfach Themenvorschläge oder Wünsche einfach rund um ganz, ich sag jetzt mal, normale, in Anführungszeichen, Recovery-Themen. Schreib mir da einfach gern auf Instagram per E-Mail oder wo auch immer. Und, wie gesagt, ich bin immer sehr dankbar auch für deine Themenvorschläge und Fragen. Und ich weiß, da kommen auch immer ganz viele. Deswegen, genau, schreib mir da einfach und dann gehe ich da auch natürlich weiterhin in diesem Podcast darauf ein. Und damit kommen wir noch zu einem Punkt, den ich, wie gesagt, ja natürlich auch schon mal so letzte Woche ein bisschen angedeutet habe. und zwar wird es natürlich dann in 2026 auch einige Veränderungen für mein Coaching geben müssen. Auch ein Punkt, der mich übrigens gerade so ein bisschen so, ich so, hä, wie mache ich das dann genau? Und ich kann es halt einfach, ich kann bestimmte Dinge gerade nicht so planen. Aber, was ich planen kann, ist, ich werde voraussichtlich ab Mitte, Ende Juni, je nachdem, was sich der kleine Mini da überlegt, in eine Babypause gehen müssen, weil Kleine brauchen nun mal Zeit und ich Zeit für die Erholung. Also auch hier, das wird nochmal eine Recovery auf eine andere Art. Und von dieser Phase kann ich aber natürlich nicht sagen oder von dieser Pause, wie lange sie dauert oder wie ich meine Coachings dann genau auch danach aufbaue, weil es wird sicherlich auch hier einfach in der Struktur anders ablaufen müssen als bisher. Das bedeutet also, dass ich auch ab einem gewissen Zeitpunkt dann keine neuen 1 zu 1 Coachings mehr annehmen kann. Kommt natürlich immer auch ein bisschen drauf an, welches Programm und welche Plätze oder ob gerade Plätze frei sind. Denn den ersten freigewordenen Platz für nächstes Jahr, den habe ich bereits zwischen der letzten und dieser Podcast-Folgeaufnahme schon wieder vergeben und noch nicht mal Zeit gehabt, den offiziell zu verkünden. Heißt also, wenn du schon länger oder auch spontan überlegst, mit mir zu arbeiten und deinen Weg in die Freiheit, gemeinsam mit mir zu gehen, dann melde dich super gerne jetzt schon oder hol dir einfach einen Termin für einen kostenfreien Discovery Call, in dem wir schauen, wo du stehst und wie ich dich am besten auf deinem individuellen Weg unterstützen kann. Und ich habe natürlich auch überlegt, was bedeutet es jetzt für das Gruppencoaching? auch mein Gruppencoaching Rediscover, welches sich ja inzwischen wirklich zu einem echten Grundstein für die Recovery und aber auch krasserweise für die Persönlichkeitsentwicklung etabliert hat, wird es nächstes Jahr nur einmal und dann höchstwahrscheinlich eben im Frühjahr geben. Heißt, falls du dich hierfür interessierst, melde dich ebenfalls super gern oder trag dich einfach unverbindlich auf mein Recovery Newsletter ein, damit du den Start nicht verpasst. Den Link dazu stelle ich dir auf jeden Fall auch nochmal in die Show Notes. Tja, und so, um das Jahr abzurunden am, für mich, 29. Dezember, du hast es wahrscheinlich vielleicht zu Silvester, vielleicht auch erst im neuen Jahr. Ich muss einfach sagen, dass ich Ende 2025 wirklich nicht dankbarer und auch erstaunter sein könnte, was dieses Jahr alles mit sich gebracht hat. Also wirklich von der Geburt dieses Podcasts im April, was ja auch noch nicht so lange ist, bis hin zu dem kleinen Mitbewohner in meinem Bauch, der Anfang des Jahres noch undenkbar weit fern erschien. Aber für jedes dieser wundervollen Ereignisse habe ich auch viele, viele kleine Entscheidungen getroffen. Denn letztendlich bringen wir nur so die Veränderung, die wir uns wünschen, auch wirklich in unser Leben. Also nur drüber nachdenken hilft nicht. Drüber nachgedacht habe ich, was Baby angeht, auch zwei Jahre sehr, sehr intensiv. Das hat nicht gereicht. Ich musste wirklich dieses Jahr auch aktive Schritte gehen, wenn ich ein anderes Ergebnis haben wollte, außer das in meinem Kopf durchzugehen. Und ja, wie gesagt, das ist noch so ein kleines Abschluss-Learning. Damit wünsche ich dir auf jeden Fall jetzt einen wundervollen Start in ein schönes und vor allem hoffentlich dann auch freies 2026. Denn mit jeder Entscheidung, die du heute für dich triffst, legst du den Grundstand dafür, wie zufrieden du Ende des Jahres auf das, also Ende 26 dann sozusagen, auf das jetzt im Moment noch vor der liegende 2026 zurückblickst. Und ich hoffe sehr und wünsche es dir von Herzen, dass das positiv ist und dass du stolz auf dich bist. Und egal, wo du heute schon stehst, sei es bitte auch jetzt schon. Vielen Dank, dass du dir Zeit für eine Tasse Reality mit mir genommen hast. Ich hoffe, diese Folge hat einen kleinen positiven Unterschied in deinem Tag gemacht. Mit deiner 5-Sterne-Bewertung kannst du genau diesen Unterschied auch im Leben anderer lebensfongiger Frauen bewirken, die diesen Podcast noch nicht gefunden haben und sich ebenfalls nach einem Leben in Freiheit und Authentizität sehnen. Ich danke dir von Herzen und freue mich, auf Instagram mit dir in Kontakt zu bleiben. Alle Links findest du in den Shownotes. Bis zum nächsten Mal.

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